Park, Karoline - Stilettoholic

1
==Sex and the City trifft Miss Marple==

===Einleitung===
Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, welches ich mir als amüsanten Krimi vorgestellt habe. Es handelt sich um einen Fashion-Krimi, der sich eher an die weiblichen Leser richtet. Wie mir „Stilettoholic“ gefallen hat, lest selbst.

===Buchdaten===
Autor: Karoline Park
Titel: Stilettoholic
Verlag: Gmeiner
Erschienen: 2011
ISBN-10: 383921209X
ISBN-13: 978-3839212097
Seiten: 280
Einband: TB
Kosten: 9,90€
Serie: -

===Autor/in===
Karoline Park wurde 1978 geboren und promovierte an einer Universität in Wien. Heute lebt sie als erfolgreiche Schriftstellerin und Sprachtherapeutin in Wien und München.

===Zitierter Klappentext===
Sophie Schwarz ist am Ziel ihrer Träume. Das Wiener Model hat den Sprung auf das Titelblatt der Vogue geschafft und steht kurz vor der Unterzeichnung eines Vier-Millionen-Dollar-Vertrags. Ihr Höhenflug nimmt ein jähes Ende, als der berühmte Modefotograf Philipp Margold in dem noblen Wiener Stundenhotel Orient tot aufgefunden wird und Sophie unter Mordverdacht gerät. Es scheint das Aus ihrer Karriere. Wäre da nicht ihre Freundin Elli Weitzman, Stilettoholic mit Fashion-Faible und untrüglichem Spürsinn

===Meine Meinung===
Ein Krimi kombiniert mit einem Frauenroman?!? Das klang in meinen Ohren nach etwas interessanten, spannenden und lustigen zum Lesen. Mode mag jede Frau;,Sex and the City finde ich ab und an ganz amüsant, und Miss Marple liebe ich. Konnte ja eigentlich nur ein Buch nach meinem Geschmack sein.

In Karoline Parks Fashion-Krimi wird der Leser in die Welt von Elli Weitzmann, einer angehenden Logopädin, entführt. Sie ist die beste Freundin des Top-Models Sophie Schwarz und genauso versessen auf Marken-Mode wie ihre langjährige Freundin. Als diese den Sprung auf das Titelblatt der Vogue schafft, sagt Elli nicht nein und begleitet sie zu der dazugehörigen Feier. Das es für Sophie eine Feier wird, die sie nicht so schnell vergisst, ahnt zu diesem Zeitpunkt noch keiner. Es wird feucht fröhlich gefeiert, und mitten in der Nacht steht Sophie völlig aufgelöst vor Elli und berichtet ihr vom Tod des Fotografen, den sie vorher auf ein Stundenhotel begleitet hat. Da sie die letzte Person war, die ihn gesehen hat, ist sie natürlich die Verdächtige. Elli und ihr Mann, ein bekannter Rechtsanwalt, ermitteln auf eigene Faust, um Sophie zu entlasten.

Schon der Einstieg in diese Geschichte begann mit einem Schreiben, welches vom Finanzamt kam und einige Absetz-Möglichkeiten ausschloss. Einerseits möchte der Leser nun wissen, was es damit auf sich hat, aber es verwirrt ebenfalls minimal. Danach geht es aus der Ich-Perspektive von Elli weiter. Da sie die beste Freundin des Models ist und sich als Miss Marple an der Ermordung des Fotografen betätigt, finde ich diese Perspektive gut gewählt.

Die ersten Seiten lernt der Leser Elli, ihren Mann und ihre langjährige Freundin Sophie kennen. Es ist eigentlich ein ganz normales Leben einer modebewussten Frau, die einfach ein paar Kilos zu viel auf der Waage hat. Sympathisch, frech und liebenswert. Man lernt sie und ihren Modefimmel schnell kennen und lieben. Dadurch fällt es anfangs gar nicht ins Gewicht, dass schon 50 Seiten vergangen sind, ohne das der angekündigte Mord geschehen ist. Als dieser dann passiert, wird in wenigen Worten geschildert, wie Sophie die Situation erlebt hat. Vor ihrer und nach ihrer Variante werden jedoch zwei Verdächtige genannt, die den Leser fesseln und miträtseln lassen, wer es denn nun wirklich war. Eigentlich genau mein Geschmack.
Statt jedoch diese Spannung oder das Mitfiebern auszubauen, wird diese ständig unterbrochen. Hier mal ein Urlaub, dann Detektivarbeit und immer wieder das Gerede von Mode-Labels, reduzierten Preisen. Dazu kommt dann noch der Verdacht auf die Schwangerschaft der Protagonistin. Eine Frage der teilweise mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, als dem Mordfall. Beides wird zudem erst am Schluss geklärt.

Der Kriminalfall wirkte irgendwie so belanglos neben den ganzen Mode-Dingen. Irgendwann war bei mir der Punkt gekommen, wo ich weder Preise noch Mode-Labels mehr hören wollte. Ich war kurz davor, einige langatmige Passagen zu überspringen. Das war dann auch der Punkt, als aus heiterem Himmel der Mord aufgeklärt wird. Überraschend, treffend und logisch. Man könnte sogar von einem Hauch Spannung sprechen. Wenn man nun aber bedenkt, dass damit das Buch nicht endet, sondern noch weiter über das Leben von Elli berichtet, um die Frage der Schwangerschaft zu klären, bekam ich wieder das Gefühl, dass dieser Punkt wichtiger sei, als die eigentliche Idee des Krimis.

Es ist keine schlechte Idee und lässt sich durch den lockeren und modernen Stil total leicht lesen. Ich habe das Buch während einer Wartezeit beim Kinderarzt durchgelesen. Was definitiv für einen leichten und flüssigen Text spricht. Nur hab ich definitiv mehr Spannung bei einem solchen Krimi erwartet. Elli ermittelt auf ihre Art und Weise, was auch lustig und interessant ist, aber das ganze Drumerhum nimmt definitiv die Spannung. Ich hatte persönlich einfach mehr erwartet.
Das viele Gerede von Mode-Labels war durch die Andeutung von Sex and the City zu erwarten, aber dann noch das Rätsel um die Schwangerschaft einzubauen war einfach too much.
Wie man an anderen Bewertungen, wie zum Beispiel Amazon.de, erkennt, trifft das Buch bei anderen Lesern den richtigen Nerv. Wer sich dafür interessiert und wenig Spannung erwartet, wird begeistert sein. Spaß hat mir das Lesen und die sympathische Protagonistin bereitet und daher kann ich das Werk auch empfehlen, aber nicht als Krimi.

===Bewertung===

Mode, Mord und eine Schwangerschaft sorgen für Abwechslung im Krimi-Genre. Karoline Park ist ein individueller Krimi gelungen, der sich an der Frauenwelt orientiert, aber leider nicht jede überzeugen kann. Etwas weniger Umriss und dafür etwas mehr Spannung, hätte mir mehr gefallen. Daher gibt es drei Sterne.


===Leseprobe oder Zitat zum Einblick in den Stil===

Das erste Kapitel kann hier eingesehen werden:

LEST WEITER ...

1 Kommentare:

Dale, Jenny - Lily ist verschwunden

0
==Peinliche Panne eines renommierten Verlages==



===Einleitung===
Heute möchte ich euch ein Kinderbuch vorstellen, welches mein Stiefsohn und ich am Wochenende gelesen haben. Es handelt sich um ein Kinderbuch für Leseratten ab 7 Jahren, welches wir von einer Bekannten geschenkt bekommen haben, und stammt aus dem Arena Verlag. Was nun die peinliche Panne ist und wie es uns trotz Fehler gefallen hat, lest selbst.

===Buchdaten===
Autor: Jenny Dale
Titel: Lily ist verschwunden
Originaltitel: Lily the lost Puppy
Verlag: Arena
Erschienen: 2000
ISBN-10: 3401022121
ISBN-13: 9783401022123
Seiten: 63
Einband: TB
Kosten: Damals 8,90DM; heute ab 2,64€
Serie: Hundebabys zum Liebhaben

===Zitierter Klappentext===
Hundebaby Lily ist beim Umzug der Familie Harper versehentlich zurückgelassen worden.
Doch bis Jack und seine Mutter umkehren, um sie zu suchen, hat Lily sich schon allein auf den Weg gemacht.
Was für ein Abenteuer!
Ob Jack und Lily sich jemals wiedersehen werden?

===Meine Meinung===
Da die Klasse von meinem Stiefsohn in den Sommerferien die Aufgabe gestellt bekommen hat, zwei neue Bücher zu lesen, war ich froh, als ich von einer Bekannten mehrere Exemplare unterschiedlicher Kinderbücher geschenkt bekommen habe. Darunter war auch dieses Exemplar, was ich auch für meinen Stiefsohn aussuchte. Ein Titel, der auch bei Antoli bekannt ist, wenig Seiten hat und wo der Protagonist genauso heißt, wie sein zukünftiger Bruder, Jack, war in meinen Augen perfekt.

Wenige Tage später brachte er mir das Buch herunter und als ich wissen wollte, worum es denn geht, einfach um zu sehen, ob er es auch tatsächlich gelesen hat, erzählte er mir plötzlich etwas von einem Tim. Klar, dass man dem Kind erst einmal nicht glaubt, weil doch im Klappentext schwarz auf weiß Jack steht. Kurzer Hand setzte ich mich an die 62 Seiten Großdruck und war entsetzt, denn der Fehler lag tatsächlich beim Verlag.

Tim und seine Familie ziehen um. Das neue Haus liegt nur wenige Straßen entfernt, hat aber mehr Platz und einen größeren Garten. Anfänglich hält Lily die vielen Pakete und Kartons für ein Spiel, aber als die Umzugsfirma kommt und ihr Herrchen etwas von einem neuen Haus redet, ist sie anfänglich sehr verwirrt. Binnen weniger Stunden ist ihr altes zu Hause leer und sie soll mit dem Vater, statt mit ihrem geliebten Tim mitfahren. Klar, dass Lily aus dem Auto entwischt, um nach Tim zu suchen. Kaum im alten Haus, wird sie eingesperrt und kommt erst wieder frei, als wenige Minuten später die neuen Mieter das Haus betreten. Lily macht sich verzweifelt auf die Suche nach ihrem Herrchen Tim, und erlebt dabei spannende Abenteuer, während Tim sich seinerseits völlig verzweifelt auf die Suche nach Lily begibt.

Wie ihr seht, ist der Fehler eindeutig im Klappentext. Alles stimmt, bis auf die Tatsache, dass der Protagonist im Buch Tim und im Klappentext Jack heißt. Dies ist aber lediglich ein Fehler der 2000er Arena Ausgabe. Gerade bei einem so renommierten Kinderbuch-Verlag dürfte ein solcher Fehler nicht passieren. Ein ähnlicher Name, wie zum Beispiel Tom, statt Tim, hätte ich noch verstanden, aber Jack... Das verwirrt Eltern und Kinder gleichermaßen, und darf in meinen Augen nicht vorkommen.

Wenn man jedoch den Fehler außen vor lässt und einmal die Geschichte selbst betrachtet, wird man zu dem Fazit kommen, dass die Geschichte total gut ist. Das süße kleine Hundebaby Lily zieht sowohl Jungen, als auch Mädchen in ihren Bann. Es macht deutlich, welche Verantwortung ein Hund bedeutet, dass man immer auf ihn ein Auge haben muss, gerade in stressigen Situationen, und das ein kleiner Fehler schon fatale Folgen haben kann. Da es sich um ein Kinderbuch handelt brauch ich nicht zu sagen, dass es hier ein Happy End gibt. Das ist selbstverständlich und in meinen Augen sogar sehr schön gewählt, da es in gewisser Weise ein doppelt schönes Ende ist.

In meinen Augen lässt sich die Geschichte sehr leicht lesen. Die Schrift eignet sich ideal für Leseanfänger und ist groß gehalten. Die Sätze sind kurz, die Wortwahl ist einfach. Zwischendurch gibt es zahlreiche schöne Zeichnungen, die sich sogar zum Anmalen eignen. Ich habe die wenigen Seiten binnen 15 Minuten durch gehabt. Mein Stiefsohn ist in den Ferien nicht ganz so motiviert und hat ganze drei Tage benötigt. Sowohl mir, als auch ihm hat die Geschichte sehr gut gefallen und er hat noch lange mit mir darüber geredet, was man hätte anders machen können, aber auch über besagten Fehler.

Wer über den Fehler hinwegsehen kann oder sich eine andere Ausgabe holt, wird ein wunderschönes Kinderbuch in den Händen halten, das mit seinem süßen Hundebaby den Lesespaß verdoppelt und zudem lehrreich für die Kleinen ist. Da es mir und meinem Stiefsohn sehr gefallen hat, und sogar von Antoli empfohlen wird, kann ich es unbedenktlich empfehlen.

===Bewertung===

Eine wunderschöne Geschichte kindgerecht und lehrreich erzählt. In meinen Augen das richtige für Leseanfänger. Leider wird dies durch einen blöden Verlagsfehler minimiert, sodass von mir dieses Tierabenteuer lediglich vier Sterne, statt der eigentlichen fünf Sterne bekommt.

===Leseprobe oder Zitat zum Einblick in den Stil===

Zitat zum Kennenlernen des Stils S. 30:


Ohne hinzuschauen sauste sie auf die Straße – dann hörte sie ein donnerndes Geräusch, das immer lauter wurde – und immer näher kam. Lily blickte hoch und sah einen großen roten Bus direkt auf sich zukommen!
LEST WEITER ...

0 Kommentare:

Fiebig, Johnannes - Tarot. Andere Wege im Alltag.

0
==Ein Blick in die Zukunft==



===Einleitung===
Heute möchte ich ein Buch vorstellen, welches ich mir nie selbst gekauft hätte. Eine Bekannte von mir hat ihre Regale ausgemistet und mir sämtliche Werke, die sie nicht mehr liest, geschenkt. Darunter war auch dieses Exemplar. „Tarot. Andere Wege im Alltag“. Wie mir das Buch als absoluter Skeptiker gefallen hat, lest selbst.....

===Buchdaten===
Autor: Johannes Fiebig
Titel: Tarot. Andere Wege im Alltag.
Verlag: Königsfurt Bürger & Fiebig GbR
Erschienen: 1998
ISBN-10: 3923261101
ISBN-13: 9783923261109
Seiten: 128
Einband: TB
Kosten: 8,80€
Serie: -

===Zitierter Klappentext===

Das Tarot-Kartenlegen hat heute eine Verbreitung gefunden, die in der langen Tarot-Geschichte ohne Beispiel ist. Dabei haben sich neuartige Umgangsformen mit den Bildern und Symbolen des Tarot eingebürgert, die über die wahrsagerischen und esoterischen Traditionen der Karteninterpretation wesentlich hinausgehen. "TAROT - Andere Wege im Alltag" ist ein Arbeits- und Verarbeitungsbuch, das jene neuartige Tarot-Praxis grundlegend darstellt. Es schaut mit Tarot dem Alltag in die Karten und sucht nach Lösungsergebnissen für den persönlichen "Weg der Wünsche". Es richtet den Blick auf die Wahrnehmung des Augenblicks und interpretiert die symbolische Bedeutung, die das Kartenlegen selbst besitzt.

Unter dem Motto "Tarot für Selbstabholer" bietet das Buch Übungen, Tips und Handwerkszeug für die selbständige Tarotpraxis. Damit sind vor allem diejenigen Tarot-Leser/innen angesprochen, die sich im Dschungel der Interpretationen eigenständige Wege bahnen wollen. Aus der vorhandenen Tarot-Symbolik werden Strukturen und Bezüge herauskristallisiert, die ein unabhängiges, vielseitiges Arbeiten mit dem Symbolmaterial des Tarot erleichtern.


===Meine Meinung===
Schon seit vielen Jahrtausenden sind die Menschen auf der Suche nach Antworten. Immer wieder befragen sie die unterschiedlichsten Dinge, wie den Kaffeesatz, die Sterne, Würfel, Stöcker, aber eben auch die Karten. Schon im 14. Jahrhundert zogt das Tarot in Europa ein.

Ich persönlich glaube weniger an solche Dinge. Vieles mag stimmen, vieles ist aber auch einfach nur erfunden oder auf jeden einzelnen Menschen übertragbar. Dementsprechend bin ich eher skeptisch solchen Dingen gegenüber.

Doch was ist Tarot genau? Der Sinn und Zweck vom Tarot ist es sein Bewusstsein zu wecken und gegenüber sich selbst und neuen Dingen neue Perspektiven zu öffnen, die das Leben in eine andere Richtung bringen.
Das Deck besteht aus insgesamt 78 Karten. 40 Karten sind im Grunde normale Spielkarten, die sich in Schwerter, Stäbe, Kelche und Münzen unterteilen und jeweils As bis zehn nummerieren. Dazu kommen 22 Karten, die jeweils eine bestimmte Bedeutung haben und 16 Karten, die aus Bube, König, Königin und Ritter bestehen.

Diese Karten werden gemischt und man zieht am Ende die Karte oder bis zu drei Karten zu denen man sich stark hingezogen fühlt. Diese gilt es nun zu interpretieren. Genau an dieem Punkt setzt das vorliegende Buch an. An Hand von zahlreichen Beispielen kann der Leser sich Tipps und Tricks abholen, wie er sich in der Praxis vom Tarot besser zurecht findet. Immer neue Interpretationsansätze werden dem Leser geliefert. Dabei sind die vielen Tarot-Karten, die als Hilfe abgedruckt sind, ein gutes Anschauungsmaterial. Diese Ansätze sollen den Interessierten in individuelle Bahnen lenken, lassen jedoch auch genügend Spielraum für eigene Interpretationen.

Es ist alles sehr anschaulich und einfach erklärt. Jede Übung, jede Interpretation und jeder Trick ist mit vielen Bildern versehen. Der Text selbst ist sogar für einen Laien wie mich verständlich. Ich für meinen Teil hatte keine Fragen, weil ich etwas nicht verstanden habe.

Meine anfängliche Skepsis wurde jedoch mit diesem Buch nur verstärkt. Wie eingangs erwähnt habe ich keinerlei Erfahrungen mit der Theorie und Praxis von Tarot. Trotzdem finde ich es nicht gerade gut, wenn ein Buch dem Leser beim Deuten von gewissen Karten hilft, aber irgendwie alles so positiv formuliert kling. Alltag bedeutet für mich auch negative Aspekte. Egal was hier gelegt wird, alles findet ein gutes Ende. Friede, Freude, Eierkuchen mit ganz viel Sonnenschein. Tut mir leid, aber das kann es in meinen Augen nicht sein. So ist nun mal das Leben nicht und wie soll ich neue Bahnen wählen, wenn mir alles positiv beschrieben wird.

Mit einem solchen Buch wird man eher abgeschreckt, als vielleicht noch Verständnis oder Begeisterung dafür zu entwickeln. Wie ich von anderen Seiten weiß, wird im normalen Tarot auch von Schicksalsschlägen, Trennungen und Tod geredet. Das ist eben auch die negative Seite, die vorkommen kann. Weglassen ist für mich nicht unbedingt positiv. Weswegen ich das Buch nicht empfehlen kann

===Bewertung=== 

Eine rein positive Welt gibt es nicht und dass die Deutung der Karten im Alltag nur positiv aufgelegt wird, ist für mich absoluter Schmarn. Mögen Experten anders darüber denken, ich als Laie möchte gut eingeführt werden und keine rosarote Welt erleben. Daher zwei Sterne.

===Leseprobe oder Zitat zum Einblick in den Stil===
Wer einen Blick in das Buch werfen will, kann dies tun:


LEST WEITER ...

0 Kommentare:

Gordon, Thomas - Familienkonferenz

1
==So erziehe ich meine Kinder richtig==

===Einleitung===
Obwohl ich dieses Buch geschenkt bekommen habe und ich diese recht weit nach hinten in meinem Buchregal verstaue, musste ich dieses Buch unbedingt sofort lesen. Als werdende Mutter versucht man sich ja schon vorab einige Hilfestellungen zu holen, wie man es beim ersten eignen Kind besser machen kann. Die Tipps gab es im Buch „Die Familienkonferenz“

===Buchdaten===
Autor: Thomas Gordon
Titel: Familienkonferenz: Die Lösung von Konflikten zwischen Eltern und Kind
Verlag: Heyne
Erschienen: 20. Auflage 1980
ISBN-10: 3453029844
ISBN-13: 978-3453029842
Seiten: 368
Einband: TB
Kosten: 9,95€
Serie: Heyne Sachbuch

===Autor/in===
Der Autor Thomas Gordon wurde 1918 geboren und verstarb im Jahr 2002. Er war als praktizierender Psychologe in den USA tätig. Durch diese Tätigkeit erkannte er viele wichtige Aspekte in den zwischenmenschlichen Beziehungen, und fing an seine Erkenntnisse in Form diverser Sachbücher an die Bevölkerung weiterzugeben.

***Weitere Werke***
  • Die neue Beziehungskonferenz, 2002
  • Das Gordon-Modell, 1998
  • Familienkonferenz in der Praxis, 1978

===Zitierter Klappentext===

Bis heute ist die »Familienkonferenz« der unumstrittene Erziehungsbestseller geblieben. Das Buch wurde zum Standardwerk der Erziehung, zum Standardwerk der besseren und ausgewogeneren Beziehungen innerhalb der Familie.
Viele Väter und Mütter haben dem Ansatz Gordons seit dem ersten Erscheinen Vertrauen geschenkt. Einem Ansatz, der Kinder als eigenständige Persönlichkeiten begreift, der gegenseitige Achtung und liebevolles Verständnis füreinander verlangst.
Durch eine Vielzahl von Fallbeispielen illustriert Gordon seine wohlbegründeten, taktischen Ratschläge für den Umgang miteinander. So ist ein Nachschlagewerk entstanden, das ganz konkret auf die wesentlichen Erziehungsprobleme eingeht.
»Die Verantwortung für die Erziehung Ihrer Kinder sollte bei Ihnen liegen! Es sind schließlich Ihre Kinder!« Thomas Gordon


===Meine Meinung===
Erziehungsratgeber gibt es in den unterschiedlichsten Formen und von zahlreichen Autoren. Welches ist nun das richtige Buch und welches ist anschaulich mit zahlreichen Tipps versehen? In meinen Augen verliert man in diesem Bereich schnell den Überblick. Trotzdem greifen zahlreiche Eltern immer wieder zu einer solchen Lektüre, wenn sie mit ihren Kindern überfordert sind.

Auch Thomas Gordon hat seine Erfahrungen aus seiner Tätigkeit als Psychologe festgehalten und mit seinem Werk einen Bestseller hinterlassen, der auch nach über 30 Jahren noch immer gerne zu Rate gezogen wird.

Als werdende Mutter und Stiefmutter eines 8jährigen Sohnes war ich natürlich neugierig, was mir dieser Psychologe für Tipps geben kann. In meinen Augen weiß man als Frau und Mutter instinktiv, wie man sich zu verhalten hat. Leider spielen manche Faktoren rein, die das richtige Verhalten erschweren.

An vier Tagen habe ich diese locker, leichte Lektüre verschlungen. Zahlreiche praktische Beispiele, welche in kursiver Schrift hervorgehoben werden, sollen die trockenen Übungen und Empfehlungen veranschaulichen. So weiß der Leser stets genau, was der Autor wirklich sagen wollte und wird nicht mit seinen Vermutungen allein gelassen. Diesen Aufbau finde ich wirklich sehr gelungen.
Am Ende des Buches muss ich allerdings gestehen, dass ich genauso schlau war wie vorher auch. Im Grunde nennt der Autor unterschiedliche Möglichkeiten, wie man mit aktiven Zuhören das Verhältnis zu seinem Nachwuchs, egal welche Altersstufe, verbessern kann. Zwar gibt er viele Anregungen und Tipps, wie man dies umsetzen kann und zeigt auf, wie es in manchen Situationen trotz zuhören einfach falsch ist zu reagieren, aber ich konnte im Grunde keine neuen Ansätze erkennen.

Zuhören, gemeinsame Lösungen finden und vieles mehr, sind zwar die richtigen Ansätze für eine gute Beziehung zwischen Eltern und Kindern, aber aus Erfahrung kann ich sagen, dass man als Elternteil noch so an diesen Varianten festhalten kann, wenn das Kind nicht will, dann bringen auch diese Tipps nichts.

Im Grunde gibt es nichts, was man nicht schon weiß. Lediglich die guten Beispiele, die wirklich alltagstauglich sind und den Leser immer wieder an eigene Situationen denken lassen, finde ich wirklich hervorragend. Hier kann man vergleichen, wie man selbst reagiert hätte und erkennen, ob es so korrekt oder falsch war.
Auch kleine Tabelle und Abbildungen sollen den Leser Kreisläufe und ähnliches vor Augen führen.

Ganz zum Schluss wird für alle Leser noch ein Kurs angeboten, um seine gewonnenen Erkenntnisse zu vertiefen und zu erproben. Dies ist eine nette Idee und wurde in den 70/80er Jahren auch gerne genutzt. Ob es diese Kurse noch gibt, kann ich allerdings nicht sagen, da ich diesbezüglich keine Informationen gefunden habe. Meines Erachtens reicht das Buch vollkommen, um die Thematik zu begreifen.

Im Großen und Ganzen konnte ich persönlich nichts Neues lernen. Es ist eine anschauliche Auffrischung und wird sicherlich den einen oder anderen Elternteil sicherlich helfen. Wer sich aber auf die eine oder andere Art schon einmal mit dem Punkt gute Erziehungsmethoden befasst hat, wird dem Buch nichts abgewinnen können. Für Einsteiger absolut empfehlenswert, wegen der ganzen Beispiele und guten Tipps. Für Fachleute heißt es jedoch Finger weg.

===Bewertung===

Vom „aktiven Zuhören“ bis zu den „gemeinsamen Lösungen“ bekommen Eltern zahlreiche Tipps und Beispiele, wie man sich in bestimmen Situationen richtig und falsch verhält. So können Konflikte ggf. schon im Keim erstickt werden. Da ich nichts Neues verwerten konnte, gibt es von mir nur drei Sterne.

===Leseprobe oder Zitat zum Einblick in den Stil===
Wer möchte kann über den nachfolgenden Link einen Blick ins Buch werfen.

LEST WEITER ...

1 Kommentare:

Tramitz, Christiane - Himmelsspitz

0
==Alpenkrimi vs. Drama==

===Buchdaten===
Autor: Christiane Tramitz
Titel: Himmelsspitz
Verlag: Gmeiner
Erschienen: 07 / 2011
ISBN-10: 3839211824
ISBN-13: 978-3839211823
Seiten: 277
Einband: TB
Kosten: 9,90€
Serie: -

===Autor/in===
Christiane Tramitz wurde 1959 in München geboren und studierte Sprechwissenschaften. Sie promovierte an einer Forschungsstelle für Humanethologie. Später beschäftigte sie sich in vielen Sachbüchern und Fachartikeln mit dem Verhalten des menschlichen Individiums. „Himmelsspitz“ ist ihr erster Roman.

===Zitierter Klappentext===
Hamburg, Mitte der 60er. Isabel macht sich Sorgen um ihre achtjährige Tochter Lea, die schlafwandelt und von heftigen Alpträumen geplagt wird. Die Ärzte raten zu einem Urlaub in den Bergen. Zusammen mit Isabels Lebenspartner Horst machen sich Mutter und Tochter auf den Weg nach Fuchsbichl, einem kleinen Dorf in den Ötztaler Alpen, das am Himmelsspitz gelegen ist. Diesen Berg hat Lea im Fotoalbum ihrer Mutter entdeckt. Doch die Reise wird für die Familie zu einer harten Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, die auf mystische Weise mit dem Schicksal der Fuchsbichler Bergbauern verwoben ist. Sie stoßen auf Missgunst, dunkle Geheimnisse, zerbrochene Beziehungen und tödliche Gewalt.

===Meine Meinung===
Krimis sind immer wieder schön zu lesen. Als Fan von alten, klassischen Krimis, ist es nicht unbedingt leicht mich mit einem Kriminalroman zu überzeugen. Dieser wirkte trotz Genre-Hinweis durch seinen Klappentext individuell, was mich persönlich schon neugierig machte.

Hamburg, Mitte der 60er Jahre. Die 8jährige Tochter Lea von Isabel ist momentan in einer komischen Phase. Sie plagen Alpträume, sie lebt in einer Phantasiewelt und ihre Gedanken drehen sich um einen bestimmten Berg. Als Isabel den Rat von einem Psychologen bekommt mit ihrer Tochter zum besagten Berg zu fahren, plant sie den gesamten Sommerurlaub dort ein. Für sie ist es ein Urlaub, der sie an ihre große Liebe und Leas Vater erinnert.
Alpen, Mitte der 40er Jahre. Ein kleines Dorf wird von vielen Tragödien heimgesucht und von einem einzelnen Mann tyrannisiert. Dieser schreckt nicht mal davon zurück die große Liebe seiner eigenen Tochter zu verjagen, als diese von ihm ein Kind erwartet. Als einige Jahre später dieser Sohn spurlos verschwindet, ahnt jeder, dass er damit etwas zu tun hat.

Das Erste, was dem Leser auf den ersten Seiten auffällt, sind die verschiedenen Sprünge von Zeit und Schauplatz. Einerseits befindet sich der Leser in den 60er Jahren und begleitet Isabel und ihre Familie auf der Reise von Hamburg in die Alpenregion. Neben dieser Situation wird der Leser immer wieder mittels Rückblenden über ihre große Liebe und die Entstehung von Lea informiert, die in den 50er Jahren stattgefunden hat. Auf der anderen Seite befindet man sich in einem kleinen Bergdorf mitten in den Alpen in den 40er Jahren. Dort erfährt man nach und nach die gesamten Hintergründe, und wie diese mit Isabel und Lea zusammenhängen. Am Anfang bekommt man den Hinweis zu den unterschiedlichen Zeiten. Im Anschluss muss der Leser jedoch selbst herausfinden, welche Zeit gerade aktuell ist und wo man sich befindet. Was anfänglich noch sehr verwirrend erscheint, einfach weil die Zusammenhänge fehlen, wird es schnell zu einem abgerundeten und logischen Bild.

Der Großteil des Krimis spielt in den 40er Jahren in der Alpenregion. Typische Ausdrücke, wie „Kimm“ statt „Komm“ und typische Namen sind passend gewählt. Man versteht ohne Probleme was die Autorin sagen will und kann sich trotz der ungewöhnlichen Namen jeden Protagonisten vorstellen. Hier merkt man auch wie detailliert sich Christiane Tramitz mit den einzelnen Charakteren beschäftigt hat. Liebevoll, lebendig gibt sie jeder Figur eine eigene Note. Manche wirken total sympathisch, andere sind der Teufel persönlich. Ohne Probleme konnte ich die Gedanken und Handlungen nachvollziehen und mich in die Charaktere hineinversetzen.
Was mir bei den Charakteren noch sehr gut gelang, war zu Beginn des Buches eine kleine Herausforderung. Einfach weil zu schnell, zu viele Namen eingeführt wurden. Erst nach und nach bekam ich einen guten Überblick. Dieses kleine Manko erschwerte auch den Schauplatz in den Alpen. Oft wurde von einem Hof zum anderen erklärt und mit den Wechseln der Perspektive kam kein rechtes Bild über den Aufbau der Ortschaft zu Stande. Bis zum Schluss war der Ort eher verschwommen. Nichtsdestotrotz minderte dies nicht mein Lesevergnügen.

Beklemmend beschreibt die Autorin die einzelnen Schicksale der unterschiedlichen Protagonisten. Trotzdem fragte ich mich stets was diese Handlung mit einem Krimi zu tun hat. Für mich ist ein Krimi eben immer mit einem Mord und einem Ermittler verbunden. Beides ist hier nicht vorhanden. Zwar wird immer wieder ein Verbrechen bzw. Unglück angekündigt, aber worum es genau geht, erfährt der Leser erst auf den letzten Seiten des Buches. Auch wenn das Buch in meinen Augen mehr mit einem Drama als mit einem Krimi zu tun hat, konnte ich das angefangen Werk nicht mehr aus der Hand legen. Man möchte erfahren, welche Verbindung zwischen Isabel und dem Dorf besteht, warum Lea stets solche Träume hat und was damals genau vorgefallen ist. Mit diesen Fragen baut die Autorin gekonnt eine kontinuierliche Spannung auf und kann sie in meinen Augen bis zum Schluss aufrecht erhalten. Einige Punkte bleiben zwar am Schluss offen, aber es sind keine relevanten Aspekte, sondern nur einige mysteriöse Dinge, die sich um Leas Vater drehen. Dies fällt jedoch nur auf, wenn man den Roman sacken lässt und noch einmal darüber nachdenkt. Bis auf diese kleine Manko ist die eigentliche Handlung komplett und logisch abgeschlossen. Es ist nichts, was man unbedingt wissen muss und daher hat es mich auch nicht wirklich gestört.

Neben der Spannung ist für einige Leser auch ausreichend prickelnde Erotik eingebaut. In wenigen Worten wird des öfteren auf Liebesakt und die Bedürfnisse eingegangen. Es passt in die Handlung hinein und wirkt nicht vulgär. Es ist in einem angemessenen Verhältnis eingebaut.

Auch der historische Aspekt in Bezug auf die 40er Jahre empfand ich als grandios umgesetzt. Man erfährt viel über das Leben in einem Bergdorf zu dieser Zeit. Die schwere Arbeit, die Menschen, die Einstellung und das allgemeine Leben. Es ist interessant, aber wird nicht bis ins kleinste Detail geschildert. Dadurch wird die Geschichte nicht trocken oder sachlich.

Nachdem ich das Buch angefangen und in einem Zug durchgelesen habe, war ich hellauf begeistert. Es gibt zwar einige winzige Mankos, die dem Lesevergnügen jedoch in keinster Weise schaden. Im Gegenteil, meine anfängliche Skepsis bezüglich des Krimis wurde in absolutes Gefallen umgewandelt. Daher kann ich das Buch auch ohne Einschränkung empfehlen.

===Bewertung===

Spannend, individuell mit einem leichten historischen Hauch kommt der erste Roman von Christiane Tramitz daher. Ein fast perfekter Schluss, kontinuierliche Spannung, gelungene Perspektiv-Wechsel überzeugen den Leser, sodass kleine Mankos wie der verschwommene Ort und manches Unverständnis zu Leas Vater untergehen. Für mich fünf Sterne.


LEST WEITER ...

0 Kommentare:

Burban, Stefan - Düstere Vorzeichen

0
==Sci-Fi der Güteklasse A==

Freundlicherweise vom Autor zur Verfügung gestellt


===Einleitung===
Heute möchte ich ein Buch vorstellen, welches eigentlich in ein Genre fällt, welches von mir eher weniger gelesen wird. Es ist ein Sci-Fi-Roman und hat den Titel „Düstere Vorzeichen“ aus der Feder des noch recht unbekannten Stefan Burban.

===Buchdaten===
Autor: Stefan Burban
Titel: Düstere Vorzeichen
Verlag: Atlantis
Erschienen: 06/2010
ISBN-10: 3941258230
ISBN-13: 9783941258235
Seiten: 256
Einband: TB
Kosten: 13,90€
Serie: Der Ruul-Konflikt Bd. 1

===Autor/in===
Stefan Burban wurde am 22.08.1975 in Schwäbisch Gmünd geboren. Er absolvierte eine Lehre als Industriekaufmann und arbeitete mehrere Jahre als kaufmännischer Sachbearbeiter. Irgendwann setzte sich jedoch der Wunsch durch, einen eigenen Sci-Fi-Roman zu veröffentlichen. Es sollte nicht lange dauern, bis sein erster Roman „Tödliches Kreuzfeuer“ 2008 in den Regalen stand. Der vorliegende Roman ist sein zweites Werk.
Mehr über ihn und seine Werke unter: www.stefan-burban.de

===Zitierter Klappentext===
Im Jahre 2140 hat die Menschheit mehr als sechzig Sonnensysteme kolonisiert und lebt mit dem Großteil ihrer Nachbarn in friedlicher Koexistenz, in der Handel und Diplomatie im Vordergrund stehen. Nur die Ruul, eine rätselhafte und aggressive Nomadenrasse, greifen immer wieder entlegene Kolonien an. Um dieser Bedrohung Herr zu werden, baut die Terranische Flotte mit der TKS Lydia den Prototyp einer völlig neuen Klasse von Kriegsschiffen, die den endlosen ruulanischen Angriffen Einhalt gebieten soll. Doch bereits auf dem Testflug kommt es zu einer Katastrophe, die verheerende Auswirkungen auf die Zukunft aller Völker haben wird ...

===Meine Meinung===
Düstere Vorzeichen“ ist ein typischer Sci-Fi-Roman der in der Zukunft spielt. Der Leser wird in die ferne Zukunft des Jahres 2140 geworfen. Die Menschheit hat sich das All zu eigen gemacht und kolonisiert. Dabei sind sie auf viele fremde Wesen gestoßen, die mal mehr oder weniger friedlich ihre neue Nachbarn wurden. Nur die Ruul, eine äußerst agressive Nomadenrasse, können es nicht lassen und legen es immer wieder auf kriegerische Auseinandersetzungen an. Um endgültig der Bedrohung Herr zu werden, entschließt sich die Menschheit zum Bau einer neuen militärischen Kriegsflotte. Als diese in die falschen Hände gerät, kommt es zum Ausnahmezustand.

Wie jeder erkennen wird, handelt es sich hier um einen düsteren Militär-Sci-Fi. Eigentlich ist dies ein Genre was ich bis dato eher selten gelesen habe. Mit Sci-Fi Welten konnte ich mich noch nie anfreunden. Zwar habe ich schon einige Werke gelesen und manche konnten mich auch überzeugen, aber ein solches Werk zu lesen, ist bei mir eher die Ausnahme. Was jedoch gleich positiv ins Auge sticht ist dieses unglaubliche Cover, welches düster, aber völlig passend wirkt.

Trotz dieser Tatsache hat mich dieses Buch binnen weniger Minuten gefesselt. Was an der Tatsache liegt, dass es absolut spannend geschrieben ist. Zwar wird dieser fesselnde Inhalt durch die Tatsache, dass alles sehr klein und eng geschrieben ist, etwas getrübt, aber man gewöhnt sich mit der Zeit daran. Letztendlich gewinnt der mitreißende Faktor.
Die Protagonisten werden liebevoll und mit eigenen Charakter eingeführt. Jeder Leser wird so schnell seine Favoriten herauskristallisieren können oder sich sogar mit der einen oder anderen Figur identifizieren können. Man merkt bei jedem einzelnen Protagonisten wie viel Liebe und Gedanken hinter diesen Figuren stecken. Es ist alles stimmig und überzeugt.
Nach einer Einführung der Charaktere und der aktuellen Situation geht es spannend los. Die neue Flotte wird geentert und damit beginnt die Weltraum-Action vom Feinsten. Die Schlachten, die der Autor in diesem Werk beschreibt, sind detailliert und sind wirklich vom feinsten. Ich hatte stets das Gefühl direkt im Geschehen zu sein.
Dabei richtet der Autor sein Augenmerk zu sehr auf die Action und lässt in vielen Punkten die Logik etwas hinten anstehen. Ich kenne mich zwar wenig in diesem Genre aus und Sci-Fi verbinde ich eher mit dem heißgeliebten Star Wars meines Nachwuches, aber auch in diesen Handlungen sind die Schiffe deutlich besser gesichert. Gerade bei einem Testflug würde man erwarten, dass dieses Unterstützung oder besser ausgerüstet ist, gerade wenn es später eh in den Kampf ziehen soll. Dies ist nur einer der Aspekte, die mir etwas negativ am Rande aufgefallen sind. Mich persönlich stört es nicht weiter, da ich mir denke, dass der Autor irgendwie auf seine eigentliche Handlung kommen wollte. Allerdings eröffnet sich mir dann die Frage, wenn ein Laie schon über so etwas stolpert, was entdecken dann die wahren Sci-Fi- Fans?!?

Nichtsdestotrotz ist der Stil, die Liebe zum Detail und die atemberaubenden Schlachten ausschlaggebend dafür, dass ich selbst als Genre-Fremder gefallen an diesem Werk gefunden habe. Sicherlich ist es nicht perfekt und mit Hilfe eines guten oder besseren Lektors wären solche logischen Schwächen sicherlich nicht vorgekommen. Trotzdem ist das Buch sehr schön zu lesen und auch wenn das Buch in sich abgeschlossen ist, merkt man deutlich, dass es nicht nur bei diesem einen Werk bleiben wird, sondern sich ein richtiger Zyklus entwickeln wird. Bei dem vorhandenen Talent kann man nur sagen, mit jedem weiteren Werk wird dieser Autor wachsen und sich auf dem Markt etablieren. Aus diesem Grund kann ich das Werk empfehlen. Man darf zwar keine tiefgründige Sci-Fi erwarten, aber dafür eine actiongeladene Sci-Fi in einer ausgeglügelten Umgebung.

===Bewertung===

Stefan Burban ist mit „Düstere Vorzeichen“ ein fast perfekter Start in einen Sci-Fi Zyklus gelungen. Action statt Tiefgang, authentische Protagonisten und einige kleine Schwächen können trotzdem überzeugen, sodass es von mir vier Sterne bekommt.

===Vom Autor genehmigte Leseprobe===
Bradbury wollte gerade einen tiefen Schluck aus seiner Tasse nehmen, als sein
Radar sich mit einem tiefen Ton meldete und um seine Aufmerksamkeit buhlte.
»Captain, ich orte ein Raumfahrzeug. Sehr groß. Es tritt in 125.000 Meilen Entfernung ins System ein«, meldete er pflichtbewusst.
»Identifikation?«
»Keine, Captain! Ich lasse die Abmessungen durch die Datenbank bekannter
Schiffstypen laufen.«
»Am besten wir gehen kein Risiko ein«, entschied Chow nach kurzem Überlegen.
»Mr. Hawkins, gehen Sie auf Abfangkurs und lösen Sie gelben Alarm aus.«
»Gelben Alarm. Aye-aye, Skipper«, bestätigte Hawkins.
Im nächsten Augenblick dröhnten bereits Alarmsirenen durch die Korridore der Manassas und schlaftrunkene Besatzungsmitglieder torkelten aus ihren Kojen, zogen sich notdürftig an und rannten diszipliniert zu ihren jeweiligen Kampfstationen.
Raketenwerfer- und Laserstellungen wurden bemannt, die Krankenstation
richtete sich auf die Ankunft Verwundeter ein und die Techniker im Maschinenraum
des Kriegsschiffes sicherten die beiden Fusionsgeneratoren und den Interstellarsprung-Antrieb, so gut es ging, vor möglichen Feuern innerhalb des Schiffes.

Commander Eugene MacDouglas, der Erste Offizier der Manassas schoss keine Minute nach dem ersten Alarmsignal aus dem Aufzug. Seine Frisur war unordentlich
und die Knöpfe an seiner Uniform noch nicht ganz geschlossen, aber sein scharfer, unsteter Blick huschte auf der Suche für die Ursache des Alarms über die Brücke. Er eilte, ohne zu zögern, an die Seite seines Captains, um einen Überblick über die Situation zu erhalten.
Sein Vorgesetzter begrüßte den zerzaust wirkenden Offizier mit einem schelmischen Grinsen.


LEST WEITER ...

0 Kommentare:

Schulz, Bernhard - Blaue Stunde

0
==Kennt ihr die blaue Stunde==



===Einleitung===
Nachdem ich heute meine übliche Routine-Untersuchung beim Frauenarzt hatte und dort am CTG langweilig vor mich hin liegen musste, habe ich mir wie gewohnt eine nette Lektüre mitgenommen. Es handelt sich um eine Sammlung von humorvollen Kurzgeschichten, welches ich von einer guten Bekannten geschenkt bekommen habe. Es hat den eher öden Titel „Blaue Stunde“. Wie mir diese Sammlung gefallen hat und inwiefern der Titel passt, lest selbst.

===Buchdaten===
Autor: Bernhard Schulz
Titel: Blaue Stunde
Verlag: Claudius Verlag
Erschienen: 1969
ASIN: B003AVCCMU
Seiten: 79
Einband: HC
Kosten: ab 0,80€ gebraucht
Serie: -

===Autor/in===
Der Autor Bernhard Schulz wurde am 22.4.1913 in Lindlar geboren und verstarb am 24.03.2003 in Osnabrück. Er war ein bekannter deutscher Journalist, der auch zahlreiche Werke als Schriftsteller veröffentlichte.

***Weitere Werke***
  1. Wendeltreppe zum Glück (1951)
  2. Nachmittag mit langsamer Erwärmung (1999)
  3. Das Gurren der Tauben in der Sommerzeit (1976)

===Zitierter Klappentext===

Der deutsche ehemalige Journalist und Schriftsteller, Bernhard Schulz, befasste sich in diesem Büchlein mit den eigentümlichen Lebenserfahrungen verschiedener Zeitgenossen zur Mitte des 20ten Jahrhunderts. Seine Kurzgeschichten sind teils amüsant und bildhaft, aber auch mahnend und mitleidfühlend. Eine wirklich lesenswerte Darstellung von einfachen, teils bescheidenen Umgangssituationen des gesellschaftlichen Miteinanders, wo Lohn und Gerechtigkeit mit Moral und Leid wetteifern.

===Meine Meinung===
Klein und unscheinbar kommt das Buch von Bernhard Schulz daher. „Blaue Stunde“ was mögen das wohl für Kurzgeschichten sein, wenn das Werk nur aus 79 Seiten besteht und es 17 Geschichten gibt!?

Schon die erste Geschichte „Blaue Stunde“ überzeugte mich so sehr, dass ich die restlichen gleich in einem Zug hinten rangepackt habe. In dieser Geschichte geht es zum Beispiel darum, dass in einem kleinen Ort die Elektrizität noch nicht sonderlich ausgereift war. Es dauerte lange, bis jeder noch so weit entfernte Bauernhof über Strom verfügte. Nur leider sorgte das Elektrizitätswerk eher für Dunkelheit, denn oft war es überlastet, hatte Kurzschlüsse, der Ingenieur vor Ort war krank oder das Öl war aus. In solchen Momenten erinnerten sich die Dorfbewohner gerne an die Zeit, wo es noch keinen Strom gab und sie sich mit der Abenddämmerung ausruhen konnten. Sie nannten diese Entspannungszeit „blaue Stunde“. Mit dem Fortschritt gab es kein Ende, wenn es dunkel wurde, sondern stattdessen wurde das Licht angeschaltet und weitergearbeitet. Aus diesem Grund freute sich jeder über die „blaue Stunde“.

In einer anderen Geschichte „Zirkus“ geht es um einen Zirkus der im Ort gastierte. Ein einfacherer Zirkus ohne Zelt und mit nur wenigen Artisten. Besonders die junge Rosita hat es dem Autoren angetan und so kam es, dass sie schon in ihrem jungen alter Hand in Hand durch das Dorf gelaufen sind. Er reiste sogar mit ihr zum nächsten Dorf, um ihr näher zu sein. Wie die Tränen flossen, als er zu seinen Eltern zurück musste. Die ewige Treue und die große Liebe währte bis zu dem Tag, als Rosita bei einem Auftritt ums Leben kam.

Wie man an dieser Geschichte erkennt, sind sie sehr kurz, und auf ihre Weise sehr interessant. Es handelt sich um Anekdoten, die der Autor selbst bei sich oder anderen Personen gesammelt hat. Mal sind die Geschichten witzig, dann wieder traurig, aber alle sind sie bildhaft und interessant. Es ist selten, dass ich wirklich keine Kurzgeschichte in einer solchen Sammlung finde, die langweilig ist oder nicht meinem Geschmack entspricht.

Der Stil des Autors ist einfach gewählt, trifft mit seinen Worten jedoch genau den Punkt. Obwohl die Geschichten 1969 verfasst wurden, haben sie nichts von ihrem Charme verloren. Sie sind einfach zeitlos. Aus diesem Grund kann ich die Geschichten auch jedem empfehlen.

===Bewertung===

Blaue Stunde“ ist eine Sammlung von 17 Kurzgeschichten, die trotz ihres Alters noch immer schön zu lesen sind. Abwechslungsreich packt Bernhard Schulz den Leser mit lebendigen Anekdoten aus seinem Leben / Umfeld. Für mich fünf Sterne.


===Leseprobe oder Zitat zum Einblick in den Stil===
S. 24: Tante Minchen, so hieß das Weiblein, war auf einem Bauernhof groß geworden, aber sie hatte fast vierzig Jahre lang in einer Garnspinnerei gearbeitet und den Lohn ihrem Bruder abgeben müssen, der Gott weiß was damit angestellt hatte. Nur um Tante Minchen hatte er sich nie gekümmert.  

LEST WEITER ...

0 Kommentare:

Reichs, Kathy - Lasst Knochen sprechen

0
==9 jähriges Mädchen ermordet von Motorrad-Gangs==

===Einleitung===
Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, welches sowohl mein Mann als auch ich schon drei Mal angefangen, aber immer wieder zur Zeit gelegt haben. Es hat den Titel „Lasst Knochen sprechen“. Nachdem ich es nun endlich durchgelesen habe, sollt ihr natürlich auch erfahren, wie es mir am Ende gefallen hat.

===Buchdaten===
Autor: Kathy Reichs
Titel: Lasst Knochen sprechen
Originaltitel: Deadly Decisions
Verlag: Blanvalet Taschenbuchverlag
Erschienen: 2002
ISBN-10: 3442355907
ISBN-13: 9783442355907
Seiten: 352
Einband: TB
Kosten: 8,95€
Serie: Temperance Brennan

===Zitierter Klappentext===

Ein ermordetes Mädchen, die Überreste zweier Motorradfahrer nach einem Bombenanschlag und der ausgegrabene Schädel einer jungen Frau - damit hat die forensische Anthropologin Tempe Brennan im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun. Doch als sie einen brisanten Zusammenhang zwischen den Toten und zwei verfeindeten Motorrad-Banden erahnt, gerät nicht nur Tempe in Lebensgefahr.


===Meine Meinung===
Nach meinem ersten Brennan war ich trotz einiger Mankos recht begeistert. Kathy Reichs benötigt zwar meist 100 Seiten bis es ihr gelingt die authentische Spannung aufzubauen, aber daran gewöhnt man sich genauso schnell, wie an ihre vielen französischen Sätze und das Fachjargon.

In diesem Band gerät Tempe zwischen die Fronten eines Motorrad-Banden-Krieges, weil sie das dringende Bedürfnis entwickelt, den Tod eines 9jährigen Mädchens aufzuklären, welches auf dem Weg zum Ballett am falschen Ort war. Dazu kommen zwei Zwillinge, die nach einem Bombenanschlag bis zur Unkenntlichkeit in kleine Stücke zerfetzt wurden, und der Schädel einer unbekannten Frau. Doch nicht nur auf der Arbeit läuft alles schief, denn Ryan wird zu allem Überfluss auch noch verhaftet, und ihre Tochter ist nicht erreichbar, sodass Brennan nicht mal mit ihr telefonieren kann. Ablenkung bieten ihr nur die forensischen Ermittlungen, die sie jedoch in tödliche Gefahr bringen.

Wie man an meiner Inhaltsangabe sieht, ist es ein ganz normaler Roman über die Darstellerin Tempe Brennan. Mehrere Leichen, viel Arbeit und dazu gerät sie mal wieder selbst in Gefahr. Eigentlich klingt es recht vielversprechend auf den ersten Blick, selbst wenn man nicht unbedingt der größte Fan von Motorrädern ist.

Wer Tempe Brennan aus einen ihrer vorherigen Fälle kennt, wird schnell in die Geschichte hinein finden. Wer sie nicht kennt, wird sicherlich etwas länger benötigen, da sie mit der TV-Figur im Grunde nur den Beruf gemeinsam hat. Zudem ist die Beschreibung ihres Charakters für Neulinge eher dürftig. Trotzdem lernt man früher oder später die eigenwillige Protagonistin dieses Werkes kennen. Gerade für Liebhaber der Serie ist es mit jedem Buch immer wieder eine Umstellung, wenn Tempe ein erwachsenes Kind hat, verheiratet war und so völlig anders vom Charakter her ist.

Auch sonst ist der Einstieg wie gewohnt zähflüssig. Zwar gibt es auf dem Obduktionstisch schnell viel Arbeit für Brennan, aber außer viel Fachjargon und noch längeren französischen Sätzen, ist es eher eintönig. Mit nur einem Monat Französisch in der Schule und den vielen nicht übersetzten Sätzen, ist es für mich eh immer nervig, wenn noch ein weiterer Satz offen bleibt. Selbst mein Mann, der ganz normal in der Schule das Fach hatte, kann auch viele Sätze nicht verstehen. Warum nicht jeder Satz für die ganz Blöden übersetzt wird, kann ich nie verstehen. Es minimiert den Lesefluss in meinen Augen.
Wie eingangs erwähnt, geht es sonst nach rund 100 Seiten endlich richtig los. Das konnte ich hier jedoch zum ersten Mal nicht feststellen. War sonst nur zu viel Fachjargon und die Sprache an manchen Stellen nervig, wird hier einfach zu viel über Motorrad-Banden geredet. Erst muss der Leser die gesamten Zusammenhänge dieser Banden verstehen, um im Anschluss nur mit langweiligen Motorrad- und Technik-Details überflutet zu werden. Diese Kombination mit ihren sonstigen Schwächen nehmen dem gesamten Buch die Spannung. Selbst die tödliche Gefahr, die im Klappentext angekündigt wurde, ist sehr schlicht umgesetzt worden, sodass ich mich irgendwann fragte, ob Kathy Reichs einfach nur ein neues Werk herausbringen musste, und ihr Können während dieses Schnellschreibens untergegangen ist. Das Buch hat zwar „nur“ 352 Seiten, aber von einem Kathy Reichs erwartet man mitreißende, fesselnde Spannung. Aus diesem Grund hatte ich wenigstens die Hoffnung, dass der Schluss ein Highlight werden würde. Dies ist zwar definitiv eine Frage des Geschmacks, aber ich fand ihn sehr schwach. Zwar werden alle Fragen gut geklärt und die Fälle werden ebenfalls gelöst, aber in meinen Augen ging dies etwas zu schnell von statten. Im Vergleich zu den Ermittlungen ist es so, als hätte jemand Tempe eine Komplettlösung für einen Denkanstoß genommen. Ich mag zwar Bücher, die den Leser am Ende mit einem Schluss überraschen, aber es sollte irgendwie zum Rest der Geschichte passen und nicht verhältnismäßig ruppig abgeschlossen werden. Zwar wird hier minimal Spannung aufgebaut, aber dieses Minimum kann das Fade des Anfangs einfach nicht wieder gut machen. Dazu kommt, dass Kathy Reichs einen Aspekt recht offen lässt. Klar möchte man seine Bücher verkaufen und den Leser auch zum Kauf des nächsten Werkes animieren, aber in meinen Augen sollten solche Krimi-Reihen abgeschlossen sein. Ein so bekanntes Werk, dass diese Methode zum Animieren nötig hat, zeigt schon, dass es eher schwach ist.
Ich fand es eh schon vom ersten Moment an, sehr unrealistisch, dass der liebe und gute Ryan nun ein Bösewicht sein soll, aber den Leser dann so in der Luft hängen zu lassen und die Gründe dafür nicht gänzlich aufzuklären, fand ich einfach nur schlecht. Auch sonst wirkt vieles einfach an den Haaren herbeigezogen und künstlich. Gründe, warum Tempe ins Kreuzfeuer gerät, warum gewisse Protagonisten plötzlich auf diese Art und Weise eingeführt werden, es passt, aber authentisch ist etwas anderes. Ich hatte ganz oft das Gefühl, dass sie versucht, aber keine guten Ideen hat, und somit irgendeine Möglichkeit zur Fortführung gewählt hat.

Für mich war dies bis jetzt der schlechteste Roman aus der Feder von Kathy Reichs. Langweilig, an den Haaren herbeigezogen und dann noch nicht einmal meisterlich abgeschlossen. Lesen ist wie Nahrung zu sich nehmen – eine Frage des Geschmacks. Wer es probieren möchte, kann es sich holen, aber es ist für mich der erste Reichs den ich nicht mit guten gewissen empfehlen kann.

===Bewertung===

Fast gänzlich ohne Spannung konzipiert Kathy Reichs einen neuen Fall für Tempe Brennan, der unauthentisch, langweilig und mit zu viel Fachjargon gespickt ist. Für mich erhält dieses Werk einen Stern, den ich für die Idee rund um den eigentlich realistischen Bandenkrieg vergebe.

===Leseprobe oder Zitat zum Einblick in den Stil===

Hier gibt es eine Leseprobe der ersten Seiten:


LEST WEITER ...

0 Kommentare:

Wölk, Andrea - Infinitas

0
==Neue Vampir-Reihe==



===Einleitung===
Heute möchte ich euch den ersten Teil einer neuen Vampir-Reihe vorstellen, der aus der Feder von Andrea Wölk stammt. Nach vielen Thrillern, Krimis und anderen Romanen, hab ich mich sehr auf dieses Vampir-Abenteuer gefreut. Wie es mir gefallen hat, lest selbst.

===Buchdaten===
Autor: Andrea Wölk
Titel: Infinitas: Krieger des Glaubens
Verlag: Oldigor Verlag
Erschienen: 1. Auflage 2011
ISBN-13: 978-3981426700
Seiten: 300
Einband: TB
Kosten: 12,95€
Serie: Infinitas

===Autor/in===
Andrea Wölk wurde in Essen geboren. Schon als Kind war sie eine begeisterte Leseratte, sodass es für sie selbstverständlich war immer wieder kleinere Geschichten aufzuschreiben. 2010 gelang ihr der Durchbruch mit "Was immer dir bleibt".

===Zitierter Klappentext===

Channing McArthur erwacht im Krankenhaus, ohne Gedächtnis. Doch viel schlimmer ist die Erkenntnis, dass sein Körper und sein Ich, sich verändert haben. Erst der Vampir Shia Keane, kann ihm all seine Fragen beantworten und ihm seinen neuen Platz im Leben erklären. Channing ist der neue Anführer einer Kriegerschaft, die die Existenz der Vampire unter den Menschen geheim halten muss, um deren Fortbestehen zu gewährleisten und um das 'Geheime Buch' zu schützen, damit auch das Erbe der Vampire gewahrt bleibt. Doch diese neu gewonnene Freundschaft, wird durch die Liebe zu Sara, Shias Zwillingsschwester, auf eine harte Probe gestellt. Und auch Shias Geduld wird auf eine harte Probe gestellt, denn er hat sich in eine Polizistin des Seattle Police Department verliebt, die dazu auch noch ein Mensch ist. Gemeinsam mit Shia, Maroush, Jôrek, Aragón und Ruben, den Kriegern des Glaubens, versucht Channing, die Geheimnisse, Sara und seine Liebe zu ihr, zu schützen.


===Meine Meinung===
Das Cover dieses Werkes ist ein absoluter Blickfang. Die Häuser an einem schönen Strand als Hintergrund mit dem Frauengesicht wirken auf den ersten Blick sehr harmonisch. Ist der Blick erstmal auf das Buch gezogen, wird der Leser mir einem ansprechenden Klappentext regelrecht zum Kauf animiert.

Channing erwacht aus einem tiefen Koma und muss feststellen, dass er kein richtiger Mensch mehr ist. Während eines Häusertausches, den er mit einer gewissen Sara durchgeführt hat, wurde er in einen schweren Autounfall verwickelt, den er nur durch Shias Hilfe überleben konnte. Shia ist, wie seine Schwester Sara, ein Vampir und gehört zu den Kriegern des Glaubens, die es sich zum Ziel gemacht haben, die Menschheit gegen die bösen Vampire zu beschützen.

Fantasy und besonders Vampir-Geschichten erfreuen sich einer immer größer werdenden Anzahl von Lesern. Zahlreiche Reihen, wie zum Beispiel die bekannt Bis(s)-Reihe, sorgen für genügend Lesestoff, sodass neue Serien zwar erwartet werden, es aber am Anfang schwer haben werden.

Andrea Wölk hat sich dennoch an dieses Thema gewagt und überzeugt den Leser am Anfang durch einen leichten, modernen, jugendlichen Stil. Dieser besticht durch eine einfache Wortwahl, angenehm kurze Sätze und detaillierte Beschreibungen. Binnen weniger Seiten ist der Leser mit der neuen Situation vertraut, hat die unterschiedlichen Charaktere in ihren groben Zügen kennengelernt und wurde durch ihre Idee mit den anderen bösen Vampiren erstmals gefesselt. Zwar könnte authentischer und emotionaler beschrieben werden, wie zum Beispiel die Entdeckung seitens Channing, das er nun ein Vampir ist, aber für einen Fantasy-Roman ist dies noch ausreichend. Dort muss der Protagonist nicht detailliert den Leser mit seiner Überraschung und Verzweiflung konfrontieren. Wobei ich es persönlich besser gefunden hätte, als diese schnelle Akzeptanz der neuen Situation.

Die ersten 100 Seiten lassen sich zügig lesen und ich mochte das Werk gar nicht mehr aus der Hand legen. Zwar ist es kein Highlight und besticht in den ersten Kapiteln nicht durch Spannung, Action oder Humor, wie andere Vampir-Romane, aber es ist eine interessante Idee und damit muss der Leser schließlich erstmal vertraut gemacht werden.
Leider kam bei mir nach diesen 100 Seiten ein Punkt, an dem ich einfach nur noch den Kopf schütteln musste. Erotik-Literatur ist nicht unbedingt mein Genre. Wenn man es weiß und gezielt ein Buch danach aussucht okay, zwei oder drei Sex-Szenen pro Buch sind je nach Länge auch noch in Ordnung, aber für meinen Geschmack hat es die Autorin hier übertrieben. Der Akt an sich wird binnen weniger Sätze abgehakt, sodass es nur auf erotische, leicht „vulgäre“ Art angedeutet wird. Die Menge nervt jedoch auf die Dauer. Gleich in den ersten Kapiteln wird Sara zum Beispiel von einem unbekannten Franzosen angesprochen, damit dieser sie Zeichnen kann. Sie stimmt zu, beide gehen ganz normal getrennte Wege und plötzlich steht dieser Unbekannte vor ihrer Tür, um im Grunde über sie herzufallen. Auch später geht es immer rasant zur Sache und teilweise liest man diverse Sex-Szenen binnen weniger Seiten.
Solche Szenen stören einfach, wenn man bedenkt, dass ansonsten fast keine Spannung aufkommt. Zwar ist die Rede von diversen Morden und es kommt auch zu einem Kampf, aber diese sind eher langweilig beschrieben und wen wundert es, sie enden auch im Sex. Später ändert sich das Verhältnis und die Spannung wird minimal aufgebaut. Für einen Vampir-Roman, der sich als Reihe entwickeln soll, fand ich es jedoch dürftig. Die Grundidee hätte mitreißend und voller Action sein können, aber was nützt die Idee, wenn die Umsetzung einfach nicht passend ist. Für meinen Geschmack war definitiv zu wenig Action enthalten, sodass der Schluss zwar logisch, interessant, gut und passend war, aber für ein Vampir-Abenteuer zu wenig Biss hatte.

===Bewertung===

Der Beginn einer Reihe, sollte perfekt sein, um möglichst viele Leser anzusprechen und zu fesseln. Andrea Wölk ist dies nur teilweise gelungen. Seichte Spannung gepaart mit viel Erotik sind für mich zwei Sterne und nur bedingt empfehlenswert.

===Leseprobe===
Wer nun Neugierig ist, kann über den nachfolgenden Link eine Leseprobe ansehen.


===Zitat S. 106===
Nur noch mit einem BH bekleidet, saß sie auf seinem Schoß und bewegte sich im gleichen Rhythmus, als er in sie Eindrang.
LEST WEITER ...

0 Kommentare:

Slaughter, Karin - Dreh dich nicht um

0
==Unmenschliche Morde erschüttern die USA==

===Einleitung===
Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, welches ich meinem Mann vorletztes Jahr zu Weihnachten geschenkt habe. Da er leider durch seinen Jobwechsel weniger zum Lesen kommt, habe ich mir kurzer Hand dieses Buch zum Lesen geschnappt. Schließlich hatte er mir letztes Jahr zu Weihnachten ebenfalls einen Teil dieser Reihe geschenkt und ich war neugierig, wie ihre früheren Werke so waren.

===Buchdaten===
Autor: Karin Slaughter
Titel: Dreh dich nicht um
Originaltitel: A faint cold fear
Verlag: rororo
Erschienen: 2006
ISBN-10: 3499236494
ISBN-13: 9783499236495
Seiten: 464
Einband: TB
Kosten: 9,95€
Serie: Grant-County

===Zitierter Klappentext===

Einer geht um. Einer wählt aus. Einer muss raus. Für immer. Es ist schon der dritte Tote in einer Woche. Am Grant College haben die Studenten offenbar ein makabres neues Hobby: Sterben. Aber Chief Jeffrey Tolliver und die Gerichtsmedizinerin Sara Linton werden den Verdacht nicht los, dass mit diesen Selbstmorden etwas nicht stimmt …


===Meine Meinung===
Nachdem mich mein erster Karin Slaughter „Zerstört“ recht gut gefallen hat, habe ich mich nun mit dem früheren Werk „Dreh dich nicht um“ befasst.

Sara Linton, Gerichtsmedizinierin, wird zu einem Tatort gerufen, wo ein Jugendlicher sich von einer Brücke gestürzt hat. Sara, die mit ihrer im 8. Monat schwangeren Schwester unterwegs ist, nimmt diese mit zum Tatort. Während der Untersuchungen hat sie kein Auge auf ihre kleine Schwester, wundert sich aber als diese einige Zeit später verschwunden ist. Sara macht sich auf die Suche und findet sie mit mehreren Bauchstichen im Wald. Tessa wurde wahrscheinlich vom selben Mörder angegriffen, der den Selbstmord an Andy Rosen inszeniert hat. Sie überlebt schwerverletzt, verliert jedoch ihr Baby. Sara und ihr Ex-Jeffrey machen sich auf die Suche nach dem Täter und stoßen dabei auf düstere Geheimnisse, die noch weitere inszenierte Selbstmorde mit sich ziehen.

Der Einstieg in diesen Thriller ist sehr gut gewählt. Bevor es richtig losgeht, wird der Leser noch einmal an die beteiligten Protagonisten herangeführt. Obwohl mir die Figuren aus dem späteren Roman vertraut waren, hatte ich nicht das Gefühl mit unwichtigen Details gelangweilt zu werden. Stattdessen empfand ich die Auffrischung als sehr angenehm. Ich hatte das Gefühl alte Freunde nach einer langen Pause wiederzutreffen.
Nach der kleinen Auffrischung geht es auch gleich zum ersten Tatort und damit beginnt der blutige Teil dieses Thrillers. Ich liebe detaillierte und grausame Thriller, aber bei diesem Buch konnte ich nur den Kopf schütteln und mich fragen, wie man auf so kranke Ideen kommen kann. Ein gehäuteter Penis, ein Augapfel in der Zimmerwand oder eine Person die sich bei der Selbstbefriedigung stranguliert, sind noch halbwegs in Ordnung. Es ist brutal und teilweise ekelerregend, aber wer einen solchen Thriller liest, ist sich dessen Inhalt bewusst. Allerdings fand ich die Geschichte rund um Tessa einfach geschmacklos. Ich bin selbst im 8. Monat schwanger und dementsprechend ist es für mich noch schlimmer zu lesen, wie eine Mutter abgestochen wird und das Baby dabei stirbt. Selbst ohne eigene Schwangerschaft finde ich ein solches Szenario als geschmacklos. Es ist zwar realistisch, aber Kinderleichen und besonders Babyleichen sind einfach nur krank. Auch die Idee, dass eine Frau, die vergewaltigt wurde, nun von allen Männern nur als Sexobjekt, mit dem man nun selbst gerne Sex haben möchte,sieht, ist irgendwie abartig.

Trotzdem habe ich das Werk zu Ende lesen wollen, einfach weil ich wissen wollte, wie die Geschichte ausgeht und wer hinter diesen inszenierten Selbstmorden steckt. Um den Leser noch besser mitzureißen, baut Karin Slaughter immer wieder neue Fährten ein, die jedoch irgendwo am Ende des Werkes deplatziert wirken. Falsche Spuren an sich finde ich sehr gut. Als Leser rät man schließlich immer mit und möchte nicht zu früh den Schluss erkennen. Das ist ihr auch damit gelungen. Erst zum Schluss, als die Autorin mit der Aufklärung begann, wusste ich wer der wirkliche Täter war. Spannender kann es also nicht sein. Trotzdem sollte man nicht unbedingt einen Charakter mit einem solchen Hintergrund einbauen, wenn dieser nicht irgendeinen Bezug hat. Rassismus, Nazis und ähnliches passte einfach nicht hinein, weil es auch mit dem eigentlichen Schluss nichts zu tun hatte. Wenn man einen solchen Hintergrund einbaut, sollte dieser auch ausgefeilter und ein wichtiger Bestandteil sein. Am Rande finde ich eine solche Thematik einfach nur schwach.

Den Stil selbst finde ich sehr gelungen. Karin Slaughter weiß mit Details zu fesseln und zu schockieren. Immer mehr baut sie die Spannung auf und packt so den Leser. Da sind die etwas langweiligeren Obduktionen, Besuche im Krankenhaus oder Flirtversuche mit Mason so etwas wie Erholung. Sie gönnen dem Leser eine kleine Verschnaufpause zwischen den vielen brutalen und blutigen Morden.

Der Schluss ist ihr der Autorin einerseits gelungen. Logisch, aufklärend und realistisch löst sie die Morde auf. Allerdings empfand ich den Schluss stellenweise etwas fragwürdig. Manche Morde werden in meinen Augen nicht wirklich zu 100% aufgeklärt und einiges wirkte irgendwo erzwungen, so als ob Karin Slaughter einen überraschenden Schluss erreichen wollte, ihr die Ideen aber ausgegangen sind, weil sie alles schon irgendwo im Verlauf der Geschichte in Vermutungen eingebaut hat.

Trotz einiger nicht so gelungener Aspekte, war ich schnell in der Geschichte und habe das Buch auch kaum aus der Hand legen können. Das spricht positiv für das Buch, sodass ich es harten Thriller-Fans empfehlen kann.

===Bewertung===

Dreh dich nicht um“ ist ein Thriller der Grant-County-Reihe, der es in sich hat. Spannend, brutal, abstoßend und manchmal sogar geschmacklos ist die neue Mordserie, die Karin Slaughter hiermit veröffentlicht hat. Für mich drei Sterne.


===Leseprobe oder Zitat zum Einblick in den Stil===
LEST WEITER ...

0 Kommentare: