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Die Ärztin der Pharaonin / Lützkendorf Inge

Lange habe ich euch kein Buch mehr vorgestellt, welches so historisch angehaucht war, wie dieses Buch. Das Buch ist zur Zeit mit so das „älteste“, was ich auf meinem Stapel finden konnte. Lange, lange Zeit hab ich um das Buch einen Bogen gemacht, denn ich hatte es vor 5 Jahren bei einem Gewinnspiel gewonnen und ganz ehrlich, so wirklich konnte es mich nicht reizen. Aber nun hab ich es endlich gelesen.

Lieblos, wage und enttäuschend - 2 Sterne

FAKTEN ZUM BUCH
Autor: Lützkendorf Inge
Titel: Die Ärztin der Pharaonin
Taschenbuch: 144 Seiten
Verlag: Frieling & Huffmann; Auflage: 1., Auflage 2009 (10. Juli 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 382802727X
ISBN-13: 978-3828027275
Preis: € 10,90
Genre: Historisch
Gelesen in: 2 Tagen

DAS COVER
Es ist ägyptisch, passt zum Inhalt und ist aber ehrlich gesagt nichts, was mich jetzt so spontan gereizt hätte.

FIGUREN IM ÜBERBLICK
Hatschepsut – Pharaonin aus Ägypten
Ich-Erzählerin – Sorry, aber den Namen hab ich entweder mal mittendrin überlesen, oder er wurde nicht genannt.

INHALTLICHE FAKTEN
Ort: Ägypten
Zeit:ca. 1470 v. Chr.
Perspektive: Ich-Perspektive

WORUM GEHT ES IN DEM BUCH
Ärztin werden will das junge Mädchen, Tochter aus gutem Hause, das bei einer Epidemie Mutter, Brüder und seine Gesundheit verlor. Lange glaubt die junge Ägypterin ihr Leben verwirkt, bis sie auf einer Reise nach Kreta einer Priesterin und Heilerin begegnet, die fortan ihren Weg prägt. Es gelingt der Protagonistin und Erzählerin, eine medizinische Ausbildung für sich zu erkämpfen und später neue therapeutische Wege über das aus alten Schriften übermittelte Wissen hinaus zu beschreiten. Sie wird schließlich Vertraute und Ärztin der ägyptischen Königin, der Pharaonin Hatschepsut. Sie entdeckt und kombiniert heilende und duftende Pflanzen, Öle und andere Mittel, die der Schönheit und Gesundheit dienen. Sie entwickelt sich zu einer starken, integeren Persönlichkeit, die am Ende ihres erfüllten Lebens auf ihren Weg zurückblickt und diesen auf Papyrus festhält.(Quelle: Klappentext)

SARAHS LESEEINDRÜCKE
Ich bin nicht der größte Fan von historischen Werken, aber bestimmte Klassiker mag ich ganz gerne, und solange es gut geschrieben ist, liebe ich auch wirklich historische Werke. Leider kann mich das Werk so gar nicht faszinieren und das liegt mit Sicherheit nicht am eigentlichen Inhalt, den ich im Grunde sehr interessant finde, sondern an der Umsetzung seitens der Autorin.

Es fängt schon damit an, dass ich mich an keinen Namen erinnern kann, und wie auch andere Leseratten schreiben, die Erzählerin ohne Namen ist. Wie soll ich zu einem Menschen eine Bindung aufbauen, wenn ich nicht einmal den Namen kenne? Ganz klar, es ist unmöglich und das war schon der erste Punkt, der mich sehr gestört hat. Die Hauptfigur ist und bleibt namenlos und somit auch ohne Gesicht, denn wirklich tiefgründig beschrieben wird sie nicht. Einige Details zu ihrer Krankheit, der Familie und das war es auch schon. Bei einer Ich-Erzählerin sollte aber eine gewisse Bindung vorhanden sein, denn ich möchte mich in sie hineinversetzen.

Leider bleibt diese Blässe nicht nur bei der Figur hängen, sondern breitet sich über das gesamte Buch aus. Handlungen, Gedanken, Entscheidungen – Es gibt so vieles, was prägend ist, aber das Warum bleibt dem Leser verborgen. Um ein Beispiel zu nennen. Sie reist mit ihrem Vater nach Kreta und wird von einer Person auserwählt ihr zu helfen. Warum sie? Ich weiß es bis zum Schluss nicht.

Gleiches gilt für die Medizin, um die es ja eigentlich geht. Beim Medicus war es mir teilweise schon etwas zu viel, aber hier bleibt auch die Krankheit und die Behandlung eher nebensächlich. Stattdessen werden an wichtigen Punkten plötzlich Unterbrechungen oder Wechsel vorgenommen, die eher belanglos sind. Das macht mich als Leser wahnsinnig.

Zudem bin ich mit dem Stil nicht warm geworden. Oftmals hatte ich das Gefühl, der Satz ist nicht korrekt, es fehlt ein Wort oder ähnliches. Wenn man dann Sätze 2-3 Mal liest, stört das den Lesefluss. Hinzukommt, dass die Autorin sehr viele Fußnoten, über 50 Stück auf den knapp 140 Seiten. Einiges kennt man, weil es Allgemeinbildung ist, aber einiges muss man eben nachschlagen. Warum nicht Fußnoten am Ende der Seite kurz erklären oder so einbauen, dass der Text es selbst erklärt. Besser, als immer nach hinten zu blättern.


FAZIT: Die Idee ist sicherlich nicht schlecht, und gut umgesetzt, wäre es mir eine Freude gewesen, eine junge Frau in Ägypten zu begleiten, zumal ich mit 12 Jahren riesiger Ägypten-Fan war. Das nützt aber nichts, wenn die Umsetzung so lieblos ist. 

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