Die Stimmen des Bösen / Kay Hooper

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Nachdem ich während meiner Weisheitszahn-OP den letzten Band dieser Reihe gelesen hatte, war mir klar, dass ich mich irgendwann an den zweiten Band wagen muss. Er sticht regelrecht aus dem Buchregal hervor und sagt: Bring es endlich hinter dich. Wer meinen Leseweg verfolgt, der weiß, dass ich gerne Bücher blind kaufe. Nach Cover, Titel oder einfach ohne Grund. Die beiden Bände stammen aus einer solchen Aktion und wurden von mir wegen dem Titel ertauscht. Der letzte Band und für mich mein erster Hooper waren so enttäuschend, das ich dies Buch am Liebsten ungelesen verschenkt hätte. 


'''o0o OPTK o0o'''
Ich mag grün, und das Cover ist okay. Es hat etwas geheimnisvolles an sich mit dem Mann am Fenster, den man nur verschwommen sehen kann.

'''o0o HAUPTFIGUR(EN) o0o'''
Nell – Paranormale Ermittlerin

'''o0o INHALTLICHE FAKTEN o0o'''
Ort: USA
Zeit: Gegenwart (2000er)
Alter der Figuren: 25-50

'''o0o WORUM GEHT ES? o0o'''
Sie verfügt über paranormale Fähigkeiten. Sie hat dem Bösen schon einmal ins Gesicht geblickt. Und ein quälendes Geheimnis überschattet ihre Vergangenheit. Doch nun muss Nell Gallagher an den Ort zurückkehren, den sie vor Jahren fluchtartig verließ. Eine Serie barbarischer Morde stellt die Polizei vor ein unlösbares Rätsel: Es trifft immer die angesehensten Männer der kleinen Gemeinschaft, und jeder von ihnen hatte etwas zu verbergen. Handelt es sich um Rache? Oder um etwas viel Dunkleres? Nur wenn Nell bereit ist, den Schleier über ihrer eigenen Vergangenheit zu lüften, kann sie die Dämonen der Gegenwart bekämpfen. Aber dabei riskiert sie weitaus mehr als nur ihr Leben … (Zitierter Klappentext)

'''o0o WIE HAT ES MIR GEFALLEN? o0o'''
„Die Stimmen des Bösen“ ist der zweite Band einer Trilogie, die vor allen Dingen Fans von paranormalen Geschichten begeistern wird. Nachdem ich schon beim dritten Band schmerzhaft erfahren muss, dass die Autorin mich mit ihren paranormalen Ansätzen, den Ausschweifungen und der Langatmigkeit nicht begeistern kann, hatte ich irgendwo die Hoffnung, dass es eine Ausnahme sei.

Obwohl es für mich augenscheinlich ein Fehl-Tausch war, hab ich auch den zweiten Band, der für mich noch spannender als Band 3 klang, angefangen. Wie auch bei „Das Böse im Blut“ schafft es die Autorin mich im ersten Moment zu packen. Sie erschafft eine Spannung, die viele langjährige Thriller-Autoren nicht immer so gut hinbekommen. Irgendwann kommt jedoch der Punkt, wo sie den Thrill wieder aus den Augen verliert. Sie diskutiert und befasst sich seitenlang mit den paranormalen Fähigkeiten. Ich bin so schon nicht der Fan davon, aber wenn es zumindest so spannend wie bei „Ghost Whisperer“, dann wäre es mir egal. Aber immer wieder wiederholt sich die Autorin und zieht es in die Länge, ohne das wirklich etwas spannendes passiert.

Es ist aber nicht nur dieser Part, wie beim letzten mal, sondern auch die Figur von Nell. Wie hat eine andere Bloggerin es genannt „Nicht genug, dass die Protagonistin auf einmal zur FBI-Agentin mutiert, zu guter letzt hat sie auch noch übersinnliche Kräfte, die ihr bei der Mordermittlung helfen.“ (Zitat von AmysGarden auf Lovelybooks) Ich zitiere AmysGarden, da ich finde, dass sie die Figur, wie die Faust aufs Auge beschreibt. Nell ist keine gewöhnliche Protagonistin, sondern eine Figur, die so haarsträubend entwickelt wird, dass ich als Leserin weder eine Bindung zu ihr aufnehmen konnte, noch sie sympathisch empfand. Mich für meinen Teil hat sie oft mit ihrem Verhalten und Gedanken wahnsinnig gemacht.

Thematisch gesehen, setzt Kay Hooper aber nicht nur auf den Spannungsfaktor, sprich die Suche nach dem Täter, sondern auch auf eine Liebesgeschichte. Diese wirkt ebenfalls recht künstlich, haarsträubend und konnte mich einfach nicht umhauen. Ich gehöre aber auch zu den Lesern, die bei einer Liebesgeschichte Figuren brauchen, die überzeugen, was hier auf niemanden zutrifft.

Einziges Highlight ist in der Tat, wie die Autorin den Täter nachher offenbart. Nicht weil es eine meisterliche Leistung ist, sondern zumindest passt und ja, sogar einen Tick spannend ist.

Alles in allem kann ich sagen, wer einen der anderen Bände gelesen hat, und mit Kay Hooper nichts anfangen kann, der wird hier auf eine noch langatmigere Umsetzung treffen. Ich muss sogar sagen, dass sie sich mit „Das Böse im Blut“ gesteigert hat, und das fand ich schon enttäuschend. „Die Stimmen des Bösen“ zeigt jedoch, es gibt eine Steigerung.


'''o0o BUCHFAKTEN o0o'''
Autor: Kay Hooper
Titel: Die Stimmen des Bösen
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Weltbild; Auflage: 1 (28. April 2006)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3898972771
ISBN-13: 978-3898972772
Preis: € 1
Genre:  Thriller, Paranomal
Gelesen in: 2 Tagen

'''o0o BUCHREIHE o0o'''
1. Die Augen des Bösen („Touching evil“).
2. Die Stimme des Bösen. Roman („Whisper of evil“).
3. Das Böse im Blut („Sense of evil“).

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