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Der Kinderdieb / Brom

Es ist schon verdammt schwer ein Buch zu finden, das man lesen möchte, wenn im Regal und verschiedenen Kisten rund 1000 Schätze darauf warten gelesen zu werden. In meinem Regal stehen nun rund 40 Bücher, die ich einfach blindlings aus sortiert habe und die ich als nächstes lese, damit die Auswahl einfach kleiner ist. Darunter ein Buch, welches ich mir vor vielen Jahren bei einem Gewinnspiel ausgesucht habe, weil ich Peter Pan liebe und nur positives bei anderen Bloggern gelesen habe. Nachdem ich es immer vor mir hergeschoben habe, weil ich dachte eine echte Perle im Regal zu haben, kam dies nun als erstes in mein Leseregal. Ein Lesevergnügen ist es geworden, aber anders als erwartet. Doch beurteilt selbst.


FAKTEN ZUM BUCH
Autor: Brom
Titel: Der Kinderdieb
Originaltitel: The Child Thief
Erschienen: 15. Februar 2010
Verlag: PAN
ISBN-10: 3426283298
ISBN-13: 978-3426283295
Seitenanzahl: 664
Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 15,2 x 4 cm
Preis: € 3
Genre: Horror, Märchen, Fantasy
Gelesen in: 3 Tagen

DAS COVER
Das Cover stellt den echten, wahren Peter Pan, so wie er in diesem Buch zu finden ist, dar. Gruselig und macht neugierig auf das Buch. Gefällt mir sehr gut.

FIGUREN IM ÜBERBLICK
Peter – Halbelf
Nick – Wagemutig, stark, klug, liebt Skateboards

INHALTLICHE FAKTEN
Ort: Avalon, Brooklyn
Zeit: 2000er
Perspektive: Allwissend
Alter der Figuren: bis 18 :)

WORUM GEHT ES IN DEM BUCH
Peter ist kein gewöhnliches Baby, sondern hat einen Elf als Vater, weswegen er vom Rest der Familie, die ihn für einen Teufel hält, im Wald ausgesetzt wird. Der Moosmann Goll nimmt sch seiner an und versucht Peter mit seinen Hilfestellungen am Leben zu halten. So muss Peter sich sein Essen stets selbst suchen, sonst geht er mit leere Magen ins Bett. Irgendwann reicht es Peter jedoch nicht mehr, nur Gesellschaft von Goll zu haben, er möchte mit gleichaltrigen Kindern spielen, was eine Flucht und die Ermordung von Goll zur Folge hat. Peter erkennt nicht nur, das er wirklich anders ist, sondern auch, dass es eine Regel gibt, die besagt, nur die stärksten Überleben und „fressen oder gefressen werden“. In seiner Trauer und Wut wird er von drei Elfen nach Avalon entführt, wo er sich gegen die Moorhexe Ginny behauptet. So lernt er etwas später die Dame von Avalon und ihre Aufgabe das Land mit Nebel vor Eindringlingen zu schützen. Doch leider ist das Land stark bedroht und Peter muss handeln, wenn er es beschützen will. Er entführt Menschenkinder mit deren Einverständnis , um sie für sein Kinderheer zu sammeln. Da wäre zum Beispiel Nick, der sich mit einem Drogendealer anlegt, oder Nathan, der den Tod seines Bruders rächen will. Immer wenn Kinder in die Enge geraten und keine Hilfe von Erwachsenen haben, schnappt Peter zu. Er hilft ihnen, bietet seine Freundschaft an, und wenn sie ihm vertrauen, nimmt er sie, sofern sie zustimmen mit nach Avalon. Doch der Weg ist nicht ungefährlich und nur die stärksten und besten Kinder kommen überhaupt nach Avalon. Schnell wird den Kindern klar, das auch Peter sie nur ausnutzt um zu gewinnen, und die Alternative nur der Tod ist. Wie das Buch ausgeht? Lest selbst.

SARAHS LESEEINDRÜCKE
Mit Peter Pan und seiner Geschichte verbinde ich grundsätzlich irgendwie Kindheit. Ich hatte eine schöne Buch-Umsetzung des Abenteuers, kannte die verschiedenen filmtechnischen Umsetzungen und mag die Geschichte noch heute. Wie es aber bei Märchen oder solchen Kindergeschichten der Fall ist, gibt es im Grunde auch immer eine düstere Seite. Nehmen wir zum Beispiel „Rotkäppchen“. Jedes Kind kennt das Märchen, aber jeder überliest das Fressen der Oma. Warum also nicht auch bei Peter Pan. Es muss schließlich nicht immer alles rosarot sein.

Erzählt wird die Geschichte aus Sichtweise eines allwissenden Erzählers mit dem Fokus auf Peter. Gedanken werden deutlich mit kursiver Schrift hervorgehoben. Auch die anderen Kinder, besonders Nick kommen immer wieder in den Fokus, sodass ein rundes und harmonisches Erzählbild entsteht.

Gerade am Anfang muss man sich erst einmal in die Geschichte einfinden, denn der Autor begleitet Peter beim Fangen verschiedener Kinder und unterbricht es gerne immer wieder mit Rückblenden zu Peters Werdegang. Ich persönlich hätte eine zusammenhängende Rückblende für einfacherer und einprägender empfunden, als die ständigen Wechsel der Perspektive. So ist es am Anfang etwas schwerer zu erkennen, welche Figuren und Informationen relevant sind.

Hinzu kommt die Tatsache, dass man sich mit Peter erst einmal selbst anfreunden muss, denn im Kopf ist gerade bei uns Erwachsenen noch das Bild vom grünen Peter mit seinem Schatten, den Wendy ihm annäht. Peter selbst ist so düster, hinterhältig, mörderisch und egoistisch, dass es ein Kontrast wie schwarz und weiß ergibt, auf den man sich eben erst einmal einlassen muss. Verstärkt wird das ganze durch die recht harte Sprache, die oft vulgär und nichts für empfindsame Menschen ist. Viele Szenen sind unglaublich hart, brutal und blutig.

Auch sonst ist das Buch sehr düster und erinnert eher an Dark-Fantasy. Das ist nicht schlecht, aber definitiv anders als erwartet. Gerade zum Schluss hin wir die Geschichte noch eine Spur härter und lässt erahnen, dass es kein Märchen Happy End geben wird.

FAZIT: Das Buch ist anders als erwartet und mit Sicherheit eine interessante Umsetzung, die aber nicht jeden Überzeugen könnte. Mir war Peter am Ende einfach zu böse, zu düster, sodass ich dem Buch nur vier Sterne geben kann. 

COVER💜💜💜💜💜
STIL💜💜💜
CHARAKTERE💜💜💜
SPANNUNG💜💜💜
HUMOR💜💜 
ACTION💜💜💜💜 
GESAMT💙💙💙💙

Kommentare

  1. Huhu,
    schöne Rezension. Ich habe das Buch vor einigen Jahren gelesen und war total begeistert. Eben weil es so düster und brutal ist. Da sieht man mal, wie unterschiedlich die Geschmäcker sind. ;)

    LG Alica

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