Szrama, Bettina: Der Henker von Lemgo

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==Exzellent recherchierter historischer Roman==



Wenn man sie schon für eine Zauberin hielt, dann wäre es doch am klügsten, auch als eine solche aufzutreten.
»Was wollt ihr von mir?«, schrie sie laut über die Köpfe hinweg, beugte ihnen den Oberkörper entgegen und stemmte die Fäuste in die Hüften. »Habt ihr euch nicht bei meinem Vater um Jahr und Tag mit Freibier die Bäuche vollgesoffen? Euch mit seinem Brot vollgefressen? Hast du, Catharina Böndel, nicht gar oft um Feuer gebeten und wenn dir mal das Salz ausging, auch welches erhalten? Sind wir nicht seit Jahren gute Nachbarn?«(Zitat aus der Leseprobe http://www.autorin-bettinas-schatzkiste.de/Die%20letzte%20Hexe.html)


Dieses Zitat stammt aus einer Leseprobe, die die Autorin Bettina Szrama auf ihrer Homepage veröffentlicht hat. Sie stammt aus ihrem neusten historischen Roman, der von Kennern und Liebhabern seit Monaten erwartet wurde. Bekannt für ihre exzellenten historischen Romane, kann man nur gespannt sein, wie sie die Geschichte um die Hexenverfolgung in Lemgo 1681 umgesetzt hat. Klar, dass ich euch das Buch nicht vorenthalten möchte.
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Maier, Marialuise: Die Kinderapotheke für Zuhause

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==Absolute Geheimtipps bei Kinderkrankheiten==


Copyright liegt beim Verlag
Die so genannten „Dreimonatskoliken“ können ganz schön nervenaufreibend sein. Zur Linderung gibt es einige krampflösende Maßnahmen und Mittel.(Zitat S. 95)


So beginnt das Kapitel, welches zahlreiche Mütter von Jungen mit großer Freude lesen würden. „Dreimonatskoliken“ sind bei fast jedem Jungen normal und quälen nicht nur die Kleinen, sondern auch die Eltern, da sie mit den Kindern leiden und sie das viele Weinen und Schreien irgendwann fertig macht. Welche Methoden man hier anwenden kann, und was man bei den zahlreichen anderen Kinderkrankheiten und Wehwehchen machen kann, findet man in diesem Buch, was ich euch gerne Vorstellen möchte.
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Nabokov, Vladimir: Lolita

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==Pädophilie – Zwischen Sünde und wahrer Liebe==




"Lolita, Licht meines Lebens, Feuer meiner Lenden. Meine Sünde, meine Seele. Lo-li-ta: die Zungenspitze macht drei Sprünge den Gaumen hinab und tippt bei Drei gegen die Zähne. Lo. Li. Ta.“...„Meine Damen und Herren Geschworene, Beweisstück Nummer eins ist, was die Seraphim neideten, die schlecht unterrichteten, naiven, edelbeschwingten Seraphim. Ergötzen Sie sich an diesem Dorngestrüpp“(Zitat S. 12)


Diese beiden Zitate stammen von der ersten Seite eines Weltklassikers, der seinesgleichen sucht. Als mir dieser Klassiker geschenkt wurde, den ich nur von seiner Verfilmung her kannte, war es für mich nur eine Frage der Zeit, bis er von meinem Stapel ungelesener Bücher endlich ins Regal der gelesenen Werke wandern würde. Nachdem dies nun der Fall ist, möchte ich euch „Lolita“ nicht vorenthalten.
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Mirjam: Aries

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==Geklaut vom Bestseller„Der träumende Delphin“?==


"Hallo, du komische Alte oder Alter, wie auch immer. Darf ich das sagen, oder bist du noch jung? Du siehst schon ziemlich verbraucht aus, und deinem Rücken nach zu urteilen bist du schon lange im Ozean unterwegs."
"Ich bin eine Riesenschildkröte, du kleiner Dummer", sagte sie.
"Ach so, ist das was Besonderes?"
"Eigentlich nicht, aber ich bin schon 100 Jahre im Ozean unterwegs und kenne mich besser aus als du, du Naseweis." (Von der Autorin genehmigtes Zitat S.16)


Dieses Zitat stammt aus einem Buch, welches mich beim ersten Anblick das das Buch „Der träumende Delphin“ von Sergio Bambaren erinnerte. Dieses Werk stammt jedoch aus der Feder von Mirjam, die durch eine Begegnung mit einem Delphin in Irland hat inspirieren lassen. Was es nun über das Buch zu sagen gibt, lest selbst.
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Selig, Theresa: Zum Traumman in 30 Tagen

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==In 30 Tagen zum Traummann – So gehts==


Herzlich Willkommen zu Ihrem neuen Schnellkurs “Zum Traummann in 30 Tagen“. Wir freuen uns sehr, dass Sie bei diesem absolut lebensnotwendigen Thema ausgerechnet uns vertrauen. (Zitat S. 6)

Dies ist die Begrüßung zu einem Schnellkurs, den sicherlich viele Frauen seit Monaten erwartet haben. Die Frage, wie man sich einen Traummann angelt, ist so wichtig und doch so schwer. Klar, dass man da jeden Tipp annimmt. Doch ob es mit dieser Anleitung nun funktioniert, ich werde es euch verraten. Als glücklich verheiratete Frau, die viele Jahre mit der Suche nach Mr. Right zugebracht hat, möchte ich euch nun aufklären, ob man mit einem solchen Buch Erfolg haben kann. Mal schauen, was meine Erfahrungen dazu sagen.
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Levy,Marc: Kinder der Hoffnung

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==Kinder des 2. Weltkrieges==


Und ich weiß nicht, dass ich in zehn Jahren am Denkmal von Auschwitz in einem etwa fünf Meter hohen Berg von Brillen das Gestell wiedererkennen werde, das mein Vater, als ich ihn zum letzten Mal im Café des Tourneurs gesehen hatte, in die Brusttasche seiner Jacke steckte. Mein kleiner Bruder Claude weiß nicht, dass ich ihn bald holen werde und dass, wenn er nicht ja gesagt hätte und wir diese Jahre nicht gemeinsam durchgemacht hätten, keiner von uns überlebt hätte. (Zitat von S. 11)

Dieses Zitat stammt vom Anfang des Buches „Kinder der Hoffnung“. Es handelt sich um einen Roman über den Widerstand im zweiten Weltkrieg. Da ich gerne solche Werke lese, habe ich es von meiner Mutter geschenkt bekommen. Wie mir das Werk vom Bestseller Autor Marc Levy gefallen hat, lest selbst.
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Mirjam: Tapetenwechsel

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==Lehrreicher Geheimtipp für Kinder==




Carstens Wald“ nannte Anna uns zwei und war stolz, zwei Bäume für ihren Enkel gepflanzt zu haben. Gefunden hat sie uns außerhalb des Ortes, weit weg, da standen wir als kleine unscheinbare Birken mitten im Gestrüpp, und hätte uns Anna nicht ausgegraben, wären wir heute schon lange einer Straße zum Opfer gefallen. Heute stehen da Einkaufszentren, und unsere Wiese ist zum Asphalt geworden.“ (Von der Autorin genehmigtes Zitat S. 7/8)


Dieses Zitat stammt aus einem Buch der recht unbekannten Autorin, die sich kurz Mirjam nennt. Anfänglich skeptisch, muss ich sagen, dass ihr ein Werk gelungen ist, welches eine ganz andere Zielgruppe anspricht, als sie wohl beabsichtigt hat. Genau aus diesem Grund möchte ich euch das Buch einmal vorstelle, denn der Titel schreckt doch eher ab.
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Burkowski, Ursula: Draußen!

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==Mein Leben nach dem Horror-Kinderheim==



Wenn sie es mißhandelt oder vernachlässigt zum Beispiel; für das Jugendamt gibt es viele Gründe. Ich habe von alledem nichts getan. Meine Schuld liegt nur darin, daß ich nach dem Gesetz noch keine Mutter sein darf. Ich bin noch nicht 18 Jahre alt und bin nicht mündig. Die Natur hat da wohl einen Fehler gemacht, als sie die Menschen nicht wie im Gesetz vorgesehen erst mit der Volljährigkeit auch zeugungs- und empfängnisbereit machte. Jetzt ist mein Kind weg. Nicht weit von mir, nein, darauf haben die Behörden geachtet, aber trotzdem für mich unerreichbar: in einem Kinderheim, in dem ich zuvor 14 Jahre lebte. Rückkehr ins Heim (ZITAT S. 7)


Nachdem ich schon das Werk „Weinen in der Dunkelheit“ gelesen hatte, wollte ich auch wissen, wie es weiter geht. Da ich den Doppelband zu Hause im Regal stehen hatte, war es selbstverständlich, dass ich die Fortsetzung ebenfalls lesen würde, auch wenn mir das erste Buch nicht gänzlich gefallen hat. Nun möchte ich euch meine Leseerfahrungen nicht vorenthalten.
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Burkowski, Ursula: Weinen in der Dunkelheit

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==Meine qualvolle Kindheit in einem DDR-Heim==




Ich war froh, nach fast sechs Jahren mit Pflegeeltern nun wieder für mich zu sein. In den letzten Jahren hatten mich meine Pflegeeltern Wochenende für Wochenende geholt, einschließlich des Urlaubs und der Feiertage, aber ich fühlte mich dort nie zu Hause. Später bin ich nur noch mitgegangen, wenn ich eine Freundin mitnehmen durfte. In all den Jahren hatte mich meine Pflegemutter nicht ein einziges Mal in die Arme genommen oder gedrückt. (Zitat S. 89)


Dieses Zitat stammt aus einem Schicksalsroman aus dem Hause Bastei Lübbe. Als Kind habe ich zusammen mit meiner Mutter zahlreiche Werke dieser Reihe gelesen. Inzwischen wurde diese Reihe in dieser Form eingestellt und daher freue ich mich wieder, wenn ich ein Exemplar ertauschen kann oder es mir geschenkt wird. Nun möchte ich euch das Schicksal von Ursula näher bringen.
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Mirjam

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Copyright Mirjam

Autorenportrait
 
Mirjam wurde 1952 im Saarland geboren und genießt nun das Landleben in der Nähe von Saarbrücken. Neben ihrer Tätigkeit als Autorin, mal sie leidenschaftlich gerne und leitet Seminare. In ihren Werken zeigt sie, wie wichtig ihr Gott ist.



Wie kamen Sie zum Schreiben?

Ich bin Seminarleiterin für Autogenes Training und für Meditation. Das blieb nicht ohne Wirkung. Durch die Arbeit mit anderen Menschen wurde auch meine Kreativität geweckt. Zuerst gab ich nur Kurse, dann kam das Malen hinzu und schließlich schrieb ich unter meinem wunderschönen Nussbaum mein erstes Buch "Aries, Himmlische Erfahrungen eines Delphins".
Aber wie es im Leben eben ist: Alles fließt, und so ging es weiter, und ich fing an, Bibelmotive zu malen und meine Gedanken, die ich beim Malen hatte, in geschriebenen Worten auszudrücken.


Was macht eine Mirjam, wenn sie sich nicht dem Schreiben widmet?

Mirjam malt, wenn es ihr danach zumute ist, gibt Kurse, wenn sich Menschen anmelden oder auch nicht. Sie ist Verwaltungsangestellte und Hausfrau, und das Malen und Schreiben bietet eine super Alternative zu diesen „trockenen“ Bereichen.
Die Kontemplation nimmt eine hohe Stellung in ihrem Leben ein.


Welche drei Bücher würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Ich würde nur leere Blätter und einen Stift mitnehmen, denn auf einer einsamen Insel würde ich mich sehr wohlfühlen. Kein Mensch könnte mich stören, wenn ich meinen Gedanken nachhängen und auf Papier bringen würde.


Wer ist ihr Vorbild / Lieblingsautor?

Die Natur beinhaltet alles, was man zum Leben und Verstehen braucht. Man erkennt darin sehr genau das Gesetz von Ursache und Wirkung. Nicht Gott ist es, der unsere Welt so schlecht aussehen lässt, sondern unser egoistisches Verhalten, das nur den materiellen Werten dient.


Welches Buch lesen Sie zur Zeit?

Ich mühe mich ab, „Ivrit“ von Miriam Rosengarten – Vera Loos zu verstehen, aber ich weiß nicht ob das je einen Erfolg haben wird. Hebräisch sprechen oder lesen zu können, wäre ein großer Traum von mir. Ich bin ein Steinbock, und Steinböcke haben einen großen Ehrgeiz. Ich gebe nicht auf, und vielleicht wird das irgendwann ja doch noch was mit mir.


Welches geschriebene Buch von Ihnen ist ihr Lieblingsbuch?

Tja, das ist schwer zu sagen. Ich liebe den Aries wegen seiner humorvollen Art, ich liebe die Birken, die die Natur vermitteln und ich liebe auch die Gebete und biblischen Texte.
Bis jetzt liebe ich alle Bücher, denn alle sind verschieden. Uns so sagt auch mein Aries:
Alles sieht anders aus, aber es ist trotzdem das gleiche.

Wie soll ihr nächstes Buch heißen?

Der Titel schwirrt mir zwar im Kopf herum, aber zum Titel müssen noch etliche Seiten entstehen. Jedenfalls wird das bestimmt wieder etwas ganz anderes, als das, was ich bisher geschrieben habe. Ich unterliege eben dem Gesetz der Wandlung.



Möchten Sie den Lesern noch etwas mitteilen?

Gott ist so groß, daß er es wohl wert ist, ihn ein Leben lang zu suchen.
Teresa von Avila, (1515 - 1582),




An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei der Autorin für das Interview bedanken, und wünsche ihr noch viele kreative Ideen und weiterhin Erfolg. 
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Adler-Olsen, Jussi: Erbarmen

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== Ein dämonischer Psychothriller==




Copyright by dtv
Sie kratzte sich an den glatten Wänden die Fingernägel blutig und hämmerte mit den Fäusten an die dicken Scheiben, bis sie ihre Hände nicht mehr spürte. Immer wieder tastete sie sich in der vollständigen Dunkelheit bis an die Stahltür heran und bohrte ihre Nägel in den Spalt. (Zitat S. 7)


So beginnt der erste Roman der Serie „Carl Mørck“. Nachdem ich schon den dritten Teil gelesen hatte, wollte ich wissen, wie die Reihe begann. Aus diesem Grund habe ich mir den ersten Teil ertauscht. Nun möchte ich euch das Buch vorstellen.
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Mirjam: Liebesbriefe an Gott

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== 64 Seiten voller Liebesbriefe==




Strecke deine Arme zu den Höhen,
erkannt hast du was wichtig ist,
der Herr in jedem Wesen spricht, hör:
ich bin da, rufe mich,
nicht nur in Not und Leid,
sondern zu jeder Lebenszeit.
So wie mir mein Sohn treu geblieben,
so werd ich alles Leben lieben.

(Zitat S. 15)

Dieses Zitat stammt aus einer Sammlung von Liebesbriefen an Gott, die mir von der Autorin in die Hände gespielt wurden. Nun möchte ich euch diese Sammlung gerne einmal vorstellen.
===Buchdaten===
Autor: Mirjam
Titel: Liebesbriefe an Gott
Verlag: BoD
Erschienen: 26.11.2010
ISBN-10: 3842340397
ISBN-13: 9783842340398
Seiten: 64
Kosten: 10,90€
 
===Zitierter Klappentext===
Liebesbriefe an Gott sind Gebete, die spontan aus dem Herzen kamen beim Anblick von Fotos aus der Natur. Umso offener und ehrlicher sind sie, ein Lob unseres Herrn in einem besonderen Augenblick.

===Meine Meinung===
Liebesbriefe an Gott“ ist eine Sammlung von meditativen Texte, Gebeten zu Gott und einer Menge außergewöhnlichen Fotos. Ein solches Foto schmückt auch das Cover dieses Werkes. Zwei Baumstämme so geformt wie Lippen zu finden, und dies auch noch zu erkennen, zeugt von einer großen Kreativität.

Bei einem Blick auf das Cover und dem Titel erhofft sich der Leser zahlreiche weitere solcher Bilder. Dies ist jedoch nicht der Fall. Die zahlreichen Tier- und Pflanzenfotos sind allesamt hübsch und zeigen dem Leser die Vielfalt der Natur, aber als außergewöhnlich kann man nur das Bild vom Cover bezeichnen. Insgesamt warten 27 ansprechende Fotografien auf den Leser. Das Fell eines Zebras, eine Blüte oder ein Hund im Wasser. Man merkt, dass die Autorin schöne Dinge mit der Kamera einzufangen weiß. Zu fast jedem Text, die sich meist auf der linken Seite befinden, gibt es auch ein Bild. So hat der Leser neben einem Text zum Nachdenken auch noch etwas für sein Auge. Lediglich ein Text kommt ohne Fotografie aus und wirkt dadurch irgendwie fehl am Platze.

Neben den Bildern erwartet den Leser eine Sammlung kleiner Gebete und Gedanken an Gott. Diese Texte sind meist sehr kurz gehalten und gehen in der Regel nur vier bis zehn Zeilen. Meist geht es um die Dinge, die Gott uns gegeben hat und die wir, egal wie kurz sie auch sind, würdigen sollten. Selbst wenn man sich weniger für Gott begeistern kann, regen diese Texte zum Nachdenken an. Religiöse Leser werden viele Dinge anders betrachten und Gottes Geschenke mehr schätzen können. In Kombination mit den Bildern, bei denen die Texte zur Ruhe kommen und die Gedanken zum Verweilen einladen, kann man sich sehr gut entspannen. Die Autorin versucht die Natur in Einklang mit den Menschen zu bringen. Oft nimmt man die Natur gar nicht in ihrer vollen Pracht war, sondern nimmt es als selbstverständlich an.

Obwohl die Texte sehr schön sind, wird dieses Werk nur einen kleinen Leserkreis ansprechen. Hauptsächlich wird es religiöse Menschen ansprechen. Gerade Atheisten könnten sich von den vielen Anspielungen auf Gott abgeschreckt fühlen. Das ist schade, denn die Nachricht, die die Autorin versucht mit ihren Texten zu vermitteln, geht jeden Menschen etwas an. Trotz ihrer Verbundenheit zu Gott hätte sie hier die Texte allgemeiner verfassen müssen, um einen größeren Leserkreis anzusprechen.

Im Großen und Ganzen ist das Buch eine nette Idee und regt mit seinen Texten zum Nachdenken an. Das Lesen macht Spaß, aber für meinen Geschmack hätten die Texte etwas allgemeiner gehalten werden können. Man kann den religiösen Anteil auch etwas allgemeiner Einbauen. Zudem können die Bilder im Buch nicht mit den versprochenen außergewöhnlichen Bildern mithalten, wenn man sie mit dem Cover-Beispiel vergleicht. Nichtsdestotrotz ist es eine interessante Sammlung von Naturfotografien und anregenden Texten.

===Bewertung===
Liebesbriefe an Gott“ ist eine Sammlung von Gedanken und Gebeten an Gott. Der Autorin gelingt es den Leser zum Nachdenken anzuregen und die Natur besser wahrzunehmen. Zahlreiche, aber leider nicht außergewöhnliche Fotos unterstützen diesen Vorgang. Für mich vier Sterne.

Pro: Gedankengänge, Coverbild
Contra: restlichen Fotos, stellenweise zu religiös
Empfehlung: ja


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Freundlinger, Eduard: Pata Negra

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==Geheimtipp für Krimifans==


Carmen erlangte das Bewusstsein. Etwas Spitzes bohrte in ihre Seite und es roch nach Zement. Sie konnte sich nicht bewegen und sah, wie Blut aus ihrer Nase in den grauen Staub tropfte. Sie atmete flach, Atmen schmerzte zu sehr. Was war geschehen? (Zitat S.7)

  

===Buchdaten===
Autor: Eduard Freundlinger
Titel: Pata Negra
Verlag: Allitera
Erschienen: 2011
ISBN-10: 3869061499
ISBN-13: 9783869061498
Seiten: 428
Kosten: 16,99€

===Zitierter Klappentext===
Der Münchner Kilian reist in die südspanische Stadt Almuñécar, um dem vermeintlichen Selbstmord seines Bruders Xaver nachzugehen. Dabei lernt er Joana kennen, Mitarbeiterin des Hotels, in dem sein Bruder starb. Joana leidet ebenfalls unter einem schweren Schicksalsschlag ihre Schwester Carmen wird seit Jahren vermisst. Die beiden entdecken einen Zusammenhang zwischen dem Tod Xavers und Carmens Verschwinden und beginnen, eigenmächtig zu ermitteln. Dann verschwindet plötzlich Joanas Mutter und nach einer riskanten Spurensuche ist nichts mehr so, wie es scheint..

===Meine Meinung===
Auf der Suche nach einem neuen Krimi bin ich bei einem Blog über die Rezension dieses Werkes gestolpert, sodass ich nicht lange überlegte und es mir bei einer Tauschbörse ertauschte. Krimis sind immer sehr heikel. Manche Themen sind einfach zu oft verwendet. Andere Werke sind einfach nur langweilig oder langatmig umgesetzt. Einen wirklich guten Krimi zu finden ist inzwischen nicht unbedingt leicht. Daher bin ich als Viel-Leser immer froh, wenn ich einen kleinen Geheimtipp finde.

Der Leser wird in die Welt von Kilian entführt, der den Selbstmord seines Bruders Xaver aufklären möchte. Dafür reist er extra von München nach Spanien, denn er kann sich nicht vorstellen, dass sein Bruder eine Überdosis Tabletten nehmen würde. Vor Ort trifft er auf Joana, eine Mitarbeiterin, die in dem Hotel arbeitet, in dem sein Bruder den Tod fand. Der Zufall will, dass auch sie ein Rätsel lösen möchte. Ihre Schwester ist seit Jahren verschwunden. Während sie sich austauschen, erkennen sie Zusammenhänge, die sie in tödliche Gefahr bringen.

Eigentlich keine neue Idee, aber die Meinungen von anderen Lesern sprachen trotzdem für das Buch.
Der Autor schreibt in der dritten Person, sodass der Leser sich sehr gut in die Situation hinein findet. Hin und wieder wird diese Schilderung unterbrochen, um den Blickwinkel des Mörders zu betrachten. Dadurch wird der Leser immer wieder neu gefesselt, was auch definitiv notwendig ist, denn die eigentliche Story ist anfänglich noch sehr langweilig. Nach und nach baut der Autor neue Wendungen und Hinweise ein, die den Leser zum Mitraten animieren und ihn so immer mehr in den Krimi einbinden. Auf diese Weise gelingt es dem Auto Spannung bis zum Schluss aufzubauen. Von der anfänglichen Langeweile ist spätestens nach 100 Seiten nichts mehr zu spüren. Zwar erfährt der Leser auf Seite, wer hinter den Morden steckt, aber Spannung bleibt trotzdem vorhanden, denn nun geht die Jagd erst richtig los. Welcher Mörder möchte schon gefangen werden.

Den Stil den Eduard Freundlinger an den Tag legt, ist detailliert, authentisch und logisch. Schauplätze, Figuren und Handlungen werden mit den wichtigsten Merkmalen versehen, sodass man sich alles sehr gut vorstellen kann, aber nicht mit unnötigen Details gelangweilt wird. Besonders die Protagonisten wurden so lebendig und sympathisch geschildert, dass man sie nicht nur ins Herz schließt, sondern sich mit ihnen so verbunden fühlt, dass man mit ihnen fühlt.
Durch diesen Stil lässt sich der Roman flüssig lesen, sodass selbst kleinere Rückblenden nicht als störend empfunden werden, sondern immer wieder gern gesehen werden, da man neue Hinweise erfährt.

Eigentlich sind dies alles sehr positive Merkmale. Diese werden durch einen kleinen Makel jedoch deutlich geschmälert. Immer wieder baut der Autor Handlungen ein, die der Geschichte neuen Pepp geben sollen, aber den Leser nur zu einem Kopfschütteln verleiten. Die Protagonisten kooperieren zwar mit der Polizei, aber teilen ihnen wichtige Details nicht mit, wodurch die Ermittlungen seitens der Polizei stark erschwert werden. Teilweise wirkt dies naiv, aber auch zwielichtig und man fragt sich, warum gewisse Dinge einfach verschwiegen werden.

Neben den Krimi-Aspekten gibt es in den 43 Kapiteln auch eine kleine Liebesgeschichte, die für einen zarten Hauch Romantik sorgt. Dabei setzt der Autor nicht auf prickelnde Erotik, sondern auf ehrliche Gefühle, die besonders die weiblichen Leser überzeugen werden.

Der Schluss überzeugte mich gänzlich. Spannend, mitreißend und komplett logisch, gibt er dem Buch das gewisse Etwas. Genauso habe ich mir den Abschluss für dieses Werk gewünscht.

Wie man erkennen kann, überzeugt das Buch beim Lesen genauso, wie ich es mir nach der Rezi erhofft hatte. Auch wenn die Grundidee vielleicht nicht sehr spektakulär ist, sorgt die aufkommende Spannung mit dem Hauch von Romantik für eine gelungene Umsetzung. Nur die teilweise naiven Handlungen waren bis zum Schluss störend. Nichtsdestotrotz kann ich das Buch jedem Krimi-Fan, der auf der Suche nach einem Geheimtipp ist, empfehlen.

===Bewertung===
Pata Negra“ überzeugt durch spannende Handlung mit einem Hauch von Romantik. Naive Handlungen und die undeutlichen Szenenwechsel schmälern das Lesevergnügen und sorgen für faire vier Sterne.


Pro: Spannungsfaktor, Schluss
Contra: Szenenwechsel
Empfehlung: ja


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Schinko, Barbara: Feengabe

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==Eine Autorin die man sich merken sollte==


Wer aus mir trinkt, der wird ein Fuchs!“, flüsterte Mavie und bereute es sofort – denn ihre Stimme klang so unheimlich und rau, als hätte wahrhaftig das Wasser gesprochen.
Sorley zog die Hand zurück. Er legte den Kopf schief und musterte Mavie aus wachen grauen Augen. „Die verhexen dich, wenn du bei ihnen trinkst!“, warnte sie. „Drum nehm ich ja vorher noch ’nen kräftigen Schluck.“ Er schöpfte erneut aus dem Rinnsal, und diesmal führte
er die Finger tatsächlich zum Mund. Mavie beobachtete bange, wie er schlabberte und schlürfte. Als ihm jedoch kein Pelz wuchs, konnte auch sie ihren Durst nicht mehr bezähmen. (Zitat aus der Leseprobe S. 7 (http://www.mondwolf.at/Die_Feengabe.html))

  

===Buchdaten===
Autor: Barbara Schinko
Titel: Feengabe
Verlag: Mondwolf
Erschienen: 2011
ISBN-10: 395030021X
ISBN-13: 9783950300215
Seiten: 300
Kosten: 14,55€
Serie: -

===Zitierter Klappentext===
Mitternacht und ein Jahr! Der Feenbann wird dünner und noch ehe der Geisterer ihn erneuern kann, verschwindet das ersteMädel. Zusammen mit ihrem Freund Sorley macht sich Mavie auf, um ihr Schwesterherz zubefreien. Doch wer den Feen verfallen ist, den kann nur wahre Liebe retten.

===Meine Meinung===
Barbara Schinko ist eine junge Autorin, die schon mit der recht kurzen Fantasy-Geschichte „Rabenfeder“ ihr Können unter Beweis gestellt hat. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sie sich an einem weiteren Fantasy-Werk versuchen würde. Endlich ist es soweit und ein 300 seitiger Fantasy Roman für Leser ab 16 Jahren wartet nun auf den Leser.

Doch auf den ersten Blick wirkt das Buch eher enttäuschend. Die düsteren Farben vom Cover passen gar nicht zu einem so farbenfrohen Buch, wie es die Kurzbeschreibung erwarten lässt. Der Klappentext lässt sich auf Grund der ähnlichen Farbe nur schlecht lesen, sodass man als Leser. Kein Vergleich zu den vorherigen Werken der Autorin. Man konnte nur hoffen, dass sie zumindest in ihrem gewohnt bildhaften Stil ihre einmaligen Ideen festgehalten hat.

Der Leser wird in die Welt der Schwestern Stella und Mavie entführt. Sie sind die Töchter des Gouverneurs von Dalin, einer kleinen Insel. Während Stella nur von Kleidern, Prinzen und Romantik träumt, ist Mavie genauso abenteuerlustig wie ihre Großmutter Grainne. Den Sommer haben sie bei ihrer Großmutter verbracht und müssen nun zurück. Doch irgendetwas scheint nicht zu stimmen. Wie es scheint wird der Bann der Geister schwächer und die Feen gelangen in die Welt der Schwestern. Zeitgleich lernt Mavie Sorley, den Sohn eines Abdeckers kennen. Stella lernt hingegen den Prinzen der Feen kennen und begleitet ihn. Für Mavie bedeutet es, dass sie mit Hilfe von Sorley und Grainne ihre Schwester retten muss. Doch die Reise und Rettung gestaltet sich schwerer als erwartet und sie müssen zahlreiche Abenteuer bestehen.

Wie ihr merkt, ist die Geschichte komplex, aber inhaltlich ein ansprechendes Fantasy-Abenteuer für jugendliche Leser. Mit diesem Werk spricht Barbara Schinko jedoch nicht nur jüngere Leser an, sondern hat auch junggebliebene Leser wie mich überzeugt.

Anfänglich schien mir der Einstieg etwas schwer, sodass meine Bedenken vom Cover her stetig wuchsen. Als Leser wurde ich einfach zu schnell in diese komplexe Geschichte geworfen und wusste gar nicht wo ich mich genau befand. War es noch die reale Welt, in die später Magie kommen würde oder war es doch schon eine ausgedachte Welt?! Zudem waren die Charaktere zwar bildhaft beschrieben, aber es dauerte einige Seiten bis sie mir vertrauter waren und ich mich besser in sie hineinversetzen konnte. Irgendwann ist jedoch der Punkt erreicht, an dem es Barbara Schinko schafft, eine fantasievolle, märchenhafte Stimmung zu schaffen. Gerade die märchenhafte Stimmung kommt besonders gut durch. Immer wieder kommt bei mir dieser Aha-Effekt, dass ich ein altes Märchen im Ansatz wiedererkenne. Das macht die Geschichte gleich noch liebenswerter. Dabei gibt sich die Autorin sehr viel Mühe, wenn es um liebevolle Details geht. Man sieht die farbenfrohen Schauplätze und ulkigen Figuren direkt vor seinem inneren Auge.
Wer jetzt jedoch ein langweiliges Märchenbuch erwartet, wird enttäuscht oder besser gesagt überrascht. Mit jeder Seite baut die Autorin geschickt Spannung auf, die sie durch verschiedene Wendungen und Überraschungen auf einem angenehmen und konstant ansteigenden Level hält. Durch all diese Faktoren merkt der Leser gar nicht, wie schnell die Seiten an ihm vorbeifliegen. Es lässt sich einfach leicht und flüssig lesen. Ihre gelungene Handlung und der lebendige Stil werden mit einem krönenden Schluss abgerundet. Er ist authentisch, märchenhaft, spannend, logisch und passt perfekt zu der vorangegangenen Story. Zum Schluss hatte ich Mavie durch ihre liebe, chaotische Art, so sehr ins Herz geschlossen, dass ich etwas traurig war, als das Buch endete. Aber auch die anderen Charaktere sind nicht nur individuell, sondern so ansprechend, dass man sie einfach nur ins Herz schließen kann. Für jeden Leser ist mindestens eine Figur dabei, die ihnen gefallen wird. Vom coolen Held, über den trotteligen Prinz bis hin zur bösen Königin ist alles dabei. Hier hat die Autorin viel Kreativität an den Tag gelegt.

Im Großen und Ganzen wirkt das Buch auf den ersten Blick eher abschreckend, aber verzaubert jung und alt durch einen märchenhaften Inhalt. Mich konnte Barbara Schinko erneut mit ihrem lebendigen, detaillierten, liebevollen und erfrischenden Stil überzeugen.

===Bewertung===
Barbara Schinko glänzt als junge Autorin mit einem besonders modernen und frischen Stil. Ihre Werke sind einmalig fantasievoll und suchen ihresgleichen. Da nimmt man das düstere Cover gerne in kauf. Von mir gibt es fünf Sterne.

Pro: Stil, Handlung, Märchenanteil
Contra: Cover, Klappentext
Empfehlung: definitiv




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Laher, Ludwig: Und nehmen was kommt

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==Für Geld verkaufe ich meinen Körper==


Seit acht Jahren leidet Monika an Schlafstörungen.Sie wüncht sich so sehr , einige Stunden am Tag weg zu sein. Sie weiss nicht, dass Speed Gift ist dafür. Die späten Nächte auf der Luftmatratze sind jedenfalls die Hölle. Alles kommt hoch, sie erlebt sich als reine Versagerin.“ (Zitat S. 67)



===Buchdaten===
Autor: Ludwig Laher
Titel: Und nehmen was kommt
Verlag: Haymon Verlag
Erschienen: 2011
ISBN-10: 3852188857
ISBN-13: 9783852188850
Seiten: 221
Kosten: 9,95
Serie: -

===Zitierter Klappentext===
Monika weiß von Kindheit an, dass sie völlig auf sich gestellt sein wird. Ausgenützt, hintergangen und gedemütigt scheint ihr Weg als Prostituierte am Strich und in Clubs an der tschechischen Grenze vorgezeichnet. Aus Zuneigung und der Herausforderung wegen bietet ein Kunde dieser kaputten, extrem misstrauischen Frau eine neue Perspektive. Sie möchte die Chance nutzen, doch zeigt sich, dass eine Kindheit und Jugend wie ihre nicht so leicht wiedergutzumachen sind.
Ludwig Laher schildert in seinem Roman die Entwicklung dieser Frau ebenso präzise wie beklemmend. Gleichzeitig ist das Buch ein messerscharfer Befund über gesellschaftliche Zustände mitten in Europa. Jenseits moralisierender Anklage gelingt Laher so das Wunderwerk einer Literatur, der es darum geht, soziale Zusammenhänge und individuelle Gefühlsregungen bis in die feinsten Verästelungen wahrzunehmen. (Ewald Schreiber, Der Standard).

===Meine Meinung===
Ludiwig Laher ist für schockierende, provozierende, brisante und hochaktuelle Themen bekannt. Auch in seinem neustem Roman darf man keine schöne Geschichte erwarten.

In seinem Werk „Und nehmen was kommt“ begleitet der Leser Monika, eine junge Roma, aus der Ostslowakei. Geboren wird sie einer tristen Hütte, mit einer behinderten Schwester und einem Säufer als Vater. Nach einer mehr schlechten als rechten Kindheit ohne Liebe und Bildung, bleibt ihr nur der Ausweg in die Prostitution. Straßenstrich und diverse Clubs bieten schnelles Geld und einen gewissen Grad an Aufmerksamkeit. Misshandlungen und Demütigungen über Jahre zerstören die junge Persönlichkeit nach und nach. Dazu kommen noch die Drogen. Als ein Kunde ihr einen Ausweg anbietet, versucht Monika diese Chance zu ergreifen. Doch nach all den Jahren ist es schwer diese Vergangenheit hinter sich zu lassen und ein neues und unbekanntes Leben zu beginnen.

Damit greift Ludwig Laher wieder ein heikles, stets aktuelles Thema auf, das mitten im Herzen von Europa spielt und damit greifbar ist. Ludwig Laher schildert authentisch in einem teilweise sachlichen, protokollartigen und aufzählenden Stil, in Kombination mit einer distanzierten Sichtweise, das tragische Leben von Monika. Wobei man bald feststellen wird, dass Monikas Name durch viele andere osteuropäische Mädchennamen beliebig ersetzt werden könnte. Ihr Schicksal ist leider Gottes kein Einzelschicksal. Anfänglich ist sein Stil durch die Distanz so nüchtern, dass es schwer fällt sich richtig in das Leben von Monika hineinzuversetzen. Mit der Zeit merkt der Leser jedoch, dass er sich der Hauptperson näher fühlt, als er eigentlich dachte. Die Abfolge von Gewalt auf Gewalt, Drogen auf Sex, Demütigungen auf Misshandlungen zeigt dem Leser deutlich wie nah ihm dieses Schicksal am Ende doch geht. Vor allen Dingen, wenn man weiß, dass dies bittere Realität ist und keine Fiktion.

Das Buch ist nichts für schwache Gemüter. Obwohl es keineswegs brutal oder unterhalb der Gürtellinie ist, geht es dem Leser richtig ans Herz und wird ihn noch lange bewegen. Doch es wird auch andere Meinungen geben, die das hart beschriebene Schicksal von Monika belächeln und sich in der Meinung bestätigt fühlen, dass diese Mädchen doch immer wieder zu dumm seien. Genauso viele Meinungen sagen, dass wer aufhören will es auch schafft. Die Meinungen werden auch am Ende des Buches noch vorhanden sein, aber es zeigt, dass viele solcher Mädchen nicht wissen, wie sie aus dem Sumpf von Drogen, Schmutz und etwas Geld wieder herauskommen sollen, geschweige denn, wie sie es hätten vorher umgehen können. Das für solche Personen der Ausstieg alles andere als leicht ist, ist schon bei uns sichtbar. Für solche Mädchen hingegen ist es noch eine Spur schlimmer. Auch diese Momente fängt der Autor gekonnt auf.

Das wirklich harte an dem Buch ist jedoch die Tatsache, dass diese Mädchen fast alle noch Kinder sind. In anderen Ländern spielen solche Mädchen noch mit Puppen, sammeln erste Erfahrungen mit ihrem Freund und gehen zur Schule. Alltägliche Dinge für sie, die Mädchen wie Monika nie kennenlernen werden.

===Bewertung===
Ludwig Laher ist es wieder gelungen ein tragisches Schicksal herauszusuchen, dass für viele weitere Schicksale steht. Es rüttelt auf, wird viele Leser provozieren und am Ende für jede Menge Gesprächsstoff sorgen. Aus diesem Grund kann ich nur sagen Daumen hoch, fünf Sterne.


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Hitchcock, Alfred: Die drei ??? Codename Cobra

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==Vorgetäuschter Tod==




Er ist verunglückt? Aber wie konnte dann Julia -?“ „Mit dem Auto, sagen Sie?“ fiel Peter Bob ins Wort. „Vor vier Wochen schon? Aber dann -“ „Wie konnte dann Julia überhaupt eine Nachricht von ihm bekommen?“ wunderte sich Bob und übertonte nun seinerseits Peter. (ZITAT S. 29)


===Buchdaten===
Autor: Alfred Hitchcock, Erzählt von Marco Sonnleitner
Titel: Die drei ??? Codename Cobra
Verlag: Carlsen
Erschienen: 2004  
ISBN-10: 3551359032
ISBN-13: 9783551359032
Seiten: 144
Kosten: 5,95€
Serie: Die drei ???

===Zitierter Klappentext===
Die 10-jährige Julia erhält eine seltsame E-Mail von ihrem Bruder Ted. Das Problem ist nur: Ted kam vor wenigen Wochen bei einem Autounfall ums Leben. Julia bittet die drei ??? um Hilfe. Doch dann verschwindet sie selbst plötzlich spurlos und die Nachwuchsdetektive haben nur einen Anhaltspunkt: Das Bild einer Cobra in der E-Mail von Ted. Doch wofür steht die Cobra?

===Meine Meinung===
Die Reihe „Drei ???“ steht für Spannung, Mitraten und viele Überraschungen. Während manche Fälle eher schleppend beginnen, werden Leser bei diesem Fall sofort ins Geschehen einbezogen.

Julia, 10 Jahre alt, bekommt von ihrem 24jährigen Bruder eine Email indem er sie um Hilfe bittet, die sie bei den drei Detektiven holen soll. Anfänglich nehmen die drei Fragezeichen den Fall gar nicht so ernst, doch als Julia verschwindet und ihr Vater ihnen offenbart, dass sein Sohn vor vier Wochen bei einem Autounfall verstorben ist, wird den drei Freunden klar, dass hier viel mehr dahinter steckt. Der einzige Hinweis ist eine verschlüsselte Email, die sie quer durch Rocky Beach führt. Bald entdecken sie die gesamte Tragweite des Falls und geraten in tödliche Gefahr.

Überraschenderweise fällt bei diesem Werk die seit meiner Kindheit übliche Einführung durch Alfred Hitchcock weg. Wer die drei ??? nicht kennt, muss sie über den Fall kennenlernen. Früher gab es stets eine kurze Vorstellung von Justus, Peter und Bob. Selbst wenn man es nicht brauchte, war es immer gut zu wissen, dass Neueinsteiger so gut eingeführt werden.

Hier geht es gleich mit der eigentlichen Geschichte los. Wer die Protagonisten nicht kennt, bekommt nun in der Vorgeschichte die Möglichkeit sich von der Situation und den Freunden ein Bild zu machen. Schnell wird klar, dass sich dieser Fall um Computer drehen wird, denn in der Vorhandlung steht Justus mit dem PC auf dem Kriegsfuß. Kurz darauf beginnt der eigentliche Fall langsam Konturen anzunehmen. Ein junges Mädchen weinen zu sehen, weil ihm niemand hilft, da können die Freunde nicht stillsitzen. Doch vorab wollen sie sich erst einmal informieren und das Okay von ihrem Vater holen. Schließlich besteht die Gefahr, dass ihr älterer Bruder bei illegalen Dingen in Gefahr geraten ist. Schon hier versucht der Autor den Leser auf den richtigen Weg zu führen und mit dieser kleinen Anmerkung aufzeigen, dass die Kult-Detektive nichts mit krummen Geschäften zu tun haben wollen.

Schon ab diesem Zeitpunkt versucht der Leser mitzuraten, worauf der Fall hinauslaufen wird und warum nun auch das Mädchen verschwunden ist. Immer neue Hinweise versuchen den Leser, aber auch die drei Fragezeichen auf den richtigen Weg zu bringen. Allerdings finde ich, dass hier einfach vieles vorausgesetzt wird und ich einige Dinge, wie zum Beispiel die Benutzung des Programms, nicht gänzlich verstanden habe. Trotzdem erscheint alles logisch aufgelöst zu sein.
Mit jeder Seite wird der Fall spannender und es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch dieses Abenteuer den Spannungshöhepunkt erreicht. Dieser lässt jung und alt mitfiebern, auch wenn man weiß, dass alles glimpflich ausgehen wird. Man möchte schließlich wissen, wie sie wieder aus dieser Gefahr herauskommen. In diesem Fall ist es mehr als knapp und dadurch wird der Schluss zum richtigen Nervenkitzel.

Der Stil ist wie gewohnt lebendig, bildhaft und authentisch. Schauplätze, Charaktere oder Handlungen werden so realistisch beschrieben, dass Leser das Gefühl haben mitten im Geschehen zu sein.

Vom Alter her ist das Buch für Leser ab 10 Jahren empfohlen. Ich habe schon früher alle Abenteuer im Alter von acht Jahren gelesen. Hier muss man aber individuell schauen, wie gut die Kinder schon lesen können und wie viel Spannung sie vertragen.

Auch dieses Abenteuer hat mich persönlich wieder mal überzeugt. Aus diesem Grund kann ich es ohne Einschränkung jung und alt empfehlen.

===Bewertung===
Gewohnt spannend, realistisch und mit vielen Möglichkeiten zum Mitraten kommt der neue Fall daher. Bis zum Schluss wird es immer rasanter und mit einem richtigen Boom endet das Buch. Dafür gibt es fünf Sterne.


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Wer Abenteuer wie die drei ??? erleben will, braucht das richtige Spielzeug. Meinen Sohn decke ich hier ein, damit er seine Abenteuer als Detektiv ausleben kann. 

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McDonald, Fleur: Wilder Eukalyptus

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==Gelungene Australien-Saga==


Gemma wachte schweißgebadet auf. Wieder dieser Albtraum. Erst das trudelnde Flugzeug, dann, wie sie zur Absturzstelle gerannt war, zu Adam. Sein blutverschmiertes Gesicht und seine verdrehten Gliedmaßen. Ihr lauter Frustschrei, als es ihr nicht gelungen war, die Cockpittür zu öffnen. Da hatte Adam plötzlich die Augen aufgeschlagen. ...“ (Zitat. S. 9. Mehr unter http://www.amazon.de/Wilder-Eukalyptus-Australien-Saga-Fleur-McDonald/dp/3442374251/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1316428230&sr=8-1)


===Zitierter Klappentext===
Adam Sinclair stirbt bei einem Flugzeugabsturz und hinterlässt seiner jungen Frau Gemma eine große Schaffarm – und ein schweres Erbe. Denn gerade als Gemma wieder Zuversicht schöpft, fällt ein schrecklicher Verdacht auf sie: War Adam in Schiebereien verstrickt? Und wie viel weiß sie selbst darüber? Sie beteuert ihre Unschuld, doch nur ihre Freundin Jess glaubt ihr – und Ben, ein neuer Tierhändler, der umwerfend aussieht und ganz offensichtlich sein Herz an Gemma verloren hat. Gemeinsam stoßen sie auf Adams dunkles Geheimnis, und Gemma versteht, dass nichts in ihrem Leben so war, wie sie dachte …

===Meine Meinung===
Eine Australien-Saga kann genauso wie eine Afrika-Saga landschaftlich ein Highlight und spannend beschrieben sein. Auf der anderen Seite sind viele Werke in diesem Genre oft langweilig, kitschig und meist sehr ähnlich.

In diesem Buch wird der Leser in das Farmleben von Gemma entführt. Ihr Mann ist vor kurzem bei einem Flugzeugabsturz verstorben, und sie muss nun allein die Farm bewirtschaften. Sie gibt ihr Bestes, als sie plötzlich in Verdacht gerät Viehdiebstähle zu begehen, um ihre finanzielle Lage aufzubessern. Sie selbst beteuert ihre Unschuld und kann nicht glauben, dass ihr Mann darin verwickelt war. Doch dann eskalieren die Dinge und neue Beweise belasten sie stark. Lediglich ihre Freundin Jess, ihre Mitarbeiter und der Tierhändler Ben glauben an ihre Unschuld. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn augenscheinlich versucht ein Unbekannter Gemma die Diebstähle anzuhängen.

Das Buch beginnt einige Zeit nach dem Flugzeugabsturz. Gemma hat mit dem Tod ihres Mannes und der Bewirtschaftung der Farm genügend zu tun. Während der Anfänge wird Gemma den Lesern als bemerkenswerte, starke, liebenswerte und sympathische Persönlichkeit dargestellt. Als Leser hatte ich keine Probleme mich in ihre Gedanken und Handlungen hineinzuversetzen. Dafür hat die Autorin sie einfach zu lebendig und authentisch beschrieben. Den gleichen Detailreichtum den Fleur McDonald bei ihren Protagonisten an den Tag legt, findet man auch bei den landschaftlichen Beschreibungen. Bei einer Australien-Saga finde ich persönlich eine atemberaubende, bildhafte Schilderung der Landschaft sehr wichtig. Damit hatte die Autorin schon einen dicken Pluspunkt bei mir.

Neben den gelungenen Beschreibungen ist Fleur McDonald zudem die Handlung gelungen. Sie hat rund um Gemma eine Mischung aus romantischer, ländlicher und spannender Aspekte verwendet. Dadurch kommt es während des gesamten Buches zu keiner langatmigen Passage. Im Gegenteil, einmal in der Geschichte mag man gar nicht mehr aufhören. Nach rund 170 Seiten ahnt der Leser schon, wer hinter dieser Rache-Aktion steckt. Nur die Hintergründe sind noch etwas unklar. Diese möchte man als Leser erfahren und liest aus diesem Grund schon weiter. Zudem möchte man erfahren, welche Rache-Aktionen noch geplant sind. Durch diese Rache wird die Handlung bis zum Schluss richtig spannend gehalten. Immer neue Wendungen und kleine Überraschungen sorgen für die richtige, mitreißende Stimmung.Wie bei einer solchen Saga gibt es ebenfalls einen romantischen Anteil. In diesem Buch baut die Autorin mehrere Liebesgeschichten ein. Diese sind arg vorhersehbar, aber zum Glück nicht kitschig. Lediglich der Epilog wirkt kitschig und hätte gerne weggelassen werden können.

Diese Kombination aus einer atemberaubenden landschaftlichen Highlight gepaart mit den romantischen Paarungen und der gelungenen Spannung macht Lust auf mehr. Obwohl ich wenig Zeit zum Lesen hatte, konnte ich das Werk nicht aus der Hand legen. Es ist zwar vorhersehbar und sicherlich nicht so spannend, wie ein brutaler Thriller, aber mir hat das Buch sehr gut gefallen.

===Bewertung===
  
Fleur McDonald ist mit ihrem Erstlingswerk „Wilder Eukalyptus“ ein erstklassiger Bestseller gelungen. Spannend, romantisch, bildhaft, lebendig, aber leider sehr vorhersehbar. Aus diesem Grund bekommt das Werk meine Empfehlung, aber nur vier Sterne.

===Buchdaten===
Autor: Fleur McDonald
Titel: Wilder Eukalyptus
Originaltitel: Red Dust
Verlag: Blanvalet
Erschienen: 2010
ISBN-10: 3442374251
ISBN-13: 9783442374250
Seiten: 352
Kosten: 8,95


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