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Carr, Philippa: Die Dame und der Dandy


==Eine unvergessliche Reihe==
   

===Buchdaten===
Autor: Philippa Carr
Titel: Die Dame und der Dandy
Originaltitel: The drop of the dice
Verlag: Heyne
Erschienen: 1985
ISBN-10: 345387868X
ISBN-13: 9783453878686
Seiten: 378
Einband: TB
Kosten: ab 6€ bei Amazon
Serie: Töchter Englands

***Die Reihe***
1972 Geheimnis im Kloster
1974 Der springende Löwe
1975 Sturmnacht
1976 Sarabande
1977 Das Licht und die Finsternis
1978 Die venezianische Tochter
1979 Die Halbschwestern
1981 Die Dame und der Dandy
1982 Die Erbin und der Lord
1983 Im Sturmwind
1984 Im Schatten des Zweifels
1985 Der Zigeuner und das Mädchen
1986 Sommermond
1987 Das Geheimnis von Saint Branok
1988 Das Geheimnis im alten Park
1989 Der schwarze Schwan
1990 Zeit des Schweigens
1991 Ein hauchdünnes Band
1992 Wiedersehen in Cornwall

===Zitierter Klappentext===


Frankreich, Schottland und England sind das politische Spannungsdreieck, in dem die Geschichte der schönen Clarissa abläuft. Frankreich war für ihren Vater, Lord Hessenfield, ein Parteigänger Jakob II und der katholischen Stuarts, Exil und Endstation seines Lebens. Für Clarissa bleiben aus dieser Zeit nur Erinnerungen, sie kehrt in die Geborgenheit einer großen und reichen Familie nach England zurück. Aber der politische Streit schwelt weiter. Nichts ahnend gerät Clarissa in eine Runde jakobitischer Verschwörer, denen sie zur Flucht verhilft. Unter ihnen trifft Clarissa ihre erste Liebe. Er bleibt der Fixstern in ihrer Erinnerung. Das Schicksal aber führt sie in die Arme von Lord Lancelot, ein Charmeur und Dandy, dessen Leidenschaften Würfel, Karten und Rennpferde sind.

===Meine Meinung===
Eigentlich bin ich ein großer Fan von Victoria Holt, sodass ich mich auch gerne an ein Werk unter ihrem weiteren Pseudonym Philippa Carr heranwagen wollte. Unter diesem Pseudonym hat die Autorin eine ganze Saga erschaffen.

In diesem achten Band begleitet der Leser Clarissa, die nach dem Tod der Eltern von ihrer Tante Damaris von Frankreich nach Englang zurückgebracht wird. Dort erwartet sie eine riesige Familie, die sie liebevoll aufnimmt. Nach und nach erfährt die Wahrheit über ihre Mutter und ihren angeblichen Vater Lord Hessenfield. Jahre später lernt sie sogar ihre Halbschwester, die aus einer anderen Affäre ihres Vaters stammt, kennen. So wirklich zur Ruhe kommt Clarissa in all den Jahren nicht. Die angespannte politische Situation führt letzten Endes dazu, dass sie entführt wird. Dank eines Jungen, den Neffen des Anführers, in den sie sich auch verliebt, gelingt ihr die Flucht. Damit beginnt ein neuer Lebensabschnitt, der ihr eine unglückliche Ehe mit Lance, einem spielsüchtigen Lord, beschert und sie in noch größere Gefahr bringt.

Der historische Roman beginnt viel versprechend. Die Geschichte beginnt 1715 und der Leser wird mit der Protagonistin Clarissa und ihrer Geschichte vertraut gemacht. In einer Art Rückblende erfährt man die letzten Jahre. Leider bleibt die Protagonistin trotz detaillierter Beschreibungen undeutlich. Ich konnte sie mir weder vorstellen, noch gelang es mir, mich in die Figur hineinzuversetzen. Gefühle, Handlungen und Gedankengänge waren für mich aus diesem Grund nicht immer schlüssig. Dadurch war für mich das Buch schon einmal deutlich schwerer zu lesen. Eine blasse und unsympathische Hauptfigur nehmen die Lust und Freude an einem Buch.

Neben der schwachen Protagonistin fand ich mich recht schnell in die damalige Zeit hinein. Dadurch merkte ich anfänglich gar nicht, wie schnell die Seiten voranschritten. Nach 150 Seiten legte ich zum ersten Mal richtig das Buch aus der Hand und fragte mich, wann es endlich mal spannend weitergehen würde. Unter ihrem anderen Pseudonym bin ich es einfach gewohnt, dass es ein Geheimnis gibt, welches erst am Ende gelöst wird und den Leser bis zum Schluss beschäftigt. Dazu gibt es stets eine gute Prise Spannung und Romantik. Dies ist unter ihrem Pseudonym Philippa Carr augenscheinlich nicht der Fall. Spannung kam nur minimal vor, sodass es stellenweise sogar richtig langweilig geschildert war. Romantik gibt es eine Menge, aber es gab nichts was mich wirklich auf den Schluss neugierig machte oder mich mitfiebern ließ. Selbst für einen historischen Liebesroman war dies schwach. Lediglich die damalige Zeit beschreibt die Autorin authentisch und ansprechend. Das alleine genügt in meinen Augen jedoch nicht.

Der Schluss barg auch keine große Überraschung und bestach auch nicht durch eine gute Idee. Im Grunde wusste ich schon nach 200 Seiten, wie das Werk ausgehen würde. Damit will ich nicht sagen, dass diese Wahl schlecht war oder mich in diesem Fall die Vorhersehbarkeit störte. Er passte und war ganz ansprechend umgesetzt. Mir fehlte einfach nur der gewisse Pepp, wie er auch schon während des gesamten Romans fehlte.

Im Groben und Ganzen ist dieser historische Roman sicherlich nicht schlecht. Mich persönlich konnte die Autorin unter dem Pseudonym Philippa Carr nicht gänzlich überzeugen. Eine gelungene historische Kulisse wird mit der schwachen Protagonistin und langatmigen Handlung zerstört. Aus diesem Grund kann ich das Werk nur empfehlen, wenn dem Interessenten schon andere Werke der Autorin unter diesem Namen bekannt sind. Es ist definitiv kein Vergleich zu Victoria Holt.

===Bewertung===

Die Dame und der Dandy“ ist der achte Band einer außerordentlichen, historischen Saga, die im alten England spielt. Eine ansprechende Kulisse, blasse Figuren, eine vorhersehbare Handlung ohne sichtbare Höhepunkte ergeben für mich zwei Sterne.


===Leseprobe oder Zitat zum Einblick in den Stil===

Zum Einblick in den Stil, gibt es ein kurzes Zitat von Seite 32:


Wieder ging ein Jahr vorbei. Ich war zehn Jahre, und überall wurde über den Waffenstillstand geredet, der den Krieg beenden sollte. Priscilla fand, daß es wirklich an der Zeit war. Sie konnte nicht begreifen, was es uns kümmerte, wer auf dem spanischen Thron saß. Urgroßvater Carleton sah sie an, schüttelte den Kopf und sagte nur ein Wort: „Weiber!“


© Sarahs Bücherwelt für diverse Seiten, den 5.9.11

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