Pinguine lieben nur einmal / Kyra Groh

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Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

Heute darf ich euch meine neueste Errungenschaft aus dem Hause Blog deinBuch vorstellen. Wie ihr wisst, lese ich ab und an sehr gerne mal ein schön kitschiges, romantisches Buch. Als ich dieses entdeckte, musste ich es einfach lesen. Nun bin ich durch, und stehe dem Buch mit gemischten Gefühlen gegenüber. Warum möchte ich euch nun erklären.

'''o0o Worum geht es o0o'''
Feli ist 20, heißt eigentlich Felicitas und ist Studentin. Zusammen mit einem Medizin-Studenten namens Cem lebt sie zusammen in einer WG. Manchmal ist es gar nicht so leicht, denn Cem ist nicht nur homosexuell, sondern hält sich auch an den Ramadan, wo er unausstehlich wird. Sie ist ein Gewohnheitstier, geht jeden Samstag einkaufen und schaut dienstags pünktlich um 20.15 den Sat 1 Movie. Auch wenn sie weiß, dass eine solche Geschichte immer nach dem gleichen Schema umgesetzt wird, und im echten Leben keine solche Romanze möglich ist, braucht sie es für ihr Seelenheil, denn sie ist Single. Das ändert sich jedoch von einen Tag auf den anderen, als sie den neuen Mieter im Haus entdeckt. Janosch ist sarkastisch und wortkarg, aber irgendwo attraktiv. Feli, die allerdings kein Fettnäpfchen auslässt, sorgt für einen mehr als schlechten Start. Mit der Zeit lernen sie sich aber besser kennen, und Feli schwebt auf Wolke sieben. Doch irgendwie muss Feli feststellen, kann auch das Leben ein Sat 1 Movie sein, denn Janosch hat ein Manko. Er ist von Geburt blind, was sie nicht weiter stört, aber er ist sich einfach nicht sicher, ob eine Sehende, die richtige Partnerin ist.

'''o0o Eine kleine Leseprobe o0o'''
Neugierig geworden, dann dürft ihr hier schon einmal einen Blick ins Buch werfen und eure Neugierde vielleicht noch etwas mehr steigern.

'''o0o Meine Meinung o0o'''
Natürlich weiß ich, dass Beziehungen nicht so sind wie im Fernsehen. (Zitat S. 5)

Mit dieser schlauen, sachlichen Feststellung beginnt der Roman von Kyra Groh. Ein Liebesroman, der wie im Family Movie auf Sat 1 in klassische Akte unterteilt ist. Nach einer genauen Erklärung dieser Akte, geht auch schon die Einführung der Protagonisten los. Tabellarisch für den Fall, dass der Leser etwas vergisst oder den Schilderungen der recht jungen Autorin nicht folgen kann. Nicht nur die Autorin selbst ist jüngerer Natur, sondern auch ihre Hauptfigur, und damit begann für mich ein eher verwirrender Einstieg. Zwar liegen schon 10 Jahre zwischen dem Alter der Hauptfigur und meinem Alter, aber ich kann mich noch sehr gut an diese aufregende Zeit erinnern. Kyra Groh haucht ihrer Hauptfigur jedoch eine Mischung ein, die irgendwie nicht zusammenpasst. Feli ist nämlich 20, hat eine jugendliche Aussprache und benimmt sich auch oft sehr naiv und jung. Auf der anderen Seite habe ich stellenweise das Gefühl einer 30-40 jährigen Protagonistin gegenüberzustehen. Sie wirkt einsam und hält Rituale ein, die irgendwo nicht passen. Ich kannte in meiner Zeit keine Person in dem Alter, die wirklich nur einmal die Woche einkaufen gefahren ist, und sogar in Kauf nimmt, dass etwas nicht ganz so wird, wie es soll, weil sie die vergessene Zutat an einem Montag nicht nachkaufen will. Auch kenne ich niemanden, der so explizit eine Sendung sehen muss. Obwohl ich früher auch schon diese Movies gesehen habe, wäre es nicht so wichtig gewesen. Generell passt eine solche Geschichte eher zu einer älteren Protagonistin. Mit ihrer Auswahl wirkt es doch manchmal übertrieben.

Zeitgleich nutzt die Autorin einen sehr jugendlichen Stil. Chaotisch, rasant, aber irgendwo auch witzig. Manchmal ist es mir jedoch eine Spur zu rasant, denn es gibt öfters mal Sätze, die ich einfach nicht verstehe. Vielleicht bin ich auch zu alt..

Ich traue mich nicht. Ich mache gleich unter mich. (Zitat S. 23)

Nein, so etwas verstehe ich leider nicht. Im Grunde war ich zum ersten Mal bei einem solchen Buch an dem Punkt, wo ich nach 50 Seiten nicht in der Geschichte war, sondern doch leicht verwirrt war. Dabei ist die Geschichte an sich wirklich toll. Blindheit ist ein Thema, welches jeden treffen kann, aber irgendwie niemand so wirklich aufgreift. Ich zum Beispiel bin kurzsichtig und kenne viele Leute, die auf Grund dieser Kurzsichtigkeit Probleme mit der Netzhaut haben, und somit blind sein, ein wichtiges Thema ist. Es ist schön den Alltag zu verfolgen, und das in Kombination mit einer eigentlich total süßen Liebesgeschichte. Mit einer anderen Hauptfigur, oder sagen wir, einer älteren Hauptfigur, hätte mir das Buch definitiv besser gefallen.

Denn die Geschichte selbst ist witzig, chaotisch, romantisch und aus dem Leben gegriffen, aber natürlich auch durch einen Hauch Family Movie leicht übertrieben. Das Beste ist jedoch in einen Augen Janosch und seine Blindheit. Es ist schön beschrieben, was alles möglich ist, wie leicht und schwer gewisse Aspekte sind.Und irgendwo macht diese Umsetzung Menschen auch Mut, wie ich finde. Trotzdem ist das Buch nicht zu ernst geworden, sondern setzt wie oben erwähnt, auf Felis Fettnäpfchen, in die sie haufenweise tritt.

Alles in allem ist das Buch nicht schlecht. Man benötigt auf Grund des Stils einige Eingewöhnungszeit, ich persönlich hatte mich nach 100 Seiten daran gewöhnt, und dafür wird man mit einem tollen Liebesroman, einem wichtigen Thema und viele humorvolle Passagen belohnt. Lediglich die Figuren, insbesondere die Hauptfigur, sind der Autorin in meinen Augen nicht gelungen. Ich bin der Meinung, dass manche Ideen eher zu einem bestimmten Alter passen, und dieses passt nicht zu einer so jungen Hauptfigur. Aber das darf jeder gerne anders sehen.

'''o0o Noch ein paar allgemeine Daten, etwas zum Autoren, Klappentext o0o'''
Autor: Kyra Groh
Titel: Pinguine lieben nur einmal
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (16. September 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442380448
ISBN-13: 978-3442380442
Preis: € 9,99 hier bestellbar
Genre: Liebe
Lesedauer: 2

Kyra Groh, geboren 1990, lebt in Seligenstadt und hat in Gießen Geschichte und Fachjournalistik studiert. Zur Zeit arbeitet sie als Werbetexterin. (Quelle: Amazon)



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Feuer am Arrow Lake - Jutta Ploessner

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Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

Heute habe ich mal wieder ein Buch für euch, welches theoretisch durch mein Raster gefallen wäre. Es handelt sich um ein Buch für Jugendliche, welches gerade auf den Markt gekommen ist. Obwohl ich solche Werke liebe, hab ich im Moment eigentlich so viel zu lesen, dass ich gar nicht nach neuer Lektüre suche. Als mir daher Jutta Ploessner schrieb und mich zwecks Rezension auf meinem Buchblog ansprach, lehnte ich erst wegen dem Ebook-Format ab. Jedoch stellte sich Jutta als hartnäckig raus, und das soll belohnt werden. Buch gegen ehrliche Rezension hieß unser Deal, und ich kam in den Genuss ihres aktuellen Werkes. In einem Zug gelesen, darf ich es euch nun vorstellen.


'''o0o Worum geht es o0o'''
Für viele ist es nur ein Traum, aber für die 15jährige Andrea und ihre Familie ist er wahr geworden. Andrea, ihr Zwillingsbruder Holger, der seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt, ihr 18jähriger Bruder Michael, das Nesthäckchen Nicole (10) und die beiden Eltern sind zusammen nach Kanada ausgewandert. In der N
ähe des Arrow Lake haben sie sich eine etwas marode, aber traumhaft schöne Farm gekauft, die sie nun in Stand setzen müssen. Einiges haben sie schon geschafft und bald sollen auch die Pferde kommen. Alle fühlen sich pudelwohl und sind glücklich dieses Abenteuer gewagt zu haben. Doch ein Schatten verdüstert diese Freude. Seit einiger Zeit sorgt eine unerträgliche Hitze für zahlreiche Waldbrände in der Nähe der Farm. Andrea und ihre Familie sehen mit wachsender Angst zu, wie die Feuer sich immer mehr ausbreiten, die Luft immer rauchiger wird, und immer wieder das Wort Evakuierung fällt. Während Andrea noch auf Wolke sieben schwebt, denn ER hat sie auf eine Bootsfahrt mitgenommen, werden die Waldbrände immer schlimmer. Eines Tages ist es so schlimm, dass ihre Mutter, die als Krankenschwester gearbeitet hat, als Ersthelferin abgezogen wird, und auch Michael und sein Vater müssen an die Front zum Löschen der Feuer. Andrea, Nicole und Holger sitzen zu Hause und versuchen das Beste daraus zu machen, als sie eines morgens die Nachricht bekommen: Sofort packen. Doch die Evakuierung läuft alles andere als glatt. Erst treibt die Fähre ab und dann muss Andrea sich entscheiden ihre Geschwister zu begleiten oder einer Tierschützerin und ihren Hunden zu helfen. Sie entscheidet sich für die Hilfe und begibt sich dabei in Lebensgefahr. Auch ihr Bruder Michael gerät in tödliche Gefahr, denn der dicke Rauch verhindern, dass er den Rückweg findet und plötzlich ist er mitten in der Hölle und wird vermisst. 

'''o0o Eine kleine Leseprobe o0o'''
Neugierig geworden, dann dürft ihr hier schon einmal einen Blick ins Buch werfen und eure Neugierde vielleicht noch etwas mehr steigern.

http://www.amazon.de/Feuer-Arrow-Lake-Jutta-Ploessner/dp/9963521274/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1379156115&sr=8-1&keywords=feuer+am+lake+arrow

'''o0o Meine Meinung o0o'''
Feuer am Arrow Lake“ ist der erste Band einer Abenteuer-Reihe aus der Feder von Jutta Ploessner, die durch ihre zahlreichen Heftromane schon eine kleine Fangemeinde hat.

Jutta Ploessner wählt einen interessanten Einstieg in das Buch und auch in die Reihe. Sie nimmt den Lesern die eigene Fantasie ab, und setzt auf ein Konzept, welches in den 70er und 80er Jahren in vielen Kinderbüchern vorgekommen ist. Gleich zu Beginn stellt sie die Charaktere vor. Hierzu setzt sie nicht nur auf eine Beschreibung des Charakters, Alters, sondern auch auf ein Foto. Vergleichbar mit den Beschreibungen, wie zum Beispiel bei TKKG. Es ist eine schöne Umsetzung, die gerade bei kindlichen Lesern Anklang findet. Jedoch bin ich persönlich der Ansicht, dass jugendliche Leser sich lieber ihr eigens Bild machen. Zumal die Autorin nach dieser Art von Einführung die Charaktere als gegeben voraussetzt und sie einfach nicht auf beschreibende Weise einführt. Zwar geht sie auf viele Faktoren ein, aber ich finde, durch die vorherige Beschreibung ist kein Platz mehr für eigene Gedanken. Nichtsdestotrotz sind ihre Hauptfiguren authentische und starke Persönlichkeiten. So hadert der 15jährige Holger nur gelegentlich mit seinem Rollstuhl-Schicksal, während das Nesthäckchen genauso dargestellt wird, wie es viele aus dem eigenen Leben kennen. Besonders die starke Andrea ist eine stolze Persönlichkeit, mit der sich viele Mädchen identifizieren können. Ihre Abenteuerlust und ihr Kampfgeist sind bemerkenswert. Während ich so über die Figuren nachsinne, kommt mir eine Frage in den Kopf, die sicherlich dem einen oder anderen kommt. Wer sind die Menschen auf den Fotos, ist es die Familie der Autorin, bezahlte Models? Es weckt eine gewisse Neugier auf diese Menschen.

Bei der Geschichte setzt die Autorin auf einen Blickwinkel seitens Andrea, sodass die Leser einen näheren Eindruck bekommen und hautnah alles erleben können. Dadurch wird man zwar mitten in die Geschichte katapultiert und muss an Hand von Rückblenden etwas über die Auswanderung und die ersten Wochen in Kanada erfahren. Wer nun hofft detaillierte Gründe über die Auswanderung oder lange Beschreibungen über die erste Zeit zu erhalten, wird jedoch enttäuscht. Die Autorin gibt sich nicht lange damit ab, sondern setzt ihr Augenmerk wirklich auf die Geschichte rund um das Feuer. Dementsprechend fand ich es leicht schade, dass nur am Anfang von IHM, den Traum aller Mädchen, gesprochen wird, er aber für den weiteren Verlauf vorläufig untergeht. Hier wäre vielleicht eine spätere Einführung praktischer gewesen. Allerdings merkt man der Autorin sofort an, wie wichtig ihr das Thema Kanada und Waldbrände sind, denn nicht nur mit Fotos, sondern auch mit einem sehr illustrativen Stil versucht sie den Leser die Ängste und Sorgen der betroffenen Menschen zu vermitteln. Fast kann der Leser die Hitze und den Rauch am eigenen Leib wahrnehmen. Dadurch fesselt die Autorin an das Buch. Zeitgleich ist es jedoch auch die Frage, wieso sich Andrea und Michael nicht bei den anderen befinden, was genau passiert und vor allen Dingen, ob sie das Feuer überleben. Und hier wäre der nächste Kritikpunkt. Im Verlauf des Buches gehen Michael und Andrea getrennte Wege, sodass in meinen Augen der Klappentext eine falsche Richtung vermuten lässt. Dies stört jedoch die Geschichte nicht, sondern passt viel mehr zum Buch und den Figuren selbst.

Und so fliegen die Seiten an einem vorbei und viel zu schnell kommt der Schluss. Bei einer solchen Katastrophe schnell eingeläutet, aber durch die vielen Waldbrände weiß auch der junge Leser, dass er sehr realistisch gehalten ist. Er beantwortet alle Fragen und lässt einen glücklichen Leser zurück. Zeitgleich macht der Ausgang und der Vorgeschmack auf den nächste Teil Lust auf mehr. Vom Abenteuerfaktor hat mich die Autorin überzeugen können, sodass ich mir auch den nächste Teil holen werde.

Es gibt jedoch ein Punkt, der mich persönlich doch etwas gestört hat und den Lesefluss leicht gestört hat. Die Autorin hat sich für ein stilistisches Mittel entschieden, welches ich doch leicht deplatziert finde. Dies ist jedoch ein subjektives empfinden und kann euch natürlich gefallen. Um jugendlich und amerikanisch zu wirken, lässt die Autorin immer wieder Worte wie Guys, Nurse, right, of course oder ähnliches einfließen. Manchmal sind es auch kleinere Sätze. Es sind Vokabeln, die ein 14jähriger Leser verstehen wird, aber irgendwie passt es nicht. Ein solches Einflechten passt in meinen Augen eher zu einem Amerikaner, der nach Deutschland zieht.Hier wären deutsche Vokabeln passender gewesen. So wie der Schwarzwald, den Craig versucht auszusprechen. Alternativ hätte ich es besser gefunden, wenn das Buch ein konstanter Mischmasch aus Deutsch-Englisch gewesen wäre. In meinen Augen wirkt dieser Versuch künstlich jugendlich, und gefällt mir nicht so gut.

Dies ist allerdings auch der einzige Punkt, der mich wirklich gestört hat, und deswegen bekommt dies Buch liebe vier Sterne von mir.

'''o0o Noch ein paar allgemeine Daten, etwas zum Autoren, Klappentext o0o'''
Autor: Jutta Ploessner
Titel: Feuer am Arrow Lake
Broschiert: 199 Seiten
Verlag: At Bookshouse Ltd. (24. Juli 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9963521274
ISBN-13: 978-9963521272
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Preis: € 11,99
Genre: Jugendabenteuer
Lesedauer: 3 Stunden



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Die Schlafwandlerin / R. L. Stine

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Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

Als ich letztens zum Augenarzt gefahren bin, um mich meiner jährlichen Kontrolle der Netzhaut zu unterziehen, wollte ich mir die Zeit mit einem Buch vertreiben. Da es diesmal jedoch fix ging, kam ich gar nicht zum Lesen. Stattdessen vergaß ich es in der Handtasche und war sogar sehr froh darüber, als ich es bei einem anderen Arztbesuch noch in der Tasche hatte. Das Buch darf ich euch nun vorstellen. Es kommt aus der Fear Street Reihe, die ich mir vor einigen Monaten als Paket bei gekauft habe.

'''o0o Allgemeine Daten o0o'''
Autor: R. L. Stine
Titel: Die Schlafwandlerin
Verlag: Loewe Verlag (2003)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785530935
ISBN-13: 978-3785530931
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Preis: 1,00 €
Genre: Jugend - Thriller
Niveau: durchschnittlich
Lesedauer: 2 Tage

'''o0o Autor/in o0o'''
Robert Lawrence Stine, besser bekannt als R. L. Stine, wurde 1943 in Ohio geboren. Schon im zarten Alter von neun Jahren liebte er das Schreiben von Geschichten. Seine Karriere begann jedoch nicht schon in diesem Alter. Nach seinem Abschluss war er erst über Jahre als Lehrer tätig und hat auch Erfahrungen als Lektor gesammelt, bevor er selbst mit dem Schreiben begannt. Anfangs waren es jedoch eher humorvolle Sachen, bevor er sein Talent für Gruselgeschichten entdeckte. 1992 schaffte er mit der Reihe „Gänsehaut“ den Durchbruch. Inzwischen ist er nicht nur Millionär, sondern steht auf im Guinness-Buch der Rekorde. Neben Gänsehaut gibt es genauso viele Fans für die Jugendreihe Fear Street.

'''o0o Leseprobe o0o'''
Eine Leseprobe, die ich verlinken kann, habe ich leider nicht gefunden. Wer kleinere Eindrücke haben möchte, kann diese dem Zitat, welches meine Meinung untermalen soll, entnehmen. Wie immer findet ihr diese Zitate unter Meine Meinung.

'''o0o Worum geht es denn nun o0o'''
Für Mayra sind endlich Ferien. Um sich etwas Schönes leisten zu können, sucht sie sich einen Ferienjob, denn seit ihr Vater sie verlassen hat, reicht das Geld, welches ihre Mutter im Krankenhaus verdient gerade für alles Wichtige aus. Das sie gerade bei einer ehemaligen und sehr nervigen Patientin ihrer Mutter einen Job findet, ist anfänglich gar nicht so schlimm. Die alte Dame bezahlt sie gut, und Mayra muss ihr dafür nur vorlesen, aufräumen, Kleinigkeiten kochen und mit ihr spazieren gehen. Am Anfang ist auch alles total easy, denn ihre Chefin Mrs Cottler ist total pflegeleicht. Doch das ändert sich von einen Tag auf den anderen. Als sie mitbekommt, dass sie ihren Nachbarn total abfertigt, sein Taschentuch behält, schwarze Kerzen entdeckt und sie später wie in Trance vorfindet, ist Mayra klar, dass ihre Chefin eine Hexe ist. Zumal der Nachbar am nächsten Tag mit dem Krankenwagen abtransportiert wird. Auch in ihrem Leben wird es chaotisch. In den ersten Ferienwochen ist ihr neuer Freund Walker im Urlaub und später sieht sie ihn immer wieder mit einem anderen Mädchen. Ihr Ex Freund und seine Schwester lassen sie nicht in Ruhe und zu allem Überfluss wandelt sie seit einiger Zeit im Schlaf. Als sie bei einer solchen Schlaftour im Fear Street See aufwacht und fast ertrunken wäre, ahnt sie, dass sie in großer Gefahr steckt. Steckt wirklich Mrs Cottler dahinter, oder doch dieser unheimlich Cal, der sie immer wieder verfolgt? Mayra stellt auf ihre Art und Weise Nachforschungen an, und entdeckt ein tödliches Geheimnis, welches sie Kopf und Kragen kosten kann.


'''o0o Und wie hat es gefallen o0o'''
R. L. Stine ist seit meiner Jugend einer meiner Lieblingsautoren. Obwohl ich mit meinen 30 Jahren definitiv nicht mehr zu Zielgruppe gehöre, lese ich seine Werke noch immer unglaublich gern. Abgesehen von einigen Ausnahmen, wo der Autor eher in Richtung „Übersinnliches“ geht, oder die Logik auf der Strecke bleibt, können sie mich auch immer noch überzeugen.

Die Schlafwandlerin“ ist eins der wenigen Exemplare, die ich in meiner Jungend noch nicht gelesen hatte. Gleich zu Beginn begleitet ihr Mayra auf einem nächtlichen Trip. Sichtbar werden solche Szenen durch eine kursive Schrift, sodass es gar nicht in Verwirrungen ausartet.
Doch nach diesem mysteriösen Einstieg, geht es erst einmal in die Realität zurück. Ihr lernt Mayra und ihre Familie kennen. Mayra selbst ist eine aufgeschlossene, junge Schülerin, die jedoch nicht komplett logisch konzipiert wurde. Auch sonst sind die Figuren sehr unterschiedlich gehalten. Auf ihre Art und Weise sind sie sympathisch und man fragt sich was oder wer vielleicht hinter dem Schlafwandeln steckt. In meinen Augen nützt es jedoch nichts, wenn man hier und dort auf zahlreiche Widersprüche und Logikschwächen trifft. Um euch zu zeigen was ich meine, gibt es nun ein paar kleinere Beispiele. Mrs. Cottler ist eigentlich eine alte Dame, die sonst schon beim Treppensteigen Hilfe benötigt. In einer Szene kann sie jedoch mit einem Fleischhammer die Haxe bearbeiten. Cal erkennt sie und macht sie verantwortlich für alle Dinge, geht aber nicht zur Polizei. Mayra muss arbeiten, weil ihre Mutter wirklich wenig verdient, und sie das Geld brauchen. Sie brauchen es aber, damit sich Mayra tolle Sachen kaufen kann, wie einen Badeanzug.

Abgesehen von diesen personellen Schwächen kommt das Buch auch nur schwer in Gang. Ihr begleitet Mayra bei ihren Arbeitstagen, und es ist schon alles recht langatmig, obwohl die Details sicherlich wichtig sind. So richtig geht es erst zum Schluss los. Während ich vorher ehrlich gesagt lange im Trüben gefischt habe, kam mir dann binnen weniger Sekunden die Erleuchtung. Die genauen Zusammenhänge habe ich jedoch nicht herausfinden können. Und hier war ich leider eher negativ überrascht. Die Idee an sich ist sicherlich nicht verkehrt, aber für meinen Teil hat diese Umsetzung ebenfalls zu viele (Logik)-Schwächen. Hauptsächlich stört mich jedoch die Tatsache, dass es irgendwie arg konstruiert wirkt. Plötzlich fällt ihr alles ein, und plötzlich sind alle beteiligten Personen vor Ort. Es wirkt daher leider etwas künstlich, ist aber durchweg spannend. Es ist eine Spannung,die mir persönlich während der vorangegangenen Seiten doch etwas gefehlt hat.

Die Liebesgeschichte empfand ich persönlich auch etwas merkwürdig. Einerseits trennt sich Mayra von Link, ihrem alten Freund, und als Leser fragt man sich natürlich warum. Dies wird nie so wirklich deutlich. Stattdessen lässt sie sich mit einem Außenseiter ein, was ich auf der einen Seite schön finde, denn es zeigt jüngeren Lesern, dass auch die Liebe zu einem Außenseiter schön sein kann, aber da ihr aktueller Freund oft eher unsympathisch beschrieben wird, ist es eher unverständlich. Nun gut, wo die Liebe hinfällt, doch zum Schluss wird Walker als ganz anderer Mensch dargestellt und alles wird noch einmal umgeworfen, wo ich persönlich mich auch gefragt habe, warum sie wieder mit ihrem Ex zusammen kommt, wo sie sich ja schließlich von ihm getrennt hatte.

Vom Lehrgehalt bin ich diesmal auch eher etwas enttäuscht. Normalerweise wird offen über Themen wie „Alkohol am Steuer“ oder „Vertraue keinen Fremden“ geredet, aber hier geht es minimal um Wahrheit, Autodiebstahl, Fahrerflucht. Kein schlechtes Thema, denn viele Jugendliche könnten sich dafür interessieren, aber es bringt doch nichts, wenn das Thema nur kurz am Rande aufgegriffen wird. Mir persönlich war es etwas zu wenig.

Alles in allem ließ es sich jedoch sehr gut lesen. Obwohl ich nicht völlig glücklich mit der Umsetzung dieses Buch bin, bekommt es von mir drei Sterne, denn ich habe mich unterhalten gefühlt, weiß aber als Fan, dass es einfach besser geht.


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Die Saat der Bestie / Michael Dissieux

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Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

Ja, ich wurde ausgewählt. Das war mein erster Gedanke, als ich die Email erhielt. Bei Blog dein Buch wurden verschiedene Indie-Bücher zum Lesen angeboten, und wir durften uns zusätzlich für eins bewerben. Die Auswahl war interessant, aber meine Wahl viel auf dieses Exemplar. Das Cover sah schon zum Fürchten aus, und in Kombination mit dem Horror-Thriller-Genre genau mein Geschmack. Als ich es dann endlich in den Händen hielt, konnte ich gar nicht schnell genug anfangen. Zum einen lag es daran, dass das Buch bei mir arg verspätet eintraf, aber auch an dem spannenden Klappentext.


'''o0o Worum geht es - Klappentext o0o'''
Was passiert, wenn einer der letzten Menschen auf der Erde ein schizophrener Psychopath ist? Und wie groß ist die Chance, eine Begegnung mit ihm zu überleben?
David glaubt, dass er der einzige Überlebende der Apokalypse ist. Die Stadt gehört ihm. Sein Leben ist geprägt von alltäglicher Routine, schmerzvollen Erinnerungen und der Musik von Neil Young.
Als eines Tages Samantha in seine Stadt kommt, erwacht die Bestie in ihm.

'''o0o Worum geht es – in eigenen Worten o0o'''
Samantha hat alles verloren und ist in einer völlig zerstörten Welt auf sich alleine gestellt. New York ist, wie so viele Städte nur noch eine beängstigende Ruine, um die jeder einen Bogen machen sollte. Einige Menschen sind spurlos verschwunden, viele verstorben. Für Samatha ist es, als wäre sie die einzige Person auf der Erde. Alles ändert sich als sie David begegnet. Was sie jedoch nicht ahnt, David hält sich in der Tat für den letzten Menschen auf dem Planet Erde, und ihre Existenz ist für seine Psyche nicht akzeptabel. Diese hat in all den Jahren ein Eigenleben entwickelt, welches auf den Namen Frank hört. Frank ist sein zweites, aber böses Ich. Sein einziges Ziel, als er Samantha entdeckt, ist die Kontrolle zu erlangen und die Rolle des Teufels persönlich zu übernehmen.

'''o0o Eine kleine Leseprobe o0o'''
Neugierig geworden, dann dürft ihr hier schon einmal einen Blick ins Buch werfen und eure Neugierde vielleicht noch etwas mehr steigern.

http://www.luzifer-verlag.de/files/LP_SdB.pdf

'''o0o Meine Meinung o0o'''
Die Saat der Bestie“ ist ein Horror-Thriller, der ein düsteres Endzeitszenario aufgreift und eine Entwicklung der Menschen durchspielt, die beängstigender nicht sein könnte.

Als sie den Mann tötet, weiß sie endgültig, dass die Welt sich verändert hat. (ZITAT 1. SATZ)

Mit diesem Satz beginnt der neueste Roman von Michael Dissieux, einem Autor, der mir bis dato nicht bekannt war, jedoch schon einige Endzeitromane geschrieben hat. Ein solches Szenario ist für einen Horror-Liebhaber, wie ich es bin, eigentlich eine gute Ausgangssituation. Sie bietet viel Potential und kann für so manchen Alptraum sorgen. Doch irgendwie schaffte es mich der Autor anfangs mehr zu verwirren, als zu fesseln. Woran das lag? Zum einen würde ich die Perspektive nennen. Geht man bei der Wahl des Klappentextes irgendwie davon aus David zu begleiten, wird der Leser plötzlich mit Samantha und ihrer Reise konfrontiert. Sie selbst wird dem Leser in wenigen Zügen vorgestellt, und bleibt zumindest mir irgendwie fremd. Das liegt jedoch am zweiten Problem, welches mir den Einstieg so erschwert hat. Michael Dissieux geht überhaupt nicht auf die Endzeitsituation ein. Die Menschheit scheint ausgestorben zu sein, viele mussten andere Umbringen, und nun versucht die Welt sich selbst zu erholen. Doch was genau dazu geführt hat, und was genau geschehen ist, fehlt gänzlich. Ich persönlich hatte stets das Gefühl, dass ein früheres Werk dieses Autors vielleicht die Lösung enthielt und ich nur einen Fortsetzungsroman lesen würde. Leider eine Fehleinschätzung, wenn man dem Internet glauben kann. Somit fehlte für mich wichtiges Wissen, und ich konnte mich nur schwerlich auf die Handlung einlassen. Trotzdem hoffte ich auf den Punkt, wo die Spannung mich fesseln würde. Auch wenn ich mir eine logische Inszenierung erhofft habe, ist es doch so, dass bei einem Horror-Buch, der Horror im Vordergrund stehen sollte. Doch auch hier schleppte sich das Buch nur mühsam voran. Obwohl der Autor nicht auf Details verzichtet, konnte ich bei mir kein Kopfkino feststellen. Und gerade bei diesem Genre ist es in meinen Augen sehr wichtig. Zwar kann Michael Dissieux nicht wirklich mit Autoren wie Stephen King, Dean Kontz oder Bentley Little vergleichen kann, da sie nicht unbedingt auf Endzeitromane spezialisiert sind, aber sie schreiben trotzdem Horror-Literatur. Auch dort ist nicht jedes Buch ein Highlight, aber zumindest bleibt der Horror nicht auf der Strecke. Und das ist in meinen Augen hier der Fall. Ich für meinen Teil möchte mich bei solcher Literatur fürchten und sei es einfach nur durch eine düstere Stimmung. Die Welt selbst wird eher friedlich dargestellt, und in Kombination mit einem schizophrenen Menschen eigentlich perfekt gewählt. Nur leider kommt der Ausbruch der Bestie nur sehr kurz vor. Ein kleines Highlight, welches Furcht verbreitet und die Pulsfrequenz erhöht. Nur dann ist es wieder zu Ende und ich fragte mich, ob das alles gewesen war. Viele Seiten hat das Buch nicht, und so war klar: das war in der Tat alles.

Lediglich der Schluss sorgt noch für einen kleinen Spannungsbogen, denn er ist sehr überraschend und lässt den Leser mit einer Tatsache allein, die zumindest mir viel Spielraum zum Nachdenken gegeben hat. Mit mehr kann das Buch aber nicht aufwarten. Es mag sein, dass viele Fans begeistert sind und ich glaube, dass das Buch auch deutlich spannender und besser hätte sein können, wäre nicht der falsche Klappentext gewählt worden. Dieser verrät einfach zu viel und nimmt Spannung. Hier hätte die Reise und das Treffen im Vordergrund stehen müssen, und vielleicht die Frage, warum David sich teilweise merkwürdig verhält.

Alles in allem ist es ein nettes Buch, welches ich persönlich jedoch eher als normalen Thriller bezeichnen würde. In diesem Exemplar zeigt der Autor, was er kann, aber was er leider in meinen Augen nicht durchgängig umsetzt.

'''o0o Noch ein paar allgemeine Daten, etwas zum Autoren o0o'''
Autor: Michael Dissieux
Titel: Die Saat der Bestie
Broschiert: 253 Seiten
Verlag: Luzifer Verlag; Auflage: 1 (7. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3943408167
ISBN-13: 978-3943408164
Preis: € 13,95 hier bestellbar
Genre: Horror
Lesedauer: 1 Tag

Geboren 1967 in Saarbrücken, gelernter Dreher. Arbeitet als Busfahrer im Linienverkehr. Schreibt seit 30 Jahren Kurzgeschichten und Romane aus dem Bereich des Unheimlichen und der Dark Fantasy. Einige Kurzgeschichten im Bastei-Verlag veröffentlicht, sowie in diversen Fanzines. Mitarbeit an der Romanreihe „Jessica Bannister“ – ebenfalls im Bastei-Verlag – bis diese eingestellt wurde. (Quelle: Amazon)

'''o0o Zum Schluss zusammengefasst o0o'''

Pro: Idee, leichter Stil, Cover, Schluss, Frank
Contra: unbekannte Ausgangssituation, zu blass
Empfehlung: nein
Sterne: 3

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Samtschwarz / Sharon Page

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Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

Vor einigen Tagen wurde ich vom Cora Verlag gefragt, ob ich Lust hätte etwas aus ihrem Programm zu rezensieren. Ehrlich gesagt habe ich schon einige Lektüren des Programms in meinen Überraschungspaketen gehabt, und weiß einfach, dass mir diese Art von Unterhaltung nicht liegt. Als ich jedoch das Angebot bekam auch etwas aus dem Mira-Sortiment zu lesen, habe ich nicht lange überlegt. Mira-Taschenbücher haben mir in der letzten Zeit einige Stunden Lesespaß beschert und so habe ich ja gesagt. Da nur ältere Titel auf der Cora-Seite vertreten sind, und ich ehrlich gesagt auch neugierig war, habe ich mir mal einen Titel ausgesucht, der sonst weniger in meinen Genre-Bereich fällt.


'''o0o Worum geht es o0o'''
London im Jahre 1819. Halb London erliegt momentan den Reizen eines Trends – eine erotische Umsetzung der Schnitzeljagd. Die Teilnehmer müssen bestimmte, prickelnde Abenteuer erleben und heiße Sex-Aufgaben erfüllen um den nächsten Hinweis auf ein geheimes Rätsel zu erhalten. Es könnte der Spaß des ganzen Jahres für viele Männer und Frauen sein, würden nicht immer wieder Frauen nach dieser Schnitzeljagd verschwinden oder ermordet werden.

Mit alledem hat Maryanne Hamilton wenig zu tun. Sie selbst stammt aus einer angesehenen Familie, ihre Schwester ist glücklich verheiratet und erwartet ein Baby. Was jedoch niemand weiß, Maryanne arbeitet mit Georgiana zusammen und veröffentlicht erotische Bücher. Leider wenig erfolgreich und so sind sie tief verschuldet. Als Georgiana eines Tages verschwindet und Maryanne einen mysteriösen Brief von ihr bekommt, lässt sie alles stehen und liegen, um dem Aufruf in diesem Brief zu folgen. Sie soll Georgiana, die in Schwierigkeiten steckt, in einem zweifelhaften Club treffen. Mit einer Maske verhüllt geht sie zu diesem Treffen und kann mit Mühe und Not den Avancen der lüsternen Männer in einen separaten Raum entkommen. Doch statt Georgiana dort zu finden, trifft sie dort Sir Dashiel Blackmore, den Mann ihrer nächtlichen Träume. Sein Ruf eilt ihm voraus. Er ist gefährlich, möchte sich nicht binden und soll schon über 5000 Frauen sexuell beglückt haben. Maryanne kann ihm nicht widerstehen und so gibt sie sich ihm hin. Er selbst ist betrunken, Maryannne hinter der Maske unbekannt, und so fallen alle Hemmungen. Dash verspricht ihr bei ihrer Suche nach Georgiana zu helfen, was nur durch eine Teilnahme an der Schnitzeljagd möglich ist.

In dieser Nacht verändert sich Maryannes Leben gänzlich, denn die Nacht ist nicht ohne Folgen geblieben. Sie ist schwanger und ihr Schwager will, dass Dashiel sie ehelicht. Da er sie nach dieser heißen Nacht nicht vergessen kann und mit dieser Partie gar nicht verkehrt liegt, heiratet er sie in der Tat. Doch immer wieder taucht die Frage nach den Frauen der Schnitzeljagd und nach Georgiana auf. Hat Dash etwas damit zu tun?

'''o0o Eine kleine Leseprobe o0o'''
Neugierig geworden, dann dürft ihr hier schon einmal einen Blick ins Buch werfen und eure Neugierde vielleicht noch etwas mehr steigern.

http://www.mira-taschenbuch.de/fileadmin/user_upload/leseprobe/9783899416800.pdf

'''o0o Meine Meinung o0o'''
Jeden Augenblick würden nun fünf Männer aus dem Gebüsch stürmen und sie
zwingen, sich den anstößigsten erotischen Freuden hinzugeben.(ZITAT S. 7)

Mit diesen Worten beginnt das Buch und lässt erahnen was den Leser während des gesamten Buches erwartet. Der gesamte Prolog besticht mit erotischen Details, die eine prickelnde Vorfreude auf das eigentliche Geschehen aufkommen lassen. Gespickt mit einem Hauch Spannung und der Wunsch die Lösung der Entführung aufzudecken, geht die Geschichte in die Haupthandlung über.

In diesem Teil lernt der Leser den erfahrenen Lord Dashiel und die eher schüchterne, jungfräuliche Maryanne kennen. Während Dash als Protagonist genauso ist, wie ich mir einen Held in einem historischen Erotik-Roman vorgestellt habe, muss ich gestehen, dass ich in Bezug auf Maryanne meine Schwierigkeiten hatte. Auf der einen Seite unerfahren und lediglich durch die vertriebenen Werke mit dem Thema vertraut, wird ihr erste Mal doch recht unglaubwürdig in Szene gesetzt. Das liegt nicht an den detaillierten Beschreibungen, für die Sharon Page bekannt ist, sondern eher an der Tatsache, dass sie wissender und williger dargestellt wird, als man erwarten würde.

Während gerade am Anfang jeder Fan von erotischer Literatur auf seine Kosten kommt, ändert sich dies nach gut 100 Seiten. Langsam aber schleichend werden die erotischen Szenen immer sparsamer und weniger wild, wie anfänglich. Stattdessen legt die Autorin überraschenderweise ihr Augenmerk auf die eigentliche historische Handlung. Romantik, aber auch der Kriminalolot nimmt stetig zu. Lediglich ab und an, im Vergleich zu den Anfängen, kommt es zu erotischen Erlebnissen, die jedoch eher einen extremeren Touch haben, und nichts für Fans von „harmlosen Blümchensex“ sind. Mir persönlich war dies stellenweise doch etwas zu extrem, aber auch dieser Markt möchte bedient werden.

Alles in allem ist es ein Roman, der eine interessante Mischung aus gefährlichen, harten Sexspielchen und historischen Krimi darstellt. Der historische Aspekt wird hier zwar nicht so klar dargestellt und die typische Atmosphäre von 1819 will einfach nicht wirklich aufkommen. Dafür ist die Geschichte spannend und definitiv prickelnd.

'''o0o Noch ein paar allgemeine Daten, etwas zum Autoren, Klappentext o0o'''
Autor: Sharon Page
Titel: Samtschwarz
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: MIRA TASCHENBUCH IM CORA VERLAG; Auflage: 1., Aufl. (15. Dezember 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3899416805
ISBN-13: 978-3899416800
Originaltitel: Black Silk
Preis: € 8,95
Genre: Erotik
Lesedauer: 3 Tage

Sharon Page hat Produktdesign an der Universität studiert und viele Jahre in diesem Beruf gearbeitet. Aber ihre große Liebe galt immer der Literatur. Mittlerweile hat sie nur noch einen Halbtagsjob und widmet den Rest der Zeit dem Schreiben ihrer preisgekrönten erotischen Romane. Sharon Page ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern. (Quelle: Amazon.de)


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Was gut und Böse ist / P. D. James

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Hallo ihr Büchernarren....

===Vor dem Lesen===

Als ich mir vor vielen Jahre, inzwischen sind, es ja leider einige Jahre zusammengekommen, mehrere Buchpakete ersteigerte, sortierte ich die Bücher auf verschiedene Stapel. Dieses Buch legte ich ohne zu zögern auf den Stapel „5 Sterne – Das muss super sein“. Eindrücke können täuschen und so kann ich euch nun folgende Meinung verraten.


'''Buchdaten'''
Autor: P.D. James
Titel: Was gut und böse ist
Taschenbuch: 640 Seiten
Verlag: Droemer Knaur; Auflage: 1., AUFL. (1. Mai 2003)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426624842
ISBN-13: 978-3426624845
Originaltitel: A Certain Justice
Preis: 0,01€

'''Leseinformationen'''
Genre: Thriller
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 5 Tage

'''Autor/in'''
Phyllis Dorothy James, seit 1991 Baroness James of Holland Park, wurde 1920 in Oxford geboren. Da ihr Mann unheilbar krank aus dem Weltkrieg zurückkehrte, musste sie für sich und die beiden Töchter selbst sorgen. Erst nach langen Jahren in der Krankenhausverwaltung und in der Kriminalabteilung des Innenministeriums konnte sie sich ab 1962 ganz der Schriftstellerei widmen. P. D. James, weltweit als Queen of Crime gerühmt, wurde mit Auszeichnungen und Preisen überhäuft; ihr Commander Adam Dalgliesh, der die meisten Fälle löst, ist in die Literaturgeschichte eingegangen. (Quelle: Amazon.de)

'''Zitierter Klappentext'''
Die Staranwältin Venetia Aldrige erkämpft den Freispruch eines Mordverdächtigen. Vier Wochen später stellt ihre achtzehnjährige Tochter ihr diesen Mann als zukünftigen Schwiegersohn vor. Eineinhalb Tage später findet man Venetia erstochen an ihrem Schreibtisch. Doch nicht nur der Schwiegersohn in spe kommt als Täter in Frage... (Quelle: Klappentext)

'''Leseprobe'''
Eine Leseprobe, die ich verlinken kann, habe ich leider nicht gefunden. Wer kleinere Eindrücke haben möchte, kann diese dem Zitat, welches meine Meinung untermalen soll, entnehmen.


===Nach dem Lesen===

'''Sarahs eigene Inhaltsangabe'''
Venetica hat nicht nur einen ungewöhnlichen Namen, sondern hat in ihrem Leben eine Menge erreicht. Sie ist eine erfolgreiche Anwältin und Mutter einer Tochter, die ihr jedoch eher das Leben schwer macht, als sich in die Rolle der Vorzeigetochter zu fügen. Als sie den 21jährigen Garry Ashe vertritt, der seine Tante ermordet haben soll, ist es für sie ein Fall wie jeder andere. Ob schuldig oder unschuldig ist egal. Sie erledigt ihren Job und sucht nach den Fehlern der Staatsanwaltschaft und wird fündig. Garry Ashe wird freigesprochen und für Venetica geht das Leben weiter. Alles ändert sich jedoch, als ihre Tochter sie wenige Monate später nach einem Gerichtstermin aufsucht. An ihrer Seite ist Garry Ashe, den ihre Tochter als ihren Verlobten vorstellt. Verständlicherweise kein Partner, den man seiner Tochter wünscht, egal wie das Verhältnis ist. Schnell wird Venetica jedoch klar, dass jedes Wort ihre Tochter nur noch mehr in dessen Arme treibt. Die Wege der beiden trennen sich und wenige Tage später wird Venetica ermordet? Steckt ihre Tochter dahinter, die ihre Mutter aus den Weg räumen will, war es Garry, der Angst vor ihr hatte oder vielleicht einer ihrer Kollegen oder früheren Fälle? Die Ermittlungen laufen an und eins ist klar, so leicht wie es Venetica meist hatte, werden es die Ermittler bei ihr nicht haben, denn fast jeder hat ein Motiv.

'''Sarahs Meinung'''
P. D. James ist eine berühmte Autorin, die sich in der Krimi-Szene einen Namen gemacht hat. Mir ist die Schriftstellerin durch ihr Werk „Tod an heiliger Stätte“ in Erinnerung geblieben. Es handelte sich um ein Werk, mit dem ich persönlich einfach nicht warm wurde. Teils auf die Thematik geschoben, hatte ich bei diesem vielversprechenden Klappentext größere Hoffnungen einen Zugang zu ihrem Stil zu bekommen.

Ganz nach dem Motto – viel ist gut – setzt P. D. James gleich zu Beginn auf einen Einstieg, der den Lesern möglichst viele Täter präsentieren soll. Obwohl den Lesern der Mord schon durch den Klappentext angekündigt wurde, will dieser irgendwie einfach nicht passieren. Stattdessen wird der Leser direkt an den Anfang katapultiert, um Venetica bei ihrer letzten Verhandlung und dem Freispruch von Garry zu erleben. Rechnete ich anfänglich noch damit, schnell zu den Mordermittlungen zu gelangen, musste ich bald feststellen, dass dies nicht der Fall ist. Während mehrere Sprünge lernt man nicht nur ihre Tochter, ihre eigene Kindheit, sondern auch Kollegen kennen. Der Versuch dem Leser die Figuren näher zu bringen, ist der Autorin jedoch in meinen Augen nicht gelungen. Trotz zahlreicher Seiten konnte ich keine Verbindung zu Venetica, ihrer Tochter oder anderen Figuren herstellen. Dabei sind sowohl Charakter, als auch Äußerlichkeiten gut beschrieben. Mir fehlte nichtsdestotrotz der gewisse Funke. Leider änderte sich dieser Aspekt auch während der folgenden Seiten nicht. Im Grunde hatte ich stets das Gefühl oberflächlich auf die Figuren zu blicken, jedoch den Kern nicht entdecken zu können.

Abgesehen von den Protagonisten kommt das Buch nur gemächlich in Fahrt. Nach gut 100 Seiten ist der Mord noch immer in weiter Ferne. Bücher die so lange brauchen, um endlich auf den im Klappentext angesprochenen Inhalt zu kommen, sind leider überhaupt nicht mein Fall. Ein Kritikpunkt, den ich auch häufig bei meinem früheren Lieblingsautoren Wolfgang Hohlbein oft kritisiert habe. Die Hoffnung, dass die Ermittlungen, sobald sie ihren Anfang nehmen, überzeugen können, hat mich weiterlesen lassen. Doch auch hier setzt die Autorin eher auf Detailreichtum im negativen Sinne. Unnötige Details ziehen das Buch immer mehr in die Länge. Hinzu kommt der Versuch die potentiellen Täter erst nach und nach auszuschließen. Dem geübten Leser ist indessen schon lange klar, auf welche Figuren es am Ende hinauslaufen wird. Dadurch wirkt der Text sehr anstrengend und hätte gerne, da bin ich ehrlich, 200-300 Seiten kürzer sein dürfen. Die Ermittlungen selbst sind auch alles andere als überragend. Bei der Masse an Kriminalromanen, dürfen sich die Ermittlungen schon gerne positiv hervorheben. Sei es durch witzige Sprüche, unkonventionelle Methoden oder charmante Ermittler. In diesem Fall sind sie eher stocksteif, langweilig und die Ermittlungen selbst voller Klischees. Es wird eine Intrige nach der anderen aufgedeckt und der Ermittler selbst steckt voller Probleme, wo ich persönlich nur den Kopf schütteln konnte.

Ein weiteres Problem stellt in meinen Augen die mangelnde Spannung dar. Immer wenn ich denke, nun könnte sie sich langsam aber sicher aufbauen, dann wird sie durch unnötige Beschreibungen sofort gestoppt. Zum Beispiel geht die Autorin detailliert auf Inneneinrichtungen ein. Leider so ausführlich, dass ich das Gefühl hatte, sie will mir die Wohnung verkaufen. Irgendwo belustigend, aber für einen Kriminalroman doch etwas deplatziert.

Nichtsdestotrotz habe ich mich durch die Seiten gequält, denn die rund 600 Seiten waren alles andere als ein Lesegenuss. Gegen Ende des Buches zeigt sich, dass die Autorin sich zwar nicht wirklich für einen Täter entscheiden kann, dafür aber zumindest etwas Spannung schaffen kann. Hier lässt sich die meisterhafte Autorin erkennen, die von allen so bejubelt wird.

Alles in allem ist der Autorin auch diesmal nicht gelungen mich zu fesseln oder einen neuen Fan zu gewinnen. Die Geschichte wurde einfach unnötig in die Länge gezogen und könnte mit deutlich weniger Seiten, deutlich mehr punkten. Da ich zumindest auf den letzten Seiten erahnen konnte, was Fans an der Autorin schätzen, gibt es von mir 2 Sterne. Es tut mir leid, aber Geschmäcker sind verschieden, und mein Fall ist es leider nicht.


© Eure CQ für www.sarahs-buecherwelt.blogspot.com
Verwendete Zitate werden ausgewählt und eingebaut um den Stil, Spannungsanteil, Detailreichtum oder ähnliches aufzuzeigen. Sie gehören nach wie vor dem rechtlichen Eigentümer und dienen lediglich der Unterstützung meiner Rezension.



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