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Brandherd - Ein Kay-Scarpetta-Roman / Patricia Cornwell



Hallo meine Bücherratten...

Dieses Mal habe ich ein ganz besonderes Buch für euch. Lange habe ich darum einen Bogen gemacht, denn gekauft habe ich mehrere Werke dieser Reihe eigentlich schon vor drei Jahren für meinen Mann, der damals Fan von Kathy Reichs war. Da ich nun bei einer Leseschallenge teilnehme, und die Aufgabe war, keine neuen Werke einer Reihe zu kaufen, habe ich sie zum Anlass genommen mit meinen Reihen anzufangen. Nun habe ich mich mehrere Tage durch dieses Buch gekämpft und will euch davon erzählen

'''Buchdaten'''
Autor: Patricia Cornwell
Titel: Brandherd
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (1. Dezember 2002)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442439035
ISBN-13: 978-3442439034
Originaltitel: Point of Origin
Preis: 0,01€

'''Leseinformationen'''
Genre: Thriller
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 5 Tage


'''Leseprobe'''
http://www.amazon.de/Brandherd-Ein-Kay-Scarpetta-Roman-Patricia-Cornwell/dp/product-description/3442439035/ref=dp_proddesc_0?ie=UTF8&n=299956&qid=1365441045&s=books&sr=8-1

Aus rechtlichen Gründen verlinke ich nur die Leseprobe auf eine Seite, wo die Genehmigung vorliegt.

'''Reihenfolge'''
(1990) Mord am Samstagmorgen / Ein Fall für Kay Scarpetta / Post mortem
Postmortem
(1991) Ein Mord für Kay Scarpetta / Flucht
Body of Evidence
(1992) Das fünfte Paar (Herzbube) (mit Leseprobe)
All that remains
(1993) Vergebliche Entwarnung / Phantom
Cruel and unusual
(1994) Body Farm (Das geheime ABC der Toten)
The Body Farm
(1995) Die Tote ohne Namen
From Potter´s field
(1996) Trübe Wasser sind kalt / Schuld
Cause of Death
(1997) Der Keim des Verderbens / Verderben
Unnatural Exposure
(1998) Brandherd
Point of Origin
(1999) Blinder Passagier
Black Notice
(2000) Das letzte Revier
The last Precinct
(2003) Die Dämonen ruhen nicht
Blow Fly
(2004) Staub
Trace
(2005) Defekt
Predator
(2007) Totenbuch
Book of the Dead
(2008) Scarpetta
Scarpetta
(2009) Scarpetta Factor
The Scarpetta Factor
(2010) Bastard
Port mortuary
(2011) Blut
Red mist
(2012) The bone bed

'''Pressestimmen'''
Ein atemberaubender Thriller in altbewährter Cornwell - Manier Freundin
Glücklicherweise ruht Patricia Cornwell sich nicht auf ihren Lorbeeren aus. Im Gegenteil, sie wird immer besser. Brandherd ist eine prickelnde Geschichte voller überraschender Wendungen - für Fans und solche die es bei der Lektüre sicher werden. Für Sie

===Nach dem Lesen===

'''Sarahs eigene Inhaltsangabe'''
Kay und Benton sind schon mit einem Bein im Urlaub. Es soll ein erholsamer Liebesurlaub werden, der jedoch durch einen Anruf jäh ausfallen muss. Kay wird als Gerichtsmedizinerin gebraucht. Eine Farm ist abgebrannt und neben zahlreichen Pferdeleichen gibt es auch eine menschliche Leiche. Anfänglich wird vermutet, dass es sich hierbei um den Besitzer Kenneth Sparkes handelt. Vor Ort muss Kay jedoch entdecken, dass es sich bei der Leiche um eine vollständig bekleidete junge Frau handelt, die augenscheinlich die Ex-Freundin von Kenneth Sparkes ist. Warum sie jedoch in dem Haus war, und vor allen Dingen, warum das Haus oder besser gesagt die Farm in Flammen aufgegangen ist, ist dem Team von McGovern und Kays Nichte Lucy jedoch ein Rätsel. Zumal der große Brand ohne jegliche Brandbeschleuniger entstanden ist, obwohl die Größe ohne Hilfsmittel gar nicht möglich gewesen wäre. Rätselhafter wird es jedoch, als Kay bei Recherchen auf weitere solcher ungeklärter Fälle stößt.

Aber nicht nur dieser Fall bereitet Kay Kopfzerbrechen und schlaflose Nächte, denn sie bekommt von Carrie, einer Psychopathin, die schon mehrere Morde begangen hat, und seit Jahren in der Psychiatrie sitzt, einen Brief. Als diese dann noch spurlos verschwindet und der Presse Kay und Lucy, mit der sie vor Jahren eine Affäre hatte, zum Fraß vorwirft, muss Kay nicht nur um ihr eigenes Leben, sondern auch das von ihrem Partner und Lucy fürchten. Schließlich waren alle daran beteiligt Carrie zu überführen.

Kay hat jede Menge zu tun, und macht dabei eine schreckliche Entdeckung, die zum tödlichen Wettlauf mit der Zeit wird. Einem Wettlauf, der blutig endet.

'''Sarahs Meinung'''
Gleich vor weg möchte ich sagen, dass mir diese Rezension sehr schwer fällt. Buch-Reihen sind dazu da, dass man sie der Reihenfolge nach liest. Ich hab jedoch ein Buchpaket ersteigert, wo fünf Werke von Patricia Cornwell vertreten waren. Wie bei Büchern von anderen Autoren, habe ich mir einfach eins herausgegriffen ohne auf die Reihenfolge zu achten. Meist hat man nach 50 Seiten ein klares Bild von den aktuellen Protagonisten, und findet sich dank liebevoller Rückblenden fix ein. Bei „Brandherd“ trifft dies jedoch nicht zu. Mag sein, dass es das einzige Buch ist, wo so extrem Bezug auf einen anderen Band genommen wird, aber damit hatte ich natürlich richtig Pech. Dementsprechend fällt es mir schwer das Buch so zu beurteilen, wie es mir möglich gewesen wäre, wenn ich den anderen Band gelesen hätte. Allerdings bin ich der Auffassung, dass auch solche Werke für Quereinsteiger umgesetzt sein müssen, und daher bewerte ich so, wie ich es empfunden habe.

Der Einstieg in das Buch war für mich unglaublich schwer. Kay und Benton sind zwei Figuren, die so völlig in den Raum geworfen wurden. Ohne große Beschreibung musste ich versuchen die Figuren kennenzulernen. Für einen Quereinsteiger wie mich schon sehr schwer. Für Fans der Reihe ist dies sicherlich angenehmer, denn sie kennen die Hauptfiguren schon. Ich empfand es jedoch mühsam diese halbwegs zu einem runden Bild zusammenzusetzen. Die wenigen Fetzen, die mir gereicht wurden, wiederholten sich zudem in vielen unterschiedlichen Szenen, sodass man hier sogar leicht genervt war. Zum Beispiel wird immer wieder darauf eingegangen, dass Lucy lesbisch ist, und Kay augenscheinlich ein Problem damit hat. In jeder weiblichen Person, sieht sie eine Affäre oder ähnliches.

Hinzu kommt die Tatsache, dass der Leser gleich zu Beginn auf einen alten Fall losgelassen wird. Kleinere Anspielungen, aber keine wirkliche Rückblende, die es mir als unwissenden Leser ermöglicht hätte, zu verstehen, worum es wirklich gegangen ist. Ein paar Morde, die Affäre mit Kays Nichte, aber es sind nur ein paar grobe Überschriften, wo der Inhalt einfach fehlt. Gut für Fans, die keine Lust auf ellenlange Wiederholungen haben, aber ihr seht, es ist nichts für Neulinge. Ständig habe ich mir zumindest die Frage gestellt, gehört der Brand zu Carrie und wenn ja inwiefern. Ich persönlich finde es zwar schön mit Rückblenden auch etwas über die Figuren und ihre Entwicklung zu erfahren, aber einen Fall auf einen anderen aufzubauen.... Ich hätte mich gefreut, wenn die Autorin hier wirklich nur die Brände als Thema genutzt hätte. Genug Potential hat auch dieser Ansatz in meinen Augen.

Erschwerend kommt der Stil hinzu. Habe ich mich bei Reichs schon stets über französische Sätze, Fachausdrücke und zähe Einstiege beschwert, kann ich zum ersten Mal sagen: Es geht noch schlimmer. Die ersten 100 Seiten habe ich mich durch die Szenen gequält. Zahlreiche Obduktionsbeschreibungen bis ins kleinste Detail. Einmal okay, aber muss man es ständig nochmals einbauen. Irgendwann war bei mir der Punkt erreicht, wo ich nicht mehr über das Abschaben der Knochen lesen wollte. Hier ein kleines Beispiel: Um vier Uhr war mein Stab im Autopsiesaal immer noch an der Arbeit, und ich ging hinein und hielt Ausschau nach Chuck. Er und zwei meiner Assistenzärzte arbeiteten an der Leiche der verbrannten Frau, entbeinten sie so gut es ging mit Hilfe von Kunstoffspateln, denn alles Härtere hätte die Knochen zerkratzen können.
Chuck schwitzte unter OP-Kappe und -Maske, während er Gewebe vom Schädel kratzte.(ZITAT S. 129). Es wird sogar darauf eingegangen, wie in einem Gastro-Handel eingekauft wird, welche Töpfe gewählt werden und ähnliches. Die Spannung leidet in meinen Augen sehr unter diesen zahlreichen Passagen, denn sie geht gänzlich unter. Ich liebe einen detaillierten und bildhaften Stil, aber man sollte dabei nicht das eigentliche Ziel aus den Augen verlieren, und bei einem Thriller oder Krimi kann es leicht passieren.

Nach gut 250 Seiten kam ich das erste Mal in Versuchung das Buch abzubrechen, denn ein atemberaubender Thriller ist etwas anderes. Immer wieder passiert etwas total zähflüssiges und dadurch ist die Lektüre echt quälend zu lesen. Ich habe es dann durchgezogen und mus sagen, dass die überraschenden Wendungen, wie sie die Pressestimmen angekündigt habe, überhaupt nicht eintreffen. Ich habe mir schon von Anfang an etwas ähnliches gedacht. Der Schluss selbst ist keine Überraschung, aber zumindest gut geschrieben. In meinen Augen der einzige Spannungsmoment im Buch.

Das Buch hat mir zumindest die Lust an weiteren Werken genommen, und trotzdem bin ich gespannt, wie die anderen Werke geschrieben sind. Alles in allem bekommt das Buch von mir drei Sterne.


© Eure CQ für www.sarahs-buecherwelt.blogspot.com
Verwendete Zitate werden ausgewählt und eingebaut um den Stil, Spannungsanteil, Detailreichtum oder ähnliches aufzuzeigen. Sie gehören nach wie vor dem rechtlichen Eigentümer und dienen lediglich der Unterstützung meiner Rezension.

Kommentare

  1. Kann der Autorin dieser Bewertung nur zustimmen, obwohl ich die Romane chronologisch gelesen habe. Bereits ab dem dritten Band : Das Fünfte Paar ging Scarpetta mir voll und ganz gegen den Strich. Die Protagonistin ist m.E. einfach nur nervig in ihrem ganzen Habitus, immer und immer wieder das gleiche: ihre Beziehungen, ob zu Mark oder Benton, ihre sich immer wiederholende Beschreibung ihrer bösen bösen lieblosen Schwester, ihrer Mutter, ständig wird es durchgekaut, ständig die gleiche Leier, ständig fängt sie an zu heulen, ( ich weiß nicht ob Cornwell sich dabei gedacht hat, dass das eben weiblich sei und einfach dazu gehören muß) Sie ist des weiteren arrogant und völlig von sich eingenommen. Allein wenn man ihre Beschreibung von Marino liest, ihrem "Partner", hatte ich den Eindruck als ob sie glücklich darüber wäre, jemanden zu haben auf den sie heruntersehen kann, ihre Beschreibung ob es sein Äußeres anbelangt, seine Kleidung oder auch sein Aussehen oder seine Bildung, ihr supertolles Eigenheim und seine wahrscheinliche Bruchbude, finde ich gelinde gesagt teilweise unverschämt und wie gesagt arrogant bis zum geht nicht mehr, dabei ist Marino für mich die sympatischste Figur.Und selbstverständlich ist ER rasend eifersüchtig auf ihre Beziehung zu Benton. Desweiteren geht bzw ging mir ihr Getue mit ihrer Nichte Lucy völlig auf den Geist.Auch als diese bereits erwachsen ist, will sie partout über deren Leben bestimmen, will bestimmen was sie darf oder nicht, ob sie einen Einsatz mitmachen darf oder nicht.Man hat den Eindruck als ob sie seitens ihres Verlegers eine Seitenanzahl als Vorgabe bekommen hat und mit den ständigen Wiederholungen die Seitenzahl erfüllt.Und was mich am meisten bisher gestört hat: der Täter ist oft genug ein deus ex machina und wird auf einigen wenigen Seiten abgehandelt, wie im Roman Der Keim des Verderbens. In der Regel macht man sich als Leser doch einen Sport daraus "mit zu ermitteln" wer denn der Täter sein könnte. Aber entweder ist er vorher bekannt, wie Gould, dagegen ist nichts einzuwenden, auch wenn das über mehrere Romane geht und dann auch schon wieder öde wird oder aber der Täter wird kurz vor Schluß wie ein Kaninchen aus dem Hut gezaubert, jemand, der vorher nur ein einziges mal kurz erwähnt wurde und dann nie wieder ist dann auf einmal der Täter, worauf man als Leser nie kommen würde.Ich kann die Romane über Kay Scarpetta , außer den ersten beiden, nicht empfehlen, sie werden, je mehr man liest, einfach nur langweilig.

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