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Interview mit Nadine d Arachart und Sarah Wedler


Sarah Wedler, 25, und Nadine d’Arachart, 26 erhielten als Autorinnenduo zahlreiche Auszeichnungen und Preise und schafften es unter anderem ins Finale des Berliner Open Mike 2011. Die beiden veröffentlichten Kurzgeschichten in Anthologien und Jahrbüchern. Neben Prosa schreiben sie unter anderem auch Drehbücher. Beide studieren Sozialwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum und leben in Hattingen. „Die Muse des Mörders“ ist ihre erste eigenständige Publikation. 



Weitere Werke der Autorinnen findet ihr unter




Hallo Nadine, Hallo Sarah. Ich freue mich, dass ich euch als Interview-Partner für meinen Buchblog Sarahs Bücherwelt gewinnen konnte. Auch im Namen meiner Leser bedanke ich mich schon mal jetzt für eure Antworten und eure Zeit.

Ihr zwei seid ja noch recht jung und studiert eigentlich Sozialwissenschaften. Da liegt die Frage nahe, wie kommt man dazu sich zusammenzuraufen und sich so aktiv in der Schriftstellerei auszutoben?!

Wir kennen uns seit über 15 Jahren und haben mit 12 zusammen mit dem Schreiben angefangen. Während der Schule lief das immer nebenher, sodass wir eine gewisse Übung haben. So wie es im Moment läuft, müssen wir das Studium aber schon von Zeit zu Zeit etwas vernachlässigen ;-)

Ist es für euch leicht, eure Ideen unter einen Hut zu bringen, oder fliegen bei euch schon mal die Fetzen, wenn es um die Umsetzung geht?

Natürlich diskutieren wir auch mal heftiger, aber im Großen und Ganzen ergänzen sich unsere Ideen ganz gut.

Nach zahlreichen Versuchen im Bereich der Drehbücher und Kurzgeschichten, habt ihr im Februar diesen Jahres euren ersten Roman veröffentlicht. "Die Muse des Mörders" gilt als Remake des ersten deutschen Krimis. Wie seid ihr auf die Idee gekommen, dieses Remake anzugehen?

Die Idee, ein Remake zu schreiben, kam vom Verlag: Als es uns angeboten wurde, einen Roman für »Labor« zu schreiben, ging es von Anfang an konkret um ein Remake. Vorher kannten wir beide »Das Fräulein von Scuderi« um ehrlich zu sein gar nicht.

Ihr habt mir ja einen Einblick in das Original gewährt. Wie lange habt ihr an dem Remake gesessen, bis ihr wirklich 100% zufrieden ward? Schließlich ist es nicht einfach die alte Zeit einzufangen, und mit dem Jahr 2011 aufzufrischen.

Insgesamt haben wir ungefähr ein halbes Jahr an dem Buch gesessen, wobei die Recherche viel Zeit eingenommen hat. Hoffmanns Original ist ja recht kurz, von daher musste wir die Geschichte »weiterspinnen«, ohne sie zu verfälschen. Als die Gliederung dann stand, ging es aber recht schnell.

Gibt es eine / einen Protagonisten, der euch in diesem Roman ans Herz gewachsen ist?

Natürlich hat man, während man schreibt, eine recht enge Bindung zu den Figuren. Je besser man sie kennen lernt, desto häufiger denkt man auch im Alltag über sie nach und desto mehr möchte man auch über sie wissen. Insofern wachsen sie einem alle ein bisschen ans Herz und man vermisst sie bisweilen sogar, wenn ihre Geschichte auserzählt ist.


Mit eurem aktuellen Werk ist euch ein fabulöser Einstieg in die Welt der Autoren und Bestseller gelungen. Viele Autoren ruhen sich nun erstmal aus. Wie sieht es bei euch aus, arbeitet ihr schon am nächsten Werk? 

Seit Ende 2011 sitzen wir an unserem nächsten Roman, der wieder ein Krimi/ Thriller wird. Da wir bei »Labor« einen Vertrag für ein weiteres Remake unterschrieben haben, planen wir, im Sommer mit unserem aktuellen Roman fertig zu sein, damit wir uns dann an das neue Remake setzen können. Fürs Ausruhen bleibt also nicht viel Zeit ;-)
Achja und im Mai erscheint unser eigentlich erstes Buch (wir haben es vor »Die Muse des Mörders« als »Übung« geschrieben) als eBook.

Bei all euren Projekten und dem sicherlich harten Studium, würde mich interessieren, ob ihr selbst Zeit mit Lesen verbringt, und wenn ja, was?

Nadine: Ich lese alle möglichen Thriller und Krimis, von Charlotte Link über King bis hin zu Debütromanen andere Krimiautoren.
Sarah: Ich versuche, mir Zeit zum Lesen zu nehmen und sitze aktuell an einem Thriller von Hilary Norman. Grundsätzlich lese ich auch gern ältere Bücher von Dean Koontz oder Stephen King.
  
Zahlreicher Leser von mir, versuchen sich ebenfalls im Schreiben. Einigen geht es wie mir, wir lieben Bücher, aber erkennen, dass wir außer Ideen leider kein Talent haben. Trotzdem meine Frage, für all die anderen, die Talent haben. Habt ihr Tipps, die ihr mit meinen Lesern teilen wollt?

Beim Schreiben macht Übung sehr viel aus. Man sollte einfach dran bleiben, auch wenn die ersten Versuche nicht so überzeugen. Mit der Zeit wird der Wortschatz, gerade wenn man viel liest, größer und die Schreibversuche besser. Außerdem ist es sinnvoll (wenn auch schwer), mit Kurzgeschichten anzufangen.

Nun hab ich aber genug Zeit gestohlen. Ich bedanke mich recht herzlich bei euch beiden. Es hat mir großen Spaß gemacht, euer Buch zu lesen, und ich hoffe, dass er bald auf die Bestseller-Listen finden wird. Ihr habt es euch verdient. 

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