Frischfleisch war ich auch mal / Matthias Gerschwitz

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Heute habe ich mal wieder ein Buch für euch, das ich euch unbedingt vorstellen muss. Es ist sehr selten, dass ich E-Books lese, aber ab und an kommt auch das mal vor. So wie dieses. Vor vielen Jahren habe ich das erste Werk von Matthias gelesen. Nun geht seine Geschichte schon in die dritte Runde. Nachdem er mir so lieb einige Fragen bezüglich einer Pressemappe beantwortet hat, wollte ich natürlich sein neustes Werk auch lesen.


FAKTEN ZUM BUCH
Autor. M. Gerschwitz
Titel: Frischfleisch war ich auch mal 
Taschenbuch: 152 Seiten
Verlag: Pax et Bonum; Auflage: 1 (24. November 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3943650936
Genre:Humor
Preis:€ 12,99
Gelesen in: 4 Tagen

DAS COVER
Ganz ehrlich, das Cover finde ich langweilig. Bei Frischfleisch hätte ich mir ganz ehrlich frisches Fleisch gewünscht. Zum Beispiel das Gesicht des Autors nur eben aus verschiedenen winzigen Fleischteilen zusammengesetzt. 

WORUM GEHT ES
Frischfleisch war ich auch mal. Dies ist kein sentimentaler Rückblick auf die Vergänglichkeit der Jugend, sondern eine Hommage an das Leben. Matthias Gerschwitz mischt biographische und fiktive Splitter mit Gedanken zu aktuellen Themen. In 23 Kapiteln rund um »älter werden« und »jung bleiben«, um Haare, Wurst und Fernsehen, um homo- und heterosexuelle Menschen sowie um Comedy, Reisen und Zwischenmenschliches nimmt er die Leserinnen und Leser humorvoll-augenzwinkernd – aber auch ein wenig nachdenklich – mit auf eine Reise durch den Wandel der Zeiten. (Quelle: Klappentext)

MEINE LESEEINDRÜCKE
Jung sein, das wünscht sich jeder. Doch der Drang und Wunsch ist in der Schwulensezene noch deutlich ausgeprägter, als in der restlichen Welt. Ich hoffe, ich darf es so drastisch sagen. Vielleicht versucht der Autor genau aus diesem Grund mit dem Titel etwas aufzurütteln, denn ganz ehrlich Matthias ist nicht alt.

Das Buch befasst sich mit seiner Jugend und dem Älterwerden. Nicht allein für homosexuelle, sondern für alle Menschen dieser Welt. Denn Ängste und der Wunsch ewig jung zu sein, betrifft ganz klar uns alle. Trotzdem geht er natürlich auf seine Jugend ein. Die Tatsache, dass vieles nur heimlich stattfinden konnte, Angst und die vielen Diskriminierungen, die das Leben eben mit sich bringt, wenn man etwas anders ist, als es die Gesellschaft möchte. Gerade in den 70er Jahren war dies noch sehr ausgeprägt. Männer lieben Männer, das geht ja mal so gar nicht. 

Erst später wurde es besser und sein Rückblick gibt Mut, zeigt die Zeit im Wandel. Manche Dinge verbessern sich, andere verschlechtern sich. Wichtig ist jedoch, dass man niemals sein eigenes Ziel aus den Augen verliert und denkt dafür ist man doch zu alt. Okay mit 75 muss man nicht mehr den Bauchfrei-Trend ausprobieren, aber andere Dinge sollte man definitiv ausprobieren. Wie zum Beispiel ein Buch schreiben, neue Länder entdecken. Dinge, die man immer schon machen wollte. 

Nicht ernst, sondern mit einer guten Portion Humor ist das Buch versehen, sodass einige davon sicherlich zum Schmunzeln bringt. Bei mir etwas schwerer, aber ich bin jemand, der nur wenig über solche Werke lachen kann. 

FAZIT
Toll, humorvoll, ehrlich geschrieben. Matthias gelinkt es aufzurütteln und auch zu motivieren.



COVER💜💜💜
STIL💜💜💜💜
CHARAKTERE💜💜💜💜💜
SPANNUNGNicht relevant
HUMOR💜💜💜 
LIEBE💜💜💜💜 
GESAMT💙💙💙💙 

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