Eintausend Sommersprossen / Josee Hussaarts

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Kennt ihr den Moment, wo ihr ein Buch lest und davon wirklich ganz doll enttäuscht seid? So ein Buch habe ich gerade ausgelesen. Dabei hatte ich es mir vor 4 Jahren ertauscht, weil mich das Thema sehr fasziniert hat, ich Jugendbücher mag und Liebesgeschichten noch mehr.

FAKTEN ZUM BUCH
Autor: Josee Hussaarts
Titel: Eintausend Sommersprossen
Taschenbuch: 216 Seiten
Verlag: Beltz; Auflage: 1 (13. August 2003)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3407789114
ISBN-13: 978-3407789112
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Preis: € 1
Genre: Liebe, Familie, Jugend, Gewalt
Gelesen in: 2Tagen

DAS COVER
Das Cover ist passend mit einem Mädchengesicht, welches wirklich über 1000 Sommersprossen aufweist.

FIGUREN IM ÜBERBLICK
Micha
Iris

FAKTEN IM ÜBERBLICK
Ort: Niederlande
Zeit: 2000er
Perspektive: Von Michael

WORUM GEHT ES IN DEM BUCH
Micha und Iris sind total ineinander verknallt. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht Iris' Vater ... Egal, ob Micha Fußball spielt oder Gitarre, Iris geht ihm nicht mehr aus dem Kopf. Es hat ihn total erwischt - und auch Iris hat sich kopfüber in Micha verliebt! Dass ihr Vater nun ausgerechnet der unsympathische Schuldirektor sein muss, stört Micha eigentlich nicht. Doch dann vertraut ihm Iris an, dass sie zu Hause geschlagen wird und die zunächst so unbeschwerte Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt. Als Micha in seiner Verzweiflung den besten Freund um Rat fragt, bekommt die Liebe zwischen ihm und Iris einen tiefen Riss

SARAHS LESEEINDRÜCKE
Ich mag Jugendbücher, ich mag Liebesgeschichten und ich mag ernste Themen. Also eigentlich sollte mich das Buch flashen, aber ich saß beim Arzt und war absolut enttäuscht von dem Buch.

Es fängt schon mit der Liebesgeschichte an. Sie muss nicht magisch sein oder sonst ein Highlight, aber man muss es knistern spüren. Gerade die erste Liebe ist etwas ganz besonderes, und das schafft die Autorin leider so gar nicht. Sie lernen sich auf einer Party kennen, es macht Klick zwischen den beiden, spontan und überraschend, aber leider macht es beim Lesen nicht Klick. Es wirkt so normal und irgendwie langweilig. Das liegt noch nicht mal an der Liebesgeschichte selbst, sondern irgendwie an den Figuren, die eher blass dargestellt wurden und sich sehr oberflächlich entwickeln. Mir persönlich fehlte einfach etwas fürs Herz.

Nun gut, man könnte sagen, das Buch soll auch nicht zu schnulzig wirken, weil es eben auch einen ernsten Anteil aufweist. Und zwar geht es um Gewalt in der Familie. Sie kommt häufig vor und nach außen wirken gerade diese Familien sehr normal und die schlagenden Elternteile sind nicht immer als solches zu erkennen. Da spreche ich aus Erfahrung und vielleicht ist das der springende Punkt, weswegen ich so enttäuscht bin. Die Ansätze sind gut, aber die Thematik von einem gewalttätigen Vater, der nach außen nett und freundlich ist, bekommt die Autorin in meinen Augen nur mäßig gut erklärt. Sicherlich okay, um andere Jugendliche darüber grob aufzuklären und zu zeigen, dass es eben auch so was gibt, aber auch hier oberflächlich.


FAZIT: Für mich ist das Buch kein kompletter Reinfall gewesen, aber eher solider Durchschnitt, der mich mal mehr und mal weniger enttäuscht hat. 

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