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Der Hexer / Edgar Wallace

Heute möchte ich euch mal wieder ein klassisches Buch vorstellen. Es hat schon einige Jahre auf den Buckel, aber Edgar Wallace und seine Werke sind einfach zeitlos. Der Hexer ist mir im Urlaub letztes Jahr auf Sylt in die Hände gefallen. Ich habe es damals gegen ein anderes Buch, das ich gelesen habe, getauscht. Fast ein Jahr lag es bei mir im Badezimmer vergessen im Schrank. Nun habe ich es endlich gelesen und mich an meine Jugend erinnert, denn dort habe ich das Buch schon einmal in der roten Goldmann Ausgabe gelesen.


'''Buchdaten'''
Autor: Edgar Wallace
Titel: Der Hexer
Originaltitel: „The Ringer“
Veröffentlicht: erstmals: 1927
Verlag: Goldmann Verlag
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 156
Preis: 2.50 €
ISBN: 3-442-11589-2

'''Leseinformationen'''
Genre: Krimi
Niveau: leicht
Leserschaft: Jedermann
Lesedauer: 2 Tage



'''Autor/in'''
Edgar Wallace wurde am 1.4.1875 in Greenwich unter den Namen Richard Horatio geboren. Er verdiente seinen bescheidenen Lebensunterhalt mit Gelegenheitsjobs, bis er als Kriegskorrespondent nach Südafrika ging. Danach fand er eine Anstellung als Journalist und wurde sogar Chefredakteur. Irgendwann wurde ihm dies jedoch zu eintönig und so widmete er sich der Schriftstellerei. Mit seinen Kriminalromanen gelang ihm weltweit der Durchbruch, und trotzdem verdiente er nur wenig Geld, sodass er im Jahre 1932 hochverschuldet verstarb.

'''Optischer Eindruck'''
Meine Ausgabe ist sehr schlicht. Gelb, Hardcover und ein Mann mit roten Linien dargestellt. Die Goldmanausgabe mit einem Mann gefällt mir da deutlich besser.

'''Zitierter Klappentext'''
"Hexer" - die Leute hatten ihm diesem Namen gegeben. Er änderte seine Verkleidungen und Masken so oft, dass die Polizei nie in der Lage war, eine Beschreibung seiner Person in Umlauf zu setzen. Er war ein Meister der Verkleidung. Es konnte nur einen Grund für ihn geben, nach London zurückzukehren: Rache an Maurice Messer zu nehmen, dem er seine Schwester anvertraut hatte... (Quelle: Klappentext)

'''Leseprobe'''
Eine Leseprobe, die ich verlinken kann, habe ich leider nicht gefunden. Wer kleinere Eindrücke haben möchte, kann diese dem Zitat, welches meine Meinung untermalen soll, entnehmen.


===Nach dem Lesen===

'''Sarahs eigene Inhaltsangabe'''
Der Hexer gilt als der meistgesuchteste Verbrecher Londons. Selbst Scotland Yard ist es nie gelungen ihn zu fassen. Niemand weiß, wie er wirklich aussieht, denn er ist der Meister der Verkleidung. Seine Flucht nach Australien soll ihm jedoch zum tödlichen Verhängnis geworden sein. Vor seiner Flucht hat er seine Schwester Gwenda dem Anwalt Messer anvertraut, der sie regelrecht in den Selbstmord trieb. Für Inspektor Wembury keine schöne Sache, denn er übernimmt den R-Bezirk und kann nur hoffen, dass der Hexer wirklich verstorben ist. Da jedoch seine Frau Cora Ann spontan in die Stadt gekommen ist, kann das nichts Gutes bedeuten. Zudem hat Inspektor Wembury eigene sorgen, denn er ist verliebt. Mary Lenley heißt die Angebetete. Sie und ihr Bruder waren früher wohlhabend, aber nun völlig mittellos. Sie muss sogar zu Maurice Messer, dem Familienanwalt gehen und die Stellung von Gwenda, als Sekretärin übernehmen. Alan Wembury hat stets ein Auge auf sie, denn er ahnt, dass Maurice Messer alles andere als harmlos ist. Bald bestätigt sich sein Verdacht, als er erkennen muss, dass dieser Marys Bruder verrät, damit er ins Gefängnis kommt. Messer selbst war es, der Johnny sozusagen einführte, und ihm als Hehler stets die geklaute Ware abnahm. Als dann noch herauskommt, dass der Hexer am Leben ist, geraten alle Parteien in tödliche Gefahr, denn niemand ahnt, wer der Hexer wirklich ist.

'''Sarahs Meinung'''
Es ist unmöglich, von Edgar Wallace nicht gefesselt zu sein!“ Diese Worte stammen vom Goldmann-Verlag, der zahlreiche seiner Romane veröffentlichte. Auch ich habe viele davon gelesen, zahlreiche Verfilmungen gesehen und kann mich noch gut daran erinnern, dass ich die Werke stets geliebt habe. Doch bei „Der Hexer“ war und bin ich schon immer geteilter Meinung gewesen.

Der Einstieg in die Geschichte ist so, wie man sie von Edgar Wallace gewöhnt ist. Es bedarf einiger Seiten und dann passiert etwas, das die Spannung rapide Ansteigen lässt. Ein Geheimnis, ein Mord und man versucht herauszufinden, zu rätseln und ist in jedem Fall gefesselt. Doch bei diesem Werk ist es leicht anders, denn im Grunde passiert nichts Außergewöhnliches. In einigen, knappen Rückblenden erfährt man grob die Geschichte des Hexers und das einzige Geheimnis ist wirklich herauszufinden wer er ist. Sicherlich kein verkehrtes Geheimnis, zumal man ahnt, dass dieser sich unter den eingeführten Figuren befindet, aber irgendwo muss ich zugeben, dass im Film die Spannung einfach besser vermittelt wird. Im Buch ist wird zu offensichtlich eine Fährte gelegt, sodass man sofort weiß, dies ist und kann einfach nicht der Gesuchte sein. Allerdings ist es bei den anderen Figuren deutlich schwerer. Im Film kann man sie sich sehr gut vorstellen und dadurch sehr gut mit raten, wer der Hexer sein könnte. Im Buch ist es unmöglich sich überhaupt ein Bild zu machen. Ich persönlich fand die Figuren recht oberflächlich gestaltet. Sowohl äußerlich, als auch vom Charakter her sind die Figuren sehr blass und es ist schwer sich mit ihnen zu identifizieren. Auch empfand ich die Situationen und Gedanken oft als unlogisch. Zum Beispiel versteckt Mary einen Brief, den Cora Ann bei ihr verloren hat. Sie ahnt, dass der Brief wichtig ist und händigt ihr ihn auch nicht aus. Warum sie ihn jedoch zurückhält und dann der Polizei erst Tage später erzählt, ist wieder völlig unlogisch. Wenn er ihr so egal gewesen wäre, hätte sie ihn auch Cora geben können, als diese extra zurückkam. So ist es bei den anderen Figuren leider auch. Ihr Bruder bekommt die Chance und wird auf eine Durchsuchung vorbereitet. Jeder würde die Chance nutzen, während er zweimal sogar die Hilfe ablehnt und sich sogar einmal stellt.

Auch sonst ist das Buch irgendwie nicht das, was man von Wallace erwartet oder kennt. Wie sonst auch baut er eine kleine Liebesgeschichte in, schließt diese hier jedoch nie wirklich ab. Sonst gab es stets, zumindest in den Werken, die ich kenne, ein klares Happy End. Hier erkennt man zwar, dass beide sich mögen, aber niemand erfährt, ob sie auch zusammen kommen. Selbst den Schluss empfand ich beim Buch nicht so grandios, wie beim Film. Ich will euch natürlich nicht zu viel verraten, für die wenigen, die weder Film, noch Buch kennen, aber ich empfand ihn als unbefriedigend. Einfach weil ich vorher schon in das Buch geworfen wurde, und mich immer fragte, gab es noch einen Band vorher, wie der Hexer nach Australien kam, wen er alles ermordet hat!? Und dann fühlte ich mich am Ende wieder so hinausgeworfen.

Alles in allem bin ich diesmal von der schriftlichen Form nicht überzeugt. Oft finde ich Bücher eigentlich besser, und dementsprechend finde ich es schade, dass ich bei diesem Klassiker genau anders empfinde. Schon damals, wo ich das Buch in meiner Jugend gelesen habe, war ich nicht unbedingt begeistert von der Umsetzung, und in dem Punkt zeigt sich, dass sich meine Meinung nicht geändert hat. Fans tut es mir leid, aber ich empfinde diese berühmten Klassiker eher als eins der schwächeren Werke.

Kommentare

  1. hey :)
    Ich habe schon einige Edgar Wallace Filme gesehen und fand diese bisher immer gut.
    Vielleicht sollte ich auch mal eines der Bücher versuchen. Aber dann vermutlich am Besten nicht "Der Hexer" ;)
    Irgendeinen Tipp womit ich stattdessen Spaß haben könnte? :)

    Liebste Grüße,
    Katharina

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