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Barbara Wood - Rote Sonne, schwazes Land


© Sarahs Buecherwelt
===Buchdaten===
Autor: Barbara Wood
Titel: Rote Sonne, schwarzes Land
Verlag: Fischer
Erschienen: 1989
ISBN-13: 978-3596108978
Seiten: 765
Einband: TB
Genre: Kolonialzeit
Serie: -

===Zitierter Klappentext===
Deborah, die letzte Treverton, flieht 1963 aus einem brennenden Land vor einer verbotenen Liebe. Der Orkan ist entfesselt. Schönheit und Haß, Triumph und Verzweiflung, Zerstörung, Liebe und Zärtlichkeit prallen offen gegeneinander. Fünfzehn Jahre später fährt Deborah nach Kenia zurück und fragt nach dem Scheitern ihrer Eltern und Großeltern, die einst ein Teil der Seele dieses Landes und seines Schicksals waren. Und sie stellt sich auch ihrer eigenen Vergangenheit.
In dieser Generationen umspannenden Familiensaga einer weißen Siedlerfamilie und eines afrikanischen Stammesverbandes sind die Geschichte Kenias und das Leben moderner Menschen schicksalhaft miteinander verbunden. Der Roman ist zugleich ein Stück Zeitgeschichte mit all der Dramatik des Untergangs der weißen Kolonialherrschaft und dem Erwachen des afrikanischen Selbstbewußtseins.

===Meine Meinung===
„Rote Sonne, schwarzes Land“ ist viel mehr als nur eine einfache Familiensaga. Dieses Buch handelt von der Entwicklung Kenias von der Kolonialzeit bis zur Gegenwart der 80er Jahre.

Als Leser durfte ich an Deborahs Reise in ihre Familiengeschichte teilhaben. Deborah flieht in den 60er Jahren aus Kenia. Es vergehen 15 Jahre bis, sie gebeten wird, noch einmal das Land ihrer Kindheit zu betreten. Auf dieser Reise beginnt sie sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Nach all den Jahren traut sie sich endlich das Tagebuch ihrer Tante Grace zu lesen. Grace kam während des ersten Weltkriegs in das damalige Neuland Kenia, um es zusammen mit ihrem Bruder und dessen Familie zu bewirtschaften. Ihre Erlebnisse, Beobachtungen der anderen Familienmitglieder und die geschichtliche Entwicklung von Kenia hält sie in ihrem Tagebuch fest.

Wer in der heutigen Zeit Kenia hört, der denkt sofort an Massai und Safaris. Die Geschichte, die hinter diesem Land steckt, kennt jedoch kaum jemand. Barbara Wood ist mit ihrem historischen Roman nicht nur eine wundervolle und tragische Familiensaga gelungen, sondern sie vermittelt das historische Wissen über die Entwicklung Kenias auf anschauliche Weise. Von den Bräuchen, Sitten und Lehren der Kikuju, die Kämpfe der Mau-Mau und der Veränderung durch die Weißen wird hier ausführlich und anschaulich berichtet. Diese historischen Fakten sind mit der Familiensaga authentisch und lebendig verknüpft worden.

Die Geschichte ist in mehrere Teile unterteilt, die wiederum zahlreiche Kapitel beherbergen. Pausen sind hier also kein Problem. Jeder Teil steht für einen anderen Abschnitt in der Geschichte Kenias, aber auch in der Familiensaga. Dadurch wird in jedem Teil auch aus Sicht einer anderen Hauptfigur berichtet. Zwar erfährt man in diesem Abschnitt auch immer, wie das Leben der anderen Figuren weitergeht, aber der Hauptaugenmerk liegt auf diesem Protagonisten.

Die Familiengeschichte ist interessant, traurig und bewegend zu gleich. Ich konnte mich in jeden einzelnen Charakter hineinversetzen, konnte die Gefühle nachvollziehen und war mitten ins Geschehen einbezogen, sodass ich das Buch nur schwer aus der Hand legen konnte. Schauplätze, Situationen und Figuren werden so authentisch geschildert, dass ich das Gefühl bekam, selber vor Ort gewesen zu sein. Gerade die landschaftlichen Schilderungen von Barbara Wood sind atemberaubend. Auch wenn man noch nie in Kenia war, man kann es sich nach diesem Buch richtig vorstellen.

Dabei schafft es die Autorin, dass sie zwar viele Details in ihre Geschichte einbindet, aber weder abschweift noch sich in unnötigen Details verliert. Durch tragische Schicksalsschläge, Kämpfe und andere unerwartete Momente baut Barbara Wood an vielen Stellen Spannung auf.

Aber auch die geschichtlichen Aspekte wirken an keiner Stelle langweilig oder trocken. Wer also etwas über die Geschichte von Kenia erfahren will, sollte sich dieses Buch merken. Ich persönlich finde es sehr empfehlenswert.


===Bewertung===
Authentisch, lebendig und geschichtlich korrekt, erzählt Barbara Wood eine bewegende Familiensaga, die den Hintergrund der Entwicklung von Kenia in der Kolonialzeit hat. Spannend, Bewegend und gut, dass ist „Rote Sonne, schwarzes Land“. Verdiente fünf Sterne.
   

Kommentare

  1. Ein wunderschönes Buch!
    Ich hab es zwar vor rund 24 Jahren gelesen, also als ich 15 war, aber es hat mir sehr gut gefallen und ich kann es wirklich auch nur empfehlen.

    Durch dieses Buch wurde ich ein kleiner Barbara Wood Fan :D

    Liebe Grüsse
    Alexandra

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