Haushaltshilfe über die Krankenkasse - Tipps und Tricks

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Heute möchte ich mich mal keinem Buch widmen, sondern euch einen kleinen Ratgeber selbst verfassen, denn ich habe gerade gemerkt, wie wenig Leute sich in diesem Bereich wirklich auskennen und da ich selbst gerade in dieser Situation bin, hoffe ich euch, damit vielleicht helfen zu können.

WENN MAN SELBST NICHT KANN
Manchmal geht es gesundheitlich einfach nicht mehr so, wie man möchte. In meinem Fall zum Glück nichts ernstes, denn ich habe vor einigen Tagen meinen süßen Sohn zur Welt gebracht, aber nach einem Kaiserschnitt muss man zumindest einige Tage im Krankenhaus bleiben. Theoretisch kein Problem, aber wenn man kleine Kinder zu Hause hat, wollen diese betreut werden. Nicht immer ist das über die Familie möglich oder es ist gar nicht bewusst, dass es diese Variante gibt. Für uns war in dieser Situation klar, mein Mann bleibt zu Hause. Unsere Söhne sind 5 und 2 und diese können sich nun einmal nicht alleine versorgen. 

HILFE ÜBER DIE KRANKENKASSE
Was nun viele nicht wissen, man kann über die Krankenkasse Haushaltshilfe beantragen, die sich zum Beispiel um die Betreuung der Kinder kümmert. Eine solche Hilfe ist nicht nur für einige Stunden in der Woche buchbar, sondern auch für Monate und das täglich mehrere Stunden. Eine gute Freundin von uns nutzt diese Möglichkeit, da sie bis zur Entbindung im Bett bleiben muss, und bekommt so 8 Stunden am Tag eine Haushaltshilfe gestellt.

FREMDE IM HAUS
Nicht immer muss das eine fremde Person sein. Und dieser Punkt ist leider vielen Menschen gar nicht bewusst. Wer möchte schon über Stunden von einer fremden Person betreut werden? In manchen Situationen ist es schön und hilfreich, in manchen jedoch kann es auch schnell unangenehm werden. Was jedoch viele nicht wissen ist, dass die Krankenkasse im Falle einer Haushaltshilfe auch für eine bestimmte Zeit den Ehepartner oder ein anderes Familienmitglied bezahlt. 

WAS DAS BEDEUTET
In unserem Fall hat mein Mann bei der Krankenkasse nachgefragt, ob diese in unserem Fall eine Haushaltshilfe stellen würde. Bei zwei kleinen Kindern wird ein solcher Antrag nicht abgelehnt. Nun besteht die Möglichkeit, diese Haushaltshilfe selbst zu erbringen. Dafür sendet die Krankenkasse einen Antrag zu, den der Arbeitgeber und Antragsteller ausfüllen muss. Für die Zeit der Betreuung stellt der eigene Chef seinen Mitarbeiter seinen Mitarbeiter unbezahlt frei und die Krankenkasse übernimmt den Verdienstausfall. Wie hoch dieser Betrag ist, hängt natürlich vom Verdienst und dem Höchstsatz ab. In unserem Fall hätte die Kasse pro Tag einen Verdienstausfall von maximal 75€ übernommen. Das hat bei uns dem Vorteil, dass kein extra Urlaub anfällt, mein Mann sich nicht krankschreiben braucht und die Kinder sich nicht an eine fremde Person gewöhnen müssen.

FAZIT
Eine Haushaltshilfe über die Krankenkasse zu beantragen ist nicht verkehrt und in manchen Situationen sollte man sich ganz klar nicht scheuen. Gerade bei einer bevorstehenden Geburt, sollte man nicht lange zögern. Wäre es nicht unser letzter Nachwuchs, wir würden es beim nächsten Kind wieder so halten. Daher auch mein Tipp für euch, damit ihr es gleich von Anfang an wisst. 
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Zwei Engel im Himmel / Denise Williams

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Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, welches für jede Mutter oder auch für jeden Vater ein absoluter Alptraum ist. Es handelt davon die eigenen Kinder zu verlieren. Da ich gerade schwanger bin und selbst Mama von entzückenden Jungs bin, ist das Buch natürlich schon harter Tobak. Trotzdem habe ich mich neugierig an das Geschenk meiner Mutter gemacht.


==ooo BUCHFAKTEN ooo==
Autor: Denise Williams
Titel: Zwei Engel im Himmel
Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Weltbild (2015)
ISBN-10: 3828932894
Preis: € 15€
Genre: Biographie
Gelesen in: 3Tagen

==ooo DAS COVER ooo==
Das Cover zeigt die beiden Jungs, sodass der Leser eine gewisse Vorstellung hat, wie ihre Kinder aussahen. Das finde ich gut und sorgt für den richtigen Einstieg in das Buch.

==ooo DIE WICHTIGSTEN FIGUREN IM ÜBERBLICK ooo==
Denise – Mama, Prostituierte, späte Kämpfernatur
Steve – Vater, brutal, Säufer
Bret und Brad Lee – Ermordete Jungs

==ooo INHALTLICHE FAKTEN ooo==
Ort: England
Zeit: 1990-2010er
Perspektive: Sichtweise von Denise
Alter der Figuren: Gemischt

==ooo ZITAT FÜR DIE VERANSCHAULICHUNG DES STILS ooo==
Bis meine jüngeren Schwestern geboren wurden, dachte ich,
von Dave geschlagen zu werden wäre normal. Von einem erwachsenen
Mann mit einem Gürtel geschlagen zu werden, weil
man zu viel Spülmittel fürs Geschirrspülen benutzt hatte, war
doch sicher etwas, was den meisten Fünfjährigen, die Seifenblasen
mochten, passierte. Gegen das Schienbein getreten zu werden
war doch wohl üblich bei jedem Kind, das vergaß, im Haus
die Schuhe auszuziehen, oder nicht? (Zitat S. 12)

==ooo INHALT IN EIGENEN WORTEN ooo==
Denise ist 7 Jahre alt, als sie erkennen muss, dass nicht alle Menschen gleich sind. Ihr Stiefvater schlägt sie wegen jeder Kleinigkeit und ist nur zu seiner leiblichen Tochter wirklich nett. Dave trinkt, Dave ist brutal und macht sogar Denise verantwortlich, als ein Auto sie einfach anfährt. Ähnlich wie bei Aschenputtel kommt jedoch im Alter von 16 Jahren Steve in ihr Leben. Er ist älter, legt ihr die Welt zu Füßen und steckt ihr einen riesigen, eindrucksvollen Ring an den Finger, weil er in ihr seine Traumfrau sieht. Das seine erste Frau an Krebs gestorben ist, und sie die Mutter von zwei Teenagern werden muss, ist ihr in dem Moment egal. Sie ist glücklich von Dave und ihrer Mutter, die alles hinnimmt, wegzukommen. Am Anfang ist auch noch alles schön, doch schnell merkt Denise, das auch Steve kein Engel ist. Ihre Mutter hatte es ihr schon am Tag des Auszugs gesagt, aber irgendwann kommt der Tag, wo man seine eigene Erfahrungen machen muss. Steve ist durch seine Zeit beim SAS geprägt, gewalttätig und niemand kann ihm etwas recht machen. Seine Kinder leiden, Denise lernt bald sein wahres Ich kennen und wird sogar, als sie schnell von ihm schwanger wird, sogar in der Schwangerschaft nicht gerade nett behandelt. Die Misshandlungen nehmen in den Jahren darauf zu. Knochenbrüche und vieles mehr sind alltäglich geworden. Sie geht arbeiten, lässt sich wie eine Sklavin einsperren, hat alles Geld abzugeben und ist wie ihre Mutter in die Abhängigkeit geraten. Für die Jungs, inzwischen haben sie zwei zauberhafte Söhne, bleibt sie dort. Doch irgendwann kann sie einfach nicht mehr. Sie versucht zu fliehen, kehrt aber wieder zurück, als Steve sie bearbeitet. Es ist wohl die Chance, die alles hätte ändern können. Danach wird es noch schlimmer, sie muss sogar für Steve in bestimmten Berufen arbeiten, damit das Geld zu Hause stimmt. Erneut kommt der Punkt, wo sie einfach nicht mehr kann. Sie will sich nicht mehr verkaufen, möchte sich nicht mehr verprügeln lassen und möchte eine bessere Zukunft für ihre Kinder. Sie plant ihre Flucht, doch dann kommt Steve ihr im wahrsten Sinne des Wortes in die Quere. Sie muss sich entscheiden, ihre Flucht durchzuziehen, denn wer weiß, ob sie je wieder eine weitere Chance bekommen wird, oder zu Hause zu bleiben, denn es ist unmöglich die Jungs an diesem Tag mitnehmen zu können. Sie entscheidet sich für die alleinige Flucht und unterschreibt damit das Todesurteil für die Jungs.

==ooo MEINE LESEEINDRÜCKE ooo==
Gerade als Mama ist es schwer ein solches Buch zu lesen, denn die eigenen Kinder so früh zu Grabe tragen zu müssen ist hart. Warum meine Mutter, die weiß, dass ich schwanger bin, so ein Buch kauft und mir im Anschluss zum Lesen schenkt, werde ich nicht verstehen, aber nun gut, ich habe es gelesen.

Am Anfang war ich weniger angetan von dem Buch, denn der Klappentext verrät sehr viel und somit weiß der Leser von Anfang an, was ihn erwartet. Der Mord selbst passiert aber erst sehr, sehr spät im Buch, sodass der Leser die Möglichkeit bekommt, einen Eindruck von Denise und der Situation zu bekommen.

Das Buch ist sehr leicht geschrieben, und die Seiten fliegen nur so an einem vorbei, aber das bringt nicht viel, wenn man am Anfang etwas genervt ist. Das lag in meinem Fall ganz klar an Denise. Von Anfang an versucht sie sich für vieles zu rechtfertigen und schiebt es auf ihre Kindheit. Ihr Stiefvater war brutal und gewalttätig, und Liebe erfährt sie nie wirklich. Ganz ehrlich, es gibt so viele Menschen, die eine schwere Kindheit hatten und ihren positiven Weg gegangen sind. Da spreche ich sogar zum Teil aus eigener Erfahrung, denn mein Vater ist mit Sicherheit kein Engel gewesen und meine Mutter ist ebenfalls bis heute mit ihm zusammen, was ich nicht nachvollziehen kann. Trotzdem war mir klar, dass es andere Beziehungen gibt, und so etwas habe ich angestrebt. Klar, bei Denise war es etwas schwerer eine normale Beziehung zu sehen und ganz oft suchen sich Mädchen den gleichen Typ,wie die Mutter, aber bei ihr wirkt es so wie eine leichte Ausrede.

Warum möchte ich aber auch erklären. Im Verlauf des Buches erlebt sie die Hölle auf Erden. Sie bleibt aus verschiedenen Gründen, die ich sogar teilweise nachvollziehen kann. Angst vor der Zukunft, dem Alleinsein, aber auch Angst vor der Flucht selbst und wie ihr Mann darauf reagiert. Ein Mensch, der seit der eigenen Kindheit nur so etwas kennt und kein Vorbild hat, kann nur schwer ausbrechen. Und viele Mütter bleiben bei ihrem gewalttätigen Mann, so lange er die Kinder zum Beispiel nicht anrührt oder weil sie selbst zu schwach sind.

Ihr gelingt die erste Flucht, und wie bei vielen schwachen Frauen kehrt sie zurück. Manchmal fehlt eben das letzte Stückchen Mut und Stärke, um konsequent zu sein. Obwohl ich Denise und ihre Entscheidungen immer wieder gut nachvollziehen konnte, war man neugierig, warum der Vater in diesem Fall die Jungs umbringt.

Und dann kommt dieser Moment. Mir hat es das Herz gebrochen ich war echt schockiert, wie brutal und egoistisch ein Mensch zu seinem eigenen Fleisch und Blut sein kann. Nein, so etwas kann ich als liebende Mama nicht nachvollziehen. Für mich gäbe es keinen Grund je meinen Kindern weh zu tun, denn sie sind für mich das Wichtigste. Genau deswegen ist bei mir auch der Punkt gekommen, wo ich das Gefühl hatte, für sie ist ihre Kindheit, Jugend und Ehe eine Ausrede. Sie entwickelt einen Fluchtplan, der daran scheitert, dass ihr Mann bei den Jungs schläft. Sie hätte es probieren können sie zu wecken, und somit auch ihren Mann; sie hätte bleiben können und es später probieren können und wäre vielleicht einmal zu viel verprügelt worden in dieser Zeit. Sie entscheidet sich für die eigenen Flucht und besiegelt damit das Todesurteil für ihre Jungs. Leider kann ich diesen Gang nicht nachvollziehen. Wäre mein Mann gewalttätig zu mir alleine, ich wäre vielleicht gegangen, denn manche Männer sind zu den Kindern echte Schätze und lassen alles an den Frauen aus. Aber bei einem Vater, der vor nichts zurückschreckt, und das wusste sie von ihren Stiefkindern, da hätte ich nicht mal eine Sekunde überlegen müssen. Ich hätte einfach eine Nacht gewartet oder noch eine. Scheiß drauf, das ich mein Leben riskiere, das meiner Kinder wäre wichtiger gewesen, denn ihm hätte ich alles zugetraut. Nun kann man immer sagen, man hätte anders reagiert, aber es gibt einige Menschen, die nicht nachvollziehen können, warum sie ihre Kinder dort gelassen hatte.

Passiert ist passiert und wie schwer die Zeit danach ist, zeigt sie ebenfalls anschaulich. Es ist hart und ich war oft den Tränen nahe.

Am Schluss des Buches macht die Autorin noch auf weitere Fälle aufmerksam, denn Väter finden grundsätzlich ihren Weg, wenn sie jemanden etwas antun wollen. Wahrscheinlich hätte Steve dies auch geschafft. Es ist erschreckend aus welchen Gründen und wie brutal Väter ihre Kinder töten, nur weil die Partnerschaft nicht so verläuft, wie sie es sich erhofft haben.

FAZIT: Auch wenn ich persönlich eine andere Entscheidung getroffen hätte, ist das Buch sehr realistisch geschrieben und sorgt dafür, dass die Emotionen perfekt vermittelt werden. Das Buch ist auf jeden Fall sehr hilfreich und auch wenn es harter Tobak ist, sogar etwas für Schulen, um vielleicht anderen Mädchen wie Denise einen anderen Weg zu zeigen.


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Das ABC der Liebe - Roman / Elizabeth Noble

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Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, auf das ich mich richtig doll gefreut hatte.Ich hab es vor zwei Jahren bei der Rebuy Challenge gewonnen und es war eins der Werke, wo ich vom Inhalt her sofort gesagt habe – Das ist mein Buch. Ich liebe solche Lovestorys, und daher hab ich es mir aufgespart, bis ich gestern für einige Stunde beim Arzt sitzen musste. Aber lest und entscheidet selbst. 


==ooo BUCHFAKTEN ooo==
Autor: Elizabeth Noble
Titel: Das ABC der Liebe
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (8. März 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442469546
ISBN-13: 978-3442469543
Originaltitel: Alphabet Weekends
Preis: € 1
Genre: Liebe 
Gelesen in: 1 Tagen

==ooo AUTORENPORTRAIT ooo==
Elizabeth Noble, 34, lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Guildford in Südengland.  (Quelle: randomhouse.de)

==ooo DAS COVER ooo==
Ich mag das Cover für meine Auflage sehr. Ein blauer Himmel, grüner Rasen und eine Wäscheleine mit vielen Erinnerungen. 

==ooo DIE WICHTIGSTEN FIGUREN IM ÜBERBLICK ooo==
Natalie – Zicke, verwöhnt, nervig
Tom – Ihr bester Freund, der Natalie liebt.
Anna – Mit Nicholas zusammen 
Nicholas – Muss um seine Anna kämpfen
Patrick – Neuer Partner an Lucys Seite 
Lucy – Mama von zwei Kindern 

==ooo INHALTLICHE FAKTEN ooo==
Ort: England 
Zeit: 2000er
Perspektive: Verschiedene 
Alter der Figuren: Mitte 20/30

==ooo ZITAT FÜR DIE VERANSCHAULICHUNG DES STILS ooo==
Und der Valentinstag? Ganz ehrlich – wirklich super war dieser Tag nur, als man fünfzehn Jahre alt war und auf eine Valentinstagskarte von dem Typ im Schulbus in der hintersten Reihe wartete, der immer diese schmalen Krawatten trug und ununterbrochen Led Zeppelins „Stairway to Heaven“ hörte. So etwas erlebte man nur ein einem einzigen Jahr, einmal im Leben. (Zitat S.7)

==ooo ZITIERTER KLAPPENTEXT ooo==
Natalie und Tom kennen sich schon aus Kindertagen – doch Tom wünscht sich, dass eines Tages mehr aus dieser Freundschaft wird. Er sieht seine Chance gekommen, als Natalie von ihrem Freund verlassen wird. Um sie auf andere Gedanken zu bringen, schlägt er ihr vor, an 26 Wochenenden gemeinsam 26 außergewöhnliche Unternehmungen zu starten – und zwar in alphabetischer Reihenfolge. Doch beide müssen auch merken, dass das Leben und die Liebe manchmal nicht so einfach sind wie das ABC …

==ooo MEINE LESEEINDRÜCKE ooo==
Ich hab mich so auf das Buch gefreut, und es ohne Klappentext bzw. den Schutzumschlag einfach eingesteckt, weil ich wusste, dass Buch ist auf dem „Top Buch – Freu ich mich sehr“ Stapel lag. 

Nun saß ich da beim Arzt und habe angefangen zu lesen, und mich als erstes über den Stil gewundert. Da lernt man eine frustrierte Frau kennen, die einem zu Beginn überhaupt nicht sympathisch ist und im Verlauf noch unsympathischer wird. Also alles andere als ein guter Beginn für ein Werk. Da ich jedoch zumindest für Tom etwas Sympathie empfinden konnte, und wissen wollte, wie es weitergeht, hab ich mich erst einmal weiter gequält. 

Doch statt bei einer Geschichte zu bleiben, und diese einfach besser werden zu lassen, denn der Stil ist eigentlich recht frisch und modern, sorgt die Autorin für verschieden Paarungen. Das ist am Anfang einfach ein richtiges Hindernis. Wer war noch mal diese Person, wer war noch mal der. Man kommt unglaublich durcheinander, weil es so einzelne Geschichten sind, die gut und gerne in drei Bücher gepasst hätten. Stattdessen wird sich regelmäßig abgewechselt, aber nicht Paarweise, sondern auch mal einzelne Charaktere, was die Situation nicht gerade erleichtert hat. Ich habe eh ein kleines Namensproblem, aber diese Umsetzung ist generell einfach nur sehr chaotisch. Selbst nach 100 Seiten ist es schwer den einzelnen Geschichten zu folgen. Unterbricht man das Buch, auch nur für 10 Minuten, dann fragt man sich, worum es bei dem Paar noch einmal ging. Das Problem ist eben, dass man nicht so genau weiß, worauf die Autorin hinaus möchte, denn alle Geschichten sind einfach unterschiedlich und eher sehr eigenständig.

FAZIT:  Die Grundidee vom ABC der Liebe finde ich wirklich zauberhaft und ich finde, viele Paare sollten einmal das ABC durchgehen, um sich näher kennenzulernen. Aber abgesehen davon, ist das Buch einfach nur eine absolute Enttäuschung. Sowohl von den Figuren, als auch den ständigen Sprüngen. Es macht einfach keinen Spaß. 
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Die Schattenweberin / Monika Felten

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Heute möchte ich euch wieder ein feines Buch vorstellen. Es geht diesmal in die Richtung „Magie, Fantasy“ und ist Teil einer Reihe. Meine Mutter hat es mir geschenkt, da mein Vater ihr etwas gutes tun wollte, aber zum einen Band 3 erwischt hat, und zum anderen meine Mom so überhaupt nichts mit diesem Genre anfangen kann. Nun hab ich es für euch gelesen und will es natürlich auch vorstellen.


==ooo DER ERSTE EINDRUCK ooo==
Das Cover ist schön. In warmen Tönen wird ein Medaillon eingerahmt. Runen und ein schöner Stein sind ebenfalls vertreten. Passt zum Buch und die Kamele im Hintergrund ebenfalls. 

==ooo WICHTIGE FIGUREN UND FAKTEN ooo==
Figuren: Ajana, Keelin
Schauplatz: Nymath
Zeit: Nicht kennbar

==ooo WORUM GEHT ES IN DEM BUCH ooo==
Aljana plagen immer häufiger Alpträume von ihrer Familie, und sie erkennt, dass es nun an der Zeit ist zurück in die Menschenwelt zu kehren. Für sie ist es keine leichte Entscheidung Nymath zu verlassen, aber sie liebt nun einmal ihre Familie. Doch so leicht, wie gedacht, ist die Rückkehr nicht, denn das Weltentor ist verschlossen. Der Baum blüht nicht mehr und so hat sie nur noch eine Möglichkeit und zwar muss sie durch die Wüste von Nunou.  Diese ist voller Gefahren und fast immer tödlich. Während sie sich auf den Weg macht, ist am anderen Ende von Nunou etwas schreckliches passiert. Eine Felis wurde entführt und wird regelrecht gequält und niemand traut sich wirklich gegen die Anhänger des „Einen Gottes“ vorzugehen. Damit beginnt der Auftakt einer großen, alles entscheidenden Schlacht. 

==ooo MEINE LESEEINDRÜCKE ooo==
Fans mögen mir schon einmal verzeihen. Den letzten Teil einer Trilogie als Anfang zu nehmen, ist gar nicht so leicht, aber ich mag nun einmal nicht Bücher einfach so liegen zu haben, ohne sie zu lesen. Zum Einstieg habe ich mir Rezensionen und Klappentexte der ersten beiden Bände angeschaut.

Obwohl ich dachte, dass ich gut vorbereitet bin, hab ich mich arg ins Buch geworfen gefühlt, was daran liegt, dass das Buch auf viele Handlungsstränge setzt und ich einfach nicht weiß, welche Figuren überhaupt schon bekannt sind, neu eingeführt werden, wirklich wichtig sind oder nur kurze Randerscheinungen. Dazu ist mir der Stil von Monika Felten unbekannt, und es war für mich echt nicht leicht. Ich hätte sehr gerne abgebrochen, aber das tue ich nun einmal nicht. 

Irgendwann bekommt auch ein Quereinsteiger einen groben Überblick und finden sich in die Geschichte ein. Vorkenntnisse fehlen natürlich, aber man kommt zurecht, und wahrscheinlich wird eh niemand so dumm sein wie, und den letzten Teil als erstes lesen. Auf jeden Fall laufen die verschiedenen Stränge, kunstvoll zu einem immer dickeren Strang zusammen, und machen die Geschichte dadurch greifbarer und wirklich sehr spannend. 

Allerdings ist Spannung nicht alles. Am Anfang dachte ich, okay, ich kenne Figuren nicht, und daran liegt es aber ich habe auch andere Rezensionen gelesen, wo gesagt wird, dass die Figuren diesmal etwas befremdlich sind. Es war für mich sehr schwer mich in die Figuren hineinzuversetzen. Sie wirken irgendwie immer so blass. Selbst wenn sie neu eingeführt werden, und daran erkennt man, dass die Autorin hier eben etwas oberflächlich schreibt, denn viele gute Bücher, egal welches Genre, schaffen es trotzdem für mich eine Figur, die schon sehr viel erlebt hat, greifbar zu gestalten. Allerdings sehen das Fans unterschiedlich, sodass ich dies einfach mal neutral bewerte, weil ich es eben nicht vollständig bewerten kann.

Der Schluss selbst ist keine große Überraschung und irgendwie trotz einiger Wendungen vorhersehbar. 


FAZIT: Mit Sicherheit kein schlechtes Buch, und ich muss sagen, es gehört nicht zu den schlechtesten Werken, die ich im Bereich Fantasy gelesen habe. Allerdings auch kein Highlight. Da ich jedoch „Nur“ Band 3 alleine bewerten kann, vergebe ich 4 Sterne, denn ich habe es ausgelesen, mich wohl gefühlt, trotz vieler Kritikpunkte. 

==ooo BUCHFAKTEN ooo==
Autor: Monika Felten
Titel: Die Schattenweberin. Das Erbe der Runen 03
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 2 (September 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492266479
ISBN-13: 978-3492266475
Preis: € 3,99
Genre: Fantasy 
Gelesen in: 3Tagen
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Ich war Sklavin des IS / Jinan

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Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, welches ich mir unter keinen Umständen gekauft hätte. Warum? In meinen Augen sind solche Werke gerne Geldmacherei mit der aktuellen Flüchtlingskrise. Meine Mutter ist jedoch ein Mensch, die sich für solche Werke interessiert und sich das Buch gekauft hat. Klar, dass ich es am Ende geschenkt bekomme und somit auch gelesen habe. Lohnt sich das Geld, lest und entscheidet selbst. 


==ooo DER ERSTE EINDRUCK ooo==
Das Cover zeigt eine hellhäutige Frau, die auf eine Europäerin schließen lässt. Dementsprechend hatte mich das Cover verwirrt, weil ich dachte eine Europäerin sei entführt worden. Es passt jedoch zum Inhalt und ist okay. 

==ooo WICHTIGE FIGUREN UND FAKTEN ooo==
Figuren:Jinan
Schauplatz: Irak, Syrien
Zeit: 2010er

==ooo WORUM GEHT ES IN DEM BUCH ooo==
Jinan ist 19 Jahre alt, als ihr Leben sich schlagartig ändert. Vorher ist sie wohlbehütet mit ihren Eltern und Geschwistern aufgewachsen. Sie ist sogar eine von den modernen Jesiden, die sich gegen ihre Eltern auflehnen, als diese sie mit einem Cousin verheiraten wollen, während ihr Herz für den einfachen Walid schlägt. Sie heiraten ungeachtet aller Streits mit den Eltern und leben bei den Schwiegereltern, wie es sich gehört. Sie sind glücklich, auch wenn Walid beruflich viel unterwegs ist. Doch dann wird ein Dorf in der Nachbarschaft vom IS angegriffen und auch Jinan muss mit der Familie fliehen, bevor die IS ihr Dorf erreicht. Ihnen gelingt die Flucht, doch dann müssen sie sich entscheiden, ob sie ins Gebirge gehen oder auf der Straße bleiben. Sie treffen eine folgenschwere Entscheidung und bleiben auf der Straße. Dort holt sie der IS innerhalb von wenigen Stunden ein und nimmt sie in Gefangenschaft. Erst werden die Männer von den Frauen getrennt, danach beginnt die Auslese der Frauen. Jinan reist immer weiter, und wird schwer krank. Doch auch das rettet sie nicht vor den Fängen des IS. Sobald sie gesund ist, wird sie als gesunde Sklavin verkauft und muss um ihr Leben und ihre Ehre fürchten. 

==ooo MEINE LESEEINDRÜCKE ooo==
„Ich war eine Sklavin des IS“ ist in meinen Augen eins der typischen Bücher, wo mit einem bewegenden Schicksal, welches viele Frauen des Landes trifft, Geld gemacht wird. Vielleicht soll es den Flüchtlingsstrom etwas verständlicher machen und den IS mit all seinen grausamen Taten greifbarer machen, vielleicht ist dies aber auch nebensächlich und es geht wirklich nur darum aktuelle Kriegsverbrechen aufzudecken. Vielleicht zeigt die Presse ja leider nicht so ausführlich.

Jinan ist kein einzelnes Schicksal, sondern betrifft viele Frauen, nicht nur Jesiden, der Region. Das der IS nicht der netteste Verein ist und sich nicht mit unseren moralischen Werten anfreunden kann, ist jedem klar. Daher hatte ich die große Hoffnung mehr zu erfahren. Doch in meinen Augen gelingt die Umsetzung des Buches leider nicht. 

Doch was stört mich genau und was nicht, denn viele Menschen sind absolut begeistert von dem Werk!? Es fängt schon damit an, dass ich mir persönlich eine Karte gewünscht hätte. Orte, Routen werden beschrieben, aber es fehlt der visuelle Aspekt, den andere Autoren umsetzen. Eine kleine Landschaftskarte am Anfang und man hätte vieles besser nachvollziehen können, von den Schauplätzen her. Fotos habe ich nicht erwartet, da diese sicherlich Ärger für Jinan bedeutet hättet, aber trotzdem sind Biographien mit Fotos immer ein nettes Extra.

Der Leser wird gleich in die Fluchtsituation von Jinan und ihrer Familie geworfen. Man erfährt vieles über den IS, Jesiden, frühere Machtkämpfe und ähnliches. Alles in Stücken präsentiert, sodass sich das Bild nach und nach zusammensetzt. Klar, hätte eine Einführung hier auch nicht geschadet, aber am Ende bleiben zumindest von diesen Fakten her keine Fragen offen. Trotzdem hab ich mich etwas hineingeworfen gefühlt, da es schon wenige Seiten später erst um ihre Eltern, ihre Kindheit und die spätere Hochzeit geht. Sollte diese Einleitung Spannung erzeugen? Gelungen ist es nicht und ich fand es schade, dass nicht mit den früheren Dingen angefangen wurde. Das sind jedoch subjektive Wünsche, die wahrscheinlich nur wenige Leser stören oder die nur wenigen überhaupt auffallen.

Was mich wirklich am meisten stört, ist die Tatsache, dass das Buch emotional sehr oberflächlich bleibt. Ansatzweise kratzt es an den Gefühlen von Jinan, aber es berührt nicht so, dass man mit dieser Frau leidet. Man spürt nicht die Panik und Angst beim Lesen, sondern schlittert irgendwie von einer Szene zur nächsten. Ich meine, Jinan reist von einem Ort zum nächsten, weiß nicht was passiert, schämt sich dafür, dass sie sich nicht pflegt, eine ihrer Hauptängste, denkt viel an ihren Mann, aber sie ist die meiste Zeit keine Sklavin, sondern einfach nur Gefangene. Erst auf den letzten Seiten wird sie eine richtige Sklavin, wo sie 
jedoch wenige Wochen später schon wieder durch einen blöden Zufall fliehen kann. Das Leben beim IS, das was mich so sehr interessiert hätte, kommt sehr wenig vor und wie gesagt auch ihre Emotionen, sind eher belanglos und oberflächlich. 

Jetzt werden viele sagen, das liegt am Autor, der sie nicht vermitteln kann, das mag stimmen. Vielleicht wurde es bei der Flüchtlingskrise auch einfach zu schnell auf den Markt geworfen. Ich weiß es nicht. Was ich jedoch weiß, ist die Tatsache, dass ich viele solche Biographien gelesen habe, und es einige gibt, die um Längen besser die Emotionen einfangen können. 

FAZIT: Wer sich jetzt etwas schockierendes vom IS wünscht, der wird sicherlich den einen oder anderen Punkt geliefert bekommen, der ihm bestätigt, dass der IS wirklich nichts schönes ist. Ich kann nur hoffen, dass die aktuelle Situation bald eingedämmt wird. Trotzdem ist das Buch nicht wirklich informativ, emotional eher flach und leicht enttäuschend. Damit möchte ich nicht sagen, dass mich das Schicksal von Jinan und den anderen Frauen nicht berührt, das tut es in der Tat, aber man hätte es eben bewegender und greifbarer umsetzen können. 

==ooo BUCHFAKTEN ooo==
Autor: Jinan
Titel: Ich war Sklavin des IS
Taschenbuch: 208 Seiten
Verlag: mvg Verlag (18. Januar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3868826653
ISBN-13: 978-3868826654
Preis: € 14,99
Genre: Biographie, Religion
Gelesen in: 1 Tag
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Mein dicker Spiel- und Spaßblock

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Bis Jack in die Schule kommt dauert es noch etwas, aber er liebt es schon jetzt solche Rätselblöcke zu lösen. Warum auch nicht? Lesen kann er die Aufgaben noch nicht, sodass ich ihm hier helfen muss, aber er freut sich immer sehr, wenn er eine Aufgabe vollständig und richtig löst. 


FAKTEN ZUM BUCH 
Autor: Dorothee Raab 
Titel: Mein dicker Spiel- und Spaßblock

Broschiert: 160 Seiten
Verlag: Cornelsen Scriptor; Auflage: 1 (6. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3411871997
ISBN-13: 978-3411871995
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 36 Monate - 6 Jahre
Preis: € 6,99
Genre: Rätsel, Übung, Schule Sachbuch

WORUM GEHT ES IN DEM BUCH 
Mit diesem superdickem Block der der Reihe „Einfach lernen mit Rabe Linus“ wird das Erlernen vorschulischer Fertigkeiten zum Riesenspaß. Das einzigartige Konzept "Fördern, ohne zu überfordern!" von Dorothee Raab ermöglicht es Kindern ab vier Jahren, spielerisch erste Vorschulaufgaben zu lösen und sich damit auf den Eintritt in die Grundschule vorzubereiten. Die großen und klaren Illustrationen sind zum Ausmalen geeignet und können ausgeschnitten und verschenkt werden. Der Rabe Linus begleitet die Kinder durch altersgemäße Übungen zur vorschulischen Förderung von Konzentration, Wahrnehmung, logischem Denken und Feinmotorik. Zusätzliche Spiele zu Farben- und Formenkenntnissen sowie dem ersten Umgang mit Zahlen runden das Angebot ab. Das handliche Format eignet sich zudem ideal zur Beschäftigung für unterwegs. (Quelle: Amazon.de)

SARAHS LESEEINDRÜCKE
Die Aufgaben werden vom Raben Linus begleitet, sodass die Kinder immer einen kleinen Bezug zum Buch haben. Ähnlich wie zu meiner Schulzeit mit Fu und Fara, die auch immer in den Lesebüchern vorkamen. Hier geht es jedoch nicht um das Erlernen des Lesens oder Schreibens, sondern der Festigung von Zahlen, logischem Denken, Kombinieren und der Zeichenfähigkeit.

In verschiedenen Übungen muss das Kind diese Fähigkeiten unter Beweis stellen. Zum Beispiel muss in einer Übung nur ein richtiger Weg gefunden werden, in einem anderen Beispiel muss ein Bild sauber ausgemalt werden und dann wiederum heißt es Formen zu erkennen und zu kombinieren. 

Manche Übungen wiederholen sich in verschiedenen Formen und Umsetzungen, aber mit einem guten Abstand, sodass sich die Kinder nicht langweilen. Mein Sohn sitzt zum Beispiel gerne daran und macht 2-3 Übungen am Tag. Nicht alle löst er fehlerfrei und dann ärgert er sich auch, aber da mangelt es ihm einfach noch an Konzentration und dem richtigen zuhören. Oft ist seine Idee super, gerade wenn er Rätsel löst, die ich ihm vorab gar nicht erklärt habe, aber meist ist dann die Aufgabenstellung leicht anders. Ihm macht es jedoch Spaß und auch die Erzieher im Kindergarten konnten zum Beispiel eine bessere Konzentration und einen sauberen Umgang mit dem Stift verbuchen. 

FAZIT: Für Kinder ab 4 Jahren ganz klar zu empfehlen. Einziger Kritikpunkt, das Buch hält nicht lange, wenn die Kinder unsanft blättern, dann ist er bald in einzelnen Teilen. 
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Das große Logi-Familienkochbuch

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Vor einiger Zeit habe ich euch schon ein Buch vorgestellt, welches sich mit LOGI in der Schwangerschaft beschäftigt. LOGI ist eine Ernährungsform, die der von Low Carb ähnelt, aber doch etwas anders gestaltet ist. Dadurch ist sie leichter und vor allen Dingen sehr gut für die Gesundheit. Nun möchte ich euch das richtige Buch einmal näher vorstellen. 


==ooo BUCHFAKTEN ooo==
Autor: Marianne Botta
Titel: Das große LOGI-Familienkochbuch
Spiralbindung: 256 Seiten
Verlag: Systemed Verlag GmbH;
Jahr: (15. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3958140165
ISBN-13: 978-3958140165
Preis: € 19,99
Genre: Sachbuch, Kochbuch
Gelesen in: 20 Tagen

==ooo DAS COVER ooo==
Das Cover ist süß gestaltet. Gemüse nd einige davon haben ein Gesicht. Also genau das, was ich mir als Familienkochbuch vorstelle.

==ooo ZITIERTER KLAPPENTEXT ooo==
Erschreckend viele Kinder und Jugendliche bringen heute viel zu viele Pfunde auf die Waage. 

Und fast alle diese Kinder haben übergewichtige Eltern. Wenn also der Teufelskreis aus Übergewicht und Zivilisationskrankheiten durchbrochen werden soll, muss in der ganzen Familie ein Umdenken beginnen. Die LOGI-Ernährung eignet sich perfekt, gemeinsame Abnehmziele zu erreichen und dabei nicht auf Genuss und Freude am Essen zu verzichten. ""Das große LOGI-Familienkochbuch"" zeigt in Theorie und Praxis, wie Sie die LOGI-Ernährung mit leichter Hand und viel genussvoller Abwechslung in den Familienalltag integrieren können.
- Vollkommen überarbeitete in attraktiver, küchenfreundlicher Spiralbindung.
- LOGI für die gesamte Familie. Ein generationenübergreifender Elternratgeber, der wirklich etwas bewirken kann.
- Von der etablierten Schweizer Autorin und 8-fachen Mutter Marianne Botta.
- Wie Ernährungsfehler aus Schwangerschaft, Stillzeit und Kleinkindesalter erfolgreich korrigiert werden können.
- Mit zahlreichen, kreativen Rezeptideen, die gerade Kindern besonders gut schmecken.(Quelle: Amazon.de)

==ooo MEINE LESEEINDRÜCKE ooo==
Zu meiner Vorgeschichte noch einmal ein paar Worte, denn diese interessiert, die potentiellen Käufer vielleicht auch, um zu schauen, ob sie sich damit identifizieren können. Meine Mutter hat Altersdiabetes, einen Herzinfarkt letztes Jahr, und ich habe bei meiner Schwangerschaft mal wieder etwas grenzwertige Zuckerwerte. Ich kann den ganzen Tag essen, was ich möchte, ohne das meine Werte danach nicht im normalen Bereich sind, aber am Morgen kommt dann der kleine Schock und der Wert ist leider etwas höher. Laut Diabetologin alles im Grünen Bereich, aber da es eben ab und an diese Ausnahmen geht, bin ich halt Patientin. Durch Zufall bin ich auf LOGI gestoßen und ernähre mich auch sehr gerne danach, aber da es bei mir noch nicht so dramatisch ist, habe ich meine 1-2 Sündentage die Woche, die dann eben bei dem Wetter aus einem Becher Eis mit den Kids bestehen oder auf dem einen oder anderen Geburtstag auch mal aus einem Stück Torte, oder Sonntags mal einem Vollkornbrötchen. 

Ich selbst komme mit LOGI gut klar, und finde das Prinzip leicht verständlich. 2/3 Gemüse, 1/3 aus Käse, Fleisch oder Fisch. Ich esse genauso große Portionen wie vorher, bin so satt wie sonst lange nicht mehr gewesen, und nehme trotzdem nicht zu. Meine Familie isst jedoch kein LOGI. Daher habe ich das Buch für die Familie geholt, um sie vielleicht doch ab und an mal von Logi begeistern zu können.

Das Familienbuch ist praktisch in einer Spiralbindung, und ist daher wirklich gut in der Küche offen liegen zu haben. Leider sind die ersten 118 Seiten alles nur Fakten und Tests und kleinere Geschichtchen, die zwar niedlich sind, LOGI erklären, aber nach 2 Büchern bin ich belesen und empfand die Menge einfach zu viel. 

Danach geht es mit einer 3 Tage Einführung los. Frühstück, Zwischenmahlzeiten und co, werden angegeben und die Rezepte dazu findet man praktischerweise im Buch. Danach geht es mit Rezeptideen und immer wieder längeren Tipps weiter. Manche Tipps sind okay, liest man auch, weil sie zu dem Bereich gehören, aber hätten auch in dem allgemeinen Teil gut Platz gefunden. 

Die Rezepte selbst sind wieder mit sehr wenig Fotos. Gerade bei einem Kochbuch für Kinder, wo eben viel Wert auf Gemüse gelegt wird, wären kindgerechte Anrichtetipps zum Locken sozusagen toll gewesen. Zudem ist für mich nicht ersichtlich, weil es vielleicht vorher irgendwo geschrieben wurde, und man es im Fließtext überließt, für wie viel Portionen ein Gericht ist. Wir selbst haben zum Beispiel 2 Erwachsene, 1 großes Kind und 2 kleine Kinder. Da sind die Portionen trotz Familienkochbuch doch etwas wenig. Außerdem fehlen mir hier die Gewichtungen, also wie viel Fett, wie viel KH und Co pro Portion. Da ich zur Zeit für meine Diabetologin alles dokomentieren muss, nutze ich eine App, wo das praktischerweise alles angegeben wird. Okay, bei LOGI wird nicht gezählt, aber da es in den anderen Büchern angegeben wird, wäre es hier auch nett gewesen. 

FAZIT: Leckere Rezepte, die auch Kinder mögen, aber hier wären Anrichtefotos für Kinder Pflicht gewesen.
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This Song Will Save Your Life / Leila Sales

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Kennt ihr den Moment, wo ihr ein Buch in die Hände bekommt, und von Anfang an hofft, dass es wirklich gut ist? Das Gefühl und den Wunsch hatte ich bei diesem Buch. Lange habe ich es vor mir hergeschoben, aber irgendwann war der Zeitpunkt da, wo ich es lesen wollte. Ob das Buch meine Erwartungen erfüllt hat? Ich denke ja.

Quelle: Verlag Kosmos.

==ooo DAS COVER ooo==
Das Cover ist eine Frage des Geschmacks. Ein Einhorn hätte ich cool und passend gefunden, aber auch ein Mädchen mit Brille und Kopfhörer passt an sich. Es ist dadurch aber kein Cover, das man sich unbedingt näher ansehen will. 

==ooo INHALT IN EIGENEN WORTEN ooo==
Elise ist anders und irgendwann ist bei ihr der Zeitpunkt, wo sie erkennt, dass niemand sie mag. Ihr sind gute Noten wichtig, sie zieht ihr Ding durch, aber Freunde hat sie nicht. Einen Teil der Woche lebt sie bei ihrer Mutter und dessen neuer Familie, einen Teil bei ihrem Vater, der früher mal ein berühmter Musiker war. Die Situation belastet sie mehr, als sie eigentlich zugibt, und so sitzt sie den ganzen Sommer im Haus und paukt, wie coole Leute sich verhalten, schaut sich beliebte Filme und Serien an. Sie kauft sogar die angesagtesten Trends. Doch auch das hilft ihr nicht am ersten Schultag. Als es eskaliert, kann sie einfach nicht mehr und denkt über Selbstmord nach. Ihr Hilferuf ändert jedoch auch nichts. Im Gegenteil, denn sie gerät in das Visier einer Mobbing-Attacke, die haargenau ihre Gefühle im Internet preisgibt und andere dort auch noch beleidigt. Um sich abzulenken geht Elise nachts spazieren bis sie müde genug ist, um schlafen zu können. Und genau bei einer solchen Tour entdeckt sie Start, eine Indie-Party, die sie sofort in de Bann zieht. Sie lernt Leute kennen, und freundet sich sogar mit einem DJ an. Begeistert von dem Thema, fängt sie selbst mit dem Auflegen an und bekommt sogar von Char die Chance ihn ab und zu abzulösen. Ja, sie verstehen sich sogar so gut, dass daraus mehr werden könnte. Doch dann überschlagen sich die Dinge und es läuft wie es immer läuft für Elise – bergab. Kann sie ihr neues Leben festhalten und endlich glücklich werden?

==ooo MEINE LESEEINDRÜCKE ooo==
„This Song will save your life“ ist ein typischer Jugendroman, indem die Hauptfigur alles andere als beliebt ist. Ja, ich würde sagen, es geht sogar in Richtung Mobbing. Wer selbst schon einmal in dieser Situation war, weiß, dass er sich regelmäßig fragt, an welchem Punkt es aus dem Ruder gelaufen ist, und versucht eine Menge, damit sich die Situation ändert. Doch so leicht ist es nicht. Kleidung, Make Up und neue Haare können die festgefahrene Meinung der Mehrheit leider nie ändern.

Genau diese Problematik und die damit verbundenen Gefühle zeigt die Autorin sehr anschaulich. Mit Elise ist ihr eine beeindruckende Protagonistin gelungen, die man einfach ins Herz schließen muss. Sie ist zauberhaft, individuell, nach außen hin stark und doch sehr sensibel. Ihre Gedanken und Gefühle sind greifbar und man spürt den inneren Schmerz, als wäre es der eigene. Ihr Wandel, der am Anfang nur oberflächlich ist, aus Angst all das wieder zu verlieren, ist genauso realistisch, wie die Grundsituation am Anfang. 

Normalerweise setzen Autoren bei einem solchen Thema eher auf die erste Liebe, einen Schulwechsel oder ähnliches. Hier wird es mit Musik kombiniert, was die Geschichte einzigartig und interessant macht. Als großer Musikfan kommen einen viele Titel bekannt vor und doch kennt man bei weitem nicht jedes Lied. 

Die Mischung ist der Autorin in meinen Augen sehr gut gelungen. In der letzten Zeit gab es wenig Bücher, die mich vom ersten Moment an gefesselt haben. Dabei spielte das Genre keine große Rolle, und ich hatte schon Angst, dass ich zur Zeit einfach nicht den Kopf fürs Lesen habe, aber das Buch zeigt einfach, dass ich in der letzten Zeit keine Wow-Bücher in den Händen gehalten habe. 

Mit Sicherheit werden viele sagen, das Buch ist voller Klischees und vorhersehbaren Wendungen. Damit haben sie nicht unrecht, aber trotzdem ist das Buch teilweise unvorhersehbar und einfach nur wunderbar. Der Stil ist leicht und auf das jugendliche Publikum abgestimmt. Inhaltlich ist es interessant, und ich konnte, obwohl ich vieles erahnen konnte, das Buch nicht aus der Hand legen.

Schön ist vor allen Dingen der Schluss, der vieles im Grunde offen lässt, aber grundlegende Aspekte klärt. Es macht Lust auf mehr. Mehr von der Autorin selbst, aber auch mehr von Elise. Und das soll doch ein gutes Buch erreichen. 

FAZIT: Mit dem Buch ist der Autorin mit Sicherheit keiner der typischen Jugend-Bestseller gelungen, aber es ist einfach unglaublich schön und interessant beschrieben. Das Thema Mobbing wird anschaulich erklärt und gerade für Schulen könnte diese Umsetzung interessant sein, weil es sehr modern und nicht schnulzig ist, aber trotzdem die emotionale Situation hervorragend schildert. Ganz klare 5 Sterne. 

==ooo BUCHFAKTEN ooo==
Autor: Leila Sales
Titel: This Song Will Save Your Life
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Franckh Kosmos Verlag; Auflage: 1 (11. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3440146294
ISBN-13: 978-3440146293
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Preis: € 14,99
Genre: Liebe, Jugend, Mobbing
Gelesen in: 1 Tagen
Figuren: Elise, Char, Vicky
Schauplatz: USA
Zeit: Gegenwart

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Als wir unendlich wurden / Carrie Firestone

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Für eine Blogtour habe ich die Möglichkeit bekommen dieses Jugendbuch zu lesen. Beworben hatte ich mich aus dem Grund, das meine Mutter im Sommer einen Herzinfarkt hatte und ich dachte, dass mir das Buch helfen könnte, mich etwas mit dem Gedanken rund um den Tod besser anfreunden zu können, denn daran möchte niemand denken und mit einem Herzinfarkt kommt er dann doch etwa näher. 


==ooo BUCHFAKTEN ooo==
Autor: Carrie Firestone
Titel: Als wir unendlich wurden
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Arena (17. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401601784
ISBN-13: 978-3401601786
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 14,9 x 4,5 x 21,1 cm 
Preis: € 14,99
Genre: Jugend, Drama, Tod, Liebe
Gelesen in: 4 Tagen

==ooo AUTORENPORTRAIT ooo==
Carrie Firestone arbeitete zunächst als High School Lehrerin in New York City, bevor sie sich 2014 ihren Traum vom Schreiben erfüllte. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Connecticut, USA. „Als wir unendlich wurden“ ist ihr Debütroman.  (Quelle: Amazon.de)

==ooo DAS COVER ooo==
Das Cover gefällt mir gut, passt aber nur bedingt zum Buch, wie ich finde. Es ist leuchtend gelb, hat einen Anker und Blumen drauf. Ich hätte ein Schiff einfach schöner gefunden, obwohl ich das Cover eigentlich liebe, aber es passt irgendwie nicht. 

==ooo DIE WICHTIGSTEN FIGUREN IM ÜBERBLICK ooo==
Astrid – Krank, liegt im Sterben
Maddie – Enkeltochter von Astrid und kann mit dem Tod nicht umgehen
Enzo – Sohn der Schiffsbesitzerin und sehr attraktiv
Janie – Verwandte von Maddie

==ooo INHALTLICHE FAKTEN ooo==
Ort: Rom, Brasilien, Jamaika, Taipee und viele mehr 
Zeit:  Gegenwart 2010er 
Perspektive: Ich-Perspektive von Maddie
Alter der Figuren: 17-90

==ooo AUSGEWÄHLTES ZITAT FÜR DIE VERANSCHAULICHUNG DES STILS ooo==
Als Gram anruft, drücke ich sie weg. Lizzie und ich sitzen bei Starbucks und warten darauf, dass Kyle und Ethan von Lacrosse-Training kommen. In der Zwischenzeit arbeiten wir an unseren Unbedingt-noch-machen-Listen und kommen dabei gerade so richtig in Fahrt. ( Zitat S. 9 – Erste Sätze)

==ooo INHALT IN EIGENEN WORTEN ooo==
Maddie ist mit der Highschool fertig und will den Sommer Spaß haben, bevor es aufs Collage geht. Sie hat einen heißen Freund, tolle Freundinnen und einen Reizdarm, der sie manchmal nervt. Doch dann bekommt sie von ihrer geliebten Gram einen Anruf der alles verändert. Sie muss erfahren, dass ihre Oma an Krebs erkrankt ist und bald sterben wird. Zusammen mit der Familie möchte diese nun ihren Abschied feiern und zwar nicht zu Hause, sondern auf einer Weltreise. Sie hat die gesamte Familie auf der Wishwell eingebucht. Ein Schiff, wo sterbenskranke Leute eine letzte Reise unternehmen und zu einem bestimmten Zeitpunkt selbst bestimmen können, wann sie die Welt ganz friedlich verlassen. Für Maddie ist das alles zu viel. Trotzdem will sie ihre Oma auf diesem Weg begleiten. Verschlimmert wird die Situation irgendwie noch, als sie ihren Freund wenige Stunden später knutschend auf einer Party mit einer jüngeren entdeckt und er nicht akzeptiert, dass sie ihm nun den Laufpass gibt. Wenige Tage später geht es schon auf die letzte Reise. Am Anfang ist alles nur ätzend, denn Handys und andere Kommunikationsgeräte müssen abgegeben werden, die ganzen halbtoten Menschen sind abschreckend und der Gedanke an den Tod ihrer Gram liegt wie ein Schatten über ihr und der Familie. Doch dann entdeckt sie Enzo und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. 

==ooo MEINE LESEEINDRÜCKE ooo==
Durch den Herzinfarkt meiner Mutter beschäftige ich mich immer häufiger mit dem Thema „Tod“ und „Sterben mit Würde“. Ich verstehe einfach nicht, warum man ab einem gewissen Alter oder bei einer schlimmen Krankheit den Menschen diese Würde nicht lässt und so gegen Sterbehilfe ist. Die Idee in ein Jugendbuch zu packen, hat mich neugierig gemacht und die Hoffnung geweckt, mich etwas mehr mit dem baldigen Tod meiner Mutter abzufinden. 

Das Buch wird aus der Sichtweise von Maddie geschrieben und ist daher jung, spritzig und dynamisch. Generell ein leichter Stil, der etwas längere Kapitel hat, aber die ganz leichtfüßig an einem vorbeifliegen. 

Die Idee hinter der Umsetzung, den Menschen noch einmal die Welt zeigen, mit der Familie etwas schönes erleben und dann selbst bestimmen zu können, wann es zu Ende ist, finde ich persönlich sehr schön. Gerade weil mein Vater als Seefahrer auch mir die Gene vererbt hat, und ich Kreuzfahrten liebe. 

Die Familie ist sehr unterschiedlich von den Interessen her, aber auch von den Charakterzügen und es ist bemerkenswert wie tough Astrid am Anfang noch wirkt und wie schnell die Krankheit sie zerfrisst. So wie der Weg von Astrid, ist auch alles andere sehr authentisch umgesetzt. Schauplätze, Gedanken, Krankheiten und vieles mehr. Vor allen die Krankheiten, die aufgenommen wurden und das Alter der Leute ist so durchwachsen, dass es einen schon fast Angst macht, aber eben auch zeigt, dass man sich glücklich schätzen kann, wenn die eigene Mutter eben schon so alt geworden ist. Ich fand es auch klasse, dass Alkoholismus als  Krankheit angeführt wurde.

Die Liebesgeschichte ist schön und steht für einen Neuanfang in Kombination mit einem Ende. Könnte manchmal etwas weniger sein, vor allen Dingen, wenn die ganze Nacht nur Sex gehabt wird und man sich mit Dingen wie der Größe des Geschlechtsteils beschäftigt wird, während ein geliebter Mensch dem Tode nahe ist, aber nun gut, das ist die jugendliche Art und ist nicht gänzlich verkehrt. 

Was jedoch stört, ist die Tatsache, dass diese Reise eben nur für Reiche und exklusive Menschen möglich ist. Klar hat Astrid viele Familie eingeladen und auch Leute bezahlt, die sich das alles nie hätten leisten können. Aber ich hätte es besser gefunden, wenn nicht ein Gönner das übernommen hätte, sondern eben generell jeder die Möglichkeit bekommen hätte und jeder das zahlt, was im möglichen Rahmen ist. Reiche eben deutlich mehr, arme Menschen, eben nur was sie können. Warum mich das störte, weil die Institution ja eigentlich nur die Würde beim Tod im Vordergrund sieht, und dann doch so unterscheidet. 

An manchen Stellen war ich dann schon etwas genervt und enttäuscht, aber das sind wenige Momente im Buch. Die Mehrheit ist einfach nur komisch, ja auch das muss sein, und einfach traurig. Man wird sogar häufiger zu Tränen gerührt. Ob diese mit meiner Schwangerschaft oder meiner Mutter zusammenhängen, kann ich nicht sagen, aber ich finde, dass gerade der Tod und alles rund um dieses Thema, wirklich toll umgesetzt wurden, weswegen ich die Tatsache der Tränen dem Buch zuführe. 

FAZIT:
Das Buch ist nicht immer leicht und teilweise sehr schmerzlich, aber es ist ein schönes Buch, dass den Tod aus anderen Perspektiven beleuchtet und zeigt, dass es einfach für einige Menschen wirklich besser und schöner ist. Ich würde mir ehrlich wünschen, dass es solche Schiffe gibt, wo jeder seinen Tod selbst bestimmen kann, sofern Alter oder Krankheit eine vordergründige Rolle spielen. Wer sich für das Thema interessiert, kann das Buch trotz kleinerer Schwächen lesen. 
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Kein Mozart / Udo Fehring

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Heute möchte ich euch wieder ein ganz besonderes Buch vorstellen. Ein Buch, welches ich vom Autor zugeschickt bekommen habe, da ich schon einige seiner Werke rezensiert habe und er sich immer ehrliche Kritik erhofft. Wie mir sein neuestes Werk gefallen hat, möchte ich euch in meiner jetzigen Rezension natürlich verraten. 


==ooo BUCHFAKTEN ooo==
Autor: Udo Fehring
Titel: Kein Mozart
Taschenbuch: 76 Seiten
Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (25. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3739248130
ISBN-13: 978-3739248134
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 - 12 Jahre
Preis: € 7,90
Genre: Kinderbuch, Musi
Gelesen in: 1 Tagen

==ooo AUTORENPORTRAIT ooo==
Mein Name ist Udo Fehring (47), ich wohne in Kürten. Von Beruf bin ich SAP-Berater.
Erschienen sind bisher fünf Bücher von mir.
Drei dieser Romane sind Kinderromane. Ich stelle gerne Kinder in den Mittelpunkt meiner Geschichten. Ich bewundere, dass sie, anders als viele Erwachsene, oftmals ohne Vorurteile auf andere zugehen, frei sind für neue Erfahrungen und viele Träume haben. Ich beleuchte in meinen Geschichten auch gerne soziale Ungerechtigkeiten, da ich selbst ein sehr sozial eingestellter Mensch bin.
Das neueste Werk „Kein Mozart“ ist die Geschichte eines Jungen, dessen Traum das Geigespielen ist. Durch seine Ideen und seinen Einsatz wird er schnell besser, aber durch seine Erfolge und größeren Ambitionen steigt auch die Zeit, die er in sein Hobby investieren muss. Er weiß, dass er bald eine Entscheidung treffen muss, wie es mit dem Geigespielen weitergeht.  (Quelle: Amazon.de)

==ooo DAS COVER ooo==
Das Cover ist schlicht, aber gefällt mir sehr gut, denn es zeigt Mozart und passt somit sehr gut zu dem Inhalt. Ob es Jugendliche anspricht, ganz ehrlich,  dafür ist es zu schlicht. Eine bunte Geige, ein Kind das spielt, so im Comic-Stil oder zumindest etwas bunter mit einem richtigen Eyecatcher wäre für Kinder sicherlich lockender gewesen

==ooo DIE WICHTIGSTEN FIGUREN IM ÜBERBLICK ooo==
Max – 7 Jahre Geigenfan
Ernst – Sein Opa
Tim – Freund von Max
Frau Wolf – Seine Musiklehrerin

==ooo INHALTLICHE FAKTEN ooo==
Ort: Deutschland, Berlin
Zeit: Gegenwart 2010er
Perspektive:  Dritte Person
Alter der Figuren: 7-70
 
==ooo ZITAT FÜR DIE VERANSCHAULICHUNG DES STILS ooo==
Max saß auf dem Kanapee, dem schon etwas in die Jahre gekommenen Zweisitzer Sofa seine Großvaters Ernst und lauschte bedächtig der Melodie, die sein Großvater auf seiner Geige spielte. (Zitat S. 3 Erste Sätze)

==ooo ZITIERTER KLAPPENTEXT ooo==
Max ist ein musikbegeisterter Junge im Alter von 7 Jahren und durch seinen Großvater, der eine Geige besitzt, kommt er zum Geigespielen. Auch seinem Musiklehrer bleibt sein Talent nicht verborgen, weshalb er ihn einlädt, im Schulorchester mitzuspielen. Max‘ Fähigkeiten werden immer größer, und sein Wunsch ist nun eine eigene Geige, die er sich durch das Spielen in der Fußgängerzone finanzieren muss, da seine Eltern ihm diesen Wunsch nicht erfüllen können. Um besser zu werden, will er nun auch Geigenunterricht nehmen, den er sich wiederum durch das Spielen in der Fußgängerzone verdient. Seine Geigenlehrerin erkennt auch Max‘ Talent und meldet ihn beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ an. Max hat weiterhin viel Spaß am Geigespielen, aber die Leichtigkeit ist ein wenig verlorengegangen und Max merkt, dass er sich für einen Weg entscheiden muss.

==ooo MEINE LESEEINDRÜCKE ooo==
Ich habe einiges von Udo Fehring gelesen und somit war ich neugierig, wie er dieses Thema umsetzen würde. Einige seiner Werke sind wirklich sehr schön, andere haben eine nicht so ideale Recherche hinter sich und manche sind einfach nur guter Durchschnitt. Die Idee hinter seinen Werken ist jedoch klar, er möchte jungen Lesern etwas fürs Leben vermitteln. In diesem Fall geht es darum sich selbst zu finden, sich treu zu bleiben und auch einmal nein zu sagen.

Für seine Umsetzung hat sich Udo Fehring das Thema Musik gewählt. Für mich eine schöne Auswahl, die aber leider in der heutigen Zeit nur wenige junge Menschen reizen wird. Ich selbst habe mit 7 Jahren angefangen Orgel zu spielen, mein Bruder damals im gleichen Alter mit der Trompete. Es sind aber Ausnahmen und der Autor hätte sich einen kleinen Gefallen getan, wenn er zumindest ein moderneres Musikinstrument, wie das Klavier, oder im Allgemeinen lieber Tanz, Schauspiel oder Sport als Idee genommen hätte. Ja, er hätte dann nicht Mozart als Umsetzung nehmen können, aber junge Leser hätten sich mit solchen Themen eher identifizieren können. Das ist aber nur eine persönliche Idee, die natürlich weniger mit dem Inhalt an sich zu tun hat.

Udo Fehring hat sich wie immer sehr viel Mühe gegeben und ich hab lange gebraucht, bis ich mich an das Thema gewagt habe, weil leider diesmal schon der Klappentext viel verrät und recht langweilig klingt. Hier liegt manchmal in der Kürze die Würze. Nachdem ich mich aber an das Buch getraut habe, habe ich es auch in einem Zug durchgelesen.

Der Leser begleitet den 7jähigen Max auf seinem Weg. Er liebt Musik und insbesondere das Geigenspiel. Statt jedoch erst einmal Max, seine Familie und die Umgebung näher kennenzulernen, wirft der Autor den Leser sofort in die Liebe und geht von Anfang an auf das Geigenspiel ein. Sicherlich auch nicht verkehrt und vergleichbar mit einem Prolog. Allerdings wird der Leser von Anfang an in meinen Augen erschlagen. Wenig Rand, viele lange in einander verschachtelte Sätze mit absolut unnötigen Details. Es klingt stellenweise ganz nach einem simplen Aufsatz für die Schule, der aber eher guter Durchschnitt ist. Sowohl Wort, als auch Satzbau sind eher einfach und können jungen Lesern keinen Mehrwert geben. Mag sein, dass ich in der letzten Zeit sehr wählerisch geworden bin oder eben zu viel gelesen habe, aber ich war oftmals echt genervt von dem Stil. An einigen Stellen habe ich nur gedacht, wie man den Satz hätte kürzer und spannender gestalten können. Wenn der Stil nicht passt für den Leser, dann ist das Lesen ganz ehrlich ein kleiner Kampf. Aus diesem Grund wüsste ich auch ehrlich gesagt nicht, ob ich das Buch von diesem Aspekt her empfehlen sollte. Schließlich ist es für Kinder / Jugendliche und da sollte nicht nur von der Idee her Mehrwert vorhanden sein, sondern auch von der Sprache her. Das ist zumindest meine Meinung. Nicht zu schwer, denn Kinder sollen die Lust nicht am Buch verlieren, aber zumindest so, dass die Zielgruppe sich nicht fragt, ob das Buch von einem Schüler geschrieben wurde. 

Nun aber genug zum Stil. Kommen wir zum Inhalt. Max liebt die Geige und die ist nun einmal nicht günstig. Er geht seinen Weg und manches klingt nicht so gut recherchiert oder ich bin einfach in einem falschen Bundesland aufgewachsen. Zumindest gab es weder zu meiner Schulzeit, noch gibt bzw. gab es in der Schule meines Sohnes je ein Schulorchester. Mit Sicherheit eine Schulband, aber kein Orchester und schon gar nicht in dem Ausmaß. Zehn Geigen sind dann doch etwas übertrieben, wenn ihr versteht was ich meine. Nach und nach entwickelt er sich, spielt schon früh in der Fußgängerzone, um sich eine neue Geige oder den Unterricht zu bezahlen. Er wird sogar so talentiert, dass er bei „Jugend musiziert“ angemeldet wird. Ich selbst weiß, was das für eine große Ehre ist. Durch meine musikalische Erziehung im Bereich Blockflöte und später Klavier, weiß ich, wie wichtig solche Wettbewerbe und Auftritte sind. Auch ich hätte früher bei dem einen oder anderen Wettbewerb mitmachen sollen und hatte auf Sommerfesten den einen oder anderen Auftritt mit der Musikschule. Allerdings muss ich sagen, dass ich von Anfang an wusste, dass mir der Druck zu viel wird, ich das öffentliche Spiel nicht mag, und habe da klar Grenzen gezogen und früh Stopp gesagt. 

Hier liegt das nächste Problem des Autors. Der Wettbewerb ist fast zum Schluss und somit dem Leser einfach zu viel Inhalt bekannt. Lediglich die Frage, weswegen sich Max entscheiden muss, war noch offen gewesen. Das ist einfach zu wenig am Ende, auch wenn der Schluss sogar sehr gut ist, und eine Lektion fürs Leben beinhaltet, die auf so viele Bereiche angewandt werden kann. 

Mein Sohn ist zwar inzwischen schon 13, aber hat für mich das Buch auch angefangen. Knapp über dem empfohlenen Alter, hat er jedoch nach wenigen Seiten ehrlich gesagt, was ist das denn bitte, muss ich das wirklich lesen. Spannende, lustige Bücher liest er zwar inzwischen auch nur noch widerwillig, aber er liest sie und meckert nicht so. Der Zielgruppe gefällt es also auch nicht unbedingt. 

FAZIT: Es ist ein netter Versuch, bei dem der Leser, der es bis zum Ende schafft, den guten Hintergedanken erkennt, aber der reicht alleine leider nicht für ein Buch aus. Auch Kinder wollen gefesselt werden, erwarten ein gewisses Niveau und wollen  Spaß beim Lesen haben. Das ist in meinen Augen bei diesem Werk nicht gegeben. Weder Stil, noch inhaltlich kann mich das Buch überzeugen. Letzteres einfach, weil der Autor sehr banal, sprich einfach schreibt, und über den Klappentext schon 90% verraten hat. Ob ihr es lesen wollt, müsst ihr aber selbst entscheiden. 
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