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Stephen King: Brennen muss Salem


Nachdem mir für meine Sub-Abbau-Challenge noch ein Buch mit Vampiren fehlte, lag die Entscheidung nahe, dass ich mir „Brennen muss Salem“ vornehmen würde. Erst vor kurzem hatte ich ein Buch von King gelesen, welches mir ganz gut gefallen hatte. Wie es mir gefallen hat, nun lest einfach selbst.

===Buchdaten===
Autor: Stephen King
Titel: Brennen muss Salem
Verlag: Heyne
Erschienen: 2000
ISBN-10: 3453163095
ISBN-13: 9783453163096
Seiten: 573
Kosten: ab 0,01€
Serie: -

===Leseinformationen===
Genre: Horror
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Erwachsene
Lesedauer: 4 Tage

===Autor/in===
Stephen King wurde 1947 in Portland, Maine, geboren. Er war zunächst als Englischlehrer tätig, bevor ihm 1973 mit seinem ersten Roman 'Carrie' der Durchbruch gelang. Seither hat er mehr als 30 Romane geschrieben und über 100 Kurzgeschichten verfasst und gilt als einer der erfolgreichsten Schriftsteller weltweit.
Stephen King lebt mit seiner Frau Tabitha in Bangor, Maine. (Quelle: Amazon)

===Optischer Eindruck===
Optisch gefällt mir das Buch ausgesprochen gut. Ein gruseliger, alter Vampir, den man auf den ersten Blick nicht für einen Vampir hält, sorgt für eine gewisse Grundstimmung, die auch dafür gesorgt hätte, dass ich mir das Buch auf im Laden einmal zur Hand genommen hätte, um mehr darüber zu erfahren.

===Zitierter Klappentext===
Salem's Lot ist eine Kleinstadt an der amerikanischen Ostküste. Alles geht dort seinen ruhigen, gemächlichen Gang, bis der Schriftsteller Ben Mears nach langen Jahren in die Stadt zurückkehrt. Er interessiert sich auffällig für das Marstenhaus, ein Spukhaus, das seit dem rätselhaften Tod seiner Bewohner im Jahre 1939 leersteht. Und wieder treibt eine unheimliche Kraft in Salem's Lot ihr Unwesen - das Grauen ist zurückgekehrt. (Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===
http://www.amazon.de/Brennen-muß-Salem-Stephen-King/dp/3453163095/ref=sr_1_8?ie=UTF8&qid=1342263861&sr=8-8

===Sarahs eigene Inhaltsangabe===
Ben Mears ist Schriftsteller und ist nach vielen Jahren zurück nach Salem's Lot gekehrt. Eine kleine Stadt an der Ostküste der USA. Vor vielen Jahren hat er dort für kurze Zeit gelebt und möchte nun diese Stadt als Vorlage für seinen neuen Roman nutzen. Ein Roman, der sich mit dem unheimlichen Marstenhaus befasst. Kaum angekommen, beginnt er zu recherchieren und bekommt von einer süßen, weiblichen Bewohnerin Unterstützung. Doch dann passiert etwas merkwürdiges. Ein unheimlicher Mann kauft zusammen mit seinem Partner das Marstenhaus und macht zusätzlich ein kleines Geschäft im Ort auf. Mit Ankunft dieser Menschen kehrt das Grauen nach Salem zurück. Erst verschwindet ein Junge und sein Bruder erzählt haarsträubende Geschichten. Wenige Tage später stirbt er an Blutarmut und wird trotz Beerdigung wenige Tage später angeblich wieder gesehen. Die blutarmen Menschen werden immer mehr und die Todeszahl steigt stetig an. Irgendwann kommen Ben und einige seiner neuen Freunde dem dunklen Geheimnis der neuen Marsten-Bewohner auf die Schliche. Ein Urvampir ist der neue Bewohner und dieser gedenkt nicht, sich so leicht vertreiben zu lassen.

===Sarahs meine Meinung===
„Brennen muss Salem“ ist ein Kult-Klassiker, der schon zahlreiche Leseratten, aber auch Kino-Fans in den Bann gezogen hat.

Der Einstieg in das Buch beginnt mit einer klassischen Flucht, die zahlreiche Fragen auf wirft, denn ohne Kenntnisse der Protagonisten und der Situation, weckt es nicht nur das Interesse, sondern lässt den schalen Beigeschmack der Unwissenheit zurück. Auf diese Art und Weise gelingt es King seine Leser vorab schon in den Bann zu ziehen, die danach jede Seite verschlingen werden, nur um herauszufinden, warum ein Mann und ein Junge bis ans Ende der Welt geflohen sind.
Nach diesem rasanten und fragenreichen Einstieg geht es eher flach weiter. Schließlich muss King diese Zeit nutzen und so manchen Protagonisten einführen. Immer wieder aus Sichtweise einer anderen Person erfährt der Leser etwas über die Stadt und deren Bewohner. So ist der erste Eindruck ausführlich, lebendig aber auch erschlagend. Geht King nicht nur auf die wichtigsten Figuren ein, sondern lässt an Hand von Uhrzeiten auch andere Bewohner der Stadt einfließen, sodass ein typisches Kleinstadt-Flair entsteht, welches jedoch leicht unüberschaubar wirkt. Zu viele Eindrücke und Persönlichkeiten, die noch nicht als relevant und nebensächlich eingeschätzt werden können.

Auf Grund des detaillierten und, trotz seiner Jahre auf dem Buckel, modernen Stil gelingt es King die Figuren und Schauplätze so realistisch darzustellen, dass man das Gefühl bekommt schon einmal dort gewesen zu sein, oder die Menschen zu kennen. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

So fliegen die Seiten vorbei, bis die ersten, mysteriösen Dinge geschehen. Auf harmlose, nicht blutrünstige Art und Weise lässt King seine Ideen und Kenntnisse über Vampire einfließen. Es entsteht eine spannende Handlung, die durch immer neue Höhepunkte, den Lesefluss steigert, und nur an wenigen Stelle langatmig erscheint. Verglichen mit heutigen Werken über Vampire ein wahrer Hochgenuss, den hier gibt es keine inzwischen alltägliche Liebesgeschichte zwischen Vampir und Mensch. Hier wird der Vampir, wie bei Dracula als Bösewicht gut platziert.

Allerdings lässt sich nicht leugnen, dass dem Inhalt gut 100 Seiten weniger nicht geschadet hätten. King möchte die Stimmung bis ins kleinste Detail und am Besten an allen Orten gleichzeitig festhalten.Sprünge und im Grunde unwichtige Persönlichkeiten wird ein zu großes Augenmerk geschenkt, sodass an einigen Stellen, die Spannung minimal unterbrochen wird. Ich persönlich hätte auch auf die sofortige Liebesgeschichte verzichtet, die dem Buch in meinen Augen nichts bringt. Kleinstadtmädchen verliebt sich in berühmten Großstadtautoren auf den ersten Blick, ist zwar nicht abwegig, aber tut nicht Not.

Bis zum Schluss gab es nur wenige Seiten, wo ich das Buch gerne weggelegt hätte, was bei 573 Seiten schon Respekt verdient, denn bei vielen Büchern verliere ich gerne zwischenzeitlich die Lust, weil mich die Seiten erschlagen und jetzt wo ich weniger Zeit zum Lesen habe, einfach kein Ende nehmen. Der Schluss selbst war ein solcher Punkt, denn meine Meinung geht hier sehr weit auseinander. Auf der einen Seite finde ich es gut, dass King endlich mal auf realistische Ansätze zurückgreift und den Vampir nicht unsterblich oder unnatürlich übernatürlich erscheinen lässt. Auf der anderen Seite lässt er sich sehr schnell erledigen und bei der Seitenzahl fragt sich der eine oder andere Leser sicherlich, warum der Schluss im Vergleich zum Rest so abgehackt wirkt.

In meinen Augen ein gelungenes Buch mit einigen Schwächen, die jedoch nicht so stark ins Gewicht fallen. Für ein so altes Buch, definitiv ein großes Lob.

===Abschließendes Fazit===
Zeitlos, spannend mit einigen langatmigen Stellen.

Pro: Stil, Idee, Umsetzung
Contra: zu viele Figuren
Empfehlung: Ja, mit 4 Sternen




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