Schulschluss / R. L. Stine

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Und schon geht es weiter mit meiner Lesesucht und den tollen Fear Street Büchern. Insgesamt drei Werke hatte ich mir mit ins Krankenhaus genommen, und auch wenn das erste Buch keinen Wow-Effekt hinterlassen hat, war es doch wieder schön, Werke von dem Autoren zu lesen. Er ist schließlich nicht grundlos so erfolgreich im Jugendthriller-Sektor. Doch das Buch ist für mich eine klare Katastrophe.


FAKTEN ZUM BUCH
Autor: R. L. Stine
Titel: Schulschluss
Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: Loewe (2002)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785542046
ISBN-13: 978-3785542040
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Originaltitel: Final Grade
Preis: € 1
Genre: Thriller, Jugend
Gelesen in: 1Tagen

DAS COVER
Eine Rose, Blut und eine Federmappe passen ganz klar zum Thema und es macht Lust das Buch zu lesen.

FIGUREN IM ÜBERBLICK
Lily – ehrgeizig, entschlossen
Graham – ehrgeizig, will immer der Beste sein

INHALTLICHE FAKTEN
Ort: USA
Zeit:2000er
Perspektive: Lily
Alter der Figuren: 16

WORUM GEHT ES IN DEM BUCH
Lily muss als Beste die Schule absolvieren. Das hat Tradition und nachdem ihre Schwestern die Messlatte arg hochgelegt haben, sind die Eltern wie besessen darauf, dass auch sie so toll abschließt. Eigentlich ist es für Lily auch kein Problem. Ihre Noten sind die Besten bis ihr plötzlich Mr. Reiner keine 1 für ihre Arbeit gibt. Dabei hat sie alle Fragen richtig, aber für ihn muss in einem Leistungskurs mehr erbracht werden, als die korrekte Lösung, um eine 1 zu bekommen. Sie versucht ihn zu überreden, aber er bleibt hart, und das kann Lily einfach nicht nachvollziehen. Sie will noch einmal mit ihm reden und findet ihn Tod im Klassenzimmer. Unfall wird gesagt, aber getuschelt wird viel, denn jeder wusste von ihrer Wut auf den Lehrer. Nach dessen Tod könnte es eigentlich nur besser werden, aber dann setzt sich ausgerechnet Graham an die Spitze der Besten und sie hat mit Mr. Reiners Note keine Chance ihn je zu überholen, außer ihm passiert etwas. Und ausgerechnet jetzt wird er tödlich in der Fabrik seiner Eltern verletzt. Zufall oder versucht jemand Lily bei ihrem Weg zu helfen, und wer steckt hinter den mysteriösen Anrufen, die sie regelmäßig bekommt. Lily ist klar, sie muss handeln, bevor ihr Ruf komplett den Bach runtergeht.

SARAHS LESEEINDRÜCKE
Eltern setzen die Erwartungen an den Nachwuchs bekanntlich hoch an und R. L. Stine macht sich diese Thematik zu Nutzen, um es einmal übertrieben darzustellen. In Deutschland ist der Druck vielleicht nicht ganz so extrem und nachvollziehbar, wie auf den USA, wo nur die besten und aktivsten Schüler an bestimmten Colleges angenommen werden, aber auch hier kann eine kleine Note über die Existenz eines Schülers entscheiden.

Ob nun der Druck der Eltern, eines bestimmten Berufes oder einfach so. Ich glaube jeder Schüler hat sich schon einmal falsch benotet gefühlt. Und ich kann für meinen Teil sehr gut nachvollziehen, wie sich Lily gefühlt hat. Zum Beispiel habe ich dank eines Lehrers, der mit dem Stoff als Neuling komplett überfordert war und dies bei der Partnerschule nicht zugeben konnte, meinen Traumstudienplatz nicht bekommen. Einfach weil niemand in seinem Fach besser als 4 abgeschnitten hat, da er an den letzten Wochenenden vor der Abschlussprüfung den halben Stoff durchprügeln musste, und dann noch bei der Konferenz zugestimmt hat, das Informatik plötzlich doch nicht mehr in den Notenspiegel eingerechnet wird, weil ihm da zu viele Stunden ausgefallen waren. 0,1 haben entschieden, das ich auf die lange Warteliste gekommen bin, statt sofort einen Platz zu haben. Auch bei meiner Lehre, für die ich mich dann entschieden hatte, fand ich es unfair, wegen einem Punkt an einer mündlichen eins vorbeigeschrammt zu sein. Nicht weil ich ein Thema nicht konnte, sondern weil ich mich einmal versprochen habe und der Prüfer die Korrektur dann zwar gezählt hat, aber meinte, ohne den kleinen Ausrutscher, wo ich mich versprochen habe, wäre es eine eins. Aufregung zählte da eben nicht und darf nicht vorkommen. Ja, auch da hätte ich beide Erwürgen können.

Nun aber zurück zum Buch, und der Tatsache, dass das Thema nun wirklich gut gewählt worden ist. Einfach weil die Situation jeder kennen sollte. Es ist extrem ausgeführt, aber ganz ehrlich, am Anfang hab ich mich darüber noch gefreut, einfach weil etwas passiert und man nun als Leser grübeln darf, wer dahinter steckt. Doch irgendwann lässt die anfängliche Euphorie ganz klar nach. Warum? R. L. Stine lässt die Geschichte eher so vor sich hin dümpeln. Lernen, arbeiten im Drug Store, Lernen, Freunde treffen und abgesehen von einigen Kleinigkeiten, ist es ein ganz klares Dümpeln. Irgendwann kommt dann die Wendung und man hofft auf Spannung, aber stattdessen wird der Täter plötzlich enttarnt und setzt ganz klar auf Wahnsinn, indem er Lily sogar noch erpresst. Eine Erpressung, die einerseits stimmig ist, aber auch ein Zeichen von Lilys Schwäche ist. Die Luft ist raus, sobald der Täter überführt ist und auch die Tatsache, dass der Autor versucht durch ein paar Hindernisse noch etwas Spannung aufrecht zu erhalten, hilft leider nicht viel.

FAZIT: Highlight? Die gute Themenauswahl und die Ideen, die R. L. Stine hat, diesmal jedoch alles andere als perfekt umgesetzt. Mich stört leider zu sehr die frühe Auflösung und daher gibt es nur 3 Sterne von mir.


COVER💜💜💜💜💜
STIL💜💜💜💜💜
CHARAKTERE💜💜
SPANNUNG💜💜
HUMOR💜💜 
LIEBE💜💜 
GESAMT💙💙💙 

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