BLOGTOUR - MUT ZUR FREIHEIT

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Herzlich willkommen zu meiner aktuellen Blogtour. Diesmal zu dem Buch "Mut zur Freiheit". Alle, die schon die gesamte Blogtour fleißig mitlesen, möchte ich erst einmal "hallo" sagen und schön, dass ihr euch auch auf meinen Blog verirrt habt. Nachdem es gestern um Menschenrechte und ihre Aktivisten ging, habe ich heute das Thema 



Wie Extremsituationen ein Leben verändern und prägen
Ich habe mich bewusst für das Thema entschieden, weil ich dachte, ich könnte etwas aus dem Nähkästchen plaudern, denn ich kenne jemanden, der durch eine extreme Situation ebenfalls sehr früh Erwachsen werden musste. Deswegen fange ich zum Einstieg damit einmal an. Meine Mutter ist Baujahr '38 und ihr wisst, dass sie damit genau in den Zweiten Weltkrieg hineingewachsen ist. Ihre Mutter konnte sich nicht wirklich um sie kümmern, da sie hart arbeiten musste, ihr Opa kam früh ins KZ, da er wohl bei den Zeugen Jehovas war, und so war sie viel bei ihrer alten Oma. Wenig Essen, der Kampf ums Überleben, die Angst bei Bombenangriffen. Das alles lässt ein Kind früh erwachsen werden. Ich kann mich noch gut an die Geschichten erinnern, wo sie neben einer Fliegerbombe aus dem fast eingestürzten Luftschutzkeller gehoben wurde, weil nebenan das Haus komplett zerstört wurde, und sie nur Glück hatten, dass ihre Fliegerbombe nicht hochgegangen ist. Den Herd mit dem dampfenden Topf im zweiten Stock, sehe ich bildlich vor mir. Ein Herd, zu dem niemand mehr konnte, weil die Treppe, Wand und vieles mehr fehlte. Solche extremen Situationen prägen Menschen, ob sie wollen oder nicht. Meine Mutter hat aus dieser Situation raus sich immer nach Liebe, Geborgenheit und Halt gesehnt und daher auch meist nur die falschen Männer kennengelernt.

Mut zu Freiheit
Ist eine andere Geschichte, aber der gleiche Kampf ums Überleben, Angst und der Wunsch nach Frieden. Nur spielt er eben nicht vor vielen Jahren, sondern jetzt. Ihre Kindheit ist geprägt von Liebe, einigen Entbehrlichkeiten, aber friedvoll. Die Umstellung und  Ängste, die sie jedoch im Verlauf des Buches erleben bzw. durchlaufen muss, sind schon wirklich hart. Auch hier lernt ein Kind recht früh, dass Fantasie und Naivität, beides Eigenschaften die ein Kind ausmachen, nicht ideal zum Überleben sind. Zum Beispiel wird ganz am Anfang eine Szene geschildert, die die Situation im Land sehr gut darstell. Es kommt Besuch zur Familie nach Nordkorea, und es wird nur eine Aussage getätigt, die für den Besuch ganz normal ist, aber bei Yeonmis Familie nicht auf Zusitmmung stößt. So wird nur der Freundin von dieser Ungeheuerlichkeit erzählt. Obwohl niemand dieser Aussage zustimmt, hätte das Wissen und die Tatsache, dies nicht zu melden den Tod bedeuten können. Es ist schon echt interessant und erschreckend zu lesen, wie viele Länder noch heute sind. Nehmen wir zum Beispiel die Flucht der Autorin aus ihrer Heimat. Ihre Situation beschreibt sie sehr ergreifend und lebendig in dem Werk. Es ist erschreckend, das so vielen Kindern die Kindheit einfach geraubt wird. Zum Beispiel konnte Yeonmi erst sehr, sehr spät eine richtige Schulausbildung genießen. Dinge, die für uns einfach selbstverständlich sind. Ich glaube, das vermisst ein Kind nicht wirklich und das hätte ihr Leben auch nicht so entschieden verändert. Wenn man jedoch kaum zu Essen hat, die Nächte über frieren muss und dazu noch viel Angst erleiden muss, dann ist das schlimmer. 

Obwohl die Autorin wirklich viele Hindernisse erleben musste und sehr früh ihre Kindheit abgelegt hat, muss ich sagen, dass aus ihr eine eindrucksvolle Frau geworden ist.



Für die Teilnahme müsst ihr nur eine Frage als Kommentar beantworten. Welche extreme Situation hat euer Leben prägend verändert?
 

Teilnahmebedingungen:


  • Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Einverständniserklärung der Eltern.
  • Versand nur innerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz. Für den Postversand wird keine Haftung übernommen.
  • Das Gewinnspiel endet heute um 23:59 Uhr. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt man sich im Gewinnfall bereit, öffentlich namentlich am Ende der Blogtour genannt zu werden.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Keine Barauszahlung des Gewinnes möglich.
  • Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung mit Facebook und wird nicht von Facebook organisiert.

Kommentare:

  1. Hey,

    danke, dass du die Geschichte deiner Mutter mit uns geteilt hast. Die meisten von uns können sich - glücklicherweise - gar nicht vorstellen, wie ein Krieg die Menschen verändert. Nicht nur während des Kriegszustands, sondern vor allem auch darüber hinaus.
    Umso wichtiger ist es, dass es Bücher und Filme gibt, um dennoch darüber aufzuklären.

    Die Frage ist nicht einfach zu beantworten, weil ich glücklicherweise keinen Krieg, keine Krankheit und keinen Todesfall miterleben musste. Wenn ich daher mein bescheidenes Leben als Maßstab nehme, waren die beiden extremsten Situationen wohl das Abitur und mein Umzug zum Studium. Ich bin ein sehr stiller Mensch und dann 15 Minuten meiner (sehr netten) Lehrerin, einem ziemlich unbeliebten Lehrer und der Direktorin etwas über Milieu-Studien zu erzählen, war schon nicht ohne. Aber es hat dann doch einigermaßen funktioniert und ich habe das Abiturzeugnis bekommen :D Das hat mir dann die Möglichkeit zum Studium eröffnet und ich musste umziehen. Ans andere Ende von Deutschland. Ich, die sich nie traut den Mund aufzumachen. Das verändert einen natürlich und hat mich stärker gemacht, auch wenn ich immer noch still bin ;)

    Danke für die tolle Blogtour an alle. Es waren sehr spannende Beiträge dabei :)

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  2. Hallöchen.
    Danke erstmal für deine Offenheit, das ist sicher nicht einfach, so darüber zu schreiben. Aber ich finde, du hast das in wirklich passende Worte gekleidet.
    Oh, es gab vieles in meinem Leben, was mich geprägt hat, aber ich glaube, am schlimmsten für mich waren die Tode meines Ziehvaters und meines Opas. 2 Menschen, die mein Leben immer geprägt haben und so plötzlich aus meinem Leben gerissen wurden, dass ich zu beiden Zeiten (mein Ziehvater starb 2004, mein Opa 2012) schwer zu knabbern hatte und mich in meinem Leben wieder sortieren musste, weil die Menschen in meiner Mitte hatten sich einfach mal so verkleinert und das war schwierig.
    Alles Liebe,
    Katja

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  3. Hallo =)
    Mein Papa hat sich das Leben genommen.
    Ich hab es damals zwar noch nicht so richtig mitbekommen, da meine Eltern schon geschieden waren und ich erst 4 Jahre alt, aber irgendwie hab ich daraus schon meine Lehren gezogen.
    Liebe Grüße
    (shanklin@gmx.de)

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  4. Hallo,

    ein toller Beitrag! Die Frage ist gar nicht so leicht, da ich nicht wirklich eine extreme Situation bis jetzt erlebt habe... ich würde dabei noch am ehesten an mein Studium und den damit verbundenen Auszug denke, da das ein großer Schritt für mich war...

    LG

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  5. Vielen Dank für deinen Beitrag.

    Eine Situation die mein Leben komplett verändert hat (zum Glück im Positiven Sinne), waren die Geburten meiner Kinder. Das ist jedes mal eine große Herausforderung und ein wahres WUnder :)

    LG Susan (suetimeless@gmail.com )

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