Buchkritik - Das Leuchten der Welt / Isabel Beto

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Ich glaube, ich habe noch nie so lange für ein Rezensions-Exemplar gebraucht, wie für dieses Buch. Das ist mir schon fast mehr als peinlich. Ich habe es nämlich im September bekommen, angefangen, während  mein Sohn seinen ersten Schwimmkurs-Tag hatte und auch danach noch gut 100 Seiten gelesen, und dann wurde ich krank, und ich hab es schlichtweg im Auto vergessen.



FAKTEN ZUM BUCH 
Autor: Isabel Beto
Titel: Das Leuchten der Welt
Broschiert: 400 Seiten
Verlag: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG; Auflage: 1 (21. September 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3832163794
ISBN-13: 978-3832163792
Preis: € 14,99
Genre: Liebe, Wissenschaft, Vergangene Zeiten, USA
Gelesen in: 10 Tagen

DAS COVER
Weiblich, romantisch, verträumt, so würde ich das Cover beschreiben und ich mag es. 

FIGUREN IM ÜBERBLICK
Bell – Selbstständig, geht ihren eigenen Weg, Kämpfer-Natur mit Ängsten
Solomon – Mann mit gewissen Hintergrund
Tesla – Muss man wohl nicht viel zu sagen
Edison – Auch er ist eine bekannte Persönlichkeit

INHALTLICHE FAKTEN
Ort: USA, Chicago
Zeit: 1890er

WORUM GEHT ES IN DEM BUCH 
Chicago, 1893. Die legendäre Weltausstellung öffnet ihre Türen, und keiner kann sich ihrer Faszination entziehen. Geniale Erfinder, exzentrische Magier, mächtige Industrielle – eine illustre Gesellschaft kommt zusammen. Auch Bell Bennett, Tochter eines New Yorker Zeitungsverlegers, zieht es nach Chicago. Heimlich macht sie sich auf den Weg dorthin, um sich als Reporterin zu beweisen und dem vorgezeichneten Leben einer Frau ihrer Zeit zu entkommen. Doch es ist eine Reise voller Hindernisse. In dem geheimnisvollen Wanderarbeiter Solomon Jones findet sie einen Weggefährten. Gemeinsam erreichen sie Chicago und geraten mitten hinein in eine Wunderwelt, die zugleich von Intrigen und Machtspielen durchdrungen scheint. Am Ende wird sich dort nicht nur Bells Schicksal, sondern auch das der technischen Zukunft der Welt entscheiden …(Quelle: Klappentext.)

SARAHS LESEEINDRÜCKE
Obwohl ich das Buch in der Tat vergessen habe, ist es eins der schönsten Bücher, die ich 2016 beendet habe. Der Autorin gelingt es auf eindrucksvolle Weise den Wilden Westen einzufangen und zwei sehr unterschiedliche Charaktere in diese längst vergangene Zeit zu integrieren. Beide Charaktere muss man auf ihre ganz spezielle Art ins Herz schließen, ob man möchte oder nicht. 

Hauptsächlich befasst sich das Buch jedoch nicht mit den letzten Zügen des Wilden Westens, sondern der Geschichte bzw. den Kampf zwischen Tesla und Edison. Gleitstrom oder Wechselstrom heißt die Frage, die den Menschen gestellt wird und in Shows immer wieder präsentiert wird. Während viele Menschen Angst und Scheu empfinden, geht Bell sehr sachlich an diese Geschichte heran und ist nicht nur fortschrittlich sondern beweist eben auch oft Herz. 

Während mich ihr Part immer fasziniert hat und auch die von ihrem Gegenpart, muss ich sagen, dass mich die vielen Intrigen, Kuroptionen rund um Tesla und Edison zwar auch interessiert haben, weil man darüber nun einmal nicht so viel weiß, aber es ist eben auch sehr politisch und ich bin nicht so ein Machtjunkie in Büchern. Deswegen war ich immer froh, wenn dieser Part zu Ende war. Obwohl er sehr schön beschrieben wurde.  

Man lernt mit diesem Buch so viel über diesen damaligen zeitlichen Wandel, dass man einfach nur beeindruckt sein muss. Diese Kombination mit der tollen Geschichte, die einen fesselt, man muss das Buch einfach lieben, auch wenn es Passagen gibt, die eben nicht so den eigenen Geschmack treffen. Sie gehen unter.

Auch meine Mutter empfand den Stil und den Inhalt atmosphärisch und interessant. 

FAZIT: Auch wenn ich das Buch vergessen habe und erst sehr spät wirklich komplett gelesen habe, kann ich sagen, es ist ein eindrucksvolles Buch mit einer spannenden Geschichte über starke Frauen, Tesla, Edison, die Entwicklung des Wilden Westens und vieles mehr. Wer so etwas mag, greift zu.  



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Buchkritik - Wir beide in schwarz weiß / Kira Gembri

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Das folgende Buch habe ich schon in einer Blogtour vorgestellt, und möchte euch natürlich nicht meine eigene Meinung vorenthalten. Das Buch ruft nämlich bei mir sehr gemischte Gefühle hervor. Aber entscheidet doch einfach selbst, ob es etwas für euch ist. 


DAS COVER
Schwarz weißes Cover mit türkisfarbenen Schmetterlingen. Zwei Figuren, männlich und weiblich, hüpfen Händchenhaltend über Hindernisse. 

FIGUREN IM ÜBERBLICK
Alex – Borderliner
Kris - Extremkünstlerin

INHALTLICHE FAKTEN
Ort: Wien 
Zeit: 2015er

WORUM GEHT ES IN DEM BUCH 
Kris ist nach dem Tod ihrer Schwester völlig aus dem Konzept. Sie liebt Kunst und möchte mit Hilfe dieser spüren das sie lebt und an ihre Grenzen stoßen. Statt zu malen, provoziert sie Menschen oder lässt sich in einem Glaskäfig mit Sand zuschütten. Alex ist mit seinem Leben hingegen halbwegs zufrieden. Er wohnt in einer coolen Wohngemeinschaft, die Frauen lieben ihn und sein bester Freund Jay ist immer an seiner Seite. Doch dann ändert sich das Verhältnis und Lea tritt in das Leben von Jay und der Wohngemeinschaft. Damit kommt Alex nicht klar. Er leidet unter einer schweren Form von Borderline und für ihn ist diese Situation die absolute Hölle. Kris, die er durch Zufall trifft und mit der eine interessante Kombination entsteht, versucht ihn aus seinem Trott herauszuziehen und sich somit auch irgendwie selbst zu helfen. Doch Alex kapiert viel zu spät, was Sache ist. Kann das gut gehen oder zerstört er damit auch Kris, die in gewisser Weise beide voneinander abhängig sind?

SARAHS LESEEINDRÜCKE
Ganz ehrlich, ich beneide Autoren, die jung und mit Talent gesegnet sind. Kira Gembri hat schon viele Jugendbücher herausgebracht und mit „Ein Teil von uns“ hat sie mich überzeugen können. Mit diesem Buch hat die Autorin mich jedoch nicht vollends überzeugen können. 

Und das liegt ehrlich gesagt am Einstieg. Der Stil selbst ist nämlich gewohnt modern, jugendlich angehaucht ohne billig zu wirken. Ich habe das Buch im ersten Moment gehasst. Das lag daran, dass ich das Gefühl hatte, ich würde einfach den ersten Teil benötigen, um eine Bindung aufbauen zu können. Sowohl Kris, als auch Alex waren so einzigartige Charaktere, die einem im ersten Moment fremd sind. Alex der Bad Boy, Kris die Durchgeknallte. Bis ungefähr Seite 110 hatte ich die Nase voll, und mich gefragt, ob ich überhaupt weiterlesen soll. Ich konnte viele Kritiken nachvollziehen, wo die Leser einfach nicht warm wurden. Das klärt sich aber mit den Seiten auf und ich glaube für viele wäre der Einstieg besser gewesen, wenn die Autorin gleich auf diese Dinge eingegangen wäre. Leider muss ich in meiner Rezension sehr viel Spoilern, einfach ich sonst nicht meine Meinung schreiben kann. Wer es nicht wissen möchte, einfach überspringen. 

SPOILER
Kris zum Beispiel versucht mit ihren außergewöhnlichen Aktionen ihre Grenzen ausprobieren, weil sie nach dem Tod ihrer Schwester einfach leer ist. Sie ist nur gestorben, weil ihre Eltern ihnen nie Grenzen gesetzt haben, und sie dadurch immer wieder welche provozieren wollte. Ähnlich ist es nun bei Kris, die aber so zusätzlich versucht ihrer Schwester näher zu sein und gleichzeitig sich selbst zu spüren, und die Trauer zu verarbeiten. Mit dem Hintergrund ist sie sympathisch. Ohne das Wissen ahnt man etwas, aber es ist nur ein Hauch, der sie eben total dämlich erscheinen lässt. Im Grunde nutzt sie diese Umsetzung, um zu zeigen, wie oberflächlich Menschen sind und das niemand sich die Mühe macht, den Grund für etwas herauszufinden, denn Verhalten hat meist einen Grund. 
Bei Alex ist es ähnlich. Er wird nur als der heiße Bad Boy wahrgenommen, den alle Frauen zu Füßen liegen. Im Grunde seines Herzens wünscht er sich jedoch Nähe, denn seitdem er von seiner Mutter abgeholt wurde und durch Pflegefamilien gereicht wurde, hat sich eine starke Verlust-Angst ausgebreitet. Sieht man nach außen nicht. Und damit wären wir bei seinem Borderline Syndrom. Viele verbinden damit nur Ritzen und auch bei mir war das so. Die Person schneidet sich einerseits um sich selbst zu spüren und manchmal auch für die nachfolgende  Aufmerksamkeit. Er schneidet sich nicht offensichtlich, sondern versteckt, damit es eben nicht jeder entdeckt. Ich selbst habe mich auch über Jahre leicht geschnitten, aber nicht um mich gut zu fühlen, sondern einfach um mich abzulenken, zu beschäftigen und weil ich mich nach Liebe gesehnt habe. Bei mir sieht man davon nichts, da ich bewusst oberflächlich war, bei ihm sieht man die Spuren deutlich. Was jedoch noch viel interessanter ist, und womit mich Kira dann letzten Endes überzeugt hat, war die Genauigkeit mit der sie sich mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Ich war überrascht, als plötzlich eine Eigenschaft, die ich damit gar nicht in Verbindung gebracht habe, auch zum Borderline hinzugezählt wurde. Plötzlich hat für mich mein früheres Verhalten einen Sinn ergeben, wo ic mir selbst nicht erklären konnte, warum ich so reagiere bzw. das es auch eine Art des Borderline Syndroms ist. 

SPOILER ENDE

Das Buch ist nun einmal sehr tiefgehend und nimmt erst ab Seite 100 wirklich Fahrt auf. Es ist  aber ein Kampf der sich ganz klar lohnt. Es gewährt einen Blick hinter die Fassade von zwei eher unbekannten „Krankheiten“, die Hilfe benötigen. Jeder auf seine Art und Weise. 

FAZIT: Man muss dem Buch, wie seinen Figuren Zeit geben. Es lohnt sich ist aber ein harter Kampf, von den man leider nicht immer vorher weiß. Von mir gibt es faire 4 Sterne. 

FAKTEN ZUM BUCH 
Autor: Kira Gembri
Titel: Wir beide in schwarz weiß
Gebundene Ausgabe: 300 Seiten
Verlag: Arena (1. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401602195
ISBN-13: 978-3401602196
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Preis: € 14,99
Genre: Liebe, Borderline, Trauer
Gelesen in: 3 Tagen



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Buchkritik - Endlich frei / Mahtob Mahmoody

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Ihr seid sicherlich neugierig, was ich gerade so lese. Eigentlich komme ich zur Zeit so wenig zum Lesen und muss mich echt zusammenreißen, weil mein SUB so am Wachsen ist. Entschieden habe ich mich jedoch mal wieder für einen Neuzugang, den mir meine Mutter erst vor zwei Wochen schenkte. Vielleicht kennt ihr ja die Geschichte dahinter zum Teil.


DAS COVER
Die Autorin zeigt sich selbst. So muss es sein.

FIGUREN IM ÜBERBLICK
Betty – Mama von Mahtob
Mahtob – Das Mädchen aus „Nicht ohne meine Tochter“

INHALTLICHE FAKTEN
Ort: USA, Irak
Zeit: 80er-2010er

WORUM GEHT ES IN DEM BUCH
Was 1985 und 1986 im Iran geschah, wissen Millionen Leser von Nicht ohne meine Tochter. Doch mit der Rückkehr in die USA hatte die damals erst sechsjährige Mahtob längst nicht alles ausgestanden. Jahrelang versteckte sie sich, lebte unter falschem Namen, verschwieg Freunden ihr Schicksal - aus Angst vor einer erneuten Entführung. Und heute? In poetischen Bildern erzählt Mahtob Mahmoody, wie sie sich von ihrer Angst befreite, sich mit ihrer iranischen Familie versöhnte und endlich ihr eigenes Leben lebt. (Quelle: Klappentext)

SARAHS LESEEINDRÜCKE
Sie ist eins der bekanntesten Mädchen der meiner Kindheit. Nicht weil sie in einem Film mitgespielt hat, sondern weil ihr Schicksal bewegt hat. Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich damals in den 90er Jahren das Buch gelesen habe. Ich war nicht viel älter als sie und fand es schockierend und war heil froh, dass ihrer Mutter die Flucht gelungen ist. Dementsprechend kann ich nachvollziehen, warum meine Mutter auch ihr Werk lesen wollte. Wie ist es Mahtob nach der Flucht ergangen und vieles weitere Fragen werden in diesem Buch geklärt.

Ganz ehrlich!? Ich hatte das Gefühl, sie brauchte nur Geld, weil das Vermögen ihrer Mutter aufgebraucht ist. Der Stil ist einfach anschaulich und so, wie eine Biographie eigentlich sein müsste. Man kann die Geschichte somit sehr gut und leicht lesen.

Am Anfang empfand ich das Buch auch noch wirklich klasse. Kann ich mich an alles in meiner Kindheit erinnern. Nein, aber ich weiß, wie sich einschneidende Erlebnisse einbrennen. Diese vergisst man einfach nicht, und somit ist es bewegend und eine gute Möglichkeit zu lesen, wie sich die wirkliche Hauptfigur von „Nicht ohne meine Tochter“ gefüllt hat. An einiges konnte ich mich erinnern, aber an vieles nicht. Die ersten Seiten sind somit sehr emotional, veränstigend und traurig. Was sie erleiden und miterleben musste, ist einfach nur scheußlich. Anders kann ich es nicht ausdrücken.

Doch die Jahre danach? Ich weiß nicht was ich erwartet habe. Damals als Kind / Jugendliche habe ich mir nie die Frage gestellt, wie es weiter ging, und wenn nur ganz kurz. Dabei ist die Frage jetzt, als Mutter von drei Kindern, vorhanden. Hat ihr Vater sie verfolgt, hat er keine Ruhe gegeben, sie vielleicht wieder entführt. Man weiß ja nie, wie sie weiter reagiert haben. Trotzdem habe ich nicht so eine Geschichte erwartet.

Im Grunde befasst sich die Autorin mit dem Heranwachsen. Sie geht zur Schule, lernt Gotte kennen, erkrankt an Lupus und gewinnt viele neue Freunde. Abgesehen von der schweren Krankheit ist ihr Alltag aber ganz ehrlich normal. Abgesehen von der Tatsache, dass sie immer Angst haben müssen, dass ihr Vater doch einmal herausfindet wo sie ist. Klar hat man Angst, dreht sich immer um, und bewegt sich übervorsichtig. Aber man erwartet, doch irgendwie, wenn man schon ein solches Buch schreibt, dass eben auch etwas passiert.

Stattdessen wird immer wieder erwähnt wie faul ihr Vater ist und war und das sie nur dieser Tatsache die Flucht verdanken. Auch später heißt es, dass er sogar zur Suche zu faul war und im Grunde nur wegen dem Film und der Unterstützung überhaupt angefangen habe. Nun gut, das kann man nie wissen und von daher gerechtfertigt.

Allerdings lässt der Klappentext andere Dinge erahnen. Warum sind sie ständig umgezogen? Es wurde doch nie wirklich gesucht. Ihre Mutter war nie da, weil sie sich im Grunde nur um ihre Geschichte, Buch, Film und Interviews gekümmert hat. Ganz ehrlich, mich hat die Mutter sehr enttäuscht, denn ich wäre im Anschluss für meine Tochter deutlich mehr da gewesen und nicht immer verreist, denn ihre Seele hätte Halt benötigt. Im Grunde unterscheidet sich die Mutter in meinen Augen wenig vom Vater.

Außerdem muss ich ehrlich sagen, das ich vieles einfach nur künstlich fand. Mal hasst Mahtob ihren Vater, dann verzeiht sie ihm, aber im Grunde hasst sie ihn dann doch wieder. Mein Vater ist Choleriker und ich kann ehrlich sagen, dass ich ihn im Grunde meines Herzens Liebe, aber für viele Sachen hasse. Punkt. Ihre Emotionen wirken eher nach nicht aufgearbeitet oder künstlich.

Künstlich sind auch die Szenen, wo mal etwas passiert. Es ist eine Biographie und ich weiß, dass es so passiert sein soll. Aber ich habe ganz ehrlich meine Zweifel daran. Zu oft kommen Passagen, die Angst rechtfertigen sollen, aber dann offen gelassen werden. Nehmen wir das Hotelzimmer mit der Kette. Sie ist vor, dann nicht und niemand weiß warum sie vor war. Später ist eine Tür abgeschlossen, obwohl sie offen sein sollte und viele weitere solcher Situationen.

Zum Ende gibt es noch einige Briefe, die verschiedene Perspektiven beleuchten, und dann ist Schluss.

FAZIT: Ganz ehrlich, im Grunde erfährt an nicht viel, was wirklich von Belang ist oder die Fortsetzung von „Nicht ohne meine Tochter“ rechtfertigt. Zumal die Mutter schon einmal eine Fortsetzung geschrieben hatte. Ihre Sichtweise in allen Ehren, aber das wirkt auf mich eben wirklich wie Geldmacherei.

FAKTEN ZUM BUCH
Autor: Mahtob Mahmoody
Titel: Endlich frei
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch) (10. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404608925
ISBN-13: 978-3404608928
Originaltitel: My Name is Mahtob
Preis: € 10,99
Genre: Biographie

Gelesen in: 3 Tagen


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Buchkritik - Ich. Darf. Nicht. Schlafen / Watson

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Ich liebe Thriller und gerade auf der Psycho-Schiene bin ich immer sehr angetan. Daher habe ich mich über das Buch, welches ich bei der Rebuy Challenge gewonnen habe, sehr gefreut. Endlich mal ein Buch nach meinem Geschmack. Allerdings haben sie es noch nie geschafft, mich mit einem Gewinnerbuch auch danach zu überzeugen. Daher war ich gespannt, ob ich wenigstens einen Erfolg im Paket verbuchen kann. 


DAS COVER
Das Cover ist schlicht und eher langweilig, also angeschaut hätte ich es im Laden nicht. 

FIGUREN IM ÜBERBLICK
Chris – Hat Amnesie, ist um die 40 und verheiratet
Ben – Ist ihr Mann
Ed Nash – Ihr Arzt des Vertrauens
Claire – Frühere beste Freundin
Adam – Ihr Sohn

INHALTLICHE FAKTEN
Ort: England
Zeit: 2010er 

WORUM GEHT ES IN DEM BUCH 
Chris hat nach einem traumatischen Erlebnis ein interessantes Gedächtnis. Nach jeder Tiefschlaf-Phase kann sie sich an nichts mehr erinnern. Schläft sie nur leicht ein, weiß sie noch alles, aber geht sie am Abend ins Bett, dann weiß sie am nächsten Morgen nichts mehr. Mal ist sie 12, mal 20. Ihr Mann muss ihr jeden Tag aufs Neue alles erklären. Doch dann trifft sie auf Ed Nash, der ihr helfen möchte. Er bittet sie Tagebuch zu führen und so merkt sie langsam, dass sie sich auf diese Art und Weise an die Tage davor erinnern kann. Es hilft ihr sogar kleinere Erinnerungsblitze nach fast 20 Jahren Amnesie hervorzurufen. Allerdings merkt sie auch immer wieder, dass ihr Mann nicht ehrlich zu ihr ist. Will er sie schützen, weil er weiß, dass sie sich nichts merken kann, oder steckt da einfach mehr dahinter. Chris weiß nur, dass sie sich in seiner Nähe nur bedingt wohl fühlt und in ihr Tagebuch geschrieben hat: Vertraue Ben nicht. Doch warum, weiß sie einfach nicht mehr. 

SARAHS LESEEINDRÜCKE
Ohne unsere Erinnerungen sind wir nichts. So steht es im Klappentext und es stimmt. Man stelle sich einmal vor, man wüsste nichts mehr. Wo man wohnt, wer die eigenen Kinder sind, was man gerne isst oder ähnliches. Ich stelle es mir beängstigend und isolierend vor. Daher ist es ein gutes Thema, zumal Chris eine ganz besondere Form hat, die es so sicherlich nicht zweimal auf der Welt gibt. Damit ist dem Autoren mit Sicherheit ein gutes Thema gelungen, das viel Potential hat.

Ich muss zugeben, mich hat der Autor trotz der einen oder andern Logikschwäche und Lücke trotzdem überzeugt. Ich habe das Buch angefangen und konnte nicht mehr aufhören. Schon von Anfang an, war mir klar, worauf das Buch hinauslaufen würde. Zumindest ab dem Zeitpunkt, wo die ersten Erinnerungsblitze auftauchten, wenig Fotos vorhanden waren und Ben keine Lust auf eine Therapie hatte. Der Autor schildert es zwar so, dass man denken muss und kann, dass er seine Gründe hat, aber wenn schon in einem Buch steht, traue deinem Mann nicht dann wird da auch was dran sein.

Es ist spannend den Alltag einer solchen Person zu verfolgen und wie sie langsam anfängt sich zu erinnern. Genau deswegen fand ich jeden Fehler auch irgendwie enttäuschend und habe mich gefragt, warum das kein Lektor entdeckt hat, weil diese Fehler so offensichtlich waren. Zum Beispiel, hier verrate ich nicht viel, wird eine Szene am Abend im Bett beschrieben, wo sie nicht noch extra woanders hingeht zum Schreiben und trotzdem der Abend im Tagebuch steht, obwohl das nicht sein kann. Schließlich hat sie nie vor Ben geschrieben. 

Das sind Kleinigkeiten, die im Buch immer wieder vorkommen, nur eben in etwas anderer Form. Manchmal aber perfekt gelöst sind. Weswegen es mich eben als Leser etwas ärgert. Nichtsdestotrotz ist es belanglos, weil man mitfiebert und die Auflösung erfahren möchte und hier war ich dann doch etwas enttäuscht, weil der Autor einfach zu wenig nachgedacht hat. Es ist spannend und so, keine Frage, aber einfach nicht vollends logisch.

SPOILER
Zum Beispiel sagt ihr Geliebter ihr, dass er es nicht ertragen konnte, dass ihr Mann sie verlassen hat. Man geht davon aus, dass er sie kurz nach dem Unfall, sagen wir mal so 4-5 Jahre später herausgeholt hat. Sie also schon ungefähr 15 Jahre oder so bei ihm zu Hause lebt. Der Eindruck entsteht die gesamte Buchdauer. Es sind aber nur wenige Monate. Auch der Arzt enttäuscht mich. Jeder gute Arzt informiert sich über seine Patientin, gerade bei einem solchen Fall, hätte ich vorab recherchiert. Also Fragen zu bestimmten Dingen gestellt, die sie mir erzählt hatte. Nicht ihr, sondern eben im Zeiten des Internets, dem Internet. So wäre schon viel früher aufgefallen, das etwas nicht stimmt. 

SPOILER ENDE
Es sind keine gravierenden Dinge, aber sie schmälern eben den Lesegenuss minimal. Trotzdem hab ich das Buch geliebt und für ein Debüt absolut verzeihlich. 

FAZIT: Drei Tage gute Unterhaltung,wobei ich mir ein runderes Ende gewünscht hätte, nämlich ob sie sich noch erinnert oder nicht. 

FAKTEN ZUM BUCH 
Autor: S.J Watson
Titel: Ich. Darf. Nicht. Schlafen
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 7 (26. September 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596191467
ISBN-13: 978-3596191468
Preis: € 3
Genre: Thriller, Amnesie, Liebe 
Gelesen in: 3 Tagen



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Flucht aus Mr. Banancellos Bibliothek / Chris Grabenstein

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Eigentlich habe ich ungefähr 1000 Bücher, die nur darauf warten gelesen zu werden und daher habe ich mir eigentlich ein Buch-Kauf-Stopp auferlegt, aber es kommt ja bekanntlich immer anders. Ein Buch über Bücher? Hallo, welcher Blogger kann da schon nein sagen. Ich nicht. Und ich kann euch schon einmal sagen, dass es sich gelohnt hat. 



FAKTEN ZUM BUCH
Autor: Chris Grabenstein
Titel:Flucht aus Mr. Banancellos Bibliothek 
Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Freies Geistesleben; Auflage: 1 (8. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3772527876
ISBN-13: 978-3772527876

Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Genre:Jugendbuch, Abenteuer, Spannung
Preis:18,90€
Gelesen in: 2 Tagen

DAS COVER
Das Cover ist lustig. Bunt, voller Bücher und anderen Inhalten, die man im Buch antrifft. Ja, gefällt mir gut. 

FIGUREN IM ÜBERBLICK
Kyle - Liebt Spiele, mag nicht so gerne lesen
Aikima - Seine beste Freundin
Mr. Banancello - Witziger Erfinder
uvm. 

WORUM GEHT ES
Wer wollte schon immer mal in einer Bibliothek übernachten? Einige mit Sicherheit. Für die 12 jährigen der Stadt ist es jedoch eine große Ehre eine Nacht in der neuen Bibliothek zu schlafen. Kein anderer als Mr. Banancello, der beste Spiele-Erfinder der Welt hat diese Bibliothek mit entwickelt. Kyle nimmt es am Anfang nicht besonders ernst, doch als er erfährt, dass es auch etwas zu gewinnen gibt und wer diese Bibliothek gestaltet hat, setzt er alles daran, eins der 12 auserwählten Kinder zu werden. Tatsächlich schafft er es mit seiner besten Freundin. Die Nacht ist großartig und viel zu schnell zu Ende. Doch am nächsten Tag ist die Tür verschlossen. Zu Mr. Banancellos Geburtstag wurde extra von der Bibliothekarin ein Spiel erstellt. Die Kinder müssen innerhalb von 24 Stunden aus der Bibliothek ausbrechen. Der Eingang ist verschlossen und die Notausgänge ebenfalls. Nur ein einziger Weg führt noch heraus und den müssen die Kinder mit den Mitteln der Bibliothek herausfinden. Überall sind Hinweise versteckt, aber schaffen sie es? Alleine ist es fast unmöglich, aber jeder will gewinnen, denn der erste Preis ist ein Werbevertrag. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. 

MEINE LESEEINDRÜCKE
"Charly und die Schokoladenfabrik" ist ein Klassiker, den wohl jeder kennt. Spätestens nach der tollen Umsetzung mit Johnny Depp. Dieses Buch ist zwar ohne Süßigkeiten, aber im Grunde dem Buch sehr ähnlich. Ein exzentrischer Mensch lädt Kinder zu einem Besuch ein. Nicht in seine Fabrik, aber in eine von ihm kreierte Bibliothek. Kann das schlecht sein? Kann ja, ist es aber nicht.

Die Figuren sind sehr unterschiedlich gestaltet. Bei Mr. Banancello hat man ungelogen einen gewissen Exzentriker im Kopf. Kyle ist eine lebhafte Figur, die neugierig, schlau ist, aber nicht unbedingt gerne liest. Dann hätten wir noch die stille Leseratte oder die Cheerleaderin, die schlauer ist, als sie vorgibt zu sein. Und auch noch den nervigen, reichen, verwöhnten Jungen, der immer gewinnen will. Eine lustige Truppe, die man schnell ins Herz schließt.

Die Geschichte selbst ist cool, wobei ich es etwas unpassend fand, dass die Kinder ohne Vorwarnung eingeschlossen wurden. Das hätte man auch mit Vorankündigung machen können. 

Im Verlauf der Geschichte hat auch der Leser die Möglichkeit herauszufinden, wie man aus dem Gebäude kommt. Wer ganz genau ließt, bekommt schon recht schnell eine Idee. Mit Hilfe der Bilderrätsel kann man jedoch auch sein eigenes Glück versuchen. Interaktives Lesen also. Von mir aus könnten gerne noch mehr Rätsel drin sein. Ich liebe so was ja noch immer total. 

FAZIT
Es ist auf jeden Fall ein amüsantes Abenteuer, das Lust macht selbst einmal diese Bibliothek zu besuchen. Ich habe mich total unterhalten gefühlt, mitgerätselt und mich sehr über das Leser-Rätsel gefreut. Würde ich das Buch empfehlen? Ganz klar. Obwohl mir die Augen vom Fieber brannten, konnte ich nicht aufhören zu lesen und das spricht für das Buch :)


COVER💜💜💜💜💜
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Das tolle Trio jagt den Hamster / Zimmermann und Zimmermann

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Lust auf – ein Trio, wie die Drei Fragezeichen; einen Kriminalfall, der eure volle Aufmerksamkeit benötigt und viele tolle Bilder? Neugierig geworden, dann solltet ihr mal gucken, ob das Buch vielleicht eurem Geschmack entspricht. Ich hab das etwas veraltete Kinderbuch nämlich für euch gelesen.


DAS COVER
Drei Kinder beobachten einen Mann, der vor dem Spiegel steht. Es ist ein passendes Cover, könnte aber spannender sein für ein Buch, das Kinder locken soll.

FIGUREN IM ÜBERBLICK
Ev – schon groß, schlau und verliebt
David – Mutig, liebt süßes und hasst Heinzi
Heinzi – Musterknabe vor dem Herrn

INHALTLICHE FAKTEN
Ort: Deutschland
Zeit:90er Jahre

DER ERSTE SATZ
"Heinzi würde abends aber sein Zimmer aufräumen!"

WORUM GEHT ES IN DEM BUCH
Der Vater von David und Ev ist schon länger arbeitslos und bekommt nun die Chance in Afrika für drei Monate zu arbeiten. Er ergreift die Chance und seine Frau begleitet ihn natürlich, denn die Kinder sind schließlich groß. So groß nun auch wieder nicht, und deswegen müssen die beiden zu ihrer Tante, die in einem kleinen Dorf in Bayern lebt. Das Schlimmste daran ist jedoch ihr Sohn Heinzi, der ihnen schon seit Jahren als Musterknabe präsentiert wird. Heinz räumt immer auf, schmatzt nicht, wäscht sich freiwillig hinter den Ohren und ist einfach ein höflicher Mensch. Als sie dort ankommen, bestätigt sich ihr Verdacht, dass sie mit Heinzi nicht warm werden. Doch dann erwischt er Heinzi dabei, wie er spioniert und so erfahren die beiden, die Wahrheit. Seine Mutter gibt ihm immer die Schuld daran, dass sie noch nicht verheiratet ist und deswegen benimmt er sich so vorbildlich. Ihr neuer Freund ist im Übrigen ein echter Mann, der sie heiraten will, aber nur, wenn Heinzi ins Internat kommt. Heinzi will das aber verhindern und hat das Gefühl, dass sein neuer Stiefvater etwas zu verbergen hat. So tun sich die drei zusammen und versuchen herauszufinden, was mit dem „Hamster“ wie sie ihn nennen, nicht stimmt. Schnell kommen sie ihm auf die Schliche und müssen alles tun, um die plötzlich anberaumte Hochzeit zu verhindern.

SARAHS LESEEINDRÜCKE
Ich liebe Kinderbücher und so ist es bei mir in einem meiner geschenkten Kartons gelandet. Als großer Fan von Krimis, wie den „Drei Fragezeichen“ und wie sie alle in meiner Jugend hießen, war klar, dass ich das Buch schnell lesen muss. Vorab kann ich schon einmal sagen, es ist nicht vergleichbar mit den berühmten Detektiven und die Geschichte selbst ist vorhersehbar und ehrlich gesagt etwas fade, selbst für Leseratten im empfohlenen Alter.

Die Figuren sind in Ordnung, aber nicht so, wie man sie sich erhoffen würde. Sie sind ehrlich gesagt, sehr durchschnittlich und man kann sich daher schon mit ihnen identifizieren.Zudem bleiben sie im Gedächtnis und man kann sich auch später, sollte man einen anderen Band lesen, sofort wieder in sie hineinversetzen.

Das Abenteuer ist der erste Band und irgendwie muss das Trio zusammengeführt werden. Ganz ehrlich, da hätten die Autoren sich etwas mehr Mühe geben können. Welche Mutter lässt ihr Kinder alleine, um nach Afrika zu reisen, wenn die Betreuung nicht vor Ort ist. Ich selbst habe drei Kinder und klar, würde ich die Chance ergreifen, aber nur in den Ferien oder wenn meine Jungs hier vor Ort eine gut Betreuung hätten. Ich würde ihnen niemals zumuten für 3 Monate auf eine andere Schule zu gehen. Außerdem klingt es einfach sehr konstruiert, dass der Vater genau für drei Monate nach Afrika zum Arbeiten soll.

Auch sonst ist die Geschichte nur guter Durchschnitt, es gibt in meinen Augen zu viele Logiklücken, die auch mir in einem früheren Lesealter aufgefallen wären. Allerdings hätten sie mich da noch nicht so wirklich gestört. Zum Beispiel soll Heinzi nach der Hochzeit auf ein Internat. Warum kümmert sich sein Stiefvater um dieses Problem, wenn seine eigenen Pläne deutlich kürzer sind. Weiter geht es mit dem Taschengeld. Die Familie ist nicht so gut situiert, weil der Vater arbeitslos ist, also viel Taschengeld ist nicht drin. Geht man nun einmal von meinem damaligen Taschengeld (ich war 13) aus und bekam 50DM im Monat, dann wäre das deutlich schneller alle gewesen, so oft wie die Kinder etwas unternehmen, und ich glaube nicht, dass die Kinder so viel pro Monat bekommen haben. Auch warum die Kinder nicht einfach die Wahrheit sagen oder selbst zur Polizei gehen und ihren Verdacht dort bekunden, kann ich nicht nachvollziehen. Nun gut, Kinderbücher setzen nicht immer auf lückenlose Logik.

FAZIT: Man fühlt sich unterhalten, muss nicht viel nachdenken und bekommt eine interessante Lösung präsentiert. Kindgerecht und daher 4 Sterne.

FAKTEN ZUM BUCH
Autor: Zimmermann und Zimmermann
Titel: Das tolle Trio jagt den Hamster
Verlag: Thienemann Verlag (1996)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522169484
ISBN-13: 978-3522169486
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
Preis: € 0,01
Genre: Krimi, Jugend
Gelesen in: 2 Tagen


COVER💜💜💜
STIL💜💜💜💜
CHARAKTERE💜💜💜💜
SPANNUNG💜💜💜
HUMOR💜💜💜 
LIEBEnicht relevant für Kinder 
GESAMT💙💙💙💙
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Der Junge muss an die frische Luft / Hape Kerkeling

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Entschuldigt mich schon jetzt, dass ich euch dieses Buch vorstelle. Warum, weil es mir in der Seele weh tut. Ich würde mir ein solches Buch nie kaufen, aber meine Mutter anscheinend schon und so habe ich es auch bekommen. Für mich war es leider eine totale Qual.


FAKTEN ZUM BUCH
Autor: Hape Kerkeling
Titel: Der Junge muss an die frische Luft: Meine Kindheit und ich
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (4. Oktober 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492320007
ISBN-13: 978-3492320009
Preis: € 9,99
Genre: Biographie
Gelesen in: 2 Tagen

DAS COVER
Hape schaut freundlich in die Kamera. Hätte mir ein Kinderfoto besser gefallen? Ich denke schon. Hinten ist der kleine Hosenscheißer zu sehen und das vorne hätte mir besser gefallen, aber wahrscheinlich hätte es sich dann weniger verkauft.

WORUM GEHT ES IN DEM BUCH
Mit »Ich bin dann mal weg« hat er Millionen Leser inspiriert, persönliche Grenzen zu überschreiten. In diesem Buch nun spricht Hape Kerkeling über seine Kindheit; entwaffnend ehrlich, mit großem Humor und Ernsthaftigkeit. Über die frühen Jahre im Ruhrgebiet, Bonanza-Spiele, Gurkenschnittchen und den ersten Farbfernseher; das Auf und Ab einer dreißigjährigen, turbulenten Karriere – und darüber, warum es manchmal ein Glück ist, sich hinter Schnauzbart und Herrenhandtasche verstecken zu können. Über berührende Begegnungen und Verluste, Lebensmut und die Energie, immer wieder aufzustehen. (Quelle: Klappentext.)

SARAHS LESEEINDRÜCKE
Hape ist ein sehr netter Mensch, der vor der Kamera durchaus sympathisch ist und sicherlich auch hinter der Kamera. Warum jedoch jeder Promi seine Biographie schreiben muss, verstehe ich nicht. Nun gut, ich bin kein Fan von Comedy und hätte meine Mutter sich das Buch nicht gekauft, ich hätte nie einen Blick daran vergeudet, aber ich habe es nun einmal bekommen. Ganz nach dem Motto, so lange ich noch mit meiner Mom diskutieren kann über Bücher, lese ich auch, was sie liest.

Das Buch lässt sich leicht lesen. Es ist ein humorvoller, einfacher Stil, der nicht überfordert. Von diesem Aspekt her, hat der liebe Hape nichts verkehrt gemacht. Das ist aber für mich persönlich der einzige positive Aspekt dieses Werkes.

Fans mögen mir hier ganz klar verzeihen.Hape wächst in meinen Augen in einer behüteten Familie auf. Nicht das Wunschkind, aber geliebt und das von der ganzen Familie. Wie in fast jedem Leben gibt es auch bei ihm das eine oder andere schwere Los zu tragen. In gewisser Weise kann ich sogar dieses Drama nachvollziehen, denn auch meine Mutter war oder ist depressiv und hat sich versucht das Leben zu nehmen, als ich 10 Jahre alt war. Schreibe ich deswegen jedoch ein Buch? Nö. Neben seiner Kindheit geht es aber auch seine Karriere, sein Outing und die gewonnen Preise. Irgendwann entsteht das Gefühl, dass Hape mit diesem Werk sich selbst noch einmal zeigen will, was er doch alles erreicht hat und was er für ein toller Mensch ist. Ja, das ist er, sofern man das als Außenstehender überhaupt beurteilen kann.

FAZIT: Fakt ist aber, dass das Buch nur wirklich interessant ist, wenn man sich für den Menschen selbst interessiert, und ich bin kein Fan. Für mich war es vergeudete Zeit.



COVER💜💜💜💜💜
STIL💜💜💜💜💜
CHARAKTERE💜💜💜💜💜
SPANNUNG💜💜💜💜💜
HUMOR💜💜💜💜💜
LIEBE💜💜💜💜💜
GESAMT💙💙💙💙💙
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Das siebte Kind / Erik Valeur

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Heute habe ich mal wieder ein Buch für euch, welches ich niemals ohne meine Mutter in die Finger bekommen hätte. Ich habe schon einiges davon gehört, aber ich hätte es nie gekauft. Sie ist jedoch ein Mensch, der schon beim Wort Kinderheim, Muttergefühle bekommt, und zugreifen muss. Na ja, nicht immer sind wir uns einig.


DAS COVER
Das Cover ist nicht schlecht, aber auch kein Highlight. Ein Sonnenuntergang würde ich sagen, mehrere Hütten im skandinavischen Stil. Es ist ruhig, entspannend und passt zum Buch, aber nichts mit Wow-Effekt.

DER ERSTE SATZ
Die Frau wurde am Morgen des 11. September 2001 am Strand gefunden, ziemlich genau zwischen dem Badhotel Skodsborg und dem Strandpark Bellevue.

WORUM GEHT ES IN DEM BUCH
September 2001: Am Strand von Skodsborg in der Nähe des renommierten Kinderheims Kongslund wird die Leiche einer unbekannte Frau gefunden. Neben ihr ein Stück Treibholz, ein toter Kanarienvogel und ein merkwürdig geknotetes Seil. Die Tote kann nicht identifiziert werden, der Fall gerät in Vergessenheit – bis sich Jahre später das Bestehen des Kinderheims zum sechzigsten Mal jährt und ein schreckliches Geheimnis mit aller Gewalt ans Licht drängt. Ein Geheimnis, das mit dem Schicksal sieben ehemaliger Waisenkinder verknüpft ist und das Dänemark bis in die höchsten politischen Ebenen erschüttern wird. (Klappentext zitiert)

SARAHS LESEEINDRÜCKE
Ganz ehrlich, ich bin kein Fan von skandinavischen Romane, weil ich Schwierigkeiten mit Namen haben und diese hier für mich meist alle recht gleich klingen. Nun gut, ich brauchte einen dicken Wälzer mit 800 Seiten für eine Lesechallenge und meine Mutter fand das Buch okay, sonst hätte sie mir bei der Übergabe gesagt, wie sehr sie sich geärgert hätte. Nun gut, ich habe das Buch probiert, und ich muss ehrlich sagen, dass ich das Buch die ersten 200 Seiten probiert habe. Danach hab ich wirklich probiert, aber das Buch fesselt einfach nicht. Aus diesem Grund habe ich zum ersten Mal seit 5 Jahren ein Buch etwas oberflächlicher gelesen, um zu einem Punkt zu gelangen, wo es endlich los geht.

Ungelogen, die ersten 300 Seiten sind nicht gerade fördernd, um den Leser an die Geschichte zu binden. Der Klappentext ist so spannend, und dann geht es so langatmig, langweilig und politisch los, das man an dem Buch einfach nur zweifeln kann.

Es kommt irgendwann der Punkt, und zwar so nach 450 Seiten, wo das Buch langsam etwas mehr Fahrt aufnimmt, und ab dem Zeitpunkt werden auch langsam immer wieder Geheimnsse gelüftet, die für Spannung sorgen sollen. Leichte Kost ist es dann nicht mehr, denn der Inhalt ist schon recht hart, aber so wirklich warm wird man dann auch nicht mehr mit der Idee.

Highlight sind ganz klar die Rückblenden in die Zeit des Kinderheims, und auch die klaren Einführungen der Figuren. Das nützt aber nichts, wenn das restliche Gesamtpaket einfach nicht stimmt.

FAZIT: Mir tut es immer in der Seele weh, wenn ich bei einem Buch die Lust verliere. Abbrechen würde ich nie wieder, aber dieses Buch hat es fast geschafft. Wenn ich bei einem Buch oberflächlicher lese, dann sagt das schon etwas aus. Mir hat es einfach nicht gefallen. Warum? Einfach zu langatmig. Die Hälfte der Seiten hätte ausgereicht, damit das Buch besser wäre.

FAKTEN ZUM BUCH
Autor: Erik Valeur
Titel: Das siebte Kind
Taschenbuch: 800 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag;
Jahr: 2. Auflage (19. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 373410114X
ISBN-13: 978-3734101144
Originaltitel: Det syvende barn
Preis: € 9,99
Genre: Krimi, Skandinavien
Gelesen in: 10 Tagen




COVER💜💜💜
STIL💜
CHARAKTERE💜
SPANNUNG💜💜
HUMORnicht relevant 
LIEBEnicht relevat
GESAMT💙
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Company Town / M. Ashby

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Es gibt Bücher, die muss man lesen. Einfach weil.. Ja, weil man das Genre mag, das Cover ansprechend findet und es bei Bloggern angesagt ist. Ich habe schon so viel davon gehört un wollte es lesen, als es erschienen ist. Also falls ihr dämliche Namen, eine etwas irritierende Geschichte und Arcadia kennenlernen wollt, dann kauft euch das Buch.


FAKTEN ZUM BUCH
Autor: M. Ashby
Titel: Company Town - Niemand ist mehr sicher
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Arctis Verlag (13. Januar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3038800007
ISBN-13: 978-3038800002
Originaltitel: Company Town
Preis: € 21
Genre: Dystopie
Gelesen in: 10 Tagen

DAS COVER
Das Cover fand ich klasse. Diese magische Ölplattform zieht einen in den Bann.

WORUM GEHT ES IN DEM BUCH
Sie nennt sich New Arcadia - eine Stadt auf einer Ölplattform, die sich im Besitz der wohlhabenden Familie Lynch befindet. Die Leibwächterin Hwa ist eine der letzten rein organischen Menschen, aber nicht nur in dieser Hinsicht eine Außenseiterin. Als der jüngste Lynch-Sprössling Joel bedroht wird, und persönlichen Schutz benötigt, wendet sich die Familie an sie. Dann versetzt eine Mordserie die Bewohner der Insel in Angst und Spuren führen auch zu Hwa; nicht nur ihre Zukunft steht auf dem Spiel, sondern die der gesamten »Company Town«.(Klappentext: Quelle)

SARAHS LESEEINDRÜCKE
Company Town“ ist kein Buch, das ich wieder lesen würde oder das ich einem Freund empfehlen würde. Zum Glück sind Geschmäcker verschieden und ich hoffe, dass meine Kritik daher auch respektiert wird.

Ich habe die ersten 30 Seiten gelesen und abgebrochen. Mit etwas Abstand und Ruhe fing ich erneut an und zog es bis zur letzten Seite durch. Ganz getreu meinem Motto, jedes Buch verdient seine Chance. Warum es mich nicht überzeugen konnte, hat viele Gründe.

Gleich zu Beginn störte mich die Umsetzung der Szenerie. Hallo, wo befinde ich mich, warum befinde ich mich hier? Ich fand einfach sehr schwer hinein und konnte mir diese Welt einfach nur schwer vorstellen. Obwohl die Grundidee wirklich realistisch ist, hatte ich mich nur schwer einfinden können. Weiter geht es mit dem Tempo. Ich hasse Werke die auf der Stelle treten. Genauso hasse ich Bücher, die so rasant sind, dass ich nicht folgen kann. Das ist hier der Fall. Das ist der Grund, warum ich mich nicht ins Buch einfinden konnte am Anfang. Das Tempo.

Hinzu kommen die Namen. Sie sind teilweise sehr ungewöhnlich und mich haben sie nur genervt. Tut mir leid, aber warum kann man nichts klassisches nehmen, sondern zum Beispiel Hwa.

Aber nicht nur die Namen sind schwer, sondern auch viele fachtechnische Begriffe, mit denen ich wenig anfangen konnte.

Im Grunde lässt sich sagen, ich hatte immer das Gefühl ich habe etwas überlesen, etwas wichtiges vergessen oder etwas verpasst. Dabei liegt es nicht daran, sondern weil es das Tempo als gegeben vorsieht und es gar nicht eingeführt wird.

Nein, meine Dystopie war es leider nicht. Auch wenn die Idee sicherlich nicht schlecht ist und mich einige Szenen auch überzeugen konnten.


FAZIT: Ein ungewöhnlich schweres Buch wie ich finde. Passt nicht zum Genre und daher nichts für Zwischendurch.


COVER💜💜💜💜💜
STIL💜💜💜
CHARAKTERE💜💜💜
SPANNUNG💜💜💜
HUMOR💜💜
LIEBE💜💜 
GESAMT💙💙💙 
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GEWINNER BLOGTOUR LUSTIGE KINDERGESCHICHTEN

1
Die Blogtour ist beendet und hiermit verkünde ich die Gewinner. Einige Gewinner wurden schon benachrichtigt, aber bei einigen Gewinnern fehlt mir leider die Kontaktmöglichkeit

DIE GEWINNER: 
1. Überraschungsbuchpaket - Sabine Kupfer 
2. ein von Sarah Drews signiertes Exemplar von Lustige Kindergeschichten - Katja 
3. Weihnachtsgeschichten für Kinder - Print Ausgabe - Karin 
4. Labyrinth (Anthologie) singiertes Print von Marlies Hanelt - Tiffi2000
5. Braun aus der 10 bändigen Farbspiel Serie vom Karina Verlag Vienna als Print von Marlies Hanelt - Jennifer Siebentaler


Melden müssen sich Tiffi2000 und Sabine Kupfer. 
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