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Das magische Messer / Philip Pullman

"Was ist los, William?" fragte die alte Frau. "Was ist passiert?" "Meine Mutter braucht einen Ort, an dem sie ein paar Tage lang bleiben kann", sagte der Junge. "Es ist im Augenblick zu schwierig, sie zu Hause zu versorgen. Das heißt nicht, daß sie krank ist. Sie ist nur etwas durcheinander und macht sich Sorgen, aber sie wird Ihnen keine Mühe machen. Sie braucht nur jemanden, der nett zu ihr ist, und das könnten Sie doch wahrscheinlich leicht tun." Die Frau starrte ihren Sohn an, offenbar ohne ihn zu verstehen, und Mrs. Cooper sah einen blauen Fleck auf ihrer Wange. Will hatte die Augen nicht von Mrs. Cooper gewandt, und auf seinem Gesicht lag Verzweiflung. (ZITAT S. 8/9)


Na, neugierig geworden? Diesmal handelt es sich um ein Buch, welches ich mir vor gut vier Jahren mit einem kostenlosen Tauschticket ertauscht habe. Damals wusste ich nicht, dass es zu einer Reihe gehört und habe mich von dem blauen, zauberhaften und magischen Cover mit dem Heißluftballon lenken lassen. Gesehen und verliebt. Später dachte ich – Cool, den goldenen Kompass habe ich im Kino gesehen und wollte immer wissen, wie es weitergeht. Insgesamt habe ich das Buch aber nun zum dritten Mal angefangen und nun eher auf Krampf beendet.

== FIGUREN ==
Will – Junge, der seine Mutter schützen will und seinen Vater sucht
Lyra – Sucht ebenfalls ihren Vater
Sir Charles Latrom – klaut das Alethiometer

== INHALTLICHE FAKTEN ==
Ort: Oxford Cittágazze
Perspektive: Dritte Person
Alter der Figuren: ca 11.

== WORUM GEHT ES IN EIGENEN WORTEN ==
Zusammen mit seiner Mutter lebt Will in Oxford. Sein Vater verschwand irgendwann spurlos auf einer seiner Expeditionen im Norden. Seitdem ist seine Mutter verändert. Sie leidet unter schlimmen Angstzuständen, die noch verschlimmert werden, als seine Mutter von komischen Männern bedroht wird, den Aufenthaltsort seines Vaters zu verraten. Kurzer Hand bringt er seine Mutter zu Mrs. Cooper. Er verspricht sie bald abzuholen und kehr nach Hause zurück, um weitere Informationen herauszubekommen. Als die Männer nachts wiederkommen und sogar einbrechen, kann er nur knapp entkommen und hinterlässt einen der Einbrecher tot zurück. Will flieht ohne zu wissen wohin und als er ein schimmerndes Fenster in der Luft sieht, geht er einfach durch. Auf der anderen Seite ist alles anders und die Straßen sind komplett leer. Irgendwann trifft er auf Lyra, die durch ihren Vater in diese Welt gelangt ist. Die Welt nennt sich Cittágazze und es nur Kinder gibt, die die Stadt bewohnen, denn die Erwachsenen werden von bösen Gespenstern verfolgt, die nur sie sehen können. Sie machen alle Erwachsenen zu willenlosen Zombies.

Lyra und Will beschlie0en zusammen zu arbeiten und irgendwann folgt sie Will in seine Welt, um mehr über einen geheimnisvollen Staub zu erfahren. Doch sie laufen dabei Sir Charles Latrom, der Lyra das Alethiometer klaut und es ihr nur zurückgibt, wenn sie ihm das magische Messer bringt. Dieses ist imTurm der Engel in Cittágazze. Das besondere an dem Messer ist die Tatsache, dass es jede Materie zerschneiden kann und Türen zu anderen Welten öffnen. So machen sich die beiden auf den Weg zum Turm, wo es zu einem schlimmen Kampf kommt. Will verliert dabei zwei seiner Finger und damit wird er zum neuen Träger des Messers und damit nimmt der anstehende Krieg der Welten seinen Lauf, in dem Will eine gefährliche und tragende Rolle spielt.

== MEINE MEINUNG ZUM BUCH ==
„Das magische Messer“ ist die Fortsetzung von „Der goldene Kompass“. Ich habe den Film so oft gesehen und habe ihn stets als spannend empfunden. Daher war ich so neugierig und froh durch Zufall die Fortsetzung ertauscht haben.

Das Buch beginnt mit Will und seiner Welt. Es ist ein Unterschied zum ersten Buch und irgendwie wusste ich nicht, was ich davon halten soll. Dann kommt er durch Zufall eine Welt, wo Gespenster Erwachsene jagen und töten. Es klingt alles so furchtbar kompliziert und komplex. Lyras Welt mit den Dæmons, sprechenden Eisbären und Hexen kennt man aus dem Film und das konnte ich mir alles gut vorstellen. Die neue Welt hingegen ist so anders und fremd, dass es mir unglaublich schwer fiel.

Hinzu kommt eben die Tatsache, dass die Figuren aus dem ersten Band zwar vorkommen, aber alle in unterschiedliche Richtungen gehen und nicht mehr das eingeschweißte Team von damals sind. Einzig Lyra und eben ihre Welt erinnern mich daran. Ich hatte eben vielmehr einen Roman erwartet, wo sich die Welt wieder hauptsächlich um Lyra, ihre bekannten Freunde und eben um die bekannte Welt dreht. Will empfand ich total nervig und konnte mich nicht in ihn hineinversetzen. Er tötet jemanden und für ihn ist es so, als würde er eine Spinne töten. Also im Grunde ist es ihm egal. Vielleicht ist auch er der Grund, warum mir das Buch so wenig Spaß gemacht.
Außerdem wechselt die Perspektive häufig und so begleitet man manchmal die Hexen. Das Kapitel ist dann recht langweilig, sorry wenn ich es sage, und nimmt den eigentlich dramatischen Inhalt von Lyras Abenteuer die schon aufgebaute Spannung.

Zum ersten Mal kann ich nachvollziehen und das leider mit einer traurigen Erkenntnis, warum der zweite Teil nie in die Kinos kam. Im Kino wäre ich wahrscheinlich genauso enttäuscht gewesen.

Fazit: Sicherlich ist das Buch im Ansatz spannend und ich denke, dass könnt ihr auch meiner Inhaltsangabe entnehmen, aber die Umsetzung ist in diesem Buch nicht vollends so gelungen, wie ich es nach dem Kino-Erfolg erwartet habe. Hätte der Autor vielleicht auf den lieben, aber komischen Will verzichtet, dann sähe es vielleicht anders aus, aber so, und durch die immer wieder ruinierte Spannung, hat mir das Buch leider null Spaß gebracht.

== BUCHFAKTEN ==
Autor: Philip Pullman
Titel: Das magische Messer
Reihe: Der goldene Kompass
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Carlsen; Auflage: 11., Auflage (August 1999)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551352372
ISBN-13: 978-3551352378
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 16 Jahre
Originaltitel: The Subtle Knife
Preis: € 8,99
Genre: Fantasy Jugend
Gelesen in: 5 Tagen

Kommentare

  1. Schade, ich fand die ganze Trilogie grandios! Und möchte sie auch nächstes Jahr nochmal lesen, weil es schon ziemlich lange her ist. Bin gespannt, wie dann mein zweiter Eindruck ausfällt.

    Anfangs war es auch verwirrend, dass es nicht mit Lyra weitergeht, aber das ging dann eigentlich nach einiger Zeit, ich fand das damals ziemlich spannend! Hat Will nicht erhebliche Gewissensbisse wegen dem Mann? War glaub ich Notwehr oder? Ach ich seh schon, ich muss es unbedingt nochmal lesen ... ich weiß nur noch Bruchstücke ;)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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