Adele Comandini: Gesegnete Hände

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WORUM GEHTS 

Biographie einer Ärztin im Norden der USA, die sich selbstaufopfernd für das Wohl der Gemeinschaft und jedes Einzelnen einsetzt, die nie ihre Pflicht vergisst und noch weit über diese hinaus ihr Werk tut.

SARAHS MEINUNG 

Kate studierte mit Eifer. Sie war langsam, gründlich und gewissenhaft und keine glänzende Schülerin. (Zitat S. 41)

Dieses Zitat stammt aus dem Buch „Gesegnete Hände“, welches mir von einer lieben Bekannten geschenkt wurde. Es handelt sich um die Biographie der berühmten Dr. Kate, die viel Gutes in Amerika bewirkt hat. Inhaltlich ist das Buch wie viele Biographien sein sollten. Es beginnt mit der Kindheit und beinhaltet weitere wichtige Lebensabschnitte, wie zum Beispiel Einführung in die Gesellschaft, ihr Studium und ihre Erfolge als Ärztin.

Eigentlich mag ich solche Biographien sehr gerne. Hier ist jeder der Stil so störend, dass ich echt mit dem Buch zu kämpfen hatte. Jetzt werdet ihr euch sicherlich fragen, was an dem Stil so schlimm ist, das Zitat ist doch angenehm. Genau darin liegt das Problem. Banal, überdetailliert und blass. Zudem hatte ich eher das Gefühl eine fiktive Geschichte zu lesen als eine gute Biographie. Hätte ich nicht gewusst, dass es sich hier um eine Biographie handelt, ich hätte es nie geglaubt. Man erfährt noch nich einmal das Datum, an dem die Protagonistin geboren wurde, und das finde ich persönlich für eine Biographie doch sehr wichtig.

Auch sonst bleibt mir die Figur Kate eher fremd. Trotz zahlreicher Adjektive wird sie nicht wirklich in Szene gesetzt, wodurch sie für mich blass bleibt. Man könnte schon sagen, dass die Autorin den unwichtigsten Details mehr Aufmerksamkeit schenkt, als den wirklich wichtigen.

Gerade bei einer Biographie möchte ich mehr über diese Frau erfahren, ihre Handlungen verstehen und erleben, was sie erlebt hat. Letzteres, zumindest bestimmte Abschnitte, darf der Leser tatsächlich erleben, aber in meinen Augen wird auch dies durch den blassen Stil eher schlecht dargestellt. Ich für meinen Teil konnte nicht nachvollziehen was an dieser Frau so Besonders gewesen ist. Und genau das sollte doch in einer Biographie der Fall sein.

Weder spannend, noch attraktiv gestaltet, wodurch ich echt froh war, als das Buch beendet war. Dementsprechend kann ich euch auch nicht mehr über dieses Buch erzählen. Von mir gibt’s einen Stern

===Buchdaten===
Autor: Adele Comandini
Titel: Gesegnete Hände
Verlag: Diana Verlag
Erschienen: 1980
ASIN: B0025WIXLE
Seiten: 287
Kosten: 1€

===Leseinformationen===
Genre: Biographie
Niveau: leicht
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 3 Tage



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Elisabeth Dreisbach: Heilige Schranken

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WORUM GEHTS 

Copyright Sarahs Bücherwelt
Martina, 30 und unverheiratet, soll ihrem verwitwerten Bruder und dessen Kindern unter die Arme greifen. Ungern verlässt sie ihr Kinderheim, wo sie so viel gutes tun konnte. Auf dem Weg zu ihrem Bruder lernt sie den neuen Schulleiter kennen und verliebt sich auf den ersten Blick in diesen charmanten Mann. Doch obwohl er unglücklich ist, und auch Gefühel für sie entwickelt, könnte er seiner Frau nie untreu werden, sodass Martina lediglich die Rolle der treuen, guten Familienfreundin übernimmt. Bei ihrem Bruder läuft es ebenfalls auf das hinaus. Sie übernimmt die Rolle der Ersatzmutter an, und kümmert sich um ihre lieben Schutzbefohlenen. Auch sonst hilft sie jedem, der ihrer Hilfe bedarf, und stellt ihre eigenen Bedürfnisse zurück. Doch dann überschlagen sich die Dinge, denn ihr mittlerer Neffe erliegt den weltlichen Genüssen und baut einen Fehler nach dem anderen.

SARAHS MEINUNG 

… „immer betrunken nach Haus. Und er ist schon so wütend auf Lissy, weil es ihr passiert ist. Er sagt, wenn es ein Negerkind sei, schlägt er es tot. Weil Lissy doch eine zeitlang einen Neger zum Freund gehabt hat.“ (Zitat S. 93)



Obwohl Elisabeth Dreisbach für ihre religiösen und familiären Romane bekannt ist, wei0 sie auch zu schickieren, wie das Zitat belegt. Aus diesen Grund finde ich einige ihrer alten Werke noch immer interessant, da es kaum eine aktuelle Lektüre gibt, die so umgesetzt ist.



In „Heilige Schranken“ begleitet der Leser die 30jährige Martina, die sich als unverheiratete Frau, um ihren verwitwerten Bruder kümmert. Resolut, tief gläubig, kinderlieb und trotz ihrer liebenswerten Art und Weise einsam, denn ein Mann an ihrer Seite fehlt ihr. Genauso interessant und stark wie Martina beschrieben wird, so sind auch die anderen Charaktere. Unterschiedlich, aus den Leben gegriffen und einfach schillernd. Für Martina sind diese Menschen jedoch alle schwarz-weiß gehalten, gut oder böse. Etwas dazwischen gibt es nicht. Das liegt daran, dass die Autorin sie auf Ehebrecher, uneheliche Kinder, unerwiderte Liebe und vieles andere negative stoßen lässt. Für eine fromme Frau nicht das, was das Leben farbenfroh macht. Kein Wunder, dass diese Frau nur ihre Lebensaufgabe im Helfen finden konnte.



Wer nun denkt, dass die Themen etwas veraltet sind, keine Sorge, denn auch jetzt gibt es noch junge Mädchen, die ungewollt schwanger werden, cholerische Väter, Ehebrecher und auch die Liebe zu jemand verbotenen ist gar nicht so veraltet. Auf der anderen Seite sind wieder Punkte vertreten, die älter sind, und sicherlich nicht so gut ankommen. Zum Beispiel wird hier wortwörtlich auf ein Neger-Kind gezeigt, und wer heute allein schon Neger sagt, muss mit Ärger rechnen.



Man merkt deutlich, dass dieses Buch nach dem ersten oder vielleicht auch zweiten Weltkrieg spielt, denn ein vergangener Krieg wird erwähnt, und zudem passt diese Handlung perfekt in diese Zeit.

Copyright Sarahs Bücherwelt


Durch den gewohnt bildhaften Stil, der teilweise sachlich, heimatlich und regt auf diese Art und Weise zum Nachdenken an. Ihre typische Handschrift wird dem Leser binnen weniger Seiten vertraut erscheinen und in all ihren Werken erneut begegnen.



Für zwischendurch ganz angenehm zu lesen, aber um mehrere Werke hintereinander zu lesen, bedarf es der Überwindung des inneren Schweinehundes. Nachdem ich persönlich schon zwei andere Werke aus ihrer Feder gelesen habe, war ich an diesem Punkt sehr erschöpft. Es wiederholt sich vieles und die Themen sind sich irgendwo sehr ähnlich. Dadurch verliert man immer wieder das Interesse und für mich entstand eine ungewöhnlich lange Lesezeit. Zumal in diesem Buch extrem viel Religion durch den Bruder, der Pfarrer ist, vorkommt.



Nach diesem Buch, bin ich froh, dass ich glücklichweise nur noch ein Buch aus ihrer Feder im Schrank stehen habe. Heilige Schranken war interessant, aber einfach zu ähnlich mit anderen früheren Werken von ihr. Daher gibt’s auch nur zwei Sterne.

===Buchdaten===

Autor: Elisabeth Dreisbach

Titel: Heilige Schranken

Verlag: Christliches Verlagshaus

Erschienen: 1963

ASIN: B0000BHJ7O

Seiten: 271

Kosten: 1€



===Leseinformationen===

Genre: Religiöser Heimatroman

Niveau: durchschnittlich

Leserschaft: Frauen

Lesedauer: 6 Tage

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Statistik April 2012

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Gelesene Bücher 16



Davon



 7Rezensions-Exemplare
1 Buchgeschenk
8 Sub



Rezensiert wurden 16


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ALT-SUB wurde von 192 auf 184 Bücher reduziert.


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Gelesen habe ich insgesamt 3587 Seiten


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Sarahs Geheimtipp ist diesmal Vergissdeinnicht geworden.


Grund dafür ist einfach der schöne Stil, die Umsetzung und der Inhalt.


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Leser sind auf 93 gestiegen
Facebook hat 27 Fans geschafft.


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Mein Blog Tipp des Monats:  http://produkttestwelt.blogspot.de/




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Weitere Neuigkeiten im MÄRZ



# neuen Blog gestartet
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SIEGER GEWINNSPIEL MÄRZ




Teilnehmer waren:


Gruby, Luckyhund, Iris D., Francceska


Ausgelost wurde via Zettel, den diesmal mein Zweg (8  Monate gezogen hat)


SIEGER: IRIS D.


Gratuliere Iris ganz herzlich!!! Ich wünsche dir viel Spaß, und den anderen beim nächsten Mal viel Glück.
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Minette Walters: Im Eishaus

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WORUM GEHTS 

Phoebe, Anne und Diana, wohnen zusammen auf Streech Grange, einem Landsitz, als sie eines Tages die Vergangenheit wieder einholt. Eine Leiche wird im Eishaus entdeckt, und auch nach zehn Jahren geht der ermittelnde Kommissar davon aus, dass es sich hierbei um David, den verschwundenen Mann von Phoebe, handelt. Damals konnte er ihr nichts beweisen, aber der Leichenfund bestätigt seine damaligen Vermutungen, dass David nicht einfach spurlos verschwunden ist. Nur ist die Leiche aus dem Eishaus bis zur Unkenntlichkeit zusammengefallen. Kein Blut, keine Kleidung, ein Gebiss, zwei fehlende, aber falsche Finger. Walsh beginnt mit seinen Ermittlungen und stößt mit seinem Kollegen auf die unterschiedlichsten Motive. Doch trotz der Obduktion, die beweist, dass es sich nicht um David handelt, weigert sich Walsh dies zu akzeptieren. Langsam bekommt McLoughlin Zweifel und ermittelt auf eigene Faust.

SARAHS MEINUNG 

»Schaut doch mal, Fred Phillips rennt!« Anne Cattrells Bemerkung platzte in die Stille des Augustnachmittags wie der Furz in die Teegesellschaft der Pastorsgattin. (Zitat S. 7)

Dies sind die ersten Zeilen aus dem Krimi und zeigen den unkonventionellen manchmal umgangssprachlichen Ton der Autorin. „Im Eishaus“ ist ein Krimi, den ich mir vor zwei Jahren auf Grund des Klappentextes und der positiven Rezensionen ertauscht habe. Nach 20 Seiten wanderte das Buch zum ersten Mal zurück ins Regal, und wartete doch ganze zwei Jahre, bevor ich es jetzt doch gelesen habe. Diesmal begann ich zu lesen, und zwei Fragen fesselten mich sofort. „Was passierte vor zehn Jahren mit David“ und „Wer ist die Leiche im Eishaus“. Diese Fragen sind das Rätsel und sorgen für die Spannung des Buches.

Auch beim zweiten Versuch ist es lediglich der Plot und diese zwei Fragen, die mich zum Lesen animiert haben. Die Protagonisten sind mir sofort wieder negativ aufgefallen. Die drei Frauen mit ihrem emanzipierten Gehabe, der Show und den vielen Geheimnissen sind absolut oberflächlich gehalten, blass und einfach nur nervtötend. Nicht mal die Polizisten konnten mich überzeugen. Sexistisch, notgeil und blind versuchen sie den Fall zu lösen. Neben diesen Hauptfiguren kommen noch zahlreiche, unterschiedliche Statisten vor, die so gut wie jede Charakter-Eigenschaft abdecken. Sie sind mir teilweise etwas sympathischer, allerdings sind sie auch nur für Nebenstränge wichtig. Sie sollen für zusätzliche Spannung sorgen. Letzteres habe ich so formuliert, denn die Ermittlungen sind zähflüssig, hysterisch und gehen nur langsam voran. Ab und an mal ein neuer Zufall oder Hinweis, die den Fall vorantreiben, aber Spannung kommt in meinen Augen nur minimal auf. Nicht mal die brutalen Überraschungen können die flache Spannung anheben. Selbst die Nebenhandlungen sind nur thematisch interessant, bringen neue Ansätze für die zwei Hauptfragen, aber Spannung ist etwas anderes.

Im Grunde kann ich sagen, hätte mich die Auflösung nicht interessiert, ich hätte diesmal endgültig abgebrochen. So habe ich jedoch gekämpft. Ein Kampf, der nicht mal durch einen positiven Stil erleichtert wurde. Keine eigene Handschrift, sondern wie von zahlreichen anderen Krimi-Autoren. Schlechte Detail-Wahl, kein Tempo, keine besondere Wortwahl. Im Gegenteil oft wird es umgangssprachlich und sonst nichts.

Erst zum Schluss kommt Lebens ins Geschehen. Die Dinge überschlagen sich und ergeben unzufriedene, wenn auch logische Auflösung. Zu viel will ich nicht verraten, aber ich war enttäuscht. Alles löst sich so zufällig auf. Interessante Ideen würde ich sagen, aber nichts Besonderes. Allerdings konnte sie meine Neugierde befriedigen.

Im Grunde lässt sich das Buch leicht lesen und sticht besonders durch die ausgewählten Thematiken hervor. Ehebruch, Betrug, sexueller Missbrauch, Amtsmissbrauch, Rufschädigung und vieles mehr wurden gut umgesetzt, aber für einen Krimi mit zu wenig Spannung. Für mich war es vergeudete Zeit und definitiv mein erster und letzter Walters. Obwohl ich denke, dass sie sich seit ihrem ersten Versuch sicherlich sichtbar gesteigert hat. Zwei Sterne.

===Buchdaten===
Autor: Minette Walters
Titel: Im Eishaus
Verlag: Goldmann
Erschienen: 1996
ASIN: B0026L80W6
Seiten: 348
Kosten: 0,71€ bei Amazon

===Leseinformationen===
Genre: Krimi
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 2 Tage


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R. L. Stine: Besessen

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WORUM GEHTS 

Vorurteil mit Folgen. Emiliy hat Angst. Denn heute kehrt ihre ältere Schwester zurück: Nancy, die einmal gefährlich war, Nancy, die Emily töten wollte. Doch die Ältere scheint mittlerweile von ihren Wahnvorstellungen geheilt zu sein, und die Familie kann endlich zur Normalität zurückkehren. Bis etwa Entsetzliches geschieht. Und jeder glaubt, die Schuldige zu kennen ... (Quelle: Klappentext)

SARAHS MEINUNG 

Nancy kommt zurück. Emily Casey lief ein kalter Schauer über den Rücken. Sooft sie diesen Satz auch in Gedanken wiederholte, er machte sie nervös, regte sie auf, jagte ihr Angst ein. (S.9)

Dieses Zitat stammt aus dem Buch „Besessen“ aus der Kultserie Fearstreet, die bei der Jugend von heute, sehr gut ankommt. Ich selbst habe diese Bücher schon in meiner Jugend gerne gelesen, und finde auch heute noch darin Entspannung, da sie lehrreich, unterhaltsam und doch wesentlich leichter als die Erwachsenen-Kost ist.

Hierbei handelt es sich um die Fortsetzung von „Die Stiefschwester“, in der die Protagonistin von ihrer eigenen Schwester beinahe umgebracht wurde, weil diese sie für den Tod des Vater verantwortlich gemacht hatte. Inzwischen ist ein Jahr vergangen und wie das Zitat eingangs zeigt, ist die Angst vor der Rückkehr der Schwester immer noch enorm. So gekonnt wie Stine die Angst von Emily vor Nancy schildert, ist auch alles andere beschrieben. Der lebendige, moderne, leicht jugendliche Stil sorgt für ein gutes Kopfkino und lässt Figuren und Menschen lebendig erscheinen. Kurze Sätze, einfache Worte und sichtbare Gedanken sorgen für einen zusätzlich leichten Lesefluss. Für Jugendliche genau der richtige Stil.

Bei den Protagonisten wird der Stil besonders deutlich. Um Leseratten, die den ersten Band kennen, nicht zu langweilen, aber Neueinsteiger nicht auflaufen zu lassen, wählt der Autor ein gutes Mittelmaß, um die Figuren in diesen Band einzubauen. Er frischt mit Rückblenden und kurzen Infos das Gedächtnis wieder auf, aber sorgt dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Dabei durfte ich feststellen, dass sich die Figuren aus den ersten Teil hervorragend weiterentwickeln. Sie gehen ihren Weg, so wie man es sich theoretisch vorgestellt hat. Auf Grund der vielen Protagonisten, männlich und weiblich, ist für jeden Leser etwas dabei, mit dem er sich identifizieren kann. Im Grunde eine kleine perfekte Welt, wie ich es nennen würde.

Thematisch setzt Stine diesmal immer noch auf den tiefgründigen Hass, den manche Menschen entwickeln können. Er versucht den Lesern jedoch zu zeigen, dass dieser sich in zwei Richtungen entwickeln kann. Positiv, sodass daraus Freundschaft oder zumindest Normalität werden kann. Negativ, indem er immer stärker wird und zu noch abscheulicheren Taten führt. Dies zeigt Stine an Hand von zwei Beispielen, Emily und Nancy bzw. Cora-Ann und Jess auf. Der Lehrgehalt ist somit vorhanden, steht aber eher im Hintergrund. Im Vordergrund ist hier definitiv der Thrill, besser bekannt als Spannung. Viele Überraschungen, falsche Fährten sorgen für einen guten Anstieg der Spannung. Allerdings lässt der Autor dadurch auch das Gefühl entstehen, dass wirklich jeder Emily hasst. Ein Aspekt den ich unter anderen Umständen genial finden würde, denn so bleibt es bis zur Auflösung spannend. Allerdings ist es hier eher negativ, da Emily ständig immer nur eine Person beschuldigt und dann doch jemand anderen Verdächtigt, um festzustellen, dass sie wohl von jedem gehasst wird. Spätestens nach der dritten Wiederholung einer solchen Szene, ist man genervt.

Nichtsdestotrotz ist man involviert und gefesselt. Liegt man richtig, oder will Stine einen wieder auf die falsche Lösung bringen. Fragen über Fragen, die abrupt ein jähes Ende finden. Ich hatte das Gefühl, als würde Stine plötzlich bewusst, dass seine Bücher nur 152 Seiten haben, und die Seitenzahl so gut wie erreicht ist. Zwar nötig, aber doch sehr zügig wird plötzlich das Ende eingeläutet. Welches in meinen Augen die größte Schwachstelle darstellt. Warum, wieso, weshalb? - Ganz einfach. Plötzlich wird man künstlich auf eine besonders heiße Spur gebracht, die dann dank einer plötzlichen Wendung den wahren Schuldigen aufzeigt. Sicherlich nicht verkehrt, wenn es nicht so unlogisch wäre. Für meinen Teil blieben Fragen offen und Punkte ungeklärt. Zu viel möchte ich aber nicht verraten, wer jedoch genau liest, wird wissen, was ich meine.

Dies ist auch meiner Nichte aufgefallen, die immer meine Jugendbücher liest, um die tatsächliche Altersgruppe meinungstechnisch zu vertreten. In diesem Fall ist sie von der realistischen Umsetzung, da es eine Geschichte, wie aus dem Leben gegriffen und absolut möglich ist, begeistert, und findet es ebenfalls sehr spannend. Lediglich der Schluss war negativ.

Aus diesem Grund bekommt das Buch von mir vier Sterne. Kleinere Schwachstellen fallen Erwachsenen eher auf, sodass ich nur wirklich den Schluss als negativ bewerten kann.

===Buchdaten===
Autor: R. L. Stine
Titel: Besessen
Verlag: Loewe
Erschienen: 2001
ISBN-10: 3785538472
ISBN-13: 9783785538470
Seiten: 154
Kosten: 9,90€
Serie: Fear Street

===Leseinformationen===
Genre: Thriller
Niveau: leicht
Leserschaft: Jugendliche
Lesedauer: 2 Stunden


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Jessica Oldach: Tensistoria

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WORUM GEHTS 

Copyright Noel-Verlag
Was würdest du tun, wenn sich dein Leben auf einmal komplett verändern würde? Wenn du aus deinem alltäglichen Leben herausgerissen und in eine völlig andere Welt gelangen würdest. Eine Welt, die deiner Meinung nach gar nicht existieren kann. Würdest du schreien, davonlaufen oder sogar töten? Als Mensch hätte ich es nie für möglich gehalten, jemanden umzubringen, doch jetzt ist es anders. Der Abend auf dem Friedhof hat alles verändert. Seitdem begann sich in meinem Körper etwas zu regen und zu entwickeln. Etwas Eigenartiges, das nicht von dieser Welt hier stammen konnte, setzte meinem menschlichen Dasein ein Ende und ich erwachte in meinem neuen Ich zum Leben. Stärker, schneller und gerissener als je zuvor. Ihr denkt, das ist unmöglich? Dann überzeugt euch vom Gegenteil. (Quelle: Klappentext)

SARAHS MEINUNG 

Nachdem mein letztes Fantasy-Buch ein absoluter Reinfall war, und ich nach vielen Pleiten seitens Wolfgang Hohlbein, hab ich mich in den letzten Wochen etwas von diesem Genre distanziert. Aber trotzdem brauch ich ab und an mal etwas fantasievolles.



Der Einstieg in die Welt von Tensitoria ist ungewöhnlich gewählt. Die ersten Seiten hatte ich das Gefühl einen Krimi zu lesen. Mich verwirrte dies so, dass ich sogar im Internet noch einmal nachlesen musste, dass es sich auch wirklich um einen Fantasy-Roman handelt. Doch bald wird klar, welch Hintergrund hinter diesen Anfängen verbirgt. Tensistoria ist eine leicht düstere Welt mit übersinnlichen Wesen, die immer wieder ihre Kräfte messen oder aus anderen Gründen die schlimmsten Kämpfe ausfechten. Die Welt die sie entstehen lässt ist sehr interessant und auch die Wandlung der Protagonistin und die zarte Liebesgeschichte passen perfekt hinein. Eine Idee, wie es sich für ein Buch dieses Genres gehört. Man merkt, dass sich die Autorin wirklich Gedanken gemacht hat und mit Liebe zum Detail diese fremde Welt erschaffen hat.



Neben dieser magischen Welt setzt die Autorin auf Spannung und moderne Protagonisten. Beide Aspekte finde ich für diese Grundidee gut. Allerdings kann sie diese Punkte nicht so gut umsetzen, was am Stil liegt. Dieser ist das Hauptproblem in dem Buch. Man erkennt deutlich, dass die Autorin wirklich ihr Bestes gibt. Kurze, leichte Sätze, Wiederholungen werden vermieden und anschauliche Beschreibungen. Klingt auf den ersten Blick sehr gut. Doch Jessica Oldach versucht in meinen Augen einfach zu sehr eine gute Sprache zu wählen. Dadurch ergibt sich ein Mix aus hölzern, poetisch und übertrieben beschrieben. Zu viele Adjektive sorgen für einen Überschuss an Informationen. Und dies in Kombination mit dem leichten Stil und dem Versuch Abwechslung zu bieten, gibt mir oft das Gefühl, einen unausgereiften Stil, der mich leider an einigen Stellen an einen sehr guten Schulaufsatz erinnert hat. Ich lese so viele Bücher, und ich weiß, dass Erstlingswerke nicht so ausgereift sind, wie der zweite oder dritte Roman. Das Potenzial ist vorhanden, und wenn die Autorin dies ausbaut, werden ihre Ideen noch mehr leser erreichen.



Wie oben erwähnt ist der Stil das Hauptproblem. Die Protagonistin ist 19, und eigentlich ein Alter, mit dem ich mich noch so halbwegs identifizieren kann, einfach weil ich mich an diese Zeit noch gut erinnere. Durch die vielen Adjektive wird sie zwar bis in die Haarspitze beschrieben, aber oberflächlich. Obwohl ich sie mir vorstellen konnte, blieb Jean für mich eine Fremde. Handlungen oder Gedanken zogen an mir vorbei, aber obwohl sie greifbar waren, hatte ich das Gefühl sie als Außenstehende zu betrachten und nicht wirklich zu verstehen. Etwas tiefgründiger beschrieben, und auf die wesentlichen Merkmale beschränkt, und die Protagonistin hätte genügend Pepp gehabt und wäre besser gelungen, um sich in sie hineinzuversetzen.



So wie es mir mit der Protagonistin aussah, war es auch im Bereich Spannung. Außreichend vorhanden. Zumindest in der Theorie. Es sind die poetischen, leicht kitschigen Beschreibungen, die die aufkommende Spannung oft minimieren. Zum Schluss hin geht dies jedoch unter, und dieser ist nicht nur logisch, und ideal gewählt, sondern wirklich ein spannender Höhepunkt. Abgerundet durch die attraktive Liebesgeschichte, wo der poetische Anteil passt.



Dieser Ausgang macht Lust auf mehr und man möchte wissen, wie es weitergeht. Das lässt mich hoffen, dass die Autorin im zweiten Band, an dem sie aktuell arbeitet, ihren Stil verbessert und den letzten Feinschliff verpasst, denn dann wird sie mit ihrer Tensistoria-Idee bei den Lesern noch mehr punkten.


===Buchdaten===

Autor: Jessica Oldach

Titel: Tensistoria

Verlag: Noel-Verlag

Erschienen: 05/2011

ISBN-10: 3942802023

ISBN-13: 9783942802024

Seiten: 261

Kosten: 14,90€

Serie: Tensistoria Band 1



===Leseinformationen===

Genre: Fantasy

Niveau: durchschnittlich

Leserschaft: ab 16

Lesedauer: 2 Tage


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Blogaktion

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Heute muss ich euch direkt von einem neuen Buch berichten. Besser gesagt von einer Aktion der "Fischer-Verlage".


Heute morgen gehe ich zum Briefkasten, da liegt ein dicker Umschlag für mich drauf. Enthalten folgendes Buch. 


Infos zum Buch: Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
Eigentlich wollte er nur zum Briefkasten. Dann geht er 1000 Kilometer zu Fuß.
Ein unvergesslicher Roman, der die ganze Welt erobert.
»Ich bin auf dem Weg. Du musst nur durchhalten. Ich werde Dich retten, Du wirst schon sehen. Ich werde laufen, und Du wirst leben.«
Harold Fry will nur kurz einen Brief einwerfen an seine frühere Kollegin Queenie Hennessy, die im Sterben liegt. Doch dann läuft er am Briefkasten vorbei und auch am Postamt, aus der Stadt hinaus und immer weiter, 87 Tage, 1000 Kilometer. Zu Fuß von Südengland bis an die schottische Grenze zu Queenies Hospiz. Eine Reise, die er jeden Tag neu beginnen muss. Für Queenie. Für seine Frau Maureen. Für seinen Sohn David. Für sich selbst. Und für uns alle.
Ein ganz außergewöhnlicher und tief berührender Roman – über Geheimnisse, besondere Momente und zufällige Begegnungen, die uns von Grund auf verändern. Über Tapferkeit und Betrug, Liebe und Loyalität und ein ganz unscheinbares Paar Segelschuhe.
»Wer Harold begegnet, den lässt er nicht wieder los.« The Times



Was ist es denn nun für eine Aktion?


Die Fischer-Verlage haben 100 Bloggerin dieses Buch zugesandt. Wir sollen es lesen, mit unserem Namen versehen, am Rande kommentieren und auf eine Reise schicken, wie es im Buch der Fall ist. Auch die nachfolgenden Leser sollen sich auf ihre Art und Weise im Buch verewigen. Im Anschluss kann man eine Rezension posten, und das Buch vom Verlag für sein eigenes Regal erhalten. 





Absolut tolle Sache, und ich freu mich schon aufs Lesen und Verschenken.



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Angelika Schrobsdorff: Du bist nicht so wie andere Mütter

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WORUM GEHTS 

Copyright Dtv
Die Teile, die sie benutzt, sind Briefe, Fotoalben, Erinnerungen von Freunden und für die spätere Zeit gemeinsam gelebtes Leben. Begonnen hat alles voller Harmonie in einem begüterten jüdischen Geschäftshaus im Berlin des Jahrhundertbeginns. Else Kirschner, sprühend vor Charme, mit dunklen Locken und leuchtenden Augen, liebte die rührend um sie besorgten Eltern, und sie liebte das Leben, das ihr Jahre des Wohlstands bescherte, angefüllt mit Theater und Konzerten, Ferien im Sommerhaus am See und großen Leidenschaften.

Doch die Nazis setzen dem ein jähes Ende. Else, inzwischen mit dem preußischen Junker Erich Schrobsdorff verheiratet, flieht mit ihren beiden Töchtern nach Bulgarien ... Voller Leidenschaft, aber ohne Pathos, voller Mitgefühl und Bewunderung und dennoch mit kritischem Blick erzählt Angelika Schrobsdorff von den beiden Leben ihrer Mutter. (Quelle: Klappentext)

SARAHS MEINUNG 

Heute, am 30. Juni, ihrem Geburtstag, habe ich das schmale, hohe Büchlein aus meiner Truhe der Vergangenheit geholt. (Zitat S. 9)

Mit diesen Worten beginnt die Biographie über die Else, die Mutter der Autorin, die am 30.Juni 1893 das Licht der Welt erblickte. Es sind einleitende Worte, die eine gute Einstimmung auf vergangene Zeiten hervorruft. 98 Jahre später hält ihre Tochter diese Lebensgeschichte fest. Ein Buch ganz nach meinem Geschmack, da mich das Deutschland von 1880-1950 stark interessiert. Liebe, zwei Kriege und der frühe Tod am 5. Juni 1949 machten mich neugierig.

Bevor ich mit meiner richtigen Rezi beginne, möchte ich vorab noch etwas klarstellen. Eine andere Rezi, die das Buch kritisierte, wurde scharf angegangen, weil er das Buch als Zeitverschwendung angesehen hat. Aus diesem Grund möchte ich noch einmal klarstellen, dass ich Zeitbelege rund um den zweiten Weltkrieg faszinierend finde, da meine Mutter in dieser Zeit geboren ist. Ihr Opa war im KZ, sie selbst wurde ausgebombt, Mangelernährung und Krankheiten wegen kalter Winter waren an der Tagesordnung. Sie, aber auch meine Oma, die bis 2007 gelebt hat, haben mir viel erzählt, und für mich sind solche Bücher einfach ein Stück Verständnis und Teilnahme an Zeit. Sie bringt mich meiner Mutter näher. Dementsprechend fällt es mir nie leicht ein solches Buch negativ zu bewerten, auch wenn einige wenig zu sagen haben und mit wenig Inhalt versuchen Geld zu machen, sind es für mich wichtige Zeitbelege. Trotzdem kann ich ehrlich sagen, dass mich dieses Buch sehr enttäuscht hat.

Das Buch beginnt mit dem Buch, welches die Autorin aus der Truhe nimmt, um das Leben ihrer Mutter zu rekonstruieren. Das anfängliche Gefühl einer Einleitung wird schnell verunsichert und bald darauf zerstört, denn nach diesen einführenden Sätzen, beginnt die Autorin abgehackt, gestückelt, wie bei einem Puzzle, die Geschichte zu erzählen. Sie erzählt es aus ihrer Sicht als indirekt beteiligte Erzählerin, die aus Briefen, Anekdoten, Belegen, Andenken und Gedichten ein Ganzes bildet. Später fließen eigene Erinnerungen mit ein, die jedoch vor ihrer Geburt nicht möglich sind. Bruchstückhaft geht es voran. Mir ist klar, dass über eine Person, die früh verstorben ist, nur so berichtet werden kann, da ihre eigenen Erinnerungen mit gestorben sind, aber dadurch hatte ich arge Probleme mich in die Person hineinzuversetzen. Zumal schon auf Seite 23 Else 19 Jahre alt ist und ihre erste große Liebe trifft. Ihre Kindheit, die sie zu dem Charakter geprägt hat, der sie später ausgemacht hat, ist so blass geschildert, dass sie mir bis zum Schluss fremd blieb. Bei 556 Seiten hätte ich mir einen ausführlicheren Einstieg und eine bessere Schilderung der Kindheit gewünscht.

Auch so empfand ich das Schicksal der Mutter als nichts Besonderes. Ja, es war hart, voller Entbehrungen und sicherlich nicht angenehm. Jüdisch zu sein in der Zeit des Nazi-Regimes ist und bleibt erschreckend. Dementsprechend fand ich es schon interessant, ihren Weg zu begleiten. Im Vergleich zu bekannten Schicksalen wie zum Beispiel Martin Gray, Anne Frank oder Sophie Scholl ist es eben nichts Besonderes. Ich habe zahlreiche Bücher mit diesem Hintergrund gelesen und finde Schicksale trotz Flucht und Exil unbedeutend, wenn diese Personen sich sogar eine Dienstbotin leisten können. Auf der anderen Seite verstehe ich, dass eine Tochter, die von ihrer Mutter sozusagen durch den Krieg gebracht wurde, dieses Schicksal etwas Besonderes ist. Die gelieferten Fakten, Informationen und Begebenheiten finde ich ebenfalls interessant, anschaulich und ergreifend, aber in Kombination mit einer Frau, die für mich alles andere als verständlich eingeführt wurde und im Vergleich zu zahlreichen anderen Schicksalen „so gut“ weggekommen ist, war ich eher enttäuscht. Bei anderen Werken hätte ich gedacht, hier will eine Person mit seinem Schicksal einfach auf den Zug aufspringen und Geld verdienen. Da es sich jedoch um ein Denkmal der eigenen Mutter handelt und es sich nicht nur mit dem zweiten Weltkrieg, sondern auch dem ersten Weltkrieg befasst, weiß ich, dass dies nicht der Fall ist. Die Autorin hat auf ihre Art und Weise versucht, die dramatischen Seiten des Nazi-Wahns für die Nachwelt festzuhalten. Schließlich ist jedes Schicksal aus dieser Zeit ein Beleg und wichtig. Ich persönlich bin jedoch ein Mensch, der eben durch Mutter und Oma vieles Erfahren hat, und aus diesem Grund ärgere ich mich immer über solche Zeitbelege, die im Grunde nur am Rand haben leiden müssen. Viele mussten fliehe, aber ich finde durch die Masse an Büchern, die es inzwischen gibt, solche Schicksale für die Nachwelt einfach wichtiger, die wirklich etwas zu sagen haben. Zum Beispiel weil sie im KZ waren oder ähnliches. Es gibt einfach zu viele solcher Biographien und die Mehrheit stöhnt auf, wenn wieder über ein solches Buch berichtet wird. Dementsprechend sind ernste Schicksale, die das gesamte Ausmaß im KZ, Ghetto oder einem Versteck weitaus wichtiger für die Nachwelt.

Sicherlich hätte mir das Buch besser gefallen, wenn mir der gewählte Stil der Autorin besser gefallen hätte oder ihre Mutter einfach eingangs besser beschrieben worden wäre. Viele Handlungen und Gedanken waren daher auch im Verlauf für mich schwerer Verständlich. Zudem bin ich eine Leseratte, die gerne auf das eine oder andere Foto stößt, und auch dies ist hier nicht der Fall. Trotzdem finde ich das Buch wichtig, und kann es empfehlen. Allerdings bekommt es von mir lediglich drei Sterne. Interessant, aber andere biographische Werke sind aufklärender.

Autor: Angelika Schrobsdorff
Titel: Du bist nicht wie andere Mütter
Verlag: dtv
Erschienen: 1994
ISBN-10: 3423119160
ISBN-13: 9783423119160
Seiten: 556
Kosten: 9,90€

===Leseinformationen===
Genre: Biographie
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 2 Tage


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