Stilsicher Schreiben / Antje Keller

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Heute möchte ich euch mal wieder ein Sachbuch vorstellen, welches eigentlich so gar nicht in meinen Lesebereich fällt, aber ich mir aus verschiedenen Gründen ausgesucht habe, denn ich  möchte beim Schreiben etwas kreativer werden.


==ooo BUCHFAKTEN ooo==
Autor: Kelle Antje
Titel: Stilsicher schreiben
Broschiert: 224 Seiten
Verlag: Bibliographisches Institut; Auflage: 1 (19. August 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3411744618
ISBN-13: 978-3411744619
Preis: € 12,95
Genre: Sachbuch
Gelesen in: 10 Tagen

==ooo IZITIERTER KLAPPENTEXT ooo==
Alles, was man wissen muss, um beruflich und privat gute Texte zu schreiben – wie man die richtigen Worte findet, verständlich und prägnant formuliert und typische Fehler vermeidet. Eine wertvolle Hilfe für alle, die stilsicher formulieren wollen.

==ooo MEINE LESEEINDRÜCKE ooo==
Schreiben kann ich, dachte ich zumindest, denn meine Lehrer gaben mir in Deutsch schriftlich grundsätzlich eine 1, manchmal sogar eine 1+. Das lag aber nicht an meinem Schreibtalent oder meiner perfekten Ausdrucksweise, sondern eher daran, dass ich meine Lehrer stets gut einschätzen konnte, und dementsprechend geschrieben habe, was sie hören wollten.

Mit meinem Blog merke ich, dass dies Schreibtalent nicht ausreicht, um Massen von Lesern zu begeistern. Daher dachte ich, warum also nicht einfach mal ein Buch ausprobieren und lesen, was mir vielleicht hilft, interessanter zu schreiben, gängige Fehler zu vermeiden und sicherer zu werden.

Das Buch ist gut aufgebaut und trotz seiner Übersichtlichkeit ist und bleibt es ein Sachbuch, das die volle Aufmerksamkeit des Lesers fordert. Klingt leichter als es ist, aber es lohnt sich. Nach und nach gönne ich mir die verschiedenen Kapitel, löse die gestellten Aufgaben und fühle mich in Bezug auf Wort und Satzbau einfach wieder sicherer.
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Auf Null / Catharina Junk

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Als Buchflüsterer hat mich mal wieder ganz spontan ein Buch erreicht. Am Anfang war ich wirklich abgeschreckt, denn das Cover sah einfach nur scheußlich aus. Das Buch muss also schlecht sein, so dachte ich. Was am Ende jedoch herausgekommen ist, möchte ich euch jetzt in einer Rezension nicht vorenthalten.

Äußerlich unscheinbar, innerlich eine Praline - 5 Sterne

FAKTEN ZUM BUCH
Autor: Catharina Junk
Titel: Auf Null
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Kindler; Auflage: Originalausgabe (26. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3463406683
ISBN-13: 978-3463406688
Preis: € 19,95
Genre: Jugend, Krankheit, Liebe
Gelesen in: 2 Tagen

DAS COVER
Es ist ein Fallschirm mit einer Silhouette über einem blauen Hintergrund. Es passt, aber es sieht total doof, langweilig und uninteressant aus. Eins der Van Gogh Bilder moderner interpretiert, ein Mädchen mit Mütze, alles hätte besser gepasst. So werden es viele im Buchladen nicht mal anschauen.

FIGUREN IM ÜBERBLICK
Nina – Leukämie Patientin 21 Jahre alt
Erik – Mutter ist an Krebs gestorben, Musiker
Kurt – Eriks Vater
Pit – Krankenpfleger von Nina
Isabella – Angebliche Freundin von Nina

INHALTLICHE FAKTEN
Ort: Bremen, Münster - Region
Zeit:2015er
Alter der Figuren: 20er

WORUM GEHT ES IN DEM BUCH
Nina möchte studieren, sich endlich verlieben, mit ihrer besten Freundin verreisen, als sie nach einem Besuch auf der Sonnenbank körperlich zusammenbricht. Statt einer fetten Erkältung überweist sie der Arzt jedoch sofort ins Krankenhaus, wo sich der Verdacht auf Leukämie bestätigt. Es wird sofort mit der Chemotherapie begonnen und am Ende des ersten Zyklus ist sie auch frei von Blasten, aber es ist noch ein langer Weg, bis sie wieder aus dem Krankenhaus darf. Im Hinterkopf immer die Angst, dass sie wieder einen Rückfall erlebt. Zu Hause angekommen, ist auch alles irgendwie anders. Ihre beste Freundin redet nicht mehr mit ihr und Isabella schleppt sie nur auf dämliche Partys. Als ihr Auto dann auch noch nach einer solchen Party liegen bleibt, hat Nina die Nase voll. Wäre da nicht Erik, der für seinen Vater den Abschleppdienst übernommen hat. Beide verstehen sich super, und Nina verliebt sich bis über beide Ohren in ihn. Allerdings hat sie Angst, dass der Rückfall schneller kommt, als sie beide Zeit haben sich anzunähern, und dann ist da auch noch Isabella, die sich in in verliebt. So weißt Nina ihn für ihre Freundin ab, muss aber erkennen, dass es sie nicht glücklich macht. Und dann kommen auf einmal die Schmerzen zurück und sie weiß, dass sie einen Rückfall hat.

SARAHS LESEEINDRÜCKE
Die Autorin setzt bei ihrem Debüt gewissermaßen auf eine altbewährte Idee. Und zwar befasst sie sich mit einer schlimmen Krankheit, den Kampf während der Krankheit, die Hoffnung danach und kombiniert dies mit dem Wunsch nach Liebe und Glück. Hierzu gibt es viele Bücher, und nicht jedes lohnt sich zu lesen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Ninas Erlebnissen während der Krankheit, sowie in der Zeit danach geschildert. Am Anfang störte mich diese Tatsache, aber im Verlauf sorgt dies für eine gewisse Abwechslung, lässt gewisse Aspekte einfach verständlicher erscheinen und es wird dadurch nie langweilig, denn vorher entstandene Fragen, werden zuverlässig beantwortet.

Generell befasst sich das Buch mit Krebs als Krankheit selbst. Ist man selbst Schuld an der Krankheit, was kommt auf einen zu, wie schmerzhaft sind gewisse Behandlungen, was kann alles passieren. Dinge, die ich ehrlich gesagt trotz zahlreicher Krebsbücher nie so genau wahrgenommen habe. Nach dem Buch ist mir sogar während einer Fernsehsendung aufgefallen, wie schlecht recherchiert diese war. In Ninas Fall handelt es sich um Leukämie, die sie vor dem Sonnenstudio-Besuch gar nicht gemerkt hat. Es ist schon beängstigend zu wissen, dass man eine solche Krankheit nicht sofort bemerkt, und das es im Grunde nie eine wirkliche Heilung gibt. Selbst wenn man denkt alles ist super, kann es einen wieder treffen. Und genau diese Ängste, die Schmerzen, Zweifel, die Blicke der anderen fängt das Buch in meinen Augen sehr gut ein. Es geht zwar nicht in die Tiefe, wie manch anderes Werk, veranschaulicht aber gerade jungen Lesern, das es jeden treffen kann.

Neben der Krankheit geht es in dem Buch um Freundschaft, Liebe und Familie. Ich glaube, diese Aspekte greifen viele Bücher mit diesem Schwerpunkt auf. Hier werden einige Klischees aufgegriffen, die besser hätten umgesetzt werden können. Zum Beispiel der Zufall, dass Nina sich in jemanden verliebt, der selbst gerade einen Menschen an Krebs verloren hat. Ihre Ängste in diesem Bezug könnten tiefgehender sein.

Obwohl das Buch mit Sicherheit nicht perfekt ist, konnte ich es nicht aus der Hand legen. Ich habe mich immer wieder auf einen weiteren Einstieg gefreut und konnte danach nur schwer das Buch wieder zur Seite legen.


FAZIT: Das Buch ist äußerlich unscheinbar, aber ist inhaltlich wie eine Praline. Nicht perfekt, aber es lohnt sich, ist abwechslungsreich und bietet eine gute Aufklärung, die gerade für höhere Schulklassen vielleicht von Interesse sein könnte. 
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Die Ärztin der Pharaonin / Lützkendorf Inge

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Lange habe ich euch kein Buch mehr vorgestellt, welches so historisch angehaucht war, wie dieses Buch. Das Buch ist zur Zeit mit so das „älteste“, was ich auf meinem Stapel finden konnte. Lange, lange Zeit hab ich um das Buch einen Bogen gemacht, denn ich hatte es vor 5 Jahren bei einem Gewinnspiel gewonnen und ganz ehrlich, so wirklich konnte es mich nicht reizen. Aber nun hab ich es endlich gelesen.

Lieblos, wage und enttäuschend - 2 Sterne

FAKTEN ZUM BUCH
Autor: Lützkendorf Inge
Titel: Die Ärztin der Pharaonin
Taschenbuch: 144 Seiten
Verlag: Frieling & Huffmann; Auflage: 1., Auflage 2009 (10. Juli 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 382802727X
ISBN-13: 978-3828027275
Preis: € 10,90
Genre: Historisch
Gelesen in: 2 Tagen

DAS COVER
Es ist ägyptisch, passt zum Inhalt und ist aber ehrlich gesagt nichts, was mich jetzt so spontan gereizt hätte.

FIGUREN IM ÜBERBLICK
Hatschepsut – Pharaonin aus Ägypten
Ich-Erzählerin – Sorry, aber den Namen hab ich entweder mal mittendrin überlesen, oder er wurde nicht genannt.

INHALTLICHE FAKTEN
Ort: Ägypten
Zeit:ca. 1470 v. Chr.
Perspektive: Ich-Perspektive

WORUM GEHT ES IN DEM BUCH
Ärztin werden will das junge Mädchen, Tochter aus gutem Hause, das bei einer Epidemie Mutter, Brüder und seine Gesundheit verlor. Lange glaubt die junge Ägypterin ihr Leben verwirkt, bis sie auf einer Reise nach Kreta einer Priesterin und Heilerin begegnet, die fortan ihren Weg prägt. Es gelingt der Protagonistin und Erzählerin, eine medizinische Ausbildung für sich zu erkämpfen und später neue therapeutische Wege über das aus alten Schriften übermittelte Wissen hinaus zu beschreiten. Sie wird schließlich Vertraute und Ärztin der ägyptischen Königin, der Pharaonin Hatschepsut. Sie entdeckt und kombiniert heilende und duftende Pflanzen, Öle und andere Mittel, die der Schönheit und Gesundheit dienen. Sie entwickelt sich zu einer starken, integeren Persönlichkeit, die am Ende ihres erfüllten Lebens auf ihren Weg zurückblickt und diesen auf Papyrus festhält.(Quelle: Klappentext)

SARAHS LESEEINDRÜCKE
Ich bin nicht der größte Fan von historischen Werken, aber bestimmte Klassiker mag ich ganz gerne, und solange es gut geschrieben ist, liebe ich auch wirklich historische Werke. Leider kann mich das Werk so gar nicht faszinieren und das liegt mit Sicherheit nicht am eigentlichen Inhalt, den ich im Grunde sehr interessant finde, sondern an der Umsetzung seitens der Autorin.

Es fängt schon damit an, dass ich mich an keinen Namen erinnern kann, und wie auch andere Leseratten schreiben, die Erzählerin ohne Namen ist. Wie soll ich zu einem Menschen eine Bindung aufbauen, wenn ich nicht einmal den Namen kenne? Ganz klar, es ist unmöglich und das war schon der erste Punkt, der mich sehr gestört hat. Die Hauptfigur ist und bleibt namenlos und somit auch ohne Gesicht, denn wirklich tiefgründig beschrieben wird sie nicht. Einige Details zu ihrer Krankheit, der Familie und das war es auch schon. Bei einer Ich-Erzählerin sollte aber eine gewisse Bindung vorhanden sein, denn ich möchte mich in sie hineinversetzen.

Leider bleibt diese Blässe nicht nur bei der Figur hängen, sondern breitet sich über das gesamte Buch aus. Handlungen, Gedanken, Entscheidungen – Es gibt so vieles, was prägend ist, aber das Warum bleibt dem Leser verborgen. Um ein Beispiel zu nennen. Sie reist mit ihrem Vater nach Kreta und wird von einer Person auserwählt ihr zu helfen. Warum sie? Ich weiß es bis zum Schluss nicht.

Gleiches gilt für die Medizin, um die es ja eigentlich geht. Beim Medicus war es mir teilweise schon etwas zu viel, aber hier bleibt auch die Krankheit und die Behandlung eher nebensächlich. Stattdessen werden an wichtigen Punkten plötzlich Unterbrechungen oder Wechsel vorgenommen, die eher belanglos sind. Das macht mich als Leser wahnsinnig.

Zudem bin ich mit dem Stil nicht warm geworden. Oftmals hatte ich das Gefühl, der Satz ist nicht korrekt, es fehlt ein Wort oder ähnliches. Wenn man dann Sätze 2-3 Mal liest, stört das den Lesefluss. Hinzukommt, dass die Autorin sehr viele Fußnoten, über 50 Stück auf den knapp 140 Seiten. Einiges kennt man, weil es Allgemeinbildung ist, aber einiges muss man eben nachschlagen. Warum nicht Fußnoten am Ende der Seite kurz erklären oder so einbauen, dass der Text es selbst erklärt. Besser, als immer nach hinten zu blättern.


FAZIT: Die Idee ist sicherlich nicht schlecht, und gut umgesetzt, wäre es mir eine Freude gewesen, eine junge Frau in Ägypten zu begleiten, zumal ich mit 12 Jahren riesiger Ägypten-Fan war. Das nützt aber nichts, wenn die Umsetzung so lieblos ist. 
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Weil wir uns Lieben / Colleen Hoover

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Kennt ihr den Moment, wo ihr ein Buch vorbestellt, weil ihr euch wahnsinnig darauf freut? Das Buch das ich euch vorstellen möchte, war so ein Exemplar. Die ersten Teile waren so umwerfend, dass ich bei der Fortsetzung nicht widerstehen konnte. Vorbestellt ist es jedoch erst einmal für einige Monate im Regal verschwunden, da ich immer wieder den Genuss vor mir herschieben wollte. Doch das Buch zeigt wieder, dass gezwungene Fortsetzungen einfach nicht lohnen. Aber lest und entscheidet selbst.

Wenn man gerne Wiederholungen liest - 2 Sterne

==ooo BUCHFAKTEN ooo==
Autor: Weil wir uns lieben
Titel: Colleen Hoover
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (24. Juli 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423716401
ISBN-13: 978-3423716406
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: This Girl
Preis: € 9,95
Genre: Liebe, Jugend
Gelesen in: 3 Tagen

==ooo AUTORENPORTRAIT ooo==
Colleen Hoovers Erfolgsgeschichte ist beinahe unglaublich: Eigentlich schrieb sie >Weil ich Layken liebe< als Weihnachtsgeschenk für ihre Mutter, aufgrund der guten Resonanz in ihrem Umfeld veröffentlichte sie es dann aber selbst als E-Book - und verkaufte zwei Monate später bereits 200 Bücher am Tag. >Weil ich Layken liebe< landete noch vor >50 Shades of Grey< auf der New-York-Times-Bestsellerliste! (Quelle Amazon.de)

==ooo DAS COVER ooo==
Es passt eindeutig in die Reihe. Diesmal ein Lila Klecks mit Farbe, aber sehr schön und stimmig.

==ooo DIE WICHTIGSTEN FIGUREN IM ÜBERBLICK ooo==
Layken – 18 jährige Studentin, Freundin von Will, Schwester von Kel
Will -Student und Bruder von Caulder
Caulder – 11 jähriger lebt bei Will
Kel – Lebt bei Layken

==ooo INHALTLICHE FAKTEN ooo==
Ort: USA
Zeit: 2015er
Perspektive: Verschiedene PErspektiven
Alter der Figuren: 18

==ooo KLAPPENTEXTooo==
Ein Auf und Ab der Gefühle – das ist die Liebesbeziehung von Will und Layken seit dem ersten Tag, an dem sie sich trafen. Erst jetzt, nach ihrer Hochzeit, scheint ihr Glück perfekt zu sein – wäre da nicht Wills Vergangenheit, die einen Keil zwischen die beiden zu treiben droht . . .

==ooo MEINE LESEEINDRÜCKE ooo==
Colleen Hoover ist eine Autorin, die mich von ihren ersten Sätzen fasziniert hat. Für mich war „Weil ich Layken liebe“ eins der schönsten Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe, und das galt auch für die Fortsetzung. Bei einem SUB von 100 Büchern schaffen es nur ganz besondere Bücher, dass ich sie auch vorbestelle. Dieses habe ich mir sogar einige Monate vorher vorbestellt. Als es dann endlich hier war, hatte ich es unzählige Male in der Hand und habe mich dann an den Lesegenuss erinnert und wollte es mir für einen wunderbaren Moment aufsparen. Irgendwann war dieser Moment gekommen, und ich habe mich ans Lesen gemacht, ohne vorher die anderen Kritiken zu lesen oder mich so zu informieren, was mich erwartet, denn der Klappentext macht neugierig.

Ich habe mich bei einem Buch selten so veräppelt gefühlt, wie nach den ersten 20-50 Seiten. Erwartet hatte ich nach dem Klappentext eine turbulente Fortsetzung, wie im zweiten Band, vielleicht diesmal aus gemischten Perspektiven oder wieder von Layken. Man befindet sich in der Gegenwart und denkt bei der ersten Rückblende, dass es hier noch einmal ins Gedächtnis gerufen wird, wie alles begonnen hat. Nur eben aus der Perspektive von Will, statt aus Laykens. Wenn man dann jedoch merkt, dass das Buch im Grunde Wills Part von Band eins übernimmt, dann ist man doch arg enttäuscht. Die Geschichte ist präsent und durch den guten Stil der Autorin von Anfang an, ist diese neue Perspektive eigentlich unnötig. Von Dialogen bis zum ganzen Poetry Slam ist alles noch einmal genutzt worden. Einzig die Szenen im Hotel und die Tatsache, dass sie nun endlich als Ehepaar Sex haben, ist neu.

Das sich die Autorin solcher Methoden bedient, war mir schon nach Looking vor Hope bewusst. Nach dem ersten Band hab ich eine Leseprobe zu dem zweiten Band in die Hände bekommen und gesehen, dass die Geschichte noch einmal aus der anderen Perspektive geschrieben wird, und dachte okay, warum nicht. Ist nicht meins, also les ich es nicht. Bei Will und Layken ist jedoch immer was neues passiert, sodass ich damit nicht gerechnet hätte.

FAZIT: Es ist selten, dass ich einen Buchkauf so bereut habe. Daher fällt meine Bewertung auch entsprechend negativ aus. Zumal ich das Buch nach 250 Seiten nur noch überflogen habe, weil ich echt genervt war.


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Kleines Hundeherz sucht großes Glück / Petra Schier

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Heute habe ich wieder ein schönes Buch für euch. Ich hätte es mir ganz ehrlich niemals ins Regal gestellt, auch wenn mir das Cover gut gefällt, aber es ist einfach zu kitschig und ich bin kein Fan von Werken, wo Tiere vorkommen. Nun gut, meine Mutter fand das Cover süß und hat sich hinreißen lassen und es mir im Anschluss geschenkt. Ob sich das Buch lohnt? Lest einfach selbst.

Hundeblick reicht leider nicht aus. 4 Sterne

==ooo BUCHFAKTEN ooo==
Autor: Petra Schier
Titel: Kleines Hundeherz sucht großes Glück
Broschiert: 304 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (9. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3956492420
ISBN-13: 978-3956492426
Preis: € 9,99
Genre: Liebe Hunde
Gelesen in: 2 Tagen

==ooo AUTORENPORTRAIT ooo==
Biografie
PETRA SCHIER, Jahrgang 1978, lebt mit Mann und Hund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur an der Fernuniversität Hagen, und seit 2003 arbeitet sie als freie Autorin.
Ihre erfolgreichen historischen Romane erscheinen im Rowohlt Taschenbuch Verlag, ihre Weihnachtsromane bei Rütten & Loening sowie MIRA Taschenbuch. Ihre Liebesromane veröffentlicht sie ebenfals bei MIRA.
Sie ist Mitglied im Syndikat, bei HOMER sowie bei DELIA. (Quelle: Amazon.de)

==ooo DAS COVER ooo==
Ja, das Cover ist unglaublich süß. Ich mag die Glitzer-Schrift, der Hund ist mega süß und es ist natürlich weihnachtlich angehaucht. Süß ist es auf jeden Fall und passt so herrlich zum Buch.

==ooo DIE WICHTIGSTEN FIGUREN IM ÜBERBLICK ooo==
Lidia – Tochter aus reicher Familie, Single, gutes Herz, gute Köchin
Noah – Sohn aus Drogen-Familie, Sozialarbeiter, gutes Herz, Dauersingle
Amor – Süßer kleiner Hund

==ooo INHALTLICHE FAKTEN ooo==
Ort: Deutschland
Zeit:2015er, Gegenwart
Perspektive: Verschiedene Perspektiven
Alter der Figuren: 30er

==ooo ZITAT FÜR DIE VERANSCHAULICHUNG DES STILS ooo==
Santa Claus komm mal schnell ins Büro!“ Ganz außer Atem kam Elfe-Sieben in die Geschenkfabrik an, wo der Weihnachtsmann gerade dabei war, die erste Charge mit Plüschtieren zu überprüfen, bevor sie in buntes Geschenkpapier verpackt wurden. „Das musst du dir unbedingt ansehen!“ (Zitat S. 67)

==ooo INHALT IN EIGENEN WORTEN ooo==
Santa Claus steht wie jedes Jahr vor der Entscheidung wem er welche Wünsche erfüllt. Einen Wunsch schiebt er schon seit Jahren vor sich hin und diesmal hat einer seiner Elfen eine verdammt gute Idee. Ein süßer kleiner Straßenhund sucht nämlich ein zu Hause und in seinen Augen passt der Hund perfekt zu ihm. Es ist zwar keine richtige Familie, aber zumindest ein guter Anfang. Und so beauftragt er seine Elfen etwas nachzuhelfen. Allerdings hat er die Rechnung ohne den Hund Amor und die neue Mitarbeiterin Lidia gemacht.

Lidia ist seit Jahren in der Familie gefangen. Sie arbeitet für ihren Vater, liebt ihr Brüder, ist aber selbst Single und dadurch nie ganz glücklich. Als sie erfährt, dass die Köchin in der Sozialstation ausfällt, springt sie spontan neben ihren normalen Job ein, und verliebt sich ungewollt sofort in den attraktiven und verschlossenen Noah. Am Anfang sind sie wie Feuer und Wasser. Sie kommen einfach auf keinen gemeinsamen Nenner, aber der Auftritt von Amor verändert alles schlagartig.

Wäre da nicht das Problem, das Noah auf Grund seiner Kindheit hat. Er möchte niemanden an sich heranlassen, und dann kommt auch noch ein wirklich guter Grund in de Stadt, warum eine Beziehung mit Lidia einfach nicht möglich ist.

==ooo MEINE LESEEINDRÜCKE ooo==
Ganz ehrlich, wenn man den Klappentext liest, weiß man sofort, wie das Buch ausgehen wird, und so geht es auch aus. Happy End fürs Weihnachts-Herz. Ich mag solche Bücher ganz gerne, fand es aber mit dem Weihnachtswunsch und den Hilfestellungen von Santa und den Elfen etwas nervig, aber zum Glück ist dieser Part nur sehr selten.

Grundsätzlich setzt die Autorin auf einen einfachen Plot und einen einfachen Stil. Dadurch lässt sich das Buch sehr gut lesen und man benötigt nicht so viel Aufmerksamkeit. Es ist also ein schönes Buch zum Abschalten oder auch fürs Krankenhaus. Dafür darf man jedoch weder Tiefgang, noch wirklich eine starke Story erwarten.

Von Anfang an ist klar, worauf die Geschichte hinauslaufen wird. Es gibt zwar einige Wendungen, aber diese sind so trivial, dass man weder überrascht wird, mitfiebert, Angst bekommt oder hoffen muss, dass doch noch alles gut wird.

Das liegt einfach daran, dass die Autorin sich für eine Umsetzung entschieden hat, die einfach sehr vorhersehbar, perfekt auf einer geraden Schiene entlangfährt. Es gibt so viele Klischees und dann läuft auch noch alles sofort ohne wirklich süße Annäherung oder ähnliches. Irgendwann kam der Punkt, wo ich mir wirklich eine Berührung fürs Herz gewünscht habe, weil es einfach so flach war. Es gibt so viele Liebesromane, wo man mitfiebert und davon träumt selbst so etwas zu erleben, aber das ist hier einfach nicht der Fall. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Liebe nicht auf Gemeinsamkeiten , Interessen oder der berühmten Liebe auf den ersten Blick basiert, sondern von Anfang an auf den körperlichen Aspekt gesetzt wird. Das mag ich persönlich nicht soooo gern. Es gehört dazu, aber dann muss zumindest vorher oder drumherum etwas mehr Tiefgang sein.

Amor selbst ist süß und kommt in meinen Augen genau richtig vor. Hier hatte ich anfänglich Angst, dass das Buch aus Sichtweise des Hundes geschrieben wird. Eine Perspektive, mit der ich persönlich nicht viel anfangen kann. Daher war ich zumindest hiervon positiv überrascht.


FAZIT: Das Buch ist nett, es lenkt ab, ist einfach zu lesen und ist gerade, wenn man Kinder hat, einen Bauchbewohner und kurze Nächte, eine gute Möglichkeit abzuschalten. Trotzdem hat mir im gesamten Buch etwas gefehlt. Die Romantik kam zu kurz, genauso wie etwas Tiefgang. Es war so banal, dass ich zwar nicht überspringen wollte, aber am Ende doch etwas enttäuscht von dem Buch war. Anders als vorher erwartet, aber trotzdem enttäuscht. 
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