Mann unter Feuer

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===Buchdaten===
Autor: A. J. Quinnell
Titel: Mann unter Feuer
Taschenbuch: 350 Seiten
Verlag: Goldmann; Auflage: 1 (2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442458129
ISBN-13: 978-3442458127
Kosten: 0,01€
Serie: -

===Leseinformationen===
Genre: Drama / Thriller
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 2 Tage

===Autor/in===
A. J. Quinnell (* 25. Juni 1940 in Nuneaton, Warwickshire, Großbritannien; † 10. Juli 2005 in Gozo, Malta; bürgerlicher Name Philip Nicholson) war ein Mystery- und Thrillerautor.

Mehrere der von ihm in seinen Büchern beschriebenen Personen traf er tatsächlich auf seinen vielen Reisen. Er war dreimal verheiratet. Seine letzte Frau Elsebeth Egholm ist eine dänische Mysteryautorin. (Quelle: Wikipedia)

===Optischer Eindruck===
Das Cover stellt eine Szene aus dem Film dar. Passt und macht Lust auf das Buch.

===Zitierter Klappentext===
Auf dem Tiefpunkt seines Lebens wird dem desillusionierten Ex-Soldat Creasy von einem alten Freund ein Job vermittelt: Er soll die zehnjährige Tochter einer wohlhabenden Familie beschützen. Obwohl er sich zunächst dagegen wehrt, entsteht eine tiefe Freundschaft zwischen dem Bodyguard und dem kleinen Madchen. Doch als sie bei einem Entführungsversuch getötet wird, schwört Creasy blutige Rache . (Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===
Eine Leseprobe, die ich verlinken kann, habe ich leider nicht gefunden. Wer kleinere Eindrücke haben möchte, kann diese dem Zitat, welches meine Meinung untermalen soll, entnehmen.

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Creasy ist ein ehemaliger Söldner, der sich in der Nacht dem Alkohol hingibt. Auf dem Tiefpunkt seines Lebens hilft ihm sein ehemaliger Kollege und beste Freund einen Job als Bodyguard zu finden. Als Leibwächter soll er die Tochter einer reichen Familie betreuen. Nachdem eine von Pintas Freunden entführt wurde, musste sie die Schule gegen eine Gouvernante tauschen. Inzwischen ist sie 11 Jahre und hat die Nase voll. Da ihre Eltern zur Zeit auch nicht genügend Geld haben, ist eine staatliche Schule in Mailand nur eine Frage der Zeit. Nur ihre Mutter möchte eben, dass sie vor einer Entführung geschützt wird. So kommt Creasy trotz seines Alkoholproblems zur Familie. Mit der Zeit gelingt es Pinta sich mit ihm anzufreunden. Doch alles verändert sich mit der Zeit. Erst muss er feststellen, dass er bei einem Attentat auf eine andere Person nicht hätte rechtzeitig da sein können, wenn dieser seiner Auftraggeberin gegolten hätte, dann schläft er zudem mit ihr und zu allem Überfluss wird er angeschossen und Pinta entführt. Bei dieser Entführung kommt Pinta ums Leben, und so schwört Creasy nach seiner Genesung Rache. Nach und nach will er alle, die dafür verantwortlich sind, töten.

===Sarahs meine Meinung===
Das vorliegende Buch ist erstmals unter „Der Söldner“ erschienen. Es wurde mit Denzel Washington verfilmt und es ist einer der vielen Filme, die ich mir nie angesehen habe, obwohl ich den Schauspieler sehr schätze. Dementsprechend habe ich mir das Buch zum Film vor einigen Wochen bei einer Tauschbörse ertauscht.

Der Einstieg in das Buch beginnt schon recht verwirrend. Ich weiß nicht, ob das Original besser ist und es einfach auf Grund der Filmbasis so schlecht geworden ist, aber ich fühlte mich anfangs recht hilflos. Man wohnt einer Entführung bei und wird plötzlich an die Seite eines anderen Jungen gesetzt, der einen Mann beobachtet. Damit ist der Prolog beendet und man wird den Eltern von Pinta vorgestellt. Es ist eine typisch reiche Familie, die eigentlich alles mit Hypotheken beliehen hat und bei dem ein Teil nichts von den Problemen wissen will. Obwohl die Familie authentisch dargestellt wurde, konnte ich keine Verbindung zur Familie herstellen. Das Problem liegt hier aber auch an der Lustlosigkeit des Autors. Emotionen bleiben einfach nur an der Oberfläche, sodass dem Leser egal ist, was mit den Figuren passiert. Spätestens als ich den ersten Fehler bemerkte, war ich schon richtig enttäuscht. Laut Klappentext ist Pinta ein zehnjähriges Mädchen. Im Buch ist sie jedoch mit 11 Jahren beschrieben. Ein Fehler, der eigentlich nicht passieren sollte.

Anfangs springt das Buch noch zwischen der Familie und Creasy hin und her. Auch hier erfährt man viel über den guten Freund von Creasy, deren Kennenlernen und die regelmäßigen Treffen. Eine schöne Sache, die jedoch recht zähflüssig und langatmig ist. Im Film sicherlich spannend eingebunden, aber hier gelingt es dem Autoren in meinen Augen nicht mich zu fesseln. Das Hauptproblem war einfach, dass ich wusste was kommen würde. Erst zur Hälfte des Buches tritt dann eben diese Entführung samt Tod ein. Erst danach könnte es spannend und bewegend werden. Leider empfand ich diese Darstellung auch nicht gerade fesselnd. Einfach weil die emotionale Ebene in meinen Augen nicht gut beschrieben wurde. Es ist eins der Bücher, wo ich wirklich sage, ich bin froh, dass es zu Ende ist. Da ich mich damit nicht zufrieden geben wollte, habe ich sogar extra den Film in der Videothek ausgeliehen. Der Film ist 1000fach besser. Einfach weil hier alles nicht so plump dargestellt wurde. Hier würde ich nun gerne einmal den Vergleich zum Original-Buch ziehen.

Mich konnte diese Umsetzung nicht überzeugen, sodass ich dem Buch nur 2 Sterne gebe. Die Story ist sicherlich mit viel Potential gesegnet, wie auch die Verfilmung zeigt, aber in diesem Fall hat mir das Buch zum Film mal so gar nicht gefallen.

===Abschließendes Fazit===


Pro: Idee,
Contra: Fehler, langatmiger Stil
Empfehlung: Nein, 2 Sterne
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Yvonne Woon - Dead Beautiful

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===Buchdaten===
Autor: Yvonne Woon
Titel: Death Beautiful
Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Oktober 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423760389
ISBN-13: 978-3423760386
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 16 Jahre
Originaltitel: Dead Beautiful
Kosten: 16,95€
Serie: Death Beautiful Bd. 1

===Leseinformationen===
Genre:
Niveau:
Leserschaft:
Lesedauer:

===Autor/in===
Yvonne Woon, geboren 1984, wuchs in Worcester, Massachusetts, und in Frankreich auf. Nachdem sie 2006 an der Columbia University ihren Abschluss in Englisch und Creative Writing erlangt hatte, arbeitete sie als Assistentin in einer Literaturagentur und absolvierte ein Aufbaustudium. ›Dead Beautiful - Deine Seele in mir‹ ist ihr erster Roman. (Quelle: Buchangabe)

===Optischer Eindruck===
Zarte Mädchenhaut, blaue Augen, die einen bis auf die Seele blicken. So sieht das Cover aus und es wirkt magisch. Schlicht und doch so treffend. Im Laden hätte ich es sicherlich erst beim zweiten Rundgang bemerkt.

===Zitierter Klappentext===
Nur einen Kuss – nichts wünscht sich die 16-jährige Renée sehnlicher von ihrem schönen, doch seltsam unnahbaren Mitschüler Dante. Noch nie zuvor hat sie zu einem Jungen eine solch starke Seelenverwandtschaft empfunden. Aber obwohl die Anziehung zwischen ihnen spürbar ist, verweigert ihr Dante diesen Kuss. Warum? Und was hat es mit den ganzen seltsamen Fächern wie Bestattungskunde und Gartenbau an ihrer neuen Schule auf sich? Renée ist fasziniert von den alten Riten an ihrem Internat und gleichzeitig verunsichert. Denn es kommt immer wieder zu mysteriösen Todesfällen unter den Schülern … (Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===
http://www.amazon.de/Dead-Beautiful-Deine-Seele-Roman/dp/3423760389/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1351761471&sr=1-2.

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Renée ist 16 Jahre, als sich die Ereignisse überschlagen. An ihrer Schule beachtet sie der tollste Junge, die Noten könnten nicht besser sein und der Geburtstagsausflug zum Strand war traumhaft. Auf dem Rückweg hat sie den Drang einen bestimmten Weg zu nehmen und entdeckt das Auto ihrer Eltern. Da sie es komisch findet, dass ihre Eltern nicht arbeiten, sondern im Wald sind, will sie sie suchen, und fragen. Statt dieser Option findet sie nur ihre Leichen. Beide starben an einem Herzanfall. Das Münzen herumlagen, und Mullbinden in ihrem Mund waren, ist unbedeutend für die Polizei. Als Vormund wird ihr ihr Großvater mütterlicherseits zugeteilt, den sie seit fast 10 Jahren nach einem Streit mit den Eltern nicht gesehen hat. Er hält es für wichtig, dass sie von dort wegkommt, weil es in seinen Augen zu unsicher ist. Er nimmt sie mit und bringt sie an eine Art Internat, wo nur extrem reiche und intelligente Menschen sind. Anfangs fühlt sie sich sehr unwohl. Eltern Tod, Freunde kilometerweit weg und dazu noch ein verwöhntes Mädchen im Zimmer. Doch schnell gefällt es ihr auf der Schule. Das liegt nicht nur an den ungewöhnlichen, aber interessanten Fächern, wie Gartenkunde, Latein oder Philosophie, sondern vor allen Dingen an Dante Berlin. Süß und unheimlich zu gleich, denn er redet nur mit ihr, und ist der einzige Schüler, der nicht auf dem Schulgelände wohnt. Doch damit nicht genug. Neben Dante gibt es noch andere interessante Leute, nämlich Leichen. Das Mädchen, dass vorher in ihrem Zimmer wohnte ist über Nacht auf eine andere Schule gewechselt und ihr Freund wurde mit einem Herzanfall im Wald entdeckt. Zufall? Für Renée kann das keiner sein. Sie forscht nach, und erfährt, dass es einen Fluch gibt und seit Jahren Leute am schwachen Herzen sterben. Sie beginnt zu recherchieren und stößt auf ein unglaubliches Geheimnis, dass die Schule, ihre Eltern, aber auch Dante und sie betrifft. Als dann ihre Mitbewohnerin verschwindet, weiß sie, dass es im wahrsten Sinne um Leben und Tod geht. Aber auch ihr Leben ist in Gefahr.

===Sarahs meine Meinung===
Das Buch habe ich bei einem Buchforum gewonnen und erst einmal bei mir ins Regal gestellt. Das Buch klang interessant und so habe ich mich dann doch entschieden es nun zu lesen.

Der Einstieg in das Buch ist der Autorin Yvonne Woon sehr gut gelungen. Ohne Probleme findet man sich sofort in der Situation zu recht. Durch den harten Schicksalsschlag, also den Tod der Eltern und das Herausreißen aus der Umgebung, fühlt man sich sofort mit der authentischen Protagonistin Renée verbunden. Sie ist ein typischer 16jähriger Teenager, der wild ist, seine Meinung sagt, den Mund nie halten kann und trotzdem schüchtern und träumerisch ist. Wie bei vielen Büchern ist sie eine Leseratte, sodass sich Leser noch besser mit ihr identifizieren können. Natürlich versucht man zeitgleich für sie herauszufinden, was mit ihren Eltern geschehen ist, warum sie sie mitten im Wald gefunden hat und warum ihr Großvater nur so ängstlich ist. Damit befindet man sich unmittelbar in der Geschichte und das gelingt leider nicht jedem Auto. Zumindest nicht bei einem Debüt-Roman.

Inhaltlich hat man anfangs das Gefühl, dass sich die Autorin entschlossen hat dem Vampir-Thema anzuschließen. Alle Ansätze wiesen auf Vampire hin. Oft sind solche Romane jedoch gar nicht gut. Das Problem ist, dass das Thema zu oft aufgegriffen wurde und oft einfach alles nur noch fade erscheint. Durch den Tod der Eltern und die komische Schule ist die Situation jedoch etwas anders, sodass man es gerne liest und sich nicht gelangweilt fühlt. Irgendwann kommt jedoch der Punkt, wo dann aufgeklärt wird und so viel kann ich euch verraten: es geht nicht um Vampire, sondern eine Gattung, die in meinen Augen viel zu selten aufgegriffen wird. Damit hatte mich die Autorin sofort. Einfach weil ich Horror-Filme liebe und mir eine romantische Umsetzung bis dato gefehlt hat.

So fliegen die Seiten an einem vorbei und obwohl man ahnt, worauf die Idee der Autorin hinausläuft, ist es trotzdem nicht schlimm, als sich dies bewahrheitet, denn man möchte einfach nur, dass sich die Situation auf angenehme Art und Weise auflöst. Das es sich um ein Buch ohne Happy End und einem extrem blöden Schluss handelt, brauche ich wohl nur am Rande zu erwähnen. Ich hasse Bücher, die zwar in sich abgeschlossen sind, wo man jedoch sofort weiß, es gibt eine Fortsetzung. Glücklicherweise habe ich das Buch gelesen, als der zweite Teil schon erschienen war. So werde ich mir diesen natürlich zu Weihnachten wünschen. Sofern ich es so lange aushalten kann, denn die Geschichte ist so unglaublich fesselnd umgesetzt, dass man den zweiten Teil kaum abwarten kann.

Dafür sorgt eben nicht nur die ausgefallene Geschichte, sondern auch der Stil. Yvonne Woon ist detailverliebt, aber sie übertreibt es nicht. Statt, wie manche Autoren, sich in Details zu verlieren und nebensächliche Dinge zu beschreiben konzentriert sie sich wirklich auf das Wesentliche.

Es ist eine wirklich schöne Geschichte, die ich jedem empfehlen kann. Anfangs hat man eben das Gefühl einen Roman wie die Bis(s) Reihe vor sich zu haben. Später entsteht das Gefühl, dass man sich auf Hogwarts befindet, denn so wie das erste Jahr für Renée verläuft, war es auch für Harry Potter. Wer diese Kombination, die sich natürlich nachher als was ganz anderes entpuppt, mag, sollte nicht lange zögern.

===Abschließendes Fazit===


Pro: Figuren, Stil, Beschreibungen, Grundidee
Contra: nichts wirklich gefunden
Empfehlung: 5 Sterne ja

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Kate Green - Nachtengel

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===Buchdaten===
Autor: Kate Green
Titel:  Nachtengel
Broschiert: 297 Seiten
Verlag: Goldmann Wilhelm GmbH (Februar 1997)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442095611
ISBN-13: 978-3442095612
Kosten: 0,01€
Serie: -

===Leseinformationen===
Genre: Thriller
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Frauen
Lesedauer: 2 Tage

===Autor/in===
Die Autorin ist Hochschullehrerin, hat zwei Kinder und hat erfolgreich verschiedene Gedichtbände und den Roman Mondsplitter veröffentlicht.

===Optischer Eindruck===
Ein Sonnenuntergang, das offene Meer und eine Frau in einem Boot, das passt und stimmt perfekt auf das Buch ein.

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Als Maggie erfährt, dass die Leiche der verschollenen Lora, ihrer besten Freundin gefunden wurde, macht sie sich auf den Weg zu ihren alten Freunden, um einen Gedenkgottesdienst mit ihnen abzuhalten. Dort angekommen wird sie mit ihrer Collegezeit und dem Sommer 1969/70 konfrontiert. Damals hat sie zusammen mit Lora, ihrem Bruder und einigen Freunden in einen Haus gewohnt. Sie haben gefeiert, mit Drogen experimentiert, viel Sex gehabt und sogar Magie ausprobiert. Als die ersten zwei Leute starben, nahmen sie noch eine Überdosis an. Als die dritte Person stirbt und Jesse spurlos verschwindet, packen die anderen ihre Sachen und hauen ab, denn sie glauben ein Fluch laste auf dem alten Haus. Wie es nun aussieht, hat der Fluch sie eingeholt, denn Lora hat etwas aus der Hexen-Zeit gefunden. Lora beginnt zu recherchieren und so mancher gerät in Verdacht.

===Sarahs Meinung===
Das Buch habe ich mir damals ertauscht. Auf welchen Portal weiß ich gar nicht mehr. Mich sprach der Klappentext so sehr an, dass ich es einfach lesen wollte. Da es jedoch so schön dünn war und ich mir interessante Bücher gerne aufspare, habe ich es bis jetzt aufgehoben. Allerdings hatte ich ein Buch über Voodoo angefangen, und ich hasse dieses Thema, ich geb ihm zwar immer eine Chance, aber dieses war wieder einfach nur grausam. Deswegen schnappte ich mir dieses Buch.

Tja, und wie ich schnell merkte, es dreht sich auch um Voodoo. Ich habe eben immer Glück. Da der Klappentext jedoch so vielversprechend war musste ich weiterlesen und am Ende war ich enttäuscht. Warum, dass ich will ich euch erklären.

Es fängt schon mit einem fatalen Fehler des Klappentextes an. Ich zitiere mal die Stelle: Loras Bruder beschuldigt Maggies Mann, Lora ermordet zu haben.(Zitat Klappentext). Wie aber schon recht früh deutlich wird, ist Maggies Mann vor einigen Jahren verstorben und der Bruder Rob verdächtig eigentlich Loras Ehemann, Dennis. Ein Fehler, der in meinen Augen ein No Go ist und enttäuschend ist.

Weiter geht es mit der Umsetzung. Schon der Einstieg ist eine Katastrophe, wie ich finde. Das Buch spielt in den 80er Jahren und die Vorgeschichte 69/70. Während Mann die Figuren und die Situation im Jetzt kennenlernt, werden immer kurze und nicht klar gekennzeichnete Rückenblenden eingebaut, um die Figuren besser kennenzulernen und eben auch die damalige Situation. Das Problem ist, dass die Rückblenden wirr und eben nicht deutlich sind. Die Figuren werden dadurch zwar gut und umfassend beschrieben, aber durch die Sprünge wird man aus der Geschichte gerissen. Es ist zwar schön, vieles erst zu einem gewissen Zeitpunkt zu erfahren, um eine kleine Spannung aufzubauen, aber ganz ehrlich: Dem Buch hätte es auch nicht geschadet, wenn es an einem Stück erzählt worden wäre.

Neben den Einstieg ist auch das Voodoo Thema ein Knackpunkt. Wie oben erwähnt, es ist nicht mein Thema. Ich mag es einfach nicht, aber sicherlich wird es auch hier ein Buch geben, dass mich überzeugt. Statt die Flower Power Zeit und Drogen allein auszureizen, was vollkommen ausgereicht hätte, wird zu viel auf Voodoo gesetzt. Man wohnt Ritualen bei und alle paar Seiten wird auf eine mysteriöse Shadow Box eingegangen. Für alle die es nicht wissen, es ist eine Box, wo Fotos und ein Erinnerungsstück eingefügt wird. Dieses kann mit einem Fluch belegt werden, wenn ich es richtig verstanden habe, und das sollte in dieser Geschichte der Fall sein. Obwohl später schon klar wird, dass das Buch in andere Richtungen geht, kann sich die Autorin nicht von dem Fluch und dieser Shadow Box trennen. Irgendwann kam bei mir der Punkt, wo ich schon aggressiv wurde, wenn ich beim Umblättern das Wort, welches Großgeschrieben natürlich sofort ins Auge sticht, sah. Zumal jedes Mal, wenn es erwähnt wurde, die Box, der Fluch oder der Inhalt beschrieben wurde. Irgendwann konnte man es nicht mehr hören.

Die Spannung kam nicht unbedingt zu kurz und viele Verwirrungen, Wendungen und neue Hinweise sorgten für ein Mitraten. Auf den letzten 100 Seiten, also nach 2/3 hatte ich den Fall jedoch zumindest vom Täter her gelöst. Und genau diese Spannung liebe ich eigentlich. Nur wurde sie eben von den Voodoo- und Drogenausführungen und Rückblenden immer wieder unterbrochen. Genauso haben ihr die Wechsel der Perspektive  eher geschadet. Gerade begleitet man Maggie und es passiert gerade was spannendes, und plötzlich ist man in der Vergangenheit, oder begleitet plötzlich Jesse bei einem ihrer Rituale. Das tut der Spannung nicht gut.

Trotzdem ist das Buch nett zu lesen. Was eben an der Grundidee liegt und an dem recht illustrativen Stil. Aber das Thema hätte in meinen Augen besser umgesetzt werden können. Zumal ich zum Ende hin sogar, sobald das Wort Shadow Box erschien, die Passage übersprungen habe. Bei einem guten Buch macht man das nicht.

===Abschließendes Fazit===  


Pro: Idee, Figuren, Spannung, Schluss
Contra: Wiederholungen, Rückblenden, Voodoo
Empfehlung: 2 Sterne nein

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Bettina Szrama - Das Mirakel von Köln

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===Buchdaten===
Autor: Bettina Szrama
Titel: Das Mirakel von Köln
Broschiert: 285 Seiten
Verlag: Emons (30. Oktober 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3954510294
ISBN-13: 978-3954510290
Kosten: 11,90€

===Leseinformationen===
Genre: Historischer Roman
Niveau: anspruchsvoll
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 7 Tage

===Autor/in===
Bettina Szrama wurde 1952 in Meißen geboren. Sie studierte Literaturwissenschaften in Hamburg und war danach als Journalistin tätig. Seit 1994 widmet sie sich neben diversen Regionalzeitung auch dem schriftstellerischen Bereich. 

===Optischer Eindruck===
Das gezeichnete Cover auf dem eine Frau an einem Pfahl hängt, ist beeindruckend und macht Lust auf mehr.

===Zitierter Klappentext===
Köln, 1625: Der erzbischöfliche Generalvikar rettet die fallsüchtige junge Christina vor einer Steinigung durch den Pöbel und bringt sie ins Kloster Santa Klara. Doch anstatt Sicherheit zu erfahren, wird Christina Zeugin von Teufelsaustreibungen, sittlichem Verfall und unaussprechlichen Verbrechen. Ihr gelingt die Flucht, doch sie gerät in ein Ränkespiel der Mächtigen, in dem sie alles verliert außer ihrem Leben. Sie beschließt, sich zu rächen indem sie sich selbst der Hexerei anklagt. Unter der Folter bezichtigt sie alle Hochgestellten Kölns, die ihr jemals begegneten. Und die Stadt beginnt vor ihr zu zittern (Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===
http://www.autorin-bettinas-schatzkiste.de/Santa%20Klara.html

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Köln im Jahre 1625: Christina Plum leidet an Fallsucht und wird aus diesem Grund für eine Hexe gehalten. Sie flieht vor einem großen Mob und wird überraschend vom Generalvikar Fresenius gerettet. Er bringt sie in ein Kloster mit dem Namen St. Klara. Was anfangs als Rettung und Glück erscheint, wird für Christian bald zum größten Horror. Im Kloster ist es noch schlimmer als auf den Straßen von Köln. Teufelsaustreibungen, Wolllust, Kindesmord und andere sittliche Verbrechen finden hier regelmäßig statt. Christina kommt mit dieser Situation nicht klar, auch wenn sie sicher ist und sogar gefördert wird. Sie beschließt, dass sie fliehen muss und gerät zwischen die Fronten der Mächtigen. Christina verliert alles und wird von nun an von einem Rachegefühl getrieben. Kurzer Hand will sie sich rächen, indem sie sich selbst als Hexe anklagt und alle mit ins Verderben zieht.

===Sarahs Meinung===
Ein historischer Roman kann etwas ganz besonderes sein. Der Leser wird in eine fremde, längst vergangene Welt entführt und bekommt Einblicke, wie es damals war zu leben. Einige dieser Romane sind sogar historische Belege für wahre Begebenheiten, die mehr oder weniger in Vergessenheit geraten sind. Doch leider ist es nicht immer gewährleistet, dass eine gute Idee überzeugen kann. Eine schlechte Recherche, trockene Ideen, ein altbackener Stil oder langatmige Passagen zerstören oft den guten Ansatz. Bei Bettina Szrama weiß ich durch den Roman „Die Hure und der Meisterdieb“, dass sie nicht nur einen brillanten, fesselnden Stil besitzt, sondern man mit jeder Zeile die langwierige Recherche spürt. Neugierig, wie sie ihren neuesten Roman umgesetzt hat, habe ich mich ans Lesen gemacht.

Wie schon beim „Hexer vom Lemgo“ geht es auch in diesem Roman um das Thema Hexenverfolgung. Auch hier setzt die Autorin aus eine Mischung aus Fiktion und Tatsachen. Besonders die Tatsachen wurden ausführlich recherchiert, sodass alles überprüft werden kann, ohne das man auch nur einen Fehler findet. So können Interessierte das Kloster sogar besuchen oder Fotos auf der Autorenseite zum Kloster begutachten. Eine solche Hingabe bei der Recherche würde ich mir bei einigen anderen Autoren auch wünschen. Mit so interessanten Fakten kann ein Stück deutsches Geschichte kennengelernt werden. Selbst abseits der Fakten merkt man das Herzblut und den Schweiß, den die Autorin hier eingebaut hat. Figuren, Orte, Emotionen und Handlungen wurden authentisch in die Zeit eingefügt. Es entsteht ein lebendiges Bild einer Zeit, die niemand von uns wirklich erlebt hat. Besonders mit Christina ist ihr wieder eine eindrucksvolle, starke Persönlichkeit gelungen, die bis ins kleinste Detail stimmig ist. Sich in sie hineinzuversetzen, ist genauso einfach, wie ein klares Bild des damaligen Kölns zu bekommen. Kopfkino ist bei diesem Stil ein Selbstläufer.

Dabei darf man keineswegs von trivialer Kost ausgehen. Das Buch ist komplex, anspruchsvoll und besonders am Anfang mit vielen neuen und unbekannten Personen eine leichte Herausforderung. Mit der Zeit fällt es jedoch leichter sich die Namen zu merken und den Figuren zu zuordnen.
Neben diesen ersten Problemen kommen gerade am Anfang viele Fragen auf, die zwar alle im Verlauf des Buches geklärt werden, aber ich muss sagen, dass ich mich anfänglich leicht erschlagen fühlte. Genau dadurch ist man jedoch gefesselt und dank einer konsequenten Spannung, die auch schon auf den ersten Seiten entsteht, nimmt man es gerne in Kauf.

Obwohl ich den Roman anspruchsvoll fand, kann ich euch beruhigen. Die Sprache ist modern, einfach und lässt sich daher sehr gut lesen. Die Autorin hat mir erlaubt einen Auszug als Leseprobe anzubieten.

Der Generalvikar hatte sich erhoben und trat hinter sie. Plötzlich hielt Christina sich vor Schreck die Hand vor den Mund. In dem Leichnam, der vom Galgen schaukelte, hatte sie Leonardo erkannt. Der Generalvikar legte ihr einen Umhang um die zitternden Schultern, den sie erschauernd fester um sich zog. »Warum ist er so schwarz im Gesicht?«, fragte sie tonlos.

»Weil er hängt«, antwortete Bernard ungerührt in ihren Rücken. »Gestern war sein Gesicht noch rosig und voller Leben.« (ZITAT: Quelle http://www.autorin-bettinas-schatzkiste.de/Santa%20Klara.html)

Ich denke mal, mit ihr wird deutlich, dass die Sprache absolut zeitgemäß ist.

Alles in allem ist Bettina Szrama wieder ein brillanter historischer Roman gelungen. Es ist eine schöne Geschichte, und auch wenn hier das meiste fiktiv ist, ist es trotzdem ein guter Beleg für die damalige Zeit. Aus diesem Grund kann ich das Buch jedem empfehlen, der historische Romane mag.

===Abschließendes Fazit===


Pro: Stil, Figuren, Handlung
Contra: Einstieg
Empfehlung: 4 Ja


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Kate Cann - Poppy braucht dich

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===Buchdaten===
Autor: Kate Cann
Titel: Poppy braucht dich
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: cbt (März 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570304299
ISBN-13: 978-3570304297
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Originaltitel: Leaving Poppy
Kosten:
Serie: -

===Leseinformationen===
Genre: Jugendthriller mit Fantasy
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Jugendliche ab 12
Lesedauer: 2 Tage

===Autor/in===
Kate Cann, 1954 in London geboren, arbeitete als Lektorin, bevor sie sich selbst dem Schreiben zuwandte. Sie ist verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter im Teenageralter (Quelle: Amazon.de)

===Optischer Eindruck===
Ich hab das Cover gesehen und musste es haben. Das Mädchen sah so lieb und böse zeitgleich aus, sodass es mich neugierig machte.

===Zitierter Klappentext===
Seit Amber denken kann, machen ihr Mutter und Schwester Poppy das Leben zur Hölle. Als sie das neurotische Verhalten der beiden nicht mehr aushält, zieht sie in eine WG nach Cornwall. In einem Strandrestaurant findet Amber einen Job und verliebt sich in ihren Kollegen Marty. Alles scheint in bester Ordnung, wären da nachts nicht die seltsamen Geräusche in dem düsteren Haus, die ihr Angst einjagen. Dann taucht Poppy wieder auf. Honigsüß wickelt sie sämtliche WG-Bewohner um ihren Finger. Keiner ahnt, wie besessen sie wirklich von Amber ist … (Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===
http://www.amazon.de/Poppy-braucht-dich-Kate-Cann/dp/product-description/3570304299/ref=dp_proddesc_0?ie=UTF8&n=299956&s=books

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Amber ist mit der Schule fertig. Sie freut sich auf einen traumhaften Urlaub, als ihre jüngere Schwester wieder einen Anfall bekommt. Amber bleibt logischerweise zu Hause, und unterstützt ihre Mutter. Mal wieder, denn so lange Amber zurückdenken kann, muss sie sich immer um ihre hysterische, labile Schwester kümmern. Doch diesmal ist das Maß voll. Amber entwickelt einen Plan und nimmt in Internet Kontakt mit verschiedenen WGs auf, und am Ende zieht sie es durch. Sie nimmt ein Jahr Auszeit bei der Uni, packt ihre Sachen für einen angeblichen Urlaub bei einer Freundin und zieht einfach in die weit entfernte WG. Dort angekommen fühlt sie sich eigentlich richtig wohl. Mit jedem Tag taut sie mehr auf, und da sie auch noch einen tollen Job als Köchin gefunden, fehlt zu ihrem Glück nur noch, das Marty, der Junge Koch mit dem sie arbeitet, sich noch für sie interessiert. Jedoch rückt auch für sie der Tag näher, dass sie ihrer Mutter die Wahrheit sagen muss, denn Ferien dauern nicht ewig. Zeitgleich passieren im Haus komische Sachen, die Amber schlechter schlafen lassen. Zu allem Überfluss wird sie auch noch krank, und muss ins Krankenhaus. Damit geht dann alles schief. Ihre Mutter und Poppy kommen sie pflegen, und Poppy bleibt am Ende bei ihr. Doch statt sich zu benehmen, ist sie faul, merkwürdig und flirtet mit jedem Mann herum. Die Mitbewohner bekommen es langsam mit der Angst zu tun, und auch Amber merkt, dass ihre Schwester Hilfe braucht. Sie nimmt ihren Mut zusammen und ruft Poppys Vater an, und dieser erzählt ihr Dinge, die sie nie wusste, oder verdrängt hat. Nun ist klar, Hilfe ist nötiger als gedacht. Mit Marty und den Mitbewohnern heckt sie einen Plan aus, einen Plan, der für alle gefährlich werden kann.

===Sarahs meine Meinung===
Ich habe das Buch bei Tauschticket entdeckt, und da es sich damals um die letzten kostenlosen Tauschtickets handelte, musste ich einfach dieses Buch ertauschen. Seitdem steht das Buch bei mir im Schrank, und wartete darauf gelesen zu werden – bis jetzt. Nach einigen Jugendbüchern hatte ich Lust auf mehr. Schließlich sind diese leichter zu lesen, und so reichte mir mein Mann dies Buch als nächstes. Mit 29 gehöre ich zwar nicht mehr zur Zielgruppe, aber das soll ja nicht weiter stören.

Poppy braucht dich“ ist ein besonderes Buch, dass sich so leicht nicht in ein bestimmtes Genre einteilen lässt. Es ist eine Mischung aus Thriller und Liebesroman. Angehaucht mit etwas Mystischem. Durch den Klappentext ist der Einstieg in das Buch sehr gut gewährleistet, da man schon einiges erfährt. Während Amber als äußerlich starke, innerlich einsames Mädchen dargestellt wird, ist ihre Halbschwester Poppy wild, egoistisch und labil. Zwei extreme, die wie Tag und Nacht zwei Seiten widerspiegeln und Sympathien automatisch verteilen. Es macht Spaß die Veränderung seitens Amber live zu erleben, und zeigt, dass das Umfeld einen schon stark beeinflusst. Ein interessanter Ansatz, der besonders in Schulen viel Potential für Diskussionen bietet.

Alles in allem ist der Anfang sehr gelungen. Die Hintergründe für die Flucht sind in wenigen Worten beschrieben, diese jedoch so authentisch, dass man es sofort versteht. Dementsprechend kommt auch keine Langeweile auf, denn man möchte ja wissen, warum Polly dann doch zu Amber kommt, denn das hat der Klappentext ja schon verraten. Die Seiten fliegen an einem vorbei, und man kann nur sagen, es macht Spaß den modernen, jugendlichen und illustrativen Beschreibungen zu folgen. Jugendliche Probleme, die jeden mehr oder weniger erwarten, wenn sie versuchen auf eigenen Beinen zu stehen. Spannend, witzig und das in Kombination mit der ersten Liebe, lässt sich einfach nur gut lesen. Doch dann kommt dieser mystische Ansatz, der mich leider bei den meisten realistischen Umsetzungen so sehr stört. Auch ohne den Geist einer Verstorbenen hätte das Buch spannend genug werden können. In meinen Augen wird der Brisanz sogar etwas genommen, weil es unglaubwürdiger erscheint.

Ihr fragt euch nun sicherlich: Welche Brisanz? Ganz einfach, die Hintergründe für Poppys und Ambers Verhalten / Situation sind schon etwas tiefgründiger. Kate Cann versucht damit den Missbrauch an Kindern auf eine ganz andere Art und Weise zu verdeutlichen. Überängstliche und fürsorgliche Eltern können ihre Kinder genauso missbrauchen, indem sie über bestimmte Anzeichen hinwegsehen. Manchmal muss man den Kindern und sich selbst wehtun, indem man sie weggibt und Hilfe holt, um die Kinder so zu schützen. In diesem Fall geht es um eine Mutter, die ein offensichtlich gestörtes Kind durch ihre innige Liebe noch kränker macht, aus Angst Hilfe zu holen. Es ist eine Art von Missbrauch, die man so gar nicht wahrnehmen würde, wenn man es nicht erwähnen würde. Aus diesem Grund finde ich es schade, dass diesem wichtigen Thema etwas genommen wird.

Damit möchte ich nicht sagen, dass der Teil rund um die alte Dame deplatziert oder nicht spannend ist. Als Leser möchte man schon wissen, warum sie herumspukt. Das Problem ist jedoch, dass die Hintergründe darüber nicht ganz aufgeklärt werden. Es werden Vermutungen angestellt, aber hier fehlt ein Augenzeuge, der sagt, warum die Frau sich so hartnäckig dort festgesetzt hat. Ein tragisches Schicksal, dass man bei der bösen Frau nicht vermutet hätte, oder brisante Hinweise, die ihre Taten erklärt hätten. Außer einigen Bildern, Vermutungen und versteckten Voodoo-Sachen bleibt alles sehr verschwommen. Zumindest empfinde ich dies so.

Alles in allem ist es ein schönes Buch, dass zumindest mich am Schluss sehr gefesselt hat. Jede Minute die ich es aus der Hand legen musste, war eine Zerreißprobe für die Nerven. Der Schluss ist selbst sehr gut und logisch gelungen. Wie es ausgeht, müsst ihr aber selbst lesen. Ich will euch schließlich nicht verraten, ob der Geist verjagt wurde, was aus Poppy, Amber und den anderen geworden ist. Ich kann nur sagen, es lohnt sich und ist auch was fürs Herz – Traurig, aber schön.

===Abschließendes Fazit===
Psychothriller, der mit seiner düsteren Art und fantastischen Charakteren brilliert.

Pro: Figuren, Story, Missbrauchs-Thema
Contra: Mystischer Anteil
Empfehlung: Ja, 5 Sterne



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Richard Castle - Heat Wave

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===Buchdaten===
Autor: Richard Castle
Titel: Heat Wave
Broschiert: 285 Seiten
Verlag: Cross Cult; Auflage: 1., Aufl. (März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3864250072
ISBN-13: 978-3864250071
Kosten: 11,80€
Serie: Nikki Heat

===Leseinformationen===
Genre: Krimi
Niveau: leicht
Leserschaft: Jedermann
Lesedauer: 2Tage

===Autor/in===
Richard Castle ist der Autor diverser Bestseller, darunter die viel gepriesene Derrick-Storm-Serie. Sein erster Roman „Im Kugelhagel“, der bereits veröffentlicht wurde, während Castle noch auf dem College war, wurde mit dem angesehenen Tom-Straw-Preis für Kriminalliteratur der Nom-DePlume-Gesellschaft ausgezeichnet. Castle lebt zurzeit zusammen mit seiner Tochter und seiner Mutter, die ihm ein steter Quell der Freude und Inspiration sind, in Manhattan. (Quelle: Buch)

===Optischer Eindruck===
Die Silhouette einer Frau in dessen Hintergrund eine Großstadt zu sehen ist, passt perfekt. Es gefällt mir sehr gut.

===Zitierter Klappentext===
Tough, sexy, professionell: Nikki Heat, Leiterin einer der besten Mordkommissionen New Yorks, ist eine Verfechterin der Gerechtigkeit. Eine unerwartete Herausforderung begegnet ihr, als der Star-Journalist Jameson Rook sie bei ihren Ermittlungen begleiten soll, der einen Artikel über New Yorks Beste schreibt. Der Pulitzer-Preisträger Rook ist genauso anstrengend wie gutaussehend. Seine schlechten Witze und seine ständigen Einmischungen sind nicht ihr einziges Problem. Während sie daran arbeitet, den Mord an einem Immobilienmakler mit Mafia-Verstrickungen aufzuklären, muss sie sich auch dem Funken stellen, der zwischen ihnen überspringt, genannt Leidenschaft. (Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Nikki Heat ist Polizistin beim New Yorker Polizei Department. Sie leitet eine der besten Mordkommissionen und ist natürlich nicht begeistert als ihr der Star-Journalist Jameson Rook an die Seite gestellt wird. Er ist mit allen per Du und als er für einen Artikel recherchieren möchte, ist es klar, dass er die Polizei begleiten darf. Der aktuelle Fall betrifft den Immobilienmakler Matthew Starr. Er wird aus dem Fenster geworfen und ist sofort Tod. Wie sich herausstellt, ist er pleite gewesen, womit so manche Leute Motive hatten. Nikki Heat beginnt zu ermitteln. Seine Frau hat ihn mit zig Männern betrogen und Kredithaie waren hinter ihm her. Doch jede Ermittlung verläuft in einer Sackgasse, denn jeder hat ein Alibi. Doch dann überschlagen sich die Dinge. Nikki wird von einem Verdächtigen überfallen, eine Frauenleiche, die vorher bei Matthew Starr den Wert der Bilder schätzen sollte, wird ermordet, die Bilder werden während eines Stromausfalls gestohlen und ihr Peiniger ebenfalls ermordet. Viele Leichen, die Heat jedoch in die richtige Richtung leiten.

===Sarahs Meinung===
Richard Castle ist ein fiktiver Autor, der in der TV-Serie „Castle“ die Ermittlerin Kate Beckett begleitet. Als passenden TV-Gag haben sich die Macher einen Ghostwriter genommen und alle fiktiven Romane von Richard Castle in die Realität umgesetzt. Für Fans der Serie ist es natürlich nur klar, dass man sich das Buch kauft. So hat mein Mann nicht lange gefackelt, nachdem ich ihm die Serie auf DVD geschenkt habe, sich die Bücher zu kaufen. Da er noch ein anderes Buch angefangen hatte, habe ich es sofort gelesen.

Der Einstieg in das Buch ist auch für Serien-Fremde kein Problem. So erkennt man zwar sofort die Anspielungen auf Serien-Charaktere, aber auch ohne diese Parallelen kommt man auf seine Kosten. Während Nikki immer freche Sprüche auf den Lippen hat und eine knallharte Ermittlerin ist, erkennt man Rook an seinen lockeren Sprüchen, seinem zweideutigen Humor und seinem speziellen Charme. Auch wenn es mit der Serie nicht viel zu tun hat, entwickelt man das Gefühl diese zu schauen und nicht Nikki Heat zu begleiten, sondern Kate Beckett. Es sind schöne Figuren, die sofort sympathisch, logisch und lebendig sind. Sie sind somit das Beste am Buch.

Die Story war mir aus der Serie bekannt. Vieles wurde einfach dort angesprochen. Vieles wird vorgelesen und in einem Fall wird sogar alles wesentliche angesprochen, bis auf den Schluss. Dadurch hat man das Gefühl das Buch schon zu kennen. Das ist jedoch nicht negativ, da es genügend Überraschungen und Wendungen gibt, die nicht erwähnt wurden, und zudem ist die Auflösung nicht bekannt, sodass ich immer mitraten konnte. Schon die Thematik eines Immobilienmaklers, der pleite ist, bietet genügend Möglichkeiten, sodass es nicht langweilig wird. Spannungstechnisch merkt man sofort, dass dies locker mit der Serie mithalten kann. Sie ist kontinuierlich von der ersten Seite präsent und wird nur durch witzige Sprüche und Wendungen aufgelockert. Unterhaltung pur. Zudem lässt sich das Buch unglaublich gut lesen. Der Stil ist locker, flockig und sehr illustrativ. Lediglich in einem Punkt konnte mich der Stil nicht überzeugen, und das ist in der Sex-Szene, die zwischen Heat und Rook spielt. In der Serie angekündigt, ist sie einer der Unterschiede zu ihr, denn Castle und Beckett kommen sich nicht so nahe. Vielleicht liegt es daran, aber ich persönlich empfinde sie einfach nur kitschig. Die Lobeshymnen konnte ich nicht nachvollziehen. Ich hatte das Gefühl, als wenn ich einen dieser tollen Liebesromane lese, die ich sonst eher meide. Geschwollene, übertriebene Beschreibungen, die einfach nur grausam sind. Damit ihr es versteht, versuche ich es mal mit einem Zitat.
Sie stürzten sich aufeinander, pressten ihre Münder zusammen, kamen an eine Grenze, die sie herausforderte, überquerten sie. Sie schmeckten sich,berührten mit einem wilden, heftigen Verlangen, das von Verwunderung und Begierde angetrieben wurde. (Zitat S. 153)
Im Vergleich zu anderen Beschreibungen ist es einfach anders und übertrieben. Es mag vielleicht daran liegen, dass die Ghostwriter wenig Erfahrung in diesem Punkt haben, aber mir gefiel es überhaupt nicht. Das muss aber jeder selbst beurteilen.

Dazu kommt ein weiterer Punkt, der mich von Anfang an störte. Es mag hier vielleicht an der Übersetzung liegen, oder aber an der Tatsache, dass der unbekannte Ghostwriter sonst eher Drehbücher schreibt. Das Problem ist, dass Sachen ermittelt werden und ohne erklärende Worte oder einen Hinweis ist es gegeben. Hier wieder ein kleines Beispiel....

Der Portier sagt, unser Opfer wohnte in diesem Gebäude. Im sechsten Stock.“ Nikki hörte, wie sich Rook hinter ihr räusperte, drehte sich aber nicht zu ihm um. Entweder erging er sich gerade in hämischer Freude darüber, dass er mit seiner Vermutung richtig gelegen hatte, oder er signierte die Brust seines Groupies. Sie wollte weder das eine noch das andere sehen müssen. Eine Stunde später befand sich Detective Heat in der andächtig stillen Wohnung des Opfers.“ (Zitat S. 10)

Wie ihr seht fällt hier nie der Name des Opfers. Vorher wurde erwähnt, dass er keinen Ausweis, keine Brieftasche oder ähnliches hatte. Jeder Autor würde hier bei dem Hinweis, dass der Portier den Toten identifiziert hat, auch den Namen fallen lassen. Das ist nicht der Fall. Erst durch Zufall in der Wohnung fällt der Name. Dies passiert an vielen Stellen. Ein Indiz wird entdeckt und statt es dem Leser zu erklären, wird später darauf eingegangen. Ein Aspekt, der sehr an ein Drehbuch erinnert. Es ist ja nicht schlecht, weil so nichts wiederholt wird und man trotzdem alles erfährt, aber in einem Buch sollte man doch öfters solche Punkte einmal kurz nennen. Zum Beispiel werden Fasern einem Verdächtigen zugeordnet, ein Fingerabdruck gefunden und es wird gesagt: Wir wissen wem er gehört. Statt auch wie oben den Schuldigen zu nennen, gibt es nur ein Kommentar seitens Rook und Heat lässt es sacken. Im nächsten Satz wird darauf hingewiesen, dass beides dem gleichen Verdächtigen zugeordnet wurde. Man erfährt es und für eine Serie sicherlich gut, da man an den Gesichtsausdrücken und Reaktionen der Schauspieler sehen kann, was gemeint ist. Es ist sicherlich kein negativer Aspekt, aber man merkt es trotzdem immer wieder beim Lesen. Und leider kommt es oft vor, dass man denkt: Wann habe ich das denn erfahren, wo stand das denn, um zu merken, dass es wieder nicht eingeführt wurde.

Abgesehen von diesen beiden Sachen, ist das Buch wirklich sehr schön. Spannend, nicht vorhersehbar, und was die Figuren betrifft: Sie gehören zu den Besten. Hier könnten sich so manche Krimi-Autoren eine Scheibe abschneiden, denn oftmals sind Ermittler trocken, langweilig und nicht so cool und witzig.

Ich freue mich schon auf den nächsten Band und kann euch diesen nur empfehlen. Wer die Serie mag, sollte eh zuschlagen, und wer gute Krimis mag, sollte auch nicht lange zögern.

===Abschließendes Fazit===


Pro: Stil, Figuren, Story, Spannung
Contra: Einbau mancher Fakten, Sexszene
Empfehlung: 5 Sterne JAAAAA

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