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Dem Tode nah - Linwood Barclay

===Buchdaten===
Autor: Linwood Barclay
Titel: Dem Tode nah
Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (11. September 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548267440
ISBN-13: 978-3548267449
Originaltitel:Too Close to Home
Kosten: 8,95€
Serie: -

===Leseinformationen===
Genre: Psychothriller
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 2 Tage

===Autor/in===
Nach einer schwierigen Kindheit als Halbwaise machte Linwood Barclay seinen Abschluss in Literatur an der Trent University in Petersborough, Ontario. Lange Jahre arbeitete er als Journalist und hatte eine beliebte Kolumne im Toronto Star. In Kanada und den USA veröffentlichte er seit 2000 eine Reihe von Sachbüchern und eine Krimiserie von inzwischen vier Bänden. Neben seiner journalistischen und schriftstellerischen Tätigkeit ist Linwood Barclay ein viel gebuchter Redner. Mit seiner Frau und zwei Kindern lebt er in Toronto. Ohne ein Wort ist Barclays erster Psychothriller. (Quelle: Amazon)

===Optischer Eindruck===
Optisch ist es eher mysteriös mit den Menschen in den Worten, aber es verspricht eine spannende Lektüre, sodass mich gerne gleich ans Lesen gemacht habe. Wie man erkennt, sehen sich die Werke covertechnisch sehr ähnlich. Was ich persönlich gut finde.

===Zitierter Klappentext===
Als die Familie seines besten Freundes verreist, versteckt sich der 17-jährige Derek im Keller, um sich im leeren Haus heimlich mit seiner Freundin zu treffen. Während er noch unter der Treppe kauert, kehrt die Familie überraschend zurück. Derek grübelt, wie er seine Anwesenheit erklären soll. Da klingelt es an der Tür. Der Vater öffnet und wird sofort niedergeschossen. Ein Killer ermordet die ganze Familie. Derek kann entkommen und kehrt völlig verstört nach Hause zurück. Aus Angst verrät er seinen Eltern und der Polizei nicht, dass er der einzige Zeuge des Verbrechens im Nachbarhaus ist. Und so kommt viel zu spät ans Licht, dass der Killer es wahrscheinlich gar nicht auf Adams Familie abgesehen hatte … (Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===
http://www.amazon.de/Dem-Tode-nah-Linwood-Barclay/dp/3548267440/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1350028995&sr=8-3

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Derek ist 17 und total verliebt in Penny. Als sein Freund Adam mit der Familie verreisen will, nutzt er diese Tatsache aus. Er will mit Penny ein paar ruhige Stunden verbringen. Er versteckt sich im Haus, bevor die Familie verreist, denn den Code für die Alarmanlage kennt er. Als Penny nicht kommen kann, da sie Hausarrest bekommt hat, will er das Haus verlassen. Doch bevor er dies kann, hört er ein Auto. Die Familie ist zurückgekehrt, da es der Mutter seines Freundes nicht so gut geht. Derek muss sich also erst einmal verstecken, bis sie schlafen, um sich dann herausschleichen zu können. Doch so weit kommt es gar nicht. Ein Klingeln bringt seinen Plan komplett durcheinander, denn der Besuch bringt alle um. Er bleibt unentdeckt, muss aber mit diesem Wissen leben. Als die Polizei anfängt zu ermitteln, fällt Derek auf, dass im Haus alles beim Alten ist, bis auf einen Rechner, der fehlt. Auf dem Rechner befand sich ein Manuskript von einem Buch, das ein Junge geschrieben hat. Zwei Jahre bevor das Buch offiziell von einem anderen Autor veröffentlicht wurde. Nun könnte man behaupten, der Junge habe es abgeschrieben oder nachträglich umgeschrieben. Nur ist Brett zwei Jahre vor der Veröffentlichung verstorben. Er konnte also nichts von dem Besteller abgekupfert haben. Dereks Vater kommt die Idee, dass genau deswegen die Leute sterben mussten, weil der Autor etwas von diesem Exemplar erfahren hat. Doch bevor er das der Polizei mitteilen kann, wird sein Sohn verhaftet. Ihm wird der Mord vorgeworfen, da er niemanden etwas von seinem Aufenthalt währendes des Mordes im Haus seines Freundes erzählt hat. Seine Eltern müssen nun alles versuchen, um seine Unschuld zu beweisen. Gar nicht so leicht, wenn man bedenkt, dass seine Mutter einen Fehler nach dem anderen macht, und dem zweifelhaften Autoren, der zufälligerweise noch ihr Chef ist, alle Beweise und Indizien zuspielt.

===Sarahs Meinung===
Nachdem ich gerade das Erstlingswerk von Linwood Barclay gelesen habe, konnte ich mir sein zweites Werk nicht verkneifen. Der Autor hatte mich so überzeugt, dass ich unbedingt ein weiteres gutes Buch lesen musste. Sonst spare ich sie mir ja für gewöhnlich auf, aber nach zahlreichen Pleiten habe ich echt die Lust an diesem Konzept verloren. Aus diesem Grund kam der zweite Roman sofort im Anschluss.

Schon die ersten Seiten versprechen ein Meisterwerk an Spannung. Die jugendliche, naive Darstellung im Prolog und der Schockzustand am Ende des Kapitels lassen die richtige Grundstimmung entstehen. Binnen weniger Sekunden ist man gefesselt und möchte nur noch erfahren, warum die Familie umgebracht wurde. Schließlich wird niemand grundlos hingerichtet. Wer Linwood Barclay kennt, der weiß, dass hier nur eine gelungene Lösung vorliegen kann.

So rasant wie die Geschichte begonnen hat, geht es leider im Verlauf des Buches nicht weiter und das fällt leider deutlich auf. Dieses Problem war schon bei „Ohne ein Wort“ vorhanden, jedoch nicht so ausgeprägt. Es entsteht das Gefühl, dass der Autor das Buch in die Länge ziehen will. Die Geschichte der Eltern, der eine oder andere Betrug, dazu die Geschichte des Bürgermeisters und des Autor. Da die Zusammenhänge anfangs nicht so deutlich sichtbar sind und alles sehr ausführlich beschrieben wird, kommt teilweise durch die zahlreichen Rückblenden eine gewisse Langweile auf. Besonders die Eheprobleme und das nervtötende Verhalten von Ellen tragen dazu bei, dass man gerne, die eine oder andere Seite überspringen wollen würde. 100 Seiten weniger hätten nicht geschadet.

Nichtsdestotrotz ist es auf seine Art und Weise spannend. Dank einiger Einwürfe, offensichtlicher und versteckter Hinweise wird es trotz dieser langatmigen Passagen nie wirklich langweilig. Zumal die Themen gar nicht so uninteressant sind. Während bei „Ohne ein Wort“ das Problem der Doppelehe beleuchtet wurde, geht es in diesem Buch um Diebstahl von Gedankengut, genauer gesagt, um ein Manuskript. Zeitgleich geht es um Medienmenschen, die sich einen Fehler nach dem anderen erlauben und nie dafür belangt werden. Und zu guter Letzt geht es um Rache. All dies sind gute Ansätze, die am Ende sogar wirklich interessant zusammen laufen. Ich muss zugeben, dass auf Grund dieser Themen in Kombination mit den falschen Fährten, erst kurz vor dem Schluss wusste, was sich der Autor ausgedacht hat. Es gab zwar Momente, wo mir eigene Gedanken aufblitzten, die der tatsächlichen Lösung verdammt Nahe kamen, jedoch habe ich diese nicht weiter verfolgt, da ich diese zu offensichtlich fand.

Durch den flüssigen und detaillierten Stil lässt sich das Buch sehr gut lesen. Die Seiten fliegen bis auf ein paar Stellen an einem vorbei. Modern, illustrativ und erklärend. Die Ich-Perspektive ist dem Autor wieder gut gelungen und so langsam gewöhne ich mich daran, dass er bewusst aus der männlichen Sicht schreibt. Als Frau sehr irritierend, aber man gewöhnt sich an vieles. Zumal man die Figuren sehr gut kennenlernt und sie alles andere als blass sind.

Alles in allem ist dem Autor trotz einiger Passagen, die am Anfang langatmig wirken, jedoch im Nachhinein als wichtiger eingestuft werden, ein brillanter Thriller, der den Namen Thriller alle Ehre macht. Unterhaltsam, spannend und nicht sofort ersichtlich. Abgerundet durch einen guten, logischen Schluss, wieder ein schönes Buch, dass ich euch empfehlen kann.

===Abschließendes Fazit===

Pro: Schluss, Figuren, wichtige Themen
Contra: manchmal langatmig im ersten Moment
Empfehlung: 4 Sterne, Ja

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