R. L. Stine - Schwimm um dein Leben

0
R. L. Stine ist ein Autor, der mich seit Jahren mit immer spannenden Kinder-und Jungendbüchern fasziniert hat. Seine Werke, sofern sie realistisch sind, sind absolut spannend. Schon als Jugendliche habe ich sie verschlungen, und auch wenn mir heute nicht mehr jede Umsetzung gefällt, weil ich einfach genauer lese und vieles hinterfrage, sind doch die meisten Bücher genial.
Quelle: Loewe Verlag

Schattenwelt ist eine Reihe, die ich bis dato noch nicht kannte. Ich war entsprechend neugierig. In diesem Buch begleitet der Leser Tad und seine Familie in den Urlaub. Genauer gesagt Schwimm-Urlaub in einem Club, wo sich alles um Wasser dreht. Wasserrutschen, Pools und vieles mehr. Alle lieben Wasser, bis auf ihn, denn er hat panische Angst vor Wasser. Doch nicht nur seine Angst vorm Wasser sorgt für einen schlechten Start in den Urlaub, denn er sieht, wie Leute verschwinden. Im tiefen Bereich gibt es ein grünes Monster, dass Schwimmer mit sich zieht. Keiner glaubt ihn, nur ein Hausmeister, der ihn immer nur warnt. Als er sich auf die Suche nach den Hintergründen macht, verschwindet nicht nur seine Familie, sondern auch die seiner Freunde. Und dann wird er vom Abfluss verschluckt und muss eine schreckliche Entdeckung machen.

Eigentlich ein geniales Thema. Hier geht es um Ängste und die Überwindung solcher. Ein Thema das Kinder brennend interessiert. Nicht nur was Wasser betrifft, sondern auch andere Ängste. Aus diesem Grund finde ich das Buch absolut genial. Kinder auf spannende Art und Weise dazu bringen Ängste zu verlieren, dass ist genau das Richtige. Zudem spricht die Umsetzung mit dem Monster so manchen weiteren Leser an und lenkt ihn von dem Hintergrund ab.

Doch nicht nur der Inhalt kann überzeugen. Es beginnt schon bei den Protagonisten. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Der faule Dicke, der sportliche Junge mit einer Schwachstelle, nervende Eltern und eine Schwester, die es faustdick hinter den Ohren hat. Man kann sich mit den Kids identifizieren, ihre Gedanken sind klar und verständlich. Im Grunde kann man sagen, dass es jungenhafte Protagonisten und leicht kindliche Figuren sind.

Auch der Stil richtet sich nach den Protagonisten. Er ist absolut kindgerecht, modern, einfach, lebendig und bildhaft. In einfachen Worten wird alles authentisch beschrieben, sodass die Fantasie der Leser regelrecht angeregt wird.

Spannungstechnisch konnte das Buch sogar mich überzeugen. Der Stil sorgt für einen Spannungsaufbau, wie es leider noch selten der Fall ist. Kleine Höhepunkte sorgen schon in der Mitte des Buches für immer wiederkehrende neue Spannung, die sich gekonnt bist zum Schluss steigert. Kinder werden sich hier nur schwer vom Buch trennen können.

Doch der Schluss konnte mich nicht überzeugen. Eigentlich passend beschrieben, versucht der Autor noch eins drauf zusetzen, um eine Fortsetzung offen zu halten. Das fand ich nicht gerade passend und es bleibt einfach zu viel offen. Klar können Kinder so selbst überlegen und nachspielen, wie es weitergeht, aber ich bevorzuge abgeschlossene Bücher. Trotzdem hat mich der Rest des Buches so sehr überzeugt, dass es vier Sterne bekommt.

===Abschließendes Fazit===
Spannendes Horrorbuch zum Thema Urängste.

Autor: R. L. Stine

Titel: Schwimm um dein Leben

Verlag: Loewe

Erschienen: 2001

ISBN-10: 3785538928

ISBN-13: 978 3785538920

Seiten: 125

Kosten: 2,95€

Serie: Schattenwelt





LEST WEITER ...

0 Kommentare:

Capasso, Sofie: Ozeanaugen

0
===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Luna hat vor einigen Monaten ihren Vater verloren und zieht nun mit ihrer Mutter und ihren Zwillingsbrüdern von Frankfurt nach St. Peter-Ording. Ihre Angst vor der neuen Klasse ist jedoch unnötig, denn neben ihr fängt auch noch ein französischer Austauschschüler, Nik, in der Klasse neu an. Luna verliebt sich auf den ersten Blick in ihn, auch wenn ihre neue Clique ihn zu mysteriös findet. Zumindest in ihren Träumen, die sie unter Wasser führen kann sie ihn nah sein. Doch dann hilft ihr eine Gehirnerschütterung dabei auch ihm seine Gefühle zu entlocken, denn er liebt sie auch. Doch so leicht ist es gar nicht. Er hat ein Geheimnis und weiß, dass sie nie für immer zusammen sein könnten. Nik ist ein Meermann, und soll nach seiner Erfahrung mit den Menschen, wieder ins Meer zurückkehren, um seinen Vater endlich als König abzulösen. Seine Verlobte wartet schon sehnsüchtig auf ihn, doch es ist eher eine freundschaftliche Liebe, und die Gefühle zu Luna sind so intensiv, dass er nicht kann. Er geht eine Beziehung mit ihr ein und beide sind so unendlich glücklich, dass die 9 Monate, die er auf der Welt verbringen darf, wie im Fluge vergehen. Als der Tag der Rückkehr immer näher rückt, müssen sie sich der Tatsache stellen. Gibt es eine Chance?
Quelle: Bod

===Sarahs meine Meinung===
Eigentlich bin ich durch den Klappentext eher von einem Thriller oder Krimi ausgegangen, aber der deutliche Hinweis auf den Cover „Fantasy-Roman“, machte mich noch neugieriger. Ich muss zugeben, dass mich die Autorin schnell gepackt hatte.

Ich habe selbst einige Ferien in St. Peter-Ording verbracht und dort einige Freunde gehabt, sodass es für mich wie eine Reise in die Vergangenheit war. Zudem muss ich gestehen, dass ich als Kind „Arielle“ geliebt habe. Also eine gelungen Kombination in der Theorie.

Das Buch beginnt passend mit der Einführung von Luna. Man begleitet sie durch die ersten Tage in der neuen Stadt, und hat somit die beste Ausgangslage sie kennenzulernen. So wie sie sich den neuen Mitschülern präsentiert, so sehen wir sie auch. Lieb, mutig, eigensinnig, herzlich und familienbewusst. Sie ist eine Protagonistin aus dem Bilderbuch, ein Vorbild für viele Mädchen zwischen 14 und 17. Auch die anderen Protagonisten sind jugendlich, aber auch vorbildhaft. In meinen Augen leider manchmal zu sehr. Klar finde ich es als Mutter gut, wenn die Figuren nur in Maßen Alkohol trinken, nie was trinken, wenn sie Auto fahren, das erste Mal nicht mit 10 schon hatten oder ähnliches. Was mich in diesem Fall auch eher stört, ist die Wortwahl. Ich bin zwar schon 29, aber habe eine 11jährige und eine 17 jährige Nichte. Ich bin also nicht ganz so weltfremd und die Dialoge sind definitiv eher untypisch für das Alter. Nehmen wir ein Beispiel. Marie lernt endlich Lunas Freund kennen. Sie hat nur am Telefon von ihm gehört. Nach dem Kennenlernen sagt sie sinngemäß, dass er attraktiv ist, mysteriös und solche Sachen. Eine Aussage, die ca. 5 Zeilen umfasst. Es eins der unzähligen Beispiele, wo ich dann denke, dass würde nie und nimmer eine Freundin so formulieren. Erinnert man sich an seine eigene Jugend, da wurde eher so was wie: Ist der scharf; Der ist ja echt heißt; Hast du ein Glück, der ist echt super. Kurz knackig, aber aussagekräftig. Einerseits lernen die Leser zwar eine andere Wortwahl kennen, aber es ist nicht authentisch. Man hat das Gefühl, dass die Autorin wirklich bewusst versucht Umgangssprache zu vermeiden. Bei einem Jugendroman muss man darauf jedoch zurückgreifen.

Auch sonst ist der Stil eher gewöhnungsbedürftig. Er ist zwar modern, aber eben eher untypisch für ein Jugendbuch. Zudem habe ich oft das Gefühl gehabt, dass die Autorin Angst vor direkten Situationen hat. Wichtige Treffen oder Situationen schildert sie einfach, statt sie lebendig mit Dialogen zu berichten. Dadurch wirkt es leider Gottes oft langatmig und laienhaft.

Man ist zwar von der Geschichte angetan, aber ich persönlich hätte mir definitiv mehr Lebendigkeit eben durch mehr Dialoge gewünscht. Dies kritisierte auch meine weitere Leseratte, denn wenn ich schon ein Kinderbuch lese, dann gebe ich es auch immer meiner 11jährigen Nichte.

Inhaltlich ist die Geschichte sehr interessant. Es ist mal etwas Schönes und Anderes im Vergleich zu den ganzen Vampir-Geschichten. Hier geht es jedoch nicht nur um Meermenschen, sondern hauptsächlich um das Thema wahre Freundschaft und ehrliche Liebe. Sie zeigt verständlich, dass echte Freunde unersetzbar sind und auch Fehltritte verzeihen. Genauso zeigt sie auch, dass wenn man wirklich liebt, nur das Beste für den anderen will und manchmal eine Entscheidung treffen muss, die weh tut, für den Partner jedoch das Beste ist.

Diesen Aspekt hat sie sehr gut umgesetzt, sodass das Ende nicht überraschend, dafür aber passend ist. Leider gelingt es der Autorin stilistisch nicht den Schluss ins rechte Licht zu rücken. Statt die wichtigsten Minuten, Stunden etwas näher zu beschreiben, bricht sie abrupt ab und setzt 3 Jahre später an. Hier beschreibt sie oberflächlich die nächsten Jahre. Hier hätte die Autorin gerne noch 50 Seiten drauf packen dürfen, um dies auch noch ausführlicher zu schildern.

Alles in allen ein guter Ansatz, der in meinen Augen, aber auch in den Augen meiner Nicht Verbesserungsbedarf hat. Trotzdem hoffen wir, dass ein weiterer Roman über Meermenschen oder andere Fantasie-Wesen folgen wird, diesmal vielleicht mit einem verfeinerten Stil.




LEST WEITER ...

0 Kommentare:

Patak, Yves: Himmel oder Hölle

0
Nun möchte ich euch das aktuellste Buch von Yves Patak vorstellen. Das Buch, welches mich persönlich am Wenigsten angesprochen hat. Weder Inhalt noch Titel haben mich angesprochen, aber da ich eigentlich das Motto habe: JEDES BUCH VERDIENT EINE CHANCE, habe ich es gelesen.

===Buchdaten===
Autor: Yves Patak
Titel: Himmel und Hölle
Originaltitel:
Verlag: CreateSpace
Erschienen: 2012
ISBN-10: 1466449977
ISBN-13: 9781466449978
Seiten: 458
Kosten: 13,38€
Serie: -

===Leseinformationen===
Genre: Esoterische Belletristik
Niveau: anspruchsovoll
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 5 Tage

===Autor/in===
Dr. med. Yves E. Patak, geb. 1968 in Zürich, ist Arzt für Allgemeinmedizin, Akupunktur und Hypnosetherapie in eigener Praxis. Das Schreiben ist seine Passion. Sein schriftstellerisches Werk umfasst Romane, Thriller und Kurzgeschichten. www.YvesPatak.com (Quelle: Amazon)

===Optischer Eindruck===
Optisch gefällt mir das Buch gar nicht. Die Person auf den Cover, die sich zwischen Engel und Teufel entscheiden muss, ist mir auf den ersten Blick unsympathisch. Und somit gefällt mir auch das Cover nicht.

===Zitierter Klappentext===
Ein humorvoller Karma-Krimi! Der genusssüchtige Schönheitschirurg Marcel Dumont frönt einem Lebensstil der Exzesse - bis ein sauertöpfischer Engel in sein Leben tritt, der ihn zu einem Sinneswandel bewegen will. Doch die Konkurrenz schläft nicht, und bald betritt die raffinierte Teufelin Shanty die Bühne, fest entschlossen, Dumonts Seele für die dunkle Seite zu gewinnen. Begleiten Sie Dr. Marcel Dumont auf seiner rasanten Achterbahnfahrt zwischen Himmel und Hölle – in den Looping der karmischen Endschlaufe! (Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===
http://www.amazon.de/Himmel-Hölle-Karma-gefällig-1/dp/1466449977/ref=sr_1_3?s=books&ie=UTF8&qid=1342354678&sr=1-3

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Marcel Dumont ist ein erfolgreicher Schönheitschirurg, der nichts anbrennen lässt. Er feiert die Feste wie sie kommen und denkt nicht an morgen. Das alles ändert sich, als ein leicht genervter Engel in sein Leben tritt. Doch wo ein Engel ist, darf der Teufel nicht fehlen. Für welche Seite wird sich Dumont wohl entscheiden?

===Sarahs meine Meinung===
Mit diesem Werk ist des dem Autor Yves Patak zum ersten Mal gelungen mich überhaupt nicht zu überzeugen. Nachdem mir schon der Klappentext und das Cover überhaupt nicht gefallen haben, wollte ich mich wirklich überraschen lassen, denn eins weiß ich von alle seinen anderen Werken: Er kann.

Es beginnt schon mit dem Protagonisten Marcel Dumont. Übertrieben, egoistisch und durchweg unsympathisch. Ein Mann, so wie man sich einen reichen Schönheitschirurg vorstellt. Sicherlich treffend, aber ich empfand ihn einfach nur als nervtötend und unangenehm. Ein Punkt für den der Autor nichts kann, denn so wie die Figuren im Buch unterschiedlich sind, so sind auch die Geschmäcker. Und in diesem Fall hat es der Autor einfach zu gut gemeint, und den lieben Doktor einfach zu übertrieben dargestellt. Nicht ohne Grund, aber in meinen Augen too much.

Auch beim Stil hat es der Autor etwas gut gemeint. Adjektive und Umschreibungen wohin das Auge blickt. „Seine pantergrünen Augen wanderten vom weitläufigen, makellos getrimmten Rasen zum palmengesäumten Schwimmteich, von den weiß und lila Glyzinien am Pavillion zur Mamorstatue der Circe – und ruhten schließlich stolz auf dem knallgelben Lamborghini-Cabriolet.“ (ZITAT S.5) Lang, verschachtelt und irgendwie total kitschig. Mein erster Gedanke nach 10 Seiten: Liebesroman a la Cora.

Es ist humorvoll und spannend angedacht, was schon durch den Konflikt mit Engel und Teufelchen vorab deutlich wurde, aber Patak hat schon deutlich humorvollere Werke geliefert. Selbst das Beste Chaos ist einfach etwas übertrieben.

Allerdings ist dies auch nur der oberflächliche Aspekt, denn wer Patak kennt, weiß, dass es in seinen Werken immer Tiefgang gibt. Auch hier darf er nicht fehlen. So wie sich Dumont mit seinem Leben auseinandersetzt, so wird sich am Ende oder auch zwischendurch nach bestimmten Szenen, der Leser mit seinem Leben beschäftigen. Es regt zum Nachdenken an und gibt auf seine Art und Weise gute Tipps, wie man glücklich werden kann.

In einer anderen Geschichte verpackt, hätte mich das Buch sicherlich auch mehr angesprochen.

Da die Idee hinter dem Buch ausgesprochen gut ist, und der Autor nichts dafür kann, dass mich die Umsetzung diesmal nicht so angesprochen hat, wie ich es sonst von ihm gewohnt bin, bekommt das Buch 3 Sterne.

===Abschließendes Fazit===
Gute Idee, zu kitschig umgesetzt.

Pro: Idee
Contra: Stil, Figuren
Empfehlung: 3 Sterne, nein, denn ich bin nicht überzeugt




LEST WEITER ...

0 Kommentare:

Toril Brekke: Elises Traum

0



Das vorliegende Buch habe ich von meiner Mutter geschenkt bekommen. Sie fand das Buch interessant, sodass ich mich wenige Tage nach dem Erhalt ans Lesen gemacht habe.“Elises Traum“ klang vielversprechend. Schließlich liebe ich Auswanderer-Romane. Doch warum ich nicht so begeistert bin, lest selbst.

Quelle: Droemer
===Buchdaten===
Autor: Toril Brekke
Titel: Elises Traum
Originaltitel: Drommen om Amerika
Verlag: Knaur
Erschienen: 2010
ISBN-10: 3426638592
ISBN-13: 9783426638590
Seiten: 400
Kosten: 8,95€
Serie: -

===Leseinformationen===
Genre: Historisch
Niveau: anspruchsvoll
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 4 Tage

===Autor/in===
Toril Brekke wurde 1949 geboren und zählt mit zu den erfolgreichsten Autorinnen Norwegens. Lange Zeit hat sie den Vorsitz des norwegischen PEN-Clubs übernommen. Trotzdem hatte sie ihre Lust am Schreiben nie an zweiter Stelle platziert. Über 30 Jahre als Autorin zeigen, dass sie im Bereich Kinder- und Jugendbücher, so manches Highlight veröffentlicht haben muss. Die Frauen vom Fjord oder Linas Kinder sind nur zwei ihrer Werke.

===Optischer Eindruck===
Optisch ist das Buch zwar nicht so, dass ich es in einer Buchhandlung zur Hand genommen hätte, aber es gefällt mir. Die Pastell-Töne, die Landschaft und die junge Frau am Wasser sind definitiv nicht von schlechten Eltern.

===Zitierter Klappentext===
Norwegen 1825: Elise und Håvard möchten in ein neues Leben nach Amerika aufbrechen. Doch als das Schiff ablegt, ist Håvard nicht an Bord. Die schwangere Elise ist verzweifelt. Sie weiß nicht, dass ihr Mann unschuldig im Gefängnis sitzt und es Jahre dauern wird, bevor sich ihre Wege wieder kreuzen. (Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===
Wer einfach mal ins Buch lesen möchte, um sich selbst ein Bild zu machen, kann das hier.

http://www.droemer-knaur.de/livebook/LP_978-3-426-63859-0/index.html

===Sarahs eigene Inhaltsangabe und meine Meinung===
Tore Breckke ist keine Autorin, die ich bis dato gelesen habe. Ich bin persönlich nicht so der Fan von skandinavischen Büchern. Doch ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.

Der Leser wird in das Jahr 1825 an die Südwest-Küste Norwegens entführt. Es ist eine Zeit des Umbruchs, denn die Leute sind es leid, anstrengende und gefährliche Wanderungen zu unternehmen. Es sind Wanderungen um Handel zu betreiben, die jedoch nicht genug einbringen, um auch nur den kleinsten Hunger zu stillen. In dieser Zeit leuchtet der Stern „Amerika“ besonders hell. Ausreichend Arbeit, gut genährte Böden und unendliche Möglichkeiten. Eines Tages macht sich eine Gruppe auf den Weg mit wenigen Habseligkeiten, um ein besseres Leben auf der anderen Seite der Welt zu führen. An Bord des Schiffes gehen junge, gesunde Menschen, aber auch viele alte oder kranke Personen. Darunter auch Elise mit ihrem Sohn Ansgar. Nur ihr Mann Harvard erscheint nicht. Ohne ihn legt das Schiff ab und muss so manche Notlage überstehen. Doch dann kommt endlich die neue Heimat in Sicht. Zum Greifen nah und doch so fern, denn sie müssen erst in Quarantäne. Als ihre Landsmänner, die mit früheren Schiffen angekommen sind ihnen helfen, ist die Freude groß. Endlich ist der Tag da, alle dürfen an Land und müssen feststellen, es ist kein Schlaraffenland, sondern genauso wie in Norwegen auch.

Eigentlich ein vielversprechender Plot. Doch schon nach den ersten 50 Seiten musste ich feststellen, dass die Erzählkunst der Autorin nicht meins war. Es liegt nicht nur an den norwegischen Namen, mit denen ich wenig anfangen konnte. Auch der Erzählstil mit seiner nüchternen und doch einfühlsamen Mischung bereitete mir Schwierigkeiten. Sinn und Hintergründe waren verständlich, konnten mich jedoch nicht berühren und mir so einen Zugang zum Geschehen ermöglichen. Obwohl der Stil modern und von einfachen Worten war, ließ es sich für mich nicht flüssig lesen. Durch ihren Stil blieben mir die Protagonisten leider völlig fremd. Wobei ich aber auch zugeben muss, dass ich mich bei Lektüren, die im skandinavischen Raum entstanden sind, oft schwer tue.

Unterteilt ist der Roman in drei Teile, die sich mit dem Auswandern und der damit verbunden Problematik befassen. Zusätzlich wird immer wieder aus anderen Blickwinkeln beschrieben. Eine gute Sache, wenn es ein bis zwei weitere Figuren betrifft. Doch im Verlauf sind es teilweise vier Personen, die eine tragende Rolle übernommen haben und zwischen denen die Szenen nur so hin und her wechseln. Zwar gut ersichtlich, wann ein Wechsel passiert, fand ich es doch auf die Dauer gesehen ermüdend. Gerade, wenn man wie ich mit einem Kind inzwischen viele Pausen einlegen muss.

Neben den Fakten erfährt man viel über das damalige Leben, die Menschen, Ängste und Träume. Und dieser Punkt wiederum gefällt mir sehr gut, denn es ist ein Thema das mich interessiert. Die Mischung aus Fakten und Geschichte ist ausgewogen und perfekt. Nur schade, dass in diesem Fall einfach der Stil den Inhalt so herunterzieht.

Die Protagonisten sollten die Stützen eines guten Inhaltes sein. In diesem Fall sind sie blass, was man als rissig bezeichnen kann. Fremd, verschlossen und doch so vielschichtig, dass man sie nichts als Einheitsbrei bezeichnen würde. Das Bild was der Autorin hier nicht gelingt entstehen zu lassen, schafft sie jedoch bei Landschaftsbeschreibungen. Ich selbst war weder in Norwegen, noch in den USA und trotzdem kam mir alles vertraut vor. So hätte ich mir auch die Figuren gewünscht.

Spannungstechnisch wird hier mit einigen Versuchen aufgewartet, der mit jeder Seite ansteigt, aber irgendwo auch vorhersehbar ist. Ausgelegt auf die Fortsetzung bleibt es bis zum Schluss mit einem Hauch Spannung, der dafür sorgen soll, dass der zweite Band gekauft wird. Mich persönlich hat es somit wenigstens etwas gefesselt, auch wenn ich früh ahnte, in welche Richtung es geht. Trotzdem war der Schluss nicht überraschend und auch wenn einige Punkte offen geblieben sind, hatte ich das zweite Mal in diesem Monat nicht den Wunsch die Fortsetzung eines Buches zu lesen.

Authentisch mit einigen wahren Begebenheiten die sich auf fiktive und reale Persönlichkeiten umsetzen, konnte mich das Buch jedoch nicht überzeugen. Stellenweise hätte ich es trotz guter Idee am Liebsten abgebrochen. Meine Mutter fand es interessant, aber meinen Lesegeschmack hat es nicht getroffen. Der Hauptgrund waren die Protagonisten, die mir weder sympathisch noch zugänglich waren. Aus diesem Grund werde ich das Buch auch nicht empfehlen.




LEST WEITER ...

0 Kommentare:

Stephen King: Brennen muss Salem

0

Nachdem mir für meine Sub-Abbau-Challenge noch ein Buch mit Vampiren fehlte, lag die Entscheidung nahe, dass ich mir „Brennen muss Salem“ vornehmen würde. Erst vor kurzem hatte ich ein Buch von King gelesen, welches mir ganz gut gefallen hatte. Wie es mir gefallen hat, nun lest einfach selbst.

===Buchdaten===
Autor: Stephen King
Titel: Brennen muss Salem
Verlag: Heyne
Erschienen: 2000
ISBN-10: 3453163095
ISBN-13: 9783453163096
Seiten: 573
Kosten: ab 0,01€
Serie: -

===Leseinformationen===
Genre: Horror
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 4 Tage

===Autor/in===
Stephen King wurde 1947 in Portland, Maine, geboren. Er war zunächst als Englischlehrer tätig, bevor ihm 1973 mit seinem ersten Roman 'Carrie' der Durchbruch gelang. Seither hat er mehr als 30 Romane geschrieben und über 100 Kurzgeschichten verfasst und gilt als einer der erfolgreichsten Schriftsteller weltweit.
Stephen King lebt mit seiner Frau Tabitha in Bangor, Maine. (Quelle: Amazon)

===Optischer Eindruck===
Optisch gefällt mir das Buch ausgesprochen gut. Ein gruseliger, alter Vampir, den man auf den ersten Blick nicht für einen Vampir hält, sorgt für eine gewisse Grundstimmung, die auch dafür gesorgt hätte, dass ich mir das Buch auf im Laden einmal zur Hand genommen hätte, um mehr darüber zu erfahren.

===Zitierter Klappentext===
Salem's Lot ist eine Kleinstadt an der amerikanischen Ostküste. Alles geht dort seinen ruhigen, gemächlichen Gang, bis der Schriftsteller Ben Mears nach langen Jahren in die Stadt zurückkehrt. Er interessiert sich auffällig für das Marstenhaus, ein Spukhaus, das seit dem rätselhaften Tod seiner Bewohner im Jahre 1939 leersteht. Und wieder treibt eine unheimliche Kraft in Salem's Lot ihr Unwesen - das Grauen ist zurückgekehrt. (Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===
http://www.amazon.de/Brennen-muß-Salem-Stephen-King/dp/3453163095/ref=sr_1_8?ie=UTF8&qid=1342263861&sr=8-8

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Ben Mears ist Schriftsteller und ist nach vielen Jahren zurück nach Salem's Lot gekehrt. Eine kleine Stadt an der Ostküste der USA. Vor vielen Jahren hat er dort für kurze Zeit gelebt und möchte nun diese Stadt als Vorlage für seinen neuen Roman nutzen. Ein Roman, der sich mit dem unheimlichen Marstenhaus befasst. Kaum angekommen, beginnt er zu recherchieren und bekommt von einer süßen, weiblichen Bewohnerin Unterstützung. Doch dann passiert etwas merkwürdiges. Ein unheimlicher Mann kauft zusammen mit seinem Partner das Marstenhaus und macht zusätzlich ein kleines Geschäft im Ort auf. Mit Ankunft dieser Menschen kehrt das Grauen nach Salem zurück. Erst verschwindet ein Junge und sein Bruder erzählt haarsträubende Geschichten. Wenige Tage später stirbt er an Blutarmut und wird trotz Beerdigung wenige Tage später angeblich wieder gesehen. Die blutarmen Menschen werden immer mehr und die Todeszahl steigt stetig an. Irgendwann kommen Ben und einige seiner neuen Freunde dem dunklen Geheimnis der neuen Marsten-Bewohner auf die Schliche. Ein Urvampir ist der neue Bewohner und dieser gedenkt nicht, sich so leicht vertreiben zu lassen.

===Sarahs meine Meinung===
„Brennen muss Salem“ ist ein Kult-Klassiker, der schon zahlreiche Leseratten, aber auch Kino-Fans in den Bann gezogen hat.

Der Einstieg in das Buch beginnt mit einer klassischen Flucht, die zahlreiche Fragen auf wirft, denn ohne Kenntnisse der Protagonisten und der Situation, weckt es nicht nur das Interesse, sondern lässt den schalen Beigeschmack der Unwissenheit zurück. Auf diese Art und Weise gelingt es King seine Leser vorab schon in den Bann zu ziehen, die danach jede Seite verschlingen werden, nur um herauszufinden, warum ein Mann und ein Junge bis ans Ende der Welt geflohen sind.
Nach diesem rasanten und fragenreichen Einstieg geht es eher flach weiter. Schließlich muss King diese Zeit nutzen und so manchen Protagonisten einführen. Immer wieder aus Sichtweise einer anderen Person erfährt der Leser etwas über die Stadt und deren Bewohner. So ist der erste Eindruck ausführlich, lebendig aber auch erschlagend. Geht King nicht nur auf die wichtigsten Figuren ein, sondern lässt an Hand von Uhrzeiten auch andere Bewohner der Stadt einfließen, sodass ein typisches Kleinstadt-Flair entsteht, welches jedoch leicht unüberschaubar wirkt. Zu viele Eindrücke und Persönlichkeiten, die noch nicht als relevant und nebensächlich eingeschätzt werden können.

Auf Grund des detaillierten und, trotz seiner Jahre auf dem Buckel, modernen Stil gelingt es King die Figuren und Schauplätze so realistisch darzustellen, dass man das Gefühl bekommt schon einmal dort gewesen zu sein, oder die Menschen zu kennen. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

So fliegen die Seiten vorbei, bis die ersten, mysteriösen Dinge geschehen. Auf harmlose, nicht blutrünstige Art und Weise lässt King seine Ideen und Kenntnisse über Vampire einfließen. Es entsteht eine spannende Handlung, die durch immer neue Höhepunkte, den Lesefluss steigert, und nur an wenigen Stelle langatmig erscheint. Verglichen mit heutigen Werken über Vampire ein wahrer Hochgenuss, den hier gibt es keine inzwischen alltägliche Liebesgeschichte zwischen Vampir und Mensch. Hier wird der Vampir, wie bei Dracula als Bösewicht gut platziert.

Allerdings lässt sich nicht leugnen, dass dem Inhalt gut 100 Seiten weniger nicht geschadet hätten. King möchte die Stimmung bis ins kleinste Detail und am Besten an allen Orten gleichzeitig festhalten.Sprünge und im Grunde unwichtige Persönlichkeiten wird ein zu großes Augenmerk geschenkt, sodass an einigen Stellen, die Spannung minimal unterbrochen wird. Ich persönlich hätte auch auf die sofortige Liebesgeschichte verzichtet, die dem Buch in meinen Augen nichts bringt. Kleinstadtmädchen verliebt sich in berühmten Großstadtautoren auf den ersten Blick, ist zwar nicht abwegig, aber tut nicht Not.

Bis zum Schluss gab es nur wenige Seiten, wo ich das Buch gerne weggelegt hätte, was bei 573 Seiten schon Respekt verdient, denn bei vielen Büchern verliere ich gerne zwischenzeitlich die Lust, weil mich die Seiten erschlagen und jetzt wo ich weniger Zeit zum Lesen habe, einfach kein Ende nehmen. Der Schluss selbst war ein solcher Punkt, denn meine Meinung geht hier sehr weit auseinander. Auf der einen Seite finde ich es gut, dass King endlich mal auf realistische Ansätze zurückgreift und den Vampir nicht unsterblich oder unnatürlich übernatürlich erscheinen lässt. Auf der anderen Seite lässt er sich sehr schnell erledigen und bei der Seitenzahl fragt sich der eine oder andere Leser sicherlich, warum der Schluss im Vergleich zum Rest so abgehackt wirkt.

In meinen Augen ein gelungenes Buch mit einigen Schwächen, die jedoch nicht so stark ins Gewicht fallen. Für ein so altes Buch, definitiv ein großes Lob.

===Abschließendes Fazit===
Zeitlos, spannend mit einigen langatmigen Stellen.

Pro: Stil, Idee, Umsetzung
Contra: zu viele Figuren
Empfehlung: Ja, mit 4 Sternen




LEST WEITER ...

0 Kommentare:

Patak, Yves: Gespräche mit Luzi

0



Nachdem der Autor Yves Patak erfahren hat, dass ich aktuell einige Sorgen bezüglich der Gesundheit meiner Mutter habe, hat er mir zur Ablenkung auch ein weiteres seiner Bücher zu kommen lassen. Auch wenn ich den Kopf nicht wirklich frei hatte, habe ich mich ans Lesen gemacht, und nun möchte ich euch meine Erfahrungen nicht vorenthalten.

Quelle: YvesPatak.com


===Buchdaten===

Autor: Yves Patak

Titel: Gespräche mit Luzi

Originaltitel:

Verlag: Create Space

Erschienen: 2012

ISBN-10: 147016020X

ISBN-13: 9781470160203

Seiten: 250

Kosten: 9,42

Serie: -



===Leseinformationen===

Genre: Humorvolles

Niveau: anspruchsvoll

Leserschaft: Erwachsene

Lesedauer: 3 Tage



===Autor/in===

Dr. med. Yves E. Patak, geb. 1968 in Zürich, ist Arzt für Allgemeinmedizin, Akupunktur und Hypnosetherapie in eigener Praxis. Das Schreiben ist seine Passion. Sein schriftstellerisches Werk umfasst Romane, Thriller und Kurzgeschichten. www.YvesPatak.com (Quelle: Amazon)



===Optischer Eindruck===

Was verbindet man mit der Hölle bzw. Luzifer? - Das Höllenfeuer. Aus diesem Grund ein interessantes Cover, aber sind wir mal ehrlich. Auch wenn es mir gefällt, ich hätte Luzifer noch auf humorvolle Art und Weise eingebunden. Erst dann würde ich das Cover als perfekt bezeichnen.



===Zitierter Klappentext===

Ein Arzt in der Midlife-Crisis findet sich eines Abends völlig unvermutet in einem Dialog mit Luzifer wieder, welcher ihn mit spirituellen Fusstritten zur Erleuchtung befördert. Und sich schliesslich als der zu erkennen gibt, den wir zuletzt erwartet hätten …



Die erfrischend schalkhafte Alternative zu „Gespräche mit Gott“! (Quelle: Klappentext)



===Leseprobe===

http://www.amazon.de/gp/reader/B007F991KY/ref=sib_dp_kd#reader-link



===Sarahs eigene Inhaltsangabe===

Was macht ein Arzt, der sich in einer Midlife-Crisis befindet, und keine Lust auf Frischfleisch oder einen Kollegen hat? Genau, nichts. Kurz um er bemitleidet sich und seine Situation. So ergeht es diesem Exemplar. Zumindest bis zum 21.8.2008, denn statt der gewohnten und langweiligen Feierabendroutine erwartet in plötzlich sein aufgeklappter und angeschalteter Laptop. Obwohl er in heruntergefahren und zugeklappt habe. Ein Blick auf den Monitor und ihm wird klar, hier stimmt etwas nicht, denn riesengroß steht dort: JETZT REDE ICH. So beginnt der ansprechende Dialog mit dem Teufel, der mehr Erleuchtung bringt als jedes Gespräch mit Gott. Glaubt ihr nicht lest selbst.



===Sarahs meine Meinung===

Midlife-Crisis? Dafür bin ich zwar noch etwas zu jung, aber der Gedanke, eine Alternative zu den Verstaubten Gesprächen mit Gott, zieht die Aufmerksamkeit auf sich.



Yves Patak setzt bei seinem aktuellen Werk auf einen gelangweilten und frustrierten Mann, der in seinem Leben vieles erreicht hat, nun aber ausgepowert ist und keinen Elan für neue Dinge hat. Weder sympathisch noch unsympathisch, aber auf alle Fälle ein Protagonist, mit dem sich viele Menschen identifizieren können, denn solche Situationen gibt es nicht nur im Alter, sondern auch schon in jungen Jahren. Nicht wirklich depressiv, aber auf der unglückseligen Suche, nach etwas Neuem, dass dem tristen Alltag Einheit gebietet.



Ein langweiliges und trockenes Thema, würde man es nur aus der psychologischen und esoterischen Ebene betrachten. Doch der Autor wäre nicht er selbst, würde er es so trocken belassen. Mit viel spritzigen Humor vermittelt er seinen Lesern in einem mehr als amüsanten Dialog zwischen dem Arzt und dem Teufel, spirituelle Weisheiten, tiefgründige Gedanken und Lebensweisheiten. Trotz des Tiefgangs, welches das Buch bei einem genauen Lesen an den Tag legt, ist man nicht überfordert, sondern bekommt das Gefühl endlich mal etwas flüssiges, leicht verständliches zu lesen. Zudem sind Lacher garantiert.



Trotz der lockeren Art und Weise, wie Patak mit dem Thema umgeht, gelingt es ihm ohne wenn und aber die Leser zum Nachdenken anzuregen. Man betrachtet sein aktuelles Leben oder bestimmte Situation mit ganz anderen Augen, und bekommt neuen Mut.



Viele der Ansichten sind bekannt, aber man bekommt einen weiteren Blickwinkel auf diese Argumente, und auch wenn man nicht alles annehmen muss, hilft es doch das eine oder andere daraus zu entnehmen bzw. zu lernen, um es unterbewusst vielleicht doch zu nutzen.



Selbst wer sagt, so etwas ist nichts für mich, den Dialog kann ich trotzdem empfehlen, denn er ist Erheiterung pur und sorgt besonders in traurigen Momenten für die benötigte Sonne.



===Abschließendes Fazit===

Alternative zu den verstaubten Gesprächen mit Gott



Pro: Stil, Idee, Inhalt, Humor

Contra: definitiv nichts

Empfehlung: 5 Sterne vom Herzen und meine Empfehlung






LEST WEITER ...

0 Kommentare:

Kate Pepper: 3 Wochen bis zur Wahrheit

0
Quelle und © bei rororo
Dieses Mal habe ich mir einen Thriller gegönnt. Gekauft habe ich ihn 2009 zu Weihnachten. Eigentlich für meinen Mann, aber sein Aufstieg jobtechnisch hat dafür gesorgt, dass er weniger Zeit zum Lesen hat. Aus diesem Grund habe ich mir das Buch genommen, denn ich hatte schon ein interessantes, wenn auch schlussendlich schwächelndes Buch der Autorin gelesen. Angefangen habe ich es in einem Zug durchgelesen.

===Buchdaten===
Autor: Kate Pepper
Titel: 3 Wochen bis zur Wahrheit
Originaltitel: Here she lies
Verlag: rororo
Erschienen: 2007
ISBN-10: 3499245558
ISBN-13: 9783499245558
Seiten: 352
Kosten: 8,95€
Serie: -

===Leseinformationen===
Genre: Thriller
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Frauen
Lesedauer: 1Tag

===Autor/in===
Sie wurde in Frankreich geboren. Sie wuchs in Massachusetts und New York auf, wo sie sich mit verschiedenen Jobs über Wasser hielt. Heute lebt sie mit ihrem Mann, einem Filmproduzenten, und ihren zwei Kindern als Schriftstellerin in New York und gibt in ihrer Freizeit Kurse in kreativem Schreiben.

===Optischer Eindruck===
Blutige Tropfen aus dem Wasserhahn. Es ist eine geniale Idee, aber passt für mich nicht zu dem Titel. Außer es soll dafür stehen: Blut ist dicker als Wasser. Aber auch das passt hier nur bedingt. Nette Idee, die jedoch nichts mit de Inhalt zu tun hat.

===Zitierter Klappentext===
Jemand zerstört dein Leben. Jemand mordet in deinem Namen. Jemand hat dein Kind. Eigentlich hat Annie bei ihrer Zwillingsschwester und engsten Vertrauten Julie Ruhe und Trost gesucht – vom Ehemann betrogen, ist sie mit ihrer fünf Monate alten Tochter auf sich gestellt. Doch kaum angekommen, bricht das Grauen über sie herein: Vor Julies Haus liegt eine brutal ermordete Frau, die den Schwestern erschreckend ähnlich sieht. Sollte in Wahrheit einer der Zwillinge sterben? Als Annie kurz darauf merkt, dass jemand ihre Kreditkarten und persönlichen Daten für illegale Machenschaften benutzt, gerät sie in Panik. Dann wird sie verhaftet. Ihre Schwester und das Baby sind spurlos verschwunden. (Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===
http://www.amazon.de/3-Wochen-bis-zur-Wahrheit/dp/3499245558/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1340116359&sr=8-1

===Sarahs eigene Inhaltsangabe und meine Meinung===
Insgesamt habe ich drei Bücher der Autorin, wovon eins schon gelesen wurde. Sie hat interessante Ideen, die sich augenscheinlich um Väter und Babys drehen. Als Mutter eines Babys ein Thema, dass mich einerseits fasziniert, aber irgendwie auch abstößt. Gespannt, machte ich mich ans Lesen.

In diesem Buch geht es um Annie und ihre 5 Monate alte Tochter. Nachdem sie erfahren hat, dass ihr Mann sie über Monate schon betrügt und sich von seiner Geliebten nicht trennen wird, packt sie ihre Sachen, um ein neues Leben anzufangen. Ihre Zwillingsschwester Julie nimmt sie herzlich auf, denn dafür sind Schwestern schließlich da. Als Annie ankommt, ist die Situation jedoch auf einmal noch schlimmer, denn ihr Mann hat eine Leiche entdeckt, die den eineiigen Zwillingsschwestern zum Verwechseln ähnlich sieht. Hat ihr Mann versucht sie umzubringen? Doch die Sache wird immer verzwickter, als ihr auch noch Betrug und Veruntreuung vorgeworfen wird. Nach und nach erkennt sie, dass ihr Mann sie gar nicht betrogen hat, sondern sie beide einem Identitätsdiebstahl zum Opfer gefallen sind. Während sie und ihr Mann um ihre Freilassung kämpfen, verschwindet ihre Schwester sang und klanglos mit der Tochter. Annie muss erkennen, dass es ein perfider Plan ihrer Schwester war, die selbst keine Kinder bekommen kann. Nun heißt es kämpfen für Annie, denn die Dinge sind noch schlimmer, als sie auf den ersten Blick aussehen.

Die Autorin setzt hier auf ein interessantes Thema. Identitätsdiebstahl ist ein heikles Thema, dass in der heutigen Zeit absolut jeden treffen kann. Für ihre Umsetzung baut sie dazu ein Gerüst auf, dass besser hätte nicht sein können. Es beginnt schon mit den Hinweisen, dass ihr Mann sie betrügt und er es immer abstreitet. Aber auch in Kombination mit der Schwester, die keine Kinder bekommen kann, weil sie mit dem Schwarm ihrer Schwester geschlafen hat und sich dabei eine Krankheit eingefangen hatte, als beide auf Collage gingen, hätte man sich kaum besser wünschen könne. Es ist ein Konzept, welches in meinen Augen unendlich viel Potential und Spannung bietet.

Jedem Leser wird die Protagonistin Annie sofort sympathisch sein. Mit einem Baby betrogen zu werden, verschafft Sympathie-Punkte. Gerade, wer selbst ein Baby zu Hause hat, wird dies sofort nachvollziehen können, denn auch hier kann so etwas eintreffen. Sie ist stark, aber auch verletzlich, verängstigt und eben so, wie eine Frau, die gerade eine schwere Entscheidung treffen musste. Absolut authentisch und ehrlich. So wie sie beschrieben wurde, wirkt ihr Mann eher desinteressiert und gleichgültig. Er ist sofort unsympathisch. So klar, wie diese beiden Figuren charakteristisch dargestellt werden, sind auch die anderen Figuren. In diesem Punkt, kann die Autorin überzeugen, so, wie ich es von ihr gewohnt bin.

Auch der Stil ist sehr angenehm, modern und lässt sich vor allen Dingen flüssig lesen. Durch viele Details entsteht ein gutes Kopfkino, welches das Lesen unterstützt.

Eine gute Basis, die jedoch nicht ausgereizt wird. Zumindest nicht so, wie es sich für einen guten Thriller gehört. Durch den Klappentext, der schon das Verschwinden der Schwester ankündigt, kann der Leser schon von Anfang an Vermutungen anstellen, die durch kleine Details immer wieder bestätigt werden. Leider ist die Geschichte dadurch sehr vorhersehbar. Im Grunde kann ich ehrlich sagen, dass ich schon nach 50 Seiten eine gewisse Ahnung hatte, die sich zu 80% bestätigt hat. Die restlichen 20% sind eine kleine Überraschung, die sich jedoch auch nach 300 Seiten erahnen lässt. Ohne diese Vorhersehbarkeit, wäre es absolut spannend, aber die Praxis sieht eben vorhersehbar aus, und nimmt dadurch jegliche Spannung. Ich für meinen Teil hoffte zumindest auch einen krönenden Schluss, da mich die Autorin jedoch schon bei „7Minuten zu spät“ diesbezüglich enttäuscht hatte, hatte ich auch in diesem Fall Bedenken. Und auch hier zeigt sich, dass Kate Pepper in meinen Augen keine Ahnung hat, wie sie ein Buch spannend, logisch und genial lösen soll. Ich persönlich finde den Schluss leicht an den Haaren herbeigezogen, künstlich und ja, sogar peinlich. Dieser Punkt ist schwer zu erklären. Daher werde ich diesmal auf einen SPOILER zurückgreifen.

SPOILER
Das Buch endet so, dass herauskommt, dass der Mann der Schwester geholfen hat. Was ja noch okay wäre. Dadurch ist verständlicher, warum er nie nachgeforscht hat, wo die Beträge abgebucht wurden. Aber plötzlich ist die Sache mit der Schwester vergessen, sie vertragen sich. Das sie herausfindet, dass er die Frau umgebracht hat, nimmt sie locker hin und verlässt ihn einfach. Ich hatte schon nicht genau nachvollziehen können, warum ihr Mann der Schwester hilft. Dementsprechend unlogisch finde ich den Ausgang, dass der Mann nun bei seiner Frau bleibt und die Schwester vergessen ist.

SPOILER ENDE

Für mich ist der Schluss einfach nur unpassend. Man hätte in meinen Augen echt mehr draus machen können. Und aus diesem Grund gibt es auch nur drei Sterne.

===Abschließendes Fazit===
Identitätsdiebstahl interessant umgesetzt

Pro: Figuren,Stil
Contra: Schluss
Empfehlung: 3 Sterne, Ja




LEST WEITER ...

0 Kommentare: