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Enid Blyton - Fünf Freunde und das Höhlengeheimnis


===Buchdaten===
Autor: Enid Blyton
Titel: Fünf Freunde und das Höhlengeheimnis
Verlag: CBJ
Erschienen: 2001
ISBN-13: 978-3570125410
Seiten: 154
Einband: HC
Kosten: 8,00€
Genre: Abenteuerbuch
Serie: Fünf Freunde


===Zitierter Klappentext===
Die Geschwister Anne, Richard und Julius dürfen wieder mit ihrer Kusine Georg und dem wachsamen Hund Tim im Felsenhaus bei Tante Fanny und Onkel Quentin ihre Sommerferien verbringen. Nach einem herrlichen Tag auf der Felseninsel wartet abends eine große Überraschung auf sie: Onkel Quentin hat sein Versprechen gehalten und neue Fahrräder gekauft. Die Kinder sind überglücklich. Endlich können sie mühelos lange Strecken zurücklegen und neue Ortschaften erkunden.
Bei der Besichtigung eines alten Schlosses erfahren sie, dass Diebe die Gegend unsicher machen: Aus der Villa Riddington wurde die überaus wertvolle und weltbekannte Uhrensammlung von Sir Donald gestohlen. Die Diebe sind so trickreich und raffiniert, dass die Polizei hilflos zusehen muss, wie seit Wochen gut gesicherte und bewachte Schlösser, Museen und Villen ausgeraubt werden.
Während die Ermittlungen der Polizei auf der Stelle treten, lässt die Unternehmungslust und die Neugierde der Kinder nicht nach. Wo verstecken die Diebe ihre Beute? Die Polizei hat die Gegend weiträumig abgesichert. Die Schätze müssen noch ganz in der Nähe sein. Doch die Beamten durchsuchen erfolglos alle verdächtigen Gebäude.
Die Fünf Freunde suchen auf eigene Faust. Nach einem furchtbaren Sturm entdecken sie eine Höhle beim Kliff, von der aus ein langer unterirdischer Gang hinauf zu einem seltsamen Ginsterbusch führt ...“

===Meine Meinung===
Jedes Kind oder auch jeder Erwachsene kennt die „Fünf Freunde“. Enid Blyton ist mit diesen Figuren und ihren Abenteuern eine zeitlose Kinderbuch-Reihe gelungen. Die alten Bücher haben 21 Bände und haben einen altmodischen Charme. Sie spielen hauptsächlich bei Georg und ihren Eltern. Dort erleben die fünf Freunde viele Abenteuer. Die Abenteuer sind mit einer idyllischen Landschaft und liebevollen Figuren geschmückt.

In diesem Band sind die fünf Freunde in den Ferien vereint. Dank neuer Fahrräder sind sie ständig unterwegs auf langen Radtouren. Mehr durch Zufall erfahren sie so von einer Diebesbande, die in der Umgebung gerade am Werk ist. Sie wären nicht die fünf Freunde, wenn sie diesen Fall nicht lösen würden und so begeben sie sich in große Gefahr, um den Tätern das Handwerk zu legen.

Es ist der erste Band der neuen Abenteuer und die Hoffnungen auf eine gelungene Anreihung an die Originale ist groß gewesen. Jedoch kann der neue Autor hinter diesen Werken dem Namen Enid Blyton in keiner Weise gerecht werden. Die idyllische Landschaft versucht er in diesem Teil noch einzubauen. Picknicke, Radtouren, die geliebte Felseninsel und das kleine Boot. Was nützt es, wenn das Talent einfach nicht an die Originale reicht. Früher konnte ich mir die Heide, das Meer oder andere Schauplätze direkt vor meinem Auge vorstellen. Hier wird sie zwar beschrieben, aber der Detailreichtum ist verschwunden. Die Landschaften sind nicht mehr idyllisch und lebendig, sondern blass.
Die Charaktere wirkten irgendwie lieblos. Während Anne früher total mütterlich war, im Haushalt geholfen hat, gekocht, geputzt hat und total ängstlich war, ist heute nur diese ängstliche Art geblieben.
Alleine schon der Start in die neuen Abenteuer. Alle bekommen gleich neue, erstklassige und teure Fahrräder gekauft. Diese modernen Details passen einfach nicht in das Bild, welches die Bücher von Enid Blyton hinterlassen haben. Man merkt, dass hier ein anderer Autor ihren Namen verwendet.
Auch das Abenteuer wirkt wie aus anderen Werken zusammengesucht. „Das Geheimnis um ein blaues Boot“ erinnerte mich stark an dieses Werk. Sonst konnte ich nie Ähnlichkeiten zu anderen Werken aus ihrer Feder erkennen. Diebstahl ist schön und gut. Auch wenn ich nicht jedes Abenteuer der fünf Freunde kenne, ging es nie groß um richtigen Diebstahl. Schmuggler, Schatzdiebe, Entführer, aber reine Diebe nicht. Das Abenteuer wirkte so deplatziert.
Auch wenn der Stil detailliert ist, einfach und durch Bilder den Leser alles veranschaulicht, kommt kein richtiges Bild vorm inneren Auge zustande. Trotzdem weiß ich durch diesen flachen Stil genau, was als nächstes geschehen wird. Während sich sonst die Spannung um das Abenteuer aufbaute, lustig war und zum Ende kindgerecht spannend wird. Wurde hier versucht mit den Diebstählen schon am Anfang Spannung zu schaffen. Es passt nicht in die Reihe und ist einfach zu langweilig geschrieben. In diesem Fall wird die Spannung einfach nicht gehalten. Sie kommt einfach nicht über ein langweiliges Level hinüber. Selbst der Schluss ist einfach nur eintönig.

Verständlich und kindgerecht sind die Abenteuer nach wie vor. Daher ist das Alter von zehn Jahren angebracht. Wobei auch jüngere Leser sicherlich keine Probleme haben werden. Große Schrift, leichte Wörter und kurze Sätze sind dabei sehr hilfreich.

Empfehlen kann ich die Reihe nur bedingt. Ich liebe die fünf Freunde und habe nun schon vieles als Kassette gehört oder auch gelesen. Dies ist nun der dritte Teil der neuen Abenteuer. Ständig fragte ich mich, warum es so anders klingt. Der alte Charme war einfach verschwunden. Nichts lehrreiches, keine Spannung, keine Idylle. Einfach nur ein modernes Abenteuer, mit zufällig dem gleichen Titel und den selben Charakter-Namen. Als ich durch Zufall nun erfuhr, dass ein anderer Autor, hinter den neuen Abenteuern steckt und nur der Name von Enid Blyton verwendet wurde, ist mir ein Stein vom Herzen gefallen. Wer die fünf Freunde liebt, sollte bei den Originalen bleiben. Die neuen Abenteuer sind nicht schlecht, aber komplett anders und haben mich nicht überzeugt.

===Bewertung===
Fünf Freunde stehen für Abenteuer, Spannung, landschaftliche Highlights und eine Buchreihe, die auch heute noch unglaublich lesenswert ist. Das Remake hätte lieber im Keller bleiben sollen. Langweilig, blass und passt nicht zu den Originalen. Dieses Abenteuer hat mich null überzeugt, daher zwei Sterne.



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