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Bettina Szrama

Copyright Bettina Szrama
Bettina Szrama wurde 1952 in Meißen geboren. Sie studierte Literaturwissenschaften in Hamburg und war danach als Journalistin tätig. Seit 1994 widmet sie sich neben diversen Regionalzeitung auch dem schriftstellerischen Bereich. „Die Hure und der Meisterdieb“ ist ihre dritte historische Veröffentlichung im Gmeiner-Verlag.



Ihre Werke:
Die Geistheilerin, 2001, Dr. Bachmaier, 3931680282
Trull, 2001, BoD, 383112308X
Im Zweifel für den Hund, 2003, Dr. Bachmaier, 3931680401
Die Giftmischerin, 2009,Geminer,3899777913
Die Konkurbine des Mörders, 2010, Gmeiner, 3839210402
Die Hure und der Meisterdieb, 2011, Gmeiner, 3839212146
Der Henker von Lemgo, 2011, Emons, 3897058642

Hallo Bettina, erstmal freue ich mich, dass du bereit bist, dich mir und meinen Lesern den Fragen zu stellen.
Hallo Sarah!

Bettina, gerade ist dein aktueller historischer Roman "Der Henker von Lemgo" erschienen. Planst du schon einen weiteren Roman?
Ja, ich schreibe gerade wieder an einem historischen Roman, der das Thema Hexenverfolgung beinhaltet. Diesmal geht es um eine junge Kölner Hexe, die sich 1629 selbst der Hexerei anklagte und für großen Wirbel in Köln sorgte. Denn sie hat es gewagt nicht nur ihre Peiniger sondern die gesamte Obrigkeit einschließlich des Erzbischofs Ferdinand der Hexerei zu beschuldigen. Nun, beschäftigte mich lange die Frage, warum macht eine junge Frau so etwas, obwohl sie weiß, dass sie in den sicheren Tod läuft? So fand ich heraus, dass die Ursache in den mysteriösen Vorkommnissen im, uns heute nicht mehr zugänglichen, Klarissenkloster "Santa Klara" zu suchen sind. Deshalb auch mein Arbeitstitel "Santa Klara". Zu erwarten ist ein spannender historischer Kriminalroman aber leider mit keinem schönen Ausgang.

Deine Ideen beruhen stets auf Tatsachen. Woher nimmst du deine Ideen?
Ich suche immer lange nach einer Idee. Die fällt mir nicht einfach so zu. Sie muss zu mir passen, das heißt, ich muss mich mit ihr identifizieren können. Und es sollte ein Thema sein, das nicht schon zu oft in der Romanliteratur Fuß gefasst hat. Das ist nicht immer einfach. Nun ist "Der Henker von Lemgo" von den Lesern gut angenommen worden. Also musste etwas ähnlich Spektakuläres her. Da half mir wie so oft der Zufall. Irgendwann, nachdem ich die Bibliotheken und Archive ausgesaugt hatte, wurde ich am Ende doch noch fündig. Manchmal ist es nur ein kleiner Hinweis, sei es in einem Gerichtsprotokoll oder in der Abhandlung eines Historikers, wo ich zu mir sage, das ist es. Bei "Santa Klara" war es die Erwähnung auf einen späteren Prozess, im Fall der hingerichteten Kölner Postmeisterin, Katharina Henot

In diesem Genre ist eine gute Recherche stets wichtig. Wie lange benötigst du, damit du voll und ganz mit deinen recherchierten Angaben zufrieden bist?
Das ist unterschiedlich. Im "Henker von Lemgo" gibt es sehr viele verschiedene Charaktere an denen musste ich lange arbeiten. Ich habe also für diesen geschichtsgewaltigen Roman sehr lange recherchiert. Habe mir aber auch viel Zeit gelassen. Ich glaube es waren fast zwei Jahre. Ich schreibe und recherchiere ja auch kombiniert. Im Normalfall recherchiere ich ein halbes Jahr und beginne dann ein Expose zu entwickeln. Während dem Schreiben werden natürlich immer wieder Informationen eingeholt. Diesmal allerdings, gestaltet es sich sehr schwierig, da es das Kloster "Santa Klara" in Köln nicht mehr gibt und man die Hexe mit ihren Akten um den Hals verbrannt hat. Das ist mühsame Kleinarbeit. 

Nachdem du nun schon vier großartige historische Romane veröffentlicht hast, liegt die Frage nahe,ob es in der nächsten Zeit auch wieder etwas in einem anderen Genre, wie zum Beispiel "Die Geistheilerin" geben wird.
Ich gedenke einmal die Geschichte meiner eigenen Familie aufzuschreiben, die soviel historischen und kriminalistischen Stoff enthält, dass man damit drei Bücher füllen könnte. Aber auch hier muss ich zunächst recherchieren, was sich nicht einfach gestalten wird, da es nur noch einen Zeitzeugen gibt, ausgenommen mich natürlich.  
Zu Krimis unserer Zeit spukt mir einiges im Kopf umher. Im Moment versuche ich mich mit Lesen entsprechender Fälle vorzubereiten. Ich kann mir auch einen Krimi mit Tieren, speziell Hunden oder unter Reitern vorstellen. Hier kenne ich mich bestens aus. Kommt garantiert noch.

Gibt es bei deinen früheren Werken eins, welches dir besonders am Herzen liegt?
Ja, sozusagen zwei. "Die Giftmischerin" und mein erster kleiner Roman "Trull" Die Geschichte eines Boxerhundes.

Bei all deinen Geschichten, welche Figur ist dir besonders ans Herz gewachsen?
"David Clauss" Der Henker von Lemgo. Diese widersprüchliche Figur hatte es mir so angetan, dass ich Nachts von ihm geträumt habe. Meine Faszination für diesen Mann hat bis heute nichts eingebüßt. Ich habe ihn mir immer auf der Leinwand vorgestellt, verkörpert von Mel Gibson.

Wie man auf deiner Seite sehen kann, setzt du dich für die Boxerhilfe ein. Hat das einen bestimmten Grund, denn dies ist doch eher selten?!
Das kam durch meinen ersten Boxerhund, dessen schlimme Geschichte ich in "Trull" verkörpert habe. Ich habe bei meiner Recherche für diesesBuch etwas Furchtbares erlebt und mir danach gesagt, für diese Hunde musst du kämpfen. Mit meinem zweiten Boxer "Bully" (Im Zweifel für den Hund) ging es weiter, dass ich etwas für misshandelte, gequälte und ausgesetzte Boxerhunde tun wollte. Ich liebe diese Knutschnasen.  

Da es sicherlich auch meine Leser interessiert. Liest du selbst, und wenn ja, welche Bücher haben dich begeistert?
Gerade lese ich "Die Sklavin", davor habe ich "Der Schleier der Angst" und "Sie haben mich verkauft" gelesen. Ich bin vielseitig was das Lesen betrifft. Lese also nicht unbedingt historische Romane, wie man vielleicht annehmen könnte. Hier liegt mein Interesse eher auf historischen Sachbüchern wie "Historische Serienmörder" von Michael Kirchsschläger. Übrigens sehr zu empfehlen.

Zahlreiche Leser versuchen sich ebenfalls im Schreiben. Hast du einen Tipps an all die begeisterten History-Fans?
Ich denke es wird mit fortschreitender Zeit immer schwieriger sich seinen Traum vom Schreiben zu erfüllen. Entweder man ist selbst schon in der Buch und Medien Branche tätig, dann ist es sicher einfacher oder man hat wie ich einen eisernen Willen zum Erfolg. Ich habe nie davon geträumt mit dem Schreiben Millionär zu werden aber ich hoffe, dass ich einmal etwas hinterlassen werde, was mich ein bisschen vom großen Getriebe abhebt. Mit dem Schreiben allein ist es nicht getan. Dazu braucht es zunächst ein Fundament. Auch hier ist eine Ausbildung von Vorteil. Ist ein Manuskript fertig heißt es, immer fest an sich selbst glauben- und überzeugt sein von dem was man geschrieben hat. Nicht gleich die Flinte ins Korn werfen wenn die ersten Absagen kommen. Sich am Markt orientieren, das Internet nutzen, Wettbewerbe etc. damit man entdeckt wird. Agenturen können bei der Suche nach dem richtigen Verlag von Vorteil sein. Hat man das Glück und die Geschichte wird gedruckt, weiterschreiben und nicht die Hände in den Schoss legen. Auch wenn die Geschichte bei einen guten Verlag untergekommen ist - selbst ist der Mann. So viel wie möglich mit eigenen kreativen Ideen für sein Buch werben, den Leser anlocken. Der Buchmarkt ist so voll mit Büchern aller Genres. Das wichtigste aber - Schreiben ist ein langer Prozess, man kann darüber alt werden.


So, nun habe ich dich aber genug genervt. Ich möchte mich ganz herzlich für die Antworten und die dafür verwendete Zeit auch im Namen meiner Leser bedanken. Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg
  

Kommentare

  1. Echt? Sie kommt aus meiner Stadt? Ich glaube, da werde ich mir mal ihre Bücher genauer ansehen. ;)

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