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Zimmer Bradley, Marion: Der Bronzedrache


==Rausgeworfenes Geld==



===Einleitung===
Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, welches schon seit fast drei Jahren bei mir im Buchregal steht. Es war Teil eines großen Fantasy-Buchpaketes. Nachdem mich jedoch meine vorherigen Werke der Autorin nicht immer überzeugt hatten, blieb dieses Buch bis jetzt ungelesen stehen. „Der Bronzedrache“ ist sowohl als Einzelband, als auch in einer Sammlung mit zwei weiteren Büchern erhältlich. Warum ich so enttäuscht bin, lest selbst....

===Buchdaten===
Autor: Marion Zimmer Bradley
Titel: Bronzedrache
Originaltitel: Brass Dragon
Verlag: Heyne
Erschienen: 1996
ISBN-10: 3453057066
ISBN-13: 9783453057067
Seiten: 175
Einband: TB
Kosten: Damals 12,00DM, heute gebraucht ab 1,00€ bei Ebay
Serie: -

===Autor/in===
Marion Zimmer Bradley wurde am 3.6.1930 in Albany geboren und verstarb am 25.9.199 in Berkeley. Sie war eine große Schriftstellerin, die sich besonders im Fantasy-Bereich einen Namen gemacht hat.

***Weitere Werke***

  • Die Nebel von Avalon
  • Herrin der Stürme
  • Herrin der Falken

===Zitierter Klappentext===
Barry liegt zerschunden am Straßenrand irgendwo in Texas. Helfer liefern ihn in ein Krankenhaus ein. Er weiß nicht, wer er ist und woher er kommt. Einziger Anhaltspunkt ist ein kleiner Bronzedrache, den er in der Tasche seines Overalls findet.
Gespenstische Ereignise suchen Barry heim. Ein Unbekannter steigt nachts zum Fenster ein; jemand schießt auf ihn. Ganz allmählich lichtet sich das Dunkel um seine Herkunft. Die Wahrheit übersteigt die kühnsten Fantasien...

===Meine Meinung===
Marion Zimmer Bradley ist eine bekannte Autorin, welche vor allen Dingen durch ihre Arthus-Saga bekannt geworden ist. Mit „Die Nebel von Avalon“ überzeugte mich die Autorin erstmals. Spätere Kurzgeschichten hingegen waren jedoch eher enttäuschend, sodass ich auf diesen Roman sehr gespannt war.

Der Leser taucht in die Welt von Barry ein, der mit einer Amnesie und merkwürdigen Verletzungen im Krankenhaus erwacht. Nicht nur die Erinnerungen an früher, sondern besonders die Erinnerungen an das letzte Jahr sind komplett verschwunden. Auf der Suche nach seiner Identität melden sich gleich zwei potentielle Väter, aber nur einer ist sein wahrer Vater. Barry erkennt diesen unbewusst und begleitet ihn nach Hause. Dort angekommen plagen ihn schreckliche Alpträume, das Haus seiner Eltern wird auf den Kopf gestellt und jemand versucht ihn umzubringen. Barry weiß, seine einzige Chance ist es, die letzten 14 Monate, in denen er spurlos verschwunden war, wieder in sein Gedächtnis zu rufen. Er macht sich auf die Suche nach dieser Lücke und gerät dadurch in große Gefahr.

Auf den ersten Blick las sich der Klappentext eher wie der eines Thrillers. Amnesie passt auch besser zu diesem Genre, als zu einem Fantasy-Werk. Lediglich der Bronzedrachen lässt auf eine fremde Welt schließen, die den Leser Fantasy vermuten lässt.

Der Einstieg in die Geschichte selbst ging sehr gut voran. Man erwacht zusammen mit Barry im Krankenhaus und macht sich mit ihm zusammen auf die Suche nach seinem Gedächtnis. Die wenigen Gegenstände, die er bei sich hat, die merkwürdigen Verletzungen und die Tatsache, dass sich gleich zwei potentielle Väter bei ihm melden, haben mich sehr neugierig gemacht und sofort an die Geschichte gefesselt. Nach rund 80 Seiten fragte ich mich jedoch, was diese Handlung mit Fantasy zu tun hat. Bis auf einen Sci-Fi Autoren, welcher eingebunden wurde, konnte ich nichts hinweisendes finden. Durch die Frage, was in der Lücke vorgefallen ist, fiebert und rätselt der Leser jedoch so sehr mit, dass die Frage nach der Fantasy eigentlich nebensächlich ist. Anfänglich war ich also sehr begeistert von der Umsetzung und Spannung. Leider hält sich dies nicht über das gesamte Buch. Plötzlich überschlagen sich die Dinge und man merkt, dass die Autorin krampfhaft versucht hat, eine Verbindung zu den eigentlichen Geschehnissen zu ziehen. Rasant baut sie die Brücke auf und plötzlich fällt Barry wieder alles ein. In einer Rückblende, die den zweiten Teil des Werkes ausmacht, darf der Leser an seinen letzten Monaten teilhaben.
Diese Beschreibung hat plötzlich überhaupt nichts mehr mit Fantasy, sondern vielmehr mit Sci-Fi, Untertassen und Außerirdischen zu tun. Da dies leider ein Genre ist, was ich nur bedingt gerne lese, war ich also schon mal etwas enttäuscht. Die Tatsache, wie es allerdings zum Verschwinden kam, war noch enttäuschender. Genauso wie die letzten Monate. Langatmig und mit wenig Spannung wird dem Leser ein Weltraumabenteuer vermittelt, dass überhaupt nicht zu einem Bronzedrachen passt.
Nach 120 Seiten hatte ich erstmals die Nase voll, aber abbrechen mag ich Geschichten nun einmal ungern. Das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss. In diesem Fall stimmte der Spruch überhaupt nicht. Ich fand die Zwischengeschichte, die Barry während seines Verschwindens erlebt hat, total haarsträubend. Man hätte deutlich mehr daraus aus einer Amnesie und einem Bronzedrachen machen können. Man merkt dieser Geschichte deutlich an, dass sie aus einer Zeit stammt, wo Marion Zimmer Bradley noch weniger bekannt war.
Selbst der Schluss, der sich im dritten Teil des Buches abspielt, konnte ich nichts spannendes mehr finden. Es war eine nette Idee, die mich jedoch überhaupt nicht überzeugt hat. Dabei hatte der Ansatz so gut begonnen.

Ein Werk, welches mich persönlich nicht überzeugt, kann ich nicht empfehlen. Es mag Leser geben, die sich für ältere Werke der Autorin begeistern können und vielleicht auch Geschmack an ihren Sci-Fi Werken finden, bei mir ist das jedoch nicht der Fall. Aus diesem Grund kann ich es auch nicht empfehlen.

===Bewertung===

Der Bronzedrache“ ist ein Werk, welches mit einem interessanten Ansatz den Leser zu Beginn stark fesselt. Die weiteren Entwicklungen wirken jedoch an den Haaren herbeigezogen und weniger mitreißen, sodass ich am Schluss nur noch zwei Sterne geben kann.

===Leseprobe oder Zitat zum Einblick in den Stil===

Zitat zum Stil Seite 153:


Und direkt unter uns, über der Kuppel der Konföderation, schwebten mindestens ein Dutzend dieser Formen. Die Polarkolonie befand sich in der Gewalt der Dikri!

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