Camilla Way - Schwarzer Sommer

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===Buchdaten===
Autor: Camilla Way
Titel: Schwarzer Sommer
Originaltitel: The Dead of Summer
Verlag: rororo
Erschienen: 2. Auflage 2008
ISBN-13: 9873499247507
Seiten: 204
Einband: TB
Kosten: 8,95€
Serie: -

===Autor/in===
Camilla Way, Jahrgang 1973, lebt in London, wo sie als Redakteurin für eine Zeitschrift arbeitet. «Schwarzer Sommer» ist war erster Roman. (Quelle: Buch)

===Zitierter Klappentext===
Die dunkle Seite der Unschuld Anita ist gerade erst nach London gezogen, als die Schulferien beginnen. Ein langer, heißer Sommer ohne Freunde erwartet sie. Im Haus gegenüber wohnt Kyle. Anita ist fasziniert von dem schweigsamen Jungen, den ein Geheimnis umgibt: Vor einem Jahr ist seine kleine Schwester spurlos verschwunden. Anita genießt die endlosen Streifzüge an seiner Seite – durch verrottende Industriegebiete entlang der Themse und stillgelegte Minen. Keiner ahnt, dass diese Gruben bald Schauplatz des schrecklichsten Verbrechens sein werden, das die Londoner Vorstadt seit langem erlebt hat. „Ein Buch voller komplexer Emotionen und schockierender Ereignisse, am Ende steht eine Tragödie … Sehr verstörend und sehr gut.“ (The Bookseller)

===Meine Meinung===
Der Verlag „rororo“ steht bei mir für interessante Kinder- und Jugendbücher. „Schwarzer Sommer“ hingegen gehört zum Genre Psychothriller und ist somit eher etwas für Erwachsene oder ältere Jugendliche. Schon der Klappentext macht Lust auf mehr.

Anita zieht kurz vor den Schulferien nach London. Ihre Mutter ist verstorben, der Vater lässt sich hängen, die Schwestern entwickeln sich zu bekannten Schlampen und auch der Bruder ist nicht zu gebrauchen. Am Tag ihres Einzugs sieht Anita Kyle zum ersten Mal. Er ist ihr Nachbar und 13 Jahre alt. Über Denis, einen leicht zurückgebliebenen Jungen, mit dem sie sich in der Schule anfreundet, lernt sie Kyle näher kennen. Auch Kyles Familienverhältnisse sind eher erschütternd. Der Vater ist weggezogen, die kleine Schwester verschwand spurlos, seine Mutter ist kränklich und sein Großvater verdorben. Kein Wunder das Kyle wütend, mordlüstern und unberechenbar ist. Anfangs schließt Kyle Anita noch aus. Doch ein zufälliges gemeinsames Erlebnis lässt die Freundschaft endgültig entstehen. Während der Sommerferien erleben sie total verrückte Dinge, die für drei Menschen tödlich enden.

Der Aufbau des Buches wirkt anfänglich auf den Leser eher verwirrend. Seit diesem besagten Sommer sind viele Jahre vergangen und Anita ist inzwischen eine Frau von 20 Jahren. Sie arbeitet in einer Fabrik, hat einen jungen Mann kennen gelernt und lebt in einer kleinen, aber feinen Wohnung. Rückblickend erzählt sie einem Dr. Barton was in diesem Sommer 1986 wirklich passiert ist. Zeitgleich bekommt der Leser kleine Auszüge aus der Polizeiakte von damals. All diese Schnipsel musste ich mir beim Lesen zusammensetzen, da nicht sehr deutlich zwischen Vergangenheit und Gegenwart getrennt wird. Lediglich die Polizeiakte, die in einer anderen Schrift festgehalten wurde, war immer sofort ersichtlich.
Durch den Klappentext wusste ich von der Freundschaft zu Kyle und empfand es daher als langgezogen bis sich diese Freundschaft endlich richtig entwickelt hat.
Zudem wirkte Anita anfänglich sehr farblos auf mich. Ihre Situation konnte ich nachvollziehen, aber sie selbst blieb trotz ausführlicher Beschreibung sehr blass. Diese drei Faktoren kombiniert, haben den Einstieg eher fad wirken lassen. Wer sich jedoch bis zu diesem Punkt durchkämpft, wird urplötzlich fesselt ohne es richtig zu merken. Zumindest erging es mir so. In der einen Minute hätte ich das Buch gerne aus der Hand gelegt und in der nächsten Minute hatte es mich gepackt.
In den Abschnitten der Polizeiakte wird es brutal und die Autorin suggestiert dem Leser den Gedanken, was ihn am Ende erwarten wird. Ein geschickter Schachzug der Autorin, denn am Ende musste ich feststellen, dass auch sie mich mit ihren Worten aufs Glatteis geführt hat und ich auf ihr Können hereingefallen bin. Die Wendung kommt überraschend und ich fragte mich, ob ich einen Wechsel der Erzählperspektive nicht mitbekommen hatte. Einerseits bin ich begeistert davon, wie dem Buch durch diese überraschende Wendung ein genialen Schluss verliehen wurde. Auf der anderen Seite ist dieser Schluss hart, brutal, schockierend und regt zum Nachdenken an. Am Ende konnte ich nur eins sagen: Genialer Psychothriller. Der Schluss ist logisch konstruiert, beantwortet wirklich alle Fragen und macht Lust mehr von dieser Autorin zu lesen. Die anfängliche Blässe von Anita wird an diesem Punkt aufgehoben und das Bild vervollständigt sich gänzlich. Ob dies beabsichtigt war oder es einfach nur ein Nebeneffekt war, kann ich allerdings nicht beurteilen.

Vom Alter her, empfehle ich Jugendlichen eigentlich immer Bücher, in denen die Protagonisten in diesem Alter sind. In diesem Fall sind die Protagonisten erst 13 Jahre alt und doch schon so eiskalt. Auf der einen Seite können hier jugendliche Leser sehen, was in Leuten vorgeht, die sie aus den unterschiedlichsten Gründen ausgrenzen. Auf der anderen Seite ist der Schluss doch etwas brutal und daher kann ich es eher Lesern ab 16 empfehlen. Die komplexen Emotionen, der grausame Schluss und die authentische Beschreibung könnten sonst nicht ihre ganze Ernsthaftigkeit entfalten.

Empfehlen kann ich dieses Buch höheren Klassen, aber auch jeder Leseratte, die sich mit einem dramatischen Thema beschäftigen will, dass täglich real werden könnte.

===Bewertung===
Anfänglich schwächelt die Autorin. Sie verwirrt und vermag auf den ersten Blick nicht zu fesseln. Schnell wird aber deutlich, dass Camilla Way genau weiß, wie sie einen brillanten Psychothriller zu verfassen hat. Brutal, schockierend und an keiner Stelle unrealistisch, befasst sie sich mit einem Thema, welches stets Realität werden könnte. Für mich trotz des Einstiegs fünf Sterne.

===Leseprobe===
http://www.rowohlt.de/fm/131/Way_Schwarzer_Sommer.pdf
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Angela von Britzen - Kerzenfest auf Weidenbrook

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Copyright Sarahs Bücherwelt

===Buchdaten===
Autor: Angela von Britzen
Titel: Kerzenfest auf Weidenbrook
Verlag: Salzer
Erschienen: 1964
ASIN: B0000BGUSL
Seiten: 78
Einband: HC
Kosten: 0,01€ gebraucht
Serie: -

===Eigne Inhaltsangabe===
28.12.1930: Es ist der 60. Geburtstag von Onkel Eberhart. Dieser soll natürlich groß gefeiert werden. Weidenbrook geht es zwar nicht so gut wie, vor dem ersten Weltkrieg, aber vor dem Ruin steht das Gut auch nicht. Damit dieser Geburtstag zu etwas Besonderem wird, organisiert seine Frau ein romantisches Kerzenfest mit allen Familienmitgliedern und Freunden. Bei den Vorbereitungen passieren natürlich aller Hand Dinge und das wo der zukünftige Verlobte der Tochter die Familie an diesem Tag kennenlernen soll. Weidenbrook wäre aber nicht Weidenbrook, wenn die Dinge am Ende ganz anders laufen würden, als geplant.

===Meine Meinung===
Nachdem mich ein ähnlich altes Buch aus dem gleichen Verlag mit dem Titel „Der Tag, der vergangen ist“ restlos überzeugt hatte, konnte ich es kaum erwarten, den vorliegenden Titel zu lesen.
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Ramona Diefenbach - Die Schneckenspur

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===Buchdaten===
Autor: Ramona Diefenbach
Titel: Das Spiegelhaus
Verlag: Weltbild
Erschienen: 2002
ISBN-13: 978-3936428032
Seiten: 142
Einband: HC
Kosten: 0,01€ gebraucht bei Amazon
Serie: -

===Zitierter Klappentext===
Beatrice und Cora, zwei junge Frauen, kehren nach acht Jahren an den Ort zurück, mit dem sie ein Geheimnis aus ihrer Vergangenheit verbindet: zu zwei ruhig gelegenen Häusern in einer mittelgroßen Stadt. Es ist ein Geheimnis, über das die beiden acht Jahre geschwiegen haben, von dem sie aber wissen, dass es ihr Leben bestimmt. Denn nur scheinbar ruht die Vergangenheit, nur scheinbar sind sie vor ihr geschützt...

Was, zum Beispiel, veranlasst Wolfgang Talweg dazu, ihre Nähe zu suchen? Weiß er von ihrem Geheimnis? Hat er eine Lesart ihrer Geschichte entwickelt, die seinen Interessen entgegen kommt? Und nicht nur er folgt alten Spuren. Ramona Diefenbach erzählt die Geschichte der Mädchen weiter, die in ihrem Debüt Das Spiegelhaus nur knapp einem Psychopathen entkommen konnten. Und sie erzählt von einem gelangweilten Mann, den eine gefährliche Geschichte fasziniert. Diefenbachs lakonische und präzise Sprache und der scharfe Wechsel der Perspektiven, der an rasante Filmschnitte erinnert, machen Die Schneckenspur zu einem Lektüreerlebnis, dessen Spannung dem Leser den Atem nimmt.

===Meine Meinung===
Die Schneckenspur“ ist die Fortsetzung von Ramona Diefenbachs Debüt „Das Spielgelhaus“. Auch wenn dieser erste Teil mich nicht überzeugen konnte, hatte ich die Hoffnung, dass meine offenen Fragen sich in diesem Teil komplett auflösen würden.

Inzwischen sind acht Jahre vergangen. Beatrice und Cora haben die Geschehnisse mit Patrick nie richtig verarbeitet. Ihre Retterin ist vor kurzem verstorben und hat den beiden Frauen ihr Haus hinterlassen. Doch Ruhe finden sie in dieser Umgebung noch immer nicht. Da ist der neue Nachbar, der sich komisch verhält und plötzlich taucht ihr Peiniger auf und sinnt nach Rache.

Schon vom ersten Teil war ich gewohnt, dass die Autorin ständig die Erzählperspektiven wechselt. Wenn man dies weiß, achtet man mehr darauf, wer gerade erzählt. Am Anfang sind dies Wolfgang, der Nachbar und die altbekannte Beatrice. Auch im diesen Teil werden die Sprünge nicht groß gekennzeichnet und besonders die ersten Wechsel der Perspektive sind sehr schwer, da man noch nicht weiß, wer diesmal erzählt. Später kommt erneut eine dritte Erzählperspektive hinzu, denn Patrick, der Psychopath aus dem ersten Teil, ist wieder mit von der Partie. Einerseits ist dieser Stil dem Leser bekannt, aber man fragt sich, ob Ramona Diefenbach keine neuen Ideen hatte, als wieder drei Personen einzubeziehen. Die ursprüngliche Situation mit dem zurückgekehrten Psychopathen hätte ebenfalls gereicht.

Am Anfang klären sich eine Fragen, die der Leser vielleicht im ersten Teil zum Schluss hin noch ungeklärt fand. Dafür geht die bekannte Ramona Diefenbach Logik weiter. Warum verkaufen die Mädchen nach dem Tod nicht das Haus? Das ist die auffälligste Frage, die sich mir stellte. Die Pflege der alten Dame war noch nachvollziehbar, aber danach hätte ich nicht alleine in diesem Haus wohnen mögen. Bei anderen Opfern konnte ich dies stets begreifen, da diese dem Täter keine Chance geben wollten, ihr Leben zu zerstören, weil dies eben ihr Heim war. Dort merkt man, dass die Opfer zwar leiden, aber stets gegen ankämpfen. Bei Cora und Beatrice hingegen dominiert die Angst und die Schmach. Verarbeitung, Bewältigung sind hier nicht vorzufinden. Nicht nur an diesem Punkt fehlte mir das Verständnis. Die Autorin setzt viele Dinge voraus, die einfach verworren, unpassend oder unlogisch sind. Erklärungen, warum diese Situation nun entsteht oder entstanden ist, fehlen zu oft. Dadurch machte mir auch dieses Buch kaum Spaß.
Neben den Handlungen bereiteten mir die Emotionen ebenfalls große Schwierigkeiten. Gefühle werden erwähnt, aber sie sind so blass beschrieben, dass sie gekünstelt und unverständlich wirken. Vieles wirkt in der Fortsetzung blass. Die wesentlichen Fakten aus dem ersten Teil erfährt der Leser zwar, aber die Figuren sind alles andere als lebendig. Hätte ich nicht den vorhergegangenen Teil gelesen, ich hätte mir die Protagonistinnen überhaupt nicht vorstellen können. Wobei sie im ersten Teil schon eher farblos wirkten.

Während das erste Drittel überhaupt keine Spannung enthält, wird es zum Ende des Buches minimal besser. Doch die Angst, die dort empfunden werden müsste, wird nur wörtlich erwähnt. Spürbar war sie in meinen Augen nicht. Diesmal hat sich Ramona Diefenbach bei ihrem Showdown zumindest etwas mehr Mühe geben und hinterlässt für meinen Geschmack keine offenen Fragen mehr. Trotzdem fehlte der gewisse Pepp.

===Bewertung===
Die wenige Spannung zum Schluss hin, kann den einschläfernden, verworrenen und unlogischen Anfang leider nicht auffangen. Farblos wie im ersten Teil beschreibt Ramona Diefenbach Emotionen, Figuren und Situationen. Ein Lesevergnügen sieht anders aus – zwei Sterne.
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Ramona Diefenbach - Das Spiegelhaus

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Copyright Sarahs Bücherwelt

===Buchdaten===
Autor: Ramona Diefenbach
Titel: Das Spiegelhaus
Verlag: Weltbild
Erschienen: 2002
ISBN-13: 978-3828976061
Seiten: 142
Einband: HC
Kosten: 0,01€ gebraucht bei Amazon
Serie: -

===Zitierter Klappentext===
Drei vierzehnjährige Mädchen und ein gut aussehender 32-jähriger Mann. Cora, Angelika und Beatrice lassen sich auf immer intimere Begegnungen mit Patrick ein. Auf sanfte und raffinierte Weise verführt er sie, lockt sie aus ihrer Kinderwelt. Aber aus dem erotischen Abenteuer wird fast unmerklich ein gefährliches Spiel, dessen Regeln nur Patrick kennt. Beide Seiten belauern sich. Die Spannung steigt, und je weiter Patrick die Inszenierung treibt, umso deutlicher werden Parallelen zu einer unheilvollen Vergangenheit. Und dann das tödliche Finale. Eine mitreißend spannende Geschichte, die als erotische Lockung beginnt und als handfester Psychothriller endet.

===Meine Meinung===
Die Freundinnen Cora, Beatrice und Angelika sind 14 Jahre alt, als ihnen der 32jährige Patrick begegnet. Er beobachtet sie heimlich und weckt ihre Neugierde, bis sie sich auf ein aufregendes Abenteuer mit ihm einlassen. An verschiedenen Wochentagen treffen sie sich mit ihm immer abwechselnd und erleben mit ihm ihre erste sexuellen Erfahrungen. Dieses anfänglich harmlose Spiel wird jedoch mit jedem Tag ernster, denn Patrick verfolgt die Mädchen auf Schritt und Tritt. Angst macht sich breit, dass sie vielleicht nicht die ersten Mädchen waren und sie fragen sich, wie die Geschichte bei ihren Vorgängerinnen ausgegangen sein mag. Die Mädchen drehen den Spieß um und spionieren nun Patrick aus. Dabei tappen die naiven Mädchen in eine tödliche Falle....

Wenn man den Klappentext liest, dann erwartet man einen spannenden Psychothriller, der die Nerven des Lesers strapaziert. Allerdings benötigt der Leser bei Ramona Diefenbach Debüt einiges Durchhaltevermögen. Der Einstieg ist für viele sicherlich verwirrend und nimmt dem Buch eine gewisse Grundspannung. Ramona Diefenbach erzählt die Geschichte um das Spiegelhaus abwechselnd aus Patricks und Beatrice Sichtweise. Die Grundidee, dass drei Freundinnen im Alter von 14 Jahren mit einem deutlich älteren und wildfremden Mann eine solche Affäre anfangen ist schon schwer nachvollziehbar. Durch den ständigen Wechsel der Sichtweisen wirkt es anfänglich noch sehr verworren. Besonders die Charaktere blieben für mich einfach nur blass. Obwohl sie äußerlich in vielen Details beschrieben wurden, entstand kein richtiges Bild. Aber auch ihre Handlungen sind oftmals nicht nachvollziehbar und trist. Die Affären werden minimal angedeutet und schockierende Details fallen weg. Dies fand ich anfänglich noch in Ordnung, aber Details, welche zum Verständnis dienen, fehlen ebenfalls. Ein Mädchen, vielleicht auch noch eine Freundin, hätte ich als so naiv und erkundungsfreudig einstufen können, aber gleich drei Stück, empfand ich übertrieben. Authentisch wirkte diese Idee in meinen Augen nicht. Auch Patrick und seine Sichtweise war an vielen Stellen einfach nur unlogisch konzipiert. Drei Mädchen mit unterschiedlichen Hobbys, er alleine und weiß genau, was die Mädchen jeden Nachmittag treiben. Ausnahmen sind die Tage, an denen ein Mädchen nachmittags bei ihm ist. Dies ist nur ein Aspekt der Fragen beim Lesen aufwirft. Einzig die Geschichte um seine Vergangenheit und um Eveline macht das Lesen spannend. Ansonsten dümpelt das Werk flach vor sich hin.

Nachdem man sich an die zwei Erzählperspektiven gewöhnt hat und entdeckt hat, welche Sichtweisen es nur zu lesen gibt, geht der Text immer flüssiger von der Hand. Manche Handlungen, besonders von den Mädchen, kann man inzwischen als normal naiv bezeichnen, vieles bleibt jedoch blass und unverständlich. Besonders faszinierend empfand ich die Tatsache, dass sämtliche Emotionen einfach nur lieblos hingeklatscht wurden. Nicht mal die panische Angst, als die Mädchen den Plan entdecken, wird an den Leser vermittelt. Ich hatte das Gefühl, dass es sich um ein lustiges Versteckspiel handelt, bei dem die Mädchen zwar die Gefahr kennen, aber es eher zum Lachen finden.

Nach einem eher verworrenen und unspektakulären Anfang und Mittelteil erwartet der Leser zum Schluss einen Showdown mit allen Erklärungen zur Vergangenheit. Ramona Diefenbach sah dies wohl etwas anders. Ohne Ankündigung oder Hinweis wechselt sie erneut die Erzählperspektive und lässt die altersschwache Nachbarin den Rest aus ihrer Sichtweise erzählen. Einige Fragen wurden beantwortet, neue Fragen kamen auf und lediglich zwei oder drei Details geben am Ende einen kleinen Hinweis auf die spannendste Frage „Was passierte mit Eveline“. Eine richtige Auflösung gibt es nicht. Wie schon bei der Affäre zu den drei Freundinnen wird auch hier die Fantasie des Leser gefordert.

Weder die unlogische Affäre dreier Freundinnen mit einem so alten Mann, noch den Verlauf dieser Affäre fand ich besonders logisch oder authentisch. Weniger Protagonisten und Ramona Diefenbach hätte deutlich mehr aus dieser Thematik herausholen können. Ich persönlich bin von dem schlecht durchdachten, verworrenen und alles andere als spannenden Inhalt enttäuscht. Wer es nicht liest, wird auf jeden Fall nichts verpasst haben.

===Bewertung===
Spannung, Emotionen und Logik sind für Ramona Diefenbach genauso ein Fremdwort wie eine lebendige Beschreibung von Protagonisten. Sie schafft es zwar den Leser durch eine Frage zu fesseln, vermag aber nicht durch eine brillante Auflösung zu punkten. Fragen bleiben offen und für mich bekommt das Werk nur zwei Sterne.


===Leseprobe===
http://www.lyrikwelt.de/gedichte/diefenbachg1.htm
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Katherine Scholes - Roter Hibiskus

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===Buchdaten===
Autor: Katherine Scholes
Titel: Roter Hibiskus
Originaltitel: The Hunter's Wife
Verlag: Knaur
Erschienen: 2009
ISBN-13: 978-3426503591
Seiten: 416
Einband: TB
Kosten: 8,95€
Serie: -

===Zitierter Klappentext===
Mara und John Sutherland gehört die Raynor Lodge im erst vor kurzem unabhängig gewordenen Tansania. Doch diese ist vom finanziellen Ruin bedroht, und John muss sich immer wieder als Jäger bei Safaris verdingen – was die Ehe auf eine schwere Probe stellt. Als die Lodge während seiner Abwesenheit als Drehort für einen Hollywoodfilm genutzt wird, lernt Mara den attraktiven Schauspieler Peter kennen. Bald gerät sie in mehr als einer Hinsicht in Gefahr. Da kehrt John von der Safari zurück, und es kommt zur Katastrophe … Der neue große Afrikaroman von der Autorin des Bestsellers »Die Regenkönigin«!

===Meine Meinung===
Angetan von dem landschaftlichen Hintergrund in Kombination mit einer zarten Liebesgeschichte, wollte ich dieses Werk auch einmal lesen. Katherine Scholes war mir bis dato eine unbekannte Autorin, machte mich allerdings durch ihre bekannten Werke sehr neugierig.

Mara zieht von Australien zu ihrer großen Liebe John nach Tansania. 1968: Drei Jahre später steht ihre Ehe auf der Kippe, denn John hat sie betrogen und die Raynor Lodge steht vor dem Bankrott. Während John verzweifelt nach einem Kredit in die weit entfernte Stadt reist, kommt unerwartet ein Filmteam auf die Raynor Lodge und mietet sich für zwei komplette Wochen dort ein. Dabei lernt Mara den attraktiven, verheirateten Schauspieler Peter kennen und verliebt sich in ihn. Als John zurückkommt überschlagen sich die Dinge. Sie bemerkt, dass sie schwanger ist.

Der Einstieg verspricht ein einfühlsames Werk. Anschaulich, lebendig und farbenfroh versucht die Autorin dem Leser das Land Tansania, aber auch die Protagonistin Mara näher zu bringen. Beim Land gelingt ihr das ohne große Schwierigkeiten. Mara hingegen wird als 27 jährige Frau beschrieben, die von ihrer Art eher wie 40 wirkt. Anfangs wirkt sie kalt und war mir völlig unsympathisch. Je mehr man die Hintergründe für ihr Verhalten versteht, desto liebenswerter erscheint Mara. Die Liebesgeschichte zu ihrem Mann und die traurigen Fakten erfährt der Leser in vielen kleinen oder großen Rückblenden.

Bis zu dem Zeitpunkt, wo Peter auf der Lodge eintrifft, hat mir das Lesen wirklich viel Freude bereitet. Die Beschreibungen der Schauspieler, die Tätigkeiten während eines Drehs vor und hinter der Kamera und Allüren der Stars wirkten zu langatmig und ruinierten die gesamte Stimmung. Wer sich dafür interessiert, wird sehr viel über diese Arbeit erfahren, aber ich fand es einfach zu viel. Die wunderschönen Landschaftsbeschreibungen und die zarte Romanze, die sich langsam anbahnt, verlieren sich leicht in den Filmtätigkeiten. Diese zwei Wochen ziehen sich fast über das gesamte Buch hin und ich stellte mir immer häufiger die Frage, wann nun endlich ihr Mann auftauchen würde. Wie im Zeitraffer läuft dieses Wiedersehen ab und endet abrupt und tragisch. Als Leser habe ich weder mit einem solchen Schluss gerechnet, noch fand ich ihn besonders gut umgesetzt. In mir kam das Gefühl auf, dass die Autorin nach 400 Seiten endlich merkte, dass sie auch mal zum Ende kommen muss und nicht wusste wie. Statt die Protagonistin zu einer Auseinandersetzung zu bringen, umgeht sie diese geschickt, obwohl genau dies eigentlich von jedem Leser seit dem Lesen des Klappentextes erwartet wurde. Ich war für meinen Geschmack enttäuscht. Wenn man bedenkt, wie lang die Dreharbeiten abgehandelt wurden, und der wesentliche Aspekt einfach so kurz eingebunden wurde.
Allerdings endet die Geschichte nicht nach seinem abrupten Ende, sondern wird in einem Epilog noch einmal aufgegriffen. Hatte Katherine Scholes Angst, dass ein trauriges Buch sich weniger verkauft?! Es klingt unglaubwürdig und wirkt deplatziert.

Was die landschaftlichen Beschreibungen angeht, kann ich das Buch empfehlen. Den Rest fand ich allerdings zu schlecht, als das ich ihn jemanden empfehlen könnte.

===Bewertung===
Eine junge Protagonistin, die uralt wirkt, ein nicht endend wollender Film-Anteil und ein Schluss, der abgehakt eingefügt wird, um ihn zu erfüllen. Durch die landschaftlichen Highlights bekommt das Buch noch zwei Sterne.

===Leseprobe===
http://www.weltbild.de/3/15941114-1/buch/roter-hibiskus.html
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Anne Diamond - Kein Laut mehr aus deiner Wiege

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===Buchdaten===
Autor: Anne Diamond
Titel: Kein Laut mehr aus deiner Wiege
Originaltitel: A gift from sebastian
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: 1997
ISBN-13: 9783404613854
Seiten: 238
Einband: TB
Kosten: gebraucht ab 1,50€
Serie: Erfahrungen

===Autor/in===
Anne Diamond wurde 1954 geboren und ist eine bekannte englische TV- und Radio-Moderatorin. 1989 heiratete sie ihren Mann Mike mit dem sie fünf Kinder gezeugt hat. Die Ehe ging durch eine Affäre in die Brüche. Sebastian starb am plötzlichen Kindstod und veranlasste sie zu diesem Buch.

===Zitierter Klappentext===
Der kleine Sebastian wurde nur vier Monate alt. Eines Morgens lag er tot in seiner Wiege. Der Verlust des fröhlichen Babys ist für seine Familie eine unsagbare und unbegreifliche Tragödie. Um diesen Schicksalsschlag zu bewältigen, beginnt Sebastians Mutter Anne Diamond, eine bekannte Moderatorin des englischen Fernsehens, sich über das scheinbar noch wenig erforschte Phänomen des plötzlichen Kindstods zu informieren. Eher zufällig stößt sie auf eine fast zwei Jahre alte Studie aus Neuseeland über vorbeugende Maßnahmen. Diese Forschungsergebnisse waren auch den britischen Gesundheitsbehörden bekannt, die jedoch nichts unternommen haben, um die Bevölkerung zu informieren.

Anne nutzt ihre Popularität und startet eine beispiellose landesweite Aufklärungskampagne. Ihr ist es zu verdanken, daß die Kindstodrate in Großbritannien binnen sechs Monaten um 50 Prozent zurückging.

===Kindstod===
Der plötzliche Säuglingstod, plötzliche Kindstod oder Krippentod (lateinisch: Mors subita infantium) ist das unerwartete und nicht erklärliche Versterben eines Säuglings oder Kleinkindes, das zumeist in der (vermuteten) Schlafenszeit des Säuglings auftritt. In den Industrienationen gilt er als häufigste Todesursache von Kleinkindern jenseits der Neugeborenenperiode. (Quelle: Wikipedia.de)

===Vorsichtsmaßnahmen===
- Legen Sie Ihr Kind zum Schlafen auf den Rücken.
- Verwenden Sie einen passenden Schlafsack, aber kein Kissen.
- Lassen Sie Ihr Kind von Anfang an in seinem eigenen Bett, aber bei sich im Schlafzimmer schlafen.
- Achten Sie darauf, dass Ihr Kind nicht schwitzt: 16-18 Grad Raumtemperatur sind ausreichend.
- achten Sie auf eine rauchfreie Umgebung für Ihr Kind.
- Stillen Sie so lange wie möglich.
- Nimmt Ihr Kind einen Schnuller, so sollte es ihn beim Schlafen immer bekommen.

===Meine Meinung===
Der plötzliche Kindstod ist auch heute noch ein Thema, dass werdende Eltern beschäftigt. Dies ist auch bei mir der Fall, und aus diesem Grund habe ich mir das vorliegende Buch gekauft.
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Rita von Gaudecker - Der Tag, der vergangen ist

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===Buchdaten===
Autor: Rita von Gaudecken
Titel: Der Tag, der vergangen ist
Verlag: Salzer Verlag
Erschienen: 1966
ASIN: B0000BR4M8
Seiten: 70
Einband: HC
Kosten: 1,00€ gebraucht
Serie: -
===Eigener Inhalt===
21 Jahre vor dem zweiten Weltkrieg in Pommern. Ihre Eltern sind verstorben und sie wächst bei ihrer Großmutter auf einem Bauernhof auf. Als sie endlich die Liebe entdeckt, scheint das Glück perfekt zu sein. Doch ihr Angebeteter lässt sie schwanger für eine bessere Partie sitzen. Anfänglich möchte sie nur noch sterben, doch ein Bibelvers zeigt ihr den Blick in die Zukunft. Sie kämpft für sich und ihren ungeborenen Sohn Peter, den sie 21 Jahre später im zweiten Weltkrieg wieder verlieren soll.

===Meine Meinung===
Das vorliegende Buch mit dem Titel „Der Tag, der vergangen ist“ besteht aus nur 70 Seiten und ist trotzdem eine Erzählung, die auch Jahre später noch das Herz des Lesers berühren wird.

Eine junge Frau wird schwanger von ihrem Liebsten verlassen, da dieser sich für eine reichere Braut mit einem Gasthaus entscheidet. Lange Zeit leidet sie unter der Trennung und wünscht sich nur noch den Tod. Ihr Baby möchte sie erst gar nicht wahrhaben. Sie selbst ist ohne Eltern bei der Großmutter auf einem einfachen Bauernhof aufgewachsen. Doch genau ihre Großmutter und die Bibel sind es, die sie mit wenigen Worten von ihrer Trauer befreien und ihr ermöglichen, sich auf das ungeborene Kind zu freuen. 21 Jahre später wird ihr dieser Sohn jedoch von Krieg entrissen.

Am Anfang vermutet man gar nicht, dass eine so einfühlsame Geschichte hinter diesem Buch steckt. Einmal angefangen hatte ich das Werk innerhalb von 45 Minuten durchgelesen und hatte am Ende Tränen in den Augen. Einfühlsam schildert die Autorin das Leben zur damaligen Zeit in Pommern. Das wilde Meer, die reißenden Winterflüsse, die harte Arbeit und das kleine Glück, das in vielen Dingen liegt. Die Protagonisten und ihre Großmutter lernt der Leser gleich zu Beginn kennen. Von dem ungeborenen Kind in ihrem Bauch konnte ich zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nichts erfahren. Traurigkeit wird von Rita von Gaudecken vermittelt. Eine Traurigkeit, die von einer enttäuschten Liebe herrührt. Nach und nach erfährt der Leser den Grund dafür. Anschaulich, emotional, aber nicht zu kitschig, konnte ich die gesamte Situation erleben. Die Protagonistin wirkt trotz ihres Todeswunsches völlig sympathisch. Erst nach dieser kleinen Einführung wird von der Autorin die uneheliche Schwangerschaft angedeutet. Spätestens an diese Punkt wird deutlich, wie anders doch diese Zeit damals war. Ein uneheliches Kind war eigentlich schon Grund genug ausgestoßen zu sein. Trotzdem steht ihre Großmutter hinter ihr, auch wenn dafür keine Worte nötig sind. Sowohl die Familie als auch der Leser verstehen ohne Worte, was gesagt wird. Auf direkte, aber auch indirekte Rede wird nur selten zurückgegriffen. Dafür wird das Verstehen ohne Worte, das Vertrauen und die Liebe aufgezeigt, die in Familien herrschen sollte. Es ist total schön zu lesen, wie die Protagonistin ihre Situation erlebt, auftaut und immer wieder kleine Rückschläge sie an ihre große Liebe erinnern. Die Geburt erlebt der Leser in wenigen, aber aufschlussreichen Details und lässt die Härte erahnen. Wer in der jetzigen Zeit ein Kind bekommt, kann sich glücklich schätzen. Das traurige an dieser Geburt ist jedoch die Tatsache, dass Rita von Gaudecken schon vorab einblicken lässt, dass dieses Kind dem Tode geweiht ist.

Der Stil den die Autorin bei diesem Buch verwendet ist zeitlos. Bildhaft, emotional, einfach, aber lebendig. Sie geht auf die wesentlichen Details ein und verliert sich nicht in unwichtigen Dingen.

===Bewertung===
Die damalige Zeit, die Liebe und der schöne Schreibstil, sorgen dafür, dass ich das Buch wirklich jedem empfehlen kann. Es ist zwar alt, aber seinen Reiz hat es nicht verloren. Für mich fünf Sterne

  
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Sia Figiel - Alofa

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===Buchdaten===
Autor: Alofa
Titel: Sia Figiel
Originaltitel: Where we once belonged
Verlag: Unionsverlag Taschenbuch
Erschienen: 2001
ISBN-13: 9783293202061
Seiten: 252
Einband: TB
Kosten: 8,90€
Serie: -

===Autor/in===
Sia Figiel wurde 1967 in Samoa geboren. Als Performance-Künstlerin und Malerin unternahm sie zahlreiche Reisen nach Europa und Neuseeland. Heute lebt und unterrichtet sie in Samoa. Für »Alofa« erhielt sie 1997 den Commonwealth Writers Prize für das Erstlingswerk eines Autors aus dem südostasiatischen und pazifischen Raum. (Quelle: Unionsverlag)

===Zitierter Klappentext===
Alofa heißt Liebe. Alofa heißt auch das widerborstige Mädchen, das sich nichts gefallen läßt, um ihr zerbrechliches »Ich« zu schützen. Umstellt von überlieferten Tabus und Verboten, unbeeindruckt von der Verlogenheit der Erwachsenen, wächst sie auf in ihrer Mädchenclique mit Kung-Fu-Filmen, Wella-Apfelshampoo und Cornflakes.
Ihr Name ist aber zugleich ein schweres Erbe: Die Familie, die Dorfgemeinschaft setzt Hoffnung in sie, sie kann die Tradition retten. Doch dann wird sie eines Abends mit dem Sohn des Pfarres erwischt.
Die Wortkünstlerin Sia Figiel läßt sich von der mündlichen Erzähltradition Samoas inspirieren. Ihre Sprache ist respektlos wie ihre Heldin, funkelnd wie das quirlige Stadtleben, tiefgründig wie die alten Erzählungen von Geistern und Göttern, von fliegenden Hunden und magischen Vögeln.

===Meine Meinung===
Ein fremdes Land, fremde Kulturen und ein Mädchen, das zur Frau wird – in meinen Augen klang dies sehr vielversprechend.

Alofa ist ein ganz normales Mädchen, das zusammen mit ihren Freundinnen in Samoa aufwächst, zur Schule geht, ihren Körper und die Jungen entdeckt. Dabei redet sie sehr offen über die erste feuchte Unterhose, das innere einer Vagina, die sogenannte Mondkrankheit und von den ersten Erfahrungen mit einem Penis.
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Christine Brückner - Wie Sommer und Winter

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Copyright Sarahs Bücherwelt
   

===Buchdaten===
Autor: Christine Brückner
Titel: Wie Sommer und Winter
Verlag: Ullstein
Erschienen: 1978
ISBN-13: 978-3548228570
Seiten: 176
Einband: TB
Kosten: gebraucht ab 0,25€ bei Booklooker
Serie: -
===Zitierter Klappentext===
Sommer auf Elba, das bedeutet Ferien, Sonne und Meer, Gärten, Ölbaumhaine, in denen Zikaden schreien. Für Katharina, die 17jährige Tochter der Sonntags, bedeutet es mehr. Schon am ersten Tag lernt Sie Michele kennen, der ihr seine Insel zeigt, mit ihr aus Meer fährt, sie ins Haus seiner Eltern mitnimmt. Sie sprechen zwei Sprachen, aber sie verstehen sich mit dem Herzen.
Winter in Kassel, das bedeutet Alltag. Eine Dreizimmerwohnung mit Nordbalkon, Schule, Freunde, das Abitur rückt näher. Katharina vergisst den Sommer auf Elba. Bis eines Tages Michele auf dem Schulhof steht ....

===Meine Meinung===
Endlich Sommerferien. Katharina, Kai und ihre Eltern verreisen in den Sommerferien für vier Wochen nach Elba. Besonders für die übellaunige und rebellische Katharina, 17 Jahre, entwickelt sich dieser Urlaub zu einer wunderschönen Zeit. Kaum auf Elba angekommen, lernt sie auf einer Tankstelle Michele kennen und verliebt sich über ihn. In den vier unbeschwerten Wochen blüht Katharina auf.
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Cody McFadyen - Die Blutlinie

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Copyright Sarahs Bücherwelt

===Buchdaten===
Autor: Cody McFadyen
Titel: Die Blutline
Originaltitel: Shadowman
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: 2006
ISBN-13: 978-3404158539
Seiten: 476
Einband: TB
Kosten: 8,99€
Serie: Smoky Barrett

===Zitierter Klappentext===
Nach dem Mord an einer Freundin folgt FBI-Agentin Smoky Barrett der Fährte des Mörders. Doch die Spuren, die der eiskalte Serienmörder hinterlässt, sind so blutig, dass ihr ganzes Können gefragt ist. Die Zeit arbeitet gegen sie, und mit jedem neuen Verbrechen gelangt Smoky zu einer erschreckenden Erkenntnis: Der Mörder möchte sich einen Traum erfüllen - ein Traum, der für viele zum Albtraum werden könnte ...

===Meine Meinung===
Mit „Die Blutlinie“ hat Cody McFadyen eine Thriller-Reihe erschaffen, die Millionen von Lesern in den Bann zieht. So war es auch bei mir der Fall. Nachdem ich „Das Böse in uns“ gelesen hatte, konnte ich es gar nicht erwarten, den ersten Teil dieses Werkes in die Finger zu bekommen.
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Cody McFadyen - Das Böse in uns

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Copyright Sarahs Bücherwelt


===Buchdaten===
Autor: Cody McFadyen
Titel: Das Böse in uns
Originaltitel: The darker side
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: 2010
ISBN-13: 978-3404164219
Seiten: 448
Einband: TB
Kosten: 9,99€
Serie: Smoky Barrett
===Zitierter Klappentext===
Ein Flug nach Virginia. Alles wie gewohnt. Die Passagiere fühlen sich wohl. Auch Lisa. Bis sich ihr Nachbar zu ihr herüberlehnt und flüstert: Lisa, ich werde dich jetzt töten. Nach der Landung findet die Besatzung Lisas Leiche. Die FBI-Agentin Smoky Barrett hat lediglich einen Hinweis: ein silbernes Kreuz mit der Zahl 143 im Körper der Toten. Zählt der Mörder seine Opfer? Smoky hat es offenbar mit einem Serienkiller zu tun. Denn im Internet tauchen brutale Videos von Hinrichtungen auf. Die Filme verraten, dass jedes Opfer Sünden begangen hatte, die wie ein Schatten auf seiner Seele lasteten: Mord, Kinderschändung, Vergewaltigung. Mit seinen Taten will der Mörder die Schuld seiner Opfer sühnen. Smoky Barrett steht als Nächste auf seiner Liste. Denn auch sie hat ein finsteres Geheimnis.

===Meine Meinung===
Oftmals wird Cody McFadyen als der neue „Kathy Reichs“ gehandelt. Genau diese Aussage machte mich neugierig, sodass ich mich für meinen ersten Smoky entschieden habe.

In dem dritten Teil der Reihe wird Smoky zu einem mysteriösen Fall gerufen. Eine Frau wurde in einem Flugzeug ermordet. Der einzige Hinweis ist eine Stichwunde und ein silbernes Kreuz worauf ein Totenkopf und die Zahl 143 eingraviert ist. Lisa, das Opfer, war eine Transsexuelle Frau, die durch ihren politisch engagierten Vater ein sehr heikles Opfer darstellt. Auf der Suche nach dem Täter wird Smoky schnell fündig und stößt auf weitere Opfer und auf Video-Clips, die der Täter im Internet postet. Es handelt sich dabei um die letzte Beichte seiner Opfer. Insgesamt gibt es drei Seiten mit jeweils 50 solcher Posts und ein Ende ist nicht in Sicht, außer Smoky schnappt ihn endlich. Sein nächstes angekündigtes Opfer: ein Kind.

Wer Smoky aus den vorherigen Teilen nicht kennt, wird in wenigen informativen Sätzen mit der Protagonistin und ihrem Team vertraut gemacht. Lebendig und bildhaft lernte ich Smoky und ihre traurige Vergangenheit kennen, ohne jedoch das Gefühl zu bekommen, dass es mich als Kenner dieser Serie gelangweilt hätte. Im Gegenteil, es wäre eine kurze Auffrischung gewesen.

Neben den lebendigen und sympathischen Figuren legt der Autor sein Augenmerk auf brisante Details. In dieser Geschichte wurde ich direkt an die Tatorte geführt, konnte die Ermittlungen hautnah erleben und konnte mir meine eigenen Gedanken machen. Nebenbei erfährt der Leser in einem extra Kapitel jeweils die Beichte eines Opfers. Brutal, obszön und detailliert geht der Autor auf den dunklen Fleck in der inzwischen weißen Weste der Opfer ein. Jugendfrei sind diese Beichten nicht. Da geht es zum Beispiel um ein Mädchen, dessen größte Lust das Töten ist. Noch beschränkt sie sich auf Katzen, aber davon hat sie schon massig umgebracht. Eine andere Beichte befasst sich mit der Tatsache, dass diese Frau ihren Bruder in ihrer Jugendzeit zum Sex genötigt hat und für seinen Selbstmord verantwortlich ist. Es sind allesamt Beichten, die die sonst katholischen Frauen nie gebeichtet haben, obwohl sie sonst alles beichten.

Cody McFadyen greift hier mehrere interessante Themen auf. Dabei geht es zum einen um das Thema Beichte und zum anderen befasst er sich mit dem Internet. Beides finde ich sehr gut gewählt. Viele Menschen gehen beichten und wer rechnet schon mit einem Ausgang.

90% des Buches fesselt und sorgt für einen kontinuierlichen Spannungsanstieg, sodass man einem entsprechenden Showdown entgegen fiebert. Allerdings sind manche Untersuchungen eher langweilig. Mich störte nicht mal die eingebaute Liebesgeschichte oder die Hochzeitsplanung. Vielmehr waren es die Telefonate oder Gespräche die geführt wurden. Oftmals war es eine Wiederholung der Erkenntnisse und langweilten mich. Trotzdem wollte ich schon nach dem ersten bekannten Opfer einfach nur wissen, welcher kranke Täter dahinter steckt. Die anfängliche Auflösung empfand ich daher eher schlecht. Es passierte zu abrupt. Doch der Autor enttäuschte mich nicht und legte trotzdem einen grandiosen, super spannenden und logischen Schluss an den Tag.

Nach dem Lesen kann ich den vorhergegangenen Stimmen nur recht geben. Cody McFadyen weiß wie Kathy Reichs zu fesseln. Der Vorteil bei seinen Werken ist, dass der ellenlange Pathologiekurs und die französischen Wörter entfallen. Es lässt sich leichter lesen und wirkt im Ganzen spannender. Aus diesem Grund kann ich dieses Werk jedem empfehlen, der gerne Thriller liest. Egal, ob es der Reihe nach oder querbeet gelesen wird – dieser Band hat mich überzeugt. Auf Grund des Inhaltes kann ich das Buch jedoch eher Leseratten ab 16 Jahren empfehlen.

===Bewertung===
Ein kontinuierlicher Spannungsanstieg und eine interessante Thematik machen dieses Buch aus. Trotz seiner grausamen Sünden ist dieses Werk nicht abschreckend, sondern zeigt, dass jeder Mensch seine dunklen Geheimnisse hat. Trotz rascher Auflösung sorgt der imposante Schluss für vier Sterne.


===Leseprobe===
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