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Kate Pepper: 3 Wochen bis zur Wahrheit

Quelle und © bei rororo
Dieses Mal habe ich mir einen Thriller gegönnt. Gekauft habe ich ihn 2009 zu Weihnachten. Eigentlich für meinen Mann, aber sein Aufstieg jobtechnisch hat dafür gesorgt, dass er weniger Zeit zum Lesen hat. Aus diesem Grund habe ich mir das Buch genommen, denn ich hatte schon ein interessantes, wenn auch schlussendlich schwächelndes Buch der Autorin gelesen. Angefangen habe ich es in einem Zug durchgelesen.

===Buchdaten===
Autor: Kate Pepper
Titel: 3 Wochen bis zur Wahrheit
Originaltitel: Here she lies
Verlag: rororo
Erschienen: 2007
ISBN-10: 3499245558
ISBN-13: 9783499245558
Seiten: 352
Kosten: 8,95€
Serie: -

===Leseinformationen===
Genre: Thriller
Niveau: durchschnittlich
Leserschaft: Frauen
Lesedauer: 1Tag

===Autor/in===
Sie wurde in Frankreich geboren. Sie wuchs in Massachusetts und New York auf, wo sie sich mit verschiedenen Jobs über Wasser hielt. Heute lebt sie mit ihrem Mann, einem Filmproduzenten, und ihren zwei Kindern als Schriftstellerin in New York und gibt in ihrer Freizeit Kurse in kreativem Schreiben.

===Optischer Eindruck===
Blutige Tropfen aus dem Wasserhahn. Es ist eine geniale Idee, aber passt für mich nicht zu dem Titel. Außer es soll dafür stehen: Blut ist dicker als Wasser. Aber auch das passt hier nur bedingt. Nette Idee, die jedoch nichts mit de Inhalt zu tun hat.

===Zitierter Klappentext===
Jemand zerstört dein Leben. Jemand mordet in deinem Namen. Jemand hat dein Kind. Eigentlich hat Annie bei ihrer Zwillingsschwester und engsten Vertrauten Julie Ruhe und Trost gesucht – vom Ehemann betrogen, ist sie mit ihrer fünf Monate alten Tochter auf sich gestellt. Doch kaum angekommen, bricht das Grauen über sie herein: Vor Julies Haus liegt eine brutal ermordete Frau, die den Schwestern erschreckend ähnlich sieht. Sollte in Wahrheit einer der Zwillinge sterben? Als Annie kurz darauf merkt, dass jemand ihre Kreditkarten und persönlichen Daten für illegale Machenschaften benutzt, gerät sie in Panik. Dann wird sie verhaftet. Ihre Schwester und das Baby sind spurlos verschwunden. (Quelle: Klappentext)

===Leseprobe===
http://www.amazon.de/3-Wochen-bis-zur-Wahrheit/dp/3499245558/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1340116359&sr=8-1

===Sarahs eigene Inhaltsangabe und meine Meinung===
Insgesamt habe ich drei Bücher der Autorin, wovon eins schon gelesen wurde. Sie hat interessante Ideen, die sich augenscheinlich um Väter und Babys drehen. Als Mutter eines Babys ein Thema, dass mich einerseits fasziniert, aber irgendwie auch abstößt. Gespannt, machte ich mich ans Lesen.

In diesem Buch geht es um Annie und ihre 5 Monate alte Tochter. Nachdem sie erfahren hat, dass ihr Mann sie über Monate schon betrügt und sich von seiner Geliebten nicht trennen wird, packt sie ihre Sachen, um ein neues Leben anzufangen. Ihre Zwillingsschwester Julie nimmt sie herzlich auf, denn dafür sind Schwestern schließlich da. Als Annie ankommt, ist die Situation jedoch auf einmal noch schlimmer, denn ihr Mann hat eine Leiche entdeckt, die den eineiigen Zwillingsschwestern zum Verwechseln ähnlich sieht. Hat ihr Mann versucht sie umzubringen? Doch die Sache wird immer verzwickter, als ihr auch noch Betrug und Veruntreuung vorgeworfen wird. Nach und nach erkennt sie, dass ihr Mann sie gar nicht betrogen hat, sondern sie beide einem Identitätsdiebstahl zum Opfer gefallen sind. Während sie und ihr Mann um ihre Freilassung kämpfen, verschwindet ihre Schwester sang und klanglos mit der Tochter. Annie muss erkennen, dass es ein perfider Plan ihrer Schwester war, die selbst keine Kinder bekommen kann. Nun heißt es kämpfen für Annie, denn die Dinge sind noch schlimmer, als sie auf den ersten Blick aussehen.

Die Autorin setzt hier auf ein interessantes Thema. Identitätsdiebstahl ist ein heikles Thema, dass in der heutigen Zeit absolut jeden treffen kann. Für ihre Umsetzung baut sie dazu ein Gerüst auf, dass besser hätte nicht sein können. Es beginnt schon mit den Hinweisen, dass ihr Mann sie betrügt und er es immer abstreitet. Aber auch in Kombination mit der Schwester, die keine Kinder bekommen kann, weil sie mit dem Schwarm ihrer Schwester geschlafen hat und sich dabei eine Krankheit eingefangen hatte, als beide auf Collage gingen, hätte man sich kaum besser wünschen könne. Es ist ein Konzept, welches in meinen Augen unendlich viel Potential und Spannung bietet.

Jedem Leser wird die Protagonistin Annie sofort sympathisch sein. Mit einem Baby betrogen zu werden, verschafft Sympathie-Punkte. Gerade, wer selbst ein Baby zu Hause hat, wird dies sofort nachvollziehen können, denn auch hier kann so etwas eintreffen. Sie ist stark, aber auch verletzlich, verängstigt und eben so, wie eine Frau, die gerade eine schwere Entscheidung treffen musste. Absolut authentisch und ehrlich. So wie sie beschrieben wurde, wirkt ihr Mann eher desinteressiert und gleichgültig. Er ist sofort unsympathisch. So klar, wie diese beiden Figuren charakteristisch dargestellt werden, sind auch die anderen Figuren. In diesem Punkt, kann die Autorin überzeugen, so, wie ich es von ihr gewohnt bin.

Auch der Stil ist sehr angenehm, modern und lässt sich vor allen Dingen flüssig lesen. Durch viele Details entsteht ein gutes Kopfkino, welches das Lesen unterstützt.

Eine gute Basis, die jedoch nicht ausgereizt wird. Zumindest nicht so, wie es sich für einen guten Thriller gehört. Durch den Klappentext, der schon das Verschwinden der Schwester ankündigt, kann der Leser schon von Anfang an Vermutungen anstellen, die durch kleine Details immer wieder bestätigt werden. Leider ist die Geschichte dadurch sehr vorhersehbar. Im Grunde kann ich ehrlich sagen, dass ich schon nach 50 Seiten eine gewisse Ahnung hatte, die sich zu 80% bestätigt hat. Die restlichen 20% sind eine kleine Überraschung, die sich jedoch auch nach 300 Seiten erahnen lässt. Ohne diese Vorhersehbarkeit, wäre es absolut spannend, aber die Praxis sieht eben vorhersehbar aus, und nimmt dadurch jegliche Spannung. Ich für meinen Teil hoffte zumindest auch einen krönenden Schluss, da mich die Autorin jedoch schon bei „7Minuten zu spät“ diesbezüglich enttäuscht hatte, hatte ich auch in diesem Fall Bedenken. Und auch hier zeigt sich, dass Kate Pepper in meinen Augen keine Ahnung hat, wie sie ein Buch spannend, logisch und genial lösen soll. Ich persönlich finde den Schluss leicht an den Haaren herbeigezogen, künstlich und ja, sogar peinlich. Dieser Punkt ist schwer zu erklären. Daher werde ich diesmal auf einen SPOILER zurückgreifen.

SPOILER
Das Buch endet so, dass herauskommt, dass der Mann der Schwester geholfen hat. Was ja noch okay wäre. Dadurch ist verständlicher, warum er nie nachgeforscht hat, wo die Beträge abgebucht wurden. Aber plötzlich ist die Sache mit der Schwester vergessen, sie vertragen sich. Das sie herausfindet, dass er die Frau umgebracht hat, nimmt sie locker hin und verlässt ihn einfach. Ich hatte schon nicht genau nachvollziehen können, warum ihr Mann der Schwester hilft. Dementsprechend unlogisch finde ich den Ausgang, dass der Mann nun bei seiner Frau bleibt und die Schwester vergessen ist.

SPOILER ENDE

Für mich ist der Schluss einfach nur unpassend. Man hätte in meinen Augen echt mehr draus machen können. Und aus diesem Grund gibt es auch nur drei Sterne.

===Abschließendes Fazit===
Identitätsdiebstahl interessant umgesetzt

Pro: Figuren,Stil
Contra: Schluss
Empfehlung: 3 Sterne, Ja




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