Showdown im Zombieland / Gena Showalter [Rezension]

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"Zuerst mal möchte ich einen Phönix im Nacken." Der würde Cole repräsentieren. Ich hatte ihn nicht verloren – und das würde ich auch nicht! – , aber trotzdem verdiente er einen Ehrenplatz. Mit seiner Hilfe war ich aus der Asche meiner Vergangenheit in eine neue Zukunft aufgestiegen. "Dann will ich ein Paar Boxhandschuhe über den Schwertern." Die wären für Pops, meinen Großvater, der vom Zombiegift getötet worden war. Als Teenager hatte er im Ring trainiert, und sein ganzes folgendes Leben hatte er harte Schläge mit Würde und Mut eingesteckt. (Zitat S. 11 – PDF-Leseprobe)

Dieses Zitat beschreibt im Grunde sehr schön die Entwicklung und die Situation Ali, aber auch den Stil, den die Autorin durchweg in ihren Werken verwendet. Falls ihr die Reihe kennt, brauch ich nicht viel zu sagen, aber falls nicht, könnt ihr ja einfach schauen, ob ihr nicht Lust habt die Reihe von Zombieland zu lesen. Ich persönlich habe mich jedenfalls richtig doll auf das Buch gefreut, aber nun genug der einleitenden Worte, ihr seit sicherlich neugierig, wie mir das Buch gefallen hat.

==KLEINE AUFFRISCHUNG ZU „RÜCKKEHR INS ZOMBIELAND“==
Alice hat überlebt und ist auf dem Weg der Besserung. Cole hat ein schlechtes Gewissen und lässt nur wenig Nähe zu. Er verbietet Ali sogar am Training teilzunehmen aus Angst, dass ihr wieder was passiert. Als sie jedoch einfach in die Trainingshalle fährt, bekommt sie einen Schock. Andere Zombijäger sind zur Unterstützung gekommen, und mit einer weiblichen Jägerin, die zufällig noch seine Ex-Freundin ist, geht Cole verdammt auf Tuchfühlung. Das passt ihr gar nicht, zumal er sie versetzt hat. Als sie dann auch noch statt mit ihm, mit einem anderen Zombijäger namens Gavin eine Vision hat, wo sie mit ihm im Bett liegt, ist es aus mit den Nerven. Cole, der ahnt um was diese Version geht, distanziert sich daraufhin noch mehr von Ali und trennt sich sogar von ihr. Für Ali bricht die Welt zusammen, denn trotz der Trennung flirtet Cole immer noch mit ihr. Das ist jedoch ihr kleinstes Problem, denn irgendetwas stimmt nicht mit ihr. Bei einem Zombieangriff wird Justin der Verräter gebissen, weil er versucht sie zu retten. Trotz Gegenmittel beißt er Ali. Anfänglich scheint sie wieder zu genesen, aber nur nach Außen. Sie selbst sieht wie ihr Spiegelbild dunkle Flecken auf der Haut bekommt, sich anfängt von selbst zu bewegen und sogar mit ihr zu sprechen. Dazu kommt der unsagbare Drang andere zu beißen. Als sie bei einem Zombieangriff flüchtet, um andere nicht zu beißen, muss sie erkennen, dass sie in ernsten Schwierigkeiten ist. Mit Justins Biss wurde ihre dunkle Seite zum Leben erweckt, und sie verwandelt sich innerlich immer mehr in einen Zombie.

== DOCH WORUM GEHT ES DENN NUN==
Die Clique der Zombie-Jäger ist zusammengewachsen und besonders die Mädchen verstehen sich unglaublich gut. Zur Zeit ist es recht ruhig in Bezug auf die Zombies, doch ihre wahren Feinde haben etwas vor. Sie wissen nur noch nicht was und so warten sie ab, kämpfen gegen die Zombies und sich stets wachsam. Doch mit dem unerwartete Großangriff haben sie nicht gerechnet. Mitten in der Nacht als Ali endlich Cole verführen will, wird das Anwesen angegriffen und Cole sogar angeschossen. Die Angreifer können getötet werden und mit Hilfe ihres inneren Feuers kann Ali Cole auch retten, aber sie müssen von seine Vater erfahren, dass alle Zombie-Jäger und auch die Trainingshalle angegriffen wurden. Einige Jäger haben den Angriff nicht überlebt, andere sind noch verschwunden. Zum Glück hat Alis Oma und auch ihre beste Freundin Kat überlebt. Ali macht sich auf die Suche nach den restlichen Jägern und kann den einen oder anderen finden. Gemeinsam kehren sie zurück und beschließen, dass es an der Zeit ist zu kämpfen. Von einem Zombie im Kampf getötet werden ist eine Sache, jedoch von Menschen, die Zombies unterstützen und erforschen mitten in der Nach heimtückisch angegriffen zu werden, ist eine andere Sache. Es beginnt ein Kampf um Leben und Tod.

== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==
„Showdown im Zombieland“ ist der dritte Band der Reihe von Gena Showalters. Diesmal besticht das Cover durch pinke Akzente und das finde ich als Pink-Fan klasse, aber die ausSeit dem ersten Band habe ich mich in dieses ungewöhnliche Abenteuer verliebt. Ich muss zugeben, dass ich Zombie-Filme mag und endlich mal einen Roman zu lesen, wo es nicht um Vampire oder Werwölfe geht, ist gerade in der letzten Zeit sehr angenehm gewesen. Schon von Anfang an störten mich immer Kleinigkeiten, aber ich trotzdem habe ich die Reihe geliebt. Ihr könnt also nachvollziehen, warum mich auch dieser Band reizte.

Mit ihrem Prolog und einem kleinen Blick in die aktuelle Situation, weckt die Autorin sofort die Neugierde und man muss sich sofort ins Lesevergnügen stürzen. Den ersten Dämpfer hatte ich jedoch gleich beim Einstieg. Ich tat mich unglaublich schwer in die Fortsetzung zu finden, was aber nach einem Jahr auch verständlich ist. Ein paar mehr Rückblenden oder Infos hätten in meinen Augen nicht geschadet. Trotzdem habe ich nach einiger Zeit wieder ein rundes Bild gehabt und den Anschluss gefunden. Ich glaube für die anfängliche Verwirrung in Bezug auf den Vorgänger wurde durch den Mädelsabend hervorgerufen, denn zu Beginn dachte ich, dass alle Mädels doch glatt wild herum flirten möchten.

Trotzdem muss ich zugeben, dass die Nähe zu der Reihe gerade am Anfang eher schwach ausgeprägt war. Gesteuert wird der Anfang von vielen Hormonschüben und das nervt gewaltig. Ich meine, die Jugend ist heute freizügiger und offener für solche Situationen, als noch meine Generation, und an sich finde ich dies nicht schlimm. Nur wird sogar der Überfall und die spätere Suche nach den Mitgliedern von Liebeshormonen überlagert und nimmt den Buch die anfängliche Spannungskurve.

Nach rund 100 Seiten habe ich gemerkt, dass die anfängliche Euphorie oder der Funke, der mir in den ersten beiden Bänden so gefallen hat, irgendwie nicht wieder aufkommen wollte, und das lag definitiv nicht nur an diesem Hormonrausch. An manchen Stellen war das Buch für mich ein kleiner Kampf, der sich zwar immer wieder durch kleine Überraschungen, Wendungen oder Enthüllungen gelohnt hat, aber dadurch zeigt, dass es sich in meinen Augen um den schwächsten Band der eigentlichen Trilogie handelt. Eigentlich, weil dies so geplant war, aber die Autorin sich nach dem Erfolg für einen weiteren Band entschieden hat. An sich eine gute Idee, denn der Schluss bietet genügend Material für eine Fortsetzung, obwohl er abgeschlossen ist, und lässt eine gewisse Hoffnung aufkeimen.

Was stört mich so an diesem Band? Eigentlich sollte das Buch durch Anima, die Zombies und weitere Gefahren nur so vor Spannung strotzen und das tut es zumindest immer wieder und zum Schluss hin sogar sehr häufig. Nur wirken diese Kämpfe irgendwie abgegriffen und alltäglich. Gerade wenn sich Kämpfe über viele Bücher häufen, dann entwickle ich mit der Zeit dieses Gefühl. Was aber hier positiv auffällt, ist die Tatsache, dass die Autorin niemanden schont und es auch einige Opfer auf Seiten der Zombie-Jäger zu betrauern gibt, die sicherlich hart sind. Es ist also nicht so, dass das Buch nicht spannend ist oder die Autorin sich nichts neues einfallen lässt. Sondern einfach nur dieses Bauchgefühl, dass ich mich persönlich nicht mehr so glänzend unterhalten habe wie vorher. Gleiches gilt für die Lovestory. Ich weiß nicht, warum hier immer auf dieses leichte Drama gesetzt wird. Ich habe nichts gegen ein gewisses Hin und Her, sowie Hindernisse in Beziehungen, aber nun sind die beiden schon zusammen, die grundlegenden Dinge sind geklärt, und hier hätte sich die Autorin von der Masse abheben können, indem sie eben nicht wie die meisten neue, leicht künstliche Hindernisse einfließen lässt.

Inhaltlich ist die Entwicklung also wirklich eine Frage des persönlichen Geschmacks und ich kann definitiv nachvollziehen, warum viele noch immer begeistert sind. Nur stören einen vorab schon Kleinigkeiten, fällt es dem Leser später noch mehr auf. Und das die Autorin sich viel Mühe gegeben hat, erkennt man klar an der Entwicklung der Charaktere, die sehr gut gelungen ist, sowie an den offenen Gedankengängen, Dialogen und Schilderungen vieler Szenen, die einfach Kopfkino entstehen lassen und verständlich sind.

Nichtsdestotrotz ist es für mich der schwächste Teil, obwohl die Autorin sich wirklich viel Mühe gibt und besonders auf einen klasse, empfehlenswerten Schluss hin gearbeitet hat. Von mir gibt es faire vier Sterne.


== BUCHFAKTEN ==
Autor: Gena Showalter
Titel:  Showdown im Zombieland
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (10. Juli 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 395649203X
ISBN-13: 978-3956492037
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 15 Jahre
Originaltitel: The Queen Of Zombie Heart
Preis: € 14,99
Genre: Jugend, Horror, Liebe
Gelesen in: 2 Tagen

==DIE REIHE==
1 Alice im Zombieland
2 Rückkehr ins Zombieland
3 Showdown im Zombieland
4 bisher kein deutscher Titel, soll September 2015 bis Sommer 2016 erscheinen

== DIE WICHTIGSTEN FIGUREN  IM ÜBERBLICK ==
Ali – Zombie-Jägerin mit besonderen Fähigkeiten
Cole – attraktiv, wild, ebenfalls Zombie-Jäger
Kat – Nierenkrank und liebenswert
Frosty – Kats durchgeknallter Freund

== INHALTLICHE FAKTEN ==
Ort: USA
Zeit: Gegenwart 2010er
Perspektive: Ich-Perspektive Ali
 
*Rezi-Exemplar von Blogg dein Buch

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