Carol Goldman - Das Gesicht unter dem Eis

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===Buchdaten===
Autor: Carol Goldman
Titel: Das Gesicht unter dem Eis
Taschenbuch: 455 Seiten
Verlag: Diana (1. November 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453350049
ISBN-13: 978-3453350045
Kosten: 1€ bei Ebay
Serie: -

===Leseinformationen===
Genre: Krimi
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Frauen
Lesedauer: 2 Tage

===Autor/in===
Die Amerikanerin Carol Goodman hat nach ihrem Collegeabschluss mehrere Jahre lang Latein unterrichtet, ehe sie ein weiteres Studium in Creative Writing absolvierte. Sie ist als Autorin und Universitätsdozentin tätig und lebt auf Long Island. "Das Gesicht unter dem Eis" ist ihr erster Roman. (Quelle: Amazon)

===Optischer Eindruck===
Optisch gefällt mir das Buch weniger gut. Ein altes Haus, Wassertropfen von einer tauenden Eisfläche passen zwar zum Inhalt, aber wenn die Geschichte schon heißt „Das Gesicht unter dem Eis“ hätte ich dies auch in dem Cover umgesetzt. Dementsprechend gefällt es mir nicht so gut.

===Zitierter Klappentext===
Zwanzig Jahre nach ihrer eigenen Schulzeit in Heart Lake kehrt Jane Hudson als Lateinlehrerin in das Mädcheninternat am See zurück. Die einsam gelegene Schule soll ihr und ihrer kleinen Tochter nach einer schmerzlichen Trennung Zuflucht und Zukunft zugleich bieten. Doch da findet Jane in den Papieren einer ihrer Schülerinnen ein Blatt aus ihrem lange verschollenen Tagebuch. Zufall, oder wurde es ihr mit Absicht zugespielt? Was wissen ihre Schülerinnen von den dramatischen Geschehnissen, durch die Janes beste Freunde ihr Leben verloren? Und sind die geheimnisvollen Rituale der Mädchen am Ufer des dunklen Sees wirklich nur harmlose, pubertäre Spiele? Jane muss erkennen, dass die Vergangenheit sie einzuholen droht und dass irgendjemand die Sünden von damals nicht vergessen und schon gar nicht vergeben hat. (Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===
Eine Leseprobe, die ich verlinken kann, habe ich leider nicht gefunden. Wer kleinere Eindrücke haben möchte, kann diese dem Zitat, welches meine Meinung untermalen soll, entnehmen.

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Jane Hundson kehrt nach 20 Jahren an ihre alte Schule zurück. Ende der 70er Jahre hat sie dank eines Stipendiums die Möglichkeit erhalten am Lake Heart zu lernen. Für sie die schönsten und traurigsten Jahre überhaupt. Der Grund dafür liegt bei Lucy und Matt. Ihre ersten richtigen Freunde. Kennengelernt hat sie sie an der staatlichen Schule, als diese zusammen mit ihr Latein lernen und sich zum Lernen mit ihr treffen. Das beste Mädchen der Lateinklasse bekommt nämlich das ersehnte Stipendiat. Für Jane ist es ein Traum, für Lucy mehr eine Pflichterfüllung, denn eigentlich würde sie lieber bei ihrem Bruder Matt bleiben. Doch dieses Jahr meint es das Schicksal gut, denn beide Mädchen bekommen das Stipendiat. Angekommen, freunden sie sich mit Deidre an und entwickeln Spaß an außergewöhnlichen Ritualen. So treffen sie sich regelmäßig im Eishaus mit Matt, seinem Klassenkameraden Ward und seinem Cousin. Während Lucy und Deidre regelmäßig Sex praktizieren ist Jane verdammt naiv und unschuldig. Erst als Deidre schwanger ist und die Totgeburt im See versenkt werden muss, wird die Situation für Jane realistischer. Doch auch danach kehrt keine Ruhe an. Erst täuscht Lucy einen Selbstmord vor, Deidre verunglückt tödlich bei einem Sturz vom Felsen und kurze Zeit später sterben Matt und Lucy während eines furchtbaren Streites. Die genauen Hintergründe sind für Jane stets unklar, bis sie 20 Jahre später als Latein-Lehrerin wieder an die Schule kommt, und drei ihrer Schülerinnen, die wohl ihr Tagebuch gefunden haben, die damalige Situation nachspielen. Als das erste Mädchen dabei stirbt, muss sich Jane mit der Vergangenheit auseinandersetzen, und kommt einem schrecklichen und tragischem Geheimnis auf die Schliche, dass ihr jedoch nichts nützt, denn die Person, die das Tagebuch gefunden hat, will nur ihren Tod.

===Sarahs Meinung===
Von Carol Godman habe ich bis dato noch nichts gelesen, dabei hat sie inzwischen schon einige Bücher veröffentlicht. Ihren Debüt-Roman habe ich zufällig bei einer Buchtauschaktion erworben und mir aufgespart, denn eigentlich klang der Klappentext recht vielversprechend. Ich mag Bücher gerne, die sich um alte Tagebücher und Geheimnisse drehen, die nach und nach aufgeklärt werden.

In diesemFall lernt der Leser die aktuelle Situation kennen. Jane hat sich getrennt und geht zusammen mit ihrer Tochter nach Lake Heart, um dort zu unterrichten. Man lernt sie oberflächlich kennen und hier war ich schon etwas enttäuscht. Am Anfang blieb mir die Hauptfigur nämlich total fremd. Ich konnte nicht nachvollziehen warum sie sich hat scheiden lassen, warum sie Angst hat, dass ihr Mann ihr ihre Tochter wegnimmt und vieles mehr. Erst im Verlauf der alten Geschichte wird dies immer mehr aufgekloärt, sodass man mit jeder Seite eine bessere Bindung aufbaut. Allerdings bin ich persönlich nicht so der Fan von Werken, wo ich die Figur erst später schätzen und vor allen Dingen kennenlerne. Manchmal lässt es sich jedoch nicht anders umsetzen. So dümpelten die ersten Kapitel, des ersten Teils nur so vor sich hin. Ganz ehrlich, irgendwann nervten mich die Andeutungen nur noch. Immer wieder werden einem die gleichen oder ähnlichen Brocken hingeworfen, was das Buch nur zähflüssig erscheinen lässt. Ich hätte es besser gefunden gleich zu Beginn mit der damaligen Geschichte aus Sicht von Jane konfrontiert worden zu sein. Es hätte viele Wiederholungen vermieden werden können, und es hätte definitiv mehr Spaß und Spannung gebracht.

Obwohl auch hier einiges passiert, geht es viel um Latein, um die aktuellen, durchgeknallten Mädchen. In Kombination mit dem späteren Wissen wäre dies jedoch deutlich spannender gewesen. So zogen sich die Seiten wirklich dahin und ich hatte nach 80 Seiten schon die Nase voll. Wäre da nicht das Geheimnis gewesen, ich hätte aufgehört. Ab dem zweiten Teil wird es dann endlich gut. Hier erfährt der Leser endlich die Schulzeit von Jane und so manches Detail. Das sie als naives Mädchen vieles nicht so gesehen hat, wie es in Wirklichkeit war, schadet der Geschichte jedoch nicht, denn so kann vieles im Verlauf geklärt werden. Wie oben erwähnt, hätte ich mir diesen Teil vorab gewünscht und nicht als zweiten, aber jeder Autor hat eben seinen Stil etwas entstehen zu lassen.

Im Grunde ist die Hauptgeschichte eine Erzählung über den Wunsch nach Anerkennung, Liebe und die Blindheit, die Liebe und eine naive Kindheit mit sich bringen. Trotzdem ist es spannend und wirklich unterhaltsam mitzuerleben, wie sich alles entwickelt und ich muss sagen, dass ich erst spät geahnt habe, worauf die Autorin wirklich hinaus möchte. So fliegen die Seiten nur an einem vorbei. Es macht großen Spaß und der bildhafte Stil, die Liebe zur Landschaft, sorgen für ein Kopfkino der gelungen Art und Weise. Ab diesem Punkt wird mir Jane auch endlich näher gebracht.

Die Idee, die sich hinter der Geschichte verbirgt, finde ich sehr interessant und wie gesagt ab dem zweiten Teil auch sehr gut umgesetzt. Besonders zum Schluss hin wird die Autorin immer besser. Zwar wurde mir dann schnell klar, wer hinter dieser Sache steckt, und wirklich die Morde kopiert, aber trotzdem bleibt es spannend bis zum Schluss. Die letzten Seiten sind rasant und alles andere als zähflüssig oder gar langweilig. In Kombination mit der romantischen Ader, lässt es sich sehr gut lesen. Im Grunde habe ich das Buch aus der Hand gelegt, und war lesetechnisch befriedigt und sogar an dem Punkt, dass ich von der Autorin mehr lesen wollen würde.

Damit will ich nun nicht den zähflüssigen und blassen Start beschönigen, aber bei einem Debüt muss nicht immer alles perfekt sein. Liest man von vielen berühmten Autoren Werke, so sind die ersten immer mit kleinen Makeln, aber sehr gut. Und so empfinde ich dieses Buch auch.

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Lillian Crott - Erzähl es niemanden!

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===Buchdaten===
Autor: Lillian Crott Berthung
Titel: Erzhäl es niemanden
Verlag: Dumont Buchverlag; Auflage: 4 (16. Februar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3832196404
ISBN-13: 978-3832196400
Seiten: 280
Kosten: 19,99€
Serie: -

===Leseinformationen===
Genre: Biographie
Niveau: anspruchsvoll
Leserschaft: Jedermann
Lesedauer: 3 Tage

===Autor/in===
Erzählt wird das Buch von Mutter und Tochter. Daher werde ich mal auf beide eingehen.

Randi Crott, geboren 1951 in Wuppertal, ist Journalistin und arbeitet für Radio und Fernsehen. Neben der Moderation von WDR-Sendungen wie Mittagsmagazin, Montalk, Funkhausgespräche, West.art-Talk, West.art Literatur im Römer, Aktuelle Stunde, ARD-Radionacht der Hörbücher und 3 nach 9 ist sie Autorin verschiedener Filme.

Lillian Crott Berthung, geboren 1922 im nordnorwegischen Harstad. Seit 1947 lebt sie in Deutschland, wo sie auch als Übersetzerin und Dolmetscherin gearbeitet hat. 1989 veröffentlichte sie den Gedichtband ›Det var en gang et lite sted‹. Für die Tageszeitung Harstad Tidende schreibt sie Erzählungen.

(Quelle: Dumont-Verlag)

===Optischer Eindruck===
Das Cover finde ich sehr schön gewählt. Es handelt sich nämlich um ein echtes Schwarz-Weiß-Foto der Eltern. Genau so muss eine Biographie für mich sein.

===Zitierter Klappentext===
Dass sie jüdische Wurzeln hat, erfährt Randi Crott erst, als sie erwachsen ist. Und genau wie ihre Mutter 1942 soll auch sie jetzt über zwei Jahrzehnte nach dem Krieg mit niemandem darüber sprechen. Bis zum Tode des Vaters bleibt seine Geschichte verborgen. Weggepackt in alten Briefen und Dokumenten.
Mit großer Leidenschaft rekonstruiert die Autorin den Lebensweg ihrer Eltern. Er reicht von der Verfolgung der Juden in Deutschland über die deutsche Besatzung in Norwegen bis hin zu den Problemen der Vergangenheitsbewältigung nach dem Krieg. Randi Crott hat sich in einem bewegenden Buch auf die Suche nach der Geschichte ihrer Familie gemacht. Ohne Hitler hätte es mich nicht gegeben. Welches Gefühl ist für so einen Fall reserviert?
Ich bin auf der Welt, weil meine norwegische Mutter sich in einen deutschen Besatzungssoldaten verliebt hat. Aber es gibt noch eine andere Wahrheit, die mir lange genug verschwiegen wurde. RANDI CROTT(Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Randi Crott ist eine erwachsene Frau, als sie die ganze Wahrheit über die Liebe ihrer Eltern erfährt. Es ist eine Wahrheit über die jahrelang geschwiegen wurde, und auch noch Jahre ins Land ziehen, bevor sie in diesem Buch veröffentlicht werden. Lillian lebt mit ihren Eltern und Geschwistern in Norwegen, als der zweite Weltkrieg auch in Norwegen Einzug erhält. Ihr Bruder wird eingezogen, ihr Freund muss ebenfalls an die Front und als die Deutschen einmarschieren, wird es nicht besser. Die kleine Stadt wird bombardiert und trotzdem muss man mit der deutschen Besatzung klarkommen. Als ihr Vater aus Höflichkeit zwei deutsche Soldaten zu sich einlädt, kann er nicht ahnen, dass damit das Schicksal seiner Tochter besiegelt ist. Einer von ihnen ist nämlich Helmut Crott. Er verliebt sich sofort in Lillian und auch sie ist ihm nicht abgeneigt. Anfangs versucht sie sich noch dagegen zu wehren, doch irgendwann lässt sie ihren Gefühlen freien Lauf. Der Grund für diese Änderung ist ein dunkles Geheimnis in Helmuts Leben. Ein Geheimnis, dass Lillian niemanden verraten kann, um sein Leben nicht zu gefährden. Helmuts Mutter ist nämlich Jüdin und wird sogar nach Theresienstadt deportiert. Er wird als Mischling nur verschont, weil er in der Stube sitzt und so seine Briefe verschwinden lassen kann, in denen er sich zu seinen Eltern äußern muss. Sie kann es nicht mal ihren Eltern erzählen, als diese hinter ihre Liebe kommen, und sie sogar dafür verachten. Trotzdem hält Lillian an der Liebe fest, sie zieht von zu Hause aus und flieht sogar nach dem Krieg nach Deutschland, um bei ihm sein können. Aus dieser Liebe entsteht Randi, die, wie gesagt, erst spät erfährt, wie es um ihre Wurzeln wirklich bestellt ist.

===Sarahs Meinung===
Durch meine Mutter, die 1938 geboren wurde, habe ich mich von klein an für dieses historische Ereignis namens Zweiter Weltkrieg interessiert. Als Kind habe ich schon zahlreiche Bücher gelesen, wie „Damals war es Friedrich“, und auch jetzt lese ich diese Bücher immer wieder gerne. Ich bin der Meinung, man darf dieses Thema nicht unter den Tisch kehren und schon gar nicht vergessen. Ruhen lassen okay, aber nie vergessen. Trotzdem zeigt sich, dass viele neue Bücher mit diesem Thema, einfach nichts zu sagen haben, langweilig sind oder einfach nur mit wenigen Informationen noch etwas Geld verdienen wollen. So wie zum Beispiel „Der Mann, der ins KZ einbrach“. Eine Liebesgeschichte in diesen Wirren, finde ich immer schön und so musste ich dieses Buch lesen.

Das Buch ist jedoch ganz anders als ich erwartet habe. Anfang des Jahres habe ich „Jora und Knopotschka“ gelesen. Es war eine so anrührende Geschichte, die mich nicht nur zu tief berührt hat, sondern auch noch so liebevoll geschrieben war, dass man sofort den Schmerz spüren konnte. Genau das habe ich bei diesem Buch auch erwartet. Doch es ist wie gesagt komplett anders. In dieser Lektüre wird nicht gradlinig eine Geschichte erzählt, sondern sie setzt sich aus Fakten, Erinnerungen und Briefen zusammen. Es ist eine interessante und sehr anspruchsvolle Mischung, denn auch wenn die Liebesgeschichte im Vordergrund steht, hat man das Gefühl ein Sachbuch zu lesen. Obwohl ich schon so viele Werke über den Zweiten Weltkrieg gelesen habe, kannte ich nur Situationen rund um Deutschland, Holland, England, Polen oder ähnliche Länder. Über Norwegen wusste ich in diesem Bezug nur wenig, und so geht es vielen Leuten. Deswegen geht dieses Buch sehr detailliert auf Angriffe, wichtige Situationen oder ähnliches ein. Dazu benutzt sie Auszüge aus zahlreichen Sachbüchern, die deutlich gekennzeichnet sind, dem Buch jedoch auch den Sachbuch-Touch verleihen. Ich finde es sehr interessant, aber gerade am Anfang geht hier die Liebesgeschichte doch ziemlich weit unter. Dies finde ich jedoch nicht weiter schlimm, denn wenn ich ein solches Buch lese, möchte ich auch etwas lernen und neues erfahren.

Allerdings gibt es einen Punkt, der mich bei dieser Umsetzung sehr störte. Es handelt sich hierbei um den roten Faden. Sprünge sind sicherlich nicht verkehrt, aber ich muss sagen, dass es schon extrem ist. Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart finde ich nicht weiter schlimm. Hätte man zum Beispiel nur Sprünge zwischen 1942, also damals, und 2010, also heute, wäre ich wunschlos glücklich gewesen. Doch hier springt die Geschichte beliebig in der Zeit. Mal befindet man sich im Juni 1942, dann 2010, dann 1939 und plötzlich ist es 1918. Es sind extreme Sprünge, die nicht nur zeitlich, sondern auch inhaltlich sind. Man muss im Grunde den Text lesen und alle Informationen die neu hinzukommen wie ein Puzzle zusammensetzen. Dies finde ich recht anstrengend, aber ich muss auch sagen, dass man so einfach konzentrierter liest.

Die Geschichte selbst, ich rede nun von der wirklichen Liebesgeschichte in Kombination mit den Familien, ist etwas Besonderes. Man liest von Juden, die sich versteckt oder das KZ überlebt haben, von Leuten, die den Juden geholfen haben oder ähnliches. Jedoch eine Geschichte von einer sozusagen arischen Frau, die sich mit einem Mischlings-Soldaten einlässt, ist für mich neu und bietet eben ganz andere Einblicke in die damalige Zeit. Sie berührt das Herz, allerdings auf einer leicht sachlichen Basis. In dem Punkt kann ich sagen, dass mich das Buch überzeugt hat. Nichtsdestotrotz hätte ich es persönlich besser gefunden, wenn die Geschichte anders geschrieben worden wäre. Erst Lillians Weg bis zum Kennenlernen, dann Helmuts Weg bis zum Kennenlernen und dann eben der Gemeinsame. Hier hätten die Fakten ebenfalls eingebaut werden können, genauso wie die grausamen Begebenheiten rund um Helmuts Mutter. Aber jeder Autor sollte es schließlich so schreiben, wie er es möchte.

Ein Punkt sticht ebenfalls positiv hervor, und zwar ist das Buch komplett mit Fotos unterlegt. Orte, Personen und Situationen sind mit Bildern untermalt. Fotografien gehören für mich in jede gute Biographie. Diese sind zwar schwarz-weiß, recht klein und eben auf normales Seitenpapier gedruckt, aber immerhin können sie so an der passenden Stelle platziert werden. Allerdings gibt es auch hier einen Tropfen Wehmut. An einigen Stellen wird zum Beispiel von einem Foto geredet, wie zum Beispiel das Passbild von Helmut als er 18 war. Erzählt wird es, aber gezeigt leider nicht. Dabei ist der Leser doch neugierig. Das sind jedoch nur Kleinigkeiten.

Alles in allem ist es ein sehr anspruchsvolles Buch, dass neue Einblicke in ein bewegendes Thema gibt. Es ist ein Stück deutscher und norwegischer Geschichte, dass nicht vergessen werden sollte. Wer Fakten mit einem Hauch von zarter, unschuldiger Liebe vertragen kann, der sollte sich dieses Buch unbedingt kaufen.

===Abschließendes Fazit===


Pro: umsetzung, Fotos, Geschichte, Fakten
Contra: viele Sprünge
Empfehlung: Ja, 4 Sterne


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Jim Slater - Der Junge aus dem All

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===Buchdaten===
Autor: Jim Slater
Titel: Der Junge aus dem All
Verlag: Schneider
Erschienen: 1982
ISBN-10: 3505073202
Seiten: 109
Kosten: ab 2,50€

===Leseinformationen===
Genre: Sci Fi
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Kids ab 10
Lesedauer: 1 Tag

===Autor/in===
Jim Slater ist ein Autor, der schon zahlreiche Jugendbücher verfasst hat. Bevor er diese veröffentlicht, lässt er sie von einer Kids-Jury lesen, die bestimmt, ob sein Buch erscheint.

===Optischer Eindruck===
Optisch gefällt es mir sehr gut. Ein Junge, die Erde und einige Rakete treffen es auf dem Punkt.

===Zitierter Klappentext===
Alarmstufe 1! Die Malaganer bedrohen die Erde. Sie beherrschen die unheimliche Kunst, die Gedanken der Menschen zu beeinflussen und diese so zu ihren wehrlosen Sklaven zu machen. Nur Marcou, der Junge aus dem All, erkennt die Gefahr, denn er hat telepathische Fähigkeiten: Er weiß, was andere Wesen denken und fühlen. Wird er die Erde retten können? (Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===
Eine Leseprobe, die ich verlinken kann, habe ich leider nicht gefunden. Wer kleinere Eindrücke haben möchte, kann diese dem Zitat, welches meine Meinung untermalen soll, entnehmen.

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Marcou ist 14 Jahre alt, wenn er auf der Erde leben würde. Doch er ist ein Junge, der von Grundra kommt. Mit seinem Onkel reist er durch die Weiten des Alls. Als es zu einem Unfall kommt, sind sie auf Malaganer angewiesen. Die Tentakel-Rasse sind ihre Feinde, aber glücklichweise in der Nähe. Doch statt ihnen zu helfen, kommt es zu einem Kampf. Marcou kann in einer Rettungskapsel notlanden und wird von einem wissenschaftlichen Team auf der Erde in Empfang genommen. Er lernt die Sprache und freundet sich sogar mit den Kindern des Professors an. Auch wenn es schön ist, möchte er seine Eltern erreichen. Es wird immer dringender, als er merkt, dass die Malaganer die Erde angreifen. Sie nehmen den Geist eines Menschen in Besitz und versuchen so einen Angriff vorzubereiten. Marcou, der jedoch Gedanken lesen kann, versucht es mit Hilfe der Menschen zu verhindern...

===Sarahs Meinung===
Science Fiction ist nicht unbedingt meine Welt. Als ich es allerdings in einer Tüte bei unserem Altpapierbehälter sah, konnte ich nicht widerstehen. Ich liebe Bücher und vor allen Dingen Jugendbücher, sodass ich sie nicht verkommen lassen wollte. So ist das Buch bei mir gelandet und da ich zur Zeit nur wenig zum Lesen komme, habe ich mir das dünne Buch mit 109 Seiten gleich zu Gemüt geführt.

Jim Slater ist ein Autor, der normalerweise seine Werke vorab von Kindern lesen lässt, damit diese ihm helfen, ob das Buch gut ist. Hätte mich der Autor als Kind gefragt, hätte ich nein gesagt. Die gleiche Meinung habe ich auch jetzt. Warum, will ich euch nun näher bringen. Das Hauptproblem sind wohl die wenigen Seiten, denn es geht mir persönlich zu schnell. Gleich zu Beginn befindet man sich auf den Raumschiff und weiß im Grunde nichts über Gundra oder andere Planeten und Völker. Eine kleinere Einführung hätte hier sicherlich nicht geschadet. So kommt es zum Absturz und auch hier ist alles noch recht fremd. Man befindet sich plötzlich auf der Erde, weiß nicht zu welcher Zeit, noch genau wo. Eine grobe Richtung ist jedoch vorhanden, sodass man sich zumindest etwas zurecht findet. Statt wenigstens hier etwas mehr auszuholen, fügt sich alles oder weniger schnell und passend zusammen. So weiß jedes kleine Kind, dass Forscher anfangs eher anders reagieren würden, als so freundlich einer fremden Rasse gegenüberzutreten. Auch sonst passiert alles sehr schnell. Sie erforschen ihn, er lernt sie und ihre Sprache in kurzer Zeit kennen. Alles langweilt ihn schnell und genauso rasant ist plötzlich der Angriff der Malaganer da. Zwar erfährt man noch einiges über die Rasse und den Konflikt mit anderen Völkern, aber hier hätte ich mir doch etwas mehr Hintergrundwissen gewünscht. Auch bei einem Kinderbuch darf der Hintergrund nicht vergessen werden.

Obwohl es eben alles sehr schnell und abgehackt wirkt, ist es bildhaft und zeitlos geschrieben. Der Stil verführt zum Lesen und dank der kurzen Kapitel verlieren auch Kids nicht die Lust. Vom Stil her konnte mich der Autor ohne wenn und aber überzeugen. Aber in meinen Augen bringt dies nichts, wenn ich für mich sage: 100 Seiten mehr, wären besser gewesen, um den Konflikt und die Situation besser zu beschreiben.

Trotzdem schafft er es schön zu beschreiben, wie sich eine fremde Person in einer anderen Kultur einfügen kann. Es hilft Kindern, die umziehen mussten, und macht ihnen in meinen Augen Mut.

Alles in allem ein nettes Buch, das gutes Potential hat und mit ein paar mehr Hintergrundbeschreibungen, sogar mich als Science Fiction Gegner überzeugt hätte. So ist es leider nur Durchschnitt.

===Abschließendes Fazit===

Pro: Idee, Stil, Lehrgehalt
Contra: zu rasant
Empfehlung: 3 Sterne, Ja

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Ultimate-Challenge

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Das Jahr neigt sich dem Ende und da die Portokosten erhöht wurden, beende ich die Challenge vorzeitig. Von den Teilnehmern haben inzwischen einige keinen Blog mehr gehabt oder die Chellenge war nicht mehr zu finden. Deswegen habe ich diese gelöscht. Alle anderen die fleißig teilgenommen haben, gewinnen ein Buch das meinem Blog gerecht wird. Es wird ein Überraschungsbuch, denn ich gebe auch jedem Buch eine Chance und bestelle oft ganze Pakete. Damit es nicht total blöd ist, könnt ihr das Genre festlegen. 

Alle Gewinner, die mir per Kommentar (Ist nur für mich und wird danach gelöscht) bis zum 30.12. ein Genre samt Adresse nennen, die bekommen ihren Gewinn zugesendet.

MAREIKE: Gratuliere dir, du hast fleißig teilgenommen und darfst mir einen Genre-Wunsch mitteilen.

BACKMAUSI: Bei dir habe ich leider nichts gefunden, und somit tut es mir leid..


STEFFI: Auch hier habe ich sehr tolle Fortschritte gesehen und somit gratuliere ich dir herzlich. Such dir ein Gerne aus.


PATTY: Du hast zwar sehr wenig erledigt, aber auch das will ich belohnen. Such dir ein Genre aus.





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R. L. Stine - Mord im Mai

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===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Sie sind eine typische Clique, haben Spaß und bereiten sich auf ihren Abschluss vor. Julie und ihre Freunde Vincent, Sandy, Taylor und Hillary sind genau diese Clique und für sie wird sich alles verändern. Es beginnt damit, dass ihr früherer Freund Al anfängt sie zu erpressen. Jeder hat ein kleines Geheimnis, das er von damals kennt. Julie raucht heimlich, Hillary hat bei einer Klausur geschummelt und Vincent hatte einen Strafzettel bekommen, den er seinen Eltern nicht sagen konnte. Am Anfang will Al nur etwas Geld, aber es kommt immer mehr hinzu. Hausaufgaben, das Auto und vieles mehr. Die Freunde sind mit ihren Nerven am Ende. Jeder hätte ihn schon mindestens einmal umbringen können, weil er ihnen schlimmen Ärger eingebrockt hat. Als Al dann wirklich ermordet wird, ist die Gruppe schockiert. Besonders Julie, die seine Leiche gefunden hat, kommt damit nicht klar. Die Situation verschlimmert sich, als Sandy ihnen beichtet, dass er Al umgebracht hat. Es sei zum Streit gekommen, er habe rot gesehen und es für sie alle getan. Er bitte sie niemanden etwas zu sagen und versucht sie an die Freundschaft zu erinnern. Die Zeit zeigt jedoch, dass niemand mit dem Wissen leben kann, und so fängt Sandy an sie unter Druck zu setzen. Die Angst ist ein täglicher Begleiter. Wird Sandy wieder ausrasten und vielleicht einen weiteren von ihnen umbringen? Hillary hat die Nase voll und will zur Polizei. Ein letztes Gespräch mit Sandy soll ihn aufwecken. Doch es eskaliert und Sandy stirbt. Hillary vertraut sich ebenfalls ihren Freunden an.. Ein neues tödliches Geheimnis, dass fatale Folgen für die Gruppe hat.

===Sarahs Meinung===
Was würdest du tun, wenn einer deiner besten Freunde dich beiseite nähme und dir sagte, dass er dir ein Geständnis machen muss? Was würdest du tun, wenn er dann damit herausrückte, dass er jemanden umgebracht hat? (Zitat S. 9)

Dies sind die ersten Zeilen aus dem Buch und sie stellen im Grund das Thema dar. Was würdest du tun, wenn... und wie weit reicht Freundschaft. Ein Thema, mit dem sich viele Jugendlichen befassen und deswegen in meinen Augen schon ein Pluspunkt für dieses Buch. Ich selbst gehöre zwar nicht zur eigentlichen Gruppe der Leser, da ich schon 29 bin, aber ich finde die Werke von Stine stets spannend und vor allen Dingen entspannend. Dieses Werk habe ich mir bei Ebay Kleinanzeigen zusammen mit anderen Werken gekauft. „Mord im Mai“ gehörte dabei zu den Büchern, die ich schon in meiner Jugend gelesen hatte. Eine schöne Erinnerung, die mir wieder gezeigt hat, dass Stines Bücher unvergesslich sind. Warum, ich konnte mich nach wenigen Zeilen wieder daran erinnern, wer der Täter ist.

Wie oben erwähnt, finde ich das Thema sehr wichtig für diese Altersklasse und denke, dass es daher auch gerne für den Deutschunterricht herangezogen wird. Schließlich bietet allein das Zitat genügend Diskussionsmaterial, spannenden Lesespaß und zahlreiche Fragen.

Kommen wir jedoch zum Inhalt. Der Einstieg in das Buch ist sehr gut gewählt. Die Fragen am Anfang beziehen den Leser sofort mit in die Handlung ein und sorgen für eine Bindung zu den Figuren. Diese sind alles typische Jugendliche. Da wäre die beliebte Schönheit, das hässliche Entlein, der stille Looser, das Mädchen von nebenan oder der Rüpel der Schule. Für jeden Geschmack ist also etwas dabei. Begleiten tut der Leser jedoch das Mädchen von nebenan. Aus Julies Sichtweise erfährt man alles, was passiert. Sie selbst wird genau wie ihre Freunde mit wenigen, aber ausdrucksstarken Worten beschrieben, sodass sofort ein klares Bild im Kopf entsteht.

Dafür sorgt schon der allseits bekannte Stil von Stine. Er ist leicht, modern, detailliert, und doch auf das Wesentliche beschränkt. So können sich junge Leser ein klares Bild machen, werden aber nicht mit unnötigen Informationen überflutet, und so überfordert. Für viele Leser ist genau das der Reiz, denn der Stil ist wirklich entspannend und fordert nicht viel Aufmerksamkeit.

Auch wenn nicht viel Aufmerksamkeit notwendig ist, sollte der Inhalt nicht einfach herunter gelesen werden. Schließlich will der Autor erreichen, dass man mit grübelt, wer der Täter ist, oder was wirklich passiert ist. Wer wie ich viele Werke aus seiner Feder gelesen hat, erkennt ein bestimmtes Muster. Viele falsche Fährten, zahlreiche Wendungen und überall Glatteis. Selbst wenn er sofort das Richtige andeuten würde, könnte sich niemand sicher sein, dass es stimmt. Bis zum Schluss kann also fleißig geraten werden, was nun die richtige Lösung ist. Als alter Hase durchschaut man Stine zwar schneller, aber glücklicherweise kann zumindest ich auch ab und an noch überrascht werden. Ich weiß, dass ich damals wusste, dass der Text zu offensichtlich ist und in eine andere Richtung führen wird, aber ich kann mich erinnern, dass ich es bis zum Schluss nicht wusste. Und genau deswegen merke ich mir solche Ausgänge immer genau. Selbst nach über zehn Jahren wusste ich genau noch wer es war. Nur die Gründe habe ich ausgeblendet.

Eins kann ich euch verraten. Langweilig ist die Geschichte mit Sicherheit nicht. Da hier extrem viele Wendungen eingebaut wurden, könnte es vielleicht etwas zu langatmig erscheinen und dadurch die Spannung mindern, aber langweilig empfand ich das Buch nie. Besonders der Schluss ist dem Autoren sehr gut gelungen, da es ein realistischer, packendes und logisches Ende ist. Wer Al nun umgebracht hat, werde ich nicht verraten, denn das sollt ihr ja selbst lesen.

Alles in allem ein faszinierendes Buch, das für die jüngere Generation jede Menge Spannung, Lehrgehalt und neue Blickwinkel bietet. Mir hat es sehr gut gefallen und bei Stine ist dies leider nicht gewährleistet, denn oft genug schweift er ins Übernatürliche ab, oder schafft keine richtige Stimmung aufzubauen. Ich kann es euch empfehlen.


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Kein Himmel über Afrika

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 ===Buchdaten===
Autor: Kerstin Cameron
Titel: Kein Himmel über Afrika
Taschenbuch: 348 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch; Auflage: 1 (1. September 2003)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548364373
ISBN-13: 978-3548364377
Kosten: 0,48€ gebraucht
Serie: -

===Leseinformationen===
Genre: Biographie
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Frauen
Lesedauer: 2 Tage

===Autor/in===
Kerstin Cameron, 1960 als Tochter deutscher Eltern in Nigeria geboren, betrieb zusammen mit ihrem Mann ein Flugunternehmen und eine Farm in Arusha, Tansania. Nach ihrem Freispruch kehrte sie zurück nach Deutschland. Heute lebt sie in Kenia. (Quelle: Amazon)

===Optischer Eindruck===
Optisch gefällt mir das Buch weniger, denn statt eines eigenen Covers wurde hier speziell eins mit den Figuren aus der deutschen Verfilmung verwendet. Da dieses Buch jedoch das tatsächliche Schicksal beinhaltet, und nicht die Film Umsetzung, hätte ich es besser gefunden ein eigenes Cover zu nehmen.

===Zitierter Klappentext===
4. Juli 1998, Mitternacht: Cliff Cameron liegt blutüberströmt im Schlafzimmer seiner von ihm getrennt lebenden Frau Kerstin. Millionenschulden, Alkohol und die zerrüttete Ehe gipfeln in dieser Nacht in einem tragischen Selbstmord. Fast zwei Jahre später wird Kerstin Cameron überraschend verhaftet. Die Anklage lautet: Mord ? obwohl die Polizei überzeugt ist, dass ihr Ehemann sich selbst erschossen hat. 370 Tage sitzt die Deutsche unter katastrophalen Bedingungen in einem Frauengefängnis mitten in Tansania getrennt von ihren vier kleinen Kindern, sieht sie einem schrecklichen Schicksal ins Auge: der Todesstrafe.(Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===
Eine Leseprobe, die ich verlinken kann, habe ich leider nicht gefunden. Wer kleinere Eindrücke haben möchte, kann diese dem Zitat, welches meine Meinung untermalen soll, entnehmen.

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Es ist die Nacht des 4. Juli 1998, die das Leben von Kerstin Cameron verändert. Als Kerstin sich von ihrem ersten Ehemann Anfang der Neunzigerjahre scheiden lässt, um mit Cliff Cameron erneut dem Bund der Ehe einzugehen, weiß sie, dass diese Ehe nicht leicht wird. Cliff hat den Hang dazu die Frauen zu lieben. Schon vor der Ehe hat er Kerstin mit einer anderen Frau betrogen. Trotzdem lässt sie sich scheiden und heiratet ihn. Anfangs läuft auch alles gut. Sie haben ein kleines Flugunternehmen, ihr Mann hat zusätzlich eine Farm und eine Goldmine, zwei wunderbare Kinder ergänzen die zwei Kinder aus erster Ehe, und alles scheint gut zu laufen. Trotz einiger Wutausbrüche, Streitereien und gefährliche Situation lieben sich die beiden über alles. Doch dann verändert sich die Situation. Kerstin hat das Gefühl, dass ihr Mann schon wieder eine heimliche Affäre hat. Auch sonst greift der immer öfters zum Alkohol, und wird extrem gewalttätig. Er zerschlägt nicht nur das Mobiliar, sondern schließt auch wild durch die Gegend. Aus Sorge um ihre Kinder und sich selbst zieht Kerstin einen Schlussstrich. Cliff und sie trennen sich fürs erste. Trotzdem treffen sie sich immer wieder und wie es aussieht steht einer Versöhnung nichts im Wege. Zumindest von Cliffs Seite aus. Kerstin hingegen ist mit den gelegentlichen Treffen vollkommen zufrieden. Schließlich sind der Alkoholkonsum, die Waffenspielereien und die Gewalt immer noch präsent. Als es wieder eines Nachts zu einem Treffen der beiden kommt findet Kerstin heraus, dass die Affäre keine Einbildung war. Sie nimmt ist noch recht gelassen, unterhält sich mit ihrem Mann und verbringt einen recht harmonischen Abend mit ihm. Als er jedoch mit ihr sexuell aktive werden möchte, weist sie ihn jedoch ab. Sie dreht sich um, und danach geht alles sehr schnell. Ein Satz von ihm, ein Knall und schon ist er tot. Cliff hat sich eine Kugel in den Kopf gejagt. Kerstin die völlig verzweifelt ist, rennt nach draußen und versucht verzweifelt Hilfe zu holen. Die Polizei und ein Arzt kommen, genauso wie zahlreiche Freunde. Für alle ist klar, dass er sich selbst umgebracht hat. Doch seine Familie in Neuseeland, besonders sein Bruder, können diese Theorie bzw. Tatsache einfach nicht hinnehmen. Zwei Jahre lang sammeln sie Beweise teilweise sogar gefälschte Beweise, um Kerstin einen Mord anzuhängen. Am 4. Mai 2000 ist es dann soweit. Kerstin wird wegen Mordes verhaftet. Insgesamt 370 Tage muss sie im Gefängnis bangen und hoffen, ob der Richter sich freispricht oder nicht. Sollte auch der Richter bestochen sein, muss in der Todesstrafe rechnen. Dank zahlreicher toller Anwälte, liebevoller Freunde und kompetenter Fach-Zeugen kann die Anklage widerlegt werden und sie wird am 11. Mai 2001 freigesprochen. Bis heute probiert die Familie von Cliff zu beweisen, dass sie ihn umgebracht hat.

===Sarahs Meinung===
Bei diesem Buch handelt es sich um eine wahre Begebenheit. Sie hat Anfang 2000 für Schlagzeilen in den Medien gesorgt. Nach Freilassung von Kerstin Cameron wurde ihr Schicksal auch vom Ersten verfilmt. Zeitgleich erschien auch ihre Biografie. Das Schicksal anderer Menschen fasziniert so manchen Leser. So ergeht es auch meiner Mutter, die sich dieses Buch sogleich kaufte. Nachdem sie es gelesen hatte, ging es in meinen Besitz über. Nun habe ich es endlich gelesen, den Film kenne ich übrigens nicht, und möchte euch nun meine Meinung nicht vorenthalten.

90 % der afrikanischen Schicksale in denen weiße Frauen beteiligt sind, befassen sich mit dem Scheitern einer Ehe. Meistens sind es jedoch Ehen mit Eingeborenen. Dies trifft bei diesem Schicksal jedoch nicht zu. Das Buch beginnt mit der Verhaftung von Kerstin Cameron. In meinen Augen ein sehr guter Einstieg, denn dadurch ist der Leser gleich mittendrin in einem spannenden Abschnitt. Er ist gefesselt und möchte die Hintergrunde erfahren. Diese enthält Kerstin Cameron uns natürlich nicht vor, sondern lässt den Leser mit zahlreichen Rückblenden die Geschehnisse erleben. Es ist eine gute Wahl für einen Aufbau, allerdings gehöre ich zu den Lesern, die zumindest in den Rückblenden eine zeitliche Linie wünschen. Dies ist hier jedoch nicht gewährleistet. So bleibt mir zum Beispiel verborgen, warum Kerstin und ihre Familie in Afrika leben. Man hört zwar raus, dass sie schon seit ihrer Geburt in Afrika lebt, aber man muss dies zwischen den Zeilen herauslesen. Hier hätte ich mich als Leser sehr gefreut, wenn sie in wenigen Sätzen auf ihre Kindheit, die Grunde ihrer Eltern für ein auswandern oder ähnliches eingegangen wäre. Dass ihre erste Ehe nur am Rande erwähnt wird, finde ich jedoch nicht schlimm. Schließlich dreht es sich hauptsächlich um ihre zweite Ehe. Hier erfährt man jedoch auch nur bruchstückhaft gewisse Ausschnitte. Mal erinnern sie sich durch einen bestimmten Satz an eine bestimmte Aussage, dann wird die Erinnerung an einen brutalen Zusammenstoß geweckt und dann wiederum sind es glückliche Momente. Eine klarere Strukturierung hätte mir persönlich besser gefallen, trotzdem kann sich der Leser sicher sein, dass alle Fakten und wissenswerten Aspekte auch erfährt.

Neben dem Scheitern ihrer zweiten Ehe, und dem Tod ihres Mannes geht es natürlich um die Zeit im Gefängnis, und ihre Verurteilung. Da die Mehrheit von ihrer Unschuld überzeugt ist, und sie die einzige Weiße im Gefängnis ist, wird sie bevorzugt behandelt. Trotzdem erlebt sie hautnah mit, wie es in einem solchen Gefängnis zugeht. Um die Situation besser darstellen zu können, geht sie auf zahlreiche Schicksale von Mithäftlingen ein. Dabei geht es um Verurteilungen, die jeglicher Grundlage entbehren. Da muss nur ein anderer etwas behaupten und schon landet der Beschuldigte für Jahre im Gefängnis. Kerstin hilft und unterstützt ihre Mitgefangenen natürlich wo sie kann. So erfährt der Leser vieles über die Situation in afrikanischen Gefängnis. Besonders interessant wird es, als es Kerstin selbst vor Gericht geht. Ihre Verhandlung mit zu verfolgen, ist durchaus spannend, aber natürlich auch langatmig. So wie sie es erlebt hat, mit all den Wiederholungen seitens Anklage, Richter und Verteidigung, müssen auch wir es erleben. Gerade durch die Tatsache, dass man schon vorab weiß, dass die Angeklagte freigesprochen wird, kann es für einige Leser natürlich langweilig werden. Schließlich zieht sich die Gerichtsverhandlung über 200 Seiten. Ich selbst fand es faszinierend, die Gepflogenheiten in anderen Ländern einmal so hautnah mit erleben zu dürfen, sodass es mich weniger gestört hat. Lediglich das Schlussplädoyer bzw. die Urteilsverkündung seitens Richter hätte in meinen Augen etwas kürzer ausfallen dürfen.

Untermalt wird das Buch mit zwei Bildabschnitten. Gerade bei Tatsachenbüchern finde ich Fotos immer besonders aussagekräftig, und wichtig. Fehlende Fotos kritisiere ich immer. Allerdings muss ich sagen, dass sich hier wiederum etwas enttäuscht war. Der erste Abschnitt befasst sich mit Filmszenen. Es ist das gleiche wie beim Cover. Entweder nutzt man eigene und reale Fotos, oder der Inhalt sollte auch an die Filmfassung angepasst werden. Sicherlich ist es nicht verkehrt, einmal zu sehen, wie die Schauspieler aussehen, aber schließlich geht es ja um das Schicksal von Kerstin nicht um das Schicksal von Katharina. Der zweite Fotoabschnitt zeigt jedoch reale Fotos von Kerstin, ihrem Mann und ihrer Familie. Ganz ehrlich, entweder hätte man dies bei diesem Abschnitt belassen sollen, oder den ersten Teil durch andere eigene Fotos ersetzen sollen. Dies ist jedoch nur meine Meinung, und jeder sollte selbst beurteilen, ob in dieser Umsetzung gefällt oder nicht.

Alles in allem ist das eine traurige, schockierende Biografie einer Frau, die im Grunde nur glücklich sein wollte. Es liefert zahlreiche Informationen, Fakten über Land, Leute und eben dieses Schicksal. Das Buch lässt sich durch seinen leichten, modernen und illustrativen Stil sehr gut lesen. In meinen Augen hätte der Aufbau etwas mehr Informationen, und geradliniger verlaufen können, aber das das Wesentliche enthält, ist dies nur eine Anmerkung. Mir hat das Buch trotz dieser Anmerkungen sehr gut gefallen, sodass sich erst an zwei Tagen wirklich verschlungen habe. Aus diesem Grund kann ich das Buch jedem empfehlen, der gerne biografische Romane, insbesondere weibliche Schicksale in Afrika, liest.

===Abschließendes Fazit===


Pro: Fakten, Land, Leute, Schicksal, Stil, eigene Fotos
Contra: Filmfotos, keine klare Linie in den Erinnerungen
Empfehlung: Ja, 5 Sterne

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Subabbau Extrem

5
Ich habe mir vorgenommen jeden Monat 8 Bücher abzubauen. Früher ein Kinderspiel, jetzt mit einem 1jährigen Sohn gar nicht mehr so leicht, aber da mein SUB endlich mal sinken muss. 142 sind aktuell in meiner Liste, und im Regal selbst stehen insgesamt 167 ungelesene Bücher... Ich bin gespannt, ob ich es schaffe und halte euch hier auf dem Laufenden!!!!

DEZEMBER
Der letzte Monat der Challenge bricht an, und nachdem ich letzten Monat gescheitert bin, möchte ich es diesen Monat noch einmal schaffen... Diesmal ist die Aufgabe leicht. Kaufe, was du willst, aber ziehe ein wöchentliches Fazit. Wächst der SUB aber, dann ist die Woche drauf Buchkauffrei..

NEU im Dezember
Und weg bist du - Blog dein Buch
Speechless - Blog dein Buch
Dunkles Licht in heller Nacht - Rezensionsexemplar
Alice im Zombieland - Blog dein Buch
Neuer Roman von Eileen Schlüter
Weil ich dich Layken Liebe
ohne Geld leben
Frankfurter Fische
Blutsbande
Nummer 3
Falsches Ich

und noch 3 Weitere Bücher, wo ich den Namen aber nicht mehr weiß.. 

4 Jugend-Bücher für 2014 angefordert

SUBABBAU im Dezember
Magier - Sand der Zeit erworben 2008
Die unheimliche Kuckucksuhr erworben 2012
Schloss aus Glas erworben 2011
Ein ungezähmtes Leben erworben 2011
Die Nacht im Turm der Schrecken erworben 2012
Doktor Ida erworben 2011
Dessous Selbernähen erworben 2012

Fazit Woche 1: Es sind zwar zwei Bücher hinzugekommen, die ich aber gleich gelesen habe. Keins der Bücher habe ich bereut... *lach*

Fazit Gesamt: Ihr seht, diesmal habe ich mich noch mehr hängen lassen. Bedingt durch die Schwangerschaft, Weihnachten und meine Testseite, wo viel liegen geblieben ist, bin ich diesen Monat kaum zum Lesen gekommen. Dafür habe ich viele Werke angefordert / geschenkt bekommen. Damit sie nicht im neuen Jahr zu den Neulasten zählen, setze ich sie jetzt schon auf die Liste, denn ich habe sie ja auch schon jetzt angefordert.*lach* Mein persönliches Ziel, endlich unter 100 Bücher zu kommen, habe ich locker geschafft. Alt-Sub und Ur-Alt-Sub sind jetzt bei rund 80-90 Büchern...

NOVEMBER
Lege Geld zurück für jedes Buch... Da ich diesem Monat nur schwer zum Lesen komme, wegen Dauerübelkeit, werde ich wohl nicht mal die 8 schaffen...

NEU im November
Das gefallene Imperium - unaufgefordertes Rezensionsexemplar

SUB-Abbau November

  1. Golem und Dschinn erworben 2013
  2. Die Insel Eden erworben 2010
  3. Um Füße bat ich erworben 2011
  4. Das Geheimnis des Walfischknochens erworben 2013
  5. Dreht euch nicht um erworben 2011


OKTOBER 
Absolutes Buchkauffrei. Da ich sicherlich das eine oder andere Rezensionsexemplar angeboten bekomme, werde ich diesen Monat auch nicht schaffen.


NEU im Oktober

Samtschwarz - Rezensionsexemplar, welches im September angefragt wurde, aber jetzt erst verschickt. 
Saat der Bestien - Rezensionsexemplar im September über Blog dein Buch, jetzt aber erst ausgeliefert.
Phoenix - Tochter der Asche - Rezensionsexemplar im September bei der Indi-Aktion abgesprochen
Pinguine lieben nur einmal - Blogdeinbuch 

Gelesen im Oktober


  1. Das vergessene Dorf erworben 07/2011
  2. Letzter Dreh erworben 05/2008
  3. Und fänden die Liebe nicht erworben 07/2011
  4. Sternenfeuer 1 erworben 2/2012
  5. Days Of Blood... erworben 9/2013
  6. Was gut und böse ist ... erworben 05/2008
  7. Schlafwandlerin... erworben 10/2012
  8. Feuer am Arrow Lake... erworben 9/2013





September 8 Bücher sind zwar weniger, aber da so viel hinzugekommen sind - nur 1 ;))
August 8 Bücher sind weniger!!!!

Juli 9 Bücher sind weniger !!!
Juni 16 Bücher sind weniger !!!
Mai 10 Bücher sind weniger!!!
April 8 Bücher sind weniger!!!!

März 8 Bücher sind weniger!!!

Februar 8 Bücher sind weniger!!!
Januar 12 Bücher sind weniger!!!!!



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