Bob, der Streuner Band 1/ James Bowen

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Es gibt Bücher, die muss ich persönlich eigentlich nicht lesen. Hätte ich das Buch im Laden gesehen, ich hätte es wahrscheinlich zu 100% links liegen lassen. Dank meiner Mutter bin ich jedoch in den Genuss von Bob und James gekommen. Aber den Hype um die beiden Persönlichkeiten kann ich leider nicht nachvollziehen. Wie mir das Buch nun gefallen hat, lest selbst. 


''' OPTK '''
Eine gefällige, vielleicht glückliche Katze mit einem Schal. Ich meine wer Katzen mag, fühlt sich sofort angesprochen.

'''FIGUREN '''
Bob – roter Kater
James – Straßenmusiker in London

''' INHALTLICHE FAKTEN '''
Ort: London
Zeit: 2010er
Alter der Figuren: Mitte Ende 20

''' WORUM GEHT ES? '''
James lebt von der Hand in den Mund. Er ist Musiker und lebt von dem, was er als Straßenmusiker verdient. Das ist nicht viel, aber als ehemaliger drogensüchtiger, ist er froh, auf eigenen Beinen zu stehen. Als er eines Tages bei sich im Treppenhaus einen roten Kater entdeckt, freundet er sich vorsichtig mit ihm an. Noch ahnt er nicht, dass er einer der unzähligen Streuner ist, und hofft, dass das Tier zu der Wohnungstür gehört, vor der es liegt. Als er aber Tage später erkennen muss, dass dem nicht so ist. Nimmt er den ausgehungerten und inzwischen verletzten Kater mit zu sich. Er geht mit ihm zum Arzt, lässt seine Wunden versorgen und pflegt ihn auch im Anschluss gesund. Schließlich hat er seine letzten 30 Pfund Bargeld in Medizin investiert. Anfangs ist es für James ungewohnt sich um einen anderen Menschen zu kümmern, aber mit Bob ist gleich ein inniges Verhältnis vorhanden. Und Bob dankt ihm für seine Rettung mit bedienungsloser Liebe. Er bleibt bei James und munter ihn auf, wenn es ihm schlecht geht.

''' WIE HAT ES MIR GEFALLEN? '''
„Bob, der Streuner“ ist ein Buch über eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen Mensch und Tier. Mit Sicherheit schön und ich denke, dass viele Touristen das ungewöhnliche Straßen-Duo vielleicht sogar kennen. Muss man aber über diese Geschichte ein Buch schreiben? Ich persönlich denke nein, und vielleicht war das auch der Punkt, dass ich mit dem Inhalt einfach nicht warm geworden bin.

Ich meine, ich habe über 10 Jahren auch eine Katze aufgenommen, deren eigentliche Besitzerin sie wegen einem Kind an einen brutalen Freund abgegeben hat, der zufällig bei uns im Nachbarhaus wohnte. Bei uns fühlte sie sich wohl, blieb und ist noch immer dankbar dafür. Habe ich daraus eine Geschichte gemacht, nein, weil es viele Menschen so machen. Aber vielleicht fehlt mir der „arme“ oder „Drogen“ Hintergrund.

Das ist nur der Grund, warum ich das Buch nie gekauft hätte, hätte es meine Mutter sich nicht samt Fortsetzung gekauft. Nun habe ich es aber in die Hände bekommen und somit auch gelesen.

Leider hat mich die Geschichte inhaltlich überhaupt gefesselt. Am Anfang ist es interessant dem Kennenlernen der beiden  zu folgen. Gerade durch den sehr einfachen Stil, der zu dem Autoren passt, lässt sich das Buch sehr zügig lesen. Man muss nicht viel nachdenken, Worte googlen  oder Sätze nachlesen, weil sie zu verschachtelt sind. Ein definitiv angenehmer Stil für eine solche Geschichte, aber eben auch keine meisterliche Brillanz, sofern das ein Leser erwartet.
Doch nach diesem etwas interessanten Einstieg geht es einfach nur in einem eher einfachen Bogen, mit vielen alltäglichen Situationen weiter. Es fehlen mir ehrlich gesagt die einen oder anderen Highlights in jedweder Form. Damit meine ich, dass ich weder Momente hatte, wo ich mitgefiebert habe, weil ich Angst um Bob oder James hatte, noch welche, wo ich schmunzeln oder gar lachen musste.
Außerdem störte mich, dass Bowen sich mit der Zeit immer wieder wiederholt hat. Manchmal Worte, manchmal auch kleinere Szenen. Es ist im Grunde eine Erzählung über den Alltag mit einer Katze, die vielleicht durch die Einblicke ins Straßenmusiker-Leben noch etwas außergewöhnlicher sind, als mein Leben mit einer zugelaufenen Katze.

Mit Sicherheit ist es eine schöne Geschichte, wenn man Katzen liebt, den Autoren schon einmal live gesehen hat oder zu der älteren Generation zählt. Letzteres ist eine Vermutung, denn meine Mutter empfand das Buch als lesenswert und niedlich, sonst hätte sie sich nicht die Fortsetzung geholt. 



Für mich war es aber weder Lesegenuss noch Unterhaltung, obwohl ich meine Katze über alles liebe. Da das Buch jedoch meiner Mutter gefallen hat, bekommt das Buch von mir faire drei Sterne. Es ist eben eine Frage des Geschmacks.

'''BUCHFAKTEN '''
Autor: James Bowen
Titel:   Bob, der Streuner: Die Katze, die mein Leben veränderte
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: Aufl. 2015 (17. Mai 2013)
ISBN-10: 3404606930
ISBN-13: 978-3404606931
Originaltitel: A Street Cat Named Bob
Preis: € 8,99
Genre: Biographie
Gelesen in: 2Tagen

1 Kommentar:

  1. Hey Sarah,

    von dem buch habe ich auch schon einiges gehört, doch bisher konnte ich mich noch nicht dazu aufraffen es zu kaufen und zu lesen. Ich bin mir einfach ncoh nciht sicher, ob es etwas für mich ist. Mal schauen... :o)

    Liebe Grüße,
    Ruby

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