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Jingo, das Wildpferd von der Insel / Jocelyn Arundel

Hallo lieber Leser, liebe Leserin.



Das Buch, das ich euch heute vorstellen darf, habe ich bei unseren Altpapier in einem Karton voller Bücher gefunden. Alles was halbwegs interessant aussah, habe ich mitgenommen und obwohl ich kein Fan von Pferdebüchern bin, konnte ich es nicht dem Regen aussetzen und liegen lassen. Gesangsbücher okay, ab so ein süßes Kinderbuch. Bei dem schönen Wetter konnte man das sehr alt riechende Buch auch gut lesen. Pferde sind schon eine schöne Sache, auch wenn ich die Bücher nicht so sehr mag. Ich selbst bin mehrere Jahre geritten und meine Schwester hat sogar ein eigenes Pferd. Wer jetzt nach dem Bericht selbst vielleicht Lust auf ein eigenes Pferd oder Reiten hat, schließlich ist das der Traum eines jeden Mädchens, der sollte einmal zum Pferdemarkt gehen. Hier gibt es nicht nur Pferde, sondern generell viele tolle, private Angebote rund ums Pferd und Reiten, wie zum Beispiel Reitbeteiligung, Reiterstiefel oder ähnliches. Ihr könnt sogar selbst eine solche Anzeige schalten, wenn ihr ein Pflegepferd sucht. Zur Seite geht es hier entlang.   



'''o0o Allgemeine Daten o0o'''

Autor: Jocelyn Arundel

Titel: Jingo, das Wildpferd von der Insel

Pappbilderbuch: 153 Seiten

Verlag: Boje-Verl. (1960)

ASIN: B0000BFY0C

Preis: 0,44€



'''o0o Leseinformationen o0o'''

Genre: Kinderbuch „Tiere“

Niveau: leicht

Leserschaft: Kids ab 8

Lesedauer: 2 Tage



'''o0o Autor/in o0o'''

Ich muss an dieser Stelle mal wieder passen. Ich habe weder im Buch noch via Google etwas über die Autorin gefunden. Dementsprechend kann ich hier nur fragen, ob jemand etwas über sie weiß, damit ich ergänzen kann.




'''o0o Optik o0o'''

Es ist eben aus wie ein altes Kinderbuch. Ein Pferd ist im Vordergrund und im Hintergrund eine Herde von Pferden, die jedoch nicht so schön sind, wie das Rotbraune. Ja, ist nett gestaltet. Früher waren die Kinderbücher auch viel hübscher.



'''o0o Zitierter Klappentext o0o'''

Jenny (11 J.) und ihr Freund Tim (13 J.) leben auf einer der Bahama-Inseln. Sie lassen keine Gelegenheit aus, Wildpferde zu beobachten. Es gelingt ihnen auch, das Zutrauen eines der Pferde, das sie Jingo nennen, zu gewinnen. Als sie es aber nach langen Bemühungen einfangen wollen, hat ein Fremder das Pferd entführt. Eine abenteuerliche Verfolgung beginnt, bei der die Kinder Ausdauer entwickeln und einen klaren Kopf bewahren müssen.(Quelle: Klappentext)



'''o0o Leseprobe o0o'''

Eine Leseprobe, die ich verlinken kann, habe ich leider nicht gefunden. Wer kleinere Eindrücke haben möchte, kann diese dem Zitat, welches meine Meinung untermalen soll, entnehmen. Wie immer gibt es das unter „Meine Meinung“.



'''o0o Inhalt in eigenen Worten o0o'''

Jenny ist seit kurzem auf den Bahamas und vermisst das Reiten. Außer Wildpferden gibt es jedoch keine auf den Inseln. Kurzer Hand beschließt sie eines zu zähmen. Unterstützung findet sie durch ihren besten Freund Tim, der sie immer zur anderen Insel hinüber fährt und ihr hilft, wo er nur kann. Schnell hat sie eine wunderschöne rotbraune Stute ausgewählt, die sie Jingo nennt. Mit jedem neuen Tag und dank der leckeren Makronen ihrer Mom gelingt es es Jingo zu zähmen. Allerdings bleibt dies nicht unentdeckt, denn Dan, ein Jäger mit Jagdschein, bekommt davon Wind. Als sie sich selbst einen solchen Jagdschein holen will, um damit Jingo zu sich zu holen, kommt sie zu spät, denn Dan war einfach schneller und hat sich ihr zahmes Pferd geschnappt. Er will es verkaufen und ist schon mit seinem Schiff unterwegs. Zusammen mit Tim und dessen Vater, der Kapitän eines Frachters ist, fährt sie ihm nach und versucht Jingo aus seinen Klauen zu befreien. Doch als sie das Schiff einholen, ist kein Jingo an Bord. Die Suche beginnt von Neuem.



'''o0o Meine Meinung o0o'''

Pferdebücher sind eine Spezies für sich. Manche Mädchen lieben diese Werke, andere Mädchen, sowie ich damals, sind lieber geritten, als die Werke zu lesen. Damit will ich einfach nur sagen, dass diese Tierbücher nicht jedem liegen, und auch Jahre später, kann ich diesen Werken in der Regel nichts abgewinnen. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel, und so ist es auch hier. Dieses Buch kann überzeugen und ist glücklicherweise alles andere als langweilig.



Dabei war der Anfang alles andere als vielversprechend. Man wird in eine harmlose Geschichte geworfen. In einer Zeit, die zumindest ich so gar nicht kannte. Zumindest wird der Leser nicht alleingelassen und bekommt artig erklärt und per Karte gezeigt, wo die Bahamas liegen, wie sie aufgeteilt sind, aber eben auch Informationen, die damals sicherlich sehr interessant waren. Oder wusstet ihr, dass es auf den Bahamas damals nur Wildpferde gab, die lediglich per Jagdschein gefangen werden durften? Ich wusste das alles nicht. Dementsprechend ist der Lernfaktor, wenn auch leicht veraltet, hoch. Man muss aber erst einmal den Einstieg finden. In dieser Zeit bekommt man Jenny und ihren Freund Tim vorgestellt. Beide sind liebenswert, beste Freunde und sehr schöne Figuren, mit denen sich die Kinder gut identifizieren können.



Im Grunde geht es von der ersten Seite um die Jagd und das Zähmen eines Pferdes. Am Anfang empfand ich es als lahm, aber trotzdem schön zu sehen, wie liebevoll die Annäherung an das Pferd von statten geht. Es ist eine Umsetzung, die auch heute noch Hand und Fuß hat.



ZITAT S. 9

In der ausgestreckten Hand hielt Jenny ihre letzte Makrone. Während sie lockte und pfiff, spielten die Ohren des Pferdes.



Ihr seht, dass hier wirklich auf Pferd, Reiter und das Zusammenspiel eingegangen wird. Nun muss man aber keine Angst haben, dass dies schon die ganze Spannung war. Sobald die Verfolgungsjagd beginnt, wird es richtig spannend. Man fiebert mit, und auch wenn man weiß, dass Jenny ihr Pferd wohl bekommen wird, möchte man auch wissen wie, und wohin es verschwunden ist. So wird man gefesselt und selbst ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Durch den einfachen, kindlichen Stil ist man gefesselt.



Untermalt wird das Ganze nicht nur von schwarz-weiß Zeichnungen, sondern eben auch von Karten, die dem Kind zeigen, wo es sich gerade befindet. Eine feine Sache, die mir oftmals bei heutigen Büchern fehlt.



Alles in allem ein erfrischendes Pferdebuch, das eine einfühlsame Geschichte zu erzählen hat.



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