Die Gärten von Dorr / Paul Biegen

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Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

Immer wenn der Katalog von „Freies Geistesleben“ kommt, zieht es mich magisch zu den Kinder- und Jugendbüchern. Diesmal ist mein Blick bei einem neuen Märchen hängengeblieben. Ja, ich bin schon 30, aber ich liebe noch immer Märchen, und genieße es auch, sie meinem Zwerg vorzulesen, auch wenn dieser nicht gerade ein geduldiger Zuhörer ist. Moderne Märchen sind immer besonders interessant, da man als Leseratte natürlich die Klassiker gewohnt ist, und sich schon fragt, wie sie nun sind. Dieses Buch ist etwas Besonderes, und es freut mich sehr, dass ich es euch vorstellen darf.


'''o0o WORUM GEHT ES IM BUCH? o0o'''
Verlier-mein-Nicht“ wird die junge Prinzessin von ihrem liebsten Gärtnerjungen, den sie „Komm-zurück“ nennt, genannt. Sie toben jeden Tag im Garten des Schlosses, bis eines Tages die Hexe, die den König verzaubert und hörig gemacht hat, es ihm verbietet. Als sie jedoch begreift, dass diese Freundschaft und vielleicht sogar zarte Liebe nichts zerstören kann, verwandelt sie eines Nachts den Gärtnerjungen in eine Blume. Die Prinzessin trauert lange und als sie erfährt, dass es einen Ort gibt, wo ihr Liebster von einer Blume wieder zum Menschen werden kann, beschließt sie ihrem Vater und dem Schloss den Rücken zu zukehren. Sie sammelt den Samen der Blume ein und flieht. Sieben Jahre lang sucht sie nach einem Ort, wo sie den Samen einpflanzen kann, damit ihr Freund zurück kommt. Immer einsamer werden die Regionen aus Angst, dass ein Tier oder ein Mensch ihrem Liebsten etwas antun kann. Als sie den Tipp bekommt, dass sie ihn in die Gärten von Dorr pflanzen muss, zögert sie nicht lange. Dorr ist allerdings eine Stadt, die sie sich ganz anders vorgestellt hat. Zuerst muss sie über einen See, der nur von einem Zwerg befahren wird. Dieser verlangt einen Kuss von ihr, sodass sie den Namen Zwergliebchen bekommt. Vor Jahren fiel die Stadt und wurde von den Silbernen eingenommen. Kein Sonnenstrahl, keine Pflanze, keine Freude, kein Lachen und kein Spaß sind in der Stadt zu finden. Alles ist grau und trist. Von Zeit zu Zeit verwandeln sich die Menschen in lebendige Statuen, und niemand kann sich an die Gärten erinnern. Lediglich die Tatsache, wie es früher war und das es die Gärten gab, ist ihnen noch bewusst. Zwergliebchen, wie sie nun von allen genannt wird, muss viele Geschichten erfahren, viele Prüfungen in der Stadt bestehen, bevor sie mehr durch Zufall einen Ort entdeckt, der genau richtig sein kann. Doch die Rechnung hat sie ohne die frühere Königin von Dorr gemacht, der Hexe, die schon ihren Vater in den Bann gezogen hat. Gelingt es ihr, ihren Schatz zu befreien?

'''o0o MEINE LESEEINDRÜCKE o0o'''
Die Garten von Dorr“ ist (k)ein gewöhnliches Märchenbuch, denn trotz Hexe, König und Prinzessin, wirkt die Geschichte nicht wie ein typisches Märchen. Zudem ist es schwer eine Moral zu entdecken, die für Märchen doch recht typisch sind.

Das Buch selbst beginnt mit der Reise über den See und der Ankunft in Dorr. Kinder könnte es leicht verwirren, dass im Klappentext ein ganz anderer Name für die Prinzessin verwendet wird, als es nun der Fall ist. Das liegt daran, dass sie im Buch zwei Spitznamen hat. Diese Spitznamen sind jedoch sehr süß gewählt und passen ins Märchengenre, wenn man an Dornröschen, Aschenputtel, Schneewittchen und all die anderen Märchenfiguren denkt. Während die Prinzessin und ihr Liebster mit solchen Namen versehen wurden, sind die anderen Namen sehr gewöhnungsbedürftig, aber nicht unpassend. Die Hauptfiguren selbst sind authentisch, kindgerecht, nachvollziehbar und niedlich beschrieben. Erzählt wird die Geschichte aber nicht nur aus Sichtweise der Prinzessin, sondern immer abwechselnd mit dem Sänger, den sie vom Hofe ihres Vaters kennt. Er selbst hat ihr den Tipp mit den Gärten gegeben, möchte sie aber beschützen, weil er sie eben liebt.

In seinen Abschnitten erfährt der Leser auch die gesamte Geschichte und die letzten Jahre der Prinzessin. Immer in kurzen Kapiteln, weil die gesamte Geschichte einfach zu lang ist, bekommt man immer wieder eine Fortsetzung. An den Schilderungen und der Wortwahl erkennt man die tiefe Liebe, die er für sie empfindet.

Auch die anderen Figuren sind einzigartig, und haben eine traurige, aber doch lustige Hintergrundgeschichte. Man kann sie und ihre Entwicklung sehr gut nachvollziehen und hat eigentlich sehr viel Spaß. Immer wieder fragt man sich, was der Autor als nächstes Wesen in die Geschichte einbindet.

Generell setzt der Autor auf eine phantasievolle, kindgerechte Sprache, die sich wunderbar lesen lässt, sodass die Seiten nur so an einem vorbeifliegen. Man merkt in jedem Satz, dass Paul Biegel versteht mit Worten Landschaften, Charaktere und alles andere wichtige entstehen zu lassen.

Wie es sich für ein Märchen gehört, hofft jeder Leser, dass das Buch am Ende ausgeht. Die Hexe besiegt wird, Dorr wieder glücklich wird, und die Prinzessin ihren Liebsten retten kann. Auf der anderen Seite fragt man sich, wie der singende Wanderer, der mit immer schönen Gedichten aufwartet, am Ende ins Bild passt. Ihn lernt der Leser weitaus näher kennen, als die wenigen Minuten, die der Gärtnerjunge vorkommt. Im Grunde wünscht man sich ein Happy End für ihn und die Prinzessin, denn schließlich ist er es, der alles für sie tut und sogar eine Stadt betritt, wo er für einige Zeit zu einer Statue wird. Aber was letzten Endes das Happy End ist, muss in diesem Fall der Leser selbst entscheiden, denn jeder hat eine andere Verbindung zu den Figuren aufgebaut.

Neben der schönen Geschichte, gibt es wie oben erwähnt immer wieder Gedichte und Lieder, die sich reimen und für Kinder sehr schön sind. Sie erinnern mich an Reime, die ich als Kind bei so manchen Spiel benutzt habe.

ZITAT S. 8
Übers Wasser, schwarz und kalt,
fahr ich hin, mein Boot ist schwer,
übers Wasser, schwarz und kalt,
fahr ich her, mein Boot ist leer.

Zusätzlich findet man in jedem Kapitel zahlreiche, wunderschöne, manchmal eben auch düstere Bilder, die genau die aktuelle Situation darstellen. Besonders Kinderaugen leuchten hier, und mein Zwerg wollte sich immer die Bilder noch einmal ansehen.

Bleibt nur noch etwas zur Moral. Ich denke mal, dass es darum geht, dass wenn man daran glaubt, alles erreichen kann, auch wenn der Weg zum Ziel beschwerlich ist.

Alles in allem ist es ein Märchen, dass zauberhaft ist, und sowohl junge Leser, als auch deren Eltern begeistern wird.



'''o0o NOCH EIN PAAR FAKTEN RUND UM DAS BUCH o0o'''
'''Buchfakten'''
Autor: Paul Biegel
Titel: Die Gärten von Dorr
Gebundene Ausgabe: 214 Seiten
Verlag: Urachhaus; Auflage: 1 (März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3825178064
ISBN-13: 978-3825178062
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 9 - 10 Jahre
Preis: € 16,90
Genre: Kids / Märchen
Lesedauer: 2 Tage

'''Autorenportrait'''
1925 – 2006, gehört mit Tonke Dragt, Thea Beckmann und Annie M.G. Schmidt zu den ganz Großen der niederländischen Kinderliteratur. Er verfasste über 50 Bücher, sein Werk wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter mehrfach mit dem begehrten Silbernen und Goldenen Griffe
(Quelle: Urachhaus)

'''Zitierter Klappentext'''
Spielen und lachen mag die Prinzessin am liebsten mit dem Gärtnerjungen, doch ahnungsvoll nennt er sie ‹Verlier-mich-nicht› und sie ihn ‹Komm-zurück›. Denn die Hexe Sirdis, die auch auf dem Schloss wohnt, verhext den Gärtnerjungen in eine Blume. Sieben lange Jahre hindurch sucht Verlier-mich-nicht nach den Gärten von Dorr, wo aus dem Samenkorn dieser Blume wieder ihr Komm-zurück wachsen kann. Eine Fülle bewegender Szenen und Schicksale reißt den Leser mit, noch bevor diese geheimnisvolle Geschichte enthüllt, wer die Hauptpersonen sind oder was sie wollen. Dabei ist die Geschichte der beiden Liebenden kunstvoll mit jener der verlorenen Stadt Dorr verwoben, reich an Kontrasten und großen, zeitlos klassischen Motiven, heiter gebrochen in den frechen Versen und Nonsens-Liedern des Spielmanns Jarrik. Das macht Paul Biegels Opus magnum zu einem prädestinierten Lieblingsbuch für Jung und Alt.

'''o0o Zum Schluss zusammengefasst o0o'''

Pro: Stil, Idee, Bilder
Contra: nix wirkliches
Empfehlung: Ja
Sterne:5



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Meine Gedanken halte ich mit Samsung fest

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Wenn ich ein Buch lese, dann überlege ich schon beim Lesen, was mir am Buch gefällt oder nicht. Oft sind es kleine Gedanken, oder bestimmte Sätze, die bei mir Emotionen hervorrufen, die sich auf das Buch beziehen. Früher war das kein Problem. Für unterwegs hatte ich stets einen leeren Zettel als Lesezeichen im Buch, den ich notfalls mit kleinen Notizen versehen konnte, wenn ich in der Bahn saß. Zudem war ich meist noch am selben Tag mit dem Buch durch. Seitdem ich Hausfrau und Mama finde ich es schwieriger, da ich deutlich länger zum Lesen brauche. Notizbücher schnell vollgeschrieben sind und die Notizblöcke oft als Malbuch genutzt werden. Toll sind da die Notizbücher speziell für Leseratten, die aber im Grunde doch recht teuer sind. Vor einiger Zeit brachte mich eine Freundin auf eine Idee. Sie selbst liest auch gerne und mag solche Notizbücher gerne. Da sie ihr aber auch zu teuer sind, druckt sie sich eine selbstgestaltete Vorlage aus. Ich habe das bei mir auch ausprobiert, aber da wir nur einen Drucker haben, den mein Mann eben auch für den Job benötigt, kann ich ihn nicht für so viel Spielkram nutzen.

Meine Freundin hat einen Samsung Laserdrucker mit dem das total fix geht. Zudem ist das Gerät überraschend klein, wenn man einmal die anderen Modelle aus dem Hause Samsung bedenkt. Ihr ML1675 ist gerade mal so groß wie eine Din-A4 Seite. Der Drucker schafft 16 Seiten in der Minuten bei einer maximalen Auflösung von 1200 x 1200 dpi. Betrachtet man einmal den Preis von UVP 79€, dann macht man hier nicht viel falsch. Original Toner kosten hierfür aber genauso viel wie das Gerät im Angebot, nämlich rund 54€.Das schreckt natürlich viele ab. Es gibt aber auch Samsung Toner im Angebot oder von anderen Herstellern, wo sie nur die Hälfte kosten, aber mindestens genauso hochwertig sind. Ich habe mir jetzt auch so ein kleines Hobby Gerät zugelegt, und habe jetzt immer alle Gedanken auf meinem tollen Zettel, der mir die Arbeit ungemein erleichtert. 
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Elizabeth wird vermisst - Roman / Emma Healey

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Heute habe ich ein tolles Buch, welches ich bei Amazon-Vine zum Rezensieren ausgewählt habe. Auf Grund des Covers habe ich nicht lange überlegen müssen, obwohl ich erst kürzlich ein ähnliches Werk gelesen habe. „Nachts,wenn der Tiger kommt“ hieß der Titel und er hat mich einerseits berührt, aber auch etwas gelangweilt. Dementsprechend neugierig war ich, ob dieser hochgelobte Roman mich da mehr überzeugen kann.


'''o0o WORUM GEHT ES IM BUCH? o0o'''
Maud ist eine Frau, die viel erlebt hat. Inzwischen ist sie alt und lebt noch in ihrem eigenen Haus. Ohne Hilfe schafft sie es aber nicht, denn sie leidet an Alzheimer, kauft regelmäßig zahlreiche Pfirsiche, vergisst das Gas auszuschalten oder stapelt Bücher im Kamin. Ihre Tochter und Enkelin besuchen sie regelmäßig, aber von ihrer besten Freundin Elizabeth hört sie lange Zeit nichts, und trotz ihrer Gedächtnislücken weiß sie, dass ihre Freundin verschwunden ist. Sie setzt alles daran ihre vermisste Freundin zu finden. Doch irgendwie vergisst sie es zwischenzeitlich immer wieder und zudem mag ihr niemand helfen. Zeitgleich erinnert sie sich immer wieder an das Verschwinden ihrer Schwester Sukey. Sukey ist damals kurze Zeit nach dem Krieg verschwunden. Sie war mit Frank verheiratet und dieser hatte immer illegale Geschäfte am Laufen. Eines Tages verschwindet sie spurlos und niemand weiß näheres. Auch Frank vermisst und sucht sie, aber nie wird auch nur eine Spur oder ihre Leiche gefunden.

'''o0o MEINE LESEEINDRÜCKE o0o'''
Elizabeth wird vermisst“ ist ein Buch über Verlust und Vergessen, wie so schön der Klappentext verspricht. Mit diesem Worten trifft es die Beschreibung auf den Punkt. Im Augenmerk dieses Werkes ist die Welt eines Menschen mit Alzheimers authentisch darzustellen und zu erleben.

Mit Maud ist der Autorin eine liebenswerte, alte Protagonistin gelungen, die sofort zeigt, wie man sich mit Alzheimer durchs Leben bewegt. Sie erinnert sich haargenau an die Vergangenheit, kann aber die Gegenwart nicht im Geringsten im Kopf behalten. Mit kleinen Haftnotizen versucht sie die wichtigsten Punkte zu behalten. Maud ist eine Figur, die man sofort ins Herz schließt, und wo der Leser öfters zu Tränen gerührt sein wird, weil es einfach schade ist, dass diese wundervolle Frau so wenig vom Leben mitbekommt. Obwohl sich die Autorin die größte Mühe gibt, ist es schwer einen eingeschränkten Alltag abwechslungsreich darzustellen. Dadurch wiederholt sich der Inhalt schon recht früh. Immer wieder geht es um Notizen, die verschwundene Elizabeth, Pfirsiche und andere Dinge die sie vergisst. Es ist authentisch ohne Frage, aber nach der Hälfte des Buches ist dieser Part doch etwas ausgelutscht, zumal genaue Leser schon nach wenigen Seiten wissen, was mit Elizabeth passiert ist. Manchmal habe ich mich erwischt, dass ich ehrlich gesagt, gerne einige Seiten überblättert hätte, obwohl ich es dann auf Grund von Mauds launigen und lustigen Gedankengängen nie gemacht habe.

Das schönste an diesem Buch sind jedoch nicht die Erzählungen aus der Gegenwart, sondern aus der Vergangenheit. Und genau diese Erinnerungen haben mich regelrecht an das Buch gefesselt. Was passierte damals mit ihr? Wie in einem Krimi gibt es immer neue Ansätze, Verdächtigungen und doch wird ihr Verschwinden nie aufgeklärt, bis Maud zumindest sich in ihrem Zustand damit beschäftigt. Sie erinnert sich an Dinge, die sie heute für relevant hält, und damals für total unwichtig. Schnell hat man einige Ideen, die früher oder später immer wieder in einer Sackgasse enden. Eins ist jedoch klar, dass die Seiten weniger werden und die Autorin auf jeden Fall eine Lösung präsentieren muss, denn sonst wäre das Buch ehrlich gesagt enttäuschend. Mit der Auflösung ist es aber auch nicht besser. Irgendwie fand ich es unbefriedigend, denn was genau damals passierte, erfährt man nicht bis ins Detail. Der Täter ist enttarnt, aber Motiv oder Hintergründe eben nicht. Man muss sich aus kleineren Hinweisen während des Buches eine Theorie zusammensetzen.

Mit Sicherheit ist es ein schönes Buch, dass vor allen Dingen durch seine authentische Umsetzung und Spannung punkten kann. Unterstützt wird es mit einem modernen, detaillierten und liebevollen Stil, der jedoch nicht überdecken kann, dass das Buch oft auf der Stelle tritt, wie es eben im Alltag eines Alzheimers-Patienten ist. Dadurch werden sich mit Sicherheit einige Leser doch etwas gelangweilt fühlen, sodass ich dem Buch vier Sterne gebe.


'''o0o NOCH EIN PAAR FAKTEN RUND UM DAS BUCH o0o'''
'''Buchfakten'''
Autor: Emma Healey
Titel: Elizabeth wird vermisst
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Paperback); Auflage: Aufl. 2014 (13. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785761104
ISBN-13: 978-3785761106
Originaltitel: Elizabeth is Missing
Preis: € 14,99
Genre: Drama
Lesedauer: 3 Tage

'''Autorenportrait'''
Emma Healey wuchs in London auf. Nach der Schule machte sie eine Ausbildung zur Buchbinderin. Doch als ihr die Buchherstellung nicht mehr ausreichte, legte sie 2011 noch einen Master in Kreativem Schreiben an der University of East Anglia ab. ELIZABETH WIRD VERMISST ist ihr erster Roman, den sie mit gerade mal 28 Jahren vorgelegt hat.
(Quelle: Buchrücken)

'''Zitierter Klappentext'''
EINE ANRÜHRENDE GESCHICHTE ÜBER VERLUST UND VERGESSEN - EMMA HEALEY TRIFFT MITTEN INS HERZ! Wie würden Sie sich fühlen, wenn Ihnen keiner mehr glaubt? Und Sie nicht mehr sicher sind, ob Sie sich selbst noch glauben können? Genauso ergeht es Maud, die an Alzheimer leidet - und die ihre Freundin vermisst. In diesem faszinierenden Roman machen wir uns gemeinsam mit Maud auf die Suche nach der verschwundenen Elizabeth und erleben dabei hautnah, wie hilflos und verletzlich Maud sich selbst und ihrer Umwelt gegenübersteht. Mit überwältigender Intensität und Emotionalität schafft es die erst 28-jährige Autorin, eine völlig neue Sicht auf Alter und Alzheimer zu eröffnen.

'''o0o Zum Schluss zusammengefasst o0o'''

Pro: Stil, Maud, Krankheit, Sukeys Verschwinden
Contra: Wiederholungen
Empfehlung: Ja

Sterne: 4
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Obsidian 1 - Schattendunkel / Jennifer L. Armentrout

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Obwohl der Geburtstermin immer näher rückt, und ich eigentlich keine Bücher mehr anfordern wollte, gibt es Ausnahmen, so wie das Buch „Obsidian“. Bevor ich es bei Blog dein Buch entdeckt habe, hatte ich noch nie etwas davon gehört. Der Klappentext klang jedoch vielversprechend und die Tatsache, dass sich auf dieses Buch über 150 Leute beworben haben, reizte mich sehr. Normalerweise bewerben sich vielleicht 10-60 Blogger auf ein Buch. Irgendetwas musste dieses Buch also haben und ich habe das Glück gehabt, zu den Auserwählten Bloggern zu zählen. Inzwischen habe ich es ausgelesen und kann nur hoffen, dass der zweite Band zügig folgt.


'''o0o WORUM GEHT ES IM BUCH? o0o'''
Ob es Katy passt oder nicht. Sie muss mit ihrer Mutter an den Arsch der Welt ziehen. Nach dem plötzlichen Krebstod ihres Vaters, sind die Erinnerungen auch nach mehreren Jahren noch präsent und ihre Mutter braucht einfach einen Tapetenwechsel. Während sie sich gleich in ihre neue Arbeit am Krankenhaus stürzen kann, hat Katy nur ihren Buchblog, denn die Nachbarszwillinge Daemon und Dee scheinen nicht gerade begeistert von ihr zu sein. Eigentlich nur Daemon, der schon beim ersten Blick, als sie nur nach dem Weg zum Supermarkt fragt, sofort zu verstehen gibt, dass er sie hasst und sich von ihnen fernhalten soll. Dee hingegen scheint sie irgendwie zu mögen. So entsteht eine kleine, aber feine Freundschaft, die anfänglich nur von ihrem Bruder boykottiert wird. Als jedoch das letzte Schuljahr beginnt, trifft sie auf den Rest der Clique und auch hier wird sie von allen Seiten nur mit Hass begegnet. Dabei hatte sie gedacht, dass sie nach dem Tag am See, den Daemon mit ihr verbringen musste, um von Dee seine Autoschlüssel wieder zu bekommen, etwas mehr akzeptiert wird. Schließlich hat er sie sogar gerettet, als sie von einem Mann auf dem Parkplatz der Bibliothek überfallen und fast getötet wird. Während Dee alles probiert, um die Freundschaft aufrecht zu erhalten, ist Daemon einfach nur komisch. Mal knistert es und es kommt sogar fast zum Kuss, und dann sagt er ihr offen ins Gesicht, dass sie nicht erwünscht ist. Für Katy ist die Situation nicht gerade toll. Doch alles wir verständlicher, als Daemon mit ihr reden will, und sie dann wieder komplett fertig macht. Sie haut ab und läuft dabei direkt von einen LKW, obwohl ihr klar ist, dass sie sterben wird, kann sie sich nicht bewegen, bis plötzlich der LKW einfach mitten in der Bewegung einfriert. Angehalten von Daemon, der ihr nach dem ersten Schock erklärt, dass er und Dee Außerirdische namens Lux sind, die mit der Kraft des Lichtes viel bewirken können. Zeitgleich erfährt sie von den Arum, den Schattenwesen, die alles tun um das Licht der Lux auszulöschen. Da alle Menschen, die in der Nähe von Lux sind, die ihre Energie nutzen, anfangen zu leuchten, wie ein Weihnachtsbaum, muss Daemon sich nun um sie kümmern. Die anderen sind davon nicht begeistert. Ein Mensch, der ihr Geheimnis kennt, kann nur ins Verderben führen. Ash, die Ex-Freundin von Daemon geht sogar so weit, und sagt ihr auf den Kopf zu, dass sie für Daemons Tod verantwortlich sein wird. Dementsprechend ist sie froh, als sie nach einiger Zeit nicht mehr glüht. Doch auf dem Schulball muss Daemon sie erneut retten, bevor sie ihr Date vergewaltigt. Er will sie nach Hause bringen, doch ihr Glühen zieht die Arums an. Es kommt zu einem gewaltigen Kampf bei dem Katy überraschend Daemon das Leben rettet. Allen ist klar, dass sie dadurch noch mehr in Gefahr sind, denn Katy leuchtet zum einen noch mehr und zum anderen hat einer der Angreifer überlebt. Ihnen ist klar, dass ein Kampf um Leben und Tod auf sie zukommen wird, und Katy ihre Schwachstelle sein wird.

'''o0o MEINE LESEEINDRÜCKE o0o'''
Endlich mal ein Buch abseits der ausgelutschten Themen“, das war mein erster Gedanke, als ich die vielen durchweg positiven Rezensionen samt Klappentext gelesen habe. Obwohl die Autorin auf eine Art Liebesbeziehung zwischen Mensch und magischen Wesen setzt, ist es endlich mal etwas Neues, denn es kommen keine Vampire, Zombies oder Werwölfe vor. Stattdessen setzt die Autorin auf Außerirdische Wesen, und reizt die Geschichte nicht mit der typischen Lovestory aus, sondern setzt auf eine Anziehungskraft, die man als Hassliebe bezeichnen kann. Genau diese beiden Ansätze sind es, die mich sofort an das Buch gefesselt haben.

ZITAT: S. 105 – Katys Liebe zu Büchern
>>In Büchern konnte ich mich immer verlieren. Sie waren für mich eine notwendige Zuflucht, die ich nur allzu gerne aufsuchte.<<

Schon ab den ersten Seiten habe ich mich in das Buch und den Schreibstil der Autorin verliebt. Sie setzt auf einen jugendlichen, illustrativen Stil, der aber authentischer ist, als andere Versuche. Das liegt einfach daran, dass Katy eine eindrucksvolle, lebendige Protagonistin ist, die endlich mal nicht die typischen Klischees erfüllt. Als Buchbloggerin fühlen sich Leseratten so oder so schon zu ihr hingezogen. In Kombination mit der Tatsache, dass sie zwar schüchtern ist und keine Model-Maße besitzt, und somit eigentlich das typisch, schüchterne Mädchen darstellen kann, zeigt Katy Seiten, die viel authentischer sind. Sie zeigt den Stinkefinger, sagt in Frust-Situationen ihre Meinung und macht auch mal Dinge, die schüchterne Mädchen tun, wenn sie mehr als wütend sind. Genau dadurch war sie mir sofort sympathisch und erinnerte mich an eine jüngere Ausgabe von mir.

ZITAT: S. 18 – Entstehung der Hassliebe und Darstellung von Katys Charakter
Okay. Jetzt reichte es. »Weißt du, du hast Recht. Wie konnte ich dich nur als Deppen bezeichnen. Depp ist noch viel zu nett für dich«, zischte ich und lächelte süßlich. »Ein Arschloch bist du.«
»Ein Arschloch?«, wiederholte er. »Wie charmant.«
Ich zeigte ihm den Stinkefinger.
Er lachte abermals und deutete eine Verneigung an.

Mit dieser Szene wird nicht nur ihr temperamentvoller Charakter deutlich, sondern auch die Hassliebe, die dort ihre Anfänge nimmt. Generell setzt die Autorin auf Charaktere, die einzigartig sind und doch Wiedererkennungswert haben. Besonders Daemon mit seiner geheimnisvollen, zwiespältigen Art, sorgt dafür, dass es in Kombination mit Katy nie langweilig wird.

Wer sich schon mit den Figuren anfreunden kann, der wird spätestens mit den Dialogen das Buch nicht mehr aus der Hand legen können. Wie die Szene oben schon zeigt, nimmt Katy in bestimmten Situationen, vor allen Dingen wenn Daemon in ihrer Nähe ist, kein Blatt vor den Mund. Die Dialoge sind somit witzig, gereizt und sorgen für ein tolles Lesetempo. Obwohl sicherlich einige Dialoge sich wiederholen, erscheinen sie einfach nicht langatmig und eintönig, sondern man könnte sich stundenlang mit diesem Buch beschäftigen.

Es ist aber nicht nur der liebenswerte und einnehmende Stil der Autorin, sondern die Idee selbst, die am Ende neue Fans entstehen lässt. Auf der einen Seite wird der Leser durch die Hassliebe immer wieder gefesselt. Während sich in anderen Büchern immer andere Mädchen dazwischendrängen oder die Figuren sich sofort verlieben, ist hier zwar das Knistern zu spüren und man ahnt, in welche Richtung es gehen wird, aber immer wenn man denkt, nun könnte es endlich was werden, schafft die Autorin auf realistische Weise einen Bruch, der wieder Distanz schafft. Einige Leser könnte dies augenscheinlich nerven, und auch mich nerven solche Ansätze oftmals, aber hier schafft es Jennifer Armentrout auf besondere Art und Weise, sodass es stimmig ist. Schließlich ist die Beziehung zwischen Mensch und Alien sicherlich noch komplizierter, als zwischen einem manipulierenden Vampir. Auf jeden Fall wird diese Hassliebe nie langweilig und sorgt zum Schluss dafür, dass ich die Fortsetzung unbedingt lesen muss.

Wer nun Angst hat, dass die Liebesgeschichte im Fokus steht und es doch zu schnulzig sein könnte, der kann beruhigt sein. Einen Teil des Buches dauert es, bis Katy überhaupt erfährt, wer ihre Nachbarn sind, und danach treffen sie schon auf ihre Feinde, die immer wieder tödliche Situationen hervorrufen. Nicht immer gehen diese gut aus. Dementsprechend spannend wird die Geschichte durch diese Höhepunkte. Hier muss ich auch als Fan ehrlich sagen, dass die Autorin diese hätte einfach detaillierter und länger ausreizen können. Oft sind es nur Sekunden in denen eben viel passiert, aber im Buch wirken sie doch recht kurz beschrieben. Mir persönlich kam an einigen Stellen der Gedanke „Das war es jetzt schon?“. Es wird alles gesagt und die Spannung nicht unnötig in die Länge gezogen, aber ein paar Zeilen mehr hätten nicht geschadet. Action lässt sich eben nicht mit wenigen Sätzen wirklich authentisch umsetzen.

Mich hat das Buch gefesselt und ich kann nur hoffen, dass der nächste Band schnell erscheinen wird, denn ich möchte die Geschichte von Daemon und Katy sehr gerne weiterverfolgen.

'''o0o NOCH EIN PAAR FAKTEN RUND UM DAS BUCH o0o'''
'''Buchfakten'''
Autor: Jennifer L. Armentrout
Titel: Obsidian 1 - Schattendunkel
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Carlsen  Verlag (25. April 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551583315
ISBN-13: 978-3551583314
Preis: € 18,90
Genre: Fantasy / Liebe
Lesedauer: 3 Tage

'''Autorenportrait'''
Jennifer L. Armentrout lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden in West Virginia. Wenn sie nicht gerade mit dem Schreiben eines neuen Buches beschäftigt ist, schaut sie sich am liebsten Zombie-Filme an. Ihre E-Books waren in den USA auf Anhieb so erfolgreich, dass sie kurze Zeit später in den Druck kamen und sofort auf die Spitze der New-York-Times-Bestsellerliste kletterten. (Quelle: Amazon.de)

'''Zitierter Klappentext'''
Ein dunkles Geheimnis scheint über dem winzigen Städtchen zu liegen, in das die siebzehnjährige Katy gerade erst umgezogen ist. Im umliegenden Gebirge sollen merkwürdige Lichter gesehen worden sein, leuchtende Menschengestalten ... Viel schlimmer findet die leidenschaftliche Buchbloggerin Katy jedoch, dass die nächste Bibliothek meilenweit weg ist und sie kein Internet hat. Bis sie beschließt, bei ihren Nachbarn zu klingeln und ein Junge die Tür öffnet, so düster und geheimnisvoll wie der Ort selbst: Daemon Black.

'''o0o Zum Schluss zusammengefasst o0o'''
Pro: Stil, Plot, Daemon, Katy
Contra: manche Szenen könnten länger sein
Empfehlung: Ja

Sterne: 5
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Halbnackte Bauarbeiter / Martina Brandl

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Bestseller? Muss ich lesen, und so habe ich das Buch bei einem Hotelaufenthalt gegen ein gelesenes Exemplar getauscht. Es klang lustig, vielversprechend und wurde dementsprechend ganz weit hinten im Regal untergebracht. Als ich jedoch ins Krankenhaus musste, hatte mein Mann in der Hand, was ich lesen würde. Er brachte mir unter anderen dieses Buch mit. Während alle Krankenschwestern mir verschwörerisch zuzwinkerten und den Titel vielversprechend fanden, war ich froh, dass es das letzte Buch war, und ich aus Langeweile nicht aufhören konnte. Ansonsten bestätigt sich, entweder bin ich der humorloseste Mensch oder die Autorin hat einfach kein Talent. Wobei ich in der Tat ein harter Knochen bin, der nur schwer über Dinge lachen kann. 


'''o0o WORUM GEHT ES IM BUCH? o0o'''
Ute Nehrbach geht auf die Vierzig zu und lebt in einer Wohngemeinsachaft in Berlin. Sie ist Single, hält sich mit ihrer Firma über Wasser und sitzt lieber vor dem Fernseher, als Sport zu treiben. Ihre größtes Problem sind jedoch die lieben Männer, denn da ist schon seit langem Flaute. Alles ändert sich jedoch als sie vom Dönerladen kommt und ein heißer, junger Mann direkt vor ihrer Tür auf sie wartet. Statt jedoch mit ihm ins gegenüberleigende Hotel zu kommen, wimmelt sie ihn ab und kann ihr Glück gar nicht fassen. Damit beginnt für sie ein ganz neues Kapitel, denn schon wenige Tage später wird sie auf einer Party gleich zwei Mal nach ihrer Nummer gefragt. Während der eine Typ genau ihr Fall ist, sie aber am Telefon wieder abserviert, ist der andere ebenfalls junge Mann, eigentlich gar nicht ihr Geschmack. Er kann kaum einen Satz ohne Fehler schreiben, ist viel zu jung und hat garantiert einen Mutti-Komplex. Trotzdem trifft sie sich mit ihm, und verbringt sogar einige heiße Minuten im Freien. Obwohl sie nun einen netten Mann an ihrer Seite hätte, der ihr viele Mails schreibt, sie bekocht und sogar in sie verliebt zu sein schein, flirtet sie mit dem Wachmann vom Fitness-Studio und sucht sogar nach dem Döner-Flirt. Als sich dieser sogar meldet, trifft sie sich heimlich mit ihm, was jedoch eher einem Versetzen gleich kommt. Was macht eine Frau in dieser Situation? Genau, sie betrinkt sich, knutscht mit einem Mädchen und versucht andere abzuschleppen. Am nächsten Morgen beichtet sie alles ihrem Michael und gibt ihm sogar eine Abfuhr, als sich ihr Döner-Flirt erneut meldet. Pech ist nur, dass gutes Aussehen allein nicht reicht. Wird Michael ihr die Abfuhr aber verzeihen können?

'''o0o MEINE LESEEINDRÜCKE o0o'''
Halbnackte Bauarbeiter“ stammt aus der Feder von Martina Brandl, die für ihre humorvolle Arbeit als Komikerin so manchen Fan an Land gezogen hat. Auszeichnungen, ausverkaufte Shows und zahlreiche Fernsehauftritte sollten für sich sprechen. Eine solche Frau, muss doch das Thema Single Frau um die 40 mit Lachgarantie umsetzen können.

Mit mir trifft sie jedoch auf eine Leserin, die es ihr nicht ganz so leicht macht, denn ich finde Komiker nicht unbedingt komisch, und kann mit all den Fernsehauftritten und Bühnenshows beim besten Willen nichts anfangen. Bücher hingegen sind da schon ein anderer Schnack, und das ist der Grund warum ich mich kurzzeitig mit Frau Brandl eingelassen habe.

Der Einstieg in das Buch lässt zwei Richtungen offen: Lachgarantie ohne Ende oder frustriertes Kopfschütteln auf der anderen Seite. Am Ende des Buches lässt sich eindeutig sagen. Ich für meinen Teil kann einfach nicht darüber lachen. Mag sein, dass die Ideen auf einer Bühne, bei einem Film oder sogar gehört besser rüberkommen, aber gelesen gefällt es mir persönlich einfach nicht. 

Bin ich zu jung, bin ich zu blöd? Ich habe keine Ahnung, aber das Buch hat weder Hand noch Fuß. Dabei klingt es am Anfang wirklich vielversprechend. Mit 40 Single sein ist mit Sicherheit nicht schön und so manchen packt mit großer Wahrscheinlichkeit die Torschlusspanik. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Doch statt die Thematik mit Humor und guten Inhalt zu lösen, versucht Martina Brandl es auf einer eher (niveaulosen) Comedy-Schiene. Statt gleichaltrige Männer zu präsentieren und lediglich fürs Auge ein paar attraktive Jünglinge, die die Fantasie anregen, setzt sie durchweg auf 10-20 Jahre jüngere Kandidaten. Ist das wirklich so? Ich bin erst 30 und käme eigentlich nie auf die Idee, mir einen Partner zu suchen, der so viel jünger ist. 1-2 Jahre okay, aber alles darunter wird höchstens Mal angeschaut.

ZITAT S. 7
Laziv lehnte er an einem parkenden Auto in der kalten Mainacht, und ich fragte mich: Was macht so ein attraktiver junger Mann mitten im Frühling ausgerechnet vor meiner Haustür? Sollte er nicht bei seiner 18-jährigen süßen kleinen Freundin sein oder cool in irgendeiner Lounge herumhängen, um sich eine zu suchen?

Während bei anderen Frauen die innere Uhr tickt, geht es hier nur um Sex. Da wird der eher unsympathische Mann gleich einmal flachgelegt und jeder Mann angebaggert, der halbwegs nett sein könnte. Über Verhütung, Gefühle und ähnliches wird schon gar kein Wort verloren. Muss ja auch nicht, gerade wenn die humorvolle Schiene versucht wird. Was nützt aber dieser Ansatz oder die Umsetzung, wenn das Wesentliche, nämlich der eigentliche Wunsch nach dem perfekten Partner für den Lebensabend, zu kurz kommt, und die Protagonistin außer ein paar heißen Nummern nichts zu bieten hat. Humor ist schön und gut, aber ein Happy End oder zumindest mehr als nur Humor sollte ein solches Buch für mich zumindest haben. Wobei ich auch sagen muss, der Humor zieht an mir vorbei, denn ich habe weder Schmunzeln noch lachen müssen. Weder als Ute wie bedeppert vor einem Fahrstuhl steht, und ihr der schöne Wachmann auf rüpelhafte Weise zeigt, dass der Fahrstuhl außer Betrieb ist, noch als sie erkennen muss, dass einer ihrer Kandidaten aufs männliche Geschlecht steht.

ZITAT S. 97
Das war bestimmt nicht sein erstes Erlebnis mit einer reiferen, erfahrenen Frau. …. Also trat ich die Flucht nach vorne an und legte mich ins Zeug. Zehn Minuten später war es vorbei, und ich hatte mich dafür nicht mal komplett ausziehen müssen.

Es sind nette Ansätze zu erkennen, aber größtenteils wiederholt sich die Autorin in allen Bereichen. Der Neid auf eine „Kollegin“, das Rumgezicke mit der Mitbewohnerin, der ständige Kampf zum Sport zu gehen. Es weckte bei mir eher den Wunsch: Komm auf den Punkt Mädl und lass endlich den Märchenprinzen erscheinen, der dem Balzverhalten wenigstens einen Sinn gibt.

Zum Ende überschlagen sich die Dinge, und aber einen Sinn sucht man bis zur letzten Seite vergebens. Nicht mal der Sinn der Unterhaltung war gegeben, weil eben die Pointe am Schluss fehlte.
Da ich mich irgendwo verkokelt gefühlt habe, möchte ich nun ausnahmsweise mal wieder Spoilern.

SPOILER ANFANG
Während ihr Döner-Flirt noch vor der Fahrt zum ersehnten Sexabenteuer abserviert wird, weil dieser völlig dominant ist, erlebt sie noch etwas Spaß, um dann doch etwas bedeppert, warum auch immer, zu Michael zurück zu rennen. Wer jetzt aber denkt, dass Michael, der sie ja angeblich liebt und für den sie die Traumfrau ist, mit Kusshand zurücknimmt, der irrt, denn eigentlich hat Michael eine zauberhafte Freundin, von der er sich zwecks kurzer Auszeit getrennt hatte. Das Abenteuer mit Frau Nehrbach war hilfreich die alte Leidenschaft zu entflammen. Und was ist nun mit Ute, die eigentlich einen Mann suchte? Sie hat sich nicht weiterentwickelt und ist noch genauso wie am Anfang ohne Mann da.

SPOILER ENDE

Wie gesagt, ich bin 10 Jahre jünger und vielleicht liegt es daran, dass ich mich nicht weggeworfen habe und die Geschichte nicht höchst amüsant fand. Mir war es ein Einheitsbrei, der sich immer wieder stückchenweise wiederholt hat. Die Figuren blieben trotz guter Ideen und eines interessanten Geschichte eher blass, da sie sich einfach nicht weiterentwickelt haben. Sicherlich wird Martina Brandl so manchen Fan gewinnen mit ihrer Umsetzung „Wie Frauen mit knapp 40“ ticken und mit Sicherheit werden Fans ihren Humor auch hier meisterhaft finden. Mich kann die Dame jedoch nicht überzeugen. Ich hoffe, dass meine Beweggründe dafür deutlich sind. Ob das Buch also was für euch ist, müsst ihr selbst entscheiden.. 

'''o0o NOCH EIN PAAR FAKTEN RUND UM DAS BUCH o0o'''
'''Buchfakten'''
Autor: Martina Brandl
Titel: Halbnackte Bauarbeiter
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag; Auflage: 4 (17. Februar 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 359617192X
ISBN-13: 978-3596171927
Preis: € 1
Genre: Humor / Komödie
Lesedauer: 1 Tag

'''Autorenportrait'''
Martina Brandl, Komikerin und Sängerin, trat zunächst als musikalischer Gast auf Lesebühnen auf und schrieb dann selbst Kurzgeschichten. Ihre Romane ›Halbnackte Bauarbeiter‹, ›Glatte runde Dinger‹ und ›Schwarze Orangen‹ sind Bestseller. Seit 1995 tourt sie mit ihren Programmen in ganz Deutschland, tritt im Fernsehen auf und spricht die Kanzlerinnen-Soap ›Angie und die Westerwelle‹. Martina Brandl wurde für ihr Werk mehrfach ausgezeichnet. Nach zwanzig Jahren Berlin lebt sie jetzt wieder in Schwaben. (Quelle: Amazon.de)

'''Zitierter Klappentext'''
»Spektakulär lustig, aber nie lächerlich und vor allem sehr wahr.« WDR2
»Überaus witzig und entwaffnend ehrlich – hebt sich wohltuend ab von den üblichen Frau-sucht-Mann-Geschichten.« dpa
»Martina Brandl beschreibt in ihrem Buch witzig und liebevoll zugleich, wie Frauen ticken.« Bunte
»Urkomisch, berauschend und ehrlich.« Freundin
»Scharf, deftig, erfrischend!« ORF
»Wer sich in diesem Buch über die feminine Psyche informiert, erfährt, dass das Ewig-Weibliche ebenso beknackt ist wie das Ewig-Männliche. Das ist schön. Viel Vergnügen!« Dieter Nuhr

'''o0o Zum Schluss zusammengefasst o0o'''

Pro: Single Frau ab 40 – Idee, leichter Stil
Contra: Figuren, sexfixiert, keine wirkliche Entwicklung, blöder Schluss
Empfehlung: Nein

Sterne: 1
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Das Geheimnis der Jadefigur / Christel Mouchard

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Lange habe ich überlegt, ob mich für dieses Buch entscheiden soll. Es gibt so viele tolle Bücher, die in diesem Frühjahr im Verlag Urachhaus erschienen sind, das mir die Entscheidung diesmal sehr schwer fiel. Irgendwas hat mich bei diesem Buch jedoch magisch angezogen und das war mit Sicherheit nicht die Tatsache, dass es Anfang des 20. Jahrhunderts spielt, sondern eher das Geheimnis und das Nina noch mehr als nur die Antwort finden wird. Neugierig hab ich mich also ans Lesen gemacht.


'''o0o WORUM GEHT ES IM BUCH? o0o'''
Nina ist 15 Jahre alt und befindet sich auf ihrer ersten großen Reise. Genauer gesagt geht es für sie nach Indochina, wo ihr Vater vor einigen Jahren versucht hat eine Existenz aufzubauen. Nachdem ihm dies gelungen ist, und er augenscheinlich reich zu sein scheint, darf Nina nachkommen. Für Nina ein Segen, denn ihre Mutter ist verstorben und ihre Tante ein absoluter Drachen. Auf dem Schiff lernt sie Miss Melly kennen, eine angehende Englisch-Lehrerin, mit der sie sich die Kabine teilt. Als sich ihre Wege in Saigon trennen, ist es für Nina eine besonders schwere Trennung, denn nur wenige Minuten nachdem ihre Freundin das Schiff verlassen hat, erfährt sie, dass ihr Vater verstorben ist, und sie auf das nächste Schiff zurück zu ihrer Tante soll. Ohne wirklich lange zu überlegen, reift in Nina ein Plan, den sie auch sofort in die Tat umsetzt. Sie klaut Miss Melly ihren Koffer, und gibt sich als 21 jährige aus. Es kostet natürlich einige Übung, aber bis auf ein paar Aussetzer kauft ihr jeder das Alter ab. Vor Ort behauptet sie einfach, dass ihr Vater nie wahrhaben wollte, dass sie erwachsen geworden ist, und immer noch dachte, das sie 14 Jahre alt ist, denn das verwechselte er wirklich immer. Am Anfang läuft auch alles gut. Obwohl ihr Vater nicht reich zu sein scheint, und auch keine Villa besaß, reicht ihr das kleine Haus und das Erbe vollkommen aus, das sie zufällig in der Dunkelkammer findet. Nun heißt es für sie erwachsen auftreten, und sich in ihrem Alter den Lebensunterhalt mit Fotografie, also dem gleichen Beruf, wie ihr Vater, über Wasser zu halten. Doch dann geschehen merkwürdige Dinge. Ihr Nachbar Wenji stellt ihr komische Fragen, und auch der befreundete Professor ihres Vaters stöbert gerne im Haus herum. Zudem hat sie regelmäßig Streit mit Tam, der Tochter des Kochs.Als sie jedoch nach einer Fieberattacke, die sie nur dank Tams Geistesgegenwart, wieder zu Kräften kommt, weiß sie, dass die anderen im Haus etwas suchen, zumal sie sogar einen Einbrecher in die Flucht schlägt. Dieses Ereignis schweißt sie und Tam zusammen, die schon am Anfang gemerkt hat, das Nina erst 15 Jahre alt ist. Gemeinsam versuchen sie das Geheimnis zu lösen, das irgendwas mit Jade und einer Figur zu tun haben muss. Es dauert nicht lange, bis sie die Zusammenhänge erkennen. Doch genau in diesem Augenblick taucht ihre Tante auf und tut alles, damit der Professor an sein Objekt kommt. Sie würde sogar Nina ins Heim stecken. Nina muss fliehen, und kann nur hoffen, dass sie alles noch rechtzeitig verhindern kann, denn das Objekt der Begierde kann eine Tragödie für das gesamte Land bedeuten.

'''o0o MEINE LESEEINDRÜCKE o0o'''
Das Geheimnis der Jadefigur“ ist ein Buch über Freundschaft, Mut, Reife und die Entwicklung einer Jugendlichen in einer schweren Situation.

Das Buch beginnt an dem Punkt, wo Nina ihre Reise antritt. An Hand einiger, sparsamer Rückblenden oder Erinnerungen, erfährt der Leser, wieso sie auf dem Weg dorthin ist, ihr Alter, ihre Interessen und die Erlebnisse mit der grausamen Tante. Auf dem Schiff selbst lernt man Nina so kennen, wie in Wirklichkeit ist, chaotisch, kein Blatt vor den Mund nehmend, kindlich und manchmal noch sehr unreif. Ihre Lieblingssatz: „Hölle und Verwesung.“ fällt regelmäßig. Dementsprechend schön ist es zu sehen, wie sie reagiert und sich von Mädchen zur reifen Frau entwickelt, nur um nicht in ein Kinderheim zu müssen. Es kostet schon viel Stärke und Mut sich in eine ungewisse Situation zu stürzen. Gerade in diesem Alter. Der Autorin gelingt die Darstellung sehr gut. Lediglich als Erwachsener stellt man die Frage, warum niemand das Mädchen bzw. die junge Frau auf dem Schiff hinterfragt. Schließlich sollte die Kabine zu dem Zeitpunk unbesetzt sein.

Generell gelingt es Christel Mouchard hervorragend Nina als junges Mädchen in der Verkleidung einer Erwachsenen zu präsentieren. Ihre Gedanken, Ausrutscher und Gefühle sind greifbar. Gleiches gilt für Tam, die sich in einem doch recht männlichem Land nie unterdrücken lässt. Jeder Figur wurde individuelles Leben eingehaucht und man kann sofort entscheiden, wer sympathisch ist und wer nicht. Von den Figuren her kann man das Buch als wunderschönes Jugendbuch bezeichnen.

ZITAT S. 87
Im Wohnzimmer stand ein Mann. Er beugte sich über das Buffet und steckte die Nase in eine der Schubladen. Er war sehr dick, prustet und käute wieder eine Kuh.

Es sind aber nicht nur die Figuren, sondern auch das fremde Land und die frühere Zeit, die die Autorin mit wenigen Punkten sehr detailgetreu und anschaulich präsentiert. Man hat sofort das Gefühl zu wissen, wie es damals war. Kinder werden sich besonders wohl bei den Schilderungen fühlen, denn sie werden nicht mit zu vielen historischen Fakten überfordert und können trotzdem etwas lernen.

Neben den Beschreibungen geht es in dem Buch jedoch mehr um den Spannungsfaktor und um Freundschaft. Da schon im Klappentext sehr viel verraten wurde, sind gewisse Aspekte schon bekannt, obwohl die Geschichte noch gar nicht so weit ist. Gerade am Anfang könnte das einige Leser etwas langweilen, aber im Großen und Ganzen gelingt es der Autorin schnell, eine Grundspannung aufzubauen. Was gesucht wird, ist klar, obwohl im Buch selbst erst sehr spät der Vorhang für diese Antwort fällt. In dem Punkt hätte der Klappentext etwas weniger genau sein dürfen. Auf der anderen Seite überlegt man die gesamte Zeit, wo dieses Objekt ist, was es damit auf sich hat und wie wertvoll es in der Tag ist. Ich für meinen Fall habe die gesamte Zeit gegrübelt und auch wenn ich einige Vermutungen hatte, die sich sogar als richtig erwiesen, habe ich mich nie gelangweilt. Einfach weil die Geschichte selbst sehr schön konstruiert ist und auf Grund des Tempos eben spannend bleibt.

Nicht nur der abenteuerliche Aspekt bezüglich der Suche, sondern eben auch die Freundschaft der Mädchen, die Frage nach dem Tod ihres Vaters und die neuen Gefühle, die sie in Wenjis Nähe spürt, sind besonders für die jungen Leser sehr schön und fesselnd.

Ab und an fallen zwar die Rechtschreibfehler auf, wenn zum Beispiel am Ende, als Tam nach Hause geht „Müüde“ ist. Leider hab ich die Seite nicht mehr gefunden. Es sind Kleinigkeiten, die das Gesamtbild jedoch nicht schädigen.

Ich kann nur hoffen, dass es sich bei diesem Werk um ein Buch mit Fortsetzung in Bezug auf Tam, aber auch Nina und Wenji, handelt. Denn ich persönlich möchte, den weiteren Verlauf gerne in ein einem weiteren Abenteuer miterleben.

'''o0o NOCH EIN PAAR FAKTEN RUND UM DAS BUCH o0o'''
'''Buchfakten'''
Autor: Christel Mouchard
Titel: Das Geheimnis der Jadefigur
Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
Verlag: Urachhaus; Auflage: 1 (März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 382517834X
ISBN-13: 978-3825178345
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
Preis: € 16,90
Genre: Jugendbuch / Abenteuer / Historisch
Lesedauer: 2 Tage

'''Autorenportrait'''
Christel Mouchard geboren 1954, arbeitete als Journalistin für eine historische Zeitschrift, bevor sie ins Verlagswesen wechselte. Sowohl in ihren Büchern für Erwachsene als auch in ihren Jugendromanen schildert sie das Leben mutiger, idealistischer, oft in fernen Kulturen lebender Frauen, die sich jenseits aller Normen für ihre Ziele einsetzten: Entdeckerinnen, abenteuerlustige Reisende, Frauen auf der Suche nach ihrem persönlichen Glück oder dem der anderen. (Quelle: Urachhaus)

'''Zitierter Klappentext'''
Mit 15 in ein Waisenhaus? Oder zu der Schreckschraube von einer Tante? «Hölle und Verwesung!» – nicht die querköpfige Nina! Sie befindet sich auf der Überfahrt zu ihrem Vater nach Indochina, als sie erfährt, er sei plötzlich gestorben. Nun beschließt sie, in das Haus ihres Vaters zu ziehen und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Ihren Koffer vertauscht sie gegen den einer Mitreisenden, denn eine Damengarderobe ist wichtig, wenn man 1912 als vollmündiges Fräulein durchgehen will. Nur leider rutscht ihr allzu oft ihr Lieblingsfluch über die Lippen! Die Erste, die ihre Maskerade durchschaut, die junge Annamitin Tam, wird glücklicherweise ihre treueste Freundin. Denn Nina landet mitten in der mörderischen Jagd auf eine geheimnisvolle Jadefigur, die sich im Haus ihres Vaters befindet … Und die verliebten Blicke des Chinesen Wenji – meinen sie die 21-Jährige oder die wirkliche Nina?

'''o0o Zum Schluss zusammengefasst o0o'''

Pro: Idee, Stil, Figuren, Entwicklung, Spannung
Contra: Rechtschreibfehler
Empfehlung:Ja
Sterne: 5


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Eine Spur von Verrat / Anne Perry

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Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, welchen schon etwas älter ist, und für so manchen Leser nicht mehr den Reiz hat. Wie ihr wisst, lese ich jedoch auch ältere Werke, und dieses habe ich freundlicherweise von einer früheren Bekannten geschenkt bekommen. Da mich der Klappentext ansprach und ich Kriminalromane, egal aus welcher Epoche, gerne lese, habe ich mir dieses Werk aufgespart. Da jedoch auch die älteren Bücher nun einmal gelesen werden müssen, habe ich mich an das Werk gewagt. Wie es mir gefallen hat, werde ich euch nun versuchen zu vermitteln. 


'''o0o WORUM GEHT ES IM BUCH? o0o'''
1857: General Thaddeus Carlyon wird auf einer Dinnerparty tot aufgefunden. Er ist über das Treppengeländer gestürzt, direkt auf einen Ritter, der ihn mit seiner Hellebarde sofort getötet hat. 
Edith, die Schwester des ermordeten Mannes, leidet sehr darunter, zumal die Polizei plötzlich nicht mehr von einem Unfall, sondern von Mord ausgeht. Obwohl sie Hester eigentlich nur um Mithilfe bei der Stellensuche gebeten hat, weint sie sich nun bei ihr über diese Tatsache aus. Nur wenige Gäste waren zu dieser Party eingeladen, und nach einem ziemlichen Familienstreit zwischen Thaddeus, seiner Frau Alexandra und ihrer jüngsten Tochter, wundert es niemanden, als Alexandra den Mord samt Motiv gesteht, denn augenscheinlich hat ihr Mann ein Verhältnis gehabt.
Hester, die eigentlich mit der Pflege von Major Tilpady beschäftigt ist, versucht zusammen mit Inspektor Monk, der den Polizeidienst den Rücken gekehrt hat, und eigentlich eher im privaten Sektor tätig ist, die Wahrheit herauszufinden. Denn auf der einen Seite wird eine Frau im viktorianischen Zeitalter wohl kaum auf Verständnis treffen. Auf der anderen Seite will niemand an diese angebliche Affäre glauben. 
Monk und Hester ermitteln mehr oder weniger zusammen, können jedoch nicht das wahre Motiv erkennen. Erst ein Zufall spielt ihnen die Wahrheit in die Hände, und die ist noch erschreckender als die Tatasche, dass er eine Affäre hatte. 

'''o0o MEINE LESEEINDRÜCKE o0o'''
„Eine Spur von Verrat“ stammt aus der Feder von Anne Perry und ist der dritte Band einer Reihe um Hester Letterly. Für mich ist es der erste Roman, denn ich habe nur dieses eine Werk geschenkt bekommen. Dementsprechend war ich neugierig, ob ich auch als Quereinsteigerin leicht habe, oder eher nicht.

Die ersten Seiten des Buches empfand ich alles andere als perfekt umgesetzt und auch im Verlauf wird dies immer wieder deutlich. Auf der einen Seite prasselten viele neue Figuren auf mich ein, wo ich mich auf die unterschiedlichsten Familienverhältnisse einlassen musste, zum anderen verband viele Figuren schon eine alte Geschichte, die zwar immer wieder in wenigen Worten aufgegriffen wird, aber das nützt nichts, weil irgendwie doch das Gefühl entsteht, es nicht zu kennen. Im Grunde kann man es einzeln lesen, aber diese „Lücke“, auch wenn sie unwichtig ist, hat mich persönlich diesmal minimal gestört.

Abgesehen davon gelingt es der Autorin mich auf Grund des Themas schon zu fesseln. Sie erschafft eine authentische Zeit, wo Männer ganz oben stehen und Frauen sich anpassen müssen. Betrügt sie der Mann, müssen sie es einfach hinnehmen, sollen sie verheiratet werden, müssen sie es hinnehmen. Keine Zeit für eine eher zickige Persönlichkeit, wie mich, aber interessant sie zu verfolgen. In Kombination mit einem Kriminalfall, also genau mein Geschmack. Ähnlich wie bei einen Roman aus der Feder von Agatha Christie wird auf einer Dinnerparty eine Leiche gefunden, die augenscheinlich ermordet wurde. Wer ist aber der Täter. Viele haben Gründe, die Stimmung war gereizt, und obwohl sich die Ehefrau schuldig bekennt, kann sie für Umstehende kein plausibles Tatmotiv liefern. Für einige mag sicherlich schnell deutlich sein, wer der Täter ist. Ich selbst habe mich ehrlich gesagt von der Autorin lange an der Nase herumführen lassen, und eigene Vermutungen angestellt, die allerdings eher dürftig waren. Mit der Zeit entstand aber das Gefühl, dass die Autorin völlig auf der Stelle trat. Die Befragungen zogen sich in die Länge, klangen alle sehr ähnlich und brachten keine wirklich neuen Informationen. An dieser Stelle, rund die Hälfte des Buches, war ich kurz davor abzubrechen, weil ich mich eher gelangweilt fühlte. Glücklicherweise habe ich es nicht gemacht und irgendwann legt sich der Nebel und die Autorin wirft mit Tatsachen nur so um sich. Da verplappert sich plötzlich ein Angestellter und schon kann es endlich losgehen. Das Motiv ist sehr interessant und greift sicherlich ein Thema auf, dass sowohl damals als auch heute eher beschämend und für viele ein Tabu ist. Sexueller Missbrauch in der Familie. Obwohl alles heute freier ist, schämen sich Kinder und das andere Elternteil häufig. So trifft man auf Ignoranz, Schweigen und nur „wenige“ mutige Eltern, die das Kind beschützen. Das Motiv war dementsprechend einleuchtend und in dieser Kulisse sehr interessant. Die Verhandlung war auf dieser Basis sehr spannend und nicht so trocken, wie bei ähnlichen Gerichtsszenen anderer Autoren. Nichtsdestotrotz hat es die Autorin dann doch wieder übertrieben. Statt eines Täters, der sich auf ein Kind beschränkt, werden weitere Täter und Opfer aufgedeckt, die den Leser zeigen sollen, wie schlimm es früher war, aber es wirkte dadurch einfach too much.

Dadurch entsteht alles in allem kein positiver Eindruck von dem Buch, obwohl ich es eigentlich  ab der Hälfte gerne gelesen habe. Erst zu wenig bzw zu langweilig, und später wird immer noch mal etwas drauf gesetzt. Manchmal ist der mittlere Weg bei Umsetzungen einfach die bessere Lösung. 

'''o0o NOCH EIN PAAR FAKTEN RUND UM DAS BUCH o0o'''
'''Buchfakten'''
Autor: Anne Perry
Titel:  Eine Spur von Verrat
Broschiert: 508 Seiten
Verlag: Goldmann Wilhelm GmbH; Auflage: Dt. Erstausgabe (1993)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442415497
ISBN-13: 978-3442415496
Preis: DM 17,00 ; € 1,00
Genre: historischer Krimi
Lesedauer: 3 Tage

'''Autorenportrait'''
Anne Perry wurde 1938 in London geboren und vebrachte einen teil ihrer Jungend in Neuseeland und den Bahamas. Im Alter von 16 Jahren tötete sie mit ihrer besten Freundin dessen Mutter. Auf Grund ihres jungen Alters wurde sie nur zu einer langjährigen Strafe verurteilt und nach fünf Jahren entlassen. Heute lebt sie in Schottland und schreibt noch immer an ihren berühmten viktorianischen Krimis, die so viele Leser begeistern.

'''Die Bücher der Reihe'''
01. Das Gesicht des Fremden
02. Gefährliche Trauer
03. Eine Spur von Verrat
04. Im Schatten der Gerechtigkeit
05. Dunkler Grund
06. Sein Bruder Kain
07. Die russische Gräfin
08. Stilles Echo
09. Tödliche Täuschung
10. In feinen Kreisen
11. In den Fängen der Macht
12. Gefährliches Geheimnis
13. Tod eines Fremden
14. Schwarze Themse
15. Das dunkle Labyrinth
16. Galgenfrist für einen Mörder

'''Zitierter Klappentext'''
Bei einer Dinnerparty stürzt der adlige General Thaddeus Carlyon über ein Treppengeländer und stirbt. Allem Anschein nach handelt es sich um einen tragischen Unfall. Doch plötzlich behauptet die attraktive Witwe des Toten, ihren Mann ermordet zu haben – aus Eifersucht. Inspector William Monk glaubt weder an das merkwürdige Schuldbekenntnis noch an das Motiv. Doch er hat nur wenig Zeit, um die Wahrheit ans Licht zu bringen, denn die Urteilsverkündung rückt unaufhaltsam näher …

'''o0o Zum Schluss zusammengefasst o0o'''

Pro: Cover, Tatmotiv, Gerichtsszene
Contra: Am Anfang langweilig, zu viele ähnliche Gespräche, später zu viele Täter
Empfehlung: Ja
Sterne:3



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Sarah – du bist der reBuy Bücherchampion 2014

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Bis gestern konnte abgestimmt werden und heute morgen habe ich schon ganz hibbelig nachgesehen, ob ein Ergebnis genannt wurde. In der Regel dauert dies aber immer etwas länger. Auf Grund der vielen Übungswehen war ich dann spontan beim Arzt, und als ich nach Hause gekommen bin hatte ich eine Email von Rebuy. Ganz schlicht wurde nur das Finale im Betreff genannt... Somit bin ich eigentlich vom guten zweiten Platz ausgegangen, doch in der Mail selbst stand..

Sarah – du bist der reBuy Bücherchampion 2014

Hallo, wie toll ist das denn. Jetzt wo ich viel liegen soll, damit der Zwerg nicht zu früh kommt, und wo wir auch mit dem Haus eine solche Pleite erlebt haben, ist das natürlich mein Highlight des Monats. Nächste Woche erfahre ich dann alles weitere und ich muss echt überlegen, ob wir hinfahren oder wegen dem Zwerg nur ein Paket anfordern, denn eigentlich würde ich gerne mal in die Tiefen von Rebuy blicken..

Also DANKE AN ALLE, die für mich gevotet haben....  
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Rebuy Finale

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Finale.. Das kann nicht sein. Als ich zugesagt habe, hatte ich nicht mal damit gerechnet die erste Runde zu überstehen. Bei einem so tollen Preis machen doch richtig viele mit, dachte ich mir. Außerdem wusste ich nicht, wie lange die Challenge wirklich dauern wird, und ob das mit dem Bauchzwerg funktioniert. Irgendwann hieß es aber Viertelfinale, dann plötzlich Halbfinale und nun sogar Finale... Und da möchte ich natürlich noch einmal alle um Mithilfe bitten.




Der Sieger bekommt einen ganz tollen Preis. Und zwar darf er ins Herz von Rebuy und eine Stunde Bücher shoppen. Alleine schon in einem solchen Raum voller Bücher zu sein ist schon spannend, aber dann auch noch shoppen...

Der Gewinn hat zwar einige Nachteile, was ich persönlich schade finde, aber von Anfang an klar war. Zum einen ist die Anreise auf eigene Kosten und zum anderen ist nicht klar definiert was "so viel du tragen kannst" genau heißt. Gerade der erste Punkt hat sicherlich viele Teilnehmer abgeschreckt. Auch wenn ein solcher Gewinn cool ist, ist die Anreise für jemanden aus München zum Beispiel viel zu teuer, zumal er die Bücher ja auch nach Hause bringen muss. Das war auch ein Punkt der mich abgeschreckt hat, zumal ich ja auch Nachwuchs erwarte. Rebuy hat mir aber von Anfang an zwei Alternativen gestattet. Zum einen dürfte mein Mann tragen, zum anderen würde man mir auch ein großes Paket schicken, wenn ich wegen dem Baby einfach nicht kann. Letzteres birgt nur die Frage, ob Rebuy meinen Geschmack trifft und auch die Menge verschicken würde, die mein Mann problemlos tragen kann. 

Nun aber genug der wilden Spekulationen, bevor ich vom Gewinn träumen darf, muss ich erst einmal gewinnen, und dazu brauche ich eure Hilfe.

Zwei Rezensionen stehen zur Auswahl und ich habe Rezension Nummer 2 verfasst. Diese müsst ihr auswählen, sofern sie euch überzeugt, und unten noch einmal bestätigen, denn sonst zählt die Stimme nicht. Ab heute können drei Tage gevotet werden. Also, bitte unterstützt mich, denn so langsam geht mir der Lesestoff aus und nach den schlechten Nachrichten in diesem Monat kann ich etwas Glück gebrauchen. ;)

Hier geht es zum Voting...
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Schattenmädchen / Laila el Omari

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Heute habe ich ein historisches Jugendbuch für euch gelesen, welches ich bei Blog dein Buch entdeckt habe. Ich liebe Rätsel, ich liebe Teeplantagen und dementsprechend musste ich das Buch lesen. Gerade jetzt, wo ich viel liegen muss, bin ich über eine leichte Lektüre, die mich ablenkt, aber auch nicht zu sehr beansprucht, dankbar gewesen. Wie mir „Schattenmädchen“ gefallen hat, verrate ich euch nun.


'''o0o WORUM GEHT ES IM BUCH? o0o'''
1895: Maya lebt zusammen mit ihren Geschwistern auf einer Teeplantage, die schon seit Jahren im Besitz der Familie ist. Eingeengt und doch glücklich, genießt Maya ihre Streifzüge auf der Plantage. Alles ändert sich als Adrian Frost für ein Jahr die Plantage besucht, auf der er als Kind schon gelebt hat, bevor es für ihn nach England ging. Mit ihm kommen die alten Tage wieder auf. Vor Jahren verschwand erst Mayas Tante spurlos und wenige Tage später Adrians Mutter. Niemand weiß näheres oder will das dunkle Geheimnis nicht preisgeben. Adrian ermittelt jedoch auf eigene Faust und möchte endlich wissen, was mit seiner Mutter geschehen ist, denn an eine Flucht oder einen Unfall glaubt er nicht wirklich. Unterstützt wird er von Maya, die sich von Anfang an zu ihm hingezogen fühlt, aber auch wissen möchte, was mit ihrer Tante passiert ist. Während ihrer Erkundungstouren wird Maya schnell klar, dass Adrian nichts mit ihrer älteren Schwester Irene hat, sondern sich genauso zu ihr hingezogen fühlt, wie sie sich zu ihm. Während sie sich näher kommen, scheint das Geheimnis um die beiden Frauen in weiter Ferne zu bleiben. Doch dann überschlagen sich die Dinge. Maya und Adrian finden eine Art Kellerverlies und ahnen, dass dies kein Ort für eine heimliche Geliebte war. Bevor sie jedoch die Wahrheit herausfinden, gibt es noch zahlreiche Hindernisse aus dem Weg zu räumen, denn erst erfährt Maya die Wahrheit über Adrians Reise, dann kommen ihre Eltern dank der intriganten Großmutter hinter die geheime Liebe der beiden und zu allem Überfluss hält auch noch Ramon, ein einfacherer Arbeiter um die Hand von Mayas Schwester an. Als dann noch die Frau eine Teefabrikanten auftaucht, wird es für alle beteiligten erst richtig kompliziert und vor allen Dingen schmerzhaft.

'''o0o MEINE LESEEINDRÜCKE o0o'''
Schattenmädchen“ ist kein klassischer, historischer Roman, wie man ihn auch im Jugend-Genre erwarten würde, sondern setzt zusätzlich auf Liebe und einen Hauch von Krimi. Von Anfang an lässt Laila El Omaris mit ihrem ersten historischen Jugendroman eine zauberhafte Kulisse entstehen, die nicht nur das Leben zur damaligen Zeit, sondern auch die fremde Welt Sri Lankas hautnah erleben lässt.

Bei ihren Charakteren setzt die Autorin auf kindliche, wilde, aber auch charmante und reife Charaktere, die eine leichte vorbildliche Funktion gegenüber dem jugendlichen Leser übernehmen. Immer wieder zeigen sie, dass Vernunft und Herz einen gemeinsamen Weg finden können, überstürzen nichts und geraten trotzdem immer wieder in Gefahren und Versuchungen, wie es für die Jugend jeder Generation normal ist. Während manche Figuren sofort ins Herz geschlossen werden, wie zum Beispiel Maya, ihre Geschwister und auch Adrian, wirken die Erwachsenen oftmals zu authentisch in ihrer Strenge, aber auch Tolleranz. Es ist schwer zu sagen, ob beides in der damaligen Zeit wirklich so vorhanden war.

Obwohl ich von Anfang an eine Verbindung zu den Figuren hatte, und auch die Beschreibung der damaligen Zeit faszinierend fand, konnte mich das Buch nicht von Anfang an überzeugen. Zu lange war in meinen Augen einfach unklar, was es mit den beiden Figuren, die verschwunden sind auf sich hatte oder was damals theoretisch passiert ist. Stattdessen legt die Autorin gerade zu Beginn vermehrt ihr Augenmerk auf die vielen Charaktere, die heimliche Beziehung zwischen Irene und einem Unbekannten und die Gefühlswelt von Maya. Erst im Verlauf oder besser gesagt mit der eigentliche Suche nach der Wahrheit und den klaren Linien, wer in wen verliebt ist, was nämlich schon von Anfang an zu erahnen war, beginnt das Buch interessant zu werden. Das ist besonders für mich überraschend, denn ich persönlich halte eigentlich nichts von überstürzten und pauschalisierten Liebesgeschichten, wo auf alles eine Lösung kommt. Zudem schafft es die Autorin eigentlich nicht eine prickelnde Stimmung aufkommen zu lassen. Und trotzdem hat mich ab diesem Punkt die Geschichte gefesselt, obwohl ich hin und wieder den Kopf geschüttelt habe und genau wusste, wie die Liebesabenteuer ausgehen würden, obwohl eine schon gesellschaftlich für die damalige Zeit eher verpönt war. Irgendwie war es stets die böse Großmutter, die einen an das Buch und die Geschichte gefesselt hat.

Während vorher das Gefühl entsteht, dass sich das Buch etwas in die Länge zieht und man gerade bezüglich der Geheimnisse auf der Stelle tritt, kommt auch hier irgendwann der Schluss. Leider etwas abrupt, schockierend und ungewöhnlich. Zum einen passt die Auflösung weniger zu einem Jugendbuch, zudem ist sie recht hart, wie die Realität aber nun einmal sein kann, und dann wiederum wirkt sie an den Haaren herbeigezogen, denn das warum jetzt ist zumindest für mich gar nicht so klar. Es entsteht bei mir das Gefühl als habe die Autorin plötzlich gemerkt, die Seiten werden knapp und ich muss endlich auf den Punkt kommen. Gerade diese eigentlich interessante Situation hätte noch mehr Seiten bedurft, denn im Grunde wird damit die gesamte Familie auf den Kopf gestellt. Man hätte es sanfter mich zahlreichen anderen Möglichkeiten umsetzen können oder zumindest die Emotionen und Folgen dieser Fakten mehr aufschlüsseln können, statt es noch abrupter zu beenden und dann mit einem Epilog noch einmal wenige Monate später eine Art kleine heile Welt vorzuzeigen.

Obwohl es einige Kritikpunkte in meinen Augen sind, habe ich das Buch, sagen wir die letzten 200 Seiten wirklich gerne gelesen und kaum aus der Hand legen können. Es fehlt dem Buch zwar der gewisse Tiefgang in so manchen Bereichen, aber die Grundidee zeigt, dass die Autorin mit etwas Übung auch im Jugend-Genre Fuß fassen kann. Alles in allem ist das Buch empfehlenswert, man sollte jedoch kein Genre-Highlight erwarten, sondern darauf gefasst sein, dass es Stärken und eben auch Schwächen hat, die dem einen mehr, dem anderen weniger auffallen.

'''o0o NOCH EIN PAAR FAKTEN RUND UM DAS BUCH o0o'''
'''Buchfakten'''
Autor: Laila el Omari
Titel: Schattenmädchen
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Coppenrath, F; Auflage: 1 (Februar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3649615274
ISBN-13: 978-3649615279
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Preis: € 14,95€
Genre: historisches Jugendbuch
Lesedauer: 3 Tage

'''Autorenportrait'''
Geboren 1975 in Münster als Tochter eines palästinensischen Vaters und einer deutschen Mutter wuchs in Hamm auf. Nach dem Abitur studierte sie Orientalistik, Germanistik und Politikwissenschaften in Münster und Bonn. Im Jahre 2001 begann sie, Romane zu schreiben. "Die englische Erbin" wurde 2006 dann zu ihrem Debütroman. Die Autorin lebt heute mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Bonn.

'''Zitierter Klappentext'''
Das Leben muss mehr zu bieten haben als langweilige Tanzveranstaltungen, die Vermählung mit einem wohlhabenden Teehändler und gelegentliche Ausflüge in die nächste Kleinstadt, da ist sich Maya sicher! Gut behütet und gelangweilt wächst die 16-Jährige auf den Teeplantagen Ceylons auf – bis im Frühjahr 1895 alles, was sie zu kennen glaubt, auseinanderzubrechen droht. Plötzlich kommt sie einem dunklen Familiengeheimnis auf die Spur, das mit dem mysteriösen Verschwinden ihrer Tante vor vielen Jahren in Zusammenhang steht. Und auch ihre Großmutter sieht Maya mit einem Mal mit ganz anderen Augen. Als dann auch noch der charismatische und gut aussehende Engländer Adrian in ihre Leben tritt, steht Mayas Gefühlswelt endgültig kopf …

'''o0o Zum Schluss zusammengefasst o0o'''
Pro: Stil, Landschaft, Idee, Charaktere
Contra: manchmal langatmig und später zu abrupt im Schluss
Empfehlung: Ja
Sterne: 4


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