Herz in Scherben / Kathrin Lange

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Im Traum hatte ich mich darauf gefreut, in die Tiefe zu springen. Vielleicht war das ja Ausdruck meines geistigen Zustands. Vielleicht war ich ja auf die Insel zurückgekommen, weil ich leiden wollte.
Genau wie David.
„Sie wollten nicht auf mich hören“, redete Grace weiter. „Madeleine hat Sie einmal entkommen lassen. Sie wird es nicht ein zweites Mal tun.“
„Ich weiß“, stieß ich hervor. „Ich werde sterben.“ (ZITAT S. 165 zum Stil)


Als ich von Daniela gefragt wurde, ob ich Lust hätte „Herz in Scherben“ zu lesen und an einer Blogtour teilzunehmen, habe ich sofort ja gesagt. Zwar habe ich den ersten Band nicht gelesen, aber ein guter Autor schafft es einen trotzdem zu fesseln und den Leser gut zu integrieren. Ob es Katrin Lange in diesem Fall gelungen ist und ob sich der zweite Band um David und Juli lohnt, lest nun selbst.

'''o0o OPTK o0o'''
Ich glaube das Cover war der Grund, warum ich den Quereinstieg wagen wollte. Ich liebe Herzen und die Farbe ebenfalls. Im Laden hätte ich sofort angehalten und geschaut.

'''o0o FIGUREN o0o'''
Juli – Freundin von David, eifersüchtig, wenig Selbstbewusstsein, Schlagfertig
David – Julis Freund, Bell-Erbe, seine Verlobte wurde getötet, ruppiger Mensch
Lizz – Total in David verliebt, wunderschön und reich
Grace – Erzählt Juli immer vom Fluch und versucht sie zu warnen
Charlie – Davids Verlobte, die verstorben ist
Jason – Davids Vater

'''o0o INHALTLICHE FAKTEN o0o'''
Ort: Amerika
Zeit: Gegenwart (2010er)
Perspektive: Ich Perspektive von Juli
Alter der Figuren: 16-50

'''o0o WORUM GEHT ES? o0o'''
David und Juli haben sich augenscheinlich erholt von den Drogen und den Dingen die sie im letzten Jahr erlebt haben. Als Davids Vater seinen 50 Geburtstag feiert, besteht er auf die Anwesenheit von David. Dieser fährt hin, obwohl er noch immer nicht weiß, was seiner Verlobten Charlie damals passiert ist. Obwohl er darauf besteht, dass Juli nicht mitkommt, nimmt sie die Einladung über ihren Vater mit an, und begleitet ihn zu den Feierlichkeiten. Vor Ort fangen die Albträume wieder an. Juli ertappt sich immer wieder, wie sie Stimmen hört und gebeten wird, sich endlich zu erlösen. Auch David scheint in den alten Trott zurückzukehren. Er ist aggressiv, flirtet mit Lizz, stößt Juli immer wieder vor den Kopf und prügelt sich sogar mit seinem Vater. Als die Polizei dann auch noch  behauptet Charlies Leichnam gefunden zu haben, ist klar, dass David sich erinnern muss, um endlich mit der Vergangenheit abschließen zu können. Vielleicht war er es ja, der Charlie damals auf den Klippen erschossen hat. Er stellt ich der Vergangenheit und herauskommt ein dunkles Geheimnis.

'''o0o WIE HAT ES MIR GEFALLEN? o0o'''
„Herz in Scherben“ ist der zweite Band der „Herz aus Glas“-Trilogie. Dabei handelt es sich um eine Art mysteriösen Liebes-Thriller, der vor allen Dingen durch seine zauberhaften Cover besticht.

Für mich ist dies der erste Band, aber inhaltlich schafft es Kathrin Lange, dass ich nie das Gefühl hatte, den ersten Band nicht zu kennen. Immer wieder lässt die Autorin die eine oder andere Information in Form einer gedanklichen Rückblende einfließen, sodass ich mich gut eingebunden fühlte und sicher bin, dass Leser von Band eins ihre Kenntnisse nur aufgefrischt fühlen. Während es der Autorin inhaltlich gut gelingt, kann sie mich von den Figuren her nicht reizen. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass etwas fehlt. Die Figuren wirkten entwickelt und ich fühlte mich trotz Parallelen irgendwie außen vor. Dabei sind die Figuren gar nicht unlogisch konzipiert.  Die Emotionen, Ängste und Gedanken sind sogar klar nachvollziehbar, aber ich hatte immer das Gefühl, dass mir hier ein gewisses Basiswissen fehlt.

Hervorgerufen wird dieses Gefühl hauptsächlich durch diese panische Angst David zu verlieren und sein manchmal recht ruppiges, irrationales Verhalten. Meist gibt es hierfür Schlüsselszenen und diese kannte ich eben nicht. Stattdessen darf ich mir gefühlt alle fünf bis zehn Seiten anhören, wie sich Juli Sorgen macht, weil Lizz in der Nähe ist und sie eh nicht versteht, was er an ihr findet. Gleichzeitig findet David diese Eifersucht mehr als überflüssig und unbegründet, ist aber später im Verlauf selbst bei jedem Blick oder längeren Kontakt mit einem anderen Mann hochgradig eifersüchtig. Ich selbst kann solche Verlustängste nachvollziehen, aber alle paar Minuten. Es wirkt übertrieben und mit der Zeit leider auch sehr nervig.

Auch sonst empfand ich, dass das Buch wenig an Fahrt gewinnt. Immer wieder bekommt Juli Albträume, David plagt sich herum und versucht sich zu erinnern, aber es entsteht das Gefühl selbst auf der Stelle zu treten. Das ist aber von der Autorin beabsichtigt, und wir durch den Schluss sehr deutlich. Am Anfang störte mich dies wirklich ungemein, aber gerade durch den Schluss, hat sich meine Meinung verbessert.

Das Buch endet im Übrigen mit einem sehr gekonnt platzierten Cliffhanger. Dieser macht Lust auf den letzten Band und hat zumindest meine Neugierde geweckt. Wobei ich ehrlich hoffe, dass die Autorin hier noch etwas an Fahrt gewinnt, häufig in die Irre führt und sich weniger auf die Eifersüchteleien konzentriert. 



Alles in allem habe ich persönlich mehr erwartet. Für meinen Geschmack wiederholt die Autorin gerade diese Eifersuchtsszenen eine Spur zu häufig. Sicherlich passt es auf eine gewisse Art und Weise zu einem Mystery-Buch, aber weniger ist in manchen Fällen mehr. Zumindest der Schluss und der leichte Stil, haben mich milde gestimmt, sodass das Buch faire 3 Sterne bekommt.

'''o0o BUCHFAKTEN o0o'''
Autor: Kathrin Lange
Titel:  Herz in Scherben
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Arena (9. Januar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401600052
ISBN-13: 978-3401600055
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Preis: €  16,99
Reihe: Herz aus Glas
Genre: Liebe, Drama, Thriller,Mytery
Gelesen in: 2 Tagen


Ich bedanke mich bei Daniela und dem Arena Verlag für das Rezensionsexemplar. 
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Kinder des Sturms / Nora Roberts

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Das Dörfchen Ardmore schmiegte sich an die Südküste Irlands hoch über der irischen See. Es gab dort einen kleinen Hafen, einen goldenen Sandstrand, eine mit wildem Gras bewachsene, erhaben über das Meer ragende Klippe, und auf dieser Klippe stand ein Hotel.
Wenn man wollte, konnte man einen schönen, wenn auch anstrengenden Spaziergang auf dem schmalen Pfad um die Landspitze herum unternehmen und auf der Kuppe des ersten Hügels die Ruinen der Kapelle und den Brunnen des Heiligen Declan besichtigen. (Zitat S.11 Beispiel für den Stil)
 
 
Es ist selten, dass ich losziehe und mir ein Buch kaufe. Nicht weil es nicht genug gibt, sondern weil ich so viele ungelesene Werke im Regal stehen habe. Wenn ich aber mal ein Buch kaufe, dann weil ich wirklich Lust darauf habe. In diesem Fall habe ich die beiden ersten Bände gelesen und obwohl es hier auch als einzelne Bücher gelesen werden kann, hatte ich das Bedürfnis noch einmal Brenna und Shawn zu begegnen, die ich richtig lieb gewonnen habe.

'''o0o OPTK o0o'''
Es gibt verschiedene Ausführungen. Ich habe die Weltbildausgabe, die mir optisch nicht gefällt. Mit ihrem Orange und der Blume wirkt es eher alt und trist. Nicht so peppig wie die bunte, fröhliche Ausgabe von Blanvalet. Dabei ist sonst Weltbild für hübschere Covers bekannt.

'''o0o FIGUREN o0o'''
Jude – Frau von Aiden, ursprünglich aus Chicago
Aiden – Pub Besitzer und früherer Vagabund / Draufgänger
Shawn – Der Bruder von Aiden, Musiker und Koch
Darcy – Schwester von Aiden, jung dynamisch und Mode verliebt
Brenna – Nachbarin von Jude, ein Mädchen das ein halber Junge ist
Trevor – Bauherr vom neuen Theater

'''o0o INHALTLICHE FAKTEN o0o'''
Zeit: Gegenwart (ca. 2010)
Ort: Irland
Alter: 24-35
Perspektive: Blickwinkel von Trevor und Darcy

'''o0o WAS PASSIERTE VORHER? o0o'''
Im ersten Band ist Jude aus Chicago nach Ardmore gekommen, um dort zu sich zu finden. Statt nur sich selbst neu zu entdecken, findet sie in Aiden die große Liebe. Im zweiten Band entdeckt Brenna ihre Gefühle für Shawn und versucht ihn von der Liebe zu überzeugen.

'''o0o WORUM GEHT ES? o0o'''
Darcy ist aus Paris zurück und irgendwo neidisch. Jude ist schwanger, Brenna und Shawn haben ihr Haus zumindest im Ansatz fertig. Nur sie ist immer noch einsam. Das ändert sich als die Handwerker aus Amerika kommen, um neben dem Pub das Musiktheater zu bauen. Besonders der Inhaber Trevor, der selbst am Bau mitwerkelt, hat es ihr angetan. Doch er ist nicht der Typ, der auf der Suche nach einer ernsthaften Beziehung ist. Er gibt sogar zu, dass er dafür nicht geschaffen ist. Für Darcy zu spät, denn um sie ist es geschehen. Sie versucht Trevor zu überzeugen, aber kann das gut gehen?

'''o0o WIE HAT ES MIR GEFALLEN? o0o'''
„Kinder des Sturms“ ist der abschließende Band der Sturm-Trilogie. Generell lassen sich die Geschichten einzeln lesen, denn in jedem Buch geht es um ein anderes Liebespaar und die vorherigen oder folgenden sind nur Randfiguren. Nichtsdestotrotz habe ich mich diesmal an die Reihenfolge gehalten. Während mich Band 1 (Insel des Sturms) nicht 100% überzeugte, aber zumindest den Wunsch weckte, die Geschichte um Brenna zu erfahren, hat mich „Nächte des Sturms“, also Band 2 wirklich umgehauen. Einfach weil Brenna und Shawn wunderbare Charaktere sind, die mich geflashed haben. Deswegen hatte ich die Hoffnung auch hier zumindest ein ähnliches Erlebnis wie bei Band 1 zu erleben.

Leider muss ich offen gestehen, dass „Kinder des Sturms“ der schlechteste Band für meinen Geschmack ist. Warum möchte ich euch nicht vorenthalten. Es fängt schon mit den Figuren an. Darcy hat es in den vorherigen Bänden schon nicht geschafft mich neugierig zu machen. Nicht so wie es Brenna schon im ersten Teil gelungen ist. Auch Trevor ist kein Held, den man lieben muss. Er ist nett, temperamentvoll, aber mehr nicht.  

Inhaltlich kommt das Problem hinzu, dass irgendwie alles ausgeluscht klingt. Das liegt daran, dass alle Bücher nach Schema F angelegt sind. Eine Person verliebt sich, kurz danach die andere, beide können aber auf Grund von Hindernissen, Ängsten oder Missverständnissen noch nicht seelisch zu einander finden. Es gibt Geplänkel bis es zu einem großen Krach kommt und dann folgt sofort das Happy End. Klar möchte ich das bei solchen Büchern, und ich genieße triviale Kost, wo ich schon auf der ersten Seite weiß, wie es ausgeht, aber doch bitte nicht immer so gleich. Diese Tatsache in Kombination mit dem Figuren hat dem Buch nicht gut getan.

Einzige Highlights ist die Auflösung um den Feenprinzen, was jedoch auch vorhersehbar war, aber vor allen Dingen Irland und seine Beschreibungen. Nora Roberts schafft es den Reisewunsch nach Irland zumindest bei mir zu wecken.

Daran erkennt man, dass die Autorin sich Mühe gibt, auch diesen Band mit der Faszination von Irland zu verschönern, aber was nutzt es, wenn ich immer wieder genervt bin von Darcy und Trevor. Hätte ich das Buch nicht gekauft und hätte ich nicht die Hoffnung gehabt zumindest wie bei Aidens Geschichte noch einen positiven Nachgeschmack erleben zu dürfen ich hätte es ehrlich abgebrochen. Was stört mich aber so an Darcy.. Jude war einfach nur völlig naiv, und ist es auch jetzt noch. Darcy will nur großes, ist nicht so bodenständig oder verträumt wie ihre Geschwister. Sie ruft mit ihrem Mode- und Sauberkeitstick ein trauriges Lächeln aufs Gesicht. Auch ich mag Mode und ein sauberes zu Hause, aber sie wirkt dabei einfach nicht so charmant, wie Brenna, die man sofort ins Herz geschlossen hat. Wobei es sicherlich viele Fans gibt, die mit Darcy mehr anfangen können. Gleiches gilt für Trevor. Aidens und Shawns Bodenständigkeit haben mir sofort gefallen, obwohl Aiden zum Beispiel bereist ist. Trevor wirkt so weltmännisch, zwar auch solide, aber irgendwo auch kalt.


Nichtsdestotrotz eine sinnvolle Fortführung der vorherigen Bände, wobei ich klar sagen kann, wer Karrieremenschen weniger mag, der sollte den letzten Teil lieber auslassen.

'''o0o BUCHFAKTEN o0o'''
Autor: Nora Roberts
Titel:  Kinder des Sturms
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (20. Februar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442378419
ISBN-13: 978-3442378418
Originaltitel: Heart of the Sea
Preis: € 8,99
Genre: Drama, Liebe, Familie
Gelesen an: 2 Tagen

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Die Schatten von New Orleans / Oliver Becker

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Sei nicht so törricht“, erklärte ihre Tante Molly unmissverständlich, „dich in den jungen Herren zu verlieben. Von mir aus kannst du ein wenig für ihn schwärmen. Aber dein Herz, das darfst du ihm nicht schenken, meine Kleine. Niemals!...“  (Zitat S. 12 - Beispiel für den Stil)




Vor einigen Tagen erreichte mich wieder mal ein kleines Rezensionsexemplar. Es handelte sich um einen historischen Roman, den ich am Liebsten sofort angefangen hätte. Leider lagen noch einige Rezensionsexemplare und Challenge-Bücher auf dem Stapel „Jetzt lesen“. Es kam somit nach hinten in die Warteschlange und endlich habe ich es gelesen. Begleitet ihr mich nun auch in eine Welt voller Magie, Liebe und Trauer.

'''o0o OPTK o0o'''
Ich liebe das Cover und hätte es mir im Geschäft auch näher angesehen. Die Voodoo-Puppe und der Mohn kommen auf dem blau-braunen Hintergrund sehr gut zum Vorschein. Ich persönlich hätte zwar einen Turm mit Raben, sowie eine Voodoo-Puppe gewählt, aber es prägt sich auch so ein.

'''o0o FIGUREN o0o'''
Cynthia – Hausmädchen, Geliebte von David, unglaublich willensstark
David – Sohn der Familie, ängstlicher Typ
Molly – Ersatzmutter von Cyn
Kay – Starke Frau aus dem Gefängnis, Cynthias Freundin
Danny – Schwarzer, der Cynthia unterstützt auf ihrem Weg
Victor – Davids Vater

'''o0o INHALTLICHE FAKTEN o0o'''
Ort: New York, New Orleans, USA
Zeit: 1870
Perspektive: Dritte Person
Alter der Figuren: um die 20

'''o0o WORUM GEHT ES? o0o'''
1870 in New York: Cynthia sitzt auf gepackten Koffern. Heute will sie mit David fliehen und ein gemeinsames Leben abseits seiner reichen Familie beginnen. Als die Tür aufgerissen wird, ahnt sie noch nicht, dass sie am Abend schon im Rabennest sitzen wird. Die Polizei und Victor, der Vater von David, finden bei ihr unter der Matratze Schmuck, den sie angeblich gestohlen hat. Sie wird zu vielen Jahren verurteilt, niemand hilft ihr und nicht mal Molly darf mehr Kontakt zu ihr haben, dabei hat gerade Molly Beweise gefunden, dass mehr hinter der Sache steckt. Als im Rabennest, dem berühmten Gefängnis ein Feuer ausbricht, gelingt es Cynthia mit Kay zu fliehen. Cynthia versucht mehr über die Hintergründe zu erfahren und stößt dabei auf die Nachricht von Davids Tod. Kurze Zeit später zieht seine Familie nach New Orleans ohne das Cynthia mehr erfahren konnte. Anfangs schlägt sie sich mit Kay, später mit Danny in New York durch. Als sie von Molly eine Menge Geld bekommt, macht sie sich zusammen mit ihrem neuen Freund Danny auf den Weg nach New Orleans. Dort fangen sie an nachzuforschen und stoßen dabei auf so manches düsteres Familiengeheimnis.

'''o0o WIE HAT ES MIR GEFALLEN? o0o'''
„Die Schatten von New Orleans“ ist ein historischer Roman, der voller Voodoo, Liebe und Freundschaft steckt, aber keineswegs langweilig oder trocken ist. Es ist eher wieder das genaue Gegenteil der Fall. Wer schon frühere Werke von Oliver Becker gelesen hat, der weiß, dass er den Leser mit einer modernen Sprache und abwechslungsreichen Inhalten fesselt, die  einen das Buch  nur schwer aus den Händen legen lassen können.

Erzählt werden zwei Geschichten, die sich nach und nach zu einer Handlung verbinden. Den Hauptteil der Geschichte begleitet der Leser Cynthia. Es handelt sich hierbei um eine liebenswerte, starke und sympathische Figur, mit der ich mich sofort identifizieren konnte. Gleiches gilt für weitere Charaktere. Jeder wird so dargestellt, dass man ihn gleich korrekt einschätzt. Lediglich bei David wird anfänglich ein offener Eindruck vermittelt, der bei mir jedoch sofort Gegenwehr erzeugte. David war mir von Anfang an unsympathisch und das liegt nicht daran, dass der Autor unterschwellig immer wieder die Frage aufkommen lässt, was damals wirklich passierte. Ehrlich gesagt hat ein geübter Leser und ein Kenner von Oliver Becker schon recht früh eine kleine Ahnung und ich muss sagen, dass ich fast richtig lag.

So liebevoll seine Charaktere gestaltet wurden, so detailliert sind auch die Schauplätze. Egal ob Räumlichkeiten, Straßenzüge oder andere Schauplätze. Sie werden mit wenigen Worten zu Leben erweckt und wirken mehr als authentisch. Es ist eine faszinierende Welt vergangener Tage, in die ich dank Oliver Becker eintauchen durfte.

Inhaltlich befasst sich der Autor mit jeder Menge historischer Aspekte, wie zum Beispiel das Thema „Schwarz / Weiß“, Flut in New Orleans, Piraterie in New York, sondern auch Dingen wie Voodoo. Es wird dementsprechend zu keiner Zeit wirklich langweilig. Klar gibt es Passagen, wo es hätte gerne etwas knackiger sein dürfen, während andere Passagen, wie zum Beispiel die im Rabennest, einfach zu kurz waren. Ich muss gestehen, dass mich der dortige Alltag, der Umgang untereinander noch etwas tiefgehender interessiert hätte. Vordergründig ist jedoch die Liebe immer wieder präsent. Erst mit David, dann die Gefühle seitens Danny und dann der Mann aus dem wilden Westen, der ihr nicht aus dem Kopf geht. Damit möchte ich nicht zu viel verraten, aber macht euch auf eine gehörige Portion an Gefühlen gefasst. Dabei geht der Autor aber nie ins Kitschige über und versucht die romantischen Ansätze immer mit etwas Spannung aufzupeppen. In meinen Augen gelingt es ihm ausgesprochen gut.

Die zweite Handlung ist in kursiver Schrift, und somit klar differenziert. Hier beschreibt ein fast blinder Mann seine Erlebnisse und entführt einen in die Welt des Voodoos. Wie die Geschichten zusammenhängen, wird erst sehr spät deutlich. Gleiches gilt für die Aussage eer Voodoo-Priesterin, die Cynthia folgende Botschaft gibt. „Der, den du liebst, ist nicht der, den du liebst. Du bist nicht die, die du bist.“ Was sich hinter den Worten verbirgt? Lest selbst, sonst verrate ich einfach zu viel. Es steckt eine Menge dahinter und mit etwas Fantasie, kommt an zumindest auf einen Teil von selbst. Welcher? Das müsst ihr auch selbst erlesen.


Alles in allem ist dem Autoren ein weiterer wunderschöner historischer Roman gelungen, der für mich alles beinhaltet hat, um mich über Stunden zu fesseln und sogar die Zeit vergessen zu lassen.

'''o0o BUCHFAKTEN o0o'''
Autor: Oliver Becker
Titel:  Die Schatten von New Orleans
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Bookspot Verlag (10. Dezember 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3937357904
ISBN-13: 978-3937357904
Preis: € 17,95
Genre: historisch
Gelesen in: 4


Das Buch ist ein Rezensionsexemplar, für das ich mich ganz herzlich beim Autor Oliver Becker bedanke.
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BLOG-TOUR - HERZ IN SCHERBEN

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Herzlich willkommen bei der Blogtour zu Kathrin Langes „Herz in Scherben“, die heute bei mir und meiner Blogtourpartnerin Bianca Halt macht. Diesmal wird es etwas ungewöhnlich. Bei Bianca findet ihr einige tolle Leseproben, die euch sicherlich das Buch mehr als schmackhaft machen werden. Ich selbst stelle euch einige Fragen, um mal zu schauen, ob ihr auch fleißig gelesen habt. Wer aufmerksam war, kann auch etwas gewinnen.


WORUM GEHT ES - ZITIERTER KLAPPENTEXT
Komm mir näher, und du wirst es bereuen. Ein Schuss hallt in Davids Kopf wider. Plötzlich ist die Erinnerung da und er weiß nicht, ob sie etwas mit Charlies Tod und den schrecklichen Ereignissen auf Martha’s Vineyard zu tun hat. Fünf Monate sind seitdem vergangen, aber nun zieht eine dunkle Ahnung David mit Macht auf die Insel zurück. Seine Freundin Juli folgt ihm voller Sorge. Doch entgegen aller Befürchtungen ist es nicht der Inselfluch, der den beiden das Leben schwer macht, sondern die arrogante Lizz. Sie tut alles, um Juli von Davids Seite zu verdrängen. Als dann plötzlich eine Mädchenleiche auftaucht, beginnt Juli zu zweifeln. Was geschah wirklich im Winter auf den Klippen? Und welche Rolle hat David dabei gespielt? Band 2 der "Herz aus Glas"-Trilogie. 

KREUZWORTRÄTSEL
Leider funktioniert das Einbetten des Rätsels nicht so, wie es geplant war. Daher gibt es das Rätsel nun nicht in Kreuzwort-Form, sondern in Form von Fragen. Hier geht es zur Leseprobe, wo ihr die Antworten findet. Sie sind nicht nur in der Leseprobe selbst, sondern ggf. auch bei Biancas Erklärungen zu finden.

1. Was haben sie von Charlie gefunden?
2. Welcher Abstammung ist Grace?
3. Wie überrascht ist David über die Einladung von seinem Vater (Wortlaut ist im Text zu finden.
4. Mit welchem Verhalten von David hat Julia emotionale Probleme


LÖSUNGSWORT
Das Lösungswort setzt sich aus den Anfangsbuchstaben zusammen. Als kleiner Tipp es ist ein Name, der im Buch häufiger vorkommt ;)




Die Hauptantwort könnt ihr im Anschluss in das Gewinnspielformular eintragen. Unter allen richtigen Teilnehmern losen Bianca und ich 2 Tagessieger aus. Die Kontaktdaten vom Sieger werden an den Kontakt vom Arena Verlag weitergeben. Dieser lost aus allen Blog-Tour-Tagessiegern einen endgültigen Gewinner aus, der das Buch "Herz in Scherben" gewinnt. Also nicht nur bei Bianca und mir mitmachen, sondern auch bei den anderen Tagen. So erhöht ihr eure Gewinnchance. Teilnehmen dürfen Personen ab 14 Jahren, es ist ja schließlich ein Jugendbuch mit Wohnsitz in Deutschland. 

Bianca und ich drücken euch ganz lieb die Daumen. 
a Rafflecopter giveaway

Meine Rezension gibt es wie immer am Ende der Blogtour 
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Der Mann im Heuhaufen / Birgit Hasselbusch

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Erst neulich hatten wir einen Streit gehabt, der mir ziemlich an die Nieren gegangen war, auch wenn Kai vermutlich gar nichts davon mitbekommen hatte. Er hatte sich über meine Mutter beschwert, die »kulinarische Niete«, weil sie statt frisch geschlagener immer Sprühsahne servierte. Nachdem er sie zur Genüge beleidigt hatte, wechselte er zu mir.  (Zitat S.7 zum Stil / Figuren)


Hamburg, Liebeskomödie? Als ich diese Kombination bei Blogg Dein Buch entdeckt habe, musste ich sie haben. Als Hamburger Deern liebe ich es, wenn ich mich in meine Heimat begeben darf. Man erkennt so viel wieder, und für mich ist Hamburg einfach die tollste Stadt. Ob es die liebe Birgit genauso geschafft hat mich in sich verliebt zu machen, wie Petra Hülsmann, lest selbst.

'''o0o OPTK o0o'''
Das Cover ist süß und gehört in die Kategorie „ich weiß nicht, ob ich es mir im Laden angesehen hätte“. Es ist nett, aber hat nichts magisches. Ein sinnbildlicher Heuhaufen oder auch ein Zug mit Strohpuppen oder so, das hätte für mich was gehabt. Aber so war es süß, nett, aber kein Blickfang.

'''o0o FIGUREN o0o'''
Charly: Physiotherapeutin, Kein-Haus-Typ, mag Fertig-Essen
Kai: Charlys Partner, leidenschaftlicher Koch, wünscht sich ein Haus
Ines: Beste Freundin, Blumenhändlerin, Mama und verliebt in einen Unbekannten
Unbekannter in der Bahn: Mag Sesambrezeln und sein Friseur heißt Rene

'''o0o INHALTLICHE FAKTEN o0o'''
Ort: Hamburg
Zeit: Gegenwart 2010er
Perspektive: Ich Persepktive von Charly
Alter der Figuren: 18-65

'''o0o WORUM GEHT ES? o0o'''
Charly ist Mitte 30, steht mit beiden Beinen im Leben. Seit 5 Jahren ist sie mit Kai zusammen und eigentlich läuft es gut. Okay, er kritisiert ständig ihre Mutter, mag kein fertiges Essen, möchte am Liebsten Kinder, ein Haus und liebt seine Einkäufe auf dem Markt jeden Samstag, also alles was Charly nicht unbedingt liebt, aber dafür weiß sie, was sie an Kai hat. Alles ändert sich, als er sie statt auf einen Kururlaub zu einem Haus entführt und es ihr als Kaufobjekt vorschlägt. Charly flüchtet kurzer Hand zu einer Freundin nach Berlin. Auf dem Rückweg lernt sie in der Bahn einen hinreißenden Mann kennen. Sie haben den gleichen Humor, lieben Sesambrezeln, zartes Hühnchen und zudem sieht er auch noch total zum Verlieben aus. Als sie sich am Bahnhof trennen, sieht Charly nur, wie er zu einer anderen Frau ins Auto steigt, dessen Kennzeichen HH-TH ist. Aus den Augen aus den Sinn, denkt sie, doch er geht ihr einfach nicht aus den Sinn. Kai hingegen nervt sie nur noch. Ständig erwähnt er das Haus, kocht frische Sachen für sie. Nein, das ist nicht wirklich das, was sie möchte. Kurzer Hand fängt sie an nach dem Unbekannten zu suchen. Außerdem Kennzeichen und seinen kulinarischen Vorlieben weiß sie nur, dass sein Friseur Rene heißt. Wie findet man jedoch einen unbekannten Mann in einer Stadt wie Hamburg? Alleine das Kennzeichen haben über 1000 Leute und Friseure gibt es wie Sand am Meer. Da ist es doch unmöglich ihn zu finden. Charly hält kurzer Hand Kai warm. Erst als er statt mit einem Häuschen mit einer gekauften Wohnung ankommt, wird Charly klar, dass der Unbekannte nur ein Hilfeschrei war. Sie muss sich trennen, auch wenn sie dann alleine dasteht, oder kann sich Kai ändern?

'''o0o WIE HAT ES MIR GEFALLEN? O0o'''
„Der Mann im Heuhaufen“ ist genau diese Art von Lektüre, die ich absolut Liebe. Hamburg, Liebesgeschichte die Happy End verspricht und dazu eine gehörige Portion Charme, Humor und Spaß. Der Klappentext las sich zumindest vielversprechend. Ich hatte die gleiche Hoffnung, mich zu verlieben, wie in „Hummeln in Herzen“ von Petra Hülsmann. Genau deswegen habe ich mich bei Blogg Dein Buch beworben.

Doch leider schafft es Birgit Hasselbusch mich nicht im Ansatz so glücklich zu machen. Das liegt nicht an der Protagonistin, sondern am Aufbau des Buches und vor allen Dingen am Schluss.

Charly ist eine liebenswerte Persönlichkeit, die ich sofort ins Herz schließen konnte. Wer selbst schon einmal mit einem Menschen zusammen war, der irgendwie nett, aber mehr auch nicht ist, der kann sich sofort mit ihr identifizieren. Ich persönlich fand ihre Entscheidungen alle klar nachvollziehbar und konnte mich selbst sogar in manchen Situationen wieder erkennen. Damit ist ihr eine authentische Person gelungen. Gleiches gilt für die mehr oder weniger skurrilen Wegbegleiter. Jeder ist auf seine Art und Weise einzigartig und irgendwo auch liebenswert.

Mit dem Aufbruch nach Berlin und der Rückfahrt beginnt ziemlich früh der Klappentext zu greifen, was ich persönlich immer klasse finde, denn so bleibt sehr viel offen. Doch leider dümpelt die Autorin in diesem Bereich unglaublich lange vor sich hin. Nicht im Zug, sondern eben mit „Kais muss raus“ und ich muss ihn finden. Sie fängt die unterschiedlichsten Dinge an, und bricht nach 2-3  kurzen Durchläufen ab. Manche gute Möglichkeiten lässt sie wegen „Noch Kai“ aus. Nun denkt man sich als Leser natürlich, wie könnte das Buch weitergehen. Es entstehen die wildesten Fantasien, schließlich muss es doch einen Grund haben, dass sich nur die Geschichten um Charly herum entwickeln. Sei es die Suche nach der verschwundenen Schwester oder das kleine Pariser Problem, wie ich es liebevoll genannt habe. Natürlich ist mir bewusst, dass die Suche nach einer Person gerade in einer Großstadt wie Hamburg verdammt langwierig sein kann, aber es fehlt einfach an Zügigkeit. Aus diesem Grund habe ich mir die unterschiedlichsten Ausgänge in Gedanken vorgestellt. Alles Ideen, die darauf basieren, dass das Phantom oft so in den Hintergrund rückt. Da neben Kai noch andere Männer vorkommen, habe ich persönlich wild spekuliert, gerade in Kombination mit Indes heimlichen Dates.

Bedenkt man, dass sich dieses Buch doch mit einer Liebesgeschichte befasst, müsste doch irgendwann dieser Aspekt mehr zur Geltung kommen und damit meine ich nicht die Trennungsgedanken und schmachtenden Träumen rund um Mr. X. Das darf zwar auch vorkommen, aber irgendwann sollte es was fürs Herz geben. Wenn man jedoch auf ca. Seite 250 ankommt, und sich feststellt, dass noch immer nicht viel passiert ist, obwohl das Buch nur 272 hat, dann fragt man sich, ob man das richtige Buch in den Händen hält oder einen Aprilscherz unterliegt.

Vielleicht hätte ein richtig cooler Schluss das Buch noch retten können. Es gibt zwar ein Happy End, so wie es sich gehört, aber es ist keine Granate, die einschlägt. Theoretisch kann man sagen, dass das Buch ja darauf hinausgelaufen ist, aber hätte das nicht gerne etwas ausführlicher, logischer und weitergehender passieren können. Muss das Happy End auf Seite 270 passieren und so haarsträubend sein? Ich war am Ende, hielt das Buch in den Händen und dachte: Was ist das denn bitte? Hatte die Autorin keine Seiten mehr, sind ihr die Ideen ausgegangen oder kann sie keine richtigen Liebesszenen schreiben? Humorvolle Szenen hatte ich ja schon vorher ausgeschlossen. Sie versucht es immer wieder mit witzigen Szenen, aber sie hat mich damit nicht mal zum Schmunzeln gebracht, weil alles so künstlich wirkt. Ein Beispiel: Sie geht zum Elternabend, da Ines nicht kann. Besprochen wird die Klassenfahrt, wo die Eltern später Spionagedienste einteilen, damit sie Kinder von der Fähre in der Jugendherberge beobachten können. Vielleicht im Kern witzig, aber ich leider nicht. 


Alles in allem hat mich das Buch wirklich sehr enttäuscht. Es lässt sich leicht lesen, da es einen fluffigen, leichten Stil hat und auch die Figuren haben zumindest mir gefallen, aber die umwerfende Liebesgeschichte, die ich mir erhofft habe, wurde nicht mal zu 30% erfüllt. Dabei hätte man so viel aus dieser Idee herausholen können.

'''o0o BUCHFAKTEN o0o'''
Autor: Birgit Hasselbusch
Titel: Der Mann im Heuhaufen 
Seiten: 272
ISBN: 978-3-423-26042-8
Erscheinungstermin: März 2015
Preis: € 14,90
Genre: Liebe, Humor
Gelesen in: 2 Tagen

Ich bedanke mich bei DTV für das Rezensionsexemplar.
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2 Kommentare:

Lava und Ich / Jay Kopelman

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Vielleicht ist der kleine Scheißer ja schon tot. Oder sie sind nicht durchgekommen, und er streut nun verlassen durch die Straßen von Bagdad, und fragt sich, wohin alle verschwunden sind. Ich bete, dass Lava, falls sie durchgekommen ist, irgendwo in Bagdad eine Leiche findet, die ihn wenigstens einen Tag länger am Leben hält. (Zitat S. 167 zum Stil)



Kennt ihr den Moment, wenn ihr ein Buch seht, und die Hoffnung habt, dass es nicht ganz so schlecht wird? Diesen Moment hatte ich bei dem Buch, welches ich euch nun vorstellen möchte. Meine Mutter hat sich in das Cover verliebt und nachdem sie das Buch gelesen hat, bekam ich es geschenkt. Meist ist unser Geschmack sehr ähnlich, diesmal leider so gar nicht.

'''o0o OPTK o0o'''
Optisch ist das Buch definitiv zauberhaft. Ein kleiner Welpe mit putzigem Gesicht und im Hintergrund eine trockene Landschaft.

'''o0o FIGUREN o0o'''
Jay Kopelman – Soldat im Irak Einsatz
Anne – Reporterin im Irak-Krieg

'''o0o INHALTLICHE FAKTEN o0o'''
Ort: Irak
Zeit: Gegenwart
Perspektive: Ich-Perspektive Jay

'''o0o WORUM GEHT ES? o0o'''
Falludschah, Irak: In einem verlassen Haus wurde für die Soldaten ein Unterschlupf eingerichtet, und da sich dort ein kleiner Welpe befand, wurde er als Inventar einfach behalten. Im ersten Moment fühlt sich Jay Kopelman von dem Wollknäuel bedroht, später akzeptiert er ihn und einige Zeit später schließt er ihn sogar in sein Herz. Obwohl es den Soldaten strengstens verboten ist, sich mit Tieren anzufreunden, macht ihn der Gedanke krank, den kleinen Lava zurückzulassen. Es entsteht der Wunsch diesen treuen Begleiter mit in die USA zu nehmen und es beginnt selbst für einen Lava Dog, wie die Einheit der Soldaten heißt, eine komplizierte Rettungsaktion.

'''o0o WIE HAT ES MIR GEFALLEN? o0o'''
„Lava und Ich“ ist ein Buch, dass anders ist als ich erwartet habe. In diesem Fall nicht unbedingt im positiven Sinne. Der Klappentext und die Tatsache, dass es sich um einen Welpen handelt, lassen hoffen, dass diese biographische Geschichte sich mit dem Alltag des Welpen im Irak befasst. Eine aufmunternde, witzige und trotzdem berührende Geschichte.

Der Einstieg beginnt mit der Ankunft in Falludschah und der Leser bekommt live mit, wie sich Jay und der kleine Lava sich langsam anfreunden. Tatsächlich nimmt der Teil im Irak, wo es um Menschlichkeit und die Erlebnisse geht, nur einen winzigen Anteil ein. Viel mehr erfährt man über den Irak-Krieg an sich. Zahlen, Fakten und die eine oder andere Geschichte. Leider ist alles sehr neutral geschrieben und dadurch kommen keine Emotionen herüber. Neben diesen Irak-Geschichten, die trotzdem informativ und in gewissem Maß auch lehrreich sind, geht es aber hauptsächlich um die Ausreiche von Lava. Sein Weg von Falludschah in die USA.

Es ist zwar süß und Tierliebhaber werden mitfiebern und hoffen, dass der Hund heil in die USA kommt, aber ehrlich gesagt empfand ich das Buch, obwohl ich selbst mal eine Katze gerettet und sie auch nach 11 Jahren noch immer bei uns ist, total langweilig. Die Geschichte wird nicht mal durch niedliche Fotos interessanter gestaltet.

Während ich das Buch am Liebsten nach 50 Seiten abgebrochen hätte, fand meine Mutter das Buch einfach zauberhaft. Sie haben die kleinen Anekdoten rund um Lava, die versteckt im Irak-Krieg vorkommen, sehr gefallen. 


So verschieden sind also Geschmäcker.


'''o0o BUCHFAKTEN o0o'''
Autor: Jay Kopelman
Titel:  Lava und ich: Ein Welpe, ein Soldat und ein Stück Menschlichkeit im Irak-Krieg
Gebundene Ausgabe: 198 Seiten
Verlag: Weltbild; Auflage: 1., Aufl. (September 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3440110990
ISBN-13: 978-3440110997
Preis: € 1,00
Genre: Tatsache, Tier
Gelesen in: 3 Stunden
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Liebeskinder / Jana Frey

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Hap(py) Swindells Kommen und Gehen:
Zum ersten Mal tauchte er 1946 auf, als er als Sohn eines Bierbrauers und einer Sekretärin in Cleveland, Ohio, geboren wurde. 1968 zog es ihn als Zweiundzwanzigjährigen nach Kalifornien. Er glaubte damals fest daran, homosexuell zu sein, und seine Eltern waren in großer Aufruhr deswegen (Zitat 28 – Beispiel für Allwissender Erzähler)

Toller Titel, tolles Cover, komischer Klappentext. Obwohl ich den Klappentext sehr merkwürdig fand, habe ich mich beworben dieses Buch für eine Blogtour zu lesen. Das Cover war einfach zu niedlich. In den letzten Tagen war ich dann auch echt froh, weil dieses Buch berührt, fasziniert und ablenkt. Und das konnte ich nach dem Unfall meines Vaters echt gut gebrauchen. Wer auch Ablenkung sucht, vielleicht ist das Buch ja auch etwas für dich. Nun lasst euch aber von mir in die Welt von Zodac und Kenzie entführen.

'''o0o OPTK o0o'''
Eigentlich ist es ein unglaublich schlichtes Cover und trotzdem hat es mich sofort angesprochen. Im Laden hätte ich glatt einen näheren Blick drauf geworfen, wäre aber vom Klappentext etwas abgeschreckt worden.

'''o0o FIGUREN o0o'''
Ivory – Nachbarin von Zodac, ein Jahr jünger, zauberhaft und stark
Zodac – Verrückter, der ein düsteres Geheimnis hat, welches seine Mutter verschleiert
Kenzie– Ältere Schwester von Janis, schielt, kein Selbstwertgefühl, Samenspenderkind
Janis – hübschere jüngere Schwester, normal mit Samenspende gezeugt
Amos – Kenzis große Liebe aus England

'''o0o INHALTLICHE FAKTEN o0o'''
Ort: London, Boston und San Fransisco
Zeit: von 69 bis 2014
Perspektive:: dritte Person, wechselnd
Alter der Figuren: 18-40

'''o0o WORUM GEHT ES? o0o'''
Ab 90 bis Gegenwart: Zodac ist nicht wie andere Kinder, er hat ein düsteres Geheimnis und muss deswegen jede Menge Tabletten nehmen. Er gilt als verrückt und seine einzige Freundin ist schon seit Kindertagen Ivory aus dem Nachbarhaus. Im Grunde liebt er sie, aber wer möchte schon mit einem Looser zusammen sein, der von allen gehänselt wird. Auch Ivory mag ihn, aber wie kann sie mit jemanden zusammen sein, der von allen gehasst und ausgegrenzt wird? Sie kämpft gegen ihre Gefühle an, und dann offenbart ihr Zodac auch noch den wahren Hintergrund für seine Tabletten. Kann er das wirklich getan haben, er wirkt so lieb und intelligent. Sie beginnt zu zweifeln und an Fragen zu stellen, die unglaubliches aufdecken.

Ab 1969: Kenzie wird am Strand von San Fransisco geboren. Ihr Vater Happ hat seinen Samen via Spritze gespendet, damit Insel und Leetha, ein lesbisches Paar ein Kind bekommen können. Am Anfang ist Kenzie glücklich vor allen Dingen als ihre kleine Schwester Janis gezeugt wird. Doch mit der Zeit ändert sich alles. Janis ist viel hübscher, fröhlicher, schielt nicht und alle mögen sie. Kenzie zieht sich immer mehr zurück und musst über die Jahre mit ansehen, wie alle Jungs, die sie mag sich zu Janis hingezogen fühlen. Selbst ihr erstes Mal ist erniedrigend. Sie flieht während des Studiums nach London und nimmt sich eigentlich vor dort zu sterben. Doch dann trifft sie Amos und alles ändert sich. Er liebt sie sie so wie sie ist, durchdringt ihren Schutzpanzer und zeigt ihr, wie sie wirklich sein kann. Kenzie fängt langsam an zu vertrauen. Als sie zurück muss übersteht ihre Liebe auch diese Distanz, bis Amos auf Janis trifft.

'''o0o WIE HAT ES MIR GEFALLEN? o0o'''
„Liebeskinder“ von Jana Frey ist eine ganz besondere Geschichte über Liebe und Ängste. Das Buch beginnt mit einem kurzen Prolog, bei dem jeder Leser sofort die Zusammenhänge des späteren Verlaufs erahnen kann. Für etwas mehr Überraschung hätte dieser gerne weggelassen werden können.

Danach beginnt immer abwechselnd die Erzählung beider Liebesgeschichten. In der Gegenwart begleitet man den teilweise bemitleidenswerten Zodac, den ich ähnlich wie Ivory trotzdem sofort ins Herz geschlossen habe. Die Geschichte von Kenzie selbst beginnt bei ihrer Geburt und ist eine der traurigsten Geschichten, die ich in den letzten Monaten gelesen habe. Kenzie ist ein kleines Mädchen, dass mit der Geburt ihrer Schwester in den Schatten rückt und sich einfach nicht liebenswert fühlt. Ihre Ängste, Sorgen und ihr Aussehen werden immer wieder sehr detailliert beschrieben, dass man sie auf der einen Seite in den Arm nehmen möchte, aber auf der anderen Seite möchte man sie auch wachrütteln, dass sie nicht hässlich ist, sondern es an ihrer Körpersprache liegt. Dieses eigene Selbstbetrachten wird sehr authentisch von der Autorin dargestellt, und wer sich selbst nicht hübsch findet, wird sich stellenweise sogar wiedererkennen.

Die Entwicklungen der beiden Geschichten, bis sie zu einer werden, ist sehr vorhersehbar, was mich als Leser jedoch gar nicht stört. Warum auch!? Wichtig ist, dass der Weg der Vorhersehbarkeit Spaß macht und das trifft bei diesem Buch auf jeden Fall zu. Allerdings muss ich zugeben, dass mich die Autorin mit einer Wende wirklich überrascht hat, und zwar die Tatsache, dass Kenzies Mutter, die sich selbst als komplette Lesbe darstellt, offenbart, dass dies nicht der Fall ist. Wie muss sich ein Mensch fühlen, der erfährt, dass im Grunde alles irgendwo auf einer Lüge basiert und ihre Entstehung dadurch noch schlimmer wird. Für mehr Details lest das Buch aber bitte selbst.

Ihr merkt schon, es ist keine klassische Liebesgeschichte, sondern sehr emotional und schon recht tragisch, dramatisch. Wer eine typische Jugend-Liebesgeschichte erwartet, sollte das Buch nicht lesen. Es regt mehr zum Nachdenken an, als das es aufheitert oder gar romantisch ist. Mir gefällt das Buch trotzdem sehr gut. Eben weil ich mich in meiner Jugend ähnlich wie Kenzie gefühlt habe, auch wenn meine Grundlagen etwas anders waren.

Am Anfang fand ich es manchmal etwas schwer reinzukommen und die Wechsel waren manchmal etwas blöd. Das lag daran, dass ich die Geschichte von Kenzie persönlich faszinierender fand, als die sich immer wiederholenden Ansätze von Zodac. Klar haben solche Medikamente Nebenwirkungen und klar versucht sich das Gehirn manchmal seinen eigenen Weg zu bahnen, aber die fiesen Aktionen in der Schule waren irgendwie immer gleich, bis auf ein zwei Ausnahmen, die mich persönlich dann wiederum sehr wütend gemacht haben, aber eben auch realistisch sind. 



Alles in allem ist „Liebeskinder“ ein außergewöhnliches Buch, das es vielleicht etwas schwerer haben wird, als normale Liebesromane oder Jugendbücher, aber es ist eine Geschichte die sich lohnt und sie bietet sich in meinen Augen auch gut für den Schulunterricht an. Ich bin zwar keine Lehrerin, aber es gibt so viele sprachliche Facetten, die allwissende Stimme, die immer wieder aufklärt und noch nicht geschehene Dinge erklärt, die Perspektiv- Wechsel und natürlich die Themen.

'''o0o BUCHFAKTEN o0o'''
Autor: Jana Frey
Titel: Liebeskinder
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Arena (5. Januar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401067877
ISBN-13: 978-3401067872
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Preis: € 16,99€
Genre: Jugend, Drama, Liebe, Familie
Gelesen in: 3 Tagen

Ich bedanke mich beim Arena Verlag für das Rezi-Ex
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Der Fall Moriarty / Anthony Horowitz

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Heute darf ich euch dank eines Rezensionsexemplares ein Buch vorstellen, welches für Fans des Klassikers „Sherlock Holmes“ von Interesse sein könnte. Zwar ist der begehrte Detektiv diesmal im Hintergrund, aber wer den Schreibstil und die Ideen von Doyle liebt, sollte sich das Buch, oder auch den ersten Band von Horowitz ansehen. Nun möchte ich euch aber das Buch vorstellen.


===OPTK===
Das Buch ist anders als die Mehrheit. Extrem schlicht und in Leinen, so wie die echten Klassiker. Im Laden hätte ich es aber übersehen

===FIGUREN===
Devereux – Aktueller Bösewicht
Frederick Chase – Ich – Erzähler und Watson Part
Inspector Athelney Jones – Der neue Ermittler und Holmes Part
Professor Moriarty – Gegenspieler von Holmes
Holmes – Verschwundener Meisterdetektiv
Watson – Helfer von Holmes

===INHALTLICHE FAKTEN===
Ort: Schweiz, London
Zeit: 1891
Perspektive: Ich – Perspektive von Chase
Alter der Figuren: geschätzt 30-45

===AUSGEWÄHLTES ZITAT ZUM STIL===
»Sie waren gezwungen, Ihre Kabine zu teilen ...« »Woher wissen Sie das?« »Ihre Zähne und Ihre Fingernägel beweisen, dass Sie nicht rauchen. Aber ich kann immer noch riechen, dass
Sie sich längere Zeit in einem Raum voller Tabakrauch aufhalten mussten. ...« ( Zitat S.8 / 9)

===EIGENE INHALTSANGABE===
1891: Am Reichenbachfall in der Schweiz kommt es zu einem tragischen Unfall bei dem nicht nur der Erzfeind Moriarty, sondern auch der allseits beliebte Sherlock Holmes ein tragisches Ende findet. Athelney Jones und auch Frederick Chase sind beide auf ihre Art und Weise mit dem Fall beschäftigt und beschließen ihn kurzer Hand zusammen zu lösen. Warum soll ein amerikanischer Detektiv nicht meinem Polizisten von Scotland Yard zusammenarbeiten. Dazu bei trägt die Tatsache, dass Jones schon mehrfach mit Holmes zusammengearbeitet und durch seine bescheidenen Auftritte alle Fälle, Analysen, Fakten, Theorien des Meisters studiert hat, und nun fast auf einem Level mit ihm steht. Chase hingegen ist mit den amerikanischen Verbrecher Devereux und seinen Handlangern vertraut, die kurz vorher nach London gekommen sind. Gemeinsam mit Chase nehmen sie sich den Fall an, denn Moriarty hatte vor sich mit dem in Amerika gesuchten Devereux zusammen zu tun. Wie sich herausstellt, hat dieser schon London in seiner Hand. Jeder Gangster macht was er will. Als sich Chase versucht als Moriarty auszugeben, fliegt er auf, aber Jones kann dem Boten folgen. Dort stoßen sie auf einen Mitspieler von Devereux, der jedoch noch in der gleichen Nacht bestialisch ermordet wird. Sie stoßen dabei auf ein dunkles Geheimnis, und Jones überlebt nur knapp einen Anschlag, als er versucht herauszufinden, wer Devereux ist, und auch danach sind beide in Lebensgefahr. Zudem wissen sie einfach nicht, wer der geheimnisvolle Mann und sein Freund mit dem flinken Messer sind. Können die beiden Fall noch wenden und halbwegs heil aus der Situation herauskommen?

===MEINE LESEEINDRÜCKE===
Der Fall Moriarty“ ist der zweite Roman aus der Feder von Anthony Horowitz, der sich mit dem wohl berühmtesten Detektiv aller Zeiten befasst. Sherlock Holmes erlebt derzeit einen Aufwind, und dementsprechend wundert es nicht, dass sich Autoren an ähnlichen Meisterwerken versuchen. Horowitz ist sein Versuch in meinen Augen geglückt, obwohl Holmes in diesem Fall nur eine Gastrolle übernimmt.

Während echte Fans schon in den Genuss des ersten Werkes „Das Geheimnis des weißen Bandes“ gekommen sind, ist dies mein erste Fall, den ich gemeinsam mit Horowitz angetreten bin. Der Einstieg des Buches hat mich anfänglich etwas abgeschreckt. Faktisch werden die Ereignisse von Holmes zusammengefasst und das von einer mit gänzlich unbekannten Person, die sich Frederick Chase nennt. Eine gut dargestellte Person, die auch im Verlauf des Buches, als Ich-Perspektive seinen Einblicke verrät. In meinen Augen verfügt er jedoch über wenige Ermittler-Fähigkeiten und es stellt sich mir immer die Frage, wie er in seinem Beruf nur so weit kommen konnte. Abhilfe leistet hier der englische Inspektor, der den Platz von Holmes erstklassig ersetzt. Seine Fähigkeiten sind brillant, wie seine Theorien, seine Auffassungsgabe und die Theorie von der Wahrheit belegen.

Für einige Leser wird es gut 50 Seiten benötigen, bis sie sich vollends auf den Holmes.Ersatz eingelassen haben, aber in meinen Augen lohnt sich die anfängliche Durststrecke. Im Anschluss wartet eine durchweg spannende Geschichte, die Doyles sicherlich mit einem gewissen Stolz vom Himmel gucken lassen. Es ist alles da, was einen guten Holmes ausmacht. Nicht nur seine Fähigkeiten, die wirklich erstklassig umgesetzt wurden, sondern eben auch das Drumherum. Die Schauplätze sind düster, stellen das alte London authentisch dar und sind oft keine Orte, wo ich im Tageslicht sein möchte. Die Morde bizarr, beängstigend. Die Ereignisse immer überraschend, rasant und spannendend. Kopfkino pur lässt sich über viele Passagen sagen.

Wer nun Angst hat, dass auf eine veraltete Sprache, die 1891 modern war, gesetzt wird, muss keine Angst haben. Horowitz setzt auf moderne Worte, die trotzdem passend sind.

Soweit alles gut, wäre da nicht der Schluss des Werkes. Die Auflösung ist in sich logisch, erklärt wirklich alles perfekt und lässt zumindest für meinen Geschmack, keine Fragen offen. Was mich stört ist einfach der Ansatz. Als Hobby-Detektiv grübelt man natürlich mit. Wer sind die unbekannten Figuren, wo versucht der Autor zu verschleiern. Ehrlich gesagt auf das Ende bin ich nicht gekommen, und das ist doch eigentlich positiv. Es ist aber mitten in dieser grüblerischen Lesearbeit, wo der Autor wie mit einem Faustschlag einfach den Leser stoppt. Man wartet auf weitere Hinweise, doch das Buch stoppt. Was dann kommt ist überraschend, aber konsequent logisch, aber ehrlich gesagt mir persönlich zu ausgefallen und herzlos. Es ist schwer dies in Worte zu fassen, ohne zu viel zu verraten. Es ist eigentlich gut, aber mich hat es wegen der inhaltlichen Dinge enttäuscht. Wer nun wissen will, was ich meine..

SPOILER
Chase ist Moriarty und er erschießt eiskalt Jones, und erklärt danach sachlich und im Stil, wie er am Anfang die Fakten um Holmes erzählt hat, was in London bzw. seit seinem vorgetäuschten Tod passiert ist. Wie er Jones für sich benutzt hat. Warum Holmes seinen Tod vorgetäuscht hat, bleibt außen vor.

SPOILER ENDE

Alles in allem ist das Buch spannend, und einmal angefangen, kann man es nur schwerlich aus der Hand legen. Allerdings finde ich den Schluss nicht dem Meister würdig, wenn auch viele Punkte dafür sprechen. Mein Herz war nicht glücklich mit dem Ausgang. Es ist aber nur ein persönliches Empfinden. Inhaltlich ist alles korrekt.


Abgesehen davon finde ich es schade, dass sich die weiße Schrift auf dem Buch nach nur drei Tagen Lesen vom Material löst. 

===BUCHFAKTEN===
Autor: Anthony Horowitz
Titel: Der Fall Moriarty
Gebundene Ausgabe: 341 Seiten
Kapitel: 22
Verlag: Insel Verlag; Auflage: 1 (28. Oktober 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3458176128
ISBN-13: 978-3458176121
Originaltitel: Moriarty
Preis: € 19,95
Genre: Krimi
Gelesen in: 3 Tagen

Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar.
 
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Nächte des Sturms / Nora Roberts

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Als Leseratte lese ich rund 100-200 Bücher im Jahr und muss sehr häufig feststellen, das meine Anforderungen mit jedem Jahr etwas steigen. Dabei ist es in meinen Augen gar nicht so schwer mich zufrieden zu stellen. Ein guter Plot, ein angenehmer Stil, eine ideale Umsetzung, authentische Protagonisten und je nach Genre ein gute Portion Romantik, Fantasy oder Spannung. Keiner dieser Punkte sollte jedoch übertrieben werden. Mehr verlange ich nicht. 


MEINE ERWARTUNGEN AN DAS BUCH
Eine kleine Steigerung zum ersten Band in Punkto weniger Kitsch, etwas weniger Sex und definitiv etwas mehr authentischeres Zusammenkommen.

OPTK
Diesmal habe ich eine neuere Ausgabe. Mit ihrem bunten, gelben Cover, einem tollen Ausblick und Blumen. Es pass zum Inhalt des Buches, und hätte mich im Laden neugierig gemacht.

WICHTIGE FIGUREN
Jude – Frau von Aiden, ursprünglich aus Chicago
Aiden – Pub Besitzer und früherer Vagabund / Draufgänger
Shawn – Der Bruder von Aiden, Musiker und Koch
Darcy – Schwester von Aiden, jung dynamisch und Mode verliebt
Brenna – Nachbarin von Jude, ein Mädchen das ein halber Junge ist

INHALTLICHE FAKTEN
Zeit: Gegenwart (ca. 2010)
Ort: Irland
Alter: 24-35

EIGENE INHALTSANGABE
Nachdem Jude und Aiden geheiratet haben sind wenige Monate ins Land gegangen. Sie ist schwanger und das Projekt vom Musik-Theater neben dem Pub nimmt langsam greifbare Formen an. Während die beiden glücklich sind, sucht Darcy noch immer nach Mr. Perfect und Brenna schwärmt noch immer heimlich für den verträumten Musiker und Koch Shawn. Nachdem sie nun Jahre gewartet hat, verliebt sich nun ihre kleine Schwester ausgerechnet in Shawn und macht ihm hübsche Augen. Sie erkennt, dass sie etwas tun muss, und sagt ihm auf den Kopf zu, dass sie mit ihm schlafen möchte. Anfangs ist Shawn geschockt, aber erkennt, dass er sich irgendwie geschmeichelt fühlt durch das Angebot. Es beginnt ein verführerisches Spiel vor dem Akt, der eigentlich die Krönung und Abschluss von den Fantasien beider sein soll. Doch so leicht ist es nicht. Brenna war schon immer verliebt, und tut alles, um ihn das nicht merken zu lassen. Shawn hingegen erkennt schon bald, dass er sich ebenfalls verliebt hat. Nur können es die beiden unterschiedlichen Wesen nicht einfach zugeben. Als Brennas jüngere Schwester von der bisher verheimlichten Affäre erfährt, kommt es zu einem riesigen Krach und Brenna entscheidet sich für das Herz ihrer kleinen Schwester. Können die beiden Liebenden trotzdem wieder zueinander finden?

ZITAT AUS DEM BUCH
Gewählt habe ich eine Passage, wo der leichte Stil zu erkennen es ist. Es stammt aus der Szene, wo die erste gemeinsame Nacht bevorsteht.
„Würdest du vielleicht gerne duschen?“ Auf dem Weg die Treppe hinauf rieb er dem Schmutz von ihrer Wange. „Ich wasche dir gerne den Rücken.“
„Ich wollte es lediglich erwähnen.“ Um Gottes willen, sie konnte unmöglich mit ihm zusammen duschen. Einfach so. Das leise Flüstern einer Harfe drang an ihre Ohren, doch ihre Nerven schrien qualvoll auf. (Zitat S. 223)

MEINE LESEEINDRÜCKE
„Nächte des Sturms“ ist der zweite Band der Sturm-Trilogie. Alle Bände sind durch die Figuren und das Märchen verbunden, können aber inhaltlich einzeln und quer gelesen werden, da es theoretisch einzelne Liebesgeschichten sind.

Nachdem mich der erste Band nicht umgehauen, aber trotzdem sehr gut unterhalten hat, wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht. Zumal diesmal, die mir sympathischeren Figuren, nämlich die praktische Brenna und der verträumte Shawn in den Hauptrollen zu finden waren.

Der Einstieg in das Buch beginnt wenige Monate nach dem Ende des ersten Bandes. Eine inhaltliche Lücke entsteht nicht, und selbst wenn man das vorherige Buch nicht kennt, könnte nicht das Gefühl entstehen eine fremde Welt zu betreten. Ich finde nach wie vor, dass beide Hauptfiguren einfach unglaublich sympathisch, authentisch und zauberhaft sind, sodass man sie von Anfang einfach ins Herz schließen muss. Durch die Nebenstränge ist es der Autorin sogar gelungen mir Aiden und Jude etwas sympathischer zu gestalten. Man darf trotzdem nicht außer Acht lassen, dass die Figuren von Nora Roberts sehr klischeehaft sind. Diesmal hat sie ihr Augenmerk auf Gegensätze gelegt, und mit dem verträumten, romantischen männlichen Part, und Brenna, die sich unterschätzt und selbst eher als hässlicher Erpel ansieht, sind zwar viele Klischees vorhanden, aber es passt zu dem märchenhaften Buch.

Märchenhaft, weil die Geschichte um den Feenprinzen und seine Geliebte Gwen in die zweite Runde geht. Schließlich muss er drei Paare finden. Während ich es im ersten Band noch spannend fand die mystische Idee zu verfolgen und die Ratschläge des Feenprinzen zu lauschen, muss ich sagen, dass ich es im zweiten Band etwas langweiliger empfand. Es wirkte nicht mehr so neu und daher uninteressanter, obwohl die Autorin es nicht schlechter dargestellt hat.

Inhaltlich geht die Liebesgeschichte langsame Wege. Eigentlich ein Merkmal, was mich als Leserin sehr freut, da ich auch alles immer etwas langsamer angehe. Allerdings hat es die Autorin in meinen Augen auch wieder ein Stück geschafft mich persönlich zu enttäuschen. Warum? Die sonst so liebe und manchmal etwas schüchterne Brenna geht einfach hin, und sagt ich will Sex. Es passt nicht zu ihrer Figur und auch hier hätte ich mir eine andere Idee gewünscht, um der Liebesgeschichte den richtigen Anstoß zu geben. Vielleicht bin ich zu altmodisch, aber Sex ist doch nicht alles und Verliebtheit mit einer Nacht zu kurieren, finde ich persönlich doof. Auch wenn es bis zum Akt selbst etwas dauert, ist der Fokus wieder auf Sex gelegt. Nichtsdestotrotz ist die Liebesgeschichte um die beiden Figuren, trotzdem schön, und obwohl schon vor dem Lesen klar ist, wie es ausgehen wird, fiebert man der Seite hin, wo es endlich ein Happy End geben wird.

Zwischendurch passiert eine Menge. Hindernisse, Missgeschicke, Stolperfallen und Erleuchtungen machen das Gesamtpaket aus. Dadurch wurde es mir trotz vieler winziger Kritikpunkte nie langweilig und ich konnte es nur schwer aus der Hand legen. 


Die Lust auch die Liebesgeschichte von Darcy zu erfahren, wurde geweckt und so habe ich mir auch gleich den letzten Band „Kinder des Sturms“ geholt.

BUCHFAKTEN
Autor: Nora Roberts
Titel: Nächte des Sturms
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (19. Dezember 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442378389
ISBN-13: 978-3442378388
Originaltitel: Tears of the Moon
Preis: € 3,00
Genre: Familie, Liebe
Gelesen in: 2 Tage
Reihe: Sturm-Saga


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Tränen am Oubangui / Cornelia Canady

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Kürzlich stand ich bei meinem Arzt, und er hat so ein tolles Tauschbuchregal, dass ich aus Prinzip schon immer eine Tasche mit gelesenen oder Büchern, die ich mir einfach nicht antun will, hingehe. Meist komme ich mit der gleichen Fülle zurück, denn die Leute bringen die tollsten Bücher hin. So bin ich auch an dieses Exemplar gekommen. Mich fasziniert Afrika mit seinen Leuten, und sofern es nicht allzu kitschig ist, nach dem Motto weiße Touristin verliebt sich in Buschmensch, kann ihn nicht umerziehen und die Liebe zerbricht, lese ich es gerne. Das Buch klang vielversprechend und so hab ich es mir an zwei Abenden mit dem Buch in der Wanne gemütlich gemacht.


'''o0o WORUM GEHT ES IM BUCH? o0o'''
Juli ist Fotografin und wir zu einer Expedition ins noch unerforschte Kongobecken eingeladen. Dort angekommen, ist es jedoch völlig anders als sie es je erwartet hat. Nicht nur die Tatsache, dass ihr Französisch unterirdisch ist, sondern vor allen Dingen die Hitze und der Urwald selbst machen ihr zu schaffen. Sie hatte es sich doch eher wie ein lustiger Abenteuerurlaub vorgestellt, und gar nicht an die großen Ameisen, giftigen Schlagen und unerforschtes Urwaldgebiet mit allen Fallen und Tücken gedacht. Für sie ist es eine absolute Mutprobe, die auch nicht besser wird, als sie sich freundlichen Pygmäen anschließen und sie sogar eine Art Hütte bekommt. Durch ihre Begleiter, die sie nur als lästige Frau ansehen, reißt ihr irgendwann der Geduldsfaden und sie geht mit einigen Führern wieder zurück. In der Stadt angekommen, trifft sie auf Tahim, der sie schon auf dem Hinweg in seinem Haus hat nächtigen lassen. Er ist ein geheimnisvoller, südländischer Mann, in den sie sich sofort verliebt. Obwohl er sie auf der Stelle heiraten würde, lehnt sie ab, mit der Begründung, sie liebt ihn, und will nicht, dass er denkt, es geht ihr nur ums Geld. Kurzer Hand versucht sie selbst in Afrika Fuß zu fassen und sogar einer Hochzeit stände nichts mehr im Wege, gäbe es da nicht einen anderen Mann, der alles verkompliziert.

'''o0o MEINE LESEEINDRÜCKE o0o'''
„Tränen am Oubangui“ ist keine klassische Afrika-Lektüre, wie ich sie bis dato gewohnt war. Das heißt, normalerweise kenne ich die Erlebnisberichte meist von Frauen, oder typische Frauenlektüren, wo der spannende Alltag und das Leben in Afrika meist mit einer vergangenen Geschichte oder einen Konflikt geschildert wird. Dieses Buch setzt auf eine romantische Liebesgeschichte, die auf Konflikte aufmerksam macht, jedoch in der aktuellen Zeit spielt. Die Frage, ob Erfahrungen der Autorin einfließen, stellt sich schon vor dem Lesen.

Während ich mich wirklich auf das Buch gefreut habe, war ich nach dem ersten Kapitel mehr als enttäuscht. Als Leser wird man mitten in die Vorbereitungen geworfen, bekommt wenige Erklärungen zur Expedition geliefert und ist urplötzlich in Afrika. Manchmal ist genau diese Vorgeschichte ausreichend, aber mir persönlich war es einfach zu wenig, und so hilflos wie ich mich in Bezug auf die vielen unbekannten Protagonisten fühlte, wurde auch die Hauptfigur präsentiert. Stellt euch folgende Julia vor. Eine Frau, die auf Grund ihrer Sprachkenntnisse mitgenommen wird, aber schon am Flughafen keinen ganzen, korrekten Satz in Französisch sprechen kann. Generell wird Julia völlig unsympathisch vorgestellt. Sie wirkt auf mich wie eine unreife 15jährige, die etwas machen möchte, ohne sich auch nur darüber zu informieren. Ganz nach dem Motto, ich möchte aber Bungee Jumping machen, und dann oben stehen, und sich wundern, dass man hierbei z.B. aus 100m Höhe springt. Wenn ich in den Urwald reise, informiere ich mich über Krankheiten, Tiere, die Kultur und vieles mehr. Stattdessen wirkt sie geschockt, wie viele eklige und giftige Tiere es gibt und stellt sich an, wie die meisten Frauen, die auf eine Spinne treffen. Warum reise ich bei einer solchen Angst jedoch in unberührtes Urwaldgebiet? Das ist nur ein Beispiel. Ein anderes, sie wird als selbstbewusst, modern und weltgewandt geschildert, wenn es um ihre spätere Liebe geht, kann sich aber gegenüber den anderen Expeditions-Mitgliedern kaum durchsetzen.

Abgesehen von Julia, die mir mit ihrer Art recht schnell auf die Nerven gegangen ist, weil sie eben so naiv geschildert wird.

Nun hoffte ich zumindest auf eine schöne landschaftliche Schilderung, denn unberührter Urwald und die Menschen, die dort leben, sind einfach faszinieren. Hier merkt man, dass die Autorin dort war und viel liebe ins Detail versucht zu stecken. In meinen Augen könnte es jedoch noch lebendiger geschildert werden. Es ist schwer zu beschreiben, ich sage es mal so, wie ein schwarz-weiß Film. Gut, aber in Farbe noch besser.

Hier versucht sie zu erklären, wie Menschen versuchen, die Völker zu kultivieren und in das moderne Leben einzubeziehen. Sie zeigt Fehler auf, die viele nicht bedenken, wie zum Beispiel, dass sie dadurch neue Krankheiten einführen, und die Menschen nach ihrem Aufenthalt wieder auf sich allein gestellt sind, aber verwirrter als vorher. Sie geht auch auf die bedrohten Tierarten, Elfenbeinschmuck und die Abholzung ein, aber irgendwie schafft sie es nicht, mich zu begeistern oder gar aufzuregen, was  bei einem solchen Thema eben wichtig ist. Störfaktor ist eben Julia, die alle Wichtigkeit mit ihrer Art zerstört. So empfinde ich zumindest.

Nun könnte man zumindest denken, dass die Liebesgeschichte Spaß macht. Zumal endlich ein Mann als Figur gewählt wurde, die weltgewandt und kultiviert ist. Er hat selbst Geld, ihm geht es nicht um ein Visum und er liebt sie wirklich. Doch auch hier wirkt es so künstlich. Schon nach drei Wochen ein Heiratsantrag so nebenbei ist doch ungewöhnlich. Zudem versteht man einfach den späteren Konflikt nicht. Wie überrascht sie tut, als sie erfährt, womit ihr Liebster Geld verdient. Ich hatte oft das Gefühl, dass Julia vom Mars kommt und ein absolutes Trampeltier ist. Und kommt es zum Streit, wird es zwar laut, aber im Anschluss ist alles vergessen, weil der Sex so gut ist und er ihr eben alles kauft.

SPOILER
Da ich das Buch aber auch wegen dem Schluss nicht empfehlen kann, werde ich mal spoilern. Es gibt Konflikte, und statt klare Grenzen zu schaffen und um die Liebe und Hochzeit zu kämpfen, gibt Julia auf, reist ab und obwohl sie sieht, dass ihr Traummann sogar zum Flughafen kommt, nur eben wegen dem Verkehr zu spät, fragt sie ihn später nicht einmal per Telefon oder Brief, was er vor hatte. Stattdessen wird dieser Punkt als offene Frage im Raum stehen gelassen.

SPOILER ENDE
Mich hat das Buch einfach nur enttäuscht und teilweise sogar wütend gemacht und das lag definitiv an Julia und ihrer Art. Blond und … passt wie die Faust aufs Auge. Zum Beispiel bekommt sie Schmuck geschenkt, und als ihr Angestellter ihr sagt, dass er den Elfenbeinschmuck in ihr Zimmer gelegt hat, versteht sie erst nicht, weil sie es nicht erkannt hat, obwohl sie so gegen den Schmuck ist, weil die Tiere dafür dran glauben müssen. Es ist alles schon echt peinlich. Und wie sie danach dann austickt, statt sich zu fragen, wieso sie es vorher so toll fand. Auch ihre Sprüche. Eine andere Rezensentin hat ein treffendes Zitat gewählt.

ZITAT – TRANEN AM OUBANGUI
Wir arbeiten konzentrierter und organisieren unser Leben besser. Wir setzen nicht fünf Kinder in die Welt, wenn wir gerade mal Geld für eines haben. Wir denken weiter voraus als ihr, aber das kann man alles lernen.


Solche Sprüche kommen in der einen oder anderen Form häufig vor und sollte man sich eigentlich verkneifen. Sorry, aber all die Gründe haben mich einfach nur enttäuscht. Ich war echt froh, als ich das Buch durch hatte und selbst da wurde ich enttäuscht stehen gelassen.

'''o0o ALLGEMEINE FAKTEN ZUM BUCH o0o'''
Autor: Cornelia Canady
Titel:  Tränen am Oubangui: Eine Deutsche im Herzen Afrikas
Verlag: Droemer Knaur; Auflage: Droemer Knaur (2000)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 342661619X
ISBN-13: 978-3426616192
Preis: € 1,00
Genre: Liebe, Drama, Afrika
Gelesen in: 2 Tagen
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Liebeskinder-Blogtour

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Lange ist es her, dass ich an einer Blogtour teilgenommen habe. Daher freut es mich, dass ich diesmal den Anfang machen darf. Zusammen mit dem Arena Verlag habe ich mir etwas ganz tolles für den Start einfallen lassen. Hierfür schon einmal ein ganz liebes Dankeschön in Richtung Jana Frey. 


JANA FREY - LIEBESKINDER - KLAPPENTEXT
Zadoc liebt alles an Ivory. Ihr Haar, das sämtliche Farben des Herbstes hat. Der ständig wechselnde Ausdruck aus ihren winterhimmelblauen Augen. Und vor allem ihren Geruch nach Wind und Widerstand.  Kenzie liebt alles an Amos. Seine hellgrün schimmernden Augen, sein Lachen und Lächeln, seine Musik, seine Art, sich zu bewegen, seinen Gang. Und sie liebt es, dass er zu ihr gehört. Zu ihr ganz allein.  Zwei Liebende. Zwei Schicksale. Und eine Geschichte, in der alles, aber auch alles miteinander verbunden ist.

NEUGIERIG GEWORDEN?
Nun habe ich die Ehre euch ein Video zu präsentieren. Jana Frey liest aus "Liebeskinder". 

 

Morgen geht es bei der lieben Nicole weiter. Was genau sie geplant hat? Lasst euch überraschen. 

Wie mir das Buch gefallen hat? Am Ende der Blogtour verrate ich euch meinen Leseeindruck!
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Die Katze lässt das Mausen nicht - Mrs Murphy / Rita Mae Brown

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"Warum muss alles immer mir passen?" grummelte Tally als sie sah, wie  ihre Gäste mit der Situation kämpften. Aber was soll eine Gastgeberin denn tun, wenn jemand auf ihrer Party stirbt? (Zitat S. 84)





WORUM GEHT ES IM BUCH
Frühling kehrt in Crozet ein und eigentlich sollte sich jeder Dorfbewohner freuen. Festlichkeiten und der Umzug stehen bevor, aber leider Gottes bringt auch der Frühling keine Ruhe ins beschauliche Örtchen. Harrys Ex Mann möchte sie eigentlich wieder haben, aber Harry entschließt sich endlich selbst ihr Leben in die Hand zu nehmen. Und auch Mrs Murphy hat keine Ruhe, denn irgendetwas komisches geht im Ort vor. Erst werden wertvolle Radkappen von einem Unbekannten gestohlen, während die Besitzerin Einkaufen ist und dann ist auch noch der Mechaniker verstorben. Mrs. Murphy spürt in ihren Samtpfoten, dass beides zusammenhängt und fängt, wie gewohnt an zu ermitteln. Doch schon bald folgen weitere Opfer und so müssen die Vögel warten, denn sonst gibt es bald noch mehr Opfer.

MEINE LESEEINDRÜCKE
„Die Katze lässt das Mausen nicht“ ist der 10 Fall um und mit der Katze Mrs Murphy. Für Fans von Krimis und Samtpfoten also genau die richtige Lektüre. So sah zumindest die Theorie aus, als ich mir das Buch aus dem Tauschregal ertauscht habe. Das Cover sieht einfach zauberhaft aus, und hinterlässt den Eindruck von leichter, spannender Kost.

Der Einstieg in das Buch ist zumindest für mich als Quereinsteiger und Neuling erst einmal überraschend und trotzdem leicht gewesen. Auf der einen Seite ist die Autorin so charmant und nennt alle wesentlichen Personen und Fakten vorab in einer kleinen Übersicht, sodass ich zumindest wusste, wer alles im Buch vorkommt. Auf der anderen Seite musste ich mich erst einmal daran gewöhnen, dass das Buch mal aus Sicht von Harry, und dann wieder Mrs Murphy geschrieben wurde, die für alle Quereinsteiger, eine Katze ist. Während ich ehrlich gesagt davon ausgegangen bin, dass es sich um eine ältere Dame mit tierischen Freunden handelt. Nun gut, als Katzenmama hat sich der kleine Schock schnell gelegt, denn danach hatte ich etwas mit den Figuren zu kämpfen. Nach 10 Fällen, ist es leider so, dass sich alles entwickelt hat und Zusammenhänge bestehen, die man als Neuling einfach nicht kennt. Obwohl sich die Autorin große Mühe gibt, und vieles noch einmal leicht verpackt erklärt, ohne Kenner zu langweilen, hatte ich doch schon einige Seiten mit Figuren, Situationen und dem Stil zu kämpfen.

Die Figuren sind trotzdem allesamt liebenswert, chaotisch und individuell. Dadurch wird es nicht langweilig, aber es fehlt eben die Nähe oder das Kennenlernen in meinen Fall. Mir wäre es persönlich aber auch leichter gefallen, wenn nur aus Sicht der Katze oder von Harry erzählt worden wäre.

Durch den Stil und eben die wechselnden Perspektiven wirkt es alles recht ungeordnet, chaotisch und auch wenn es inhaltlich immer einen roten Faden gibt, fand ich es trotz des eigentlich leichten, bildhaften Stils manchmal anstrengend dem Geschehen zu folgen. Zudem muss ich persönlich zugeben, dass ich mir drei Mordfälle irgendwo spanender vorgestellt habe. Die Autorin bemüht sich, das lässt sich nicht abstreiten, aber streckenweise verliert sie sich eben in den örtlichen Geschichten und dadurch geht die Spannung leider stark aufs Abstellgleis. Durch die Tiere wird es noch etwas belangloser, dafür aber auch eine Spur witziger. Sicherlich nicht verkehrt, aber an manchen Stellen frage ich mich doch, ob die Autorin nicht hätte etwas authentischer mit den Tieren umgehen können. Zum Beispiel fand ich es recht unlogisch, dass die Haustiere wirklich überall, selbst auf Festlichkeiten, mitgenommen werden. Wie gesagt, ich habe auch eine Katze und vorher einen Hund, aber überall habe ich sie definitiv nicht mit hingenommen. Gut, Realität ist bei sprechenden Haustieren, wenn auch nur gedanklich und untereinander sprechend, weniger vorhanden, aber stellenweise hat mich dann die Umsetzung dann doch gestört. Vielleicht weil ich es alles andere als spannend fand.

Ich war echt froh, als ich am Ende des Buches angekommen war. Zwar habe ich mich minimal unterhalten gefühlt, und ab und an auch geschmunzelt, aber umgehauen und zum Fan der Reihe hat mich das Buch nicht gemacht. Das ist es aber, was ich von einem Buch erwarte, dass ich am Ende gerne mehr davon lesen möchte, oder zumindest glücklich das Buch aus der Hand lege. Ich kann nachvollziehen, warum es Fans der Reihe gibt, aber ich persönlich habe mehr erwartet. Hätte ich nach der Zahn-OP nicht solche Schmerzen gehabt, ich hätte das Buch ehrlich gesagt abgebrochen und mir ein anderes geholt.



Alles in allem also nur für Fans zu empfehlen, Quereinsteigern kann ich persönlich nur abraten und ihnen nahe legen beim ersten Band zu beginnen. Vielleicht hätte mich das Buch bzw. die Reihe dann auch mehr überzeugen können.

BUCHFAKTEN
Autor: Rita Mae Brown
Titel: Die Katze lässt das Mausen nicht
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (1. September 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 354825893X
ISBN-13: 978-3548258935
Preis: € 7,95
Genre: Krimi
Gelesen in: 2 Tagen
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