Brandherd - Ein Kay-Scarpetta-Roman / Patricia Cornwell

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Hallo meine Bücherratten...

Dieses Mal habe ich ein ganz besonderes Buch für euch. Lange habe ich darum einen Bogen gemacht, denn gekauft habe ich mehrere Werke dieser Reihe eigentlich schon vor drei Jahren für meinen Mann, der damals Fan von Kathy Reichs war. Da ich nun bei einer Leseschallenge teilnehme, und die Aufgabe war, keine neuen Werke einer Reihe zu kaufen, habe ich sie zum Anlass genommen mit meinen Reihen anzufangen. Nun habe ich mich mehrere Tage durch dieses Buch gekämpft und will euch davon erzählen

'''Buchdaten'''
Autor: Patricia Cornwell
Titel: Brandherd
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (1. Dezember 2002)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442439035
ISBN-13: 978-3442439034
Originaltitel: Point of Origin
Preis: 0,01€

'''Leseinformationen'''
Genre: Thriller
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 5 Tage
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Blogtour Nebelflut

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Ich habe die Ehre und darf die nächste Etappe der Blogtour übernehmen. Nachdem ihr gestern eine tolle Hörprobe von Nebelflut bekommen habt, geht es nun an gleicher Stelle weiter, denn von mir gibt es eine Leseprobe, die genau dort weitergeht, wo es gestern aufgehört hat. Für die Leseprobe möchte ich mich natürlich bei den beiden lieben Autorinnen bedanken, denn sie haben sie mir zur Verfügung gestellt.

Bevor es nun losgeht.. *Tusch* gibt es auch bei mir eine Gewinnspielfrage. Wie schon bei den anderen Blogs gibt es drei Gewinne, die unter allen Teilnehmern ausgelost werden.

1. Der erste Platz darf das Mordopfer im nächsten Buch bestimmen. Ich persönlich wüsste schon wen.
2. Ein signiertes Exemplar
3. Ein Irland-Paket

Was ihr dafür tun müsst? Beantwortet als Kommentar folgende Frage: Nachdem ihr nun die komplette Leseprobe gelesen habt. Was denkt ihr, wie gefällt sie euch und was erwartet ihr?

Nun aber zur Leseprobe..


enau wie zu Hause hatte Tammie auch im Haus ihrer Großeltern ihr eigenes Reich. Amys altes Kinderzimmer war extra für sie renoviert und völlig neu hergerichtet worden. Patrick konnte nicht ausmachen, ob ihn das erleichterte oder kränkte, doch auf jeden Fall war es so einfacher für ihn, den Raum zu betreten.
Tammie fürchtete sich nicht im Dunklen und war keines dieser Kinder, die nachts ins Bett ihrer Eltern kamen. Im Gegenteil: Sie schlief, als gäbe es nichts auf der Welt, vor dem sie Angst haben müsse.
Patrick trat ans Fenster und blickte hinaus in die trübe Nacht. Automatisch suchte er die Umgebung mit den Augen ab, den Garten mit der alten Reifenschaukel und den Waldrand, doch es rührte sich nirgends etwas. Was erwartete er auch? Eine Gestalt, die sich aus den Schatten löste und herauf zu Tammies Fenster stierte? Ja, vielleicht. Vielleicht verbarg sich dort jemand, regungslos abwartend und bereit, sich die Nächste zu holen …
Patrick wandte sich ab und versuchte sich zu beruhigen. Tammie würde nichts geschehen, sie war im Haus und somit sicher. Amys Geschichte würde sich nicht wiederholen.
Amy. Seit dem Auftauchen der Polizisten hatte Patrick das Gefühl, dass sich eine eiserne Faust um sein Herz geschlossen hatte, die es nun mit aller Erbarmungslosigkeit zusammendrückte. Amys Sachen, in einem Fluss treibend, halb verrottet und achtlos weggeworfen. Müll, den keiner mehr brauchte. Allein die Vorstellung war so bitter, dass Patrick sie kaum aushalten konnte und er wusste, dass es seinen Eltern nicht anders ging. Nachdem Callahan und sein Kollege gegangen waren, war Weihnachten schlagartig vorbei gewesen. Grace hatte die Regie übernommen. Sie hatte zuerst Evelyn halbwegs beruhigt und sie dann alle an einen Tisch gebracht. Sie hatten noch eine Weile zusammengesessen und versucht, mit der Situation zurechtzukommen, sich Mut zu machen, neue Hoffnung zu schöpfen, dann aber schließlich entnervt und entkräftet aufgegeben. Noch nie hatten Patricks Eltern so desillusioniert, so müde auf ihn gewirkt wie heute Abend. Er selbst hingegen spürte eine Spannung in sich, an der auch Graces beschwichtigende Worte und die einlullende Stille dieses Dezemberabends nichts ändern konnten.
Nachdem seine Frau ins Bett gegangen war, hatte er rastlos versucht, ein bisschen Ordnung im Haus zu machen, und sich schließlich zu Tammie geschlichen, in der Hoffnung, beim Anblick seiner schlafenden Tochter ebenfalls Ruhe zu finden. Doch ihre Unschuld, ihre offensichtliche Wehrlosigkeit hatte ihn nur umso mehr aufgestachelt.
Er warf einen letzten Blick auf Tammie, die friedlich wie ein Engel da lag, dann verließ er das Zimmer und beschloss, auch das stickige Haus zu verlassen. Vielleicht würde die kühle Dezemberluft ihm helfen, seine Gedanken zu ordnen.

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Das Erste, was Amy fühlte, war Überraschung. Es war wie an ihrem Geburtstag, wenn sie aufwachte und die ganze Familie an ihrem Bett stand, um Happy Birthday zu singen. Oder wie das eine Mal, als sie in einen Apfel gebissen hatte und ihr ein Wurm entgegen schaute, weiß und klein und glänzend.
Bis jetzt war die Sache mit dem Wurm die schlimmste Überraschung ihres Lebens gewesen – doch das hier war schlimmer. Sie war aufgewacht, hatte die Augen geöffnet und um sie herum war alles dunkel gewesen, bis auf ein kleines Viereck aus Licht. Ein Fenster, das von einem dicken blauen Vorhang verdeckt war. In ihrem Zimmer gab es aber keine Vorhänge und ihre Mum hätte es niemals so dunkel darin gemacht.
Amys Herz begann zu pochen und ganz automatisch wollte sie aufspringen und einfach wegrennen, nach Hause laufen und alles ihrer Mum erzählen. Sie versuchte es. Sie versuchte, von diesem Bett aufzustehen und merkte, dass sie ihre Arme nicht bewegen konnte. Sie waren an den Bettpfosten festgebunden und wenn sie zog, fühlte sich das dicke Seil auf ihrer Haut wie Brennnesseln an. Ihre Beine waren mit dem gleichen Seil zusammengebunden, ihre Fußknöchel aufgescheuert und taten weh.
Sie gewöhnte sich langsam an die Finsternis und entdeckte dunkle Flecken an ihren Beinen. Vielleicht war das Blut. Vielleicht war sie schon vorher aufgewacht und hatte das Gleiche versucht wie jetzt, gestrampelt und an den Seilen gezogen. Sie wusste es nicht mehr. Sie wusste auch nicht, wie sie hierher gekommen war und falls ihr jemand erklärt hatte, warum sie hier sein musste, hatte sie es vergessen. Ihre Augen begannen zu brennen und sie fühlte dicke Tränen auf ihren Wangen. Eine davon rollte über ihre Lippen und sie merkte, dass sie Durst hatte, so schlimmen Durst wie noch nie zuvor, und der Durst machte ihr zusätzlich Angst. Sie konnte nicht einfach runter in die Küche laufen und sich ihren pinken Barbie-Becher von Mum mit Saft füllen lassen. Sie konnte gar nichts machen.
Erschöpft ließ sie sich zurück auf die Matratze fallen, die nach Schlamm und Keller roch. Sie machte die Augen zu und stellte sich vor, dass das alles hier nur ein Traum wäre, dass es gar nicht anders ging, weil ihre Eltern nie erlauben würden, dass sie jemand an einen Ort wie den hier brachte. Sie musste nur aufwachen, es musste irgendeinen Trick geben, um wach zu werden. Sie dachte an Toast mit Marmelade und roten Früchtetee, im Winter warm, im Sommer kalt. Sie dachte an Bugs Bunny, den sie sich samstags und sonntags morgens früh im Fernsehen ansehen durfte. Sie dachte an Mia und Sally und Abigail, die Nachbarsmädchen, die oft schon vor der Tür warteten, bis sie endlich zum Spielen raus kam. Sie wollte aufwachen, sie wollte es wirklich, aber als sie die Augen aufmachte, war sie immer noch in dem fremden Zimmer.
Jetzt erkannte Amy, wie klein der Raum war und sie sah die Tür. Sie konnte auch die Wand erkennen, auf der ein Blumenmuster war wie in ihrem eigenen Zimmer. Aber die Blumen waren an manchen Stellen von großen schwarzen Sprenkeln verdeckt, wie in Die unendliche Geschichte, wo das Nichts immer mehr von der Welt auffraß. Amy wollte nicht von dem Nichts aufgefressen werden. Sie wollte wieder nach Hause und ihren Eltern alles sagen und dann in ihr eigenes Bett, wo es keine Seile und keinen Schlammgeruch gab. Sie presste die Augen zusammen und wünschte es sich ganz fest und dann dachte sie an ihre Kindergärtnerin, die gesagt hatte, dass man sich manche Dinge auch von Gott wünschen durfte.
»Lieber Gott«, flüsterte sie. »Tut mir leid, dass ich nicht die Hände falte, aber ich hoffe, du hörst mir trotzdem zu. Bitte mach, dass ich aus diesem Zimmer raus darf. Bitte mach, dass meine Eltern mich abholen und alles gut wird. Ich verspreche dir, dass ich dafür auch nie wieder ungezogen bin.«
Sie hörte Schritte und riss die Augen auf. Es funktionierte. Gott hatte ihr zugehört und schickte ihren Dad, der sie nach Hause holte. Sie hörte einen Schlüssel, der sich drehte, dann öffnete sich die Tür. Doch es war nicht ihr Dad, der ins Zimmer kam. Es war der schwarze Mann.

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Es nieselte. Brady hatte die Schultern hochgezogen und die Hände in den Jackentaschen vergraben. Sean stand nicht weniger verkrampft neben ihm und fluchte von Zeit zu Zeit leise. Vor ihnen waren Beamte der Spurensicherung zugange und durchkämmten die Umgebung rund um den River Camac nach Hinweisen auf Amy Namara. Sie hatten ein provisorisches Zelt über der Stelle errichtet, an der Sean den nassen Beutel aus dem Wasser gefischt hatte, doch Brady bezweifelte, dass das etwas nützen würde.
»Dieser Scheißregen verwischt jede Spur«, schimpfte Sean. »Falls es hier überhaupt irgendwo eine gibt.«
»Ich wüsste zu gerne, wo die Klamotten plötzlich herkamen. Ganz schön seltsame Geschichte.«
Sean zuckte die Achseln. »War es schon damals. Ein kleines Mädchen verschwindet spurlos aus dem elterlichen Haus und niemand will etwas gemerkt haben. Keine Einbruchsspuren, keine Anzeichen eines Gewaltverbrechens, gar nichts.«
»Habt ihr die Eltern überprüft?«
»Natürlich.« Sean warf Brady einen verständnislosen Blick zu. »Die Eltern, den Bruder, die Freundin des Bruders.«
»Nichts?«
»Nichts, was wir beweisen könnten.« Er kniff die Brauen zusammen und ließ den Blick über den River Camac wandern.
Der Regen wurde stärker und Brady drängte sich näher an den Stamm des Baumes, unter dem sie standen. »Und dein Verdacht?«
»Verdachte zählen nicht, McCarthy.«
»Ich weiß. Aber wenn du jemanden verdächtigen müsstest?« Brady musterte seinen Partner, dessen Gesicht wie meistens regungslos blieb. Seine Augen waren auf einen imaginären Fleck in der Ferne gerichtet, undurchdringlich und verschlossen.
»Schwierige Frage. Bei so einem Fall sieht man schnell Gespenster: Die Eltern waren ein bisschen zu überbesorgt, der Bruder ein wenig zu ahnungslos und die Nachbarn zu schockiert. Mit der Zeit sieht man in jedem einen potenziellen Mörder. Aber jetzt …« Sean kratzte sich nachdenklich an der Schläfe. »Nach all den Jahren sehe ich den Fall ein bisschen nüchterner. Es kann jeder gewesen sein und vermutlich werden wir den wahren Täter niemals finden.«
Brady spürte das dringende Bedürfnis, ihn aufzumuntern, wusste jedoch nicht wie.
»Auch wenn ich nichts von Vermutungen halte, sag ich dir, was ich über den ganzen Fall denke«, fuhr Sean fort. »Irgendwer, lass es nun die Eltern, andere Verwandte oder einen Fremden gewesen sein, hat die kleine Namara entführt, vergewaltigt und ermordet. Der Täter hat Panik gekriegt und das Mädchen verscharrt. Das Nachthemd und den Teddy hat er mitgenommen, um sich an die Tat zu erinnern oder aus Angst, Spuren zu hinterlassen. Jetzt ist der Mord lange genug her und er wollte den Krempel loswerden, ein für alle Male. Dabei hat er aber nicht mit der schwachen Strömung und unserem wachsamen Jogger gerechnet.«
»So einfach?«
»So einfach wie grausam, ja.«
Brady atmete durch und beobachtete die Männer in ihren weißen Schutzanzügen, die wie Phantome umher schlichen. Sie sprachen nicht, untersuchten konzentriert jeden noch so winzigen Flecken Erde. Einzig das leise Plätschern des Flusses und das Prasseln des Regens im dichten Geäst erinnerten Brady daran, dass dies kein surrealer Traum, sondern die Wirklichkeit war.
»Vielleicht haben wir trotzdem eine Chance, den Täter zu finden«, brach er das Schweigen. »Jetzt, wo wir die Sachen haben.«
»Mit viel Glück. Aber wann hat man schon viel Glück?«
Hinter ihnen waren Motorengeräusche zu hören. Brady wandte sich um und entdeckte einen schwarzen Übertragungswagen, gefolgt von zwei PKW und einem Sprinter.
»Verfluchtes Pressepack«, zischte Sean. »Die riechen Polizisten zehn Meilen gegen den Wind wie Fliegen die Scheiße.«
Brady sah zu, wie der Übertragungswagen direkt vor der provisorischen Absperrung hielt, die die Kollegen errichtet hatten, damit die Spurensicherung in Ruhe arbeiten konnte. Ein paar Sekunden später hatten auch die anderen Autos vor dem Flatterband gehalten und ihre Insassen waren dabei, sperrige Kameras und Tonangeln auszuladen.
»Danke fürs Mitnehmen«, rief eine Blondine in einem roten Kostüm und sprang aus einem der PKW. Sie hielt einen Notizblock in der Hand und drängte sich zwischen ihren Kollegen nach vorne an die Absperrung.
»Kein Zutritt.« Einer der Streifenbeamten vertrat ihr den Weg, als fürchte er, dass sie kurzerhand über das Flatterband springen würde.
»Ich möchte den Detectives nur ein paar Fragen stellen.«
»Die haben keine Zeit, Miss. Müssen arbeiten.«
Sean wandte sich ab, doch Brady betrachtete das Schauspiel amüsiert. Zu dem ersten Beamten hatte sich ein zweiter gesellt. Beide standen breitbeinig da und hatten die Arme in die Hüften gestemmt.
»Vielleicht können Sie mir ein paar Antworten geben?«, versuchte es die Blonde jetzt an den Kollegen gewandt.
»Kein Interesse.«
Mittlerweile waren auch die anderen Journalisten näher gekommen. Einige von ihnen schienen sich zuerst einen Überblick verschaffen zu wollen, andere fotografierten bereits wild drauflos, als würde es irgendetwas geben, was über das übliche Spurensicherungsspektakel hinausginge. Brady fragte sich, wie die Bluthunde von der Presse immer so schnell Wind von einer Polizeiaktion bekamen.
»Detective!« Ein dürrer, junger Mann machte winkend auf sich aufmerksam. Brady ignorierte ihn. »Wir haben gehört, im Fluss wurde eine Leiche versenkt. Ist der Mord der irischen Mafia zuzuschreiben?«
»Hör gar nicht hin«, riet ihm Sean und entfernte sich ans Flussufer.
»Können Sie uns wenigstens verraten, ob–«
»Gerüchten zufolge war–«
Brady verstand nur noch Bruchstücke. Die Reporterinnen und Reporter übertönten sich zunehmend gegenseitig und verursachten ihm jetzt schon Kopfschmerzen. Einer reckte sogar seine Tonangel über das Sperrband und hielt Brady sein Mikrofon beinahe unter die Nase.
»Detective, hat der Mord etwas mit Weihnachten zu tun? Handelt es sich um eine Opferung?«
»Schluss jetzt!« Brady schlug das Mikrofon zur Seite und stampfte auf das Absperrband zu. Die beiden Streifenpolizisten ließen ihn durch.
»Ich weiß nicht, wer Sie alle auf die gottverdammte Idee gebracht hat, dass wir eine Leiche gefunden haben! Wir führen hier nur eine Übung durch. Und da jegliches Aufzeichnen von Polizeiarbeit untersagt ist, bitte ich Sie, nun wieder abzuziehen.« Brady hoffte, dass die Presse ihm den Bluff abkaufte. Ein paar der Reporter schienen zumindest unschlüssig, weshalb er noch einen draufsetzte. »Wenn Sie nicht sofort verschwinden, dann lasse ich Ihr gesamtes Equipment konfiszieren und auf illegale Aufnahmen überprüfen. Wird es bald?«
Ein unwilliges Raunen ging durch die Menge, dann zogen sich die ersten Journalisten in ihre Wagen zurück. Zwei, drei hartnäckige Gesellen entfernten sich lediglich wenige Meter und sprachen mit verstohlenen Seitenblicken in ihre Aufnahmegeräte. Brady ging zurück unter den Baum, an dem er zuvor schon gestanden hatte. Ihm würde ganz sicher niemand mehr nervige Fragen stellen und so war es wahrscheinlich, dass die Journalisten bald wieder fuhren. Es konnte ihm egal sein, was weiter passierte. Es gab nichts zu sehen, also gab es auch nichts, was morgen in der Zeitung stehen würde. Der Regen und der aufziehende Wind würden ein Übriges tun, um die Störenfriede zu vertreiben.
»Detective?«
Brady fuhr herum und sah sich der aufdringlichen Blondine gegenüber. Offenbar hatte sie den Tumult genutzt, um die Absperrung ungesehen zu überwinden.
»Sie dürfen hier nicht sein.«
»Mich hat niemand daran gehindert.« Sie schlug ihren Notizblock auf und zückte einen Stift. »Drei Fragen, dann gehe ich.«
»Sie gehen jetzt.«
»Zwei Fragen.« Sie lächelte ihn an und klimperte mit den Wimpern.
»Auch nicht eine. Sie haben hier nichts zu suchen. Dies ist ein Tat–« Brady brach ab.
»Ups, verraten.« Die Blondine kritzelte etwas auf ihren Block. »Was für ein Tatort?«
»Es reicht jetzt!« Unter anderen Umständen hätte er sich darüber gefreut, wenn eine Frau derart hartnäckig war, jetzt machte ihn ihre Anwesenheit lediglich unruhig. Er packte sie am Arm und zog sie mit sich.
»Nicht so eilig. Wir fangen doch gerade erst an, uns so nett zu unterhalten.«
Brady antwortete ihr nicht. Stattdessen zerrte er sie weiter und hob dann mit einer Hand das Flatterband hoch. »Durchklettern.«
»Ist ja schon gut.« Die Blondine bückte sich unter den verdutzten Blicken der Streifenbeamten unter der Absperrung hindurch und richtete ihre Kleidung.
»Ihr Taxi macht sich aus dem Staub.« Brady deutet auf den PKW, mit dem sie gekommen war. Der Fahrer hatte den Motor eingeschaltete und schlängelte sich an dem Sprinter vorbei.
»Was? Mist.« Sie wedelte mit den Armen und lief los. »Hey, warte!«
Brady schaute ihr kopfschüttelnd dabei zu, wie sie das Auto anhielt und schimpfend hinzu stieg. Dann widmete er sich wieder der traurigen Szenerie unten am Ufer des River Camac.




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Neuschwanstein / Norbert Klugmann

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Diesmal habe ich ein Buch für euch, dass ich seit 2008 in meinem Buchregal habe. Als ich es im Buchpaket ersteigert hatte, fand ich den Inhalt zwar interessant, aber die vielen Seiten wirkten abschreckend. Bei guten Büchern können sie ruhig über 800 Seiten haben, aber die Erfahrung hat mich gelehrt, dass ich die meisten guten Bücher lediglich 500 Seiten haben. Hinzu kam ein Bauchgefühl, dass eher negativ war, und so habe ich das Buch stets vor mir hergeschoben. Für eine Lesechallenge brauchte ich jedoch ein Buch mit über 800 Seiten und so kam dieses in meine Hand.

'''Buchdaten'''
Autor: N. Klugmann
Titel: Neuschwanstein
Taschenbuch
Verlag: Heyne (1997)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453130561
ISBN-13: 978-3453130562
Kosten: 0,01€
Seiten: ca 800
Serie: -
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Irrsinn / Dean Koontz

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Hallo ihr Buchverrückten der Welt!!!!

Heute habe ich ein Buch für euch, dass noch aus den letzten Zügen von Tauschticket, wo es noch kein Geld kostete, ertauscht habe. Ich liebe Horror und Spannung, und Dean Koontz ist dafür bekannt. Bei dem schönen Wetter habe ich es mir mit meinen Kids im Garten gemütlich gemacht und während sie Ball gespielt haben, habe ich mit „Irrsinn“ angefangen.

'''Buchdaten'''
Autor: Dean Koontz
Titel: Irrsinn
Taschenbuch: 466 Seiten
Verlag: Heyne TB (1. November 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453020359
ISBN-13: 978-3453020351
Originaltitel: Velocity
Preis: 8,95€
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Jagdfieber / Robert L Stine

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Als Leseratte lese ich rund 200 Bücher im Jahr und muss sehr häufig feststellen, das meine Anforderungen mit jedem Jahr etwas steigen. Dabei isollte jedoch übertrieben werden. Mehr verlange ich nicht. 

Und bei R. L. Stine weiß ich, dass 90% seiner Werke genau meinen Erwartungen entsprechen. Deswegen habe ich mich auch diesmal nach einem abenteuerreichen Tag mit meinen Jungs an dieses Buch gemacht, welches ich mir in einem Fear Street Paket schon letztes Jahr gekauft hatte.

'''Buchdaten'''
Autor: R. L. Stine
Titel: Jagdfieber
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Loewe Verlag; Auflage: 1 (15. Januar 2003)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785546513
ISBN-13: 978-3785546512
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Kosten: 7,50€
Serie: Fear Street

'''Leseinformationen'''
Genre: Jugendbuch
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Kids ab 12
Lesedauer: 2 Stunden
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Das Zimmermädchen / Annegret Held

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Diesmal habe ich mir ein Buch mit dem Buchstaben „Z“ geschnappt. Um meinem Stapel ungelesener Bücher an den Kragen zu gehen, nehme ich regelmäßig an verschiedenen Challenges teil und mir fehlte noch ein Buch mit Z. Dieses Buch hatte ich schon einmal angefangen, aber ich fand es im ersten Moment nicht überzeugend, und so blieb es bis jetzt liegen. Nun habe ich es gelesen und muss es euch unbedingt vorstellen.

'''Buchdaten'''
Autor: Annegret Held
Titel: Das Zimmermädchen
Gebundene Ausgabe: 249 Seiten
ISBN-10: 3936384061
ISBN-13: 978-3936384062
Preis: 18€

''Leseinformationen'''
Genre: Belletristik
Niveau: leicht
Leserschaft: Frauen
Lesedauer: 2 Tage
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Plaudereien in meinem Studierzimmer / Wilhelm Busch

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Hallo alle zusammen...Heute habe ich ein Buch, welches ich von einer befreundeten Autorin geschenkt bekommen habe. Sie hat einige Bücher geerbt und da sie weiß, dass ich alles lese, hat sie mir ein Paket mit Büchern geschenkt. Darunter war auch dieses. 

'''Buchdaten'''
Autor: Wilhelm Busch
Titel: Plaudereien in meinem Studierzimmer
Sondereinband: 299 Seiten
Verlag: Aussaat; Auflage: 10., Aufl. (17. Januar 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3761535570
ISBN-13: 978-3761535578
Preis: 0,01€

'''Leseinformationen'''
Genre: Sachbuch
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 4 Tage
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Urlaub in Italien

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Als Mutter von zwei Kindern mache ich mir natürlich Gedanken, denn bald rücken die Sommerferien näher. Einige von euch haben sicherlich schon ihren Urlaub gebucht, aber vielen geht es wie uns, die gar nicht wissen, wo es hingehen soll. Von einer anderen Mutter habe ich erfahren, dass sie in diesem Jahr nach Italien fliegt. 



Quelle: commons.wikimedia.org © Litte Ani
Bella Italia - Sonne, Sommer, Strand. Das wäre auch etwas für eine Leseratte wie mich. Schön am Strand liegen mit einem Buch in der Hand, den Kindern beim Spielen zu sehen und Spaß haben. Italien selbst hat natürlich noch viel mehr zu bieten, sowohl kulturell, als auch vom Spaßfaktor her. Zudem ist es besonders Familienfreundlich. Wenn ihr mehr über das Land und einen Urlaub in Italien mit der Familie lesen wollt, dann kann ich euch diesen Bericht empfehlen. Uns hat er jedenfalls dazu bewogen, einen solchen Urlaub zu planen. 

Ich habe schon mal ein paar tolle Buchtipps für einen solchen Urlaub herausgesucht. Vielleicht ist ja für euch auch etwas dabei, und macht euch den Urlaub in Italien noch schmackhafter, als lange flache Strände, gastfreundliche Menschen, leckere Pasta und Sonne.


  • Spannung gibt es mit dem neuen Roman von - In ihrer dunkelsten Stundevon Gianrico Carofiglio
  • Was fürs Herz gibt es hiermit - Der Mondscheingarten von Corina Bomann
  • Klassik gibt es mit - Der Kaufmann von Venedig / Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare
  • Fantasie zwar nicht ganz neu, aber sorgt für Unterhaltung -  Engelsleid von Inka-Gabriela Schmidt 
  • Und hiermit könnt ihr die Kids beschäftigen - Wir entdecken Italien mit CD: Reise um die Welt von Max Kruse

Und wenn euch meine Buchtipps und die Informationen der Seite noch nicht überzeugen konnten, dann sind hier noch einmal 111 weitere Gründe für einen Urlaub in Italien.


111 Gründe, Italien zu lieben - Eine Liebeserklärung an die Kunst zu Leben von Beate Giacovelli






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Hals über Kopf / Kathy Reichs

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Dieses Buch habe ich nun schon einige Monate, nein Jahre vor mir hergeschoben. Der Grund liegt daran, dass ich bei der Autorin nie weiß, was mich erwartet. Mein letzter Reichs liegt rund ein Jahr her und war ein absoluter Flop. Da mein Mann das Buch angefangen hatte und es abgebrochen hatte, war ich auf das Schlimmste gefasst. Allerdings habe ich im Moment eine Phase, wo ich gerne mal einen schönen Krimi / Thriller lese, und so hab ich mich einfach mal dran gewagt. Zumal wir gerade wieder mit Bones angefangen haben, war ich glücklicherweise in der richtigen Stimmung.

'''Buchdaten'''
Autor: Kathy Reichs
Titel: Hals über Kopf
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Blanvalet; Auflage: 1. Auflage (7. April 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442369762
ISBN-13: 978-3442369768
Originaltitel: Break No Bones
Kosten: 8,95€
Serie: Brennan

'''Leseinformationen'''
Genre: Thriller
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 2 Tage
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Schöner wird's nicht / David Sedaris

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Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

Von einer guten Freundin bekam ich kurz vor der Geburt meines Sohnes ein riesiges Buchpaket geschenkt, damit ich in all den schlaflosen Nächten was zu lesen habe. Darunter war auch dieses Exemplar. Zum Lesen bin ich allerdings erst jetzt gekommen, denn ihr wisst, ich mag keine Kurzgeschichten und das Buch hat reichlich davon im Angebot.

'''Buchdaten'''
Autor: David Sedaris
Titel: Schöner wird’s nicht
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Heyne Verlag; Auflage: Vollst. dt. Taschenbuchausg. (8. Februar 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453407334
ISBN-13: 978-3453407336
Originaltitel: When you are engulfed in flames
Preis: 0,01€
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Das Ungeheuer von Florenz - Guarnaccias zehnter Fall / Magdalen Nabb

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Dieses Buch liegt nun schon seit 4 Jahren auf meinem Stapel mit ungelesenen Büchern. Ich habe es damals gesehen und fand es interessant, sodass ich es vom ersten Blick auf den Stapel mit 3 Sternen gelegt habe. Da es sich jedoch um eine Serie handelt und ich mir ein so spätes Band recht schwer fand, habe ich es lange vor mir hergeschoben. Nachdem ich den ersten Versuch abgebrochen hatte. Bis jetzt.

'''Buchdaten'''
Autor: Magdalen Nabb
Taschenbuch: 544 Seiten
Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: 1.auflage (2002)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3257230974
ISBN-13: 978-3257230970
Kosten: 11,90€
Serie: Maresciallo Guarnaccia

'''Leseinformationen'''
Genre: Krimi
Niveau: anspruchsvoll
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 3 Tage
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Das Lied der weißen Wölfin / Claire Bouvier

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'''Buchdaten'''
Autor: Claire Bouvier
Titel: Das Lied der weißen Wölfin
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Verlag); Auflage: 1 (22. Juni 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404166736
ISBN-13: 978-3404166732
Kosten: 8,99€
Serie: -

'''Leseinformationen'''
Genre: Historischer Roman
Niveau: leicht
Leserschaft: Frauen
Lesedauer: 2 Tage
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Aufgabe Mai Subabbau Extrem

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In diesem Monat ist die Aufgabe 3:1. Drei Bücher lesen und eins darf man sich kaufen.. Klingt gut, aber ich versuche trotzdem keins zu kaufen


NEU IM MAI
Grimzhag von Alexander Merow
GELESEN VOM ALTSUB
1. Ein sicheres Haus erworben 07/2011
2. Das Lied der weißen Wölfin erworben 12/2012
3. Das Ungeheuer von Florenz erworben 05/2008
4. Schöner wirds nichts erworben 07/2011
5. Hals über Kopf erworben 11/2009
6. Plaudereien in meinem Studierzimmer erworben 07/2011
7. Das Zimmermädchen erworben 12/2011
8. Jagdfieber erworben 10/2012
9. Irrsinn erworben 10/2011
10. Neuschwanstein erworben 05/2008
11. Brandherd erworben 11/2009

GELESENE NEUE BÜCHER
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Ein sicheres Haus / Nicci French

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Als Leseratte lese ich rund 200 Bücher im Jahr und muss sehr häufig feststellen, das meine Anforderungen mit jedem Jahr etwas steigen. Dabei ist es in meinen Augen gar nicht so schwer mich zufrieden zu stellen. Ein guter Plot, ein angenehmer Stil, eine ideale Umsetzung, authentische Protagonisten und je nach Genre ein gute Portion Romantik, Fantasy oder Spannung. Keiner dieser Punkte sollte jedoch übertrieben werden. Mehr verlange ich nicht.

Nicci French ist ein solches Autorenduo. Auch wenn mich nicht immer alles umhaut, so kann das Gesamtwerk meist überzeugen. Aus diesem Grund habe ich mir auch das Buch bei der Tauschbörse ertauscht. Es handelt sich um einen Roman mit zwei kompletten Geschichten. Die erste davon habe ich nun gelesen, und möchte sie euch vorstellen.

'''Buchdaten'''
Autor: Nicci French
Titel: Ein sicheres Haus
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Goldmann (4. Februar 2004)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442435528
ISBN-13: 978-3442435524
Kosten: 0,01€ gebraucht
Serie: -

'''Leseinformationen'''
Genre: Psychothriller
Niveau: leicht
Leserschaft: Frauen
Lesedauer: 2 Tage

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