Maria Dutli-Rutishauser - Die patente Grossmutter

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==Großmutters Weisheiten==

===Einleitung===
Die patente Grossmutter“ ist ein Buch, welches ich eigentlich nie selbst gekauft hätte, da iich zur Zeit genug zum Lesen habe. Wie es der Zufall wollte, lag dieses ältere Werk vor einigen Tagen bei mir im Briefkasten mit freundlichen Grüßen einer Bekannten, die von meinem Buch-Hobby weiß. Da es recht kurz war, habe ich es gestern mit den letzten Sonnenstrahlen genossen. Wie es mir gefallen hat? - Lest selbst.
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Jeff Mariotte - Supernatural - Die Rückkehr der Toten

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==Supernatural – Zum Anfassen==


===Einleitung===
Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, welches ich mir auf einer Buchbörse ertauscht habe. Als Fan der TV-Serie „Supernatural“ wollte ich meinem Mann eine Freude machen und ihm einen unverfilmten Roman zum Lesen schenken. Da ich diese Serie ebenfalls gerne mag, habe ich nun die Geschichte auch gelesen. Wie sie mir gefallen hat, könnt nun lesen.
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Ernst Heimeran - Christine und Till

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==Für werdende Väter==

===Einleitung===
Heute möchte ich euch ein recht altes Buch vorstellen, welches ich geschenkt bekommen habe. Es handelt sich dabei um eine Sammlung von Kurzgeschichten aus Sichtweise eines liebevollen Vaters. Wie mir, als werdende Mutter diese Lektüre gefallen hat, lest selbst
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Nora Roberts - Dunkle Herzen

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==Neue Teufels-Sekte==



===Einleitung===
Nachdem ich mich gerade durch ein Fantasy-Abenteuer gekämpft hatte, wollte ich mal wieder etwas realistischeres lesen und habe mich für einen Psychothriller aus der Feder von Nora Roberts entschieden. Dieses Buch habe ich vor einiger Zeit bei einer Tauschbörse ertauscht. Wie mir das Buch gefallen hat, könnt ihr nun nachlesen
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Agatha Christie - Die Morde des Herrn ABC

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==Der perfekte Mord von A-Z==



===Einleitung===
Schon als 11jährige habe ich regelmäßig Bücher von Agatha Christie in der Bücherei ausgeliehen. Mit den Jahren und dem Kauf von Büchern hat dies nachgelassen. Dementsprechend habe ich sofort zugeschlagen, als ich die Möglichkeit hatte, diesen klassischen Krimi zu ertauschen. Wie mir der erste Christie nach all den Jahren gefallen hat? Lest es selbst.
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Peter Straub - Geisterstunde

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==Der totale Reinfall==

===Einleitung===
Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, welches ich mir auf einem Flohmarkt ertauscht habe. Sowohl das Cover, als auch der Klappentext, sprachen mich so sehr an, dass ich dieses Buch einfach haben musste. Lange hab ich es vor mir herausgezögert, bis ich es nun gelesen habe. Warum meine Begeisterung sich nun in Grenzen hält, lest selbst.
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==Bis(s) der Tod euch scheidet==

Copyright Sarahs Bücherwelt


Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

===Einleitung===
Meine heutige Buchrezension befasst sich mit einem Titel, den ich mir über eine Bücherbörse ertauscht habe. Leider hatte dieses Mängelexemplar den Nachteil, dass die ersten 30 Seiten unlesbar sind, wodurch ich das Buch immer vor mir hergeschoben habe. Das Buch stammt aus der Betsy Taylor Reihe und versprach ein neues, bissiges Abenteuer

===Buchdaten===
Autor: Davidson, Mary Janice
Titel: Biss der Tod euch scheidet
Originaltitel: Undead and Uneasy
Verlag: Egmont Lyx
Erschienen: 2008
ISBN-13: 978-3802581786
Seiten: 286
Einband: TB
Kosten: 8,95€
Serie: Band 6 der Betsy Taylor Reihe

===Autor/in===
Mary Janice Davidson gelang mit Weiblich, ledig, untot (Originaltitel: Undead and unwed) aus dem Stand der Sprung auf die amerikanische Bestsellerliste. Seither hat sie mit ihrer Vampir-Reihe, einer Werwolf-Saga und mehreren Liebesromanen eine riesige Fangemeinde gewonnen. In Deutschland schaffte die Vampirin Betsy es sogar auf die Spiegel-Bestsellerliste. Davidson lebt in Minnesota. Mit ihrer Heldin Betsy teilt sie die Leidenschaft für Designer-Schuhe.
Quelle: Klappentext / Verlagsseite

***Weitere Werke***
  • Band 1: Weiblich, ledig, untot
  • Band 2: Süß wie Blut und teuflisch gut
  • Band 3: Happy Hour in der Unterwelt
  • Band 4: Untot lebt sich's auch ganz gut!
  • Band 5: Nur über meine Leiche
  • Band 7: Wer zuletzt beißt
  • Band 8: Man stirbt nur zweimal

===Zitierter Klappentext===
Betsy fiebert ihrer Hochzeit mit Eric Sinclair entgegen. Als der Termin näher rückt, häufen sich die Fragen. Schon die Wahl der Farbe für das Brautkleid ist schwierig: Kann sie als Vampirkönigin Weiß tragen, trotz ihres blassen Teints – und obwohl sie keine Jungfrau mehr ist? Aber auf Betsy warten noch ganz andere Fallen. Eric hält Einladungskarten, Eheversprechen und Hochzeitstorte für überflüssig - und verschwindet. Der schönste Tag ihres Vampirlebens droht ein Desaster zu werden.

===Meine Meinung===
Für mich war dies mein erster Roman aus dieser Reihe, sodass ich die Geschichte nicht nur als Quereinsteigerin, sondern durch den Bindefehler auch erst ab Seite 30 beurteilen kann. Dementsprechend schwer fiel mir auch der Einstieg in das Buch. Ich kannte die Protagonisten nicht und die üblichen Auffrischungen befinden sich am Anfang des Buches. Trotz dieser Hindernisse kam ich erstaunlich schnell in die Geschichte.

Noch zwei Wochen und wie jede Braut, kann auch Betsy es nicht erwarten. Alles muss organisiert und durchgeplant sein, damit es keine Probleme gibt, wenn sie Eric ihr Ja-Wort gibt. Doch egal wie gut die Planung ist, Komplikationen können immer auftreten. Das muss auch Betsy feststellen. Kurz vor der Hochzeit kommt ihr beste Freundin ins Krankenhaus und muss sich einer Chemo unterziehen, ihre Eltern kommen bei einem Autounfall ums Leben, sie wird überraschend Ersatz-Mutter und zu allem Überfluss verschwinden nicht nur ihre Freunde, sondern auch der Bräutigam. Der schönste Tag in ihrem Leben scheint ein totaler Reinfall zu sein. Nicht mal als Vampir kann man einfach mal glücklich sein...

Meine anfänglichen Bedenken, dass mir dieses Buch nicht gefallen könnte, wurden schon ab Seite 50 komplett ausgeräumt. Die Autorin hat einen so lockeren, modernen und packenden Stil, sodass ich trotz nicht vorhandener Vorkenntnisse und der fehlenden ersten Seiten wunderbar in die Geschichte hineinkam. Betsy ist eine so liebenswürdige und lebendige Charaktere, das man sich sofort ohne Probleme in sie und ihre Gedankenwelt hineinversetzen kann, obwohl sie als Vampir gar nicht mehr so menschlich sein dürfte. Mit viel Witz und Charme beschreibt die Autorin die Vorbereitungen für die Hochzeit. Wer selbst verheiratet ist, wird sicherlich einige Situationen wiedererkennen. Ich war so gepackt, dass ich gar nicht mitbekam, wie weit ich mit den Seiten voranschritt. Eh ich mich versah, war ich am Tag der Hochzeit angelangt und war hier zum ersten Mal arg enttäuscht. Beabsichtigt oder nicht, Mary Davidson beschreibt den Akt, über den das gesamte Buch geredet wird, in wenigen Seiten. Es klang total abgehackt und passte nicht zum Rest des Buches. Bei mir kam sofort die Frage auf, ob sie noch nie bei einer Hochzeit war oder einfach nur auf eine misslungene Art und Weise verhindern wollte, dass es zu kitschig wirkt.
Mit der Hochzeit endet auch die eigentliche Geschichte. Allerdings gibt es eine Bonus Geschichte, die auch auf dem Cover angekündigt wurde. Zu meiner Freude setzt diese Handlung an den Inhalt der eigentlichen Geschichte an und befasst sich mit den Flitterwochen des neuen Traumpaares. Die Idee, dieser Bonus Story empfand ich zwar positiv, aber bei diesem Inhalt hätte sie die Bonus Geschichte weglassen und den eigentlichen Inhalt lieber ausbauen sollen. Aber das mag jeder sehen, wie er will.

Empfehlen kann ich das Buch jedem, der die Reihe schon kennt oder eine romantische Vampir-Reihe lesen möchte.

===Bewertung===

Mich persönlich hat der lebendige und heitere Stil, der mit einem Hauch romantischer Spannung bestückt ist, umgehauen. Welche/r Autor/in schafft es schon einen Quereinsteiger, dem noch einige Anfangsseiten fehlen, so zu fesseln und zu überzeugen. Dafür gibt es vier Sterne.

===Leseprobe===
Hinter diesem Link befindet sich eine genehmigte Leseprobe für alle die gerne einen Blick hineinwerfen möchten.

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Wolfgang und Heike Hohlbein - Das Buch

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==Die Buchhandlung des Schreckens==
   

===Buchdaten===
Autor: Wolfgang Hohlbein
Titel: Das Buch
Verlag: Ueberreuter
Erschienen: 2007
ISBN-13: 978-3800053254
Alter: ab 12
Seiten: 854
Einband: HC, aber auch TB
Kosten: 2,31€ gebraucht
Serie: -

===Zitierter Klappentext===
Leonie stammt aus einer altehrwürdigen Buchhändlerfamilie. Wie schon ihre Großmutter ist auch sie eine "Hüterin der Wirklichkeit". Ihre Aufgabe ist es, über ein riesiges Archiv auf der "anderen Seite" zu wachen, in dem Scriptoren - hässliche Gnome - damit beschäftigt sind, minutiös Buch über das Leben jedes einzelnen Menschen zu führen. Als ihre Eltern ein Buch aus dem Archiv entwenden, muss sich Leonie einem gefährlichen Kampf um die einzig gültige Wahrheit stellen, denn die beiden schreiben die Wirklichkeit um - mit katastrophalen Folgen!

===Meine Meinung===
Wolfgang Hohlbein ist ein sehr wechselhafter Autor, dem es mal gelingt die brillantesten Werke zu verfassen und andere Bücher würde man am Liebsten in den Müll verfrachten. Als absolute Leseratte war ich auf dieses Buch natürlich sehr erpicht, denn es dreht sich alles um mein Hobby Bücher.

Leonie ist mit Büchern groß geworden. Schließlich hat ihre Großmutter einen Buchladen. Leider kann sie selbst mit dem geschriebenen Wort wenig anfangen. Wozu gibt es MP3-Player, Gameboys und Co. Doch für Leonie ändert sich alles rapide, als ihre Großmutter sie als Erbin der Buchhandlung einsetzt und ihre Mutter überspringt. Kurz nach dem Notar-Termin kommt die Großmutter bei einem tragischen Flugzeugabsturz ums Leben. Für die Familie bedeutet dies eine große Umstellung, denn die Großmutter hatte ein altes Geheimnis. Sie war die Hüterin der Wirklichkeit und dieses gilt es nun um jeden Preis zu schützen.

Der Einstieg in die Geschichte ist nicht unbedingt leicht. Hohlbein hat die Angewohnheit bei seinen langen Werken, dieses hat über 800 Seiten, die Einführung sehr ausführlich zu gestalten. In diesem Fall benötigte ich rund 100 Seiten bis ich die Situation grob erfasst und mit der Hauptfigur Leonie etwas warm wurde. Die genauen Hintergründe über das Geheimnis, welches schon im Klappentext erwähnt wurden, bleiben jedoch auch zu diesem Zeitpunkt noch verborgen und werden erst später aufgedeckt. Bei solchen Einführungen würde ich mir wünschen, dass Hohlbein seine Werke auf rund 500 Seiten kürzen würde. Was nützt eine detaillierte Geschichte, wenn der fesselnde Punkt erst sehr spät erscheint und man zu lange benötigt, um die Handlung begreifen zu können!?

Für die 864 Seiten habe ich ganze vier Tage benötigt und Wolfgang Hohlbein hat es mal wieder geschafft, dass ich von einem seiner Werke alles andere als begeistert war. Stellenweise hatte ich sogar große Lust Passagen zu überspringen oder sogar ganz das Buch abzubrechen. Die Idee ein Buch zu verfassen, dass sich mit Büchern befasst, fand ich sehr gelungen. Der Ansatz erinnerte mich stark an die unendliche Geschichte – Fantasie die sich auf Grund von Büchern aufbaut. Was nützt es aber, wenn die Idee spannend und interessant ist, der Autor sie jedoch nicht umsetzen kann!? Ellenlange Wiederholungen stehen hier an der Tagesordnung. Zwar sind es keine direkten Wiederholungen, sondern ähnliche Szenen, aber man hat ein Déjà-vu. Dies ist nicht auf einen Bereich beschränkt, sondern tritt in vielen Gebieten auf. Ständig kommt es zu Streitigkeiten, brutalen Schlachtszenen und dem Auftauchen der kleinen Maus. Das Problem ist, dass diese Szenen alle ähnlich verlaufen und nur mit anderen Worten beschrieben werden. Irgendwann ist es einfach nur langweilig. Auch Floskeln werden zum Erbrechen wiederholt und spätestens hier merkt man, dass Hohlbein drastisch in die Länge zieht. Das Länge nicht unbedingt Qualität bedeutet hat er leider noch nicht begriffen.

Beschreiben tut Hohlbein sehr ausführlich. Egal ob neue oder fremde Ort, Protagonisten oder Gedankengänge. Dadurch ist sein Stil sehr lebendig, modern und bildhaft. Ich hatte an keiner Stelle ein Problem mir neue Protagonisten oder Orte im Kopf vorstellen zu können. Leider umschreibt Hohlbein auch unwichtige Randfiguren so detailliert, dass man sie oft als wichtige Charaktere ansieht und dann feststellen muss, dass sie plötzlich nicht mehr weiterverfolgt wird. Das fällt nicht nur bei den Figuren auf, sondern auch im Bereich der Wendung und des Ansatzes. Oft werden Aspekte aufgegriffen, der Leser lässt sich darauf ein, und plötzlich lässt Hohlbein diesen Gedanken wieder fallen. Dadurch mangelt es bei Handlungen und einigen Situationen oft an Logik.

Auch wenn es oft langweilig wurde und mir die Logik oft fehlte, kam eine gewisse Grundspannung auf, dass ich wissen wollte, wie nun die Geschichte zu Ende geht. Zwar ist diese Spannung auf einem sehr flachen Level und wird auch gerne durch unnötige Darstellungen unterbrochen, aber es weckt zumindest die Neugier. Aus diesem Grund bin ich besonders über den Schluss enttäuscht. Hohlbein hat ein Ende gewählt, was im Bezug auf die vorhergegangenen Erlebnisse aus der Luft gegriffen wirkt. Ich hatte das Gefühl, dass ihm zu seiner eigentlichen Geschichte kein Schluss einfällt und er einfach irgendwas ausgedacht hat, um die Handlung halbwegs spannend abzuschließen. Fragen bleiben offen, Logik ist hier fehl am Platze und es wirkt gänzlich erzwungen. Hätte ich vorab gewusst, wie es ausgeht, ich hätte das Buch nach 200 Seiten abgebrochen und definitiv nichts verpasst.

Eine Empfehlung auszusprechen, fällt mir an dieser Stelle sehr schwer. Nicht mal für eingeschweißte Hohlbein-Fans ist dieses Buch ein Highlight. Sicherlich ist es eine Frage des Geschmacks, aber mir hat es persönlich keinen Lesegenuss verschafft, sodass ich es nicht empfehlen kann.

===Bewertung===

Hohlbein greift eine interessante und spannende Idee auf, verliert sich jedoch in zahlreichen Wiederholungen, die die Spannung auf ein Minimum reduzieren. Für mich kein Meisterwerk des Autors und bekommt daher nur zwei Sterne.


===Leseprobe===
Wer trotzdem Neugierig ist, kann hier einen Blick in das Buch werfen und einige Seiten lesen.

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Johann Hampe - Der Grund und die Freude

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==Stücke zum Nachdenken==

===Buchdaten===
Autor: Johann Hampe
Titel: Der Grund und die Freude
Verlag: Kreuz
Erschienen: 1. Auflage 1975
ISBN-10: 378310470x
Seiten: 179
Einband: HC
Kosten: gebraucht ab 0,10€
Serie: -
===Eigene Inhaltsangabe===
Dieses Werk enthält 14 Stücke, die den Leser zum Nachdenken anregen sollen.

  • Für das Unendliche gemacht
  • Vergnügen bereiten
  • Nicht allein genug
  • Ohne Maske leben
  • Fünf Sinne sind genug
  • Wie einen seine Mutter tröstet
  • Die Superklugen und die Einfältigen
  • Wenn alle untreu werden
  • Der Erfolg macht uns klein
  • Angst fortnehmen
  • Weisheiten besser als Perlen
  • Das Haus, in dem die Lichter brennen
  • Leben auf Zeit
  • Grundtrauer und Freudefrömmigkeit

===Meine Meinung===
Als ich dieses Buch geschenkt bekam, war meine Erwartung recht groß. Stücke, die den Leser zum Nachdenken bewegen, finde ich stets interessant. Zudem sprach mich der blaue Hintergrund mit den bezaubernden Blumen direkt an.

Leider kann das Buch die Erwartungen nicht erfüllen. Schon nach wenigen Seiten war ich total enttäuscht. Ich bin bei dem Untertitel davon ausgegangen, dass es sich bei den Stücken um Geschichten oder Anekdoten handelt, die den Leser etwas lehrreiches und nachdenkliches vermitteln. Ich will nicht behaupten, dass dies nicht der Fall ist. Der Inhalt regt den Leser schon zum Nachdenken an, aber er wird total trocken vermittelt. Anstatt Stücke erwarten den Leser langatmige Gedankengänge, die sich allesamt auf Gott und die Bibel beziehen. Dabei geht es um Gedanken bezüglich Erfolg, Untreue, Unendlichkeit oder Freude.

Der Stil, den der Autor hierbei verwendet ist, langweilig, sachlich und alles andere als modern. Es lässt sich total trocken lesen, sodass man schon nach dem ersten Stück keine Lust mehr hat. Im Grunde sind es einfache Gedankengänge, die dem Leser an Hand der Bibel näher gebracht werden. Wer sich schon vorher nicht für Religion interessiert hat, wird mit diesem Buch definitiv nicht glücklich werden. Ich selbst habe das Buch nach acht Stücken abgebrochen, da ich an diesem Punkt einfach keine Ausdauer und Nerven mehr hatte. Selbst zum Nachdenken wurde ich nicht angeregt, man bekommt einfach die Sichtweise der Bibel vermittelt und man kann lediglich nachdenken, ob man dieser Zustimmt oder nicht.

Ein Buch, dass einen langweiligen Inhalt besitzt, dazu noch abgebrochen wurde und die Erwartungen in keinster Weise erfüllt, kann ich einfach nicht empfehlen.

===Bewertung===
Der Titel und das schöne Cover lassen auf nachdenkliche Geschichten schließen. Nicht jedoch auf Gedankengänge, die sich hauptsächlich mit den Ansichten der Bibel befassen. Der trockene Stil verschlimmert den Inhalt so sehr, dass dieses Buch nur einen Gnadenstern erhält.
   
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Cody McFadyen - Der Todeskünstler

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==Zum Mord gezwungen==
   

===Buchdaten===
Autor: Cody McFadyen
Titel: Der Todeskünstler
Originaltitel: The Face of Death
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: 5. Auflage 2010
ISBN-13: 978-3404162734
Seiten: 556
Einband: TB
Kosten: 9,99€
Serie: Smoky Barrett
===Zitierter Klappentext===
Das Grauen ist hier. Smoky Barrett riecht den Tod, als sie die Türe öffnet. Der Boden und die Wände sind mit Blut getränkt. Auf dem Bett liegen zwei tote Körper - geschändet, entstellt, ausgeweidet. Neben ihnen kauert ein Mädchen. Der Todeskünstler hat sie besucht. Seit Jahren zerstört er ihr Leben, tötet jeden, der ihr lieb ist. Er will sie in den Wahnsinn treiben und nach seinem Bild neu erschaffen. Er wird wieder zu ihre kommen ...

===Meine Meinung===
Nachdem ich schon „Das Böse in uns“ und „Die Blutlinie“ gelesen hatte, wollte ich auch den Teil lesen, der sich zwischen diesen beiden Bänden befindet.

Smoky Barrett hat den Tod ihrer Familie und ihrer Freundin halbwegs verkraftet und will mit ihrer Pflegetochter Bonnie einen Schlussstrich ziehen, als sie zu einem neuen Fall gerufen wird. Sarah, ein 16jähriges Mädchen, verlangt sie zu sehen. Am Tatort angekommen findet Smoky ein regelrechtes Blutbad vor. Die Eltern des Mädchens wurde ermordet und ausgeweidet. Ihrem Pflegebruder wurde ebenfalls die Kehle durchgeschnitten. Nur Sarah hat überlebt. Sie vertraut Smoky eine haarsträubende Geschichte an, dass sie seit ihrem sechsten Geburtstag von einem Mann verfolgt wird, der sämtliche Menschen umbringt, die ihr etwas bedeuten – angefangen bei ihren leiblichen Eltern. Damit Smoky die gesamte Geschichte erfährt, bekommt sie das Tagebuch von Sarah. Smoky beginnt mit den Ermittlungen und lüftet das Geheimnis des unbekannten Mannes, der Sarahs Leben systematisch zerstört.

Der Stil ist wie im ersten Teil flüssig und detailliert. Der Einstieg in die Geschichte beginnt für den Leser eher schleppend. Er dient sozusagen als Auffrischung des ersten Falls von Smoky Barrett. Es wird noch einmal detailliert auf die Ermordung ihres Mannes, ihrer Tochter und ihrer besten Freundin eingegangen. Wer den ersten Teil kennt, wir die Einführung als extrem langatmig empfinden. Vor allen Dingen geht Cody McFadyen zu sehr auf ihre Pflegetochter ein, die seit dem Tod der Mutter kein Wort mehr geredet hat. Gerade für vertraute Leser dümpelt es vor sich hin und es kommt die Frage auf, wann endlich der neue Fall und damit die Spannung beginnt.

Nach rund 50 Seiten kommt Cody McFadyen endlich auf den neuen Fall zu sprechen. Spannung ist aber auch hier noch nicht vorhanden. Stattdessen versucht die Protagonistin Smoky Barrett einen Kontakt zu dem Opfer herzustellen. Authentisch und einfühlsam geht Cody McFadyen auf diese Situation ein. Erst nach und nach kommt mehr Spannung auf, als die Tat näher beschrieben wird. Wie gewohnt geht Cody McFadyen auf jedes noch so blutige, brutale und schockierende Detail näher ein. Für schwache Nerven sind diese Beschreibungen nichts. Nachdem die eigentliche Geschichte nun spannend angefangen hat, gelingt es dem Autoren leider nicht, dies konstant zu halten oder sogar langsam ansteigen zu lassen. Stattdessen kommt es immer wieder zu langatmigen Passagen, die die genaue Polizeiarbeit beschreiben. Es ist interessant, aber der aufgebaute Anspannung leidet in meinen Augen darunter. Die Highlights sind meines Erachtens die Tagebucheinträge von Sarah. In mehreren Rückblenden berichtet Sarah in Tagebuchform, was sie seit ihrem sechsten Geburtstag erlebt hat. Tod, Blut und Brutalität kommen am auf fast jeder Seite vor. Sadistisch und grausam geht der Autor auf die schockierendsten Details ein. Immer wenn man denkt, es geht nun wirklich nicht mehr schlimmer, dann schafft es Cody McFadyen doch. Leider wird ihre Geschichte immer wieder von langatmigen Ermittlungen und Gedankengängen seitens Smoky Barrett unterbrochen. Hier hätte die Geschichte von Sarah komplett in einem Zug erzählt werden müssen, damit sie noch schonungsloser hätte vermittelt werden können. Überspringen mag man diese Passgen nicht, denn man könnte etwas verpassen. Bei Cody McFadyen ist dies immer möglich, denn seine Wendungen und Spannungsanstiege ereignen sich überraschend. Zum Beispiel findet in einer völlig langatmigen Textabschnitt unerwartet heraus, wer hinter diesem unbekannten Mann steckt. Auf der anderen Seite sind zum Beispiel langen Sex-Akte absolut überflüssig – zumindest in diesem Umfang. Für mich hätte die gesamte Geschichte rund 100 Seiten kürzer sein können.

Die Geschichte ist definitiv nichts für schwache Nerven. Bei Cody McFadyen stellte ich mir wirklich die Frage, wie man nur auf so kranke Ideen kommen kann. Er schockiert den Leser, weckt Ängste und zeigt den Mut und die Stärke mancher Charaktere auf. Besonders der Schluss zeigt wieder, wie gekonnt er einen Thriller mit einem spannenden Höhepunkt auslaufen lassen kann. Aus diesem Grund kann ich das Buch jedem empfehlen, der gerne brutale Thriller liest oder schon den ersten Teil der Reihe kennt. Man sollte aber nie vergessen, dass viele Passagen langatmig wirken und die Spannung dadurch unterbrechen.

===Bewertung===
Cody McFadyen ist mit „Der Todeskünstler“ eine gute Fortsetzung gelungen. Eine krankhafte und spannende Idee wird jedoch leider von zahlreichen unspektakulären Szenen unterbrochen, wodurch der zweite Teil nur drei Sterne von mir bekommt.

===Leseprobe===
http://www.frauenzimmer.de/cms/html/de/pub/leben-genuss/buecherregal/mai/buchtipp-mcfadyen/leseprobe-mcfadyen.phtml
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Albrecht Goes - Mörike

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==Ein Leben, welches alles andere als perfekt lief==

===Buchdaten===
Autor: Albrecht Goes
Titel: Mörike
Verlag: Cotta
Erschienen: 1954
ISBN-13: 9783932843686
Seiten: 78
Einband: HC
Kosten: 3,01€
Serie: -

===Autor/in===
Albrecht Goes wurde am 22.03.1908 in Langebeutingen geboren und verstarb im Februar 2000 in Stuttgart. Er war ein deutscher Schriftsteller und protestantischer Theologe. Er bekam zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen, wie zum Beispiel Literaturpreise oder eine Gedenktafel.

***Weitere Werke***
  • Der Zaungast; 1938
  • Unruhige Nacht; 1950
  • Das Löffelchen; 1965

===Eigene Inhaltsangabe===
Eduard Friedrich Phillip Mörike wurde am 8.9.1804 in Ludwigsburg geboren und verstarb am 4.6.1875. Als siebtes Kind von insgesamt 12 Sprösslingen traf ihn der Tod seines Vaters 1817 sehr. Sein Onkel, welcher ihn nach dem Tod seines Bruders aufnahm, setzte sich für eine kirchliche Laufbahn ein, die zur Folge hatte, dass Mörike als evangelischer Pfarrer tätig war. Nebenher war er einer der bekanntesten Lyriker der Schwäbischen Schule.
In diesem Buch wird das Leben von Eduard Mörike biographisch wiedergegeben.

===Meine Meinung===
Wer nur etwas gute Allgemeinbildung besitzt, wird den Namen Eduard Mörike kennen. Dies trifft auch auf mich zu. Allerdings muss ich gestehen, dass ich bis dato weder näheres über sein Leben, noch über seine Werke wusste. Das hat sich mit dieser kleinen Biographie schlagartig geändert.

Albrecht Goes hat sich genauestens mit Mörike befasst und konnte dadurch eine ansprechende und umfangreiche Biographie über dessen Leben verfassen. Die Biographie beginnt mit dem Tod des Vaters und dem Versprechen, welches sich Eduard und zwei seiner Brüder gegeben haben. Im Verlauf erfährt man wesentliche Stationen, die Eduard bis zu seinem Tod durchlebt hat. Da wäre die große Liebe zur schönen Maria Meyer, seine Hochzeit und seine Werke. Die kleine Größe und die knapp 78 Seiten erlauben keine großen Ausschweifungen, sondern geben einen groben, aber guten Überblick über das Leben dieses Lyrikers. Für ein kurzes Referat oder als oberflächliche Informationsquelle ist dieses Buch dienlich. Wer jetzt einen detaillierten Werdegang benötigt, wird hier nicht alle Informationen erhalten, die er benötigt. Einen groben Überblick verschafft es jedoch.
Untermalt werden die Lebensabschnitte mit 8 schwarz-weiß Bildern, die zum Beispiel eine Fotografie seiner Familie, einen Brief an seine Braut oder ein Portrait von Mörike beinhaltet.

Das Schwierigste an diesem Werk ist sicherlich die Sprachwahl. Mörike selbst lebte in einem anderen Jahrhundert und hatte deswegen einen leicht altmodischen Ton, der in vielen Zitaten oder Briefen deutlich wird. Aber auch Goes verwendet einen recht anspruchsvollen Stil, der ein aufmerksames Lesen voraussetzt. Zitat S. 5 „ Krankheit würde das ihre in diesem Leben vermögen, und in den Ahnungen der Dichter ist viel vom Tod.“ Man weiß was gemeint ist, aber eine solche Sprache würde man heutzutage in keinem modernen Buch mehr finden. Dadurch benötigte ich persönlich mehr Zeit zum Lesen. Vor allen Dingen versuchte ich auch die Bilder der abgedruckten Briefe zu entziffern, sodass ich am Ende für die wenigen Seiten zwei Stunden benötigt habe.

Auch wenn die Sprache nicht unbedingt leicht ist, kann man mit dieser interessanten Biographie seine Allgemeinbildung aufbessern, weswegen ich das Buch jedem empfehlen kann. Gerade Schülern, die in der Schule ein Referat über einen Lyriker oder ähnliches verfassen müssen, werden alle Informationen erhalten, die sie benötigen.

===Bewertung===
Ein handliches Buch mit einer anspruchsvollen Biographie über einen bekannten Lyriker beinhaltet alle wesentlichen Informationen, um ein gutes Bild zu erhalten. Trotz der alten Sprachwahl bekommt es fünf Sterne.


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Bentley Little - Fieber

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==Der kleingedruckte Horror einer Lebensversicherung==

   

===Buchdaten===
Autor: Bentley Little
Titel: Fieber
Originaltitel: The Policy
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: 1. Auflage 2009
ISBN-13: 978-3404163250
Seiten: 475
Einband: TB
Kosten: 8,95€
Serie: -

===Autor/in===
Bentley Little wurde 1960 als Sohn einer russischen Künstlerin und eines amerikanischen Pädagogen in Arizona geboren. Er studierte Kommunikation, Englisch und Literatur. Bevor er Schriftsteller wurde, arbeitete er in verschiedenen Jobs als Reporter, Bibliothekar, Zeitungsausträger oder Kassierer. 1990 konnte er seinen ersten Roman „The Revelation“ veröffentlichen und wurde dafür mit dem Bram Stoker Award ausgezeichnet. Damit machte er Stephen King auf sich aufmerksam und gilt seitdem als dessen Meisterschüler. Er schreibt auch unter dem Pseudonym Phillip Emmons. Bentley Little lebt heute mit seiner chinesischen Frau und seinem Sohn in Fullerton, Kalifornien.

***Weitere Werke***
  • Böse
  • Unheil
  • Furcht

===Zitierter Klappentext===
Hunt Jackson führt ein gutes Leben. Bis er eine Lebensversicherung abschließt. Ein Fehler. Denn er hat das Kleingedruckte nicht gelesen: Sollten Sie Drohanrufe von uns erhalten, legen Sie bitte nicht auf. Sollten wir Ihre Wohnung verwüsten, rufen Sie nicht die Polizei. Und sollten wir als Rückversicherung ein Stück Menschenfleisch benötigen: Laufen Sie ruhig. Wir finden Sie überall.

===Meine Meinung===
Fieber“ ist das zweite Buch, welches ich von Bentley Little gelesen habe. Nachdem mich „Böse“ nicht gänzlich überzeugen konnte, sprach mich dieser Inhalt jedoch so sehr an, dass ich dieses Werk unbedingt lesen wollte.

Hunt Jackson hat sich gerade von seiner Frau Eileen scheiden lassen und zieht nun zurück nach Tucson, wo er als Kind aufgewachsen ist. Anfänglich scheint er das Glück gepachtet zu haben. Er findet ein Haus, findet einen Job, trifft seinen besten Jugendfreund wieder und lernt durch ihn Beth kennen und lieben. Mit einem simplen Heckscheiben-Schaden an seinem Auto beginnt jedoch der blanke Horror für ihn. Erst gerät er an einen unfreundlichen Sachbearbeiter und anschließend soll er ganz unwichtige Versicherungen abschließen. Als er dies ablehnt, wird sein Haus verwüstet und die Wiederherstellung seitens der Versicherung stellt sich als Witz heraus. Er zieht zu Beth und gemeinsam stellen sie fest, dass mit Versicherungen nicht zu spaßen ist. Ein undichtes Dach und die Kündigung der eigenen Stelle sind nur einige der Punkte, die sie mit einer richtigen Versicherung hätten abwenden können. Bald stellen sie fest, dass sie Versicherungen angeboten bekommen und sofern sie es ablehnen, der Fall eintritt, bei dem sie die Versicherung gebraucht hätten. Nicht nur bei Hunt und Beth häufen sich die Besuche des Versicherungsvertreters. Auch bei seinem Jugendfreund, Joel, und seinen Arbeitskollegen, taucht dieser Mann ständig auf und möchte ihnen wichtige Versicherungen verkaufen. Als Menschen sterben und sogar ein Baby verstümmelt wird, beschließen die Freude etwas zu ändern und kommen den dunklen Machenschaften der Versicherungsgesellschaft auf die Schliche.

Der Einstieg in die Geschichte beginnt mit der Rückkehr des frischgebackenen Singles. Ich lernte Hunt in wenigen Seiten kennen und bekam ein lebendiges Bild von dem Protagonisten. Bei der Einführung achtet der Autor darauf, dass er nicht zu ausschweifend beschreibt, sondern nur relevante Details einbaut. Binnen weniger Seiten kommt Bentley Little zum eigentlichen Geschehen der Geschichte – dem Horror mit den Versichungsgesellschaften. Die Idee finde ich persönlich super gewählt.
Mal ehrlich, wer hatte nicht schon einmal Ärger mit einer Versicherung, weil etwas nicht abgedeckt war, oder hat sich nicht jeden noch so kleinen Punkt im Vertrag durchgelesen. Hinterher kommt das Erwachen und das Ärgernis. Genauso ist es alltäglich, dass Versicherungsvertreter anrufen, vor der Tür stehen oder bei einem Schadensfall eine weitere unnütze Versicherung anbieten möchten. Wie man sieht, ist der Grundgedanke realistisch und wirkte dadurch noch packender.
Um den Leser noch besser zu packen und zu verwirren, setzt der Autor auf regelmäßige Wechsel der Perspektive. In der Regel wird die Geschichte aus Sicht von Hunt erzählt und dabei wird auf die Erlebnisse eingegangen, die ihm und seiner Frau widerfahren. Nebenher erlebt der Leser jedoch auch Situationen, die seinen Freunden passieren. Dies sind Situationen, die sich daraus ergeben, wenn sie keine der zusätzlichen Versicherungen abschließen.
Teilweise ist es schockierend, gruselig und beängstigend. Wer möchte schon zum Zahnarzt gehen und plötzlich alle Zähne gezogen bekommen und gegen silberne Implantate ersetzt bekommen, oder zur Geburt ins Krankenhaus fahren, um dann zu erleben, wie dem eignen Baby der Penis abgeschnitten wurde, damit man als Strafe ein Mädchen in den Armen hält. Viele Ideen sind harmlos, aber andere sind wirklich krank. Bei jeder neuen Versicherung fragte ich mich sofort, was nun schreckliches passieren würde. Es ist wirklich spannend und sobald sich die Geschichte nach rund 50 Seiten aufgebaut hat, konnte ich gar nicht mehr aufhören. Ich wollte einfach wissen was hinter dieser Gesellschaft steckt. Für ein Horror-Buch ist dies genau die richtigen Mischung aus Schrecken und Grausamkeit. Ich fand es sehr faszinierend, wie Bentley Little immer neue Ideen einbaut. Es sind kranke Ideen, die mich an „Saw“ erinnern.
Zwar wartete ich stets auf die angekündigten Dinge aus dem Klappentext, aber ich merkte schnell, dass dies nur Beispiele waren, um den Leser neugierig zu machen.
Die Geschichte ließ sich flüssig lesen und der lebendige, bildhafte und moderne Stil, der sich auf das Wesentliche in den kurzen Kapiteln beschränkt, konnte mich überzeugen.

Überzeugen konnte mich trotz alledem ein wichtiger Aspekt dieser Lektüre nicht. Der Schluss zeigt wieder, dass Bentley Little ein Schriftsteller ist, der zwar fesseln kann und gute Ansätze hat, diese aber nicht treffend beenden kann. 400 Seiten lang habe ich mitgefiebert, wie es nun ausgehen würde. Bei einem so authentischen Thema erwartete ich auch eine realistische und logische Auflösung. Stattdessen verliert sich der Autor in einem Gemisch aus Fantasy und Sci-Fi. Am Ende baut er sogar eine Hexe, Zauber und einen Zwerg ein. Sorry, aber das passte alles überhaupt nicht zum restlichen Teil des Buches. Ein offener oder trauriger Schluss, wäre mir lieber gewesen, als dieser zusammengeschusterte Fantasy Abschluss.

Trotzdem habe ich unter Kopfschütteln das Buch zu Ende gelesen. Empfehlen kann ich das Buch. Der Einstieg und Mittelteil ist in meinen Augen perfekt für einen Roman des Horror Genres. Auf Grund der Ideen, die Little hier umsetzt, würde ich das Buch nur jugendlichen ab 16 Jahren empfehlen.

===Bewertung===
Ein authentisches Thema, das die Ängste der Menschen schürt, ist mit einem packenden, modernen und bildhaften Stil ideal umgesetzt. „Fieber“ fesselt den Leser mit abwechslungsreichen Ideen und einem flüssigen Stil. Lediglich der übertriebene und unpassende Schluss zerstören das anfängliche Werk und sorgen dafür, dass es nur drei Sterne bekommt.

===Leseprobe===
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Werner May - Otto mein Küster von Gottes Gnaden

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==So was las man 1956==
  


===Buchdaten===
Autor: Werner May
Titel: Otto mein Küster von Gottes Gnaden
Verlag: Eugen Salzer Verlag
Erschienen: 1964, 1. Auflage 1956
ISBN-13: 3793604535
Seiten: 78
Einband: HC
Kosten: 0,01€
Serie: -

===Eigne Inhaltsangabe===
Ein kleiner verschlafener Ort wird plötzlich aus seinen ruhigen Träumen gerissen, als plötzlich der Küster von einen Tag auf den anderen den Ort verlässt. Ohne einen Küster ist der Pfarrer und damit auch seine Gemeinde aufgeschmissen. Ersatz findet die kirchliche Gemeinde in Otto, einem neuen Küster, der in seinem Beruf aufgeht.

===Meine Meinung===
Alleine der Titel schreckt den Leser auf den ersten Blick ab. Wer nicht gerade gerne religöse Bücher liest, wird kaum ein Verlangen haben, diesen Titel zu lesen. Dieser erste Eindruck kann durch einen Klappentext leider nicht verbessert werden, denn einen solchen Hinweis auf den Inhalt gibt es nicht. Lediglich die liebevolle Zeichnung macht neugierig. Einem geschenkten Buch wollte ich nichtsdestotrotz eine ehrliche Chance geben.

Schon nach wenigen Sätzen musste ich wieder von vorne anfangen.1956, das Jahr in dem das Buch erstmalig veröffentlicht wurde, war der Sprachstil einfach anders. Die Sätze waren durch ein gehobeneres Sprachniveau, welches damals einfach herrschte, deutlich schwerer zu verstehen, obwohl die Wortwahl dabei gar nicht so altbacken ist. Dieser gehobene Stil lässt den Inhalt noch langweiliger erscheinen, als er so schon ist. Das Problem in diesem Buch ist einfach, dass es der Handlung gänzlich an spannenden Situationen mangelt. Für die Bewohner des beschaulichen Ortes ist es sicherlich eine Katastrophe gewesen, aber in der heutigen Zeit kann man sich dies gar nicht mehr vorstellen. Ein Küster verlässt seinen Arbeitsplatz, um sich eine neue Aufgabe zu suchen und das ist vergleichbar mit einem Weltuntergang. Der neue Küster, also die Hauptfigur Otto, wird dem Leser etwas merkwürdig, aber trotzdem liebenswert geschildert. Die Haupthandlung geht um Situationen und Begebenheit, welche Otto während seiner Amtszeit als Küster erlebt. Da sind Beschreibungen von Hochzeiten, Taufen oder Beerdigungen. Es passiert weder etwas außergewöhnliches oder spannendes. Es sind alltägliche Dinge, die sich durch die alte Sprachwahl schwerer lesen lassen.
Durch diese Grundlage habe ich für diese kurze Büchlein, mit dieser einfachen Geschichte drei Stunden benötigt, weil ich stets das Gefühl hatte, etwas wichtiges überlesen zu haben. Immer wieder versuchte ich herauszufinden, wer erzählt, da die Geschichte aus der Ich-Perspektive geschildert wird. Manchmal war ich der Meinung es ist der Pfarrer, aber an anderen Stellen war ich mir dieser Ansicht nicht mehr hundert Prozent sicher. Auch konnte ich dem Text nicht entnehmen zu welcher Zeit diese Geschichte spielt. Ist es vor dem zweiten Weltkrieg oder gar vor dem ersten Weltkrieg?!

Ich habe nichts gegen Bücher, bei denen ich genau lesen muss, die einen gehobeneren Stil haben oder nur alltägliche Themen verwenden, aber diese Geschichte ist kurz, hat einen nichtssagenden Inhalt und ist dann noch in einem alten Deutsch verfasst, sodass kein Lesevergnügen aufkommt. Daher fällt es mir schwer diese Lektüre an einen anderen Leser zu empfehlen. Ich habe zahlreiche Werke aus dieser Zeit, 40-60er Jahre, gelesen, wobei auch viele deutsche Autoren darunter waren, aber dieses Buch ist einfach nur langweilig.

===Bewertung===
Ein langweiliger Titel, der zum Rest des Buches passt. Das absolute Highlight an dieser Antiquität im Buchbereich ist das gezeichnete Cover. Etwas anderes konnte mich bei diesem Werk nicht ansprechen. Es bekommt somit einen Gnadenstern.


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John Grisham - Der Verrat

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==Strahlendes Amerika und seine Kehrseite==

===Buchdaten===
Autor: John Grisham
Titel: Der Verrat
Originaltitel: The Street Lawyer
Verlag: Heyne
Erschienen: 2000
ISBN-13: 978-3453169241
Seiten: 432
Einband: TB
Kosten: 8,95€
Serie: -
===Zitierter Klappentext===
Michael Brock ist der aufsteigende Stern bei Drake & Sweeney, einer großen, einflußreichen Anwaltskanzlei in Washington, D.C. Das Geld stimmt, und die Aussichten auf eine Teilhaberschaft sind für den jungen Anwalt mehr als gut. Ein Leben auf der Überholspur, keine Zeit zum Stehenbleiben, keinen Augenblick zum Nachdenken, keine Zeit fürs Gewissen.
Doch eine gewalttätige Begegnung mit einem Obdachlosen gibt seinem Leben eine unerwartete Richtung. Michael überlebt, der Geiselnehmer nicht. Wer war dieser Mann, was trieb ihn zu dieser Wahnsinnstat? Michael stellt Nachforschungen an, gräbt in der Geschichte des Mannes und findet ein schmutziges Geheimnis, in das die ehrbare Kanzlei Drake & Sweeney verwickelt ist.

===Meine Meinung===
John Grisham ist ein weltweit bekannter Autor, der sich auf Justiz-Thriller spezialisiert hat. „Die Akte“ oder „Die Jury“ sind nur zwei seiner zahlreichen Werke, die auch auf der Leinwand für Begeisterung sorgten. Mich persönlich konnte Grisham bisher nicht mit jedem Buch überzeuge und so war ich gespannt, wie es bei diesem Werk aussehen würde.

Michael Brook verheiratet und kurz vor der Scheidung, arbeitet für eine einflussreiche Anwaltskanzlei in Washington. Seine Aussicht auf eine Teilhaberschaft ist nur noch eine Frage der Zeit, als ein Obdachloser ihn und die Teilhaber der Kanzlei als Geiseln nimmt. Zwar geht für Michael alles glimpflich aus und der Geiselnehmer wird erschossen, aber er findet keine Ruhe und möchte herausfinden, warum ein Obdachloser genau ihre Kanzlei ausgewählt hat. Michael stellt Nachforschungen an und kündigt kurzer Hand seine Tätigkeit in der Kanzlei, um als Anwalt für Obdachlose tätig zu werden. Nach und nach kommt er dabei dem Grund für die Geiselnahme auf die Spur und entdeckt dabei das schmutzige Geheimnis seines alten Arbeitgebers.

Der Einstieg in die Geschichte von Michael beginnt mit der Sekunde, als der Obdachlose in die Kanzlei eindringt und anfängt Geiseln zu nehmen. Als Leser ist man sofort gepackt und möchte die Hintergründe dafür erfahren, kann aber die Tatsache nicht überlesen, dass dieser Mann einfach in ein Gebäude kann, das zahlreiche Sicherheitsmänner postiert hat. Diese bewegende Einleitung ist nach wenigen Seiten mit dem beherzten Eingreifen der Polizei erledigt.
Während mir in diesen wenigen Minuten der Protagonist noch völlig fremd war, wird er in den nächsten Seiten lebendig eingeführt. Man nimmt an seinem Werdegang, der gescheiterten Ehe, seinen Gefühlen nach der Geiselnahme und seinen Zukunftsplänen dran teil. Dies wirkt auf den ersten Blick authentisch und lässt Michael in einem bodenständigen Licht erscheinen, eben ein typischer US-Anwalt. Leider belässt es John Grisham nicht bei dieser Logik, sondern verzettelt sich in den unmöglichsten Wendungen. Die Nachforschungen konnte ich noch nachvollziehen, aber den Aspekt, dass ein anderer Anwalt ihn plötzlich um die Mithilfe bei der Essensausgabe für Obdachlose bittet, obwohl sie nur wenige Sätze bezüglich des Geiselnehmers geredet haben, empfand ich an den Haaren herbei gezogen. Mitgefühl für diesen armen Menschen und andere Obdachlose kann ich zwar in dieser Situation verstehen, aber nicht, dass ein im Grunde fremder Anwalt einen darum bittet.
Anschließend richtet John Grisham sein Augenmerk auf die Thematik Obdachlosigkeit in den USA. Diese ist nicht mit der Obdachlosigkeit in Deutschland zu vergleichen, sodass es interessant, aber zu langatmig wirkt. Zwar verliert der Autor nicht die Eingangssituation aus den Augen, zieht jedoch die Thematik durch andere Fälle unnötig in die Länge. Es sind einfach zu viele andere Beispiele, die zwar real wirken, aber etwas Weniger hätte ich besser gefunden.
Schon nach rund 100 Seiten ist klar, worauf das Buch hinauslaufen wird und was hinter der Geiselnahme gesteckt hat. Die Spannung, die sich hätte bis zum Schluss aufbauen können, wurde somit binnen weniger Sekunden auf den Nullpunkt gesetzt. Statt nach und nach die Hintergründe langsam aufzudecken, bekommt der Leser alle relevanten Informationen sofort geliefert. Im Anschluss versucht der Autor noch durch den Kampf kleiner Anwalt gegen großen Konzern Spannung aufzubauen, aber in meinen Augen gelingt ihm das nicht. Weder durch die Tatsache, dass der Konzern die Polizei einschaltet, noch während des anstrengenden Prozesses. Im Grunde war mir nach 100 Seiten klar, wie die Geschichte ausgehen würde. Da keine überraschende Wendung mehr eingebaut wurde, empfand ich es schon recht schwach. Nebenhandlungen, die er zahlreich einbaut, sorgen nur für eine länger gezogene Haupthandlung.

Die Idee, eine Geschichte, um die schlimmen Zustände in den USA aufzuzeigen, wenn es um Obdachlosigkeit geht, finde ich klasse. In einer Art Schicksalsbericht würde dies jedoch viel authentischer wirken. Nichtsdestotrotz ist auch der Ansatz die Thematik in einen Thriller einzubauen gar nicht verkehrt. In diesem Genre darf jedoch die Spannung nicht zu kurz kommen, und das ist hier der Fall.
Ich habe es in einem Zug durchgelesen, da ich einfach wissen wollte, ob doch noch etwas interessanteres kommt. Dies war nicht der Fall und daher kann ich diesen Grisham nur bedingt empfehlen.

===Bewertung===
Eine wichtige Thematik, die John Grisham in diesem Thriller in den Vordergrund stellt, dabei aber die Spannung aus den Augen verliert. Aufklärung nach 100 Seiten ist bei einem 400 seitigem Buch schwach. Für mich eher ein schwacher Grisham, der mit zwei Sternen gut bedient ist.

===Leseprobe===
Amazon bietet unter nachfolgendem Link zwei genehmigte Leseproben an. Wer also Interesse hat, kann dort hineinlesen.

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