Survive the night / Danielle Vega

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Lust auf ein neues Leseabenteuer im Bereich „Jugend“ gefällig? Vorab kann ich schon einmal sagen, es ist nichts für schwache Nerven und mit Sicherheit ist es nicht perfekt umgesetzt, aber es ist ein ganz interessantes Buch und es hat mich zumindest bis zum Schluss in den Bann gezogen. Neugierig geworden?


FAKTEN ZUM BUCH
Autor: Danielle Vega
Titel: Survive the night
Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
Verlag: Gulliver von Beltz & Gelberg; Auflage: Deutsche Erstausgabe (11. Juli 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3407747314
ISBN-13: 978-3407747310
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Originaltitel: Survive the night
Preis: € 14,95
Genre: Jugend, Horror
Gelesen in: 3 Tagen

DAS COVER
Das Cover ist ganz klar ein Highlight und hätte mich im Laden magisch angezogen. Pink, Totenkopf und modern. Mir gefällt es sehr gut.

FIGUREN IM ÜBERBLICK
Casey – Sportlerin, Ex-Tablettensüchtig, verliebt in Sam, Mitläuferin
Shana – liebt Drogen, Jungs und Action
Julie – Schönheit, witzig und im Bann von Dana
Aya – etwas mystisch
Sam – Ex Freund von Casey, warmherzig, mag keine Drogen
Woody – Bandkollege von Sam

INHALTLICHE FAKTEN
Ort: USA, NewYork
Zeit: 2015er
Perspektive: Casey
Alter der Figuren: 16

ERSTER SATZ ZUM EINSTIMMEN
Es stimmt nicht, dass tote Menschen so aussehen, als würden sie schlafen.“

WORUM GEHT ES IN DEM BUCH
Casey ist nach einem Sportunfall nicht mehr die Alte. Nachdem ihre Freundinnen sie nicht im Krankenhaus besucht haben, und nur die verrückte Shana für sie da ist, gerät sie immer mehr in dessen Bann. Sie zieht mit ihr um die Häuser, fängt an zu trinken und Tabletten zu nehmen. Ihre neue Freiheit endet fast tödlich in einer Entzugsklinik. Danach möchte sie ihr Leben ändern, lässt sich aber erneut auf einen Trip mit Shana und der alten Clique ein. Gemeinsam geht es zu einem Konzert von ihrem Ex Sam, der sie kurz vor ihrem Absturz verlassen hat, weil ihm schon sein süchtiger Bruder gereicht hat. Nach dem Konzert beschließen sie auf die angesagte Underground-Party „Survive the Night“ zu gehen. Diesmal ist es in einem alten U-Bahn-Tunnel, und am Anfang ist es auch alles lustig. Doch dann überschlagen sich die Dinge. Shana verabreicht Casey heimlich Drogen, Casey erfährt die Wahrheit über Sam und dann dürfen sie auch nicht den Tunnel verlassen, weil die Security es schlichtweg verbietet. An sich noch zu verkraften wäre, da nicht plötzlich die Leiche von Julie, die übelst zugerichtet wurde, und die Tatsache, dass schon vorher hier Menschen verschwunden sind. Panisch macht sich die Gruppe auf der Suche nach einem Ausgang und trifft nach und nach auf ein Monster, das ihnen nach dem Leben trachtet.

SARAHS LESEEINDRÜCKE
Lust auf Horror a la Stephen King? Ja, den hatte ich und wenn jemand als Kind immer aus dessen Werken vorgelesen bekommen hat, muss davon auch etwas hängen geblieben sein. Der Klappentext hat mich auf jeden Fall sehr neugierig gemacht.

Die Autorin greift hierzu ein sehr interessantes und vor allen Dingen alltägliches Thema auf. Es geht um Drogen und wie schnell man in dessen Bann geraten kann. An Hand von Casey, die nach einen Unfall an Tabletten gekommen ist, sieht der junge Leser wie schnell man davon abhängig werden kann, und vor allen Dingen, wie schwer es ist, sich später eine Sucht einzugestehen. Anschaulich und ausführlich geht die Autorin auf das Drogenproblem ein. Zum Beispiel den Verlust von geliebten Menschen, die damit nicht klar kommen, die niedrigere Hemmschwelle und vieles mehr. Aus diesem Grund für mich schon ein schönes Jugendbuch, weil es realistisch abschreckt und aufklärt.

Das ist aber auch schon der einzige Aspekt, der mich an ein Jugendbuch erinnert, denn der Rest des Buches ist nicht unbedingt etwas für schwache Nerven und ist mit Sicherheit keine gute Einschlaflektüre. Vergleichbar mit den Horrorfilmen meiner Jugend. Man musste weiter schauen und hat sich doch geängstigt. Die Autorin weiß mit den Worten genau diesen Effekt hervorzurufen. Mit wenigen Adjektiven erschafft sie eine authentische, ängstigende Stimmung mit tiefen Wunden, heraus schauenden Knochen und einem unheimlichen Feind, der nicht greifbar ist.

An sich wirklich sehr schön, wäre da nicht immer der fade Beigeschmack, dass ich immer wieder dachte „Muss ich nicht verstehen“. Am Anfang war noch alles klar, Gruppenzwang, Drogen, Alkohol und der Wunsch nicht so zu enden, wie die anderen Patienten in der Klinik. Dank Rückblenden bekommt man ein klares Bild, wie Casey diesen Weg eingeschlagen ist und soweit ist noch alles ein perfektes Jugendbuch. Mit den Morden wird es spannender, aber leider auch undurchsichtiger, weil sich die Autorin in meinen Augen sehr festfährt. Und immer wieder kamen Fragen auf, die für mich als Leser leider nicht befriedigend aufgelöst wurden. Zum Beispiel habe ich nicht verstanden, warum sie einfach nicht raus dürfen. Hängt die Security mit drin? Warum warnen sie nicht die anderen Feiernden und warum werden nur sie verfolgt? Sinniger wäre es gewesen, wenn eben entweder auf den Security Typen verzichtet worden wäre, oder das „Monster“ alle angreift. Nun könnte man sagen, es liegt daran, dass die Auflösung in eine bestimmte Richtung gehen soll, aber auch diese ist sehr dünn und alles andere als befriedigend.

FAZIT: Obwohl der Schluss einen faden Beigeschmack hinterlassen hat, fand ich die Umsetzung, weil sie eben etwas spannender und brutaler war, sehr viel besser, als die meisten anderen Jugend-Horror-Psycho-Thriller. Etwas mehr Logik und eine bessere Auflösung und das Buch wäre ganz klar perfekt gewesen. So ist es aufklärend, flüssig zu lesen und ganz klar 4 Sterne.


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Der Totenzeichner / Veit Etzold

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Das heutige Buch, welches ich euch vorstellen möchte, habe ich über ein Rezensions-Portal ausgewählt. Ich liebe Thriller und das Cover hat mich ganz ehrlich magisch angezogen. Allerdings hätte ich schon ahnen können, dass mich das Buch nicht überzeugen wird, denn viele VOX Top Thriller sind nicht so meins. Aber entscheidet doch einfach selbst.

Interessant, sofern man mit ihm warm wird - 1 Stern

FAKTEN ZUM BUCH
Autor: Veit Etzold
Titel: Der Totenzeichner
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch) (16. Juli 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404172299
ISBN-13: 978-3404172290
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
Preis: € 9,99
Genre: Krimi, Thriller
Gelesen in: 4Tagen

DAS COVER
Das Cover ist wie gesagt ein Highlight für mich. Diese Tasche oder auch Schlitz finde ich echt cool und im Laden hätte ich es mir auch sofort näher angeschaut, weil es eben etwas Auffallendes ist. An sich eigentlich recht langweilig das Cover, aber dadurch eben auch wieder genial.

FIGUREN IM ÜBERBLICK
Clara Vidalis
Martin

INHALTLICHE FAKTEN
Ort: Berlin und USA
Zeit: 2015er

WORUM GEHT ES IN DEM BUCH
Ein Leichenfund gibt der Berliner Polizei Rätsel auf. Dem Mordopfer wurden mysteriöse Zeichen in die Haut geritzt, die Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, bekannt vorkommen. Handelt es sich um kultische Symbole? Als die Obduktion der Leiche weitere grausame Details ans Licht bringt, wird klar, dass es einen ähnlichen Modus Operandi schon einmal gab: Vor zehn Jahren versetzte ein Serienkiller den Westen der USA in Angst und Schrecken. Einen Sommer lang trieb er dort sein Unwesen, bevor er sich mit der blutigen Botschaft verabschiedete: »It╔s not over, ╔til it╔s over«.

Ist der Totenzeichner zurückgekehrt? (Quelle Klappentext)

SARAHS LESEEINDRÜCKE
Ich habe mich echt auf das Buch gefreut, aber am Ende war ich ganz ehrlich nur enttäuscht. Bei dem vorliegenden Thriller handelt es sich um den vierten Band einer Reihe. An sich nicht weiter schlimm, wären die Figuren nicht schon sehr präsent und entwickelt. Dadurch ist es für jeden, der als Quereinsteiger kommt, wie es bei mir der Fall ist, unglaublich schwer.

Die Morde und auch das Szenario an sich ist sehr brutal, und so hatte ich die Hoffnung schnell in das Buch zu kommen, Spaß zu haben und meine eigenen Ermittlungen anzustellen. Blöd nur, wenn sich Veit Etzhold immer wieder in nervigen Details verliert und wichtige Aspekte dann teilweise doch etwas blass und lieblos dargestellt werden. Der Stil erinnert mich teilweise an Kathy Reichs, die ebenfalls jedes pathologische Detail präsentiert. Hier hat man wirklich das Gefühl neben dem Pathologen zu stehen, jeden Schnitt, jede Wund und alles ausführlich erklärt zu bekommen. Sogar die Reihenfolge, wie sie zugefügt wurden. Nichts für schwache Nerven, aber hier liegt dann auch schon das Augenmerk, während anderes eher blass wirkt.

Auch der Stil ist nicht so meins. Eine Mischung aus Fachwissen, jugendlicher Umgangssprache und Humor, der leider abseits von meinem eigenen Geschmack ist.

FAZIT: Es ist eine nette Idee, die mir aber so gar nicht gefallen hat. Tut mir leid, aber Veit Etzold wird ganz klar nicht zu meinen Top 10 hinzukommen.


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Casting: Spiel um Dein Leben / Yvonne Richter

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Bücher sind wie eine Überraschung man weiß grob, was einen erwartet, aber nie genau und ist am Ende dann oftmals überrascht. Klappentext und Cover geben einen indirekten Hinweis, aber wie der Autor es am Ende umsetzt, erfährt man nur, wenn man das Buch liest. Logisch, oder!? In diesem speziellen Fall war ich total neugierig auf die Umsetzung und habe mich arg gefreut, als ich das Buch zur Rezension zugeschickt bekommen habe. Ich habe mich sogar einmal recht zügig ans Lesen gemacht, und werde euch nun nicht länger im Dunkeln tappen lassen, wie es mir gefallen hat.

Wohin uns Castings Shows führen könnten - 3 Sterne

DAS COVER
Vom Cover her hätte man es eindeutig besser umsetzen können. Ein Vorhang, wo eine Person zu erkennen ist, passt zum Thema Casting, aber ganz ehrlich es ist total fade umgesetzt. Eine Bühne oder etwas aus dem Buch selbst, wie das Infodrom oder die alte Mähre oder eine Zeichnung der Mitspieler hätte mir besser gefallen. Das Cover ist für den Inhalt einfach zu trist.

FIGUREN IM ÜBERBLICK
Lovis – Mutig, schlau, Herz am rechten Fleck
Jo – Mutig, wild und schlau
Schlawine – ausgefuchst, hat eine Fledermaus als Haustier
Admiral - Sehr schlau, kennt viele Geheimnisse

INHALTLICHE FAKTEN
Ort: Welt in der Zukunft Dystopie
Zeit: Unbekannt

ERSTER SATZ
Lovis sah nach unten.

WORUM GEHT ES IN DEM BUCH
Die Welt hat sich verändert. Es gibt die super Reichen, es gibt die Moderatoren und die Kandidaten. Alles was jung und fit ist, muss sein Unterhalt, wie Kleidung, Wohnung, Essen Schulbildung und andere Dinge über eine der diversen Casting-Shows beziehen. Nur wer gewinnt, kann sich etwas von den vorhandenen Preisen aussuchen. Wer verliert, muss mit Pech über Wochen oder Monate auf der Straße leben und sich über die Reste in den Suppenküchen ernähren. Jeder kämpft mit vollem Einsatz, so auch Lovis, der auf sich allein gestellt ist. Seine Mutter ist zu alt und arbeitet in einer Fabrik, und sie sehen sich kaum. Er hat zumindest Glück, weil er schlau und sportlich ist, sodass er eine Wohnung hat, nur an Essen mangelt es regelmäßig. Auch beim letzten Casting hätte er verloren, aber überraschenderweise bietet ihm Jo, die Gewinnerin ab, das Essen zu teilen. Die beiden Gegner werden plötzlich zu Freunden und kämpfen von nun an gemeinsam. Bald wird das Duo um Schlawine und Admiral erweitert, der ihnen zeigt, was sich hinter den Kulissen abspielt. Den Vier ist klar, dass das Leben mit den Castings nur den Menschen vor den Fernsehern etwas bringt. Als sie dann auch noch sehe, was mit den alten Menschen geschieht, die nichts mehr können, befreien sie die Mutter einer Freundin und verstecken sie. Der Wunsch nach einem anderen Leben ist geweckt und so beginnen sie sich auf die Suche nach einer Alternative zu machen, die auch bald gefunden ist. Nun heißt es für diesen Traum zu kämpfen, aber gar nicht so leicht, denn sie können jeder Zeit entdeckt werden.

SARAHS LESEEINDRÜCK
Casting: Spiel um dein Leben“ ist ein Jugendbuch, welches auf eine innovative Grundidee zurückgreift, die so viel Potential bietet. Meine Hoffnungen an das Buch waren groß und ich hatte Geschichten wie „Die Tribute von Panem“ im Kopf. Aufregende Spiele, wo es ums Überleben geht, und der Anfang lässt auch so etwas vermuten, denn die Casting Shows haben es in sich. Klettern ohne Seil und vieles mehr. Die Kandidaten könnten abstürzen und man fragt sich, ob es denn nun eine Absicherung gibt oder nicht. Es klingt so, als würde es sie nur teilweise geben und das willkürlich, sodass es echt gefährlich werden kann. Doch meist ist alles gut gesichert. Nun gut, es sind auch nicht alle Castings sehr gefährlich, sondern fordern auch die Intelligenz oder Rechenkünste der Kandidaten. Nun gut, es ist ein Kinder-Jugendbuch und das ist eben nicht auf brutal und ängstigend ausgelegt.

So von der Grundidee jedoch sehr innovativ, denn schaut man sich die Casting-Shows an, dann erfreuen sich diese großer Beliebtheit. Tanzen, Singen, Schneidern, Kochen und auch sportlich darf nichts fehlen. Man erinnere sich an die „Ninja Warriors“, wo der Kandidat am Ende alleine im Finale stand und nicht mal gewonnen hat, weil er das Finale nicht geschafft hat. Definitiv ein gutes Beispiel für die Gier der Leute hinter der Kamera, wie sie auch im Buch immer präsent ist.

Und genau dieser Blick hinter die Kulissen einer Casting-Welt macht das Buch aus. Geld wird kassiert um an einem Casting teilzunehmen, Schwächlinge werden aussortiert oder dienen nur als Kanonenfutter und Lachnummern. Siegen ist wichtiger als Freundschaft oder die Familie. Und die Casting-Shows selbst versuchen sich selbst mit neuen, ausgefalleneren Ideen zu übertrumpfen.

Ihr seht also, die Theorie ist interessant und bietet so viel Potential, das die Autorin jedoch leider überhaupt nicht nutzt. Das hat viele Gründe, die mich während des Lesens schon immer gestört haben. Der Stil der Autorin ist einfach ein Stil für sich, sag ich mal. Kindgerecht, einfach, aber sehr abgehakt und er fesselt überhaupt nicht. Hinzu kommt der ständige Wechsel der Perspektiven. Mal begleitet man die Moderatoren der Shows, mal die Kandidaten selbst. Ich benutze einmal diese Worte, denn die Autorin nutzt für alles dämliche Begriffe, die sich der „Silbe“ Casting bemächtigen, also Castidaten. Das ist nicht witzig und nervt ganz schön, genau wie die restliche Namensfindung der Autorin. Kami Katze, Kain Maleins, Folta Kräh, um einmal einige Namen der Moderatoren zu nennen. Auch die Namen der normalen Kinder sind alles andere als normal, dabei ist es ja nicht so unendlich in der Zukunft, wo man nicht normale Namen hätte nehmen können. Mit den Namen konnte man sich zumindest anfreunden, aber gerade die Perspektive der Moderatoren war einfach nur eine Katastrophe, die ich teilweise nachher übersprungen habe. Die eine Moderatorin ist meist ohne Gebiss ist dementsprechend kaum zu verstehen, sodass einer der anderen immer noch mal übersetzen muss. Ein anderer Moderator ist offensichtlich aus Bayern und hat einen so starken Dialekt, dass die Autorin spontan Fußnoten einbaut, um seine Sätze zu übersetzen. Ganz ehrlich, muss das sein? Nein. Mich hat es einfach nur total genervt und den Lesefluss arg gehemmt.

Hinzu kommt auch die Tatsache, dass man sich nur schwer mit den Figuren identifizieren kann. Sie sind sehr oberflächlich beschrieben, lernen sich spontan kennen und werden urplötzlich beste Freunde. Es wirkt zu künstlich und hinzu kommt, das die Rebellion, die nun einmal in den meisten Dystopien vorkommt, erst sehr spät an Fahrt aufnimmt. Doch statt hier wenigstens Spannung aufzubauen, geht fast immer alles glatt, es werden meistens den Feinden die Steine in den Weg gelegt und nur ab und an geht etwas schief, weil zu oberflächlich geplant wird, und selbst dann wird eine banale Lösung seitens Autorin gefunden, weil es plötzlich einen neuen Freund und Helfer gibt.

Highlight, und das im negativen Sinne bzw. ironisch gemeint, ist der Schluss. In der einen Minute ist noch Chaos und die Welt so, wie man sie kennt mit Castings, und peng geht die Bombe hoch und alles ist neu.

FAZIT: „Erfolg ist... entdecken, was in dir steckt“ so steht es hinten auf dem Buch. Erfolg ist jedoch nicht unbedingt eine gute Idee, die gewöhnungsbedürftig umgesetzt wurde. Mich hätten als Kind die gleichen Aspekte gestört, wie auch jetzt. Nicht jeder Autor mit einer guten Idee, hat auch das Potential es gut umzusetzen. Ich bin sehr zwiegespalten, weil die Idee so genial ist, aber die Umsetzung so flach. Daher gibt es von mir pauschal 3 Sterne.

FAKTEN ZUM BUCH
Autor: Yvonne Richter
Titel: Casting: Spiel um Dein Leben
Gebundene Ausgabe: 295 Seiten
Verlag: fabulus Verlag; Auflage: 1., Erstauflage (25. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3944788281
ISBN-13: 978-3944788289
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 16 Jahre
Preis: € 16,95
Genre: Jugend, Dystopie,

Gelesen in: 3 Tagen
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Eintausend Sommersprossen / Josee Hussaarts

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Kennt ihr den Moment, wo ihr ein Buch lest und davon wirklich ganz doll enttäuscht seid? So ein Buch habe ich gerade ausgelesen. Dabei hatte ich es mir vor 4 Jahren ertauscht, weil mich das Thema sehr fasziniert hat, ich Jugendbücher mag und Liebesgeschichten noch mehr.

FAKTEN ZUM BUCH
Autor: Josee Hussaarts
Titel: Eintausend Sommersprossen
Taschenbuch: 216 Seiten
Verlag: Beltz; Auflage: 1 (13. August 2003)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3407789114
ISBN-13: 978-3407789112
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Preis: € 1
Genre: Liebe, Familie, Jugend, Gewalt
Gelesen in: 2Tagen

DAS COVER
Das Cover ist passend mit einem Mädchengesicht, welches wirklich über 1000 Sommersprossen aufweist.

FIGUREN IM ÜBERBLICK
Micha
Iris

FAKTEN IM ÜBERBLICK
Ort: Niederlande
Zeit: 2000er
Perspektive: Von Michael

WORUM GEHT ES IN DEM BUCH
Micha und Iris sind total ineinander verknallt. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht Iris' Vater ... Egal, ob Micha Fußball spielt oder Gitarre, Iris geht ihm nicht mehr aus dem Kopf. Es hat ihn total erwischt - und auch Iris hat sich kopfüber in Micha verliebt! Dass ihr Vater nun ausgerechnet der unsympathische Schuldirektor sein muss, stört Micha eigentlich nicht. Doch dann vertraut ihm Iris an, dass sie zu Hause geschlagen wird und die zunächst so unbeschwerte Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt. Als Micha in seiner Verzweiflung den besten Freund um Rat fragt, bekommt die Liebe zwischen ihm und Iris einen tiefen Riss

SARAHS LESEEINDRÜCKE
Ich mag Jugendbücher, ich mag Liebesgeschichten und ich mag ernste Themen. Also eigentlich sollte mich das Buch flashen, aber ich saß beim Arzt und war absolut enttäuscht von dem Buch.

Es fängt schon mit der Liebesgeschichte an. Sie muss nicht magisch sein oder sonst ein Highlight, aber man muss es knistern spüren. Gerade die erste Liebe ist etwas ganz besonderes, und das schafft die Autorin leider so gar nicht. Sie lernen sich auf einer Party kennen, es macht Klick zwischen den beiden, spontan und überraschend, aber leider macht es beim Lesen nicht Klick. Es wirkt so normal und irgendwie langweilig. Das liegt noch nicht mal an der Liebesgeschichte selbst, sondern irgendwie an den Figuren, die eher blass dargestellt wurden und sich sehr oberflächlich entwickeln. Mir persönlich fehlte einfach etwas fürs Herz.

Nun gut, man könnte sagen, das Buch soll auch nicht zu schnulzig wirken, weil es eben auch einen ernsten Anteil aufweist. Und zwar geht es um Gewalt in der Familie. Sie kommt häufig vor und nach außen wirken gerade diese Familien sehr normal und die schlagenden Elternteile sind nicht immer als solches zu erkennen. Da spreche ich aus Erfahrung und vielleicht ist das der springende Punkt, weswegen ich so enttäuscht bin. Die Ansätze sind gut, aber die Thematik von einem gewalttätigen Vater, der nach außen nett und freundlich ist, bekommt die Autorin in meinen Augen nur mäßig gut erklärt. Sicherlich okay, um andere Jugendliche darüber grob aufzuklären und zu zeigen, dass es eben auch so was gibt, aber auch hier oberflächlich.


FAZIT: Für mich ist das Buch kein kompletter Reinfall gewesen, aber eher solider Durchschnitt, der mich mal mehr und mal weniger enttäuscht hat. 
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DUDEN - Lexikon der Vornamen

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Puh, zum Glück war es bei uns das letzte Mal, dass wir uns für einen Namen entscheiden mussten. Bei unserem ersten Sohn hatten wir verschiedene Namen ausgewählt und uns im Kreißsaal für einen entschieden. Er ist wunschlos glücklich mit seinem Namen und alle Kinder finden ihn cool. Bei unserem zweiten Kind hatten wir uns schon auf ein Mädchen eingestellt, viele Namen rausgesucht und dann wurde es doch wieder ein Junge. Hier gab unser Schwiegervater dann den Ausschlag, warum nehmt ihr nicht diesen Namen, passt zum großen Bruder. Bei unserem letzten Nachwuchs waren wir wieder auf ein Mädchen eingestellt. 20 Namen hatte ich schon, und dann war da doch wieder was dran. Für einen Jungen hatten wir auch viele Namen, konnten uns aber nicht einigen und ein paar Tage später war ein Favorit schon wieder out. Es muss schließlich zu den Geschwistern passen, bei uns nicht zu lang sein wegen dem Nachnamen. Ich wollte keinen, wo sich alle Kinder umdrehen, aber auch nichts zu außergewöhnliches. Mein Mann wollte einen schönen Namen, der leicht ist und der als Kind, aber auch als Erwachsener passend ist. Am Morgen vor der Geburt haben wir noch immer keinen Namen gehabt und einfach den genommen, der uns beiden halbwegs gefiel. Inzwischen hab ich mich daran gewöhnt, denn mein Favorit, den ich über Monate verteidigt hatte "Finian" ist es leider nicht geworden, sondern Ben. Geholfen hat uns der Duden. 


FAKTEN ZUM BUCH
Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Duden; Auflage: 7 (7. März 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3411049472
ISBN-13: 978-3411049479
Preis: 12,99€
Genre: Sachbuch

SARAHS LESEEINDRÜCKE
Das Buch beinhaltet 8000 Namen und ihre Bedeutungen. Im Internet gibt es viele Seiten, die das kostenlos anbieten, aber nicht so schön griffbereit, wenn man am CTG hängt und auch nicht so schön übersichtlichtlich, da auch viele neumodische Schreibformen für einen Namen präsent sind. Hier im Duden sind alle Namen sortiert nach Alphabet und es gibt tolle Listen der beliebtesten Namen zum Beispiel von Schweden oder den USA. Man kann sich wunderbar orientieren. Bei meinem Arzt zum Beispiel lag das Buch auch in einer älteren Auflage und war schon sehr abgegriffen. Ich habe es nach der Geburt mit diesem Exemplar getauscht. Die Bedeutungen sind kurz und einfach erklärt und helfen wirklich gut, wer möchte schon, dass sein Kind nach etwas doofem benannt wird. Lediglich die Tabellen über die Top Namen hätte ich mir separat gewünscht, sie sind einfach auf einer Seite sehr willkürlich platziert. Einen Teil vorne mit noch mehr Ländern  oder in Deutschland über die letzten Jahre, hätte mir sehr gut gefallen. 

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DUDEN - Deutsche Rechtschreibung kompakt

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Wisst ihr noch, wie man alles schreibt? Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich es nicht immer weiß. Als ich zur Schule gegangen bin hatte ich einen Fehlerquote von 0,5 auf 100 Worte. Ich weiß nicht, ob das gut war, aber ich hatte zumindest bei Diktaten oder Aufsätzen immer meine eins. Irgendwann kam jedoch die Rechtschreibreform, wir lernten sie und außer ein paar Tests war es egal. Später hieß es, ihr seit der letzte Jahrgang, wo beide Varianten noch gelten. Im Grunde konnte ich also meine alte Rechtschreibung beibehalten, aber hatte auch die neue gelernt. Was nun aber alt und neu ist, kann ich nur schwer unterscheiden nach all den Jahren. Da mir das doch als Bloggerin etwas Peinlich ist, habe ich mir das Buch geholt. 


FAKTEN
Taschenbuch: 72 Seiten
Verlag: Duden; Auflage: 2 (8. August 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3411743328

ISBN-13: 978-3411743322
Preis: 7,99€

ZITIERTER KLAPPENTEXT
Der schnelle und sichere Weg zur korrekten deutschen Rechtschreibung: die wichtigsten Regeln klar und einfach dargestellt. Auch schwierige Zweifelsfälle werden verständlich erklärt und durch anschauliche Beispiele aus der Schreibpraxis illustriert. Hinweise zu Textverarbeitung und E-Mails ergänzen den Band.

SARAHS LESEEINDRÜCKE
Meine Erwartungen wurden ganz klar erfüllt. Das Buch erklärt anschaulich an Hand von guten Beispielen, worauf es bei der Rechtschreibung ankommt. Man benötigt einige Tage, um das Buch komplett zu lesen und mit Sicherheit behält man nur die Hälfte, gerade, wenn man wie ich einfach beides im Kopf hat. Ich merke auch jetzt noch, dass ich mich frage, war das jetzt richtig neu oder doch alt. Daher ist es schön das Buch zum Nachschlagen im Regal zu haben. Auch mein Sohn mit seinen 13 Jahren kann viel mit dem Buch arbeiten, wenn er ein Referat schreiben soll, und er sich mal wieder nicht sicher ist. Auf jeden Fall gut aufgeteilt und anschaulich bearbeitet. Kann ich jedem empfehlen, der sich in Punkto Rechtschreibung unsicher ist. 
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Herz verloren, Glück gefunden / Christiane von Laffert

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Oh mein Gott, wie die Zeit vergeht. Es ist schon so lange her, dass ich an dieser Blogtour teilgenommen habe, aber ich bin ganz ehrlich erst jetzt dazu gekommen, das Buch zu lesen. Irgendwie ist es schon peinlich. Aber wenn man mit einem Baby im Bauch weniger zum Lesen kommt, dann spart man sich manche Bücher eben auf. Und hier hatte ich die Hoffnung, auf einen tollen Leseabend.


FAKTEN ZUM BUCH
Autor: Christiane von Laffert
Titel: Herz verloren, Glück gefunden
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (18. April 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 344248412X
Preis: € 8,99
Genre: Liebe, Neuanfang, Patchwork, Trennung
Gelesen in: 2 Tagen

DAS COVER
Es ist okay, aber ganz klar kein Highlight. Ein Haus, Kleidung, Essen, Möbel. Es passt ganz klar zum Buch und greift viele kleine Details auf, aber es ist langweilig.

FIGUREN IM ÜBERBLICK
Viktoria – Verheiratet, unglücklich, normale Figur
Hubertus – Egoistisch, Mann von Viktoria, Bankier
Constantin – Erfolgreicher Medienunternehmer
Kristian – Bruder von Hubertus Chef, Tischler

INHALTLICHE FAKTEN
Ort: Hamburg, München
Zeit: 2015er
Perspektive: Aus Sicht von Viktoria
Alter der Figuren: 6-70

WORUM GEHT ES IN DEM BUCH
Viktoria ist eine typische Hausfrau, die sich um Kinder, Haushalt, Erziehung und das Ansehen ihres Mannes kümmert. Das nach vielen Jahren Ehe langsam die Luft raus ist, ist normal, und sie akzeptiert sogar, das Hubertus sie im Grunde wie Müll behandelt. Schließlich arbeitet er, und sie muss ihm den Rücken frei halten. Doch als ihre Freundin sie zu einem Auftrag mit ins angesagteste Ski-Gebiet nehmen will, nutzt sie diese Möglichkeit, denn Hubertus ist zur Zeit besonders eklig. Als K. König checkt sie im Hotel ein, und lernt dort Constantin kennen. Er nimmt sie so, wie sie ist, meckert nicht über ihren gesunden Appetit oder die kleine Bauchrolle. Er unterhält sich gerne mit ihr, findet sie lustig und unkompliziert. Sie fühlt sich seit langem endlich mal wieder wohl und als Hubertus wieder der große Idiot ist und sie auch am Telefon wie Müll behandelt, geht sie mit Constantin ins Bett. Sie verliebt sich in ihn und auch Constantin in sie. Doch hat sie Constantin auch eine Menge vorgespielt und dann ist da auch noch Hubertus zu Hause. Erst einmal muss sie ihr Leben in Hamburg in den Griff bekommen, und wer weiß, ob sich Constantin überhaupt noch einmal meldet. Blöd nur, das er es macht und sie dann auch noch bei ihrem Mann in ein Meeting platzt, an dem auch Constantin teilnimmt. Gibt es für die Ehe noch eine Chance, fängt Hubertus an zu kämpfen, oder will Constantin sie nach all den Lügen noch?

SARAHS LESEEINDRÜCKE
Es ist ein typischer Roman rund um das Thema Liebe. Vorhersehbare Entwicklungen, zahlreiche Klischees und trotzdem ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann. Warum aber?

Viktoria ist eine Persönlichkeit mit der es leicht ist sich zu identifizieren. Ich selbst bin seit 6 Jahren verheiratet, habe Kinder mit meinem Mann und bin Hausfrau. Mir ist wichtig was andere denken und ich habe auch nicht mehr die Figur, wie bei unserem Kennenlernen. Jedes Kind hinterlässt eben seine Spuren. Auch Hubertus ist das, was einige Frauen von zu Hause kennen. Nicht im kompletten Ausmaß, aber vielleicht mit der einen oder anderen Umsetzung. Mein Mann möchte zum Beispiel auch regelmäßig, dass ich abnehme und meckert auch gerne mal, wenn ich große Portionen esse. Genauso meckert er aber auch, wenn ich nur wenig esse oder mal nein sage. Trotzdem ist es schön ein solches Buch zu lesen, wo es leicht fällt sich mit Idee und Charakteren zu identifizieren.

Das gilt nicht nur für die Hauptfiguren, sondern auch die Randfiguren. Eindrücke und Abneigungen, die man im Laufe des Lebens gegenüber manchen Eigenschaften entwickelt oder die Art, wie versnobt manche Eltern im Kindergarten sind. Bei uns wird man schon schief angeschaut, weil man nicht nur ein Kind hat und dann noch Hausfrau ist.

Das Buch befasst sich nicht nur mit diesen Klischees und versucht einen anderen Blickwinkel zu ermöglichen, sondern es geht eben um den schweren Neuanfang nach vielen Jahren. Beide Varianten werden deutlich aufgezeigt. Während Viktoria versucht stark zu sein und das positive an einer solchen Veränderung sieht, obwohl sie wahnsinnige Panik hat, verharrt zum Beispiel ihre Freund in einer Schockstarre und lässt sich vollkommen hängen. Jeder weiß, das dies beides typische Reaktionen sind, und es ist faszinierend dies zu erleben.

Die Liebesgeschichte selbst ist schon etwas konstruiert, nicht weil sich ein Mann eine einfache Frau wünscht, sondern eben weil alles so schnell geht. Aber ich glaube, wenn jemand unglücklich ist, dann kann jeder Flirt verändernd sein. Schön finde ich, dass sich die Geschichte entwickelt, wie sie realistisch wirkt. Keine Aschenputtel-Geschichte, sondern man merkt, dass sich eine Frau entwickelt, Gedanken über die Zukunft macht, und das finde ich persönlich sehr schön.

FAZIT: Ich habe das Buch gelesen und konnte es ganz ehrlich nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte rund um Viktoria hat mir sehr gut gefallen. Sie regt zum Nachdenken an, macht Mut und berührt das Herz.

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