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Blogtour - Identität

Hallo und herzlich Willkommen zu meiner neuesten Blogtour an der ich teilnehme. Die Blogtour befasst sich mit dem Buch "Identität". Ich habe mich für die Blogtour angemeldet, da ich das Thema des Buches sehr interessant und vor allen Dingen spannend fand. Während gestern bei der lieben Antonia die Charaktere vorgestellt wurden, darf ich mich mit einem etwas tiefgehenderen Aspekt des Buches beschäftigen, und zwar "Dem Leben im Rollstuhl".


DER WEG ZUM ROLLSTUHL
Es gibt so viele Arten, wie eine Person zu einem Rollstuhl kommt, und nicht immer ist die betroffene Person von Geburt an oder durch einen schweren Unfall an den Rollstuhl gebunden. Mit zunehmenden Alter kann er für Mobilität sorgen oder auch eine Krankheit kann zu einem Leben im Rollstuhl führen. Eins ist jedoch klar, für niemanden ist es leicht, sich damit anzufreunden. Wichtig ist, dass die Person die Hilfe bekommt die sie benötigt, ohne sich minderwertig vorzukommen.

MEINE ERFAHRUNGEN MIT DEM ROLLSTUHL
Ich selbst saß zum Glück nur wenige Minuten immer im Rollstuhl, als ich nach dem Kaiserschnitt noch nicht zur Frühchenstation laufen durfte, und die Schwestern die ersten beiden Tage auf einen Rollstuhl bestanden haben. Schön ist definitiv was anderes. Man wird komisch angeschaut, eine Unebenheit und man muss aufpassen, dass man nicht eventuell rausfällt, man passt nicht überall durch, ist teilweise auf Hilfe bei Türen angewisen und vieles mehr. Ich hab mich drei Mal damit fahren lassen, und beim vierten Mal auf den Rollstuhl trotz dezenter Hinweise ihn bei dem weiten Weg in Anspruch zu nehmen, lieber verzichtet. 

Das sind jedoch nicht meine einzigen Erfahrungen mit dem Rollstuhl, und deswegen habe ich mich für das Thema entschieden. Bei meinem älteren Bruder wurde Anfang 40 MS diagnostiziert. Schon vorher war er regelmäßig mit depressiven Phasen im Krankenhaus und nach der Diagnose hat er sich in der Tat etwas besser gefühlt. Am Anfang ging es noch mit Stock, aber auf Grund der Medikamente kombiniert mit noch weniger Bewegung und leckerem Essen, hat er rasant an Gewicht zugelegt und war nachher auf einen Rollstuhl angewiesen. Inzwischen immer weniger, aber rund 2 Jahre hat er ihn für alle längeren Strecken außerhalb der Wohnung genutzt.

Nicht nur für die Person selbst ist es eine große Umstellung, wegen der Einschränkungen und der Blicke, sondern auch für die Personen im Umfeld. Man möchte helfen, aber nicht zu viel helfen, damit die betroffene Person nicht das Gefühl von Unselbstständigkeit bekommt. Auch wenn man es nicht möchte, sieht man die Person anders an und man fühlt sich genauso unsicher, wie die Person im Rollstuhl auch. 

Ich kann mich noch an eine ganz bestimmte Situation errinnern.  Mein Bruder hatte seinen Rollstuhl neu bekommen und war wegen einer kleinen Depression wieder in Behandlung. Die Klinik hatte ein Sommerfest und er lud mich mit meinen beiden Söhnen ein. Es war für mich das erste Mal meinen großen Bruder wirklich dauerhaft in einem Rollstuhl zu sehen. Den Kloß in meinem Hals könnt ihr euch vorstellen und ich fühlte mich verdammt hilflos. Irgendwann kamen wir an eine kleine Straße auf dem Klinikgelände. An der Stelle, wo er runterfuhr war der Bordstein abgesenkt, auf der anderen Seite hätte er aber 10m in die richtige Richtung fahren müssen, um über einen abgesenkten Bordstein hochzukommen. Jeder normale Mensch, würde einfach kurz auf der Straße fahren, da dort eh keine Autos fahren und den einfachen Weg wählen. Mein Bruder hat Anlauf genommen und ungefähr 3 Mal probiert den hohen Bordstein hochzukommen. Mein Rücken ist eh schon kaputt und ihn mit seinen 150kg den Bordstein hochzubekommen wäre für mich so aus dem Stehgreif ohne Tricks echt hart gewesen. Ich machte ihn also auf den abgesenkten Bordstein aufmerksam. Das wollte er jedoch nicht. Er probierte es immer wieder und ist dabei immer kurz vorm Umkippen gewesen. In einem dieser Momente kam Pflegepersonal vorbei, und schritt ein. Auch sie wiesen ihn auf den abgesenkten Bordstein hin, diesmal nahm er es auch dankend an, während ich erst einmal einen Rüffel bekommen habe, warum ich einfach nur daneben gestanden habe. 

Was ich euch mit dieser Geschichte erzählen will? Gerade am Anfang ist es für Betroffene echt schwer, gerade der Familie gegenüber eine sichtbare Schwäche einzugestehen. Selbst, wenn ihr am Anfang oft wie ein Idiot dargestellt werdet, irgendwann wird es besser. 

GEWINNSPIEL


Gewinne:
1. Preis - 10 x 1 Platz zum Online - Leseevent 
(Findet am 26.2.2016 um 20:00 Uhr statt. Die Gewinne bekommen per E-Mail eine Einladung
2. Preis - 1 signiertes Print
3. Preis - 3 x 1 eBook im Wunschformat


Teilnahmebedingungen
Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel wird von CP - Ideenwelt organisiert.
Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Das Gewinnspiel endet am 10.2.2016 um 23:59 Uhr. 


Blogtourfahrplan 05.02. - 11.02.2016

 Tag 1 - 05.02.2016 - Vorstellung der Identität Reihe - 
Tag 2 - 06.02.2016 - Antonio stellt sich vor - 
Tag 3 - 07.02.2016 - Das Leben im Rollstuhl - 
Tag 4 - 08.02.2016 - Kolumbien - 
Tag 5 - 09.02.2016 - Arbeiten im Ausland - 
Tag 6 - 10.02.2016 - Autoreninterview - 
11.02. - Gewinnspielauslosung auf allen Blogs -

Kommentare

  1. Dankeschön für den Einblick und Deine bewegende Geschichte!

    AntwortenLöschen
  2. Vielen Dank für Deine bewegende Geschichte. Ist es Dir schwer gefallen darüber zu schreiben?

    AntwortenLöschen
  3. Hallo,

    interessanter Beitrag.

    LG
    SaBine

    AntwortenLöschen
  4. Hi,

    echt toller Beitrag! Der Onkel von meinem Mann sitzt ebenfalls im Rollstuhl! Ich stell es mir echt schwierig vor, überhaupt am Anfang....

    Ich hab leider bei deinem Beitrag die Frage nicht gefunden...ich hab ihn zweimal durchgesehen....ich hoffe ich blamier mich jetzt nicht hihi

    Lg
    Gaby

    AntwortenLöschen

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