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Die Brücken der Freiheit / Ken Follett

Hallo lieber Leser, liebe Leserin.

Quelle: Bastei Lübbe

Tja, eigentlich bin der Typ, der sich ein viele Überraschungsbücher holt. So viele schöne würde man verpassen, weil der erste Eindruck nicht überzeugen kann. Bei diesem Buch habe mich brhieden. Viele seiner Werke gefielen mir, und obwohl nur der Titel angegeben war, hab ich mich breitschlagen lassen. Statt es aber gleich zu lesen, landete es lange Zeit auf dem Stapel der ungelesenen Werke. Viele Seiten und da bei meiner Ausgabe der Schutzumschlag fehlte, erfuhr ich nie, worum es ging. Irgendwann siegte jedoch die Neugierde und ich habe es bereut. Warum möchte ich euch nun verraten. 






'''o0o Allgemeine Daten o0o'''
Autor: Ken Follett
Titel: Die Brücken der Freiheit
Gebundene Ausgabe
Verlag: Bertelsmann-Club, (1997)
Sprache: Deutsch
ASIN: B002V4XXRU
Seiten: 544
Preis: 0,01€

'''o0o Leseinformationen o0o'''
Genre: Historisch
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 2 Tage


'''o0o Informationen zum Autoren o0o'''
Ken Follet wurde am 5.6.1949 in Cardiff als erstes von drei Kindern geboren. Im Alter von 10 Jahren zog er mit seiner Familie nach London. Als Kind haben ihm seine Eltern Fernsehen aus religiösen Gründen verboten, sodass er seine Unterhaltung aus Büchern zog. Kein Wunder, dass aus ihm ein berühmter, britischer Schriftsteller wurde. Seine Werke sind meist klassisch mit einem Hauch von Thriller. Berühmt wurde er durch einen solchen Roman „Die Nadel“. Auch seine historischen Romane haben weltweiten Erfolg. Privat ist er zum zweiten Mal verheiratet mit einer ehemaligen Abgeordneten des britischen Unterhauses.

Weitere Werke:

# Die Säulen der Erde
# DieNadel
# Mitternachtsfalken

'''o0o Wie schön ist das Cover o0o'''
Zum Cover kann ich diesmal nichts sagen, da ich nicht weiß, welche Ausgabe ich habe. Allerdings sehen alle, die ich zu diesem Buch gefunden habe, sehr schön aus.

'''o0o Zitierter Klappentext o0o'''
Vom alten England bis in die Neue Welt spannt sich der große Bogen des abenteuerlichen Lebens zweier Menschen auf der Suche nach Freiheit. In den schottischen Kohlengruben herrscht das Gesetz der Sklaverei. Doch Mack McAsh, ein junger Bergmann, träumt davon, frei zu sein. Er flieht nach London - und gerät in eine andere Form von Knechtschaft: Als Aufrührer verurteilt, wird er in Ketten nach Virginia verschifft. Dort trifft er auf Lizzie Jamisson, die Frau, die ihm einst zur Flucht verholfen hat und dabei ihr eigenes Glück als Preis zahlte. (Quelle: Klappentext)

'''o0o Leseprobe o0o'''
Aus rechtlichen Gründen verlinke ich nur die Leseprobe auf eine Seite, wo die Genehmigung vorliegt.

http://www.amazon.de/Die-Brücken-Freiheit-Ken-Follett/dp/340412815X/ref=pd_sim_sbs_b_1

'''o0o Inhalt in eigenen Worten o0o'''
Schottland 1767:In den Bergwerken von Sir George Jamisson arbeiten zahlreiche Menschen. Von der Geburt an gehören sie dem Bergwerk und müssen unter unmenschlichen Bedingungen, ständigem Hunger und Kälte arbeiten. Ihr einziger Wunsch ist die Freiheit. Mack und seine Schwester Esther haben schon früh ihre Eltern verloren und müssen ihren Lebensunterhalt alleine bestreiten. Die Zwillinge arbeiten ebenfalls in diesem Bergwerk. Doch Mack hat davon gehört, dass das Recht aussagt, dass man sich gegen diese Zwangsarbeit wehren kann. Was die Eltern bestimmen, muss eingehalten werden, aber als Erwachsener kann jeder Schotte entscheiden, ob er frei ist oder nicht. Arbeitet er als Erwachsener 1 Jahr und 1 Tag ist er jedoch an das Bergwerk gekettet. Bei einem Kirchengang, wo auch Sir George Jamisson, seine Familie und die Nachbarn dabei sind, spricht er dies an. Als Störfaktor wird er der Kirche verwiesen und Lizzy, die Tochter der Nachbarsfamilie, wirft ihm sogar vor Undankbar zu sein. Er bringt sie jedoch auf die Idee einmal zu sehen, wie das Leben unter Tage wirklich ist. Jay, der zweite Sohn von Sir George hilft ihr. Einerseits weil er sie mag, zum anderen möchte er seinem Bruder Robert, der sie wegen des Grundstücks heiraten will, eins auszuwischen. Dabei verliebt sie sich in Jay und stimmt einer Heirat mit ihm zu. Während sie Heiratspläne schmieden, versucht Mack zu fliehen, wird jedoch eingefangen und vor ein Pferd gespannt, sodass er Arbeiten muss und seine Frist als Erwachsener überschreitet. Er flieht trotzdem und findet Hilfe von Lizzy, die ihm das Leben rettet, als er im Fluss fast ertrinkt. Er geht nach London und auch dort zieht er das Pech magisch an. Er findet nur schwer Arbeit, und als er auch dort für das Abladen von Kohle über den Tisch gezogen werden soll, lehnt er sich auch hier auf. Dadurch gerät er wieder mit Sir George aneinander, denn ihm gehören die Schiffe, die er entlädt. Als die Unternehmer, für die er sonst gearbeitet hat, einen Plan aushecken, kommt er ins Gefängnis und soll gehängt werden. Seine Freundin Cora und ihre kleine Diebin Peggy haben ihn verraten, um nicht gehängt zu werden. Lizzy, die davon, aber auch von der Tatsache, dass ihr Mann sie hintergeht, erfährt, setzt sich für ihn ein. Am Ende gehen alle nach Amerika. Mack, Peggy und Cora als Sträflinge, Lizzy und Jay für einen Neuanfang als Tabak-Plantagen-Besitzer. Doch auch dort werden alle vom Pech verfolgt. Lizzy verliert ihr Kind, und ihr Mann verspielt das gesamte Vermögen, als dann die Tabakernte eine Pleite ist, und sie ihn mit einer Sklavin erwischt, erkennt sie, dass sie eigentlich schon immer Mack geliebt hat. Zusammen fliehen sie, aber Jay, der seine Pleite nur mit einem ehelichen Kind verhindern kann, ist ihnen auf den Fersen und schreckt auch nicht vor Mord zurück.

'''o0o Wie gefällt das Buch o0o'''
Ken Follett ist ein bekannter Autor, von dem ich schon so manches Werk gelesen habe. Während ich seine Thriller wirklich genial finde, sind seine historischen Umsetzung oftmals etwas langatmig. Nicht negativ, aber die Seiten ziehen sich doch. Dementsprechend habe ich bei diesem Buch, nachdem ich es mir ertauscht habe, auch so lange gezögert. Ohne Schutzumschlag, wusste ich nicht worum es ging, und das nachzuschlagen, dafür war ich zu faul. So wurde ich völlig hilflos in diese Geschichte geworfen.

Stellt euch folgende Situation vor. Ihr kauft ein Haus und findet dort eine Kiste mit Sachen. Ich gehöre dann zu den Leuten, die sich dann überlegen, welche Geschichte dahinter steckt. Genau diesen Ansatz hat Follett aufgegriffen und als Ausgangssituation gewählt. Gefunden hat die Person ein zerfallenes Buch, und eine Halskette von einem Sklaven. Eine gute Einleitung, die jedoch später nicht mehr aufgegriffen wird, und in meinen Augen aus dieser Perspektive betrachtet eher eine Enttäuschung ist, denn man möchte ja noch einmal ein paar Worte über diese Spekulationen haben.

Obwohl ich anfänglich meine Bedenken hatte, und nicht wusste, in welche Welt ich entführt werde, schafft es Ken Follett, dass ich mich sofort unglaublich wohl fühlte. 1767 ist eine längst vergangene Zeit und trotzdem wirkt sie auf mich so lebendig, wie die Gegenwart. Abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven, mal aus Mack, Lizzy oder Jays Sicht, erfährt der Leser den Fortgang der Geschichte. Alle beteiligten Figuren werden schon am Anfang sehr authentisch und charakterstark präsentiert. Dabei sind sie so unterschiedlich, sodass der Leser sofort entscheiden kann, für wen er sympathisiert und wen er überhaupt nicht leiden kann. Trotzdem lässt der Autor Spielraum für Entwicklungen zum Positiven, aber auch zum Negativen. Mack zum Beispiel ist von der ersten Seite an selbstbewusst, willensstark und trotzdem einfühlsam, während man für Lizzy zwar Sympathie empfindet, sie aber noch nicht genau einschätzen kann. Sie könnte das verwöhnte, reiche Mädchen, aber auch die starke Persönlichkeit sein, die man sich wünschen würde.

Während die Figuren unglaublich gut eingeführt sind, lässt der Autor den Rest jedoch nicht aus den Augen. Sowohl die politische Situation, die Gesetze, als auch geschichtliche Aspekte werden perfekt eingeflochten. Man hat das Gefühl wirklich in dieser Zeit zu sein, und man kann eine Menge lernen. Zeitgleich beschreibt er Landschaften, Orte und Begebenheiten so lebendig, dass man nicht mehr aufhören kann ein Teil davon zu sein.

Nun sind solche Schilderungen nicht ungewöhnlich. Sie bringen jedoch nicht den gewünschten Effekt, wenn die Handlung an sich total gähnend langweilig ist. Bei diesem Buch ist das jedoch nicht der Fall. Zwar setzt Ken Follett übertrieben häufig auf den Aspekt, dass Mack wegen seiner Freiheitsliebe und Gerechtigkeitssinn in Ungnade fällt, aber es macht ihn sympathisch. Es ist spannend den Erlebnissen im Bergwerk zu folgen und zu erleben, wie dramatisch es früher tatsächlich unter Tage war. Für jeden Ort lässt sich der Autor etwas neues und spannendes einfallen. Für London greift er den Streik von Kohlelöschern auf, und in den USA ist es eine Missernte von Tabak und der Hass gegen die Schwarzen.

Neben den spannenden Aspekten, die sich hauptsächlich durch Komplotts oder Kämpfe bemerkbar machen, setzt der Autor auch auf Liebe. Was ist schon ein Buch ohne eine zarte Liebesgeschichte, zumindest in einem solchen historischen Roman. Was mich jedoch störte, war die Tatsache, dass ständig die Rede von Sex und anderen Spielereien war. Nicht allein diese Tatsache störte, sondern die ständigen Widerholungen.

ZITAT S. 461: Das Haar zwischen ihren Beinen passte zu den wilden dunklen Locken auf ihrem Kopf.
ZITAT S. 431: Er starrte auf das dichte dunkle Haar zwischen ihren Beinen.

Ihr versteht, dass solche Wiederholungen eher nervig, als unterhaltsam sind. Ungefähr 20 Mal kommt ein solcher Satz in diesem Buch vor. Ob mit oder ohne sexuelle Handlung. Auch andere Dinge werden so regelmäßig wiederholt.

Nichtsdestotrotz fühlt mich sich trotz der Wiederholungen nicht so genervt, dass man das Buch aus der Hand legen muss. Im Gegenteil man liebt das Buch trotzdem. Man möchte einfach weiterhin Teil dieser schön, konzipierten Geschichte sein, wissen, wie es mit den Protagonisten weiter geht. Das es zum Ende hin so entwickelt, wie man es sich von Anfang an gedacht hat, ist nicht weiter schlimm, denn ist schön und eine positive Entwicklung. Leider endet dann das Buch und lässt einen leicht wehmütig zurück. Und ich hätte mir noch eine Fortsetzung gewünscht, wie es dem Figuren später ergeht. So denkt man sich seinen Teil und hofft, dass es irgendwann doch weiter geht. Ich würde mich freuen, und daher kann das Buch nur volle fünf Sterne bekommen.


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Kommentare

  1. Stimme Dir voll und ganz zu!
    Sehr gute Rezension.

    Die Wiederholungen sind mir auch schon aufgefallen (allerdings nicht nur in diesem Buch!).
    Da ich es als E-Book gelesen habe, kam mir die Idee, mittels der Suchfunktion diese Wiederholungen heraus zu suchen; doch leider fehlte - wie so oft - die Zeit.
    Und: was sollte es bringen?
    Vielleicht liegt es ja auch an der Übersetzung?

    Auf jeden Fall: weiter so mit den Rezensionen.

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