Hansetochter / Sabine Weiß

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Nein, was sich meine Mutter bei dem Buch gedacht hat, weiß ich nicht. Es ist normalerweise nicht ihr Genre und ich liebe zwar historische Romane, aber nur wenige können mich überzeugen. Trotzdem habe ich mich irgendwo auf das Buch gefreut, weil es in meiner Heimat-Region spielt. Überzeugen konnte mich Sabine Weiß mit ihrer „Hansetochter“ jedoch gar nicht.


== OPTK ==
Eine Frau mit halben Kopf und im Hintergrund eine alte Stadt. Es ist passend, okay, aber haut mich nicht vom Hocker, obwohl es schön gezeichnet ist.

== FIGUREN ==
Henrike: junges Mädchen, das um ihr Erbe kämpft
Simon: jüngerer Bruder von Henrike
Jost: Kaufmannsgeselle
Margarethe: Köchin
Nikolas: Vetter
Adrian: Junger Kaufmann
Konrad: Vater von Henrike
Hartwig: Onkel von Henrike

== INHALTLICHE FAKTEN ==
Ort: Lübeck
Zeit:1375

== WORUM GEHT ES IN EIGENEN WORTEN ==
Lübeck im Jahre 1375. Die junge Henrike lebt zusammen mit ihrem 13jährigen, jüngeren Bruder Simon und ihrem Vater zusammen. Ihre Mutter ist verstorben und so ist die Köchin Margarethe, die einzige erwachsene Frau im Hause. Eigentlich sind alle glücklich und erwarten sehnlichst die Ankunft von Adrian, einen jungen Kaufmann aus Brügge. Politisch sieht die Lage etwas verzwickter aus. Der dänische König liegt im Sterben und der Kaiser möchte Lübeck besuchen. Außerdem stört Hartwig, der Bruder ihres Vaters ungemein. Und in dieser Situation überschlagen sich die Dinge. Konrad, der Vater von Henrike stirbt unter mehr als mysteriösen Umständen und Hartwig ergreift nicht nur die Vormundschaft, sondern auch das Geschäft seines verstorbenen Bruders. Henrike erträgt diese Situation nicht und versucht mit Adrians Hilfe, in den sie sich langsam verliebt, die Wahrheit über den Tod ihres geliebten Vaters aufzudecken. Doch es gibt jede Menge Feinde und Steine, die Henrike immer wieder in den Weg gelegt werden.

== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==
„Die Hansetochter“ ist ein klassischer, historischer Roman, der in meinen Augen definitiv nur etwas für absolute Fans dieses Genres ist. Wer nur gelegentlich und bevorzugt etwas leichtere Kost aus diesem Sektor mag.

Der Einstieg beginnt mit einem Prolog, in dem sich Henrike als Junge verkleide in ein Hurenhaus begibt. Warum? Das verrät die Autorin natürlich nicht sofort, sondern erst 500 Seiten später. Dadurch möchte sie die Spannung aufbauen und den Leser ans Buch fesseln. Leider ist es mir völlig egal, warum die arme Henrike das machen musste, schließlich gibt der Klappentext schon die nötigen Gründe. Lediglich Details fehlen eben. Auf den folgenden 500 Seiten wird ausführlich erklärt, wie die Handelsbereiche in der damaligen Zeit ausgesehen haben und es wird alles sehr authentisch und voller Fakten beschrieben. Aber ich empfinde den teilweise sehr detaillierten Stil frei von jedweder Spannung. Man merkt, dass die Autorin hier wirklich ihr Augenmerk drauf ausgelegt hat. Nämlich die historischen Kaufmänner wieder zum Leben zu erwecken. Den Mord, die Intrige und die Liebesgeschichte sind so nebensächlich.

Hätte das Buch nicht in Lübeck gespielt, einer Stadt, in der ich schon oft war, dann hätte ich ganz ehrlich abgebrochen. Ich empfand es aber interessant zu sehen, wie sich die Stadt seit damaligen Zeit entwickelt hat.

Henrike ist zudem eine Persönlichkeit mit der man zwar schnell warm wird, die aber leider nichts besonderes an sich hat. Im Grunde habe ich mich beim Lesen zwar nicht gelangweilt, aber es hat auch keinen Spaß gemacht.

Da es eine persönliche Meinung ist und es eben wirklich daran liegt, dass es mir zu historisch angelegt war, gibt es faire 3 Sterne, denn eigentlich macht die Autorin alles richtig.

== BUCHFAKTEN ==
Autor: Sabiane Weiß
Titel: Hansetochter
Taschenbuch: 592 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: Aufl. 2014 (17. Januar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404168879
ISBN-13: 978-3404168873
Preis: € 9,99
Genre: historisch
Gelesen in: 9 Tagen


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