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Katrin Lankers: Elfenblick

WORUM GEHTS 

Copyright ArsEdition
Mageli ist 16 Jahre alt, als sie Erin kennenlernt. Ihr Leben ist eher durchschnittlich. Ärger mit der Mutter, nervige Brüder, eine klasse beste Freundin, ein Vater der häufig weg ist, durchschnittliche Schulleistungen und Jungs interessieren sie nicht so. Als sie zufällig einen Bericht liest, in dem es um vertauschte Kinder geht, muss sie wissen, ob sie auch vertauscht wurde. Schließlich sieht sie komplett anders aus, als ihre Familienmitglieder. Auf der Suche nach der Wahrheit, muss sie feststellen, dass alle Beteiligten nach und nach verstorben sind. Und genau auf dieser Suche lernt sie Erin kennen. Er ist der Sohn des Elfenkönigs und beide verlieben sich in ihrer Traumwelt ineinander. Als er in Gefahr gerät, macht sie sich auf den Weg in die Elfenwelt und gerät in ein Abenteuer, mit dem sie niemals gerechnet hätte, denn das dunkle Geheimnis ihrer Geburt verfolgt sie auch in der Welt der Elfen.

SARAHS MEINUNG 

Ich liebe Jugendbüchern in denen Magie vorkommt. Wo sich ein normaler Mensch in ein Fantasy-Wesen verliebt. Das war schon lange vor „Bis(s)“ der Fall. In diesem Fall verliebt sich ein Mädchen in den Sohn des Elfenkönigs.

Alleine schon das Cover ist ein Blickfang, der so manchen Leser im Buchladen magisch anzieht. Ich persönlich kaufe gerne Bücher, die mich vom Cover her ansprechen, und die Farbgebung ist einfach klasse. Auch der Inhalt klang vielversprechend. Letzten Endes konnte mich die Umsetzung jedoch nicht gänzlich überzeugen.

Es beginnt schon mit den Protagonisten. Lankers entwickelt außergewöhnliche Protagonisten, mit denen sich so manches schüchterne Mädchen identifizieren kann. Die Mehrheit wird jedoch eher schwer eine Bindung herstellen können. Mageli ist absolut hübsch, wirkt auf andere total eingebildet, fühlt sich selbst aber eher schüchtern. Klischeehaft, denn viele Schönheiten sind sich ihrer Schönheit nicht bewusst. Ihre Freundin vertieft sich in tiefsinnigen Fragen, und Erin wird eher als attraktiver Märchenprinz dargestellt. Vieles wird in meinen Augen zu sehr im optischen Bereich beschrieben. Gedankengänge und Handlungen waren für mich oft nicht 100% nachvollziehbar. Zum Beispiel konnte ich bis zum Schluss nicht begreifen, warum sie trotz vorhandener Geburtsurkunde an ihrer Identität zweifelt. Ich bin auch die einzige Rothaarige in meiner Familie und würde nie so zweifeln. Gerade wenn man es schwarz auf weiß hat, müsste der Gedanke, warum man ins Krankenhaus zur Recherche fährt, näher erläutert bekommen. So blieb vieles einfach unverständlich. Auch in anderen Punkte bleibt mir die Protagonistin fremd. Warum verlässt sie mitten in der Nacht das Haus, um zu ihrer Freundin zu gehen. Diese ungeklärten Aspekte im Verhalten der Hauptfigur sorgen für Frust.

Thematisch setzt das Buch nicht nur auf den magischen Teil, sondern hauptsächlich auf die Vertauschung von zwei Babys bei der Geburt. Daraus eine magische Sache zu machen, ist interessant. Aber in meinen Augen hätte dieses Thema einfach realistischer umgesetzt werden müssen. Nur auf Grund eines Zeitungsartikels den Verdacht zu entwickeln, man sei nicht das leibliche Kind, ist einfach an den Haaren herbeigezogen. Auch die Liebesgeschichte ist in meinen Augen schwach umgesetzt und an Twilight angelehnt. Schließlich verliebt sich Mageli in Erin weil er absolut traumhaft aussieht und so gut riecht. Oberflächlicher hätte die Geschichte nicht entstehen können. Selbst als ihr bewusst wird, dass sich diese Treffen nur in ihrer Traumwelt abspielen, tut sie alles, um ihn zu retten. Das zeigt, dass die Autorin ihren Weg nicht konstant verfolgt. Sie baut immer wieder Wendungen ein, weil sie merkt, dass sie so nicht weiterkommt. Dann wird auf einmal ein Menschen-Elf eingebaut, der ihr sagt, dass es wirklich Elfen gibt und Erin kein Traum ist. Manche Wendungen sind gut, viele jedoch einfach nur schwach. Ohne lange zu überlegen oder zu recherchieren weiß sie genau, wie sie das Tor zur Elfenwelt öffnet. Beim ersten Mal, wo sie genau dies gemacht hat, hat sich jedoch kein Tor geöffnet.

Spannung kommt durch diese Wendungen, Vorhersehbarkeit und die vielen Klischees einfach nicht auf. Das Buch lässt sich wirklich leicht lesen und sorgt auf seine Art und Weise für Unterhaltung. Die Wortwahl ist kindgerecht, einfach und überzeugt durch kurze, moderne Sätze. Ein kleiner Anteil an jugendlicher Sprache rundet dieses Gesamtbild ab.

Nur Sprache alleine reicht in meinen Augen nicht aus. Oft verliert sich die Autorin in unnötigen Details. Da kann auch der mysteriöse Abstecher in die Elfenwelt zu den Bösen keine Spannung aufbauen. Auch wenn man sich hier fragt, wie alles zusammenhängt. Zumindest auf den ersten 200 Seiten, danach ist alles sehr klar.

Selbst der Schluss kann nicht überzeugen. Alles wird aufgeklärt, und damit das Traumpaar nicht mit trüben Gedanken belastet wird, wird noch eine neue Wendung eingebaut, die absolut vor Kitsch trieft und mich einfach nur enttäuscht hat. Dies hätte in einem späteren Band eingebaut werden können, aber nicht hier.

Da ich selbst oft immer Bedenken habe, dass ich mit meinen 28 Jahren einfach den Kinderblick verloren habe, habe ich dieses Buch auch von meiner Nichte 11,5 Jahre lesen lassen. Sie gab mir das Buch nach einem Tag wieder. Sie hat 250 Seiten gelesen und abgebrochen, da sie es einfach langweilig und mega kitschig fand. Zudem hatte sie der naive Stil genervt. Alles wird einen in den Mund gelegt und wer selbst mal nachdenkt oder sein Gehirn benutzt, wird feststellen, dass einfach zu vieles nicht konsequent und schlüssig ist. So etwas lohnt sich in ihren Augen nicht zu lesen. Dabei liebt sie sonst Bücher aus dem Verlag.

Wir freuen uns definitiv nicht auf einen zweiten Teil, sofern sich die Autorin nicht deutlich verbessert. Zudem ist die Geschichte irgendwo abgeschlossen und für mich gibt es keinen wirklichen Ansatzpunkt, wo ich sage, das muss ich unbedingt wissen. Kurz nichts hat dafür gesorgt, dass ich den zweiten Teil lesen muss.

Autor: Katrin Lankers
Titel: Elfenblick
Verlag: arsEdition
Erschienen: 2012
ISBN-10: 3760779808
ISBN-13: 9783760779805
Seiten: 448
Kosten: 19,99€

===Leseinformationen===
Genre: Fantasy
Niveau: leicht
Leserschaft: 12-15Jahre
Lesedauer: 1 Tag

Mein Dank geht an Blog Dein Buch.


Kommentare

  1. Ich bin gerade dran dieses Buch zu lesen. Bin auf Seite 230 und total gelangweilt. Hab mich grad mal nach Rezensionen umgesehen, ob es andere Menschen gibt die das genauso sehen.
    Dein Beitrag spiegelt genau das wider, was ich bis jetzt beim Lesen empfinde. Unlogische Wendungen, langweilige, stereotype Charaktere, kaum Spannung... schade, denn ich glaube die Idee der Geschichte hätte Potential.

    Deine Bemerkung zu einem 2.Teil der Geschichte hat mich neugierig gemacht. Über Google habe ich bisher nichts gefunden, kannst du mir sagen warum du denkst, dass es einen 2.Teil gibt/geben wird? Hast du das irgendwo gelesen?

    Liebe Grüße, Katie
    www.cuchilla-pitimini.blogspot.de

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