Petra Hammesfahr - Das Geheimnis der Puppe

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Copyright Sarahs Bücherwelt

===Buchdaten===
Autor: Petra Hammesfahr
Titel: Das Geheimnis der Puppe
Verlag: Weltbild
Erschienen: 2004
ISBN-10: 3898971090
Seiten: 223
Einband: HC
Kosten: 1,50€ gebraucht bei Booklooker
Serie: -

===Zitierter Klappentext===
Als Laura zum zweiten Mal schwanger wird, beschließen sie und ihr Mann Tom, aufs Land zu ziehen. Sie lieben ihr neues Zuhause von Anfang an, auch wenn die herrschaftliche Villa inmitten einer Parklandschaft etwas düster wirkt. Aber die Idylle trügt. Immer wieder taucht eine mysteriöse Stoffpuppe auf und weckt unerklärliche Ängste bei Laura, als brächte sie irgendetwas aus ihrer Vergangenheit zum Klingen. Bis die junge Frau der Frage nach dem schrecklichen Geheimnis der Puppe nicht länger ausweichen kann.

===Meine Meinung===
Als ich mir den Klappentext durchgelesen habe, war ich sofort neugierig auf den gesamten Inhalt dieses Buches. Leider ist der Inhalt gar nicht so einfach, wie ihn der Klappentext darstellt. Im Grunde gibt es drei Geschichten, die parallel zueinander erzählt werden.

Da ist die Geschichte von Laura, die von ihrer psychisch kranken Mutter abhaut und sich mit Tom ein eigenes Leben aufbaut. Sie unterstützt ihn bei seinem Werdegang als Schriftsteller, während er dafür den Haushalt schmeißt und sich um ihr erstes Kind kümmert. Als das zweite Kind unterwegs ist, beschließt Laura, dass ihre Wohnung nicht mehr genügend Platz hat und sie hinaus aufs Land ziehen sollten. Das perfekte Haus ist bald gefunden. Es bietet nicht nur genügend Platz für die gesamte Familie, sondern eignet sich noch als Filmkulisse für die Verfilmung von Toms einem Buch. Dazu kommt ein unschlagbarer Preis und die Möglichkeit es vorab für ein Jahr zu mieten. Nur Lauras Mutter ist von der Idee nicht begeistert. Sie hat vor Jahren in diesem Haus als Haushälterin gearbeitet und irgendetwas muss hier vorgefallen sein, denn seit ihrem Auszug und der Geburt von Laura war sie völlig gestört. Trotzdem mieten sie das Haus. Doch schon nach dem Einzug merken sie, dass etwas nicht stimmt. Ständig findet Tom eine grüne Stoffpuppe im Haus oder im weitläufigen Garten. Dazu kommt, dass er immer wieder ein kleines, behindertes Mädchen entdeckt, welches sich sogar nachts in ihr Haus schleicht. Was steckt dahinter?
Zeitgleich wird dem Leser der Inhalt des zu verfilmenden Romans von Tom erzählt. Eine ähnliche Geschichte, wie sie es bald selbst am eigenen Leib erfahren werden.
Die dritte Geschichte wird in kursiver Schrift erzählt. Es handelt sich um das Leben eines Kindes, welches in einer dunklen Kammer eingesperrt wird und nur ab und an Besuch von zwei Frauen bekommt, welche sie wickeln, füttern oder sogar mal mit nach draußen nehmen. Es ist die Geschichte eines Kindes, das auf Grund dieser Bedingungen nicht sprechen und nur holprig laufen kann.

Der Einstieg in diese Geschichte fiel mir am Anfang nicht besonders leicht. Petra Hammesfahr schaffte es nicht, mich wirklich zu packen. Sie führt die Protagonisten ein, aber ich persönlich konnte nur schwer eine Verbindung zu den Emotionen der Figuren aufbauen. Es fehlte eben immer ein gewisses Hintergrundwissen. Ich wusste nicht, in welchem Jahr wir uns befanden und mir persönlich wäre dies gerade am Anfang sehr wichtig gewesen. Schließlich gab es immer wieder diese Handlung über das eingesperrte Kind und Andeutungen über die Zeit als ihre Mutter in dem Haus gearbeitet hat. Diese Zeit im Haus wurde mit einer Jahreszahl versehen. Zwar konnte ich mir denken, dass dies vor Lauras Geburt war und somit über 25 Jahre sicherlich ins Land gegangen sind, aber eine einfache Bestätigung hätte mir von Anfang an besser gefallen. Während ich die anfänglichen Alltagsgeschichten von Laura und Tom eher gähnend langweilig empfand, freute ich mich regelrecht auf die Szenen, wo ich mehr über das Kind erfuhr. Diese waren so gut beschrieben, dass ich mich regelrecht in die Situation hineinversetzen konnte. Die Gefühle des Kindes waren greifbar und müssen einfach jeden Leser berühren. Es ist irgendwie so unglaublich und trotzdem kann man sich vorstellen, dass dies Realität ist. Vernachlässigte Kinder gibt es immer wieder und von versteckten Kindern hat man auch schon gelesen. Warum nicht also auch ein solches Schicksal. Als werdende Mutter habe ich die Situation als noch grausamer empfunden und war oft zu Tränen gerührt.
Durch diese kleinen Momente packte mich die Autorin. Schließlich wollte ich wissen, was aus diesem Kind geworden ist und welche Verbindung die Geschichte zu Lauras Mutter hatte. Leider schafft es die Autorin in diesem Punkt nicht, eine gewisse Grundspannung aufzubauen. Statt die Ängste der Leser zu schüren, baut sie immer wieder die unwichtige Drehbuchumsetzung von Tom ein. Die Autorin möchte damit zeigen, dass manchmal Fiktion und Realität sehr nach beieinanderliegen. Auf der einen Seite ist dies interessant, aber mir persönlich waren die Szenen einfach zu unwichtig und sie wirkten auf mich, als wolle die Autorin ihre Geschichte künstlich in die Länge ziehen. Dazu kommt, dass jeder logisch denkende Leser schnell ahnt, wer das Kind und die Mutter dieses Kindes ist. Der Überraschungseffekt entfällt hier also. Aber obwohl ich wusste, worauf die Geschichte hinausläuft, wollte ich es weiter lesen. Irgendwie war es interessant zu sehen, wie sich alles nachher aufklärt. Mir persönlich ging es richtig ans Herz.
Doch dann wurde ich mit einem völlig überraschenden und unlogischen Schluss konfrontiert. Wer das Buch aufmerksam gelesen hat, wird denken, dass dieser Schluss doch eigentlich ganz logisch ist. Das Kind sieht noch aus wie drei oder vier und ist dabei doch eigentlich Mitte Zwanzig. Auf der anderen Seite kennt man von Medien Beispiele über verkümmerte Kinder, warum sollte dies nicht auch hier der Fall sein. Nach all dieser Tragik werden es sich viele Leser wünschen, dass das Buch so ausgeht, wie es anfänglich scheint. Zwar ist das gewählte Happy End dramatisch und sicherlich nicht schlecht, aber ich persönlich hätte mir nach all dieser Dramatik wirklich etwas realistischeres gewünscht.

Wer erstmal über die ersten 30 Seiten des Buches hinweg ist, wundert sich wie schnell sich die weiteren Seiten anreihen. Anfänglich wird der Stil noch sehr schwer und man denkt, die Seiten nehmen kein Ende. Später wirkt der Text durch die Drehbuchszenen in die Länge gezogen, lässt sich aber trotzdem flüssig lesen. Daher habe ich das Buch an einem Tag durchlesen können. Lediglich die teilweise 80 Seiten langen Kapitel empfand ich als unpassend. Zumindest hätte es hier noch einige Unterkapitel geben können, um einfach gezielter einen Pausenpunkt zu finden.

Auch wenn der Einstieg sehr zäh war, kann ich dieses Buch auf Grund seiner traurigen Thematik wirklich empfehlen. Auch wenn es für einen Psychothriller zu durchsichtig, zu unspannend und die Figuren hätten lebendiger hätten wirken können, sorgt das Hauptthema dafür, dass der Leser doch gefesselt wird.

===Bewertung===
Eine traurige Geschichte, die unvorstellbar klingt, aber durchaus Realität bedeuten kann. Petra Hammesfahr hat diese Thematik gut umgesetzt. Allerdings ist es zu durchsichtig und die Spannung fehlt fast durchgehen. Aus diesem Grund gibt es für dieses Werk nur vier Sterne.

===Leseprobe===
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R. L. Stine Das Verhängnis

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===Buchdaten===
Autor: R. L. Stine
Titel: Das Verhängnis
Untertitel: Stille Wasser sind tief
Verlag: Loewe
Erschienen: 2002
ISBN-13: 978-3785542057
Seiten: 152
Einband: Taschenbuch oder HC
Kosten: 7,50€
Genre: Grusel
Alter: ab 12
Serie: Fear Street

===Eigene Inhaltsangabe===
Endlich Sommerferien. Für Lindsay bedeutet das als Rettungsschimmer in einem cool Ferienclub zu arbeiten. Doch schon bei ihrer Ankunft läuft alles schief. Ihre Karte ist abgelaufen, ein starker Regenguss setzt ein und dann steht sie plötzlich gar nicht auf der Liste. Das ist nur der Anfang eines schlimmen Alptraums, denn nach und nach werden die anderen Rettungsschwimmer umgebracht und eine flüsternde Stimme lockt Lindsay immer zu den Tatorten. Als ihr das alles über den Kopf wächst, will sie ihre Familie anrufen, doch der Alptraum geht hier weiter.

===Meine Meinung===
„Das Verhängnis“ ist ein Werk für Leser ab 12 Jahren und gehört zur Fear Street Reihe. Auch wenn ich eigentlich nicht mehr zur Zielgruppe gehöre, lese ich zwischendurch immer wieder gerne Bücher von R. L. Stine.
In diesem Buch haben gerade die Sommerferien begonnen und Lindsay freut sich auf einen langen Sommer als Rettungsschwimmerin in einer Ferienanlage. Doch dieser Job ist verhext. Erst taucht sie auf der Liste nicht auf, dann geschehen tödliche Unfälle und plötzlich erfährt sie, dass sie eigentlich schon vor zwei Jahren gestorben ist. Lindsay muss nun herausfinden, was um sie herum passiert.

Der Einstieg in diese Geschichte beginnt mit einem Telefonat, welches wirklich verrückt klingt. Da telefoniert doch tatsächlich jemand mit einem Toten. Schon ab diesem Punkt stellt sich die Frage, wer wohl diese verrückte Person später sein wird. Das finde ich gut, schließlich bin ich so gleich in die Geschichte einbezogen und kann mit rätseln, wer der Täter sein wird. Leider geht es danach nicht wie gewohnt weiter. Sonst verwendet R. L. Stine einen Erzählstil, bei dem ich eine Protagonistin ständig begleite und durch ihre Augen das Erlebte erfahre. In diesem Buch ist diese Figur leider nicht fest gewählt. Um es spannender oder verwirrender zu gestalten, wird die Geschichte immer wieder aus neuen Perspektiven weitererzählt. Mal schlüpfe ich somit in die Rolle von Lindsay, dann wiederum bin ich Danny. Auch hier werden leider nicht alle Figuren einbezogen, sondern nur drei oder vier. So bekommt der Leser jedoch immer wieder neue Blickwinkel. Zwar wird bei jedem Kapitel eingangs erwähnt, welche Person nun berichtet, aber trotzdem fand ich es doch recht verwirrend.

Zudem gibt es in diesem Band nicht nur ein Rätsel, welches es zu lösen gilt, sondern zwei Stück. Zum einen muss der Leser herausfinden, wer hinten den Morden steckt. Zum anderen gilt es herauszufinden, warum Lindsay laut Zeitung schon seit zwei Jahren verstorben ist. Dies birgt in meinen Augen viel Spannung, welche jedoch durch die wechselnden Perspektiven etwas verloren geht.

Zwar gibt es regelmäßig neue Kapitel, die für einen neuen Konzentrations-Schub sorgen können, da der Leser das Buch kurz aus der Hand legen kann, aber durch jedes neue Kapitel muss der Leser sich zeitgleich auch wieder in eine neue Figur hineinversetzen. Es ist zwar etwas anderes, aber ich finde es nicht unbedingt besser, als die sonstigen Werke. Der leichte, moderne und bildhafte Stil ist zwar geblieben, aber ich empfand die Menge und den Aufbau einfach zu viel für einen jugendlichen Leser. Normalerweise lese ich die Werke von R. L. Stine meist zwischendurch, um mich von schweren oder dickeren Büchern abzulenken. Bei diesem Buch musste ich jedoch häufig einmal pausieren. Einfach um den Inhalt sacken zu lassen. Sonst wird man nur bezüglich eines Täters mit mehreren Spuren auf Glatteis geführt. Hier ist aber noch der zweite Fall eingebaut und dadurch werden leicht Hinweise zum Täter überlesen. Da ich aber meist gerne rate, wer denn der Bösewicht ist, bevor das Buch das Geheimnis auflöst, war ich zu mehreren Pausen gezwungen.

Es ist definitiv kein schlechter Teil. Es ist mal etwas anderes, was jedoch in meinen Augen nicht zu dieser Reihe passt. Trotzdem kann ich das Buch empfehlen, denn es hebt sich von den üblichen Werken ab. Gerade wer der Meinung ist, dass er schon zu viel übliche Bücher dieses Autors gelesen hat, wird sich über Abwechslung freuen.

===Bewertung===
„Das Verhängnis“ ist ein außergewöhnliches Werk der Fear Street Reihe. Durch den veränderten Aufbau sticht es jedoch negativ hervor, sodass ich dem Buch nur drei Sterne geben kann.

  
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R. L. Stine - Die Falle

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Copyright Sarahs Bücherwelt

===Buchdaten===
Autor: R. L. Stine
Titel: Die Falle
Untertitel: Denn Rache ist süß
Originaltitel: Wrong Number 2
Verlag: Loewe
Erschienen: 2005
ISBN-13: 978-3785553633
Seiten: 160
Einband: TB
Kosten: 7,50€
Genre: Grusel
Serie: Fear Street

===Eigene Inhaltsangabe===
Ein Jahr ist vergangen seit Deena, Jade und Chuck nach einem Telefonstreich Zeugen eines Kettensägen-Mordes wurden. Der Mörder sitzt sicher hinter Gitterstäben, doch können sie sich wirklich sicher sein? Wer belästigt sie mit Drohanrufen, schickt ihnen Drohbriefe und wer will sie mit dem Auto von der Straße abdrängen? Als sie hören, dass der Mörder auf freien Fuß gesetzt wird, wissen sie, dass ihr Leben in Gefahr ist.

===Meine Meinung===
„Die Falle“ ist der Fortsetzungsroman von „Falsch verbunden“. Beide Teile können meines Erachtens jedoch einzeln gelesen werden. Ich persönlich kenne den ersten Teil nicht, wurde aber durch Rückblenden genügend mit den Geschehnissen konfrontiert, sodass ich genau wusste, worum es geht.

Vor einem Jahr tätigte Chuck, Deenas Halbbruder, einen Telefonstreich, der die Zwei und ihre Freundin Jade Zeugen eines Mordes werden ließen. Aus Angst suchten sie die Adresse heraus und fuhren hin, um nach den Rechten zu sehen. Damals wurden sie selber die Gejagten und konnten nur knapp entkommen. Ein Jahr später fängt alles mit ein paar Drohanrufen, Drohbriefen und einer wilden Verfolgungsjagd an. Auch diesmal geraten die Drei in absolute Lebensgefahr, denn nicht nur Faberson ist hinter ihnen her, sondern auch noch eine weitere Person wünscht sich ihren Tod.

Den ersten Teil kannte ich, wie oben erwähnt nicht, trotzdem fand ich mit Leichtigkeit auch in diese Geschichte hinein. Alle wichtigen Punkte, wurden kurz erwähnt, sodass genügend Auffrischung oder Erklärung vorhanden war. Dabei wählte der Autor ein richtiges Maß, um nicht für Leser des ersten Teils zu langweilig zu wirken. Ich lernte zwei völlig verschiedene Protagonisten kennen, die mir zwar nicht unsympathisch, aber auch nicht wirklich sympathisch waren. Woran es diesmal lag, dass mich der Autor für seine Hauptfiguren nicht begeistern konnte, kann ich beim besten Willen nicht sagen. Die Protagonisten wurden zwar farbenfroh und lebendig beschrieben. Trotzdem sprang der Funke einfach nicht über.

Generell schaffte es der Autor nicht, die gewünschte Spannung aufkommen zu lassen. Die Drohanrufe und Briefe wirkten irgendwie eher harmlos und der vorhergegangene Mord mit der Kettensäge wirkte einfach zu horrormäßig und war irgendwie eher lustig. Zwar versucht R. L. Stine immer wieder überraschende Wendungen einzubauen, aber hier sieht man ganz deutlich, wie das Buch enden wird. Es fehlt eben der gewisse Pepp. Irgendwie finde ich die Idee mit der Kettensäge auch nicht altersangemessen. Wenn man bedenkt, dass die Horrorfilme, wie Kettensägen-Massaker ab 16 sind, kann ich nicht verstehen, warum dieses Buch, was auch blutig und brutal ist, ab 12 ist. Der Schluss ist für dieses Alter schon sehr heftig. Zwar werden nur einige Szenen beschrieben und sicherlich gibt es brutalere Bücher, aber manche Kinder könnten davon Alpträume bekommen.

Wie gesagt, ich finde die Idee mit der Kettensäge nicht schlecht. Die Horrorfilme fand ich früher immer lustig und das wird auch im Buch vermittelt. Die Spannung, die man erwartet ist hier also recht flach, trotzdem ist das Ende vielleicht für junge Leser doch etwas zu heftig. Auch wenn es im Grunde gut ausgeht, ist die Szene bis zum Happy End nicht zu vergessen. Daher kann ich es nur bedingt empfehlen. Kettensägen für ein Kinderbuch finde ich schon etwas übertrieben.

===Bewertung===
Da mir persönlich die Spannung fehlte, es sehr vorhersehbar war und ich schon nach der Hälfte den Schluss kannte, bekommt das Buch nur drei Sterne. Fear Street hat hier schon deutlich bessere Werke in seiner Reihe gehabt.
   
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Wolfgang A. Gogolin - Schlafen bei Licht

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Copyright Mohland Verlag


===Buchdaten===
Autor: Wolfgang A. Gogolin
Titel: Schlafen bei Licht
Verlag: Mohland
Erschienen: 01/2011
ISBN-13: 978-3866751453
Seiten: 140
Einband: TB
Kosten: 9,00€
Serie: -

===Genehmigter Klappentext===
Das Leben von Torsten Burmester verlief bisher nicht in perfekten, aber doch sehr geordneten Bahnen. Regelmäßig versieht er als Hamburger Beamter seinen Dienst, hat eine kleine Wohnung und eine auf ihre Karriere bedachte Freundin namens Silke. Unvorhergesehenes ist nicht vorgesehen. Als Torsten einen Unfall hat und im Krankenhaus liegt, beginnt sich sein Leben grundlegend zu ändern. Nachdem ihn Silke verlässt, ist er plötzlich Single und denkt neu über sich nach. Unterstützung in dieser Situation erhält er von seinem Freund Mark, der als vermeintlicher Frauenheld und tatsächlicher Autolackierer viele Dinge so ganz anders betrachtet als Torsten. Aber gerade das hilft ihm, nach dramatischen Zwischenfällen seinen eigenen Weg klarer zu sehen und sich vielleicht einer neuen Liebe zu öffnen..

===Meine Meinung===
Bei dem neuen Roman von Wolfgang A. Gogolin fiel mir sofort das schichte Cover auf. Dir grauen Töne wirkten auf den ersten Blick sehr trist. Auf den zweiten Blick ist es jedoch ein gelungenes Kunstwerk. Die Sonne, die durch die grauen Wolken bricht, in Kombination mit der Landschaft passt gut zu dem Titel.

Als Leser wurde ich sofort ins Leben von Torsten Burmester geworfen. Torsten befand sich im Krankenhaus, nachdem er einen Bus geknutscht hat. Mit diesem Unfall verändert sich das sonst so beschauliche Leben von Torsten. Silke, seine langjährige Freundin, verlässt ihn kurzer Hand bei einem Besuch im Krankenhaus. Seine Mutter, die noch die Hemden für ihren Beamten-Sohn wäscht, freut sich. Sein bester Freund hingegen, weiß nur blöde Ratschläge zu geben. Aber einen Ratschlag beherzigt Torsten, er unterhält sich mit der attraktiven Krankenschwester Anja. Schnell wird klar, dass das die richtige Frau für den neugewordenen Single sein könnte. Aber ganz so einfach ist es nicht und erst muss Torsten einige Hürden meistern, um das Herz von Anja endgültig erobern zu können.

Schon auf der ersten Seite fällt der leichte und moderne Stil, den Wolfgang A. Gogolin auch bei seinen vorherigen Werken verwendet hat, auf. Ich wurde als Leser sofort in die Geschehnisse eingebunden und hatte das Gefühl genau zu wissen, worum es geht. Seinen Protagonisten führt der Autor charmant und detailliert ein, sodass ich ihn genau vor meinen Auge sehen konnte. Den gleichen Detailreichtum verwendet er auch bei den anderen Charakteren. Jeder hat besondere Merkmale und wirkt auf seine Art und Weise sympathisch. Selbst die egoistische Silke wurde liebenswert dargestellt. Irgendwo konnte ich ihr Verhalten schließlich verstehen und bewundern. Trotz der liebenswerten Züge von Torsten, fand ich es doch etwas albern, dass ein erwachsener Mann seine Wäsche noch zu seiner Mutter bringt. Irgendwie passt dies aber zu dem Bild, was viele Leser von einem Beamten haben. Geschniegelt, gutes Geld, etwas altbacken, versucht es allen recht zu machen und Familienmensch durch und durch. Auf der anderen Seite versucht der Autor aber immer wieder den Eindruck zu vermitteln, dass Beamte gar nicht so arbeitsscheu sind, wie man oft denkt. In kleine Einblendungen zeigt Wolfgang A. Gogolin Streitthemen am Telefon oder wie die Arbeit im Büro abläuft. Trotzdem schafft es der Autor nicht, mir als Leser dieses typische Bild eines Beamten gänzlich zu nehmen.
Das Beamtentum ist allerdings nur ein netter Nebeneffekt in dieser Geschichte. Hauptsächlich geht es um das Thema Liebe. Er zeigt, wie selbstverständlich manche Männer ihre Partner nehmen und dann, wenn es zu spät ist merken, dass sie gar keine andere Frau wollen. Der Autor deckt auf, wie Männer teilweise über Frauen denken und das kann sogar sehr amüsant sein. Im Grund geht es jedoch darum, dass sich jeder einen richtigen Partner wünscht. Dabei deckt er Fehler auf, die zu einer Trennung, zu unterschiedlichen Lebenswegen oder zu Missverständnissen führen. Ich finde die Umsetzung innerhalb dieser Geschichte sehr gut gelungen.
Es ist alles sehr leicht verständlich. Die Sätze sind bildhaft, werden dessen ungeachtet nicht künstlich in die Länge gezogen. Wolfgang A. Gogolin achtet auf die relevanten Details. Dadurch lässt sich die Geschichte flüssig lesen. Im Grunde ist es keine schwere Kost, trotzdem regt sie zum Nachdenken an. Er beleuchtet das Thema „Beziehungen“ einmal von einer ganz neuen, interessanten Seite.
Besonders gut fand ich die Auflösung des Titels. „Schlafen bei Licht“ ist ein Interesse weckender Titel. Allerdings habe ich mich stets gefragt, in welcher Verbindung er mit der Geschichte steht. Schnell wird klar, dass der Protagonist nur schlafen kann, wenn das Licht angelassen wurde. Die Auflösung warum dies der Fall ist, fand ich traurig, aber gelungen.

Der Schluss der Geschichte war vorhersehbar. Er ist nicht schlecht und lässt viele Frauen hoffen. Auf der anderen Seite lässt dieses Ende auch Raum für eine Fortsetzung. Schließlich möchte man als Leser wissen, ob dies Beziehung unter den gegebenen Voraussetzungen funktionieren kann.

Mir persönlich hat die Geschichte sehr gut gefallen. Sie ist leicht zu lesen, regt aber auch zum Nachdenken an. Sie ist in sich abgeschlossen, lässt aber gleichzeitig Raum für einen Nachfolger. Bei diesem leichten und lockeren Stil, kann man nur hoffen, dass dies passiert. Da ich selbst in Hamburg geboren wurde, war es schön sämtliche Schauplätze im Buch wiedererkennen zu können. Egal ob den kleinen Supermarkt oder ein Restaurant, die Geschichte spielt mitten im Herzen von Hamburg. Nicht nur dieser Aspekt, sondern auch die Wahl der Protagonisten und des Themas machen das Buch authentisch. Aus diesem Grund kann ich die Lektüre empfehlen. Es ist nicht zu lang, nicht zu kurz und einmal angefangen, fesselt es, bis man die letzte Seite gelesen hat. Dafür sorgen die vielen Wendungen und neuen Einflüsse.
Lediglich einen negativen Punkt konnte ich bei diesem Werk feststellen. Sonst kenne ich nur Kurzgeschichten des Autors. Dort gab es logischerweise immer wieder Möglichkeiten zum Pausieren in Form von einer neuen Geschichte. Ich hatte schon damals gesagt, ich möchte unbedingt einmal eine längere Geschichte in Form eines Romanes lesen, einfach um die gesamte Bandbreite seines Könnens einmal lesen zu können. Von dem Punkt hat es sich gelohnt. Allerdings gibt es keine Kapitel. Muss man einmal pausieren, fällt es schwer einen Absatz zu finden, der sich dafür eignet. Immer wieder passiert etwas Neues und man möchte gar nicht aufhören. Das ist im Grunde positiv, aber wer nicht an einem Stück lesen kann, wird dies negativ finden.

===Bewertung===
Authentisch, lebendig und mitten im Herzen von Hamburg. Lustig, traurig, liebenswert und nachdenklich – so würde ich „Schlafen bei Licht“ beschreiben. Für mich ist dieses Werk fünf Sterne wert.

===Leseprobe===

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Joseph Zoderer - Die Farben der Grausamkeit

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Copyright Haymon Verlag



===Buchdaten===
Autor: Joseph Zoderer
Titel: Die Farben der Grausamkeit
Verlag: Haymon Verlag
Erschienen: 02.2011
ISBN-13: 9783852186849
Seiten: 336
Einband: HC
Kosten: 19,90Euro
Serie: -


===Klappentext===
Richard will sich von der Liebe seines Lebens befreien, von der Obsession einer Leidenschaft, die ihn immer noch an Ursula fesselt, seine einstige Geliebte, die ihn verlassen hat. Um sein Familienglück zu retten, kauft er ein Bauernhaus am Berg. Die Umgestaltung des neuen Heimes soll ihn ablenken, erlösen von der Sehnsucht nach Ursula, soll ihn zurückführen zu seiner Frau Selma, die er immer noch liebt, und zu ihren beiden Söhnen.
Richard pendelt zwischen zwei Welten, zwischen Idyll und schmerzender Erinnerung, zwischen der Einsamkeit des Bergdorfs und der Betriebsamkeit der Stadt. Doch dann macht er einen Karrieresprung und wird als Auslandskorrespondent ins Berlin des Jahres 1989 geschickt. Inmitten der weltpolitischen Umwälzungen begegnet er dort ein zweites Mal Ursula und muss sich entscheiden ...
Mit atmosphärischer Dichte und poetischer Klarheit erzählt Joseph Zoderer in seinem neuen Roman eine Geschichte von den Möglichkeiten der Liebe und den Wunden, die sie schlägt, von der Sehnsucht, mehr als ein Leben zu haben, und vom Weg eines Mannes zu sich selbst.

===Meine Meinung===
Richard ist verheiratet, Vater zweier Söhne und stolzer Besitzer eines Bauernhauses in einer atemberaubenden Bergkulisse. Doch diese idyllische Kulisse wird von quälenden Schmerzen getrübt. Schmerzen, die den Namen Ursula tragen. Viele traumhafte Stunden liegen hinter ihm und Ursula bis ihn seine Geliebte verlässt. Das Bauernhaus soll ihn ablenken und ihn zu seiner Familie zurückführen. Schließlich liebt er auch seine Frau. Als ihn seine Tätigkeit als Auslandskorrespondent ins geteilte Berlin 1989 führt, trifft er erneut auf Ursula.

Genau diese Situation spiegelt sich im Cover wieder. Ein Sandstrand mit einer Fußspur und Beinen, die den unberührten Sand mit Spuren versorgen. Für mich stellt dies perfekt die Gefühlswelt von Richard dar. Genauso passend ist der Titel. Grausam ist die Situation und sie wird von den unterschiedlichsten Seiten beleuchtet. Zum einen ist die Grausamkeit, wie der Mann leiden muss. Zum anderen ist die Grausamkeit, wie er die Frauen dabei behandelt.

Die Thematik ist sehr interessant. Bücher aus der Sichtweise von betrogenen Partnern gibt es genüge. Joseph Zoderer hat sich mit der anderen Seite, einer solche Affäre beschäftigt. Gefühlvoll, poetisch und trotzdem lebendig wurde ich in die Welt von Richard geführt. Glaubwürdig, authentisch und bildhaft beginnt er seine Geschichte zu erzählen. Zwischen der Liebe zu seiner Familie und der Trauer durch den Verlust seiner Geliebten, versucht er den Weg zurück zu sich selbst und der Familie zu finden. Immer wieder tauchen neue Fragen auf. Wer ist Ursula, wie lange kennt er sie schon, wie konnte es dazu kommen? Mit diesen Fragen befasst sich Joseph Zoderer in immer neuen Rückblenden. Ich durfte als Leser von kleinen Abenteuern, Reisen oder Besuchen im Restaurant ein Bild vom gesamten Umfang machen. Zwar musste ich mir jedes neue Teil, wie ein Puzzle in die richtige Reihenfolge setzen, aber nach und nach wurde die gesamte Dramatik deutlich.
Trotz des Vertrauensbruch sind gewisse Sympathien für den Protagonisten vorhanden. Schließlich gelingt es dem Autor die Emotionen so authentisch zu vermitteln, als wäre ich selbst in dieser Situation.
Der Autor verwendet einen kurzen, knackigen  Stil, der auf eine direkte wörtliche Rede verzichtet. Seine Wortwahl ist leicht, aber jedes Wort trifft genau ins Herz und hallt poetisch nach. Es ist dadurch  leicht zu lesen, aber die Worte hinterlassen eine Menge zum Nachdenken.
Das Besondere an dieser Geschichte ist der Schauplatz vor dem geteilten Berlin 1989. So wie Deutschland damals noch in zwei Länder geteilt war, so ist auch die Situation von Richard. Zwei Frauen, ein Mann und eine Vereinigung. Seine Rückkehr zu seiner Ehefrau, erinnerte mich während des Lesens immer wieder an die Wiedervereinigung von Deutschland.

Am Anfang ist die Umsetzung gewöhnungsbedürftig. Die Sprünge und der poetische Stil sind nicht alltäglich. Dies macht das Buch jedoch zu etwas Besonderem. Während des Lesens wurde ich so in die Handlung einbezogen, dass ich gar nicht merkte, wie schnell ich zum Schluss der Lektüre kam. Dieser Schluss zeigt das ganze Können von Joseph Zoderer. Logisch, alle restlichen Fragen klärend und es wird jeden Leser bewegen. Es ist ein schönes, aber irgendwie auch trauriges Ende. In meinen Augen ein krönender  Abschluss für dieses  Buch.

Joseph Zoderer achtet bei seiner Geschichte darauf, dass der Leser genügend Pausen hat, um den Inhalt verdauen zu können. Schließlich ist der eigentliche Betrug seiner Frau gegenüber schon schockierend. Dies darf man gegenüber der Trauer nie gänzlich vergessen. Daher empfinde ich es als ein gelungener Aufbau, dass der Autor sein Werk in viele einzelne Kapitel unterteilt. Dadurch kann man ideal pausieren und noch darüber nachdenken.

Wer auf der Suche nach einem Buch ist, welches das Herz berührt und dabei keine triviale Kost lesen möchte, der wird mit " Die Farben der Grausamkeit" genau richtig liegen.

===Bewertung===
Ein Buch, welches mitten ins Herz geht und zum Nachdenken anregt, obwohl es trotzdem traurig und schockierend ist. "Die Farben der Grausamkeit" ist poetisch, fesselnd und setzt sich im Gedächtnis fest. Für mich fünf Sterne.

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R. L. Stine - Im Visier

3
Copyright Sarahs Bücherwelt

===Buchdaten===
Autor: R. L. Stine
Titel: Im Visier
Untertitel: Sieh dich nicht um!
Originaltitel: College Weekend
Verlag: Loewe
Erschienen: 2005
ISBN-13: 978-3785555644
Alter: 12
Seiten: 144
Einband: TB
Kosten: 7,50€
Genre: Grusel
Serie: Fear Street

===Eigene Inhaltsangabe===
Seit Tinas Freund auf dem College ist, hat sie nur mit ihm telefoniert. Dieses Wochenende ist es endlich soweit. Sie fährt mit ihrer Cousine Holly zu ihm hin. Doch schon am Bahnhof muss sie feststellen, dass er nicht da ist. Stattdessen holt sie sein Zimmerkollege Chris ab. Angeblich sei ihr Freund noch in den Bergen und komme erst in der Nacht wieder, richtet er ihr aus. Um die Zeit zu überbrücken geht sie mit Chris mit auf Party, lässt sich die Stadt zeigen und erwidert sogar seinen Kuss. Schließlich ist ihr Freund am schönsten Wochenende nicht erschienen und Christ ist total lieb. Als Holly plötzlich verschwindet hilft er ihr sogar stundenlang beim Suchen. Doch irgendwas ist faul und das muss Tina schnell merken.

===Meine Meinung===
Eigentlich gehöre ich nicht zur Zielgruppe der 12-16jährigen. Trotzdem lese ich immer wieder gerne die Bücher aus der Feder von R. L. Stine.

In dem Titel „Im Visier“ begleite ich als Leser die verliebte Tina zu ihrem Freund. Er ist inzwischen am College und studiert Geologie. Sie haben sich seit Monaten nicht gesehen und freuen sich richtig aufeinander. Als statt ihrem Freund jedoch sein Mitbewohner erscheint, ist Tina mehr als enttäuscht. Warum ist ihr Freund genau an diesem Wochenende zum Zelten gefahren, wenn er wusste, dass sie kommt. Wütend und verärgert fährt sie mit ihrer Cousine Holly mit Chris mit und muss feststellen, dass Chris sogar nicht nur nett ist und gut aussieht, sondern sein Onkel auch noch ein berühmter Modefotograf ist. Wenn man dann noch bedenkt, dass Tinas Traumberuf Model ist, kann man sich schon denken, dass sie sich nicht zweimal bitten lässt, von Chris zu fotografieren. Dabei kommen sie sich immer näher, wenn da nicht ihr Freund und ihre verschwundene Cousine wären, die von einer Party einfach nicht wiederkommt. Es dauert etwas, bis sie merkt, dass etwas nicht stimmt. Doch da ist es fast zu spät.

Eigentlich ist die Geschichte sehr vorhersehbar. Liest man den Klappentext durch, ahnt man schon worauf die Geschichte hinläuft. Dementsprechend war ich sehr erstaunt, als sie plötzlich einen Freund hatte. Schließlich ging ich davon aus, dass es nur einen aufdringlichen Verehrer gibt. Das mit ihm etwas nicht stimmt, wird jeder Leser dieser Reihe gleich zu Beginn ahnen. Komische Dinge passieren und jemand wird als netter Kumpel bezeichnet, da kann schon etwas nicht stimmen. Trotzdem versucht R. L. Stine den Leser immer wieder mit neuen Wendungen in eine Falle zu locken. Leider ist dies bei dieser Geschichte trotzdem immer etwas vorhersehbar. Erst zum Schluss hin passiert eine kleine, dafür schockierende Überraschung, mit der ich persönlich nicht gerechnet hatte und die das Buch sogar etwas traurig erscheinen lässt. Leider ist dem Autor in diesem Teil der Schluss in meinen Augen überhaupt nicht gelungen. R. L. Stine versucht die Geschichte auf eine logische Art und Weise aufzuklären. Auf der einen Seite gelingt es ihm, da ich im groben und Ganzen nun die einzelnen Puzzle-Teile zusammensetzen konnte. Auf der anderen Seite wird eine Frage jedoch offen gelassen. Für mich ist es eine Frage, die für einen grandiosen Schluss notwendig gewesen wäre. Was ist damals eigentlich wirklich passiert? Diese Frage wird nur blass und angedeutet beantwortet.
Wenn man bedenkt, dass R. L. Stine sonst sehr viel Wert auf eine bildhafte und authentische Geschichte legt, passt dieser Schluss einfach nicht in sein Konzept. Die Protagonisten wurden liebevoll und charakterstark eingeführt. Jeder hat seine eigenen Züge und wirkt total lebendig. Schauplätze, Situationen, Emotionen wurden genauso authentisch vermittelt. Daher konnte ich nicht verstehen, warum diese Frage nicht auch beantwortet wurde. Diese eine blasse Stelle vermiest die gesamte Stimmung im Buch. Während des gesamten Buches wird immer wieder Spannung aufgebaut, auch wenn es vorhersehbar ist, gelingt es dem Autor trotzdem.
Das Thema, welches der Autor in diesem Buch anspricht, finde ich sehr wichtig. Es zeigt, dass man niemanden, den man nicht kennt vertrauen sollte und wenn man etwas komisch findet, auf seine innere Stimme hören sollte. Gerade für jüngere Leser ist dies in Zeiten des Internets sehr wichtig. Auch wenn die Umsetzung das Internet nicht beinhaltet, kann dies auch darauf angewendet werden.
Vom Alter her denke ich, dass 12 Jahre angemessen ist. Jüngeren Kindern kann ich das Buch nicht empfehlen. Der Stil ist zwar bildhaft und einfach, sodass es keine schweren oder fremden Wörter gibt und die Sätze ebenfalls nicht verschachtelt sind. Allerdings ist der Schluss nicht unbedingt harmlos und könnte jüngeren Lesern Angst machen. Ansonsten finde ich diese Geschichte bis auf den Schluss sehr gelungen. Daher kann ich es empfehlen.


===Bewertung===
Während das gesamte Buch authentisch und logisch ist, wird der Schluss nicht komplett und in meinen Augen sehr blass aufgelöst. Spannend ist das Ende, aber ich hätte mehr erwartet. Daher bekommt dieser Teil lediglich 4 Sterne.
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R. L. Stine - Mordnacht

9
Copyright Sarahs Bücherwelt


===Buchdaten===
Autor: R. L. Stine
Titel: Fear Street – Mordnacht
Untertitel: Dein Alptraum wird wahr
Originaltitel: Bad Dreams
Verlag: Loewe
Erschienen: 2007
ISBN-13: 978-3785559178
Seiten: 152
Einband: HC
Kosten: 7,50€
Genre: Gruselbuch
Serie: Fear Street

===Eigene Inhaltsangabe===
Nach dem Tod ihres Vaters zieht Maggie mit ihrer Schwester Andrea und ihrer Mutter in ein neues Haus in der Fear Street. Das Haus ist völlig heruntergekommen. Lediglich das Himmelbett, welches als einziges Möbelstück zurückgelassen wurde, sieht wie neu aus. Maggie ist begeistert und behält das Bett. Doch schon in der ersten Nacht suchen sie böse Alpträume heim. Ein Mädchen wurde in ihrem Traum ermordet. Als dann zwei Freundinnen aus ihrem Schwimmteam schwer verletzt werden, bekommt Maggie es mit der Angst zu tun. Wird dieser Alptraum Wirklichkeit und wer ist das ermordete Mädchen in ihrem Traum? Nach und nach setzt sich das tödliche Puzzle zusammen.

===Meine Meinung===
Auch wenn ich eigentlich nicht mehr zur Zielgruppe, 12-16 Jahre gehöre, lese ich noch immer gerne Bücher des Autors. Sie sind zwar immer alle ähnlich, da man bis zum Ende auf eine falsche Spur gelenkt wird, um dann ein überraschendes Ende zu nehmen, aber wenn man diesen Trick durchschaut hat, achtet man mehr auf den Inhalt und kennt das Ende schon vorab. Trotzdem hat mich das nie groß gestört.

In „Mordnacht“ geht es um zwei Schwestern, die nach dem Tod ihres Vaters mit der Mutter in ein günstigeres Haus ziehen müssen. Dort finden sie ein altes Himmelbett, welches Maggie gleich für sich beansprucht. Leider sorgt dieses Bett für schlimme Alpträume. Ein unbekanntes Mädchen wird bedroht und später sogar umgebracht. Anfangs hält jeder diese Träume für lächerlich. Jedoch passieren immer wieder neue unheimliche Unfälle, bei denen Maggie verdächtigt wird. Trotzdem glaubt ihr keiner, bis es schon fast zu spät ist.

Der Anfang wirkt bei dieser Geschichte etwas langgezogen. Durch den Klappentext wusste ich schließlich, was mich bei dieser Geschichte erwarten würde. Zwar lernte ich am Anfang alle Charaktere kennen, wurde aber nicht gefesselt, da ich ja schon wusste, wie es weitergehen würde. Diese Schwelle wird jedoch bald überschritten und danach konnte ich das Werk kaum noch aus der Hand legen. Als Leser packte mich R. L. Stine mit dieser Geschichte richtig. Ständig grübelte ich mit, wer denn nun für alles verantwortlich ist und ließ mich mehrfach auf eine falsche Fährte locken. Schon am Anfang versucht der Autor dem Leser Maggie als sympathisches Mädchen vorzustellen. Die Protagonistin lässt sich leicht im Kopfkino vorstellen. Dafür sorgt ein detaillierter Stil. Auch die anderen Figuren werden bildhaft eingeführt. Wer jedoch den Autor kennt, weiß, dass die offensichtliche Fährte nicht immer richtig sein kann. Daher suchte ich während des Lesens immer nach Alternativen. Auch wenn die Schwester genügend Motive bekam, konnte und wollte ich es nicht glauben. Dadurch schafft es R. L. Stine gekonnt Spannung aufzubauen und diese auch bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Immer wieder lässt er kleine Wendungen oder neue, kleine Höhepunkte einfließen, damit die Spannung nicht schwächer wird.

Dabei setzt der Autor auf einen authentischen Stil. Die Charaktere, die Emotionen, Situationen und selbst die Details sind authentisch, anschaulich und geben dem Buch ein komplett abgerundetes Gesamtbild. Alles ist bis aufs kleinste Detail aufeinander abgestimmt. Am Schluss bleiben keine Fragen offen, es wird an keiner Stelle langweilig, langatmig oder zu detailliert. Die Beschreibungen und Ideen sind bis ins Letzte ausgeklügelt.

Auch wenn ich den Autor kenne, hat er es mit „Mordnacht“ wieder einmal geschafft, mich mit seinem Schluss zu überraschen. Selbst meine wildesten Theorien waren völlig falsch. Daran sieht man, dass der Autor selbst seine treuen Fans immer wieder aufs Neue überraschen und fesseln kann.

Vom Alter her denke ich, dass die Empfehlung von 12 Jahren gut gewählt ist. Zwar ist die Wortwahl sehr einfach, die Sätze sehr kurz und die Kapitel ermöglichen viele Pausen, sodass auch jüngere Leser diesbezüglich folgen können, aber der Inhalt könnte bei jüngeren Lesern zu Alpträumen führen.

Empfehlen kann ich dieses Buch wie immer jeden. Auch wenn ich älter bin, konnte ich dieses Buch nicht aus der Hand legen. Leicht, modern und sehr spannend.

===Bewertung===
„Mordnacht“ ist ein Buch, welches den Leser packt und aufs Glatteis führt. Wer denkt, er kennt den Schluss, wird hier überrascht werden. Langweile kommt bei diesem Werk von R. L. Stine nicht auf. Daher fünf Sterne.
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Sean A. Moore - Conan der Jäger Band 48

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Copyright Sarahs Bücherwelt


===Buchdaten===
Autor: Sean A. Moore
Titel: Conan der Jäger Band 48
Verlag: Heyne
Erschienen: 1997
ISBN-13: 978-3453119482 
Seiten: 316
Einband: TB
Kosten: gebraucht ab 1,00€
Genre: Fantasy
Serie: Conan-Zyklus

===Zitierter Klappentext===
Viele Jahrtausende vor unserer Zeitrechnung bildeten Europa, Asien und Afrika eine zusammenhängende Landmasse: den hyborischen Kontinent. Es ist die Zeit von CONAN, dem Abenteurer aus dem nördlichen Grenzland Cimmerien, der diese geheimnisvolle Welt durchstreift.
Das Halsband, das Conan bei einem Hehler erwarb, sollte seine Geliebte Yvanna erfreuen. Doch keiner ahnte, welch ein Fluch auf dem Schmuckstück lag. Es gehörte der einzigen Tochter des Königs von Brythunia - und die wurde nur wenige Tage zuvor grausam ermordet. Nun heften sich die Häscher an Conans Spuren, und will er nicht der Axt des Henkers zum Opfer fallen, muß er den wahren Mörder überführen.
Der mächtige Cimmerier verfügt über enorme Körperkräfte, die Instinkte eines Raubtiers und viel Glück. Aber diesmal erfleht selbst er den Beistand der Götter, um Kopf und Kragen zu retten.

===Meine Meinung===
Conan der Barbar dürfte jeden ein Begriff sein. Auch ich habe dieses Film damals mehrfach gesehen. Es ist ein netter Film gewesen. Mehr konnte ich mich allerdings für diese Serie nicht abgewinnen. Dementsprechend war ich erstaunt, dass es von Conan weit über 48 Bücher gibt. Für mich ist der vorliegende Teil der Erste, den ich von diesem Zyklus gelesen habe.
Der Einstieg ist nicht unbedingt schwer. Conan wird mir in diesem Teil als Spieler dargestellt, der sich von seinem Gewinn eine Kette kaufen möchte, die er seiner Geliebten zum Abschied schenken möchte. Leider gehört diese Kette einer ermordeten Prinzessin und nun steht er unter Mordverdacht. Ein harter Kampf steht ihm bevor bis er seine Unschuld beweisen kann.

Wer Conan und sein Schwert nicht kennt, wird ihn schon nach wenigen Seiten kennen. Dementsprechend kann dieser Titel auch eigenständig gelesen werden, ohne das die Vorgänger bekannt sind.Trotzdem fand ich es nicht unbedingt leicht von dem Protagonisten ein Bild vor meinem inneren Auge zu sehen. Zwar gab es eine Beschreibung dieser Figur, aber ich fand, sie hätte bildhafter sein können.
Während dieser Beschreibung und der Phase des Kennenlernens begann auch schon der erste Schwerkampf. Blutig, brutal und detailliert beschreibt der Autor jede einzelne Kampfszene. Teilweise hat sich mir sogar der Magen umgedreht, weil es einfach zu detailliert war. Wenn man die Beschreibungen zum Beispiel für einen Bruch liest, dann laufen mir persönlich Schauer über den Rücken.

Von Anfang an versucht der Autor in diesem Zyklus-Teil Spannung aufzubauen. Wer sich für die üblichen Schwerkämpfe begeistern kann, wird diesen sicherlich viel Spannung abgewinnen. In Filmen ist dies auch bei mir der Fall. Allerdings sind die Details hier so umfangreich, dass durch die vielen Sätze, die Kampfszenen zwar bildhaft beschrieben werden, aber langatmig wirken. Für mich kam dadurch wenig Spannung auf.

Schon nach 100 Seiten wusste ich als Leser, wie das Ende des Buches aussehen würde. Dies ist nicht unbedingt schlimm. Wenn jedoch zeitgleich kaum Spannung aufkommt und der Inhalt nicht unbedingt interessant ist, macht das Lesen keinen großen Spaß. Ich habe das Buch alleine aus dem Grund zu Ende gelesen, weil ich es für die Buch-Challenge benötigt habe und ich die Hoffnung hatte, dass es mich am Ende doch überzeugen kann. Conan, Xenia und andere solche Charaktere sind im Fernsehen schön anzusehen, allerdings können mich solche Werke als Roman nicht überzeugen. Daher kann ich es auch nicht empfehlen.

===Bewertung===
Ich empfand dieses Werk langgezogen, wenig spannend und recht brutal. Dafür bekommt dieses Buch lediglich einen Stern.
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Jim C. Hines - Die fiese Meerjungfrau

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Copyright Sarahs Bücherwelt


===Buchdaten===
Autor: Jim C. Hines
Titel: Die fiese Meerjungfrau
Originaltitel: The Mermaid's Madness
Alter: ab 12
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: 2011
ISBN-13: 978-3404206339
Seiten: 480
Einband: TB
Kosten: 8,99€
Genre: Fantas
Serie: Todesengel

===Vorgänger Teil - Klappentext===
Die Märchenwelt: Ein sonniges Land mit blauen Bächen, wo weiße Häschen über grüne Wiesen hoppeln. Oft enden solche Geschichten mit: "Und sie lebten glücklich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage ..." Wissen Sie was? Das ist alles gelogen! Danielle Whiteshore (alias Aschenputtel) lebt nicht in einer solchen Welt. Ihre Stiefschwester beherrscht plötzlich machtvolle Magie und entführt Danielles Gatten, Prinz Armand. Nun braucht Danielle die Hilfe des königlichen Geheimdienstes: Talia (alias Dornröschen), ihres Zeichens Meisterin des Kampfes, und Schnee (alias Schneewittchen), eine Expertin in Spiegelmagie und Extrem-Flirten. Gemeinsam machen sie sich auf die Jagd. Drei engelsgleiche Gestalten, die alles kurz und klein hauen ...

===Klappentext===
Wer kennt sie nicht, die Geschichte von der Meerjungfrau? Sie verliebte sich in einen Menschenprinzen und wollte um jeden Preis mit ihm zusammensein. Sie opferte ihre Stimme, verließ das Meer und wurde ein Mensch. Doch der Prinz verliebte sich in eine andere. Der Geschichte zufolge gab die Meerjungfrau ihr Leben hin, damit der Prinz glücklich werden konnte. Doch diese Geschichte stimmt nicht.Die drei Prinzessinnen Danielle, Talia und Schnee kennen die ungeschminkte Wahrheit. Sie waren dabei, und ihre Geschichte erzählt nicht von unerwiderter Liebe und nobler Selbstaufgabe. Sie handelt von Wahnsinn, Grausamkeit und Magie

===Meine Meinung===
Die moderne Fassung „Die kleine Meerjungfrau“ entführt den Leser in die Welt Lorindar. Er setzt an den ersten Teil „Drei Engel für Armand“ an.
Danielle, besser bekannt als Aschenputtel; Schnee, besser bekannt als Schneewittchen und Talia, besser bekannt als Dornröschen müssen gegen die Meerjungfrau Lirea antreten. Die Undine sinnt nach Rache. Ihre große Liebe hat sie ausgenutzt, dabei hätte sie für ihn alles aufgegeben. In ihrem Wahnsinn bringt sie ihren Vater und ihre Schwester um. Lediglich eine Schwester kann flüchten. Genau diese Schwester sucht Lirea nun, um sie auch zu töten. Dabei geht sie über Leichen und verletzt die Königin Beatrice schwer. Nun müssen die drei Engel alles daran setzen, um Beatrice zu retten.

„Die fiese Meerjungfrau“ ist der zweite Band der Todesengel-Reihe und stammt aus der Feder von Jim C. Hines. Ich persönlich hatte den ersten Teil leider nicht gelesen und musste mich während des gesamten Buches immer wieder mit Situationen aus dem ersten Teil auseinandersetzen. Zwar wird vieles erklärt, aber ich merkte schnell, dass immer das gewisse Grundwissen fehlt. Die Personen werden liebevoll eingeführt, aber trotz der Rückblenden zum ersten Teil, wurde ich nie wirklich 100% warm mit den Protagonisten. Viele Handlungsweisen setzen den ersten Teil voraus.

Hat man sich mit dieser Tatsache auseinandergesetzt, richtet sich das Augenmerk mehr auf die Handlung. Statt die Geschichte mit dem Kennenlernen des Prinzen zu beginnen, fängt die Geschichte sozusagen in der Mitte. Nach und nach durfte ich als Leser die wahre Geschichte der kleinen Meerjungfrau erfahren. Die Grundidee, die Meerjungfrau, einmal böse erscheinen zu lassen, auf das Happy End zu verzichten und dabei sogar ein grausames Ende zu finden, fand ich interessant und gut gewählt. Leider nützt eine gute Idee keinem Autoren, wenn ihm die Umsetzung nicht gelingt.
Die Problematik mit den Figuren ist kein Fehler des Autors. Schließlich ist es die Fortsetzung und in der Regel lesen Leser die Bücher vom ersten Band an. Er hat sich große Mühe gegeben, die komplexen Figuren auch Quereinsteigern näher zu bringen. Bei dem Umfang der Figuren wirklich unmöglich. Der Fehler von Jim Hines beginnt mit der Blässe der Geschichte. Er versucht an vielen Stellen Spannung aufzubauen, schafft es aber nicht diese zu vermitteln. Zum Beispiel wird ein Kampf zu detailliert beschrieben und mit unwichtigen Passagen verlängert. In meinen Augen geht dadurch die Spannung verloren. Dazu kommt, dass die anderen Figuren im Vergleich zu den drei Hauptfiguren, blass erscheinen. Schnee, Daniella und Tali konnte ich mir bildhaft vorstellen. Da merkt man, dass der Autor diese Figuren schon kennt, sie in sein Herz geschlossen hat und sie kennt. Die neuen Charaktere müssen erst definiert werden und das ist ihm nicht so gut gelungen. Als wenn er einfach nur schnell die Idee umsetzen wollte. Die Meerjungfrau mit ihren zwei Schwänzen kann ich nicht vor Augen sehen.
Der Stil selbst ist gut gewählt. Detailliert, einfach und modern. Es lässt sich leicht lesen. Jim Hines verwendet keine verschachtelten Sätze, achtet auf kurze und knackige Beschreibungen. Für Kinder ab 12 Jahren ist es genau die richtige Wahl. Leider spiegelt sich dieses Alter nicht im Aufbau wieder. Kinder lesen zwar gerne, brauchen jedoch regelmäßig eine Pause. Daher finde ich es bei Kinderbüchern wichtig, dass genügend Kapitel vorhanden sind. Hier muss der Leser oftmals 30-40 Seiten lesen, bevor ein Kapitel endet. Selbst mir als Erwachsenen ist dies oft zu viel gewesen.

Ich habe mir persönlich mehr von diesem Buch erhofft. Die eigentliche Geschichte, um die Meerjungfrau, die sich unglücklich in einen menschlichen Prinzen verliebt, wird zwar als Aufhänger verwendet, aber sie kommt in meinen Augen viel zu kurz. Zudem fehlt mir die Spannung. Nach rund 200 Seiten füllte ich mich gar nicht gefesselt. Wie dieses Buch ausgeht, war vorhersehbar und der mittlere Teil war irgendwie langatmig. Es ist nett, mal etwas anderes, aber mich hat es nicht überzeugt. Der gewisse Kick fehlte mir gänzlich, trotzdem kann ich es empfehlen, da ich es leicht zu lesen fand und wer den ersten Teil kennt, sicherlich mehr Freude daran haben wird.


===Bewertung===
Nette Idee, aber blasse und vorhersehbare Umsetzung. Wer den ersten Teil nicht kennt, fühlt sich aufgeschmissen und hilflos. Mehr als drei Sterne bekommt diese Umsetzung von mir nicht.

Pro: Idee, Wortwahl
Contra: kaum spannend, erster Teil muss bekannt sein, vorhersehbar

Danke fürs Lesen und Bewerten. Freu mich über Lob / Kritik, also her mit Kommentaren.


Eure Sarah

Wer jetzt noch mag, findet hier eine Leseprobe.


===Leseprobe===
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Elisabeth Meru - Scherbengesicht

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Meine Ausgabe von Scherbengesicht 


===Buchdaten===
Autor: Elisabeth Meru
Titel: Scherbengesicht
Untertitel: Mein Weg aus der Prostituion
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: 04/2002
ISBN-13: 978-3404612420
Seiten: 159
Einband: TB
Kosten: gebraucht ab 0,01€ bei Amazon
Genre: Schicksal
Serie: -

===Eigene Inhaltsangabe===
Elisabeth ist nicht unbedingt das, was man als Vorzeige-Kind bezeichnen würde. Ihr Elternhaus ist zerrüttet und das spiegelt sich in ihren schulischen Leistungen wieder. Zudem ist sie mit ihren roten Haaren, den Sommersprossen, der Brille und der blassen Haut eher eine Außenseiterin, die sich nach Liebe sehnt. Immer gerät sie an die falschen Männer, die nur ihren Körper wollen. Bis zu dem Tag an dem sie den schwarzen Hansi kennenlernt. Sie verliebt sich unsterblich und fängt ihm zu liebe, für ein gemeinsames Leben an, ihren Körper zu verkaufen. Als Prostituierte verdient sie viel Geld, aber ihre Seele zerbricht daran. Besonders als sie merkt, dass Hansi nur hinter ihrem Geld her ist und sie nicht liebt. Nach Hansi kommt der nächste Zuhälter. Es folgen immer pikantere Praktiken bis ihre Seele am Ende ist. Immer wieder versucht sie den Ausstieg. Dies ist jedoch immer leichter gesagt, als getan. Ihr weg aus der Prostitution ist lang und hart.

===Meine Meinung===
Schon als Kind bin ich über meine Mutter mit Schicksalsbüchern von Bastei Lübbe in Kontakt gekommen. Es ist immer wieder interessant zu lesen, wie hart das Schicksal es mit anderen Personen meint. Die eigenen Probleme wirken da teilweise unendlich klein gegen. Seit kurzem bin ich wieder auf diese Bücher aufmerksam geworden.
„Scherbengesicht“ zählt zu den kurzen Berichten dieser Reihe. Die Meinungen bei Amazon sind sehr geteilt, sodass ich wirklich neugierig war, wie dieses interessante Schicksal sein würde.

In „Scherbengesicht“ wird das Schicksal von Elisabeth erzählt. Auf der Suche nach der wahren Liebe, gerät sie an den Falschen, der sie auf den Strich schickt. Jahrelang verkauft sie ihren Körper fast jede Nacht an unzählige Männer. Ihre Seele leidet immer mehr darunter. Zumindest begreift sie dadurch, dass ihr Zuhälter sie nicht liebt und setzt ihn an die Luft. Ihr Alleingang auf dem Strich dauert jedoch nicht lange und schon ist der nächste Zuhälter an ihrer Seite. Nach einigen Selbstmordversuchen, einer zerstörten Seele und immer mieseren Erfahrungen, wagt sie den Ausstieg.

Ich verurteile dieses Gewerbe nicht. Wenn eine Frau dies machen möchte, soll sie es tun. Jedoch sollte dies in meinen Augen freiwillig sein. Daher war ich gespannt einmal zu lesen, wie eine Frau in dieses Gewerbe gelangt.
Der Einstieg in Elisabeths Geschichte beginnt mit einem Vorwort. Nicht von Elisabeth selbst, sondern von einer Journalistin, die sich weltweit mit diesem Thema auseinandergesetzt hat. Von Hamburg bis nach Afrika besucht sie den Straßenstrich, um zu erfahren, wie die Frauen dazu kommen. Das Vorwort auf ein oder zwei Seiten wäre sicherlich interessant gewesen. Dieses Vorwort ist länger und beläuft sich auf rund 30 Seiten. Ständig fragt man sich, was dies mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat. Gibt es überhaupt eine richtige Geschichte oder wird das Thema die gesamte Seitenzahl so sachlich behandelt? Zum Glück kam nach diesem Einstieg, der eigentliche Anfang von Elisabeths leben.

Elisabeth beginnt ihre Geschichte im Alter von vier Jahren. Sie berichtet über ein zerrüttetes Elternhaus, ihre schulische Laufbahn und ihr Aussehen. Bis zu diesem Punkt, konnte ich mich ideal mit der Person identifizieren. Genau wie Elisabeth komme ich aus kaputten Familienverhältnissen, habe zudem eigentlich rote Haare, Sommersprossen, bin recht hellhäutig und trage eine Brille. Wie sie ihren Alltag beschrieb und den Wunsch nach Liebe. Sie bringt diesen Teil so authentisch an den Leser, dass ich alles gut verstehen konnte. Ich war sogar überrascht, als sie erzählte, dass sie eine Ausbildung abgeschlossen hatte. Wenig später lernt sie Hansi kennen und ihre Tragödie beginnt. Ab diesem Punkt stieß das Buch auf Widerstand.
Die Thematik finde ich sehr interessant, für mich blieb jedoch ihre Handlungsweise unverständlich. Elisabeth konnte mir nicht vermitteln, warum sie diesen Schritt gegangen ist. Liebe macht blind, das ist verständlich, aber sie überspringt viele Punkte, die für mich wichtig gewesen wären. Es wird von einer gemeinsamen Zukunft geredet, aber wie hat er sie genau dazu gebracht, wie ging der Schritt von Hamburg nach München genau. In großen Sprüngen beschreibt sie ihr kennenlernen in Hamburg, ihre Flucht nach Berlin, die Rückkehr zu Hansi, obwohl er sie nicht liebt und plötzlich ist die Rede von Zukunft und man befindet sich in München, wo sie schon ihre Anfänge als Prostituierte hat. Auch danach erzählt sie immer nur Bruchstücke. Bei der Thematik erwartet man schockierende Details, aber Elisabeth baut diese in einer emotionalen Ebene ein. Sie erwähnt lediglich den sexuellen Akt an sich und wie sich ihre Haut und ihre Seele sich dabei anfühlt. Bei extremen Neuentwicklungen, wie den Nebenzweig als Domina, erklärt sie genauer. Ansonsten gibt sie kaum konkrete Beispiele. Sie erwähnt zum Beispiel ihre Tage, aber wie sieht es mit Krankheiten, Verhütung, Schwangerschaften aus. Ich erfahre nie wie viel Geld sie am Anfang verdient hat, und warum ein Ausstieg solche Einschränkungen bedeuten würde. Ebenfalls erwähnt sie unzählige Freier, dass sie diese nur mit Alkohol ertragen konnte, aber eine durchschnittliche Zahl, damit ich als Leser ungefähr einen Einblick habe, wie viel am Abend über sie rüberrutschen, bleibt unerwähnt. Ich erwarte keine pornographischen Einblicke in ihren Beruf, aber ich erwarte zumindest eine gute Aufklärung, was der Beruf bedeutet. Es soll doch schließlich abschreckend sein und aufzeigen, wie schwer der Ausstieg ist.
Beim Schreiben achtet sie sehr auf ihre Wortwahl. Obszöne Worte werden gemieden, dafür beschreibt sie bildhaft, aber bleibt dabei über der Gürtellinie. Die durchgehend vorhandenen Sprünge stören jedoch stets den Lesefluss.
Ab der Mitte des Buches sah ich diese Lektüre jedoch immer mehr mit anderen Augen. Im Grunde blieb der Stil der gleiche. Kurze, knackige Sätze, die alles ausdrücken, was Elisabeth preisgeben will. Was manchmal weniger detailliert klingt, wirkt später aber schon fast lyrisch. Tiefsinnig, zum Nachdenken anregend und teilweise poetisch. Das klingt bei diesem Thema sicherlich unglaubwürdig. Schließlich kann ein Schicksalsbericht doch nicht poetisch klingen. Es ist aber zum Schluss hin sehr auffällig, wenn man die Wortwahl und den Satzbau liest.

Ich denke, dass hier das Problem dieser Lektüre liegt. Bei einem Schicksalsbericht, möchte der Leser mit der Person leiden und da sollte die Thematik schon detailliert und sicherlich ein bisschen schockierend vermittelt werden. Das würde die meisten Leser definitiv mehr fesseln. Diese poetische Umsetzung ist sicherlich interessant und gibt einen groben Überblick über Elisabeths Leben, aber es ist stellenweise eben vieles unklar. Die Sprünge sind oft zu groß und das was ich über die Tätigkeit erfahre, wird den meisten Lesern, wie mir, bekannt sein. Klar ist es bewegend, wenn man sieht, wie Elisabeth ihre Seele offenbart und endlich mal das zeigt, was alle Damen dieses Gewerbes wahrscheinlich empfinden und vor der Öffentlichkeit verbergen. Diese Emotionen gepaart mit einer anschaulichen Beschreibung dieser Tätigkeit wären für mich gelungener gewesen.

Wer sich für die Thematik interessiert und mit einem sprunghaften und blumigen Stil bei diesem brisanten Thema leben kann, sollte es sich holen. Die emotionale Seite dieses Gewerbes wird authentisch an den Leser vermittelt. Wer jedoch schockiert werden will, schmutzige Details lesen möchte und wirklich mehr über diese Tätigkeit erfahren möchte, sollte zum Beispiel „Seelenficker“ lesen.

===Bewertung===
Poetisch, aber sprunghaft und mit wenigen Details versucht Elisabeth ihre Situation und die Jahre auf dem Strich zu beschreiben. Emotional gelingt es ihr, aber ihre Geschichte wirkt lückenhaft und teilweise verwirrend. Dafür gibt es drei Sterne.
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R. L. Stine - Das Camp

5
Mein Doppelband


===Buchdaten===
Autor: R. L. Stine
Titel: Das Camp
Untertitel: Unheimlich schöne Ferien
Originaltitel: Lights out
Verlag: Loewe
Erschienen: 2002
ISBN-13: 978-3785535110
Seiten: 155
Einband: Taschenbuch oder HC
Kosten: 7,50€
Genre: Grusel
Alter: ab 12
Serie: Fear Street

===Eigene Inhaltsangabe===
Hollys Onkel braucht dringend Hilfe für sein Ferien-Camp. Camp Nightwing steht kurz vor dem Aus. Holly setzt alles daran ihm zu helfen, obwohl ihr die Spinnen, Schlangen, Fledermäuse und ihre ehemals beste Freundin das Leben zur Hölle machen. Doch das ist nicht am schlimmsten. Ständig passieren Unfälle. Erst kippt ein Schrank um, dann sind die Kanus zerstört worden, dann stürzt ein Bett zusammen. An allen Tatorten befindet sich eine rote Feder. Für Holly der Beweis, dass jemand ihrem Onkel schaden will. Keiner will ihr das jedoch glauben, auch nicht als die erste Leiche gefunden wird.

===Meine Meinung===
„Das Camp“ ist eins der Fear Street Bücher, die ich schon vor einigen Jahren gelesen. Damals war ich von dieser Geschichte begeistert. Auch heute lese ich immer wieder gerne zur Abwechslung das eine oder andere Werk von R. L. Stine.

In dieser Geschichte durfte ich als Leser Holly in ein typisches Ferien-Camp in den USA begleiten. Dort soll sie als Betreuerin ihren Onkel unterstützen. Dies ist seine letzte Chance das Camp zu retten, nachdem im letzten Jahr ein tödlicher Unfall passiert ist. Doch von Anfang an passieren im Camp immer wieder merkwürdige Dinge, an dessen Tatort eine Feder zu finden ist. Holly versucht den Täter zu überführen, aber es gibt zu viele Verdächtige und dann wird die Sache wirklich gefährlich.

Der Einstieg in diese Geschichte ist sehr gut gewählt. Gleich zu Anfang lernte ich als Leser alle wichtigen Figuren und die gesamte Situation kennen. Ich war sofort mitten im Geschehen und konnte mir die Atmosphäre in einem Camp richtig vorstellen. Nicht nur der Spaß, sondern auch die Probleme zwischen den Betreuern und die nicht immer angenehme Natur wird authentisch beschrieben. Durch den gut gewählten Einstieg wurde ich schon nach der Grundsituation zum Miträtseln verleitet. Kleine gut gelegte Hinweise sorgen für Verwirrung und Spannung. Ab dem ersten Miträtseln ist der Leser wirklich gefesselt und möchte wissen, wer versucht das Camp zu sabotieren. Wer den Autoren von anderen Werken kennt, der weiß, dass das Buch erst ganz zum Schluss aufgelöst wird und bis zu diesem Zeitpunkt der Leser immer wieder auf neue Spuren geführt wird, sodass es nicht ersichtlich ist, wer nun der Täter ist. Das ist auch in diesem Buch der Fall. Dadurch wird es auch nie langweilig.Bei der empfohlenen Zielgruppe kommt dieser Spannungsaufbau sehr gut an. Wer jedoch einer älteren Zielgruppe angehört und einige Werke kennt, wird trotz aller falscher Spuren schon vorab wissen, wer der Täter ist. Trotzdem lässt sich das Buch leicht und in einem Zug lesen.

Wer keine Zeit hat, das Buch an einem Stück zu lesen, der hat insgesamt 34 Kapitel, um zwischendurch immer wieder Pausen einlegen zu können. Besonders für jüngere Leser finde ich dies gut, da es manchen jungen Lesern irgendwann an Konzentration mangelt. Manche Kapitel sind nur eine halbe Seite lang, andere gehen über drei bis vier Seiten. So wie sich der Aufbau an jüngere Kinder richtet, ist auch der Schreibstil gehalten. R. L. Stine verwendet einen modernen, kindgerechten, bildhaften und authentischen Stil. Es wirkt nicht künstlich, sodass ich das Gefühl habe, dass dies wirklich passiert sein könnte. Zudem sind die Sätze einfach und nicht zu lang, sodass jüngere Leser nicht überfordert wirken.

Empfehlen kann ich dieses Buch wirklich jedem, der sich für Jugendbücher interessiert. Für mich ist R. L. Stines einer der besten Jugendbuchautoren der USA. Egal ob jung oder alt, dieser Autor ist für leichte, aber spannende Unterhaltung bekannt und kann jeden begeistern.

===Bewertung===
„Das Camp“ ist eine authentische, bildhafte und spannende Ausgabe aus der Fear Street Reihe. Das Buch lässt sich durch den modernen Stil in einem Zug durchlesen und fesselt von der ersten bis zur letzten Seite. Dafür gibt es fünf Sterne.
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